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Kosovo schreckt Investoren ab

Erstellt von Zurich, 17.02.2009, 22:12 Uhr · 82 Antworten · 3.144 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Zurich

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    Kosovo schreckt Investoren ab

    Kosovo schreckt Investoren ab

    Ein Jahr nach der Unabhängigkeitserklärung hat die Regierung des Kosovo ihre selbstgesteckten Ziele klar verfehlt. Die Wirtschaftslage ist katastrophal, erhoffte Investitionen aus dem Ausland bleiben weitgehend aus.

    Nicht einmal alle EU-Staaten haben das junge Land bislang anerkannt. Die Regierung von Ministerpräsident Hashim Thaci hatte nach der Ausrufung der Unabhängigkeit selbstbewusst verkündet, das Kosovo werde innerhalb eines Jahres die Anerkennung von mindestens 100 Ländern in der Tasche haben. Bisher sind es gerade einmal 54.

    Die Lage sorgt für Ernüchterung bei ortsansässigen Wirtschaftsexperten. Bedeutende ausländische Investitionen könne man fast an einer Hand abzählen, sagte Shpend Ahmeti, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts GAP in Kosovos Hauptstadt Pristina. "Auch ich habe eine bessere Wirtschaftsentwicklung erwartet, nachdem sich mein Land vor einem Jahr für unabhängig erklärt hatte." Der Ökonom beklagt, dass die Regierung auch nach einem Jahr noch keine Strategie vorgelegt habe, wie man ausländisches Kapital ins Land holen wolle.

    Dem Kosovo fehlen damit wichtige Voraussetzungen, um die auch von Deutschland unterstützte Unabhängigkeit wirtschaftlich zu nutzen. Dabei hat die ehemalige serbische Provinz, die sich am 17. Februar 2008 zum eigenständigen Staat erklärte, durchaus Potenzial für eine positive Entwicklung. Doch das liegt größtenteils brach: Die Hälfte der landwirtschaftlichen Flächen wird nicht genutzt. Eine der Hauptursachen für das Ausbleiben von Investitionen aus dem Ausland ist nach Aussage vieler Beobachter die grassierende Korruption.

    Dass die Zahl der anerkennenden Staaten weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, entmutigt viele Kosovaren. "Vor allem, dass fünf EU-Staaten nichts von unserer Unabhängigkeit wissen wollen, macht es für uns sehr schwierig", sagte Ahmeti. "Denn ohne die fünf werden wir niemals wirklich den Weg in Richtung Brüssel einschlagen können." Zypern, Griechenland, Spanien, Rumänien und die Slowakei verweigern die Anerkennung. Russland verhindert zudem eine Aufnahme in die Uno.

    Die kosovarische Regierung scheint wegen des andauernden Kampfes um die Unabhängigkeit und des Ringens um Anerkennung den Blick für andere relevante Fragen verloren zu haben. Dieser Kampf werde aber auch oft als Ausrede vorgeschoben, um das eigene Unvermögen in vielen Politikfeldern zu kaschieren, sagte Besa Luzha, Leiterin des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Pristina.

    Jedes Jahr werde Baumaterial im Wert von 20 Mio. Euro aus Serbien importiert, sagte Ökonom Ahmeti. "Das könnten wir auch selbst herstellen." Im Kosovo gebe es billige und relativ gut ausgebildete Arbeitskräfte im Überfluss. Die Arbeitslosigkeit liegt bei geschätzten 40 bis 50 Prozent."Hier ist ein idealer Standort für arbeitsintensive Jobs", sagte Ahmeti. Doch von den erhofften Investoren ist weit und breit nichts zu sehen.

    Für viele potenzielle Investoren fehlt schon der erste Ansprechpartner. "Wer in den Kosovo investieren will, muss um einen Termin beim Ministerpräsidenten oder seinem Vize nachsuchen", sagte ein Experte einer internationalen Organisation in Pristina, der ungenannt bleiben will. "Einen anderen Ansprechpartner gibt es nicht." Unzureichende Schmiergeldzahlungen seien der Grund, warum selbst attraktive Infrastrukturprojekte, wie die Sanierung und Privatisierung des alten Braunkohlekraftwerks Obilic oder der Bau eines Kraftswerks nicht vorankommen, heißt es hinter vorgehaltener Hand in Pristina.

    Öffentlich wollen nur wenige die Missstände beim Namen nennen. Er wolle weder bestätigen noch dementieren, sagte Rainer Kühn, Polizeidirektor aus Düsseldorf. Kühn leitet bei der EU-Rechtsstaatsmission Eulex den Polizeieinsatz mit fast 1400 internationalen Beamten im Kosovo. Gerade in den Bereichen der organisierten Kriminalität oder der Finanzermittlung verfügt die Eulex über Exekutivkompetenzen.

    Neben fehlender Rechtssicherheit und organisierter Kriminalität sorgen die angespannte Situation rund um die geteilte Stadt Mitrovica, der vor allem von Serben bewohnte Norden des Kosovo sowie der andauernde Streit mit Serbien um die Unabhängigkeit für Unsicherheit. "Die Investoren, die wir so dringend bräuchten, nehmen den Kosovo als ungelöstes Problem wahr", sagte Ökonom Ahmeti.



    http://www.boerse-online.de/tools/ftd/475659.html



    .

