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Umfrageergebnis anzeigen: Kosovo ist Unabängigkeit, freut ihr euch?

Teilnehmer
134. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • ja natürlich, die Zukunft ist erfreulich

    100 74,63%
  • ne auf keinen Fall, hab Bedenken bez. Zukunft

    34 25,37%
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Ergebnis 411 bis 420 von 555

KOSOVO-ALBANER FEIERN UNABÄNGIGKEIT (SAMMELTRHREAD)

Erstellt von Yutaka, 16.02.2008, 13:07 Uhr · 554 Antworten · 37.014 Aufrufe

  1. #411
    Avatar von albaner

    Registriert seit
    05.05.2006
    Beiträge
    3.862
    James Bissett hat nichts zu melden. juckt keinen was er sagt.

  2. #412
    Popeye
    1. Droht nach der Unabhängigkeit des Kosovo Gewalt? Im Moment ist der Ausbruch von Gewalt eher unwahrscheinlich. Serbien lehnt die Unabhängigkeit zwar als völkerrechtlich illegal ab, hat aber den Einsatz militärischer Mittel ausgeschlossen: Nur falls die Sicherheit der Minderheit der 100 000 im Kosovo verbliebenen Serben bedroht sei, will Belgrad Militäraktionen erwägen. Ob es zu neuen Fluchtbewegungen aus den serbischen Enklaven im Süden Kosovos oder einer Abspaltung des fast vollständig von Serben besiedelten Nordens kommt, hängt auch davon ab, ob der neue Staat seiner Minderheit eine wirtschaftliche Zukunft bieten kann. Seit den Ausschreitungen von 2004, als serbische Häuser und Kirchen in Flammen aufgingen, sitzt das Misstrauen tief.
    2. Welche staatlichen Symbole hat das neue Land? Die traditionelle Flagge der Kosovo-Albaner ist mit der Albaniens identisch: schwarzer Doppeladler auf rotem Grund. Mit Rücksicht auf die Minderheiten sollen albanische Symbole in der neuen Flagge vermieden werden. Nach einem Wettbewerb wurden drei Vorschläge in die engere Wahl genommen, das Parlament hat noch nicht entschieden.
    3. Was tut Europa, um Kosovo zu unterstützen?Die EU hat die Entsendung von 1800 Polizisten und Juristen beschlossen. In der Nacht zum Samstag hatten die Regierungen dem Operationsplan Eulex zugestimmt. 1500 Polizisten, 300 Richter und Staatsanwälte sollen einheimische Kollegen ausbilden und auch selbst - mit exekutiven Befugnissen - Rechtsstaatlichkeit garantieren. Für die ersten 16 Monate rechnet die EU mit Kosten in Höhe von 200 Millionen Euro. Doch auch ein unabhängiges Kosovo wird vermutlich noch Jahre unter internationaler Kuratel stehen. Die Kfor-Truppen mit 16 000 Soldaten (davon 2400 Deutsche) werden bis auf Weiteres im Kosovo stationiert bleiben. Seit Anfang Februar ist eine Nato-Reservetruppe mit 500 italienischen Soldaten in die Provinz verlegt worden. Die 4000 Mitarbeiter und Polizisten der UN-Verwaltung werden von der Eulex-Mission abgelöst.
    Laut Plan des UN-Vermittlers Martti Ahtisaari soll die Regierungsgewalt nach vier Monaten von der UN-Verwaltung auf die Kosovo-Regierung übergehen. Die neue EU-Mission kann in die kosovarischen Regierungsgeschäfte intervenieren. Erschwert wird der Austausch der internationalen Zivilverwaltung allerdings durch den Widerstand Russlands und Serbiens.
