BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 14

Kosovë/Kosovo

Erstellt von LIHI, 18.04.2010, 18:42 Uhr · 13 Antworten · 6.621 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von LIHI

    Registriert seit
    12.04.2010
    Beiträge
    63

    Kosovë/Kosovo

    Kosovo (auch der Kosovo oder das Kosovo;[5] albanisch Kosova oder Kosovë, serbokroatisch Kosovo/Косово) ist ein Land in Südosteuropa. Das Binnenland liegt im westlichen Teil der Balkanhalbinsel. Seine Bevölkerung wird auf rund 2 Mio. Einwohner geschätzt.

    Die neuere Geschichte ist durch den Kosovokrieg im Jahr 1999 und dessen Folgen geprägt. Der völkerrechtliche Status des Landes ist international umstritten. Am 17. Februar 2008 proklamierte das Parlament in der Hauptstadt Priština die Unabhängigkeit des Territoriums von Serbien. Bisher erkennen 66 der 192 UN-Mitgliedstaaten die Republik Kosovo als unabhängig an,[4] allerdings haben noch nicht alle dieser Staaten auch tatsächlich schon diplomatische Beziehungen aufgenommen bzw. Botschafter entsandt.

    Serbien betrachtet Kosovo unverändert als seine Autonome Provinz Kosovo und Metochien (Autonomna pokrajina Kosovo i Metohija/Аутономна покрајина Косово и Метохија, kurz Kosmet/Космет; albanisch Krahina Autonome e Kosovës dhe Metohisë). Der Internationale Gerichtshof (IGH) prüft derzeit in einem Gutachten, ob die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo im Einklang mit dem Völkerrecht steht. Beim IGH haben 21 Staaten, die Kosovo anerkannt haben, und 14 Staaten, die sich gegen die Unabhängigkeit aussprechen, Stellungnahmen eingereicht. Nach russischen Angaben sollen bis zu 44 UN-Mitgliedstaaten die Unabhängigkeit Kosovos ablehnen.[6]

    Kosovo wurde nach dem Kosovokrieg – bei formeller Wahrung der Zugehörigkeit zu Jugoslawien – durch die UN-Resolution 1244 unter die Verwaltung der Vereinten Nationen gestellt. Zudem wird die politische Entwicklung seit dem 9. Dezember 2008 durch die Rechtsstaatlichkeitsmission der Europäischen Union im Kosovo („EULEX Kosovo“) überwacht. Dies gilt auch für die Region Nordkosovo, die von der Regierung Kosovos derzeit nicht
    kontrolliert wird.

    Namen und Etymologie

    „Kosovo“ bezeichnet in der Regel das Gesamtgebiet. Auch im Serbokroatischen wird Kosovo bedeutungsgleich verwendet, obwohl insbesondere von nationalbewussten Serben die Bezeichnung Kosmet, eine Wortkombination aus Kosovo und Metochien, parallel verwendet wird.

    Kos bezeichnet im Serbokroatischen die Amsel. Die Region ist nach dem Amselfeld (serbisch: Kosovo Polje, albanisch: Fushë Kosovë) bei Priština, benannt. Das Wort kosovo ist ein besitzanzeigendes Adjektiv („zur Amsel gehörig“) und daher ohne zusätzliches polje („Feld“) eigentlich unvollständig. Die Abkürzung hat sich jedoch in dieser Form eingebürgert.

    Die Bezeichnung Metochien für den Westen Kosovos leitet sich vom griechischen μετοχή (metochí, Klostergut) ab. Dieser Name, der eine von vielen Kirchen und Klöstern geprägte Landschaft beschreibt, wurde in Jugoslawien ab 1974 von staatlicher Seite nicht mehr gebraucht. Die Kosovo-Albaner nennen diese Region Dukagjini bzw. Rrafshi i Dukagjinit.

    Dardanien bzw. Dardania ist unter Albanern eine verbreitete Bezeichnung für Kosovo. Er leitet sich vom antiken illyrischen Volk der Dardaner ab, die im Gebiet des heutigen Kosovos lebten.[7] Sie umfasste das heutige Territorium Kosovos und ferner einige Gebiete im Süden Serbiens sowie in Mazedonien. Im Oktober 2000 präsentierte der spätere Präsident Ibrahim Rugova seinen Vorschlag für eine zukünftige Flagge des Kosovo. Auf ihr befand sich ein Spruchband mit der Bezeichnung "Dardania", die Rugova als Landesnamen eines unabhängigen Kosovos vorschlug.

    Geographie

    Đeravica, mit 2.656 m höchster Berg des Kosovo

    Der Kosovo liegt in Binnenlage im Zentrum der Balkanhalbinsel. Er grenzt im Südwesten an Albanien, im Nordwesten an Montenegro, im Norden und Osten an Serbien bzw. Zentralserbien und im Südosten an Mazedonien. Tektonisch sind die Einebnungen des Amselfeldes und Metochiens gänzlich von Gebirgen begrenzt. Die Gebirgsgruppen des Prokletije grenzen den Kosovo zu Montenegro und Albanien, der Kopaonik zu Serbien und die Šar Planina zu Mazedonien ab.

    Mit 10.877 km² hat Kosovo etwa zwei Drittel der Größe Schleswig-Holsteins und ist mit 195 Einwohnern pro Quadratkilometer vergleichsweise dicht besiedelt. 53 % der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, 42 % sind Waldgebiet und 5 % bebaut bzw. Stadtgebiet.

    Durch die räumliche Struktur einer von Hochgebirgen umgebenen Senke war der Kosovo zum einen schon immer eine wichtige ackerbaulich genutzte Region – bekannt ist der Amselfelder Wein – sowie Zentrum der balkanischen Fernweidewirtschaft, in dem insbesondere die Niederung Metochiens als Winterweidegebiet genutzt wurde und noch im 19. Jahrhundert von thessalischen und nordserbischen Wanderhirten aufgesucht wurde. Eine Besonderheit der Viehzucht stellt die zum Teil bis heute andauernde Nutzung von Wasserbüffeln dar.

    Siedlungsgeographisch ist das höher gelegene Amselfeld mit der Hauptstadt Priština, das sich zwischen dem Ibar und der Južna Morava als langgezogen Senke hinzieht, heute die ökonomisch wichtigere Region. Historisch war Metochien mit den ältesten städtischen Zentren von Prizren, dem alten römischen Verwaltungszentrum und späteren serbischen Kaiserstadt sowie Peć bedeutender. Die Ebenen sind durch ein hügeliges großteils von lockeren Eichenwäldern bewachsenes Mittelgebirgsland voneinander getrennt, was die Kommunikationswege erschwert.

    Die Hochgebirgslandschaften an den Grenzen zu Albanien, Montenegro und Mazedonien erreichen durchweg 2.500 m. Höchste Berge sind Gjeravica/Đeravica (in der Großgemeinde Pejë/Peć) 2.656 m Bistra (Ferizaj/Uroševac) 2.640 m Marjash/Marjaš (Pejë/Peć) 2.530 m Luboteni/Ljuboten (Ferizaj/Uroševac) 2.496 m und Koproniku/Koprivnik (Pejë/Peć) 2.460 m. Großteils aus Silikatgesteinen aufgebaut, sind die Gebirge meist auch wasserreich und gut für Viehherdenhaltung geeignet. Aus kreidezeitlichen Kalken sind Karstgebirge wie der Koprivnik sowie die zentralen Teile der Šar Planina mit der Bistra aufgebaut, damit auch weniger zugänglich und wasserärmer.

    Blick auf den Radonjić-See

    Durch den Westen des Landes fließt der Weiße Drin, welcher in der Nähe von Peć entspringt. Der Drin ist der wichtigste und mit 122 km der längste Fluss in Kosovo.[8] Einige Seen und Stauseen befinden sich im Landesinneren sowie an den Grenzen zu Serbien und Albanien. Der größte von ihnen ist der Gazivodesee mit 11,9 km², gefolgt von Radonjić-See und Batlava-See.

    Zahlreiche Glazialseen finden sich insbesondere in der Šar Planina. Im metochischen Prokletije sind drei kleine Seen um die Đeravica als Zeugnisse eiszeitlicher Vereisung der Gebirge übriggeblieben.[8]

    Klima

    Kosovo verfügt über gemäßigtes kontinentales Klima mit ausgeprägten, jahreszeitlich bedingten Temperaturschwankungen. Die Temperaturen können im Sommer bis auf 40 °C steigen und im Winter auf unter −20 °C fallen, starke Schneefälle sind dabei keine Seltenheit.

    Bevölkerung

    Die Bevölkerung des Kosovo wird auf circa 1,9 bis 2,2 Millionen Einwohnern geschätzt. Sie ist im europäischen Vergleich sehr jung: 33 % sind unter 16 Jahre alt, über die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 25 Jahre, nur 6 % über 65 Jahre. Die Geburtenrate übertrifft die Sterberate derzeit deutlich: 23 Geburten pro 1000 Einwohnern standen im Jahr 2003 sieben Todesfälle pro 1000 Einwohner gegenüber, sodass die Bevölkerung wächst. Die kosovarische Bevölkerung hat sich seit 1982 verdoppelt. Die Lebenserwartung für Frauen beträgt 71, die der Männer 67 Jahre. Der Anteil der Landbevölkerung liegt zwischen 60 und 65%. Schätzungsweise ein Viertel der rund 2 Millionen Kosovaren lebt und arbeitet im Ausland, vor allem in Deutschland, den Vereinigten Staaten, Österreich und der Schweiz.[9]

    Ethnien

    Der Anteil der Kosovo-Albaner wuchs im Laufe des letzten Jahrhunderts infolge hoher Geburtenzahlen beständig an. Eine nichtserbische Bevölkerungsmehrheit wies Kosovo bereits 1912 auf, als die osmanische Herrschaft endete.[10] Wann zuletzt oder ob jemals eine serbische Mehrheit bestand, ist unter Historikern umstritten.

    Kosovo wird heute in großer Mehrheit von Albanern bewohnt. Schätzungen der Weltbank aus dem Jahr 2000, denen das statistische Amt von Kosovo bis heute folgt, gehen von 88 % Albanern, 7 % Serben und 5 % der übrigen ethnischen Gruppen aus. Zu letzteren gehören Türken, Bosniaken, Torbeschen, Goranen, Janjevci (Kroaten), Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter.[8] Nach dem Krieg 1999 wurde ein Teil der serbischen Minderheit vertrieben.[11]

    Die Mehrheit der Kosovo-Albaner sind sunnitische Muslime, die Mehrheit der Serben gehören der serbisch-orthodoxen Kirche an. Es gibt unter den Albanern aber auch Katholiken und Orthodoxe, ebenso gibt es unter den slawischen Ethnien auch Muslime.

    Alphabetisierung

    Bei Frauen ist der Anteil an Analphabeten signifikant höher als bei Männern: 13,4 % in ländlichen Gebieten (3,8 % bei Männern) und 10,4 % in städtischen Siedlungen (Männer 2,3 %). Analphabetismus ist nicht nur vom Geschlecht, sondern auch vom Alter abhängig – in der Gruppe bis 39 Jahre liegt die Rate weit unter dem Durchschnitt, bei Frauen zwischen 55 und 59 Jahren sind knapp 20 %, bei Frauen zwischen 70 und 74 Jahren knapp 60 % Analphabeten.

    Geschichte

    Das Gebiet des späteren Kosovo war in der Antike von den Illyrern besiedelt (das an einem Seitenzweig der Via Egnatia gelegene römische Theranda, das heutige Prizren, war ursprünglich eine illyrische Siedlung). Die Illyrer im Kosovo standen auch in direkter Nachbarschaft mit den Thrakern. Nach der Zerschlagung des von Königin Teuta regierten Illyrischen Reichs der Labeaten im ersten Illyrischen Krieg 229/228 v. Chr. kam die Region unter römische Herrschaft. Erst nach weiteren Jahrzehnten militärischer Auseinandersetzungen zwischen Römern und Illyrern wurde das Gebiet 168 v. Chr. ein Protektorat des Römischen Reiches. Seit 59 v. Chr als Illyrische Provinz bezeichnet, wird diese erst nach den Kriegen Octavians in Illyrien 35 bis 33 v. Chr. offiziell zur Römischen Provinz. Nach weiteren Eroberungen der Römer und der Einrichtung der Provinz Moesia verblieb das spätere Metochien bei Illyricum, während das Amselfeld Moesia superior zugeschlagen wurde. Neben Theranda war das bei Priština gelegene Ulpiana die wichtigste römische Siedlung im Gebiet des Kosovo. Nach der Reichsteilung unter Theodosius I. geriet die Region schließlich unter byzantinische Herrschaft.

