BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 13 von 139 ErsteErste ... 3910111213141516172363113 ... LetzteLetzte
Ergebnis 121 bis 130 von 1385

Kopftuchproteste in Kosovo

Erstellt von Fan Noli, 18.06.2010, 19:49 Uhr · 1.384 Antworten · 76.342 Aufrufe

  1. #121
    Avatar von Opoja_Pz

    Registriert seit
    22.01.2009
    Beiträge
    683
    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    "me", ich stelle irgendwie fest, daß deine Inhalte ausgewogener geworden sind. Weiter so.

    Aber zum Thema:
    Schaue dir die Entwicklung z.B. in der Türkei an.
    Dort gibt es aktuell vielleicht 2% der Bevölkerung, die Christen sind, und der Hass der Türken auf diese Gruppe nimmt nach neuesten Untersuchungen sogar weiter zu.
    Man kann an sich nur zu einem Fazit kommen, und das schreibe ich nicht aus.


    Die Albaner haben aber schon immer zusammen gelebt egal welcher religion es gab sogar teilweise muslime die segen von Priestern gefordert haben für ihre felder und Christen die zu Imamen gegangen sind wegen irgendwas wir haben immer Friedlich seite an seite gelebt die türken kann man nicht mit uns vergleichen

  2. #122
    Avatar von Opoja_Pz

    Registriert seit
    22.01.2009
    Beiträge
    683
    Zitat Zitat von ╰⊰✿ Catty ✿⊱╮ Beitrag anzeigen
    wenn man das hier liest, dann ist von diesem charakteristikum der albanischen gesellschaft nichts mehr übrig geblieben.
    Ja bei den meisten Internet Rambos ala ich nenne am besten keine namen ist nix übrig geblieben ich habe Katholische albanische freunde sie respektieren das ich kein schwein esse und kriege bei ihnen immer was anderes zu essen und ich akzeptiere ihre bräuche und gehe auch zu weinachten oder ostern zu ihnen und wünsche frohe ostern oder weinachten

  3. #123
    Kelebek
    Könnte ein "Religionskrieg" in Albanien ausbrechen? Wie einst in Ex Jugo.

  4. #124
    Avatar von Deqo

    Registriert seit
    22.04.2009
    Beiträge
    667
    man sollte dieses Kopftuch überall im Kosovo verbieten! die dieses ding tragen tun mir leid.

  5. #125
    Avatar von AulOn

    Registriert seit
    19.10.2008
    Beiträge
    2.789
    Zitat Zitat von CAPO Beitrag anzeigen
    Könnte ein "Religionskrieg" in Albanien ausbrechen? Wie einst in Ex Jugo.
    NEIN! Die Albaner definieren ihre ethnische Zugehörigkeit durch Sprache, Geschichte usw., nicht durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion, wie die Südslawen.

    Hier einige interessante informationen aus dem Institut für Religion und Frieden von Christian Wagnsonner :

    Die Religionsgemeinschaften im Kosovo-Konflikt 1998/1999

    Während der neunziger Jahre kritisierten die Vertreter der serbisch-orthodoxen Kirche zunehmend den politischen Kurs Milosevics. Das taten sie nicht zuletzt deshalb, weil sie den enormen Schaden sahen, den die Vereinnahmung durch nationalistische Politiker ihrer Kirche zufügte. In diesem Sinn veränderte sich auch die Haltung des für den Kosovo zuständigen Bischofs Artemije. Während des Krieges trat er für die Versöhnung zwischen den Volksgruppen ein und unterstützte die nationalistische Kosovo-Politik der Serben 1998/1999 nicht.
    Die große symbolische Bedeutung der Gotteshäuser in politischer Hinsicht lässt sich auch daran ablesen, dass während des Konflikts über 200 Moscheen, nach dem Konflikt mehr als 100 orthodoxe Kirchen und Klöster beschädigt oder zerstört wurden. Allerdings war die Religion selbst kein entscheidender Faktor für den Konflikt. Weder das Christentum noch der Islam haben in der Legitimation der Konfliktparteien eine Rolle gespielt. Auch der Befreiungskampf der Albaner wurde nie religiös begründet.
    Der katholischen Kirche gelang es, sich aus dem Konflikt 1998/99 herauszuhalten. Ihre Kirchen wurden von serbischen Milizen nicht zerstört. Nach der Nato-Intervention ist das Verhältnis zur ebenfalls überwiegend albanischen muslimischen Mehrheit sehr gut.
    Auch nach dem Krieg trat Bischof Artemije innerhalb der serbischen Volksgruppe für Versöhnung ein: Als sich die Serben weigerten, mit UNMIK und den albanischen Parteien zusammenarbeiten, setzte er ein Zeichen und entschloss sich mit seinem „Serbischen Nationalkonzil“ zur Kooperation. Allerdings verlor er dadurch leider die Unterstützung vieler Kosovo-Serben besonders aus dem Norden des Landes (um Mitrovica).