    5. Wird die EU einen unabhängigen Kosovo anerkennen? Die Entscheidung muss von jedem Mitgliedsstaat einzeln getroffen werden. Während Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien den neuen Staat kurz nach Erklärung der Unabhängigkeit anerkennen wollen, dürften Zypern, Griechenland, Rumänien und Spanien vorerst auf eine Anerkennung verzichten - sie fürchten, dass sich Minderheiten im eigenen Land den Kosovo zum Vorbild nehmen könnten. Am Montag will die EU eine gemeinsame Erklärung verabschieden, in der alle Mitgliedsländer die Unabhängigkeit zur Kenntnis nehmen. Die Erklärung soll nach außen eine einheitliche Position suggerieren, aber hinter den Kulissen wird über den Wortlaut gestritten. Mit der Aufnahme des Kosovo in internationale Organisationen ist vorerst nicht zu rechnen: Serbien und Russland sind dagegen.
    6. Wird Deutschland mehr Soldaten und Polizisten in den Kosovo schicken müssen? Die Zahl der Soldaten bleibt im Wesentlichen gleich. Die Eulex-Mission soll im Bedarfsfall auf bis zu 2200 Personen aufgestockt werden. Deutsche und Italiener werden voraussichtlich die größten Kontingente der Kosovo-Mission stellen. In einer ersten Ausschreibung des Bundesinnenministeriums wurden bereits 63 deutsche Polizisten ausgewählt. Weitere sollen hinzukommen.
    7. Ist der Kosovo allein überhaupt lebensfähig? Seit neun Jahren hängt die Provinz am internationalen Tropf - und wird das vorläufig auch weiter tun. Die Arbeitslosigkeit liegt bei über 40 Prozent, fast die Hälfte der gut zwei Millionen Einwohner lebt unter der Armutsgrenze. Pristina hofft, nach der Klärung der Statusfrage endlich mehr ausländische Investoren anzulocken. Kosovo verfügt zwar über zahlreiche Bodenschätze und ein großes Arbeitskräftepotenzial. Doch die schlechte Infrastruktur, die Korruption und ein möglicher Handelskrieg mit Serbien erschweren den Aufschwung.
    8. Wie sieht die Zukunft des Kosovo aus? Schon im zerfallenen Jugoslawien galt der Kosovo als Armutsregion. Und auch die Perspektiven nach der Unabhängigkeit sind nicht allzu gut. Mindestens ein Jahrzehnt dürfte angesichts der ethnischen Spannungen die internationale Präsenz noch währen. Das Ziel eines EU-Beitritts scheint angesichts der wirtschaftlichen Malaise noch in weiter Ferne. Doch trotz der miserablen Ausgangslage blickt zumindest die Mehrheit der Kosovo-Albaner hoffnungsfroh in die Zukunft: Laut einer UN-Studie gelten sie als eines der optimistischsten Völker der Welt.
    9. Warum schließt sich der Kosovo nicht Albanien an? Bewegungen für einen Zusammenschluss gibt es zwar in Albanien wie im Kosovo, doch sie haben nur wenige Anhänger. Die Albaner im Kosovo haben mehrheitlich stets für einen unabhängigen Staat gekämpft und nicht für einen Anschluss. Der albanische Ministerpräsident Sali Berisha sagt, Albanien und Kosovo würden erst in der EU vereint sein.