    Mit der Völkerwanderung der Awaren und der Plünderung und Einnahme der wichtigsten byzantinischen Städte in Mösien und Illyrien (siehe auch Balkanfeldzüge des Maurikios) siedeln sich in deren Gefolge im 7. Jahrhundert Slawen an. Der nachfolgenden Zugehörigkeit zum Großbulgarischem Reich wird die Region erst wieder unter Basileios II. 1018 von den Byzantinern zurückerobert. Die byzantinische Herrschaft dauert danach 200 Jahre an und wird mit der Schlacht bei Sirmium unter Manuel I. Komnenos auch gegenüber Ungarn gefestigt. Die Einbindung des serbischen Großžupans Stefan Nemanja als byzantinischem Vasall und der von Ostrom erfolgten Missionierung und kulturellen Prägung des serbischen Hofes folgt die Bildung des ersten serbischen Reichs auch auf ehemals byzantinischen Gebieten im Kosovo und Mazedonien. Mit Anerkennung der Autonomie durch das Byzantinische Reich nach den katastrophalen Ereignissen des Vierten Kreuzzuges und der resultierenden Vormachtstellung der Nemanjiden im Hochmittelalter auf dem Balkan, dehnen die Serben ihr Imperium (Raszien) zeitweilig bis nach Griechenland und Albanien aus. Mit der Niederlage des serbischen Königreichs in der Schlacht an der Maritza 1371 dringen die Türken endgültig in den Balkanraum ein. Das serbische Herrschaftszentrum im 14. Jahrhundert im Kosovo gelegen, ist 1389 Schauplatz der Schlacht auf dem Amselfeld. Die serbisch-bosnische-albanische Allianz unter Lazar Hrebeljanović wird von den Osmanen geschlagen und die Gegen Ende des 14. Jahrhunderts begonnene Eroberung des heutigen Serbiens sowie Bosnien und Herzegowinas kann im Jahr 1459/1461 unter Mehmet II. vollendet werden. Serbien und Bosnien werden für die folgenden vier Jahrhunderte zu Provinzen des Osmanischen Reiches. Der Mythos der Kosovo-Schlacht begründete die emotionale Bindung der Serben an die heute mehrheitlich von Albanern bewohnte Region. Die unter türkischer Herrschaft islamisierten Albaner rückten in das nach dem Großen Exodus von 1690 verlassene fruchtbare Kosovo-Gebiet nach.

    Nach dem Ersten Balkankrieg wurde Kosovo 1912 größtenteils Serbien, die Gegend um Peć Montenegro zugeschlagen. In der Zeit zwischen den Weltkriegen gehörte er zum ersten jugoslawischen Staat, nach dem Zweiten Weltkrieg zum kommunistischen Jugoslawien als Teil Serbiens. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebiet Albanien zugeschlagen, das zu dieser Zeit ein italienischer Vasallenstaat war. 1963 wurde aus dem zuvor autonomen Gebiet eine autonome Provinz innerhalb Serbiens. Mit der Änderung der jugoslawischen Verfassung 1974 wurden die zuvor schon bestehenden Autonomierechte erheblich erweitert.

    Die Autonomie wurde 1989 im Rahmen der sogenannten Antibürokratischen Revolution auf Betreiben von Slobodan Milošević durch einen Beschluss des serbischen Parlaments aufgehoben. Schon während der Jugoslawienkriege flohen auch viele Kosovaren, obwohl es im Kosovo selbst nicht zu Kriegshandlungen gekommen war. Die Kosovo-Albaner baten in verschiedenen europäischen Ländern um Asyl, weil ihre Menschen- und Bürgerrechte missachtet wurden. Es gab seit 1989 kein albanischsprachiges Schulwesen mehr, Albaner wurden willkürlich enteignet, ihre Vereine und politischen Parteien waren verboten. Die meisten im Staatsdienst beschäftigten Albaner wurden nach 1989 aufgrund ihrer Volkszugehörigkeit entlassen.

    Nachdem die internationale Gemeinschaft die Rückerlangung der Autonomie des Kosovo aus der Friedenskonferenz von Dayton im Jahr 1995 ausgeklammert hatte, verschärften sich die Konflikte zwischen den Volksgruppen weiter und mündeten schließlich in der Forderung nach staatlicher Souveränität. Sezessionistische Gruppen, darunter die Kosovarische Befreiungsliga LDK, errichteten mit der „Republik Kosova“ einen Schattenstaat, dessen Parallelinstitutionen unter anderem Schulbildung und medikamentöse Versorgung der Albaner sicherstellen sollten. Der anfangs gewaltfreie Widerstand ging ab etwa 1996 unter Führung der UÇK in kämpferische Auseinandersetzungen zwischen albanischen Freischärlern und den serbischen Streitkräften über. Bis zum Jahr 1999 vervielfachten sich die Zahlen albanischer Flüchtlinge aus dem jugoslawischen Staatsgebiet [12], besonders in Richtung der Nachbarländer Albanien und Mazedonien sowie in die Europäische Union und die Schweiz [13].

    Mit der Begründung, eine humanitäre Katastrophe abwenden zu wollen, begann die NATO nach dem Scheitern der Verhandlungen von Rambouillet am 24. März 1999 mit der Bombardierung strategischer Ziele in Jugoslawien. Als Ergebnis des Kosovokrieges wurde das Land von den internationalen Truppen besetzt und ein UN-Protektorat errichtet. Während des Krieges waren die Flüchtlingszahlen noch einmal sprunghaft angestiegen, anschließend aber abgeebbt und viele Kosovaren kehrten in ihre Heimat zurück. Die Region wurde militärisch befriedet.

    Jedoch kam es im März 2004 zu konzertierten Gewalttätigkeiten überwiegend gegen Serben und ihre religiösen Stätten, aber auch gegen Roma und Aschkali; etwa 5.000 Personen nahmen an diesen Gewalttätigkeiten teil, bei denen 19 Menschen getötet, knapp 1.000 verletzt und rund 4.100 vertrieben wurden.[14] Die NATO verstärkte daraufhin ihre Präsenz.

    Weitere Ausschreitungen ereigneten sich in den Wochen nach der Ausrufung der Republik – diesmal allerdings im mehrheitlich von Serben bewohnten Norden des Landes Die Gewalt konnte erst durch ein Eingreifen der KFOR-Truppen beendet werden.[15]

    Seit Beginn der UNMIK stand der zukünftige politische Status des Kosovo regelmäßig auf der internationalen Tagesordnung. Auch nach dem Scheitern des Versuchs, mit Serbien zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen, und der darauf folgenden einseitigen Unabhängigkeitserklärung des kosovarischen Parlaments, ist das Thema noch immer nicht vollständig geklärt.

    Politik / Rechtslage

    Nach dem Ende des Kosovo-Krieges kam das Gebiet unter Verwaltung der Vereinten Nationen. Es blieb formell Bestandteil der Bundesrepublik Jugoslawien und des (seit 2006) Nachfolgestaates Serbien. Seit der Unabhängigkeitserklärung vom 17. Februar 2008 ist Kosovo aus Sicht seiner Institutionen ein souveräner Staat. Bis jetzt haben 66 von 192 UN-Mitgliedstaaten die Unabhängigkeit des Landes anerkannt.[4] Andere Staaten halten die einseitig ausgerufene Unabhängigkeit für rechtswidrig und betrachten Kosovo weiterhin als einen Teil Serbiens, auch wenn die serbische Regierung keine Kontrolle mehr über das Gebiet ausübt.[16]

    Die Unabhängigkeit sollte laut dem (von Serbien abgelehnten) Ahtisaari-Plan international überwacht werden. Im Februar 2008 beschloss die Europäische Union die Entsendung der Mission EULEX Kosovo, welche die rechtsstaatliche Entwicklung unterstützen soll. Vorgesehen ist, dass rund 1.800 Polizisten und Juristen wesentliche Aufgaben der bisherigen UN-Verwaltung des Kosovo (UNMIK) übernehmen.[17] EULEX nahm am 9. Dezember 2008 offiziell die Arbeit auf. Grundlage dafür war ein Kompromiss, dem die Vereinten Nationen, die EU und Serbien zustimmten. Demnach wird die Tätigkeit von EULEX in einem statusneutralen Rahmen erfolgen[18] − was wiederum von der Regierung Kosovos nicht anerkannt wird.

    Vier Monate nach der Unabhängigkeitserklärung trat am 15. Juni 2008 die neue Verfassung des Kosovo in Kraft.[19] Eine Woche zuvor war vom Parlament in Priština bereits eine neue Nationalhymne und die Gründung einer eigenen 2.500 Mann starken Sicherheitsgruppe verabschiedet worden. Die neue Verfassung definiert das Land als demokratisch regierten, laizistischen „Staat aller seiner Bürger“, der die Rechte seiner Minderheiten und die internationalen Menschenrechte respektiert. In der neuen Verfassung werden die Gleichheit der Volksgruppen und die Bedeutung des Minderheitenschutzes besonders hervorgehoben. Autonomierechte werden den serbisch dominierten Regionen zugesprochen.[20]

    Die politische Arbeit teilten sich bislang die UN-Verwaltung und die von ihr gegründeten „Institutionen der provisorischen Selbstverwaltung“. Die Sicherheit wird von der durch ein UN-Mandat legitimierten Friedenstruppe „Kosovo Force“ (KFOR) unter Führung der NATO garantiert. Ferner gibt es in den serbischen Enklaven, insbesondere im Nordkosovo, von Serbien finanzierte und kontrollierte parallele Verwaltungsstrukturen (Schulen, Gerichte, Behörden). Diese werden von der UNMIK (und damit auch von EULEX) zwar toleriert, aber nicht anerkannt; umgekehrt erkennen die serbischen Verwaltungen ihrerseits die Entscheidungen der UNMIK nur zum Teil an.

    Am 8. Oktober 2008 nahm die UN-Generalversammlung einen Antrag Serbiens an, die völkerrechtliche Gültigkeit der Unabhängigkeitserklärung durch den Internationalen Gerichtshof in einem Rechtsgutachten prüfen zu lassen.

    Die Mission der Vereinten Nationen im Kosovo (UNMIK)

    Als Leiter der UNMIK und Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs fungiert seit Juni 2008 Lamberto Zannier.

    Die UNMIK bestand aus vier Säulen, die von unterschiedlichen internationalen Organisationen gebildet wurden: Polizei und Justiz (UN), Selbstverwaltung (UN), Demokratisierung und Wiederaufbau der Institutionen (OSZE) sowie Wiederaufbau und wirtschaftliche Entwicklung (EU). Die von der EU getragene „Säule“ wurde zum 30. Juni 2008 geschlossen.[22]

    Wichtige Funktionen sind formal dem Leiter der UNMIK vorbehalten: Genehmigung des (von der lokalen Selbstverwaltung erstellten und verwalteten) Haushalts, Recht und Ordnung (Internationale UN-Polizei und lokale Kosovo-Polizei), Ernennung von Richtern, Schutz ethnischer Minderheiten, Außenbeziehungen wie der Abschluss von Verträgen mit anderen Staaten oder internationalen Organisationen, Verwaltung des Eigentums der Öffentlichen Hand, Zoll- und Geldpolitik.

    Tatsächlich übertrug UNMIK im Zuge der laufenden Rekonfiguration wichtige Funktionen an die Behörden des Kosovo, was mit der veränderten Situation im Land begründet wurde. Abgegeben wurden insbesondere Polizeiaufgaben und die Organisation von Wahlen. Bis Ende 2008 verließ zudem ein Großteil der UNMIK-Mitarbeiter das Land. Obwohl die Mission nominell andauert, bestehen laut dem UN-Generalsekretär nur noch geringe Arbeitskontakte zwischen UNMIK und den Behörden Kosovos.[23] Ein UNMIK-Sprecher erklärte im Juni 2009, nach der Übertragung der meisten verbliebenen Funktionen an die EU-Rechtsstaatsmission (EULEX) sei UNMIK auf die politische Aufgabe konzentriert, den „Dialog zwischen den Gemeinschaften herzustellen“.

    Außenbeziehungen


    Die auswärtigen Beziehungen stehen bislang ganz im Schatten des Streites um die diplomatische Anerkennung. Eine Reihe von Staaten, darunter Deutschland, haben seit Februar 2008 Botschaften in Priština eröffnet.[25] Die Nachbarländer Albanien, Montenegro und Mazedonien haben diplomatische Beziehungen zu Kosovo aufgenommen.

    Bisher haben 22 der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union Kosovo als unabhängigen Staat anerkannt. Spanien, Griechenland, Zypern, Rumänien und die Slowakei erkennen Kosovo nicht an. Die Europäische Kommission stuft Kosovo − unter Hinweis auf die UN-Resolution 1244, die den endgültigen völkerrechtlichen Status offen lässt − als potenziellen EU-Beitrittskandidaten ein.[26]

    Ein wichtiger Verbündeter sind die Vereinigten Staaten, die im Rahmen der KFOR eine größere Militärbasis, Camp Bondsteel, unterhalten. Russland als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates hat sich dagegen auf die Seite Serbiens gestellt, auch China verhält sich weiterhin ablehnend. Daher bleibt Kosovo der Weg in die Vereinten Nationen und viele andere internationale Organisationen bis auf weiteres versperrt. Eine Ausnahme ist der Internationale Währungsfonds, der Kosovo am 8. Mai 2009 eine Mitgliedschaft anbot.[27]

    Am 17. Oktober ratifizierten die Parlamente Mazedoniens und des Kosovo einen Staatsvertrag zur Festlegung der gemeinsamen Staatsgrenze. Dabei wird erstmals die Grenze zwischen den beiden benachbarten Staaten international verbindlich festgeschrieben.

    Exekutive

    Der Staatspräsident wird vom Parlament auf fünf Jahre gewählt. Seine Hauptaufgabe liegt im Bereich der Außenpolitik, wo eine Koordination mit dem UN-Sonderbeauftragten erfolgen soll. Der Präsident hat außerdem das Recht − in Abstimmung mit dem Sonderbeauftragten −, das Parlament aufzulösen und Neuwahlen anzusetzen.[22] Präsident ist seit dem 10. Februar 2006 Fatmir Sejdiu (LDK).

