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Kosovo und die Statusverhandlungen NEWS

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 15.11.2005, 15:34 Uhr · 4.928 Antworten · 156.568 Aufrufe

  1. #1021
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von TigerS
    Kosovo-Problem: Russland plädiert für Lösung auf dem Verhandlungsweg


    MOSKAU, 01. November (RIA Novosti). Russland tritt dafür ein, das Kosovo-Problem nur auf dem Verhandlungsweg beizulegen.

    Darauf verwies der russische Außenminister Sergej Lawrow vor der Presse in Moskau.

    "Wir haben uns wiederholt dafür ausgesprochen, dass die Lösung des Kosovo-Problems nur durch Verhandlungen herbeizuführen ist. Und es kann keine Rede davon sein, einer der Gegenparteien eine einseitige Entscheidung aufzuzwingen", sagte Lawrow.

    Ihm zufolge "hat eine Kontaktgruppe auf Außenministerebene im September dieses Jahres eine Erklärung angenommen, in der dieses Herangehen bekräftigt wurde. Und der Kosovo-Sonderbeauftragte, Herr Antisari, wurde damit betraut, für beide Seiten einen Vorschlag vorzubereiten und gerade mit ihrer Hilfe eine Lösung auf dem Verhandlungswege zu finden".

    "Es kommt vor allem darauf an, eine Variante zu finden, die beiden Seiten genehm wäre. Erst danach könnte es um irgendeine Resolution des UN-Sicherheitsrates gehen", sagte der russische Außenminister


    http://www.bestpreis.info/suchmaschinen/google/

    Mal gucken was daraus wird und wieviel hinter diesem Artikel steckt.

  2. #1022

    Registriert seit
    04.06.2005
    Beiträge
    7.678
    Entschuldigung aber was ist denn das für ne Quelle?

    1. Funktioniert der Link nicht

    2. Scheint es wohl eher eine Preisvergleichs-Seite zu sein

    3. Die haben absolut keine Ahnung über Politik, was jedem Laien schon auffallen sollte ist, dass die Ahtisaari falsch geschrieben haben.

  3. #1023

    Registriert seit
    26.02.2006
    Beiträge
    2.296

    Verhandlungen über Kosovo-Status "vielleicht auch 2007&

    Verhandlungen über Kosovo-Status "vielleicht auch 2007"
    Kofi Annan hält Fortsetzung der Gespräche für möglich - "Blic": Parlamentswahlen am 17. oder 23. Dezember
    Belgrad - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass die Verhandlungen über den künftigen Status der seit 1999 von der UNO (UNMIK) verwalteten südserbischen Provinz Kosovo auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Der Vorschlag zur Kosovo-Lösung müsse zur "rechten Zeit" präsentiert werden, zitierte die Belgrader Nachrichtenagentur Beta Annan am heutigen Samstag. Aus diesem Grund könnte vielleicht der angestrebte Zeitplan nicht eingehalten werden, sagte Annan. Ursprünglich wollte die internationale Gemeinschaft die Kosovo-Frage bis Ende Dezember lösen.

    Über die Problematik des Kosovo habe er kürzlich mit dem UNO-Chefverhandler Martti Ahtisaari gesprochen, sagte Annan. Beide seien der Meinung gewesen, dass die Kosovo-Frage nicht für den Wahlkampf in Serbien missbraucht werden dürfe. Ahtisaari hatte bereits Anfang Oktober erstmals angekündigt, dass die Präsentation des Vorschlags zur Lösung des Kosovo-Status verschoben werden könnte, sollten in Serbien Wahlen bis Ende des Jahres stattfinden.

    Belgrader Zeitung: Wahlen am 17. oder 23. Dezember

    Unterdessen berichtete die Belgrader Zeitung "Blic" (Samstag-Ausgabe), dass die Parlamentswahlen in Serbien am 17. oder 23. Dezember stattfinden sollen. Darauf hätten sich Vertreter der größten Parteien geeinigt. Definitiv sei, dass es nicht gleichzeitig Parlaments- und Präsidentschaftswahlen geben werde, wie dies Präsident Boris Tadic zunächst gefordert hatte, berichtete "Blic".