    Besonderheiten des religiösen Lebens im Kosovo

    Nebensache Religion
    Fragt man Kosovaren nach dem Stellenwert von Religion in ihrer Gesellschaft, so hört man fast immer, dass Religion nicht so wichtig ist und im gesellschaftlichen und politischen Leben kaum eine Rolle spielt. Diese Einschätzung teilen übrigens auch die meisten Vertreter der drei Religionsgemeinschaften im Kosovo. Das ist zu einem großen Teil natürlich eine Folge der Marginalisierung der Religion während der Zeit des Kommunismus, vielleicht wird da und dort die Bedeutung auch bewusst heruntergespielt, um als Religionsgemeinschaft keine Verantwortung für die Ereignisse von 1998/1999 sowie für die gegenwärtigen Schwierigkeiten übernehmen zu müssen.
    Wenn sich Albaner von Serben abgrenzen und umgekehrt, so tun sie das unter Hinweis auf ihre Nationalität, Geschichte oder Kultur, nicht aber auf ihre Religion.

    Kirchen und Moscheen für alle
    Der Kosovo ist nicht nur ein Gebiet, in dem die Säkularisierung besonders weit fortgeschritten ist. Vielmehr weist er Besonderheiten auf, die sich so nur hier finden und die für das Zusammenleben der Religionen in Europa und auf der ganzen Welt sogar beispielhaft sein könnten. Eine dieser Eigenheiten sind die gemeinsam genutzten Heiligtümer: Im Kosovo gibt es Heiligtümer, die für Gläubige aller drei Religionsgemeinschaften offen stehen und von ihnen auch traditionell genutzt werden: Beispiele sind die katholische Wallfahrtskirche in Letnice oder das serbisch-orthodoxe Gracanica. Leider wurden manche dieser Orte in die politischen Auseinandersetzungen der letzten zwei Jahrzehnte verwickelt (etwa das zerstörte serbisch-orthodoxe Kloster Zociste). Es war auch üblich, dass Moslems befreundete Christen zu Weihnachten besuchten und beschenkten, umgekehrt besuchten Christen Moslems an ihren Feiertagen.

    Ein europäischer Islam
    Oft wird vergessen, dass Bosnier und Albaner seit über einem halben Jahrtausend eigene, besonders bemerkenswerte genuin europäische Formen des Islam entwickelt haben. Diese Formen sind durch Toleranz und Dialog, politische Orientierung nach Europa (und nicht in den arabischen Raum), selbstverständliche Zugehörigkeit zum europäischen Kulturraum und nicht zuletzt durch Resistenz gegenüber radikal islamistischen Strömungen gekennzeichnet.
    Islamische fundamentalistische Gruppierungen versuchten seit dem Konflikt 1998/1999 in verstärktem Maß im Kosovo Einfluss zu gewinnen:
    - durch Entsendung von Kämpfern; nur wenige bleiben nach den Kampfhandlungen im Kosovo;
    - durch finanzielle Unterstützung unter bestimmten Bedingungen (z. B. Verschleierung der Frauen);
    - durch Verteilung von Handzetteln, Broschüren und sonstiger Literatur;
    - durch Finanzierung des Wiederaufbaus von Moscheen durch islamistische NGOs;
    - Außerdem werden die kosovarischen Imame mangels einer eigenen Lehranstalt seit langem in Ländern wie Saudi-Arabien, Ägypten und Pakistan ausgebildet.
    Diese Aktivitäten sind aber offenbar wenig erfolgreich: Die Islamisten aus dem Ausland werden als Fremdkörper empfunden und finden kaum Anhänger, die Islamische Gemeinde distanziert sich von ihnen, verschleierte Frauen auf den Straßen sind kaum zu sehen. Es ist allerdings zu hoffen, dass die wirtschaftliche, soziale und politische Situation Kosovos in absehbarer Zeit verbessert werden kann, um dieser Gefahr den Nährboden zu entziehen. Übrigens warnen besonders die Vertreter der Serbisch-Orthodoxen Kirche vor einer Zunahme islamistischer Aktivitäten, während Moslems und Christen die Gefahr eher gering einschätzen und meinen, dass religiöser Extremismus unter Albanern in größerem Ausmaß nicht möglich sei.

