BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 1 von 8 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 80

Das Kosovo ist ein Rumpfstaat geblieben

Erstellt von Zurich, 17.02.2009, 22:09 Uhr · 79 Antworten · 2.926 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Zurich

    Registriert seit
    05.02.2007
    Beiträge
    18.089

    Das Kosovo ist ein Rumpfstaat geblieben

    Das Kosovo ist ein Rumpfstaat geblieben



    Im Kosovo war es im ersten Jahr der Unabhängigkeit von Serbien erstaunlich ruhig geblieben. Dennoch ergingen zum heutigen Jahrestag Appelle, Ruhe zu bewahren. Das Volk wird ungeduldig, weil sich wenig verändert hat. Der neue Staat stecke tief im Korruptionssumpf und bliebe ohne nachbarliche Beziehungen nicht überlebensfähig.

    Nichts hat sich verändert» lautet die Standardantwort auf den Strassen auf die Frage westlicher Reporter, ob es sich im eigenen Land besser lebe als früher unter serbischer Hoheit. Das Kosovo hat zwar eine eigene Verfassung, eine eigene Flagge, eine eigene Hymne und Pässe für seine Staatsbürger. Aber 45 Prozent der rund zwei Millionen Einwohner gelten als arm und müssen mit 1,5 Euro pro Tag auskommen. Jene, die Arbeit haben, verdienen monatlich im Schnitt 220 Euro. Rund 30 000 Schulabgänger pro Jahr suchen einen Arbeitsplatz oder eine Lehrstelle, doch nur jeder fünfte hat Erfolg.



    Grassierende Korruption

    Der grösste Arbeitgeber ist und bleibt die öffentliche Hand. Nach wie vor bleiben ausländische Investoren weg, trotz Senkung der Körperschaftssteuer auf zehn Prozent. Denn Europas jüngster Staat gilt weltweit als einer der korruptesten. Auf der Liste der Antikorruptionsliga Transparency International steht das Kosovo an vierter Stelle. Die UNO-Verwaltung Unmik hat in diesem Punkt schlicht versagt, nicht zuletzt, weil sie selbst ihre internen Korruptionsfälle stets verschleiert und sich damit als Vorbild diskreditiert hat. Nach Ermittlungen der gemeinsamen Untersuchungskommission von UNO und EU verschwanden während knapp zehn Jahren Unmik-Verwaltung 2,3 Milliarden Euro in falsche Taschen. Auch die EU, jetzt die vorherrschende Überwachungsmacht, kommt mit dem Aufbau eines demokratischen Rechtssystems kaum vom Fleck: Die politischen Eliten und ihr Umfeld, die aus der ehemaligen «Befreiungsarmee» UÇK hervorgegangen sind, wurden vor allem durch Drogen-, Waffen- und Menschenhandel reich und verteidigen die traditionellen Clan-Strukturen mit Zähnen und Klauen. Der Zwergstaat auf dem Balkan wurde mittlerweile von 54 Ländern anerkannt, darunter den USA und der Mehrheit der EU-Länder. Aber ohne die Anerkennung von Serbien selbst, das seine territoriale Unversehrtheit grob verletzt sieht, von Russland und China sowie weiteren fünf extrem skeptischen EU-Staaten bleibt das Kosovo ein Rumpfstaat. Die Aufnahme in die UNO ist daher nicht in Sicht. Auch die Mitgliedschaft im Internationalen Währungsfonds der Weltbank lässt auf sich warten. Dem Kosovo bleibt daher der direkte Zugang zu internationalen Finanzquellen verschlossen.