    Die Positionen Belgrads und Pristinas bezüglich des Kosovo-Status sind diametral entgegengesetzt. Während Pristina die sofortige Unabhängigkeit als einzig in Betracht kommende Lösung fordert, pocht Belgrad vehement auf den Verbleib der Provinz im Rahmen Serbiens. Bei den seit Februar dieses Jahres in Wien laufenden Kosovo-Verhandlungen, bei denen die brisante Status-Frage ausgeklammert wurde, konnte keine Annäherung erzielt werden. (APA)

  4. #1024
    jugo-jebe-dugo
    04.11.2006


    Verhandlungen über Kosovo-Status "vielleicht auch 2007"
    Kofi Annan hält Fortsetzung der Gespräche für möglich - "Blic": Parlamentswahlen am 17. oder 23. Dezember

    Belgrad - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass die Verhandlungen über den künftigen Status der seit 1999 von der UNO (UNMIK) verwalteten südserbischen Provinz Kosovo auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Der Vorschlag zur Kosovo-Lösung müsse zur "rechten Zeit" präsentiert werden, zitierte die Belgrader Nachrichtenagentur Beta Annan am heutigen Samstag. Aus diesem Grund könnte vielleicht der angestrebte Zeitplan nicht eingehalten werden, sagte Annan. Ursprünglich wollte die internationale Gemeinschaft die Kosovo-Frage bis Ende Dezember lösen.

    Über die Problematik des Kosovo habe er kürzlich mit dem UNO-Chefverhandler Martti Ahtisaari gesprochen, sagte Annan. Beide seien der Meinung gewesen, dass die Kosovo-Frage nicht für den Wahlkampf in Serbien missbraucht werden dürfe. Ahtisaari hatte bereits Anfang Oktober erstmals angekündigt, dass die Präsentation des Vorschlags zur Lösung des Kosovo-Status verschoben werden könnte, sollten in Serbien Wahlen bis Ende des Jahres stattfinden.

    Belgrader Zeitung: Wahlen am 17. oder 23. Dezember

    Unterdessen berichtete die Belgrader Zeitung "Blic" (Samstag-Ausgabe), dass die Parlamentswahlen in Serbien am 17. oder 23. Dezember stattfinden sollen. Darauf hätten sich Vertreter der größten Parteien geeinigt. Definitiv sei, dass es nicht gleichzeitig Parlaments- und Präsidentschaftswahlen geben werde, wie dies Präsident Boris Tadic zunächst gefordert hatte, berichtete "Blic".

    Die Positionen Belgrads und Pristinas bezüglich des Kosovo-Status sind diametral entgegengesetzt. Während Pristina die sofortige Unabhängigkeit als einzig in Betracht kommende Lösung fordert, pocht Belgrad vehement auf den Verbleib der Provinz im Rahmen Serbiens. Bei den seit Februar dieses Jahres in Wien laufenden Kosovo-Verhandlungen, bei denen die brisante Status-Frage ausgeklammert wurde, konnte keine Annäherung erzielt werden.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2647496

  5. #1025
    jugo-jebe-dugo
    "Die Unabhängigkeit allein wird das Leben im Kosovo nicht leichter machen"
    Gerald Knaus, Direktor der European Stability Initiative über die wirtschaftliche Misere im Kosovo und die Verantwortung der EU
    "Die Arbeitslosigkeit im Kosovo ist dramatisch, das soziale Netz praktisch nicht vorhanden." Gerald Knaus und sein Team legten unlängst die neueste ESI-Studie vor. In "Cutting The Lifeline" haben die Forscher von ESI zwei Dörfer im Kosovo unter die Lupe genommen, wirtschaftliche, soziale und strukturelle Voraussetzungen überprüft und nach Hintergründen der dortigen Misere gefragt.