    Das wichtigste exekutive Staatsorgan ist die Regierung. Der Premierminister wird auf Vorschlag des Präsidenten vom Parlament gewählt, die vollständige Regierung muss vom Parlament bestätigt werden. Der Regierungschef kann Minister ohne Zustimmung des Parlaments entlassen. Jeweils ein Minister muss der serbischen, ein weiterer einer anderen Minderheit angehören. Falls das Kabinett aus mehr als zwölf Mitgliedern besteht, muss ein dritter Minister einer Minderheit zugerechnet werden. Seit dem 9. Januar 2008 ist Hashim Thaçi (PDK) Premierminister einer Mehrparteienkoalition.

    Parlament

    Das Regierungsgebäude in Priština

    Das Parlament, die Versammlung des Kosovo, hat 120 Sitze. Die letzte Parlamentswahl fand am 17. November 2007 statt.Parlamentswahl 2007
    Partei
    (Nationalität) Prozent Sitze
    im Parlament
    PDK (alb.) 34,3 % 37
    LDK (alb.) 22,6 % 25
    AKR (alb.) 12,3 % 13
    LDD (alb.) 10,0 % 11
    AAK (alb.) 9,6 % 10
    Vier Sitze entfielen auf Parteien der Minderheiten, die von der Fünf-Prozent-Hürde ausgenommen sind. Daneben sind zusätzlich 10 Sitze für Vertreter der Kosovo-Serben, vier Sitze für Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter, drei für Bosniaken, zwei für Türken und einer für Goranen reserviert.

    Parteien

    Die Zivilgesellschaft und die Parteienlandschaft Kosovos sind entlang ethnischer Linien aufgespalten. Das Vielparteiensystem wird von den beiden großen albanischen Parteien LDK und PDK dominiert. Die 1989 gegründete „Demokratische Liga des Kosovo“ (LDK) war lange Zeit die politische Hauptkraft des Widerstandes gegen die serbische Herrschaft und stellte den späteren Präsidenten Ibrahim Rugova. Die „Demokratische Partei des Kosovo“ (PDK) ist derzeit die stärkste Partei. Sie vertritt teilweise sozialdemokratische Positionen und ist (seit 1999) die wichtigste politische Nachfolgeorganisation der paramilitärischen Organisation UÇK. Vorsitzender der PDK ist der aktuelle Regierungschef Hashim Thaçi.
    Problemfelder

    Nach einer vom UNDP (United Nations Development Programme) unter den Bewohnern von Kosovo in der zweiten Jahreshälfte 2005 durchgeführten Umfrage bezeichneten die einzelnen ethnischen Gruppen als jeweils größtes aktuelles Problem (Angaben in Prozent der ethnischen Gruppe):

    Albaner

    Arbeitslosigkeit (33,8 %), Ungewissheit über den künftigen Status von Kosovo (28,3 %), Armut (19,4 %), Korruption (4,8 %), das Schicksal der Vermissten (4,3 %), Stromversorgung (3,6 %), Preise (1,2 %) ungelöste Morde (1,0 %).

    Serben

    Öffentliche und persönliche Sicherheit (30,7 %), Armut (15,3 %), Beziehungen zwischen den Volksgruppen (12,9 %), Arbeitslosigkeit (12,4 %), Ungewissheit über den künftigen Status von Kosovo (9,9 %), Organisierte Kriminalität (6,4 %), Schicksal der Vermissten (3,0 %), Stromversorgung (1,5 %).

    Andere Minderheiten

    Arbeitslosigkeit (43,5 %), Ungewissheit über den künftigen Status von Kosovo (20,4 %), Armut (17,6 %), Stromversorgung (9,3 %), Preise (2,8 %), Beziehungen zwischen den Volksgruppen (2,8 %), Korruption (1,9 %), soziale Probleme und Gesundheitsversorgung (jeweils 0,9 %).

    Der Regierung wird von amnesty international mangelnder Minderheitenschutz sowie die Nichtverfolgung an Serben begangener Kriegsverbrechen vorgeworfen.[31] Aufgrund langdauernder Verbindungen zwischen politischem Extremismus und organisierter Kriminalität[32] bestehen enge Beziehungen zwischen Teilen des aus der UÇK hervorgegangenen politischen Establishments und kriminellen Strukturen.[33]

    In einem Bericht des UN-Sondergesandten Kai Eide werden aus Sicht westlicher Helfer folgende Probleme angesprochen:
    „Polizei und Justizwesen von Kosovo sind fragile Institutionen. […] Es wird weiterhin die Anwesenheit internationaler Polizisten mit Exekutivgewalt nötig sein.“ Auch internationale Richter und Staatsanwälte seien in den kommenden Jahren unverzichtbar.
    Korruption und organisierte Kriminalität gehörten zu den größten Gefahren für die Stabilität der Provinz. Die PISG habe nicht genug getan, um Korruption zu bekämpfen. Clan-Solidarität und das Gesetz des Schweigens erschwerten auch für internationale Polizei und Staatsanwälte die Aufklärung von Straftaten.
    Beim Versuch, eine multiethnische Gesellschaft aufzubauen, sei nur wenig erreicht worden. Die Rückkehr serbischer Flüchtlinge stocke. Serben seien noch immer Übergriffen ausgesetzt. Um ihren Besitz zurückzuerhalten, müssten Rückkehrer langwierige Gerichtsverfahren auf sich nehmen.

    Nordkosovo

    Der überwiegend von Serben bewohnte Nordkosovo entzieht sich de facto der Kontrolle der Institutionen in Priština, da die Einwohner die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennen. Am 28. Juni 2008 begründeten serbische Politiker im Kosovo ein von Priština unabhängiges Parlament der Gemeinschaft der Gemeinden der Autonomen Provinz Kosovo und Metochien.

    Symbole

    Seit der Unabhängigkeitserklärung im Februar 2008 verwenden die Institutionen die neue Flagge des Kosovo. Viele Kosovo-Albaner verwenden die Flagge Albaniens, während die meisten Serben die Flagge Serbiens bevorzugen. Bei offiziellen Anlässen wurde bisher die Flagge der Vereinten Nationen verwendet.
    Am 5. Juni 2008 gab der Vorsitzende der Verfassungskommission des kosovarischen Parlamentes Hajredin Kuqi bekannt, dass die Arbeitsgruppe zur Findung der künftigen Nationalhymne sich auf die Komposition Evropa („Europa“) von Mendi Mengjiqi geeinigt hat. Die Nationalhymne ist mit der Verabschiedung der Verfassung am 15. Juni 2008 in Kraft getreten und hat damit die bisher provisorisch verwendete Europahymne abgelöst. Sie hat keinen Text.

    Verwaltungseinheiten

    Kosovo ist in 30 Großgemeinden aufgeteilt (siehe Tabelle).

    01. Deçan / Dečani
    02. Dragash / Dragaš
    03. Gjakova / Đakovica
    04. Gllogovc / Glogovac
    05. Gjilan / Gnjilane
    06. Istog / Istok
    07. Kaçanik / Kačanik
    08. Dardana / Kosovska Kamenica
    09. Klinë / Klina
    10. Fushë Kosova / Kosovo Polje
    11. Leposaviq / Leposavić
    12. Lipjan / Lipljan
    13. Malishevë / Mališevo
    14. Mitrovica / Kosovska Mitrovica
    15. Novobërda / Novo Brdo
    16. Kastriot / Obilić
    17. Rahovec / Orahovac
    18. Peja / Peć
    19. Podujevë / Podujevo 29. Zubin Potok
    20. Prishtina / Priština
    21. Prizren
    22. Skënderaj / Srbica
    23. Shtërpca / Štrpce
    24. Shtime / Štimlje
    25. Suhareka / Suva Reka
    26. Ferizaj / Uroševac
    27. Vitia / Vitina
    28. Vushtrri / Vučitrn
    30. Zveçan / Zvečan


    Karte der Gemeinden in Kosovo

    Militär

    Am 21. Januar 2009 wurden die Sicherheitskräfte des Kosovo (Forca e Sigurisë së Kosovës, FSK) gegründet. Sie haben eine Stärke von 2500 aktiven Soldaten und 800 Reservisten.[35] Mit der gleichzeitig erfolgten Auflösung des Kosovo-Schutzkorps erfüllte die Regierung des Kosovo eine Verpflichtung aus dem Plan von UN-Unterhändler Martti Ahtisaari, der Grundlage der Verfassung der Republik Kosovo ist.

    Wirtschaft

    Entwicklung


    Innerhalb Jugoslawiens war Kosovo die ärmste Region. Ursache dafür war – neben der allgemeinen Rückständigkeit der Region – auch eine verfehlte Wirtschafts- und Strukturpolitik der Ära Tito: in Kosovo wurde überwiegend rohstofferzeugende und wenig weiterverarbeitende Industrie angesiedelt. Zwar wurde Kosovo von anderen jugoslawischen Republiken subventioniert, trotzdem lagen die Investitionen in den sechziger und siebziger Jahren bei etwa 50 % des jugoslawischen Durchschnitts. Die Subventionen gingen darüber hinaus zu einem guten Teil in den nichtproduktiven Bereich. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf sank so von 44 % des jugoslawischen Durchschnitts im Jahr 1952 auf 27 % im Jahr 1988.[37]

    1989 lag das monatliche Durchschnittseinkommen in Kosovo bei 454 Dinar (Slowenien: 1180; Kroatien: 823; Zentralserbien: 784). In den frühen neunziger Jahren wurde die wirtschaftliche Produktivität des Kosovo noch einmal halbiert. Gründe waren der Zerfall des früheren Wirtschaftsraumes Jugoslawien im Gefolge der Bürgerkriege, internationale Sanktionen und mangelnder Zugang zu auswärtigen Märkten und Finanzen. Durch den serbisch-albanischen Konflikt kam es 1998/99 noch einmal zu einem Rückgang von 20 % – auf einem ohnehin schon sehr niedrigen Niveau.

    Nach dem Kosovo-Krieg wurden rund 2 Milliarden Euro Hilfsgelder zur Verfügung gestellt. Wiederaufgebaut oder hergestellt wurden bisher 50.000 Häuser, 1.400 Kilometer Straßen sowie Krankenhäuser und Schulen. Dies führte zu einem kurzfristigen Nachkriegsaufschwung in den Branchen Bau, Handel und Öffentliche Verwaltung. Auf einer internationalen Geberkonferenz in Brüssel im Juli 2008 sagten die beteiligten Länder bzw. Organisationen dem Kosovo weitere Hilfen von insgesamt 1,2 Mrd. Euro bis 2011 zu. Davon sollen etwa 500 Mio. Euro von der Europäischen Union kommen, die USA wollen etwa 400 Mio. Dollar beisteuern. Die Vergabe der Mittel wurde an weitreichende Bedingungen zu deren Verwendung, so zum Beispiel auch für die serbische Minderheit, geknüpft.

    Struktur

    Die Wirtschaft von Kosovo stützt sich zum einen auf kleinbäuerliche Familienbetriebe sowie Privatunternehmen im Handels- und Bausektor, die nach dem Krieg gegründet und teilweise aus Fonds der EU gefördert werden, jedoch oft unterkapitalisiert sind. Die Finanztransfers aus dem Ausland gingen seit 2003 erheblich zurück[39] Daneben gab es im Jahre 2005 18 Agrarkombinate, 124 staatliche Unternehmen und 150 genossenschaftliche Betriebe.[40]. Diese Unternehmen befinden sich in gesellschaftlichem Eigentum („socially owned“), eine Sonderform des Eigentums im jugoslawischen Selbstverwaltungssozialismus, die nicht mit dem Staatseigentum in den anderen sozialistischen Ländern identisch ist. Diese Betriebe werden seit dem Jahr 2002 von der Kosovo-Treuhandanstalt (KTA/AKM) verwaltet, die der UNMIK untersteht.[41]

    Schätzungen des Bruttoinlandsproduktes schwanken zwischen 930 Euro pro Kopf (2003, Angaben der UNMIK) und 1500 Euro pro Kopf oder ca. 3 Milliarden Euro insgesamt (2007).[42]

    Das Wirtschaftswachstum wurde 2002 auf 2,2 %, 2003 auf 3,1 %, 2004 auf 3,2 % 2005 auf 3,5 und 2007 auf knapp 3,5 - 4,2 % geschätzt. Die Inflation sank im gleichen Zeitraum von 3,6 % (2002) auf 1,1 % (2003) bzw. 1,5 % (2004). 2005 wurde mit −0,5 % sogar ein Preisrückgang registriert.

    Industrie

    Der industrielle Sektor wird von den Bereichen Bergbau, Chemie, Elektro, Textil, Baustoffe und Holz geprägt. Im Bergbau werden Erz, Kohle, Blei und Zink gefördert. Insgesamt ist der industrielle Sektor eher schwach.[43]

    Landwirtschaft

    Angebaut werden Getreide (Weizen, Mais), Sonnenblumen, Raps, Zuckerrüben und Trauben.

    Währung

    Offizielle Währung ist der Euro. Kosovo ist jedoch kein Mitglied der Europäischen Währungsunion. Die früher bereits als Zweitwährung etablierte D-Mark wurde 1999 von der UNO-Verwaltung als Währung eingeführt und später vom Euro abgelöst. In serbischen Enklaven kann auch mit serbischen Dinar bezahlt werden.