  3. #413
    Popeye
    [h3]Europas neues Problemkind[/h3]
    Europa wird bald einen neuen Staat haben - und ein neues diplomatisches Problem: Länder wie Spanien fürchten, andere Separatisten könnten die Loslösung des Kosovo als Präzedenzfall sehen.
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    Berlin - "Auf diesen Tag haben wir lange gewartet", sagte Ministerpräsident Hashim Thaci, der vor zehn Jahren an der Spitze der Befreiungsarmee des Kosovo, UCK, stand. "Von heute an ist das Kosovo stolz, unabhängig und frei. Wir schreiben Geschichte und die ganze Welt sieht auf uns."

    AP
    Feiernde Kosovo-Albaner auf dem Wiener Heldenplatz: Europäische Geschlossenheit wahren


    Während Kosovaren auf der ganzen Welt die Loslösung von Serbien feiern, ruft die deutsche Regierung zur Ruhe in der Region auf. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte in Berlin nach Telefonaten mit dem slowenischen Außenminister Dimitrij Rupel und seinem serbischen Amtskollegen Vuk Jeremic, die Lage erfordere "von allen Beteiligten in den nächsten Tagen Ruhe und Augenmaß". Ausdrücklich habe auch Jeremic "jede Form von Gewalt" abgelehnt. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm betonte: "Diese letzte offene Frage des Zerfallsprozesses von Jugoslawien muss jetzt gelöst werden, da diese die Sicherheit, Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region hemmt." Alle Seiten blieben aufgerufen, besonnen mit der Entwicklung umzugehen. Die Bundesregierung begrüße, dass Serbien die Anwendung von Gewalt ausgeschlossen habe.
    Auch die US-Regierung forderte die Volksgruppen zur Ruhe auf. "Wir begrüßen das klare Engagement der Regierung des Kosovo, die ethnischen Minderheiten zu schützen", sagte Außenamtssprecher Sean McCormack in Washington. Die USA würden sich nun mit der EU abstimmen.
    EU vor schwieriger Debatte
    Am Montag wollen die Außenminister der Europäischen Union darüber beraten, wie mit der neuen Lage umzugehen ist. Die Verhandlungen dürften schwierig werden: In manchen Staaten wird die Ausrufung der Unabhängigkeit im Kosovo als problematisch angesehen.

    [h4] UNABHÄNGIGES KOSOVO: FESTE UND PROTESTE[/h4]

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    Die spanische Regierung hatte bereits am Samstag ihre ablehnende Haltung bekräftigt. Sie befürchtet einen Auftrieb für die Basken, sollte der neue Balkanstaat international anerkannt werden. Gegen eine eigenständige Republik Kosovo waren zuletzt auch Zypern, Griechenland, die Slowakei, Rumänien und Bulgarien. Deutschland und viele weitere EU-Staaten sowie die USA signalisierten indes im Vorfeld eine baldige Anerkennung des neuen Zwergstaates.
    [h4]FORUM[/h4]
    Unabhängiges Kosovo - richtige Entscheidung?

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    561 Beiträge
    Neuester: Heute 13:56 Uhr
    von M@ESW



    Steinmeier betonte, es komme darauf an, die europäische Geschlossenheit zu wahren. Wilhelm sagte, die Bundesregierung werde auf Basis dieser Beratung über weitere Schritte entscheiden. Bereits in den vergangenen Monaten habe die EU deutlich gemacht, "dass sie bereit ist, für die Stabilisierung des westlichen Balkan Verantwortung zu übernehmen". Dazu gehörten die Heranführung der Länder an die EU und auch die gestartete Rechtsstaatsmission EULEX im Kosovo. Mit Billigung aller 27 EU-Staaten lief die Mission am Samstag an. Rund 1800 Polizisten, Richter und Zollbeamten wurden in das Kosovo entsandt. Ziel der bisher größten zivilen EU-Krisenmission ist es, schrittweise eine multi-ethnische Polizei, Justiz und Verwaltung im Kosovo aufzubauen und eine Unterdrückung der serbischen Minderheit zu verhindern.
    Der UN-Sicherheitsrat wurde für 13 Uhr Ortszeit (19 Uhr MEZ) in New York einberufen. Russland hatte eine Dringlichkeitssitzung gefordert und zugleich verlangt, die Uno müsse die Unabhängigkeitserklärung für ungültig erklären. Die NATO-Truppe KFOR verstärkte am Wochenende ihre Truppenpräsenz im Norden des Kosovo, wo besonders viele Serben wohnen.
    Linkspartei wettert gegen Loslösung
    In Deutschland stellt sich nur die Linkspartei gegen die Loslösung. Fraktionschef Gregor Gysi forderte, die Regierung müsse "aus gravierenden politischen und völkerrechtlichen Gründen" die Anerkennung des Kosovo verweigern.