    Im derStandard.at-Interview mit Manuela Honsig-Erlenburg berichtet Gerald Knaus von Arbeitslosigkeit, Abwanderung und patriarchalen Strukturen. Knaus warnt die EU davor, im Kosovo die "wohlwollenden Kolonialverwalter" zu spielen.


    ****

    derStandard: Die Lage im Kosovo für die Bevölkerung ist relativ trist. Kaum Jobs, hohe Arbeitslosigkeit. Ist das nur auf die aktuelle politische Lage zurückzuführen?

    Knaus: Nein. Die heutige wirtschaftliche Misere des Kosovo hat viele Väter – den jugoslawische Kommunismus, der im Kosovo besonders brutal war und kaum Entwicklung brachte, Milosevic, in dessen Ära das wenige, was der Kommunismus an Industrie aufgebaut hatte, wieder zusammenbrach, schließlich auch die Zerstörungen 1999. Nur ein Beispiel: In Lubishte, einem Dorf an der Grenze zu Mazedonien, gab es bis 1970 keinen Strom und bis 1976 keine im Winter befahrbare Straße. In der ganzen Gemeinde, in der Lubishte lag, gab es bis 1980 keinen einzigen Industriebetrieb. 1981 begann aber bereits der wirtschaftliche Zusammenbruch des Kommunismus und 1989 kam Milosevic.

    Dass heute im diesem Dorf von 842 Männern und Frauen im arbeitsfähigen Alter nur 133 irgendeine Arbeit haben, hat also eine Vorgeschichte. Ähnlich sind die Verhältnisse in weiten Teilen des Kosovo. Heute leben mehr Menschen in ländlichen Gebieten als vor 20 Jahren, und hier spitzt sich die soziale Lage besonders zu. Vor diesem Hintergrund ist auch das Scheitern der Wirtschaftspolitik der UNMIK zu sehen: Bei aller berechtigter Kritik, es war ein sehr schwieriges Erbe, das hier angetreten wurde.

    derStandard: Die Innenminister der EU-Staaten versuchen, Abwanderung aus dem Kosovo in Grenzen zu halten. Ist das ein Fehler?

    Knaus: Es ist politisch verständlich und dennoch ein Fehler. Seit Jahrzehnten hängt vor allem der ländliche Raum im Kosovo von Migration und Überweisungen ab. Heute ist dieses Rettungsseil aber gekappt. Dabei geben die EU und ihre Mitgliedstaaten sehr viel Geld für Stabilität im Kosovo aus. Schließlich gibt es auch – wenn man es denn organisiert – durchaus Bedarf für Arbeitsmigranten in verschiedenen Teilen der EU. Es geht schließlich nicht um Millionen von potentiellen Zuwanderern sondern um einige zehntausend Kosovaren. Was nicht funktionieren wird ist, eine neue Berliner Mauer rund um den Kosovo zu errichten.

    Es geht darum, politisch verträglich Wege zu finden, Arbeitsmigration aus dem Kosovo zu organisieren. Denn die Alternative ist nicht nur Instabilität im Kosovo sondern auch eine enorme Einkommensquelle für all jene, die illegale Migration von dort ermöglichen werden. Kosovo ist schließlich keine Insel sondern liegt nach dem EU Beitritt Bulgariens und Rumäniens mitten in der EU.

    derStandard.at: Sie fordern in Ihrem Bericht die EU auf, die Abschottung des Kosovo aufzuheben oder mehr Polizisten zu schicken, die „zornige, junge Männer“ unter Kontrolle hält. Wie ist das gemeint?

