Mittwoch, 21.4.2010
Kosovo-Serben nach Serbien wegweisen

Abgewiesene serbische Asylbewerber aus Kosovo können nach Serbien ausgewiesen werden. Das ist «grundsätzlich zumutbar», urteilt das Bundesverwaltungsgericht.

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerde einer jungen Serbin aus Kosovo gegen ihre Wegweisung abgewiesen. Damit stützt das Gericht einen Entscheid des Bundesamts für Migration (BFM). Das BFM hatte die junge Frau nach Serbien ausgewiesen, weil es eine Rückkehr nach Kosovo für nicht zumutbar hielt.

Zumutbare Wegweisung

Eine Wegweisung «von Serbinnen und Serben, die ihren letzten Wohnsitz im Kosovo hatten, nach Serbien ist grundsätzlich zumutbar», befand das Bundesverwaltungsgericht in einem Grundsatzentscheid. Dafür müssten aber eine Reihe von Kriterien erfüllt sein.

Wiedereingliederung ohne grosse Schwierigkeiten

Im vorliegenden Fall habe die junge Serbin eine gute Ausbildung im medizinischen Bereich und Verwandte in Serbien. Diese Faktoren sprächen für eine Wiedereingliederung ohne übermässige Schwierigkeiten.
Auch die Asylgesuche des Bruders und der Mutter der Beschwerdeführerin wurden abgelehnt. Ihre Beschwerden wurden vom Bundesverwaltungsgericht ebenfalls abgewiesen.

In Kosovo aufgewachsen

Die drei Serben waren in Kosovo aufgewachsen. Sie verliessen das Land nach dessen Unabhängigkeitserklärung 2008 und beantragten in der Schweiz Asyl. Sie fühlten sich den Feindseligkeiten der albanischstämmigen Dorfgemeinschaft ausgesetzt. (bat, sda)


Kosovo-Serben nach Serbien wegweisen | Schweizer Radio DRS

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Mit anderen Worten sie wollten nicht die Unabhängigkeit des Kosovo anerkennen und müssen jetzt nach Serbien. Nicht dass das jetzt zu einem Präzedenzfall wird.^^