    Probleme

    Außenhandelsdefizit


    2003 wurden Waren im Wert von 985,6 Millionen Euro importiert, der Export (im wesentlichen Pilze, Bauholz und Altmetall) lag lediglich bei 36,3 Millionen Euro – im Ergebnis ein Defizit von rund 950 Millionen Euro. Dieses enorme Außenhandelsdefizit wuchs weiter: 2004 lag es bei rund einer Milliarde Euro, 2005 schon bei 1,13 Milliarden Euro.

    Abhängigkeit von Kapitalzuflüssen aus dem Ausland

    Die Wirtschaft hängt in außerordentlich hohem Maß von Finanzzuflüssen von außen ab (Hilfsgelder, Kapitaltransfers von Emigranten). Nach Angaben des Finanzministeriums von Kosovo sind die Überweisungen durch Gastarbeiter aus dem Ausland höher als die in Kosovo erwirtschafteten Werte. Da die Hilfsgelder zurückgehen und der Zutritt zum EU-Arbeitsmarkt auch für Kosovaren erschwert wird, birgt diese ohnehin ungesunde Struktur erhebliche Risiken. Ausländische Direktinvestitionen sind angesichts ungewisser politischer Zukunft und problematischer Gesetzgebung bei der Privatisierung noch verschwindend gering.

    Arbeitslosigkeit

    Derzeit gibt es bei einer Million arbeitsfähiger Bevölkerung lediglich etwa 325.000 Arbeitsplätze (einschließlich nicht registrierter Schattenwirtschaft). Jährlich kommen weitere 36.000 junge Leute neu auf den Arbeitsmarkt.

    Die Arbeitslosigkeit ist in den letzten Jahren auf hohem Niveau leicht gesunken (2001: 57,1 %, 2002: 55 %, 2003: 49,7 %. Im Jahr 2008 liegt die Arbeitslosigkeit zwischen 42 und 43 %. Die Altersgruppe zwischen 16 und 24 Jahren ist dabei zu 60 % betroffen.[42]

    In der Vergangenheit wurde die Kombination zwischen chronischer Unterbeschäftigung und sehr schnellem Bevölkerungswachstum durch Arbeitsemigration vor allem in die Schweiz und nach Deutschland gelöst.

    Armut

    Nach Angaben der Weltbank leben 37 % der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze (Einkommen unter 1,37 Euro pro Tag und Erwachsener) 15 % unterhalb der Grenze extremer Armut (Einkommen unter 0,93 Euro pro Tag und Erwachsener).

    Betroffen sind vor allem Alte, Behinderte, Bewohner kleiner oder abgelegener Städte und Gemeinden sowie die Angehörigen der nicht-serbischen Minderheiten wie Roma oder slawische Moslems (Bosniaken). Die Armut in Kosovo wirkt sich auch auf andere Bereiche aus: der Sektor Erziehung ist unterfinanziert, an den Schulen wird in drei bis vier Schichten unterrichtet. Die Gesundheitsdaten der Bewohner gehören zu den schlechtesten in Südosteuropa.

    Organisierte Kriminalität

    Nach Angaben des Amerikanische Außenministeriums ist der Kosovo mit den angrenzenden Regionen eine der wichtigsten europäischen Drogentransitrouten für Heroin aus Afghanistan nach West-Europa.[44] Der Kosovo spielt auf der Balkanhalbinsel dabei das regionale Zentrum für den Drogenschmuggel.[45] Dabei war schon beim Aufbau der UCK in den 1990ern eine Verbindung der Finanzierung aus dem Rauschgiftmilieu vordergründig.[46][47][48][49] Insbesondere nahm der Drogenhandel in der unkontrollierbaren Situation nach dem Kosovokrieg stark zu.[50] Bis zu 40 % des in Europa verkauften Heroins kam nach dem Krieg nach Angaben von Interpol aus dem Kosovo.[51][52] Dabei wurden die Notwendigkeit einer Eindämmung der Ausmaße des Drogenhandels im Kosovo nach dem Bericht Carla Del Pontes für die europäische Kommission als Hauptproblemfeld in der weiteren europäischen Kosovo-Politik anerkannt,[53] die auch im Rahmen der Mission Eulex eine wichtige Rolle einnimmt.[54] Dennoch konnte die für die Grenzkontrollen zuständige Eulex mit den zur Zeit vorhandenen Mitteln keine wirksame Zollüberwachung der administrativen Grenze durchführen, was unter anderen durch die Rechtlosigkeit einzelner Landesteile, sowie die Untätigkeit der einheimischen Justiz zurückzuführen ist.[55]

    Durch die Schwäche der Justizbehörden ist die Verfolgung der ausgreifenden organisierter Kriminalität nicht einzudämmen.[56] Nach Angaben der UNMIK machte der Drogenhandel 2008 15-20 % der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes aus.[57] Dabei entspricht der tatsächliche Wirtschaftsumsatz der Orgaisierten Kriminalität des durch enorme internationale Geldverschiebungen künstlich hoch gehaltenen Bruttosozialprodukts deutlich über 1/4 des gegenwärtigen Bruttosozialproduktes, was in etwa 1,5 Mio Euro pro Tag (550 mio pro Jahr) hinausläuft.[58] Insbesondere wurde dem Premier des Landes Ramush Haradinaj eine Verbindung zum Drogenhandel vorgeworfen,[59][60] was in der in Clans getrennten sozialen Nachkriegsgesellschaft im Kosovo und den in Machtkämpfen verfeindeten Gruppierungen, die mittlerweile teils in mafiös organisierten Strukturen einbezogen sind, zu sozialen Unsicherheit der kosovarischen Bevölkerung beiträgt.[61]

    Da die bestimmenden Glieder der Regierung allgemein eine Nähe zur organisierten Kriminalität pflegen,[62] bilden mafiöse Strukturen die Grundlage der Führungsbereiche in der politischen Landschaft .[63][64] Nach Erkenntnissen des BND[65] betreiben die kosovarischen Spitzenpolitiker Thaci, Halili und Haradinaj eng verflochtene Netzwerke organisierter Kriminalität die Politik und Wirtschaft tief durchdringen.[66] So konnte erst auf Druck der EU ein Antikorruptionsgesetz zur Bekämpfung der Geldwäsche verabschiedet werden.[67] Als Ergebnis der sozialen Transformationsprozesse und der politische Umgestaltung seit dem Kosovokrieg, sowie mit der Tolerierung der Machtstrukturen durch die internationale Gemeinschaft hat sich damit eine „Gangsterbandenkultur“, die den restlichen Teil der Gesellschaft in Geiselhaft hält, durchsetzen können.[68]

    Auf die Verbindung der Organisierten Kriminalität zu den Staatsstrukturen deuteten auch die Vorkommnisse in der sogenannten BND Affäre hin,[69] in deren Folge ein hochrangiger BND-Mitarbeiter den Kosovo direkt als …einem Land, in dem organisierte Kriminalität die Staatsform ist… bezeichnete.[70][71] Durch diese Etablierung der organisierten Kriminalität im politischen Umfeld im Kosovo die in den Bereichen Drogenschmuggel, Menschenhandel und Geldwäsche führende Akteure der mafiösen Organisationen in Europa stellen,[72] mittlerweile stammen 80 Prozent des nach Westeuropa geschmuggelten Heroins aus dem Kosovo, ist diese Gruppierung eine ernstzunehmende Bedrohung für die EU.[73] Eine im Auftrage des Deutschen Verteidigungsministeriums gemachte vertrauliche Studie zur Sicherheitsthematik im westlichen Balkan beim Berliner Institut für Europäische Politik kritisierte dabei die den europäischen Bemühungen kontraproduktiv entgegengestellten Methoden der US-Amerikaner, die in Einzelfällen hochrangige Kriminelle unter Schutz stellten, sowie die Ermittlungsbemühungen europäischer Justizorgane behinderten.[74] Nach älteren Angaben der UNMIK betrieben organisierte kriminelle Albanergruppen daneben 104 Bordelle im Kosovo, in denen Zwangsprostitution, Frauenhandel, Geldwäsche und Menschenschleusung Problemfelder der organisierten Kriminalität und deren Verflechtung mit den internationalen Organisationen vor Ort stellen.

    Perspektiven

    Ökonomische Zukunftschancen sehen die Experten der Weltbank vor allem in den Bereichen Energie und Bergbau. An Bodenschätzen sind Braunkohle (eines der größten Vorkommen Europas), Blei, Zink, Nickel, Uran, Silber, Gold, Kupfer oder Magnesit vorhanden. Innerhalb von einer Generation könnte Kosovo ein Energielieferant für die Region sein.[76] Auch die Landwirtschaft gilt bei der Weltbank als möglicher Wachstumssektor.

    Die EU-Experten empfehlen eine Strukturreform der Landwirtschaft mit deutlichen Produktivitätssteigerungen und den Aufbau einer heimischen Industrie zunächst in den Branchen Lebensmittel, Kleidung, Möbel und einfacher Maschinenbau.

    Als Haupthindernisse gelten schlechte Infrastruktur, Mangel an einschlägig ausgebildeten Fachkräften, unsichere politische Gesamtlage, mangelhafte oder fehlende Wirtschaftsreformen seitens der lokalen Selbstverwaltung.

    Infrastruktur

    Energie


    Die Elektrizitäts-Versorgung ist mangelhaft und unregelmäßig, was ein wesentliches Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung darstellt. Ganz Kosovo wird durch die zwei Braunkohlenkraftwerke Kosovo A und B in Obilić sowie durch ein Heizkraftwerk und ein kleineres Wasserkraftwerk mit Elektrizität versorgt. Der Bau eines neuen Kraftwerksblockes (Kosovo C) und die Erschließung weiterer Kohlevorkommen ist geplant.[77]

    Mit Stand vom Februar 2006 teilten die Elektrizitätswerke von Kosovo (KEK) das Land in drei Zuverlässigkeitskategorien ein, die von der Zahlungsmoral der Kunden abhängig sind. Regionen, in denen die Zahlungsmoral der Stromkunden hoch (Kategorie A) ist, erhalten den ganzen Tag durch Strom. Regionen mit mittelmäßiger Zahlungsmoral erhalten jeweils für fünf Stunden Strom (Kategorie B), danach folgt eine einstündige Unterbrechung. Regionen mit der niedrigsten Zahlungsmoral (Kategorie C) erhalten keine Stromversorgungsgarantie, es wird aber angestrebt, die Versorgung aufrecht zu erhalten im Rhythmus „zwei Stunden angeschaltet, vier Stunden abgeschaltet“. 2007 entstand der KEK durch Diebstahl und unbezahlte Stromrechnungen ein Verlust von 99 Millionen €.[77]

    Im sehr kalten Januar 2006 war es zu empfindlichen Engpässen gekommen – die Nachfrage lag in der Spitze bei 1.300 Megawatt, bei einer Eigenproduktion von 580 Megawatt. Es gelang nicht, die Lücke durch Importe zu schließen. Daher wurde zeitweise Kategorie A im Rhythmus 4:2 (vier Stunden an-, zwei Stunden abgeschaltet), Kategorie B im Rhythmus 3:3 und Kategorie C im Rhythmus 2:4 versorgt.

    Verkehr

    Eisenbahn


    Die Geschichte der Eisenbahn in Kosovo begann mit der 1874 eröffneten mazedonischen Strecke des osmanischen Reiches von Selanik (Thessaloniki) über Üsküp (heute Skopje) nach Kosovo Polje, erbaut und betrieben von der von Baron Hirsch geleitete Compagnie des Chemins der Fer Orientaux (CO). Das bis heute nicht wesentlich weiter ausgebaute und auch nicht elektrifizierte, der Personenbeförderung dienende Schienennetz besitzt dabei lediglich eine Länge von 333 Kilometern, die nach dem Krieg 1999 aber nicht mehr vollständig genutzt werden und sich sowohl was die Schienenwegeinfrastruktur als auch die Zugkompositionen angeht in einem äußerst schlechten baulichen, technischen und technologischen Zustand befinden.[78] Von 97 Kilometer lediglich industriell nutzbarer Schienenwege ist momentan nicht bekannt, inwieweit diese bedient werden. Der Mangel an Großinvestitionen in das seit Jahrzehnten vernachlässigte kosovarische Schienennetz, das auch nicht in den Paneuropäischen Korridor X integriert ist, erlaubt heute auch keine reelle Chance auf eine Belebung des Schienenverkehrs im Verkehrswegesystem des Kosovo.

    Die Eisenbahngesellschaft Hekurudhat e Kosovës/Kosovske Železnice (HK/KŽ) betreibt derzeit die zwei Strecken Peć–Priština und Đeneral Janković–Kosovo Polje mit einer internationalen Verbindung nach Skopje.

    Im vorrangig von Serben bewohnten Nordkosovo hat Anfang März 2008 die serbische Eisenbahngesellschaft Železnice Srbije den Betrieb übernommen.[79]

    Bis 1993 war der Bahnhof Kosovo Polje Haltebahnhof des aus zwei Reisezugwagen bestehenden Zuges Akropolis-Express von München nach Athen, der mit Beginn des Jugoslawienkrieges ganz eingestellt wurde.