    Knaus: Europäische Polizisten sind schon im Kosovo und werden dort bleiben. Das ist nicht das Problem, sondern durchaus ein Beitrag zur Stabilität. Ein Problem entsteht dann, wenn sich die EU im Kosovo damit zufrieden geben würde, die Rolle einer wohlwollenden Kolonialverwaltung zu spielen: also Staatsanwälte, Richter, Polizisten zu entsenden, aber weder in die Infrastruktur noch in ländliche Entwicklung zu investieren und vor allem darauf zu drängen, dass Kosovaren den Kosovo nicht verlassen können. Der Kosovo braucht eine Entwicklungsperspektive und Hoffnung, sonst könnte sich das wiederholen, was wir 1997 in Albanien erlebten: den Zusammenbruch schwacher Institutionen. Denn die Arbeitslosigkeit ist dramatisch, das soziale Netz praktisch nicht vorhanden.

    derStandard.at: Ist nicht die Bevölkerung im Kosovo mit daran beteiligt, dass die wirtschaftliche Situation in dem Gebiet so schlecht ist?

    Knaus: Die Überlebensstrategie der kosovarischen Gesellschaft – vor dem Hintergrund eines feindseligen Staates und einer unterentwickelten Marktwirtschaft – war die Bewahrung des traditionellen balkanischen Mehrfamilienhaushaltes, einer strengen patriarchalischen Familienordnung. Diese Familienform bringt Schutz in schweren Zeiten, stellt aber heute auch ein Entwicklungshemmnis dar. Es wird wenig in die Bildung, vor allem auch von Mädchen, investiert.

    Das Prinzip, Land unter allen Brüdern in jeder Generation aufzuteilen, verstärkt die Rückständigkeit der Landwirtschaft. Trotz der jungen Bevölkerung des Kosovo haben auf dem Land junge Menschen fast keinen Einfluss auf wirtschaftliche Entscheidungen. Die große Herausforderung ist es, einen Staat aufzubauen der es auch jenen, die nicht zu einem Mehrfamilienhaushalt gehören, in schwierigen Zeiten ermöglicht zu überleben. Dazu ist Wirtschaftswachstum notwendig, und hierfür wiederum eine Qualifikationsoffensive der Bevölkerung. Das schlimmste Versagen der Regierenden in Pristina ist, das über diese Fragen aber kaum gesprochen wird.

    derStandard.at: Sie fordern die Bevölkerung im Kosovo auch auf, eine "soziale und institutionelle Revolution" zu beginnen, warum ist das nötig?

    Knaus: Kosovo hat heute die bei weitem niedrigste Erwerbstätigkeit von Frauen in Europa, auf einem Niveau mit Südostanatolien. Im ganzen Kosovo arbeiten gerade zehn Prozent der Frauen im arbeitsfähigen Alter, und das schließt die Landwirtschaft mit ein. Um ein letztes Mal auf Lubishte zu sprechen zu kommen: von einer Bevölkerung von 1,543 Menschen verdienen dort genau zwei Frauen eigenes Geld! Und nur zwei junge Frauen aus dem Dorf gehen heute auf eine Universität. Damit aber bleiben Frauen zeitlebens abhängig, und die Gesellschaft verbaut sich durch fehlende Investionen in Bildung auch eine bessere Zukunft. Hier sollte die EU ansetzen: Investitionen in Schulen, in Ausbildung, Stipendien auch für ländliche Familien, Förderung von Frauen. Und wenn es die EU nicht tut, sollten es Mitgliedsstaaten wie Österreich tun, auch im eigenen Interesse an einer Stabilisierung der Region.

    derStandard.at: Serbischstämmige KosovarInnen finden Jobs in Belgrad, für Kosovo-Albaner ist das nicht möglich?