    Derwischorden und „Geheimchristen“
    Eine wenig bekannte Besonderheit des albanischen Islam sind die Derwischorden, die vor allem im Süden und Westen Kosovos großes Ansehen in der Bevölkerung genießen und von denen manche bei der Entstehung des albanischen Nationalbewusstseins eine wichtige Rolle spielten. In den jüngsten Konflikten traten sie politisch hingegen nicht in Erscheinung.
    Im Gebiet des Karadag („Schwarzer Berg“) soll es nach wie vor sog. Kryptochristen (Geheimchristen) geben, das heißt Moslems, deren Vorfahren aus wirtschaftlichen Gründen offiziell zum Islam übergetreten sind, aber viele christliche Elemente beibehalten haben.

    Das Verhältnis zwischen den Religionsgemeinschaften

    1. In Jugoslawien gab es keine Tradition des Dialogs zwischen den Religionen: Auch wenn im Kleinen gerade im Kosovo viele freundschaftliche und geschäftliche Beziehungen zwischen Angehörigen verschiedener Religionsgruppen bestanden, so gab es doch keine regelmäßigen Treffen der Religionsführer auf höchster Ebene.
    2. Am Vorabend des Konflikts trafen einander die Repräsentanten der drei kosovarischen Religionsgemeinschaften in Wien, um über Beiträge zur Lösung der Krise zu verhandeln. In der Folge versuchten vor allem ausländische Kirchen und NGOs, den interreligiösen Dialog im Kosovo auf eine institutionelle Basis zu stellen – allerdings ohne großen Erfolg.
    3. Heute sind die Beziehungen zwischen Katholiken und Moslems besonders entspannt, sie fühlen sich offensichtlich durch die Zugehörigkeit zur albanischen Nation verbunden. Zwischen Serbisch-Orthodoxer Kirche und den beiden anderen Gemeinschaften besteht ein eher distanziertes Verhältnis.

    Situation der Religionsgemeinschaften heute und ihr Verhältnis zur Politik

    Den Religionsgemeinschaften im Kosovo wird das Grundrecht der Religionsfreiheit und das Recht auf öffentliche Religionsausübung zugestanden. Eine genauere Regelung des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche fehlt heute allerdings.
    Besonders der Religionsgemeinschaft der Bevölkerungsmehrheit, der Islamischen Gemeinschaft, ist die Unzufriedenheit über die gegenwärtige Situation anzumerken: Sie wird von den eigenen albanischen Politikern sowie von UNMIK praktisch ignoriert, kämpft mit bürokratischen Hürden, und ein Religionsunterricht an Schulen ist nicht vorgesehen.
    Die Serbisch-Orthodoxe Kirche, die sich als gesellschaftliches Sprachrohr ihrer Volksgruppe versteht, scheint durch die zunehmende Isolierung, die Gefährdung der persönlichen Sicherheit und die nach wie vor sehr schlechten Zukunftsperspektiven der Kosovo-Serben immer mehr in die Defensive gedrängt. Die Politik von UNMIK und Versäumnisse von KFOR werden von ihr heftig kritisiert; die albanische Bevölkerungsmehrheit und ihre Politiker bezichtigt sie, im Grunde einen serbenfreien Kosovo anzustreben. Aus diesem Grund wird ihr von den anderen Religionsgemeinschaften politische Agitation vorgeworfen. Dazu kommt die immer noch andauernde Zerstörung ihrer traditionellen Gottesdienststätten, die gerade nach orthodoxem Selbstverständnis nur sehr schwer zu ertragen ist.
    Die Katholische Kirche im Kosovo versucht sich aus allen politischen Belangen herauszuhalten und leidet vor allem am Nachlassen finanzieller Unterstützung aus dem Ausland, die ihr einen gewissen gesellschaftlichen Handlungsspielraum gegeben haben.
    Alle Religionsgemeinschaften setzen sich für ein friedliches Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen und Nationalitäten im Kosovo ein und sehen die zentrale Herausforderung darin, den jungen Menschen im Kosovo (aller Nationalitäten) wieder Arbeit und eine Zukunft zu geben.

    http://www.irf.ac.at/index.php?optio...=167&Itemid=32

  6. #126
    ardi-
    Zitat Zitat von Mulinho Beitrag anzeigen
    Lassen wir diese Frage am besten katholische Albaner beantworten.