    Straßenverkehr

    Es gibt derzeit 1.925 Kilometer Haupt- und Landstraßen, Autobahnen gibt es nicht. Jedoch liegt bereits ein Entwurf für eine Autobahn von Merdare nach Morina vor, die Serbien über Kosovo mit Albanien verbinden soll. Angesichts des aktuellen politischen Verhältnisses zu Serbien ist eine Verwirklichung zurzeit eher unrealistisch.

    Die Hauptverkehrsstraßen sind gut befahrbar. Viele Orte sind nur auf Feldwegen oder Schotterstraßen zu erreichen. Die Zahl der registrierten Fahrzeuge wird für 2002 mit 215.504 angegeben (Pkw, Lkw, Busse, Motorräder und Traktoren). Damit kämen auf ein registriertes Fahrzeug acht Bewohner. Die Statistik-Behörde von Kosovo nimmt allerdings an, dass die Zahl der tatsächlich in Kosovo verkehrenden Fahrzeuge deutlich höher ist, weil ein großer Teil davon in anderen Ländern angemeldet ist.

    Flugverkehr


    Der einzige zivile Flughafen von Kosovo ist der Flughafen Priština. Er fertigte im Jahr 2002 insgesamt 844.098 Passagiere ab; in diesem Zeitraum gab es 4171 Flüge von und nach Priština. Zahlreiche Fluggesellschaften aus ganz Europa fliegen Priština an, darunter gibt es aus dem deutschsprachigen Raum Flüge von Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart, München, Wien und Zürich.

    Seeverkehr und Schifffahrt

    Am 20. Februar 2009 fragte die Republik Kosovo den Nachbarn Albanien an, den Hafen Shëngjin an der Adria-Küste nutzen zu dürfen. Inoffiziell ist dieser Hafen schon mehr als einem Jahrzehnt den Kosovaren vorbehalten worden. Es gibt auch Ideen zum Bau einer Eisenbahnlinie zwischen dem Hafen und Kosovo. Dadurch erwarten beide Nachbarstaaten einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ferner will die kosovarische Regierung eine Zoll-Zweigstelle in diesem Hafen errichten und mit der baldigen Nutzung beginnen.

    Kultur

    Sprachen


    Offizielle Sprachen sind Albanisch und Serbisch, in einigen Gemeinden auch Türkisch und Bosnisch.[82] Unter der UNMIK-Administration hatte auch Englisch offiziellen Status.[83]

    Religion

    Zum muslimischen Glauben bekennen sich die meisten Albaner, Goranen, Bosniaken und die Angehörigen der türkischen Minderheit. Die Mehrheit der albanischen Muslime sind Sunniten.[84] Die schätzungsweise 60.000 Katholiken sind fast ausnahmslos Albaner, die wenigen gleichfalls katholischen Angehörigen der Janjevci, der kroatischen Minderheit in Kosovo, sind nach dem Krieg fast alle geflohen.

    Die Serben gehören der serbisch-orthodoxen Kirche an. Die Gruppen der Roma, Aschkali und Ägypter enthalten Anhänger aller drei Glaubensrichtungen.

    Das Verhältnis zwischen islamischen und katholischen Gemeinden von Kosovo gilt als gut, doch beide Gruppen haben wenige bis keine Beziehungen zur serbisch-orthodoxen Kirche.

    Kosovo-Albaner definieren ihre ethnische Zugehörigkeit durch Sprache, nicht durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion.[85] Dies lässt sich für die slawischen Volksgruppen nicht sagen: Sowohl bei den zumeist muslimischen Bosniaken als auch bei den serbischen Orthodoxen ist Religion ein Identitätsmerkmal

    Islam

    Der Islam in Kosovo hat zwei Organisationsebenen: Die Islamische Gemeinde von Kosovo als offizieller Vertreter aller Muslime und die Organisationen der Derwisch-Orden und Sufi-Bruderschaften. Vor dem Kosovo-Krieg gab es 560 Moscheen und sechzig Tekken der Sufi-Bruderschaften, letztere vor allem in den südlichen Städten wie Peja, Gjakova, Rahovec und Prizren. Während des Krieges wurden 218 Moscheen und fünf Tekken zerstört.

    Der Sufismus in Kosovo gilt als Mischung zwischen den Glaubensrichtungen der Sunniten und Schiiten. Mitglieder des Bektaschi-Ordens, dessen Zentrum seinen Sitz in der albanischen Hauptstadt Tirana hat, waren führend in der albanischen Nationalbewegung des 19. Jahrhunderts. Die Mitglieder der Sufi-Bruderschaften gelten als religiöser und nationalorientierter als die Vertreter des traditionellen Islam in Kosovo.

    Die Imame werden an der Fakultät für Islamische Studien in Priština ausgebildet, dort studieren auch angehende Imame aus Albanien, Mazedonien und Montenegro. Ein vergleichsweise aktives religiöses Leben gibt es im Süden und Südosten von Kosovo um die Städte Dragash/Dragaš, Gjilan/Gnjilane und Prizren. In anderen Gebieten haben die Moscheen stark unter Besuchermangel zu leiden.

    Katholische Kirche

    Es gibt etwa 65.000 katholische Albaner, dazu kommt noch eine kleine Gruppe katholischer Roma und Kroaten. Sie sind in 23 Pfarreien aufgeteilt, in denen 55 Priester arbeiten. Bis zum Jahr 2000 gehörten die katholischen Kosovaren zum Bistum Skopje und Prizren, dann wurde der mazedonische Teil abgetrennt und eine eigenständige Apostolische Administratur Prizren gebildet. Katholiken gründeten die Partia Shqiptare Demokristiane e Kosovës(PSHDK, Albanische christdemokratische Partei des Kosovo), die zwei Abgeordnete im Parlament stellt. Allerdings ist unter den Mitgliedern der PSHDK auch eine große Zahl von Muslimen. Die meisten katholischen Priester gehören dem Orden der Franziskaner an und wurden in Bosnien-Herzegowina, Kroatien oder Slowenien ausgebildet.

    Serbisch-Orthodoxe Kirche

    Der Kosovo ist ein wichtiges Zentrum der serbischen Orthodoxie und beherbergt den Erzbischöflichen Sitz des Patriarchats von Peć sowie die Eparchie Raszien-Prizren. Einige der bedeutendsten und ältesten Kirchen und Klöster der serbisch-orthodoxen Kirche, insbesondere das Kloster Visoki Dečani, befinden sich in Kosovo (siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Kosovo). Die autokephale Serbisch-Orthodoxe Kirche ist ihrem Selbstverständnis nach Bewahrerin einer serbischen Kultur und Identität. Während der Ära Milošević unterstützten anfangs weite Teile des Klerus dessen serbisch-nationalchauvinistische Politik. Als deren negative Folgen für die Serben selbst immer deutlicher zutage traten, gingen sie auf Distanz. Nach Beendigung der NATO-Luftangriffe wurden 1999 nach Angaben von Vertretern von UNMIK 76 orthodoxe Kirchen, Klöster und Kapellen zerstört. In der Zeit nach dem Einmarsch der KFOR wurden der serbische Bischof Artemije von Raszien und Prizren und der Mönch Sava vom Kloster Dečani zunächst politische Sprecher derjenigen Kosovo-Serben, die eine Zusammenarbeit mit der UNMIK befürworteten. In den letzten Jahren hat der Klerus seine Rolle als Sprecher der Serben allerdings größtenteils an kosovo-serbische Politiker abgetreten. Bei den gewalttätigen Ausschreitungen im März 2004 kam es erneut zu Zerstörungen von serbisch-orthodoxen Kirchen und Klöstern, woraufhin die KFOR den Schutz dieser Gebäude verstärkte.

    Feiertage

    Gesetzliche Feiertage mit festem Datum sind:
    der Neujahrstag am 1. Januar (alb.: Viti i ri)
    Tag der Ashkali am 15. Februar[86]
    Tag der Erklärung der Unabhängigkeit am 17. Februar (alb.: Dita e Pavarësisë)[86]
    Tag der Veteranen am 6. März[86]
    Tag der Roma am 8. April[86]
    Tag der Türken am 23. April[86]
    Tag der Arbeit am 1. Mai (alb.: Dita e Punës)
    Tag der Goranen am 6. Mai[86]
    Tag Europas am 9. Mai (alb.: Dita e Evropës)
    Tag des Friedens am 12. Juni[86]
    Tag der Verfassung am 15. Juni (alb.: Dita e Kushtetutës)
    Tag der Bosniaken am 28. September[86]
    Tag der Albaner am 28. November[86]
    Weihnachten am 25. Dezember (alb.: Krishtlindja)

    Gesetzliche Feiertage mit variablem Datum sind:
    Karfreitag (alb.: E premtja e madhe)
    Ostermontag (alb.: Pashkët)
    islamische Opferfest (alb.: Kurban Bajrami)
    Tag des Fastenbrechens (alb.: Ramazan Bajrami)

    Medien

    Die Pressefreiheit hat sich in den letzten Jahren laut des vom IREX ermittelten Media Sustainability Index, der derzeit einen Wert von 2,27 aufweist, verschlechtert.[87] Damit liegt Kosovo hinter seinen Nachbarländern außer Albanien.

    Rundfunk

    Wichtigstes Massenmedium im Kosovo ist das Fernsehen, aus dem über 80 Prozent aller Kosovaren ihre Nachrichten beziehen.[88] Seit dem Ende des serbisch dominierten Staatsmonopols über den Rundfunk etabliert sich zunehmend ein duales System:[88] Neben dem staatlichen RTK existieren verschiedene private Fernsehsender,[88] unter anderem RTV 21, 21 Plus (Musiksender), 21 Popullore und KTV. RTK wird von der kosovo-albanischen Bevölkerung als zuverlässigste Nachrichtenquelle angesehen, obwohl eine Falschberichterstattung 2004 zu Unruhen mit 20 Toten führte.[89] Unter den ethnischen Minderheiten, insbesondere den Serben, ist das Staatsfernsehen dagegen unbeliebt.

    Printmedien

    Während des Kosovokrieges stieg die Zahl der Tageszeitungen deutlich an, viele dieser Zeitungen stellten ihr Erscheinen jedoch in den Folgejahren aus verschiedenen Gründen ein.[90] Im Jahre 2004 existierten noch fünf Kosovo-weite Tageszeitungen, die eine Gesamtauflage von 24.000 aufwiesen.[88] Damit weist das Kosovo die niedrigste Pro-Kopf-Zeitungsleserschaft in ganz Europa auf.[91] Mit einer verkauften Auflage von 12.000 ist Koha Ditore („Tägliche Zeit“) die auflagenstärkste Tageszeitung im Kosovo.[90] Die 1997 gegründete Zeitung, die durch Nichtregierungsorganisationen und staatlich mitfinanziert wird, ist unabhängig von den kosovarischen Parteien.[90] Zëri („Stimme“), die 1999 aus der gleichnamigen Wochenzeitung hervorging, erreicht eine verkaufte Auflage von 7.000 Exemplaren und wird allgemein ebenfalls als politisch unabhängig betrachtet.[90] Die gleiche Auflagenstärke hat die 1995 in der Schweiz erstmals erschienene Bota Sot („Welt heute“), die sich primär an die kosovo-albanische Diaspora richtet und auch für die albanische Minderheit in Mazedonien publiziert; anders als ihre großen Konkurrenten ist sie nicht unabhängig, sondern steht der LDK nahe.[90] Daneben existieren mit Epoka e Re und Kosova Sot zwei kleinere Tageszeitungen.[90] Es erscheinen fünf politische Wochenmagazine, von denen das 1945 erstmals als Zani i Rinisi Shqiptare herausgegebene Zëri mit einer Verkaufsauflage von 7.000 bedeutendste ist.[90] Java, das in einer Auflage von knapp über 1.000 erscheint, ist das regierungskritischste Magazin; es wird durch das Open Society Institute unterstützt.[90] Yeni Dönem („Neuer Beginn“) mit einer Verkaufsauflage von 1.400 wendet sich an die türkische Minderheit.[90]

    Neue Medien

    Der Zugang der Bevölkerung zum Internet ist immer noch auf einem niedrigen Niveau, wächst aber schnell.

    Literatur

    Eine eigenständige albanische Literatur entwickelte sich in Kosovo erst nach dem Zweiten Weltkrieg. In der 1949 gegründeten literarischen Zeitschrift „Jeta e re“ (Neues Leben) konnten die albanischen Schriftsteller Jugoslawiens erstmals publizieren. Mitte der sechziger Jahre wurde in Jugoslawien begonnen, in nennenswertem Umfang albanische und kosovo-albanische Literatur zu publizieren.

    Mit der Gründung der Universität Priština im November 1969 hatten die albanischen Kosovaren erstmals Zugang zur höheren Bildung in ihrer Muttersprache. In der Folge kam es in den siebziger Jahren zu einer ersten Blüte der albanischen Literatur in der Region.

    Anders als in Albanien konnte sich die Literatur relativ frei von ideologischen Zwängen entwickeln. Da viele Kosovo-Albaner ständig oder zeitweise im westlichen Ausland lebten, suchten sie den Anschluss an zeitgenössische Tendenzen der modernen westlichen Literatur.