    Knaus: Hier ist es wichtig, von unbetrittenen Tatsachen auszugehen: 1991 lebten im Kosovo laut jugoslawischer, von Belgrad nie in Frage gestellter Volkszählung 194.000 Serben. Heute sind es laut Serbischem Koordinationszentrum in Belgrad etwa 130.000. Etwa 14.300 serbische Schüler gehen heute im Kosovo in Grundschulen. Wir wissen also relativ genau, wie viele Serben, die 1991 im Kosovo gelebt haben, es heute nicht mehr tun, und wo heute Serben leben. Das Erstaunliche ist: Während fast alle Serben, die in Städten wie Pristina, Pec oder Prizren gelebt haben, geflohen sind, ist die große Mehrheit der ländlichen Serben im Kosovo auch nach 1999 in ihren Dörfern geblieben.

    Und dabei ist sicher ein wichtiger Grund die Perspektivenlosigkeit einer Migration nach Serbien. Wer als Serbe in den 90er Jahren in Pristina lebte, hatte oft eine Ausbildung, Kontakte und konnte in Serbien eine neue Existenz beginnen. Wer aber von seinen zwei Hektar Land im Südostkosovo abhängt, der überlegt sehr genau, ob eine Abwanderung nicht den sozialen Tod bedeutet. Und wenn die Perspektive für Serben schon so schlecht ist, ist sie für Albaner nicht viel attraktiver.

    derStandard.at: Leidet das Kosovo unter Stillstand durch Isolation?

    Knaus: Vieles, was wir heute im Kosovo als rückständig erleben, gab es vor zwei Generationen auch in anderen Teilen des Balkan, auch in Italien oder im ländlichen Österreich. Auch mein Vorarlberger Großvater, der auf einer Alm aufwuchs, beendete gerade einmal die Pflichtschule und wuchs in einem Raum mit vielen Geschwistern auf. Ebenso wäre es ein Irrtum zu glauben, dass sich im Kosovo Dinge nicht auch ändern können. In Pristina, auch in der Diaspora in Europa, leben heute gut ausgebildete Kosovaren, junge Männer und Frauen, die sich sofort in jedem Land der EU zurechtfinden würden. Das Entwicklungsgefälle zwischen Kosovo und dem übrigen Europa ist in den letzten Jahrzehnten gewachsen. Diesen Trend umzukehren ist die wirkliche Herausforderung vor der ein unabhängiges Kosovo stehen wird.

    derStandard.at: Fühlt sich Serbien für die Entwicklungen im Kosovo nicht zuständig?

    Knaus: Nein. Das kann man Serbien auch nicht verübeln, schließlich gibt es – gerade auch in Süd- und Ostserbien – genug andere Probleme mit rückständigen Gebieten. Es gibt in Serbien allerdings wenige, die aus dem allgemeinen Desinteresse für die Probleme der Menschen im Kosovo die Konsequenz ziehen und anerkennen, dass der Kosovo einen eigenen Weg verfolgen sollte und ohnehin nur durch eigene Anstrengungen auf die Beine kommen kann.

    derStandard.at: Könnte eine Unabhängigkeit des Kosovo Ihrer Meinung nach etwas ändern?

    Knaus: Es ist sehr wichtig, dass endlich Klarheit besteht, wer denn nun im Kosovo wofür verantwortlich ist. Es ist ebenso wichtig, dass die fehlende Statuslösung nicht mehr als Entschuldigung für jedes Versagen der Regierenden in Pristina herhalten kann. Es ist aber auch wichtig, keine Illusionen zu haben: Die Unabhängigkeit alleine wird das Leben der Kosovaren kurzfristig nicht leichter machen. So wird am Tag der Unabhängigkeit Kosovo auch einen Teil der alten jugoslawischen Staatsschulden übernehmen. Auch den Rückzug der UNMIK wird die Wirtschaft sofort spüren. Es ist also durchaus möglich, dass sich die wirtschaftliche Lage in den nächsten zwei Jahren weiter verschlechtert. Darauf müssen verantwortungsvolle Politiker die Bevölkerung des Kosovo schon heute vorbereiten, sonst riskieren sie eine enorme Enttäuschung.

    derStandard.at: Wie wird die westliche Politik im Kosovo rezipiert?