    [h4]MEHR ÜBER...[/h4]
    Kosovo Unabhängigkeit EU Uno Eta zu SPIEGEL WISSEN


    Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Ruprecht Polenz (CDU), erwartet von dem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel eine Weichenstellung für eine rasche Anerkennung des Kosovo durch eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten. "Ich denke, dass sich die EU-Außenminister zu einem raschen Vorgehen entscheiden werden, damit kein neuer Schwebezustand entsteht", sagte Polenz dem "Tagesspiegel". Er gehe davon aus, dass sich mindestens 20 EU-Staaten, darunter Deutschland, für die Anerkennung des Kosovo entscheiden werden. FDP-Fraktionsvize Werner Hoyer gab zu bedenken, die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo sei "kein Grund zum Jubeln", unter allen unbefriedigenden Lösungen "vermutlich aber die am wenigsten schlechte". Die Grünen-Außenexperten Jürgen Trittin und Marieluise Beck forderten Besonnenheit von Belgrad und Pristina, um eine Eskalation zu vermeiden. Ebenso notwendig sei ein geschlossenes Auftreten der EU.

  4. #414
    Avatar von Cigo

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    lieber spät als nie:

    herzlichen glückwunsch zur unabhängigkeit!
    ich wünsche meinen albanischen brüdern und schwestern alles gute und dem kosovo eine rosige zukunft

    p.s.:ist doch auch einmal schön ein albanisches autokorso zu sehen:

  5. #415
    Avatar von olti

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    11
    Liebe Serben, Großserbien und YU sind Tot.
    Ihr müsst das akzeptieren, auch wenn dass weh tut.



    Dieses Foto hat nicht mit serben zu tun, sondern mit die drei grossen Diktatoren dass die Albaner unterdruckt haben. Und das ist ein für alle mal vorbei.

  6. #416
    Avatar von olti

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    Viele Fotos und Videos über diese Thema finden sie hier,
    und hier.

  7. #417
    Popeye
    Kosovo: Europarat warnt vor ethnischer Gewalt im Kosovo

    Der Europarat hat vor dem Ausbruch ethnischer Gewalt im Kosovo gewarnt und zu Toleranz und Dialog aufgefordert. Alle politisch Verantwortlichen sollten jegliche Anstiftung zur Gewalt vermeiden.

    Interaktiv-Box
    Dossier: Kosovos Streben nach Unabhängigkeit



    Unabhängig vom Status der ehemaligen serbischen Provinz sollte das Kosovo «eine sichere Region für alle sein, die dort leben, ohne Berücksichtigung ihres ethnischen Ursprungs», sagte am Montag in Strassburg der Präsident der parlamentarischen Versammlung des Europarates, Lluís Maria de Puig.

    Die Parlamentarier aus den 47 Europaratsmitgliedstaaten hatten im Januar eine einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo skeptisch bewertet und vor einem «Präzedenzfall» gewarnt.

    Pristina bitten um Anerkennung

    In Pristina kündigte derweil Ministerpräsident Hashim Thaci eine baldige Anerkennung des unabhängigen Kosovos durch westliche Staaten an. «Der Präsident und ich haben die entsprechende Bitte ausgesandt», sagte Thaci zum Auftakt einer Kabinettssitzung.

    Bislang hielten sich die Regierungen zurück, die EU- Aussenminister wollten sich am Montag in Brüssel mit der Frage befassen. Die Anerkennung der Unabhängigkeit wird die EU jedoch jedem einzelnen Mitgliedsland überlassen.

    Frankreichs Aussenminister Bernard Kouchner bezeichnete den Schritt des Kosovo als legal. «Das ist ein grosser Erfolg für Europa, ein grosser Erfolg für die Kosovaren und sicher keine Niederlage für die Serben.»

    Spanien gehört zur Gruppe derjenigen EU-Staaten, welche die Unabhängigkeit des Kosovo ablehnt. «Das entspricht nicht internationalem Recht», sagte Spaniens Aussenminister Miguel Angel Moratinos.

    Glückwünsche aus Ankara

    Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan habe seinen Amtskollegen in Pristina angerufen und ihn beglückwünscht, berichtete der türkische Nachrichtensender NTV am Montag. Ob Erdogan mit Thaci auch die Frage einer Anerkennung des Kosovo durch die Türkei erörterte, blieb zunächst offen.