    Bekannte kosovo-albanische Schriftsteller sind:

    Hivzi Sulejmani (* 1912; † 1975), dessen Kurzgeschichten und Romane in den fünfziger und sechziger Jahren eine große Leserschaft fanden;
    Esad Mekuli (* 1916; † 1993), Lyriker, gründete 1949 die erste albanischsprachige Literaturzeitschrift Jugoslawiens Jeta e re (dt.: Neues Leben), die er bis 1971 als Chefredakteur leitete.
    Enver Gjerqeku (* 1928), Lyriker, der die klassischen Formen bevorzugt
    Din Mehmeti (* 1932) gilt als Vertreter moderner albanischer Lyrik.
    Azem Shkreli (* 1938; † 1997) Lyriker und Prosaist, thematisierte in seinen frühen Versen das Leben der Bergbewohner.
    Anton Pashku (* 1938; † 1995), Kurzgeschichten, Romane und Dramen, er gilt als Meister psychologischer Darstellung, sein Werk scheint beeinflusst von Franz Kafka oder Robert Musil;
    Nazmi Rrahmani (* 1941) schildert in seiner Prosa das kosovo-albanische Dorfleben;
    Ali Podrimja (* 1942), moderner Lyriker, bekannt in Kosovo und in Albanien, gilt als herausragender Vertreter moderner Lyrik.
    Beqë Cufaj (* 1970), in Deutschland lebender Schriftsteller und Journalist.

    Sport

    Schon vor der Unabhängigkeit gab es viele landesweite Sportverbände, die allerdings erst jetzt auf internationaler Ebene in Erscheinung treten, so das Olympische Komitee, der Fußball-, Basketball-, Handball- und Tischtennisverband. Im Gegensatz zu einzelnen Vereinen dürfen die Nationalmannschaften des Kosovo bisher überwiegend nicht an internationalen Turnieren teilnehmen.[92] Vollständige internationale Teilnahmerechte besitzt der Kosovo auf Grund serbischer, russischer oder chinesischer Vetorechte derzeit nur im Tischtennis und Gewichtheben.

    Film

    Independence Day (2009) von Juerg Hostettler & Georg Häsler, Schweiz 2009, ausgestrahlt auf 3sat am 16. Februar 2009

    Institutionen in Kosovo

    Parlament von Kosovo
    Regierung von Kosovo
    Präsident von Kosovo

  2. #2
    Avatar von Balkanpeace

    Registriert seit
    20.10.2009
    Beiträge
    609
    oh gott was tust du?

  3. #3
    Posavac
    Und jetzt?

    So ne Wikipediascheiße steht hier bestimmt schon 1000fach im Forum

  4. #4
    Avatar von Peyo

    Registriert seit
    10.03.2008
    Beiträge
    9.537
    Hab mir alles durchgelesen...

  5. #5
    phαηtom
    Kosovo

    Un article de Wikipédia, l'encyclopédie libre.

    Aller à : Navigation, rechercher
    Republika e Kosovës (sq) Republika Kosovo (sr) Република Косово (sr) République du Kosovo (fr) (Détails) (Détails) Langue officielle Albanais et serbe Capitale Pristina
    42°40′N 21°10′E / 42.667, 21.167 Plus grande ville Pristina Forme de l’État République - -Président de la République
    - Premier ministre Fatmir Sejdiu
    Hashim Thaçi Superficie
    - Totale
    - Eau (%) Classé 159e
    10 887 km2
    % Population
    - Totale (2009)
    - Densité Classé e
    1 804 838 hab.
    165 hab./km2 Indépendance
    - Déclaration d'indépendance1 De la Serbie
    17 février 2008

    Gentilé Kosovar, Kosovare



    Monnaie Euro2 (EUR) Fuseau horaire UTC +1 (été +2) Hymne national Europe Domaine internet
    Indicatif
    téléphonique
    +381, +377 et +3863 1L'indépendance n'a été que partiellement reconnue internationalement
    2Adopté unilatéralement. Le Kosovo ne fait pas partie de la zone euro et ne dépend pas de la Banque centrale européenne
    3Indicatifs "empruntés" à la Serbie, à la République de Monaco et à la Slovénie, dans l'attente de se voir attribuer un indicatif propre
    Le Kosovo, également francisé en Kossovo[1] (Kosova ou Kosovë en albanais, Косово и Метохија ou Kosovo i Metohija en serbe), est une république non universellement reconnue, située en Europe du Sud. Le Kosovo n'est pas actuellement membre de l'Organisation des Nations unies.
    À l’origine, le terme « Kosovo » désignait la vaste plaine constituant la partie orientale de la province de Kosovo telle qu’on la connaît actuellement. Kos signifie « merle » en serbe et ovo est un suffixe serbe indiquant le lieu. Kosovo signifie donc « lieu des merles », « pays des merles » ou encore « champ des merles » [2]. Le gouvernement kosovar exerce de fait son pouvoir sur la majorité du territoire ; sa partie nord, 15 % [3], sous l'autorité de l'Assemblée du Kosovo-et-Métochie, connait une volonté de rattachement à la Serbie.
    Le Kosovo est toujours considéré par la Serbie comme l'une de ses provinces.
    Ce territoire aujourd'hui à majorité albanaise a appartenu à différents États lors de son histoire. Arraché à Byzance par les Serbes en 1170, occupé par les Ottomans en 1459, il fit de nouveau partie de la Serbie depuis le traité de Bucarest de 1913 mettant fin à la deuxième Guerre balkanique, puis une province de Serbie au sein des différentes Yougoslavies à partir de 1918 et a été placé sous administration de l’ONU le 10 juin 1999 en vertu de la résolution 1244 des Nations unies suite aux violents conflits qui ont opposé les autorités serbes et les séparatistes albanais à la fin des années 1990 et à la grave catastrophe humanitaire qui s’ensuivit. Depuis les accords de paix de Kumanovo, datés du même jour, une force de l’OTAN, la KFOR, assure la paix et l’ordre dans cette région. Les négociations sur le statut du Kosovo entre les autorités serbes et kosovares sont longtemps restées dans une impasse, les premières ne parlant que d’une large autonomie du Kosovo au sein de la Serbie, les secondes voulant l’indépendance.
    Le 17 février 2008, le parlement du Kosovo a proclamé unilatéralement l’indépendance du territoire[4],[5]. En octobre 2008, suite à un vote à l'Assemblée générale des Nations unies, la Serbie a saisi la Cour internationale de justice pour qu'elle statue sur la légalité de la déclaration d'indépendance du Kosovo[6]. Son hymne national, adopté le 11 juin 2008, est intitulé Europe.
    Sommaire

    [masquer]


    Dénomination [modifier]

    Le territoire est nommé « République du Kosovo » (en albanais, Republika e Kosovës, en serbe, Република Косово et Republika Kosovo) par le gouvernement kosovar. Il est dénommé « Province autonome de Kosovo-et-Métochie » (en serbe, Аутономна покрајина Косово и Метохија et Autonomna pokrajina Kosovo i Metohija, en albanais, Krahina Autonome e Kosovës dhe Metohis), en abrégé Kos-Met ou Kosmet (en cyrillique, КосМет), par la Serbie.
    Histoire [modifier]

    Article détaillé : Histoire du Kosovo.
    Antiquité [modifier]

    Les Illyriens apparaissent au XXe siècle av. J.-C., à une époque charnière entre l’âge du bronze et l’âge du fer. Ils constituent un royaume englobant une grande partie de la région balkanique. Les Illyriens étaient divisés en plusieurs clans : les Taulantes, Ardianes, Dardaniens, Dalmates, Penestes, Kaones, Thesprotes, etc. L'actuel Kosovo se trouvait alors essentiellement compris dans la région peuplée par les Dardaniens qui vivaient aussi dans une partie de l’actuelle Albanie du nord, du sud de la Serbie et du nord de la Macédoine jusqu’aux environs de Skupi (actuelle Skopje). Après la conquête romaine, survenue aux alentours de 28 av. J.-C., les Dardaniens sont progressivement romanisés et l’ancienne colonie grecque de Naissus (actuelle Niš), située en Dardanie orientale, devient un carrefour stratégique de la province romaine de Mésie supérieure. Elle est même la ville natale de l’empereur Constantin qui fera de la Dardanie une province romaine à part entière en 284.
    Le Kosovo dans le royaume serbe médiéval [modifier]

    La chute de l’Empire romain marque le début de nombreuses invasions barbares slaves dans la péninsule balkanique, qui touchèrent aussi bien la Dardanie que les autres régions des Balkans. Dès le Ve siècle, des tribus déferlent en masse, parvenant à s’implanter jusqu’en Thessalie, et ce dans l'ensemble des Balkans, certaines tribus étant même allées jusque dans le Péloponnèse. En cette même période, les Avars s’installent dans la contrée et asservissent certaines tribus slaves, notamment en Pannonie. Les tribus slaves forment alors de puissantes alliances, les sklavinies, qui, alliées aux Avars, vont être le fléau de l’Empire byzantin pendant près de deux siècles. Les anciennes provinces romaines sont dévastées et la province de Dardanie, dont faisait partie l’actuel Kosovo, n’y échappe pas. À la fin du XIe siècle, Vukan, le joupan (župan en serbe) de Rascie, alors l’État serbe le plus puissant des Balkans, agrandit les frontières de son pays vers le sud, en conquérant la majeure partie de l’actuel Kosovo, n’échouant que devant Lipljan car confronté à de forts contingents byzantins. La Rascie, y compris ses terres méridionales, passe de nouveau sous domination byzantine après le décès de Vukan en 1115. À la fin du XIe siècle, la dynastie serbe des Nemanjić parvient à étendre considérablement la Serbie vers les terres slaves du sud. Ils décident donc de déplacer le centre de gravité du royaume de Serbie vers le Kosovo. À cette époque, sous l'impulsion de Saint Sava, l'Église orthodoxe serbe devient autocéphale. En 1233, la ville de Peć en Métochie est choisie pour devenir le siège du premier archevêché serbe (sous la juridiction de Constantinople) fondé par Saint Sava qui en devient le premier archevêque. En 1346, l'archevêché se transforme en patriarcat autonome et Peć devient ainsi le siège de l’Église orthodoxe serbe.

    Les Balkans à la fin du règne du prince Lazar (1329-1389)


    À la mort de Dušan en 1355, la majeure partie du Kosovo se trouve alors sous la domination du prince serbe Vuk Branković. Le 26 septembre 1371, un affrontement décisif oppose les Ottomans à l’armée de Jovan Uglješa, seigneur d’un petit fief au sud de la Serbie, et celle de son frère, le roi Vukašin Mrnjavčević, cosouverain de Serbie avec l’empereur Uroš. Les Ottomans n’ont alors aucun mal à décimer l’armée serbe, s’ouvrant par la même occasion la porte des Balkans. Immédiatement affectée par la défaite serbe, Byzance est obligée de reconnaître la souveraineté ottomane. À cette époque, associé aux territoires du prince Lazar, le pays de Vuk Brankovič, englobant la majeure partie de l’actuel Kosovo, devient prospère. D’anciens marchés se transforment également en villes prospères comme Priština, Vučitrn ou encore Peć.
    La conquête ottomane [modifier]

    Dès le milieu du XIVe siècle, les Ottomans obtiennent des Byzantins une tête de pont en Europe (péninsule de Gallipoli), puis se frayent en quelques décennies un chemin jusqu'au cœur des Balkans. Le sultan Mourad, fort de ses nombreuses conquêtes sur les anciens domaines byzantins, décide de lancer une offensive contre les pays balkaniques au printemps 1389, accompagné de ses fils Jakub et Bayezid. De l’autre côté, le prince Lazar Hrebeljanović parvient à réunir une puissante armée en ralliant ses alliés Vuk Branković, le prince albanais Gjergj Balsha II, Stefan Musić, les troupes du voïvode Vlatko Vuković de Hum et des troupes bosniaques dépêchées par le roi de Bosnie Tvrtko Ier comprenant divers nobles éminents de son royaume. La bataille de Kosovo Polje ou « Bataille du champ des merles » (selon son expression traduite en français, mieux connue), marque un grand tournant dans l’histoire du Kosovo et de la Serbie. C’est en effet son issue favorable aux ottomans qui leur ouvre la porte des Balkans et la Serbie, n’étant plus en mesure de se défendre après cette bataille, est menacée par les Turcs et les Hongrois. Progressivement, les princes serbes acceptent un à un de devenir vassaux du nouveau sultan Bayezid Ier.
    En septembre 1448, une armée de croisés et de mercenaires venus de Hongrie, de Pologne, de Valachie, de Bohême et d’Allemagne, commandée par le chevalier hongrois Jean Hunyadi (János Hunyadi en hongrois et Iancu de Hunedoara en roumain), traverse la Serbie et parvient jusqu’au Kosovo. Une grande bataille s’y engage du 17 au 19 octobre 1448, entre les croisés et l’armée du sultan Mourad II au cours de laquelle les croisés subissent un terrible revers.
    Au Kosovo, la conversion des Albanais à l’islam commence rapidement bien qu’elle reste faible dans cette partie de l'Empire. Dans certaines régions pauvres, il arrive que des villages entiers se convertissent afin de ne plus payer le djizia et d’autres charges. L’invasion de l’Empire ottoman met fin également au système féodal qui régnait encore dans cette région. Les Ottomans, connaissant à cette époque une expansion culturelle sans précédent, transforment le pays au moyen d’une structure sociale et administrative beaucoup plus développée.
    En 1557, Mehmed pacha Sokolović décide d’accorder à l’Église serbe la restauration du patriarcat de Peć. Cependant, alors que l’empire des Habsbourg est en guerre avec l’Empire ottoman, les Autrichiens prennent des mesures pour favoriser la création d’une zone militaire tampon entre les deux territoires. Après l’échec du second siège de Vienne, en septembre 1683, l’Empire ottoman reflue face aux Autrichiens qui, avec l’aide des Serbes et de tribus albanaises catholiques, traversent le Kosovo en 1689 et parviennent jusqu’à Skoplje en Macédoine.