    Knaus: Den meisten Menschen im Kosovo ist bewusst, dass man die USA und die EU noch sehr lange zur Unterstützung brauchen wird. Hier haben Europa und vor allem die USA einen Vertrauensvorschuss. Bei aller Sorge, dass es in letzter Minute noch einmal zu Verzögerungen bei der Statusfrage kommen könnte, überwiegt doch die Hoffnung, dass es nicht mehr lange dauern wird bis sich die Dinge im Kosovo zum besseren wenden.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2643126

  6. #1026
    Avatar von Jesus

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    46
    Es war so klar das die Albanerkacke wieder am Schuh der EU hängen bleiben soll. Als ob die EU unendliche Geldbeträge besitzt. Die Albaner sind nicht in der Lage ihr gestohlenes Land aufzubaun und die EU soll wieder mal Zahlen. Wendet euch doch zu euren Freunden nach Washington ihr dummen Bettler.

  7. #1027

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    691
    Zitat Zitat von Jesus
    Es war so klar das die Albanerkacke wieder am Schuh der EU hängen bleiben soll. Als ob die EU unendliche Geldbeträge besitzt. Die Albaner sind nicht in der Lage ihr gestohlenes Land aufzubaun und die EU soll wieder mal Zahlen. Wendet euch doch zu euren Freunden nach Washington ihr dummen Bettler.

  8. #1028
    jugo-jebe-dugo
    09.11.2006


    Pristina will einseitig Unabhängigkeit des Kosovo verkünden
    Sollte UNO-Sicherheitsrat Loslösung von Serbien nicht anerkennen

    Belgrad/Pristina - Das Verhandlerteam Pristinas für den künftigen Status der von der UNO verwalteten serbischen Provinz Kosovo hat eine einseitige Unabhängigkeitserklärung durch das Kosovo-Parlament in Aussicht gestellt, sollte die Unabhängigkeit der Provinz nicht vom UNO-Sicherheitsrat anerkannt werden. Mitglieder des Verhandlerteams erläuterten am Mittwochabend gegenüber dem kosovarischen TV-Sender RTK den Inhalt eines "Plan B" für den Kosovo, der eine einseitige Unabhängigkeitserklärung vorsieht.

    Nach Angaben von Veton Surroi, der ein Mitglied des Verhandlerteams ist, würde eine Unabhängigkeitserklärung vom Verhandlerteam verfasst, von seinem Präsidium unterzeichnet und dem Parlament zugestellt werden. Auf einer feierlichen Parlamentssitzung würde danach die Unabhängigkeit des Kosovo verkündet. Die ersten internationalen Anerkennungen würden schon am Abend desselben Tages erfolgen, wurde Surroi von der serbische Presseagentur Tanjug zitiert.

    "Historische Argumente"

    Mitglieder des Verhandlerteams haben nicht präzisiert, wann genau eine solche Erklärung vom Parlament angenommen werden könnte. Sie bekundeten jedoch ihre Erwartungen, dass der Kosovo "heuer oder im kommenden Jahr" ein unabhängiger Staat sein werde. Für eine Unabhängigkeit des Kosovo würden "historische Argumente, die Ungerechtigkeiten, die dem kosovo-albanischen Volk widerfahren" seien, sowie "demographische, völkerrechtliche und praktische Argumente" sprechen, sagte Regierungschef Agim Ceku.

    Der UNO-Chefverhandler für den Kosovo, Martti Ahtisaari, ist derzeit mit der Erarbeitung eines Lösungsvorschlags für den Kosovo befasst, der laut Medien auf eine vorübergehend beschränkte Unabhängigkeit der Provinz hinauslaufen soll. Belgrad ist um den Verbleib des Kosovo innerhalb der Staatsgrenzen Serbiens bemüht. Vom serbischen Parlament wurde am Mittwoch eine neue Verfassung verkündet, in der der Kosovo als Bestandteil Serbiens mit substanzieller Autonomie definiert wird.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2653034


    Welche historischen Argumente? Die der türkischen Zwangsansiedler aus Albanien? Schon witzig dieser Kerl,sein Volk lebt gerade mal 500 Jahre im Kosovo und er redet was von historischen Argumenten.