    Ardi und Athleti Christi sind katholisch.
    Ich beantworte ihm seine Frage, wenn Athleti auch was dazu sagen will, kann er das ruhig machen.

    Es existieren keine Ängste und es haben noch nie welche existiert.

    Meinungsverschiedenheiten helfen jedem Staat, aber nur weil man nicht einer Meinung ist, ist es noch lange kein Grund die eigene Landsleute zu bekämpfen.

    Solche Verschiedenheiten existieren selbst in der Familie, soll das jetzt etwa heissen, dass die Familienmitglieder Angst vor dem eigenen Bruder haben?


    Doch Aktionen wie diese Demonstration sind für manche von uns nicht verständlich.
    Weil wir dachten, dass Kopftücher eigentlich keinen hohen Stellenwert in der Gesellschaft besitzen/besassen. Doch so kann man sich täuschen, auch wenn es eine geringe Anzahl ist, die demonstriert haben, sieht man selbst hier, dass weitere Menschen die Demonstration gut heissen.

  7. #127
    Avatar von Deqo

    Registriert seit
    22.04.2009
    Beiträge
    667


    Ich brauch nichts mehr sagen

  8. #128
    Mulinho
    Zitat Zitat von ardi- Beitrag anzeigen
    Ich beantworte ihm seine Frage, wenn Athleti auch was dazu sagen will, kann er das ruhig machen.

    Es existieren keine Ängste und es haben noch nie welche existiert.

    Meinungsverschiedenheiten helfen jedem Staat, aber nur weil man nicht einer Meinung ist, ist es noch lange kein Grund die eigene Landsleute zu bekämpfen.

    Solche Verschiedenheiten existieren selbst in der Familie, soll das jetzt etwa heissen, dass die Familienmitglieder Angst vor dem eigenen Bruder haben?


    Doch Aktionen wie diese Demonstration sind für manche von uns nicht verständlich.
    Weil wir dachten, dass Kopftücher eigentlich keinen hohen Stellenwert in der Gesellschaft besitzen/besassen. Doch so kann man sich täuschen, auch wenn es eine geringe Anzahl ist, die demonstriert haben, sieht man selbst hier, dass weitere Menschen die Demonstration gut heissen.
    Naja die meisten albanischen User haben die Demonstrationen kritisiert und stehen für ein Kopftuchverbot an staatlichen Schulen.

  9. #129
    ardi-
    Zitat Zitat von Deqan Beitrag anzeigen


    Ich brauch nichts mehr sagen
    Alles ist gesagt, was man zu sagen hat. Doch trotzdem frage ich mich, ob wir zu diesem Ziel, (wie es im Video genannt wird) durch die Freundschaft mit den Türken, hingelangen.

  10. #130
    Avatar von Opoja_Pz

    Registriert seit
    22.01.2009
    Beiträge
    683
    Zitat Zitat von ardi- Beitrag anzeigen
    Alles ist gesagt, was man zu sagen hat. Doch trotzdem frage ich mich, ob wir zu diesem Ziel, (wie es im Video genannt wird) durch die Freundschaft mit den Türken, hingelangen.
    Die Freundschaft mit den Türken ist rein Wirtschaftlicher Basis meiner Meinung nach unsere Religion ist rein Privater Natur doch unser Volk wird gemeinsam egal welcher religion jedes Ziel erreichen

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 101
    Letzter Beitrag: 11.04.2015, 16:53
  2. Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 26.10.2011, 16:21
  3. Antworten: 78
    Letzter Beitrag: 10.07.2011, 02:13
  4. Antworten: 57
    Letzter Beitrag: 06.04.2010, 17:09
  5. Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 21.02.2008, 17:36