    Extension de l’Empire ottoman en 1801


    Le Kosovo dans le Royaume de Serbie [modifier]

    À l’hiver 1878, le congrès de Berlin accorde officiellement l’indépendance à la Serbie ou, plus exactement lui accorde les terres au nord du Kosovo. Quant au Kosovo, il reste dans l'Empire ottoman. Ayant étendu les frontières du nouvel État serbe aux régions de Niš, Pirot, Toplica et Vranje, plusieurs milliers d'Albanais, les Muhaxheri (réfugiés) habitant la région de Toplica près de Niš, sont chassés vers le Kosovo resté sous domination ottomane. En 1912, les États balkaniques nouvellement affranchis de l’occupation ottomane décident d’unir leurs forces afin de libérer les terres restant sous contrôle ottoman. Soutenus par la Russie, ils repoussent les Ottomans aux portes de Constantinople. Tragiquement, une nouvelle guerre a lieu en 1913 et oppose cette fois les anciens alliés : la Deuxième Guerre balkanique. À l’origine d’un désaccord sur le partage des précédentes conquêtes, cette guerre se solde par la victoire de la Serbie. Réunie à Londres, le 17 décembre 1912, la conférence des ambassadeurs refuse à la Serbie, sous pression de l’Autriche-Hongrie, l’accès à la mer qu’elle convoitait par la vallée du Drin (Drim en serbe) mais, sous pression française et russe, lui octroie le Kosovo et la Macédoine.

    Province autonome du Kosovo rattachée à la République socialiste de Serbie, membre de la République fédérale socialiste de Yougoslavie (1974-1990)





    L’indépendance du Kosovo célébrée avec des drapeaux albanais à Vienne


    Le Kosovo yougoslave [modifier]

    Le 1er décembre 1918 naît le Royaume des Serbes, Croates et Slovènes, État qui se veut rassembler tous les Slaves du sud en son sein comme l’avaient imaginé certains intellectuels serbes et croates des XVIIIe et XIXe siècles. Le nouveau royaume regroupe les régions balkaniques slaves anciennement contrôlées par l’Empire austro-hongrois (Slovénie, Croatie, Bosnie-Herzégovine et Voïvodine serbe) ainsi que l’État serbe indépendant et le Monténégro qui s'était réunifié à la Serbie quelque temps auparavant. La dictature du roi de Serbie ne fait qu’amplifier les tensions nationalistes. Le Kosovo, après avoir été occupé par l’armée serbe, est incorporé au royaume et formellement rattaché au nouvel État. Le monarque, tout en matant la résistance des Kaçaks, Albanais qui résistent à cette reconquête, et des Komitadjis de Macédoine, entreprend de « désalbaniser » la région en encourageant les Albanais à partir et en y favorisant la réinstallation de familles serbes et monténégrines.
    Le Kosovo, la Métochie et une partie du Monténégro se voient inclus dans l’État d’Albanie sous contrôle de l’Italie fasciste. Tito reconnaît à la conférence de Bujan le « droit des Albanais à l'autodétermination ». Cependant, après que Tito eut rompu ses relations avec Joseph Staline, le 28 juin 1948, le parti communiste albanais sous la direction d’Enver Hoxha prend le parti de Staline. La frontière du Kosovo avec l’Albanie est alors fermée. La constitution yougoslave est amendée en vue d’accorder plus de contenu à l’autonomie de Kosovo, la « province socialiste autonome du Kosovo » étant formellement déclarée depuis 1945. Cet effort culmine avec la constitution de février 1974 où la République socialiste de Serbie perd tout droit de regard sur les affaires internes du Kosovo : celui-ci est directement représenté dans les instances fédérales, « à égalité de droit » des républiques et des provinces autonomes ainsi que des peuples et des nationalités.
    Le Kosovo dans la République serbe [modifier]

    Cet article ne cite pas suffisamment ses sources (juillet 2009).
    Si vous connaissez le thème traité, merci d'indiquer les passages à sourcer avec {{Référence souhaitée}} ou, mieux, incluez les références utiles en les liant aux notes de bas de page. (Modifier l'article)

    En mars 1981, des manifestations d’Albanais réclamant le statut de république tournent à l’émeute : la répression serbe fait des dizaines de morts et des centaines de blessés du côté albanais[7]. Slobodan Milošević, devenu deuxième homme du parti communiste yougoslave, met en œuvre deux coups de force dans les provinces autonomes et républiques liées à la Serbie : « Révolution des yaourts » en 1988 en Voïvodine et « Révolution antibureaucratique » au Monténégro en janvier 1989. Puis, il décide de supprimer l’autonomie constitutionnelle du Kosovo en mars 1989. Des chefs politiques albanais s’organisent en conséquence contre la suppression d’autonomie du Kosovo. Le 2 juillet 1990, une majorité des députés chassés du parlement publient une « déclaration constitutionnelle » faisant du Kosovo une république. Puis, après le référendum des mois de septembre et octobre 1991, l’indépendance du Kosovo est proclamée. Ibrahim Rugova met sur pied une société parallèle au Kosovo : il remporte des élections clandestines et devient président de la République du Kosovo. Déçus par l’indifférence de la communauté internationale, certains Albanais rejettent l’autorité de Rugova.
    En 1997, l’Armée de libération du Kosovo connue sous son acronyme UÇK (en albanais Ushtria Çlirimtare e Kosovës et en serbe Oslobodilačka Vojska Kosova) profite du pillage des arsenaux en Albanie pour s’équiper et entreprendre une campagne de guérilla : elle revendique plusieurs attentats contre l’armée et la police serbes. En réponse à ces actions, et surtout pour neutraliser son opposition par une nouvelle guerre, Milošević massacre en février et mars 1998 les familles de guérilleros présumés, provoquant une insurrection massive. Cette insurrection lui permet ensuite, sous prétexte de contre-terrorisme, de lancer une campagne de destruction de dizaines de milliers de maisons, chassant plus de un million d'Albanais du Kosovo vers l’Albanie, la Macédoine et le Monténégro. Après leur expérience en Croatie puis en Bosnie-Herzégovine et craignant une extension du conflit à la Macédoine, les pays occidentaux décident de réagir. C'est à cette période que le gouvernement allemand présente un faux plan serbe de déportation des Albanais du Kosovo, le plan Fer-à-cheval. Finalement, entre le 24 mars 1999 et le 10 juin 1999, l’OTAN procède à des frappes aériennes sur la Serbie (Opération Allied Force) et contraint Milošević à se retirer du Kosovo. La région passe sous l’administration des Nations unies en vertu de la résolution 1244 du Conseil de sécurité en date du 10 juin 1999. Près d’un million de Kosovars reviennent progressivement sur leurs terres.
    La République du Kosovo [modifier]

    De 1999 à 2008, le statut final du Kosovo est indéterminé, ce qui paralyse son développement politique et contribue à une situation sociale tendue. En droit international, la résolution 1244, tout en affirmant le caractère provisoire de ce statut, affirme l'attachement de l'ONU à l'intégrité territoriale de la République fédérale de Yougoslavie, remplacée en février 2003 par la Serbie-et-Monténégro dont la Serbie est l'héritière politique.
    Le 2 novembre 2005, l’ancien président finlandais Martti Ahtisaari est mandaté par l’ONU afin de superviser les négociations entre le gouvernement serbe et le gouvernement kosovar sur le statut final du Kosovo. Après le décès du président Ibrahim Rugova, figure emblématique du mouvement indépendantiste albanais, le 21 janvier 2006, des pourparlers entre le gouvernement du Kosovo, la diplomatie européenne et le gouvernement serbe prennent place à Vienne entre mars 2006 et mars 2007. Le 26 mars 2007, Ahtisaari soumet ses propositions sur le statut final du Kosovo au Conseil de sécurité des Nations unies. Il prévoit d’accorder au Kosovo le statut d’État indépendant, possédant ses propres symboles, sa constitution et son armée, sous le contrôle de la communauté internationale. Les États-Unis étaient favorables à l’indépendance de la province, alors que la Russie et la Serbie affirment que cette indépendance serait contraire au principe de l’unité territoriale de la Serbie défendu par la résolution 1244[8].
    Article détaillé : Indépendance du Kosovo.
    Le 17 février 2008, le parlement de la province, réuni en session extraordinaire, vote le texte présenté par le premier ministre Hashim Thaçi proclamant l'indépendance du Kosovo :
    « Nous proclamons l’indépendance du Kosovo, État indépendant et démocratique [...] À partir de maintenant, le Kosovo a changé de position politique, nous sommes désormais un État indépendant, libre et souverain[4]. »
    Le nouveau gouvernement de la république du Kosovo n'exerce toutefois pas un contrôle réel sur la partie Nord du pays, les populations d'origine serbe étant majoritaires dans les communes de Zvečan, Zubin Potok et de Leposavićet de Mitrovica. Dans les jours suivants un certain nombre de pays dont les États-Unis, la France, l'Allemagne ou le Royaume-Uni (voir la section dédiée) reconnaissent l'indépendance du Kosovo malgré les protestations de la Serbie. Le Conseil de sécurité de l'ONU est divisé sur la question, la Russie et la Chine ayant déclaré la déclaration d'indépendance du Kosovo illégale.
    Le 2 décembre 2008, l'accord sur le déploiement (accord établi avec l'aval de Belgrade, Moscou, l'Union européenne et les États-Unis) ainsi que par l'unanimité du conseil de sécurité[9],[10]) des forces de EULEX (décembre 2008), renforce l'idée d'une partition du Kosovo entre Serbes et Albanais ainsi que dans l'esprit de la communauté internationale une partie des Serbes et Albanais du Kosovo y voit aussi une solution au problème kosovar[11].
    Fêtes et jours fériés [modifier]

    Cet article ou cette section doit être recyclé.
    Une réorganisation et une clarification du contenu sont nécessaires. Discutez des points à améliorer en page de discussion.

    Date Nom français Nom local Remarques date variable début du Ramadan Dita e Par e Ramazinit
    date variable Aïd el-Fitr Bajrami i Vogël
    date variable Aïd el-Kebir Bajrami Madh
    17 février Jour de l'Indépendance Dita e Pavarësisë
    1 janvier Nouvel An Viti i Ri
    8 mars Jour de la femme Dita e Grave
    Géographie [modifier]


    Carte du Kosovo.


    Article détaillé : Géographie du Kosovo.
    Le Kosovo possède une superficie de 10 877 km². C’est une région essentiellement montagneuse, avec toutefois deux plaines :

    • La plaine du Kosovo proprement dite, ou Kosovo oriental ; le Kosovo oriental (Kosovo Polje en serbe et Fusha e Kosovës en albanais) correspond au bassin supérieur de la Sitnica, affluent de la Morava occidentale, qui se jette dans le Danube. À l’origine, le terme « Kosovo » désignait la vaste plaine constituant la partie orientale de la province de Kosovo telle qu’on la connaît actuellement. Kos signifie « merle » en serbe et ovo est un suffixe indiquant le lieu. Kosovo signifie donc « lieu des merles », « pays des merles » ou encore « champ des merles » [2].


    • La plaine du plateau occidental, la Métochie que les Serbes nomment Metohija et que les Albanais appellent Rrafsh i Dukagjinit (plateau de Dukagjin) ou simplement Dukagjin ; ce plateau correspond au bassin supérieur du Drin Blanc (Beli Drim en serbe et Drini i Bardhë en albanais) qui rejoint le Drin Noir (Drini i Zi en albanais) à Kukës (Albanie) pour se jeter dans la mer Adriatique. Les deux bassins sont séparés par la chaîne de collines de la Drenica.

    Cette division en deux plaines se retrouve dans le nom, désuet, de Kosovo-et-Métochie, et a eu une influence dans l'histoire. Ainsi, après les guerres des Balkans (1912-1913), le Kosovo a été intégré à la Serbie, alors que l'essentiel de la Métochie a été rattachée au Monténégro.
    Démographie [modifier]

    Émigration massive des jeunes albanais [modifier]

    Environ 65 % de la population a moins de 30 ans. Le pays fait face à une volonté massive d'émigration, y compris d'immigration illégale en Europe de l'ouest[3].