  9. #1029
    Avatar von skenderbegi

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    11.090
    Zitat Zitat von Sumadinac
    09.11.2006


    Pristina will einseitig Unabhängigkeit des Kosovo verkünden
    Sollte UNO-Sicherheitsrat Loslösung von Serbien nicht anerkennen

    Belgrad/Pristina - Das Verhandlerteam Pristinas für den künftigen Status der von der UNO verwalteten serbischen Provinz Kosovo hat eine einseitige Unabhängigkeitserklärung durch das Kosovo-Parlament in Aussicht gestellt, sollte die Unabhängigkeit der Provinz nicht vom UNO-Sicherheitsrat anerkannt werden. Mitglieder des Verhandlerteams erläuterten am Mittwochabend gegenüber dem kosovarischen TV-Sender RTK den Inhalt eines "Plan B" für den Kosovo, der eine einseitige Unabhängigkeitserklärung vorsieht.

    Nach Angaben von Veton Surroi, der ein Mitglied des Verhandlerteams ist, würde eine Unabhängigkeitserklärung vom Verhandlerteam verfasst, von seinem Präsidium unterzeichnet und dem Parlament zugestellt werden. Auf einer feierlichen Parlamentssitzung würde danach die Unabhängigkeit des Kosovo verkündet. Die ersten internationalen Anerkennungen würden schon am Abend desselben Tages erfolgen, wurde Surroi von der serbische Presseagentur Tanjug zitiert.

    "Historische Argumente"

    Mitglieder des Verhandlerteams haben nicht präzisiert, wann genau eine solche Erklärung vom Parlament angenommen werden könnte. Sie bekundeten jedoch ihre Erwartungen, dass der Kosovo "heuer oder im kommenden Jahr" ein unabhängiger Staat sein werde. Für eine Unabhängigkeit des Kosovo würden "historische Argumente, die Ungerechtigkeiten, die dem kosovo-albanischen Volk widerfahren" seien, sowie "demographische, völkerrechtliche und praktische Argumente" sprechen, sagte Regierungschef Agim Ceku.

    Der UNO-Chefverhandler für den Kosovo, Martti Ahtisaari, ist derzeit mit der Erarbeitung eines Lösungsvorschlags für den Kosovo befasst, der laut Medien auf eine vorübergehend beschränkte Unabhängigkeit der Provinz hinauslaufen soll. Belgrad ist um den Verbleib des Kosovo innerhalb der Staatsgrenzen Serbiens bemüht. Vom serbischen Parlament wurde am Mittwoch eine neue Verfassung verkündet, in der der Kosovo als Bestandteil Serbiens mit substanzieller Autonomie definiert wird.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2653034


    Welche historischen Argumente? Die der türkischen Zwangsansiedler aus Albanien? Schon witzig dieser Kerl,sein Volk lebt gerade mal 500 Jahre im Kosovo und er redet was von historischen Argumenten.
    hatte dich ehrlich gesagt nicht so nationalistisch eingestuft sumadinac.

    aber ja bist nicht der erste der mich enttäuscht und wirst wahrscheinlich nicht der letzte bleiben.......

    hier paar ausschnitte aus einem buch :
    von svein monnesland:AUS DEM BUCH LAND OHNE WIDERKEHR

    die geschichte der albaner in der frühzeit ist weitgehend ungeklärt.
    die sprache gleicht keiner anderen im heutigen europa, und es wird angenommen ,dass sie von einem VOLK abstammen ,dass den balkan in der antike besiedelte.

