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Das Kosovo feiert traurigen "Geburtstag"

Erstellt von Hercegovac, 17.02.2009, 22:58 Uhr · 2 Antworten · 649 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Hercegovac

    Registriert seit
    06.04.2008
    Beiträge
    15.011

    Das Kosovo feiert traurigen "Geburtstag"

    Abhängiger denn je
    Die Risiken und Nebenwirkungen der Herauslösung des Kosovo aus Serbien bekommt die Union jedoch weiterhin zu spüren. Nicht nur, weil das mehrheitlich von Albanern bewohnte Land auf unbestimmte Zeit nur dank milder Gaben von den Tischen der Reichen existiert. Im Juli 2008 versprachen 65 Staaten insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro Aufbauhilfe. 500 Millionen davon kommen aus dem EU-Haushalt, 300 Millionen direkt aus den Kassen der einzelnen EU-Staaten. Der deutsche Steuerzahler ist mit 100 Millionen aus dem Bundeshaushalt dabei - weitere 100 Millionen Euro Anteil am EU-Haushalt nicht mitgerechnet.

    EULEX? UNMIK?
    Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Polizisten der EULEX-Mission
    Fast ein Jahr hat es gedauert, bis im vergangenen Dezember die EU-"Rechtsstaatsmission" EULEX mit 1900 entsandten EU-Experten - darunter 1400 Polizisten und 300 Richter, Staatsanwälte und Strafvollzugsbeamte - einsatzbereit war. Am Geld lag es nicht: 205 Millionen Euro warten darauf, innerhalb von 16 Monaten ausgegeben zu werden. Vielmehr konnte die EU nur mühsam eine Koexistenz mit der UN-Mission für das Kosovo (UNMIK) vereinbaren. Diese war 1999 nach 78 Tagen dauernden Luftangriffen der NATO gegen die Vertreibung der Kosovo-Albaner durch Serben als Übergangsverwaltung gegründet worden und sollte nach EU-Wunsch durch EULEX ersetzt werden. Dazu kam es zumindest zunächst nicht.



    Präzedenzfall Kosovo?
    Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Sergej Lawrow warnt vor "Kettenreaktion"
    Denn die Unabhängigkeit des Kosovo steht für einen Bruch in den internationalen Beziehungen, der nicht nur zu einem Riss innerhalb der EU führte. Im UN-Sicherheitsrat blockierte Russland per Vetodrohung den Abzug der UNMIK und warnte die EU und die USA vor einem "gefährlichen Präzedenzfall". Die Abkehr von der Wahrung der territorialen Integrität Serbiens werde, so der russische Außenminister Sergej Lawrow, zu "einer Kettenreaktion auf dem Balkan und in anderen Teilen der Welt" führen. Deshalb hat die EU immer wieder argumentiert, bei der Anerkennung des Kosovo handele es sich um einen Sonderfall ohne Präzedenzwirkung. So sah es Moskau ganz und gar nicht: Im August erkannte Russland die von Georgien abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien an.

  2. #2
    Emir
    auch wenn es langsam voran geht, es geht voran ^^

  3. #3
    Avatar von Lorik

    Registriert seit
    27.02.2008
    Beiträge
    11.845
    aha sehr interessant.

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