    Un État multiethnique [modifier]


    Carte de répartition ethnique au Kosovo en 2005


    Selon l'office statistique du Kosovo, la population du Kosovo est estimée[Quand ?] à 1,8 à 2 millions d'habitants[réf. nécessaire] (le rapport est rejeté par Belgrade[12]) bien que le sondage ait été boycotté par beaucoup de non-Albanais[13].
    En juillet 2009, la population du Kosovo était estimée à 1,8 millions d'habitants[14].
    Selon le gouvernement kosovar, 92 % de la population est albanais, 5,3 % serbe et 2,7 % autre[15]. Selon le CIA World Factbook, en 2007 le Kosovo comptait 2 126 708 habitant dont 88% d'Albanais, 7% de Serbes et 5% de Bosniaques, Gorans, Roms, Turcs, Ashkalis et d'Égyptiens[16].
    Les tensions interethniques [modifier]

    Cette page ou section est en cours de réécriture ou de restructuration importante. (17 janvier 2010)
    Un utilisateur prévoit de modifier cet article pendant quelques jours. Vous êtes invité à en discuter en page de discussion et à participer à son amélioration de préférence en concertation pour des modifications de fond.
    Bandeau apposé par Orel'jan (lui écrire) et Universaliste (lui écrire) le 17 janvier 2010

    Des tensions ethniques persistent : les Serbes et les Roms sont notamment opprimés par la majorité albanaise.
    Histoire [modifier]

    Article détaillé : Histoire du Kosovo.
    Les Albanais ont constitué la majorité de la population depuis le XIXe siècle. La composition ethnique avant le XIXe siècle est sujet de débat. Le concept moderne de nationalité ou d'ethnicité fondé sur l'appartenance linguistique, religieuse et culturelle ne s'est développé qu'avec le nationalisme romantique et ne s'est répandu dans les Balkans qu'à la fin du XIXe siècle[17]. Il y a peu de données concernant la population du Kosovo au haut Moyen Âge, il existe cependant les données cadastrales établie par l'Empire ottoman mentionnant, en 1455, 13 000 habitations serbes, 75 habitations valaques et 46 habitations albanaises sur les terres de la Dynastie des Branković, représentant environ 80% de l'actuel Kosovo[18]. D'autre données comme le registre du Sandjak de Shkodra (qui comprend toute la zone de Peć/Peja au Kosovo), daté de 1485 montre une majorité albanaise dans la région de Shkodra, un équilibre dans la région de Piper, Shestan, ou Altun-Ili (Gjakova), et une minorité importante dans la zone de Peć (Peja)[19].
    Suite à la deuxième guerre austro-turque au XVIIe siècle, un nombre important de Serbes fuit le Kosovo. Selon la tradition serbe, il s'agirait de 200 000 à 500 000 Serbes, le chiffre réel semble plus proche de 40 000[17] à 60 000[20].
    Au cours du XXe siècle, la population du Kosovo a beaucoup évolué et bien que plusieurs recensements aient été réalisés, les plus récents sont soit contestés par les Serbes (pour ceux de 1971 et 1981), soit non pertinent (le recensement de 1991 a été boycotté par la grande majorité des Albanais).
    Langues [modifier]

    Le dialecte des Albanais du Kosovo est le guègue bien que l'albanais « standard » soit maintenant largement utilisé[21],[22]. Le serbe est la langue des Serbes et est reconnu comme langue officielle par la Serbie comme par le projet de constitution des indépendantistes kosovars[23]. A côté de l'albanais, il existe un enseignement primaire et secondaire en turc et en bosniaque [24].
    Religion [modifier]

    La religion dominante est l'islam, principalement sunnite avec une minorité bektachie[25], c'est la religion de la majorité des Albanais, des Bosniaques, Turcs, Gorans, et de certain Roms, Ashkali et Égyptiens. Environ 3% de la population est de tradition catholique romaine. La population serbe est très largement de tradition chrétienne orthodoxe.
    Économie [modifier]

    L'indépendance du Kosovo pose la question de la viabilité de son économie, encore très dépendante de l'aide extérieure, comme le constatait dès 2006 le Centre franco-autrichien pour le rapprochement en Europe[26]. En dépit de la présence de 10 000 soldats de l'OTAN, de 2000 policiers, de juges et de procureurs de l'UE, le Kosovo reste un foyer et un centre pour les activités du crime organisé, d'après un rapport de la Commission européenne de 2009 [3],[27].
    L'activité économique du Kosovo est faible avec un PIB par tête proche des pays les plus pauvres de la planète ; en Europe il est comparable à celui de l'Albanie, de la Moldavie et de la Macédoine (nettement inférieur à 1 000 dollars). Les Nations Unies qui administrent la province (et maintenant l'État) depuis la fin du conflit de 1999, avaient prévu un plan et des aides économiques, mais on ne peut pas parler de réussite. L'Union européenne a versé des aides assez conséquentes, mais les besoins restent énormes. Ambitionnant de rejoindre l'Union européenne, le Kosovo fait d'ores et déjà partie des pays qui utilisent de facto l'Euro.
    Les problèmes économiques auxquels devra faire face le nouvel État sont nombreux :

    • Un taux de chômage officiel autour de 50 %, qui favorise l'économie souterraine au détriment des finances publiques, et peut encourager des dérives mafieuses. De fait, un développement mafieux de l'économie, un fort crime organisé et des détournements des fonds d'aide internationale sont soulignés[réf. nécessaire].
    • Le Kosovo est également très dépendant de la Serbie, ce qui procure à cette dernière un pouvoir de nuisance sur l'économie kosovare, (le gouvernement serbe a annoncé qu'il s'opposerait à la proclamation d'indépendance par tous les moyens politiques et économiques)[réf. nécessaire]. Les tensions irrédentes du nord du pays accroissent les difficultés du pays.
    • Le pays doit faire face à la dégradation ou à l'insuffisance des infrastructures que la guerre de 1999 n'a fait qu'aggraver. La distribution d'électricité est souvent interrompue faute de réseaux et de moyens de production suffisants. La principale centrale électrique du pays, située à Obilić, alimentée par le lignite extrait à proximité, est partiellement inopérante malgré les aides reçues de l'Union européenne. Le manque de fiabilité du réseau électrique a des conséquences sur toute l'économie et en particulier l'industrie.

    Aujourd'hui le secteur privé se développe assez vite, le secteur public est à la traine, ce qui résulte aussi des choix de l'Union européenne [réf. nécessaire].
    Le principal employeur du pays est la base américaine de Camp Bondsteel, la plus grande aux Balkans, faisant du Kosovo un État très dépendant économiquement des États-Unis. Ces derniers se servant de cette base stratégique comme point de contrôle de la région, et d'observation de la Fédération de Russie.
    Le 29 juin 2009, le Kosovo est devenu le 186e État membre du FMI. Il s'agit de la 1re institution mondiale à intégrer le Kosovo depuis son indépendance[28].
    Ressources [modifier]

    Le Kosovo peut compter sur une importante exploitation minière (actuellement publique) qui alimente la centrale électrique du pays. L'agriculture est un secteur peu productif. Les services quant à eux se développent[réf. nécessaire] assez vite. Mais dans l'ensemble, l'économie kosovare est très moyenne.
    Culture [modifier]

    Le 11 juin 2008, le Parlement kosovar a adopté l'hymne de la république du Kosovo[29], composition intitulée « Europe », sans paroles afin de « respecter la nature multiethnique du Kosovo ». Le vote a été acquis dans les conditions suivantes : 72 députés ont voté pour, 15 députés ont voté contre et 5 députés se sont abstenus.
    Cet hymne a été composé par Mendi Mengjiqi.
    Culture albanaise [modifier]

    La culture des Albanais du Kosovo est très étroitement liée à celle des Albanais d'Albanie.
    Le dialecte parlé est le guègue, typique des Albanais du nord.
    L'éducation, les livres, les médias, les journaux, et la langue officielle des administrations se fait dans le dialecte standard de l'albanais, qui est proche du dialecte tosque.
    L'éducation est donnée pour tous les degrés de niveaux : primaire, secondaire, et universitaire. L'université de Priština est l'université publique du Kosovo. La bibliothèque nationale (Albanais : Bibloteka Kombëtare), situé dans le centre de Priština, est la principale et la plus grande bibliothèque du Kosovo. Il y a beaucoup d'autres universités privées, dont l'université américaine du Kosovo, etc., et beaucoup d'écoles secondaires et d'universités telles que l'université de Mehmet Akif.
    Kosovafilmi est une compagnie cinématographique (production et distribution) produisant des films en albanais, créée en 1969 par des réalisateurs. Le théâtre national du Kosovo (albanais : Teatri Kombëtar i Kosovës) est le théâtre principal où des pièces sont montrées régulièrement par des artistes albanais et internationaux.
    Musique [modifier]

    Les chanteurs comme Shkurte Fejza, Shyhrete Behluli, Adelina Ismajli ou Mahmut Ferati sont très populaire au Kosovo (dans la communauté albanaise). Les genres de musiques varient entre musique traditionnelle folklorique, hip hop, r'n'b, etc.
    Culture serbe [modifier]

    Les Serbes considèrent le Kosovo sous un angle particulier puisqu'il abrite plusieurs monastères de l'Église orthodoxe serbe ayant une valeur spirituelle forte.
    Liste de monastères orthodoxes serbes au Kosovo :


    Plusieurs de ces monuments ont été placés sur la liste du Patrimoine mondial de l'UNESCO, et sur la liste du patrimoine mondial en péril[30],[31], comme par exemple le Patriarcat de Peć. Depuis juin 1999, près de 150 lieux de culte chrétien ont été pillés, incendiés, profanés ou vandalisés par les extrémistes albanais[32].
    Institutions et politique [modifier]


    Principales villes et divisions administratives du Kosovo


    Article détaillé : Politique du Kosovo.
    Le 15 juin 2008 est entrée en vigueur la constitution kosovare. Elle dispose notamment que « la République du Kosovo est un État laic et neutre en matière de convictions religieuses » et fixe comme langues officielles l'albanais et le serbe [33].
    Pouvoir exécutif [modifier]



    Pouvoir législatif [modifier]



  6. #6
    phαηtom
    .

  7. #7
    Avatar von Novak

    Registriert seit
    28.08.2009
    Beiträge
    2.953
    Wahlspruch: „Hat der Bauer keine Frau, tut's genauso gut die Sau!“

    Amtssprache rückwärts gelesenes Albanisch
    Schrift schriftlich
    Staatsform Keine Staatsform; Hauptsache die sind unabhängig
    Staatsoberhaupt Hashim Thaçi
    Hauptstadt Priština
    Motto Tötet die Serben und Zigeuner
    Nationalhymne New Divide von Linkin Park
    Nationalfeiertag Immer, wenn genug zum Essen vorhanden ist
    Fläche insgesamt 56 Bauernhöfe
    Einwohnerzahl etwa 2100
    Bevölkerungsdichte zwischen 1 und 2 Menschen pro Bauernhof
    Währung 1 Esel = 200 Euro
    Zeitzone Zeitzonentechnisch nicht erfasst, da es im Kosovo keine Uhrenbesitzer gibt
    Internet-TLD .ko

  8. #8
    Avatar von Opoja_Pz

    Registriert seit
    22.01.2009
    Beiträge
    683
    Zitat Zitat von swisscom Beitrag anzeigen
    Wahlspruch: „Hat der Bauer keine Frau, tut's genauso gut die Sau!“

    Amtssprache rückwärts gelesenes Albanisch
    Schrift schriftlich
    Staatsform Keine Staatsform; Hauptsache die sind unabhängig
    Staatsoberhaupt Hashim Thaçi
    Hauptstadt Priština
    Motto Tötet die Serben und Zigeuner
    Nationalhymne New Divide von Linkin Park
    Nationalfeiertag Immer, wenn genug zum Essen vorhanden ist
    Fläche insgesamt 56 Bauernhöfe
    Einwohnerzahl etwa 2100
    Bevölkerungsdichte zwischen 1 und 2 Menschen pro Bauernhof
    Währung 1 Esel = 200 Euro
    Zeitzone Zeitzonentechnisch nicht erfasst, da es im Kosovo keine Uhrenbesitzer gibt
    Internet-TLD .ko


  9. #9

    Registriert seit
    03.11.2009
    Beiträge
    13.141
    Zitat Zitat von swisscom Beitrag anzeigen
    Wahlspruch: „Hat der Bauer keine Frau, tut's genauso gut die Sau!“

    Amtssprache rückwärts gelesenes Albanisch
    Schrift schriftlich
    Staatsform Keine Staatsform; Hauptsache die sind unabhängig
    Staatsoberhaupt Hashim Thaçi
    Hauptstadt Priština
    Motto Tötet die Serben und Zigeuner
    Nationalhymne New Divide von Linkin Park
    Nationalfeiertag Immer, wenn genug zum Essen vorhanden ist
    Fläche insgesamt 56 Bauernhöfe
    Einwohnerzahl etwa 2100
    Bevölkerungsdichte zwischen 1 und 2 Menschen pro Bauernhof
    Währung 1 Esel = 200 Euro
    Zeitzone Zeitzonentechnisch nicht erfasst, da es im Kosovo keine Uhrenbesitzer gibt
    Internet-TLD .ko
    Ohh wie lustig















































































































  10. #10
    Avatar von pr!mus

    Registriert seit
    04.04.2010
    Beiträge
    632
    Und täglich grüßt das Murmeltier.

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Peje, Kosove
    Von Peyo im Forum Balkan-Städte
    Antworten: 97
    Letzter Beitrag: 17.03.2014, 00:54
  2. Boshnjaku per Kosove
    Von Doganori im Forum Kosovo
    Antworten: 23
    Letzter Beitrag: 19.06.2012, 15:11
  3. Kosovo/Kosova/Kosmet/Kosove u.s.w
    Von Krosovar im Forum Rakija
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 21.03.2009, 18:57
  4. Lum per ne Kosove
    Von Shpresa im Forum Musik
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 01.11.2008, 18:16
  5. Ani moj Kosovë..
    Von luiziana im Forum Musik
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 04.08.2007, 18:54