    bevor dei römer den balkan eroberten,bewohnten drei grosse VÖLKER diese gebiete,den westen die ILLYRER, den osten THRAKER und den süden die GRIECHEN.
    nach langen kämpfen gelang es den römern 168 v.CHR. die eroberung des illyrischen reiches.
    über die ILLYRER wissen wir nur wenig, ausser das sie ein zweig der indogermanischen sprachfamilie angehörten.

    das die serbische wissenschaft ist von der these der albaner nicht begeistert das diese die NACHKOMMEN sind.
    da sich das illyrische ZENTRUM nordwestlich des balkans befand ,stammen die albaner wahrscheinlich von den dardanen,einem illyrischem STAMM ab, dass wiederum diese dazu verleitet sich als nachfahren der ILLYRER zu bezeichnen.
    die gebiete dardanien umfassten die heutigen gebiete SÜDSERBIENS,DES KOSOVA UND NORDMAKEDONIOENS MIT DEN STÄDTEN NAISSUS(NIS) UND SCUPI (SKOPJE).
    in diesen gebieten kamen die vorväter der albaner in nahen kontakt mit den romanischen stämmen der WALACHEN, woraus sich möglicherweise die gemeinsame züge des albanischen und erklären lassen.

    die einwanderung slawischer stämme im 6. und 7. jahrhundert in die gebiete des balkans dedeuteten auch eine einschränkung der romanischen dominanz.

    diese gelang die besiedelung der fruchbaren gebiete des flachlandes ,während die albanische und romanische bevölkerung in die berge VERTRIEBEN wurden.

    so führten diese ein ein nomadenleben in den bergen.....

    dann hörte man über 500 jahre nichts von den albaner.es ist anzunehmen das diese sich in die unwegsame bergland im inneren albaniens bewohnten.

    vom 9. bis 11. jahrhundert waren die albaner ein teil des bulgarischen reiches ,die französische dynastie ANJOU versuchte dann ,das gebiet zu erobern ,ehe dies 1286 dem serbischen druck weichen musste und zum rückzug trat.

    im 13. und 14. jahrhundert wurden die albaner unterdrückt unter dem nemanjidensreichs und als untertanen gesehen.
    das serbische pateriarchat wurde in peja (pec) aufgebaut wo auch die kloster von gracanica und decani entstanden.
    das gesetzbuch des kaisers dusan enthält eigens für die albaner verfasste paragraphen.

    mit dem eindringen der osmanen bebeutete auch der untergang des serbischen reiches.
    was allerdings nicht daran hinderte das die albanischen stammesfürsten seite an seite mit dem serbischen könig lazar bei der schlacht auf dem amselfeld teilnahmen.
    diese niederlage hatte auch für die albaner folgen sie mussten abermals wieder ins hochland zurück ziehen.

    dort dentwickelten sie ein feudalsystem,dessen stammesoberhäupter eine art feudaladel bildeten.
    durch die schnelle eroberung der türken begann die allianz immer mehr zu bröckeln und einige traten in den vasallendienst der türken bei.....

    doch einige versuchten weiter den widerstand aus dem hochland zu organisieren und wiederstand zu leisten.

    so war es der fürst gjon kastrioti dem herren der grafschaft mat die führung dieses aufstandes übergeben.
    doch dieser musste zubeginn seinen sohn gjergj kastrioti als geisel in die türkische gefangenschaft schicken wo dieser nach den osmanischen regeln erzogen wurde....

    doch in der schlacht von 1443 in nis gelang ihm die flucht ,und kehrte in seine ursprüngliche heimat zurück .
    von nun begann er die feudalherrn zu vereinen und eine feldzug gegen die türken zu starten.
    über 20 jahre lang gelang es ihm von seiner festung in kruja aus gegen die türken zu kämpfen.
    darum ist dieser durch seinen heldenmut zu einer sympbolfigur der albaner geworden die ihn zum albanischen NATIONALHELDEN macht.

    schön deine augen und ohren offen halten ....

  10. #1030

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    demnach ist alles bis nish albanisch besetztes land...

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