  2. #2
    Avatar von Pashaga

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    Naja aber Serbien ist und bleibt das Land wo Investoren am meißten Angst haben zu investieren....

  3. #3
    Avatar von Zurich

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    Meine Meinung... Der Kosovo ist in allen Belangen blockiert und befindet sich in der Zwickmühle. Nicht nur in politischer Hinsicht (kein Zugang zu internationalen Organisationen) sondern auch in wirtschaftlicher.

    Dies kann keine Lösung auf dauer sein. Die Kosovo-Albaner müssen sich wieder zusammen mit den Serben an einen Tisch setzen. Ohne Kompromiss wird es hier keine Dauerhafte Lösung geben. Denn Serbien fühlt sich zwar mit dieser "Lösung" verarscht und verletzt, aber am meissten darunter leidet der Kosovo selber. - Fazit: Nicht gut für beide.

  4. #4
    Avatar von Zurich

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    Zitat Zitat von Pashaga Beitrag anzeigen
    Naja aber Serbien ist und bleibt das Land wo Investoren am meißten Angst haben zu investieren....
    Wo hast du denn Scheiss her? Wohl die letzen 4,5 Jahre total verpennt? Augen zu gehabt??

    Serbien hat in die letzen paar Jahre eine Wirtschaftliche Blütezeit erlebt, die es noch nie zuvor in dem Ausmass hatte.

  5. #5
    Avatar von Pashaga

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    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Meine Meinung... Der Kosovo ist in allen Belangen blockiert und befindet sich in der Zwickmühle. Nicht nur in politischer Hinsicht (kein Zugang zu internationalen Organisationen) sondern auch in wirtschaftlicher.

    Dies kann keine Lösung auf dauer sein. Die Kosovo-Albaner müssen sich wieder zusammen mit den Serben an einen Tisch setzen. Ohne Kompromiss wird es hier keine Dauerhafte Lösung geben. Denn Serbien fühlt sich zwar mit dieser "Lösung" verarscht und verletzt, aber am meissten darunter leidet der Kosovo selber. - Fazit: Nicht gut für beide.
    Was für ein Tisch und was für ein Kompromiss, wir wurden von den meißten Staaten der Welt anerkannt, also wir können uns an einen Tisch hinsetzen und Geschäfte verhandeln...aber der Status bleibt" Man manchmal seid ihr so verträumt....

  6. #6
    Avatar von Hercegovac

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    Zitat Zitat von Pashaga Beitrag anzeigen
    Was für ein Tisch und was für ein Kompromiss, wir wurden von den meißten Staaten der Welt anerkannt, also wir können uns an einen Tisch hinsetzen und Geschäfte verhandeln...aber der Status bleibt" Man manchmal seid ihr so verträumt....

    Bruder, 50 von 200 sind nicht die Meißten sondern nur 1/4

  7. #7
    Avatar von Pashaga

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    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Wo hast du denn Scheiss her? Wohl die letzen 4,5 Jahre total verpennt? Augen zu gehabt??

    Serbien hat in die letzen paar Jahre eine Wirtschaftliche Blütezeit erlebt, die es noch nie zuvor in dem Ausmass hatte.
    heheh wo bitte gibt es auf den Balkan(Ex-jugo) ne Blütezeit??? heheh Vielleicht in Slowenien das wars auch....hehe

  8. #8
    Avatar von Pashaga

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    Zitat Zitat von HercegSrbadzija Beitrag anzeigen
    Bruder, 50 von 200 sind nicht die Meißten sondern nur 1/4
    hehe ja schon schade das uns Ruanda und Uganda nicht anerkannt haben....ist schon schlimm..hehehe

  9. #9

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    Zitat Zitat von Pashaga Beitrag anzeigen
    Naja aber Serbien ist und bleibt das Land wo Investoren am meißten Angst haben zu investieren....

    sehr simple Reaktion auf einen guten Beitrag,
    dazu inhaltlich mehr als falsch.

  10. #10
    Avatar von Zurich

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    Zitat Zitat von Pashaga Beitrag anzeigen
    heheh wo bitte gibt es auf den Balkan(Ex-jugo) ne Blütezeit??? heheh Vielleicht in Slowenien das wars auch....hehe
    Sorry... aber wie alt bist du? Deine letzen beiden Beiträge hier absoluter Müll.
    * Dass Serbien keine Investoren findet (obwohl die letzen 4,5 Jahre der krasse Gegenteil der Fall war)
    * Dass das Kosovo, die meissten Staaten der Welt anerkannt haben (obwohl auch es hier heissen müsste, dass die grosse Mehrheit der Welt-Staaten den Kosovo nicht anerkannt haben).

    Sorry... aber du machst dich hier selber lächerlich. Sogar wenn du mein Landsmann wärst wären mir deine Beiträge oberst-peinlich.

    Nichts gegen andere Meinungen (sind sogar erwünscht). Aber labere bitte keinen Scheiss.

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