    Aus Sicht der Türkei ist die Unabhängigkeit des überwiegend muslimischen neuen Balkanstaates eine potenziell positive Entwicklung, weil Ankara hofft, dass sich daraus mehr Druck für eine internationale Anerkennung der «Türkischen Republik Nordzypern» ergeben könnte.

  8. #418
    Avatar von Sousuke-Sagara

    Registriert seit
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    7.770
    Zitat Zitat von olti Beitrag anzeigen
    Liebe Serben, Großserbien und YU sind Tot.
    Ihr müsst das akzeptieren, auch wenn dass weh tut.



    Dieses Foto hat nicht mit serben zu tun, sondern mit die drei grossen Diktatoren dass die Albaner unterdruckt haben. Und das ist ein für alle mal vorbei.
    Unter dem Genossen Tito ging es euch aber doch relativ gut wenn man bedenkt was vor und nach ihm war...

  9. #419
    Popeye
    China tadelt Taiwan wegen Kosovo

    China hat besorgt auf die Unabhängigkeitserklärung des Kosovos reagiert. Taiwan habe als Teil Chinas keine Autorität, den Kosovo als Staat anzuerkennen.


    Damit würden die Bemühungen um eine multiethnische Gesellschaft untergraben und die Stabilität auf dem Balkan gefährdet, erklärte ein Sprecher des Aussenministeriums heute in Peking. Scharf reagierte er auf eine Erklärung der Regierung Taiwans, die die kosovarische Unabhängigkeitserklärung begrüsste.

    Taiwan komme es als Teil Chinas nicht zu, eine völkerrechtliche Anerkennung auszusprechen, sagte Aussenamtssprecher Liu Jianchao. «Wir treten entschlossen jedem und jeder Organisation entgegen, die Taiwan vom Festland abtrennen will», sagte er.

    Peking rief die Regierungen im Kosovo und in Serbien zu Verhandlungen mit dem Ziel auf, «eine richtige Lösung im Rahmen des Völkerrechts» herbeizuführen. Die Regierung ist besorgt, dass der Kosovo zum Präzedenzfall werden und neben dem Konflikt mit Taiwan auch den Unabhängigkeitsbestrebungen in Tibet und in der Region Xinjiang Auftrieb geben könnte.

  10. #420
    Popeye
    Kosovo: Ueli Leuenberger fordert Anerkennung

    Der grüne Nationalrat Ueli Leuenberger plädiert für eine rasche Anerkennung des Kosovo als souveränen Staat. Ausserdem will er, dass Kosovaren einfachen Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt bekommen.


    Die Beziehungen zur Schweiz sollten mit einem bilateralen Vertrag geregelt werden, der auch die Frage der Arbeitskräfte umfasse.

    Kosovaren sollten erleichterten Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt erhalten, forderte Leuenberger in einem Interview mit der «Mittellandzeitung» von heute.

    «Man könnte zum Beispiel Kontingente für Einwanderer einführen und papierlosen Kosovaren, die in der Schweiz leben und arbeiten, einen legalen Status geben. In ein paar Jahren wird der Kosovo EU-Mitglied sein, dann wird ohnehin der freie Personenverkehr kommen».

    Keine Rückkehr nach Kosovo

    Leuenberger geht davon aus, dass die Mehrheit der Kosovaren, die hierzulande leben, auch künftig in der Schweiz bleiben werden. «Viele Einwanderer haben im Kosovo keine Existenz mehr, zu der sie einfach so zurückkehren können», sagte Leuenberger: «Das neue Land braucht noch viel wirtschaftliche Entwicklung».

    Er hoffe, dass nun auch Schweizer Firmen den Kosovo entdeckten und dort Investitionen tätigten. «Die Unabhängigkeit wird hoffentlich die Stabilität bringen, welche die Unternehmen bislang vermisst haben».

    Leuenberger setzt sich seit Jahren für die Integration albanischer Menschen in der Schweiz ein. 1996 gründete er die Albanische Volkshochschule (UPA) in Genf. Er kandidiert derzeit für die Nachfolge von Grünen-Präsidentin Ruth Genner.

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