    Serbiens geschicktes Spiel

    Erst 2007 waren unter UNO-Vermittlung Verhandlungen zwischen Belgrad und Prishtina aufgenommen worden. Sie scheiterten mangels Annäherung der beiden Streitparteien. Am 17. Februar 2008 rief die Kosovo-Führung mit Rückendeckung der USA und der EU einseitig die Unabhängigkeit aus. Doch die aggressive serbische Diplomatie hat die Stabübergabe von UNO zu EU vereitelt. Unmik musste den bereits vorigen Sommer geplanten Abzug bis auf weiteres verschieben, während die EU mit ihrer Aufbau- und Überwachungsmission Eulex erst mit grosser Verspätung Anfang vorigen Dezember beginnen konnte. Serbien hat die beiden Protektoratsmächte geschickt gegeneinander ausgespielt: Einerseits garantiert der nach dem UNO-Balkanemissär Martti Ahtisaari benannte Plan die Eigenstaatlichkeit Kosovos, zugleich aber nahm der UNO-Sicherheitsrat einen Sechs-Punkte-Plan von Belgrad an, der den von Ahtisaari wieder in Frage stellt. Demnach soll die EU-Mission Eulex prinzipiell unter den Schirm der Unmik-Verwaltung gestellt werden. Namentlich der kompakt serbisch besiedelte Norden Kosovos mit der ethnisch geteilten Industriestadt Mitrovica steht unter dem Einfluss des Mutterlandes, auf dessen Geheiss die Serbengemeinden jegliche Kooperation mit Eulex verweigern. Ziel der Belgrader Diplomatie ist nicht die Teilung des Kosovos, sondern dessen vollständige Wiedereingliederung in das Staatsgebiet. «Serbien wird niemals die Unabhängigkeit anerkennen», lautet Präsident Boris Tadics Botschaft zum Jahrestag. Dass der eigene Weg nach Europa dadurch blockiert werde, glaubt Tadic nicht: «Das Kosovo und der EU-Beitritt Serbiens sind zwei verschiedene Prozesse.» Grosse Hoffnungen setzt Belgrad auf den Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag, der vergangenen Oktober der serbischen Klage stattgegeben hatte, die Rechtmässigkeit der Unabhängigkeit des Kosovos zu überprüfen. Das kann noch ein, zwei Jahre dauern. Serbiens junger Aussenminister Vuk Jeremic warnt die EU schon jetzt: Sollten die IGH-Richter «die Sezession Kosovos gutheissen, wird das Separatisten auch anderswo in Europa ermuntern». Dies würde den Balkan erneut in ethnische Konflikte stürzen. Deshalb kann Kosovo-Premier Hashim Thaci die Lostrennung von Serbien als «nicht umkehrbar» bezeichnen. Er wolle, so Thaci, die Belgrader Regierung einladen, «die Gelegenheit des Jahrestages zu nützen und das Kosovo anzuerkennen. Dies sei Voraussetzung für den Aufbau normaler Beziehungen zwischen zwei souveränen Staaten. Das aber ist Zukunftsmusik.



    Schaffhauser Nachrichten - Schaffhauser Intelligenzblatt - Die Nummer 1 der Region

  2. #2
    Bambi
    Die Serben stehen extrem auf diese kosovokritischen Threads, kann das sein?

  3. #3
    Avatar von Hercegovac

    Registriert seit
    06.04.2008
    Beiträge
    15.011
    Traurig aber wahr...

  4. #4
    Avatar von Hercegovac

    Registriert seit
    06.04.2008
    Beiträge
    15.011
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    Die Serben stehen extrem auf diese kosovokritischen Threads, kann das sein?

    Deine Landsleute und die Albaner haben die Tage fast jeden Tag 5 neue Threads gegen Serbien eröffent also in dem Sinne

  5. #5
    Avatar von Pashaga

    Registriert seit
    26.11.2008
    Beiträge
    1.245
    uns geht es besser als mit den SErben alles andere wird insallah

  6. #6
    Bambi
    Zitat Zitat von HercegSrbadzija Beitrag anzeigen
    Deine Landsleute und die Albaner haben die Tage fast jeden Tag 5 neue Threads gegen Serbien eröffent also in dem Sinne
    Ich nich, ich stänker nur gegen die RS

  7. #7
    Avatar von Hercegovac

    Registriert seit
    06.04.2008
    Beiträge
    15.011
    Zitat Zitat von Pashaga Beitrag anzeigen
    uns geht es besser als mit den SErben alles andere wird insallah

    Etwas Beherrschung bitte

    Amin

  8. #8

    Registriert seit
    19.09.2008
    Beiträge
    16.600
    man muss Kosovo nicht lieben (als nicht-Albaner) aber was ih nicht verstehe sind diese selbsternannten "Titisten" die einerseits mit Parolen wie "Free Republika Serbska" herum pochen aber gegen Kosovo sind, passt nicht in Bild rein!

  9. #9
    Avatar von Hercegovac

    Registriert seit
    06.04.2008
    Beiträge
    15.011
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    Ich nich, ich stänker nur gegen die RS
    Du bist auch ein kleiner süßer Engel, wie ein Wolf im Schaafspelz. ^^

    Aber echt, die letzen Wochen haste hier nur Threads über Serbien gelesen

  10. #10
    Avatar von Pashaga

    Registriert seit
    26.11.2008
    Beiträge
    1.245
    Zitat Zitat von HercegSrbadzija Beitrag anzeigen
    Etwas Beherrschung bitte

    Amin
    hajde malo sale heheh

Seite 1 von 8 12345 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. wo ist der südslawe geblieben??
    Von Neutralist im Forum Rakija
    Antworten: 32
    Letzter Beitrag: 18.10.2010, 21:01
  2. Antworten: 62
    Letzter Beitrag: 28.10.2008, 01:37
  3. Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 24.10.2008, 10:00