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Kosovo und die Statusverhandlungen NEWS

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 15.11.2005, 15:34 Uhr · 4.928 Antworten · 156.399 Aufrufe

  1. #171
    jugo-jebe-dugo
    21.01.2006

    Wiener Kosovo-Gespräche verschoben
    Gespräche sollen nun Anfang Februar stattfinden

    Pristina - Der Präsident des Kosovo, Ibrahim Rugova, ist im Alter von 61 Jahren einem Lungenkrebs-Leiden erlegen. Rugova starb nach monatelangem Kampf gegen die Krankheit in seiner Villa bei Pristina, hieß es am Samstag. Am Mittwoch wollten Vertreter Serbiens und des Kosovo unter UNO-Vermittlung in Wien über den künftigen Status der Provinz verhandeln. Die Gespräche sollen nun Anfang Februar stattfinden.


    Staatstrauer

    Rugovas Erkrankung war im September bekannt geworden. Der Gesundheitszustand des Präsidenten hatte sich in den vergangenen Wochen verschlechtert. Nach den Bestimmungen der Kosovo-Verfassung wird Parlamentspräsident Daci interimistisch die Funktionen des Präsidenten bis zur Wahl eines Nachfolgers ausüben. Die Regierung in Pristina ordnete eine zweitägige Staatstrauer an.


    "Vater der Nation"

    Rugova war ein Verfechter der Unabhängigkeit des Kosovo, setzte sich jedoch für eine friedliche Lösung des Konflikts mit Serbien ein. Der stets mit Seidenschal auftretende Politiker galt bei den Kosovo-Albanern als "Vater der Nation".

    Nach dem Tod von Rugova ist der für Mittwoch geplante Beginn der ersten Direktgespräche zwischen Belgrad und Pristina im Rahmen der Verhandlungen über den künftigen Status der südserbischen Provinz verschoben worden. Dies teilte eine Sprecherin des in Wien ansässigen Teams von UNO-Chefverhandlers Martti Ahtisaari am Samstag mit. Die Gespräche sollen nun Anfang Februar beginnen.

    Österreichs Bundeskanzler Schüssel nahm die Nachricht vom Ableben des Kosovo-Präsidenten mit Betroffenheit zur Kenntnis. Österreich werde "weiter alle Anstrengungen, Stabilität und dauerhaften Frieden im Kosovo zu erreichen, nach Kräften unterstützen", sagte der Kanzler. Außenministerin Plassnik meinte, Ruguva habe sich während seiner "außergewöhnlichen politischen Laufbahn" unermüdlich für die Interessen des Kosovo eingesetzt.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2313657

  2. #172
    jugo-jebe-dugo
    21.01.2006

    Plassnik: "Außergewöhnliche politische Laufbahn"
    "Unbeirrbar zum Prinzip der Gewaltfreiheit bekannt"
    Wien - Außenministerin Ursula Plassnik hat sich vom Tod des Kosovo-Präsidenten Ibrahim Rugova betroffen gezeigt. "Im Namen der Präsidentschaft der Europäischen Union und in meinem eigenen Namen möchte ich mein tiefes Beileid seiner Familie, den provisorischen Selbstverwaltungsstrukturen des Kosovo und den Menschen des Kosovo zum Ausdruck bringen", sagte Plassnik laut einer Aussendung am Samstag.

    Während seiner "außergewöhnlichen politischen Laufbahn" habe sich Rugova unermüdlich für die Interessen des Kosovo eingesetzt. "Aus fester Überzeugung hat er sich unbeirrbar zum Prinzip der Gewaltfreiheit bekannt und sich beharrlich für den politischen Dialog eingesetzt. Es war ihm nicht vergönnt, seinen politischen Weg zu Ende zu gehen", sagte Plassnik.

    Die Außenministerin rief Pristina und Belgrad auf, im Rahmen der Verhandlungen den künftigen Status des Kosovo "sein politisches Vermächtnis zu bewahren und gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten, die Frieden, Wohlstand, Sicherheit und bleibende Stabilität für den Kosovo und all seine Bewohner gewährleistet".

    http://derstandard.at/?url=/?id=2313597

  3. #173
    jugo-jebe-dugo
    21.01.2006

    Dringlichkeitssitzung der Regierung in Pristina
    Zweitägige Staatstrauer angeordnet

    Belgrad - In Pristina ist um 15.00 Uhr die Regierung des Kosovo zu einer Dringlichkeitssitzung nach dem Tod des Provinz-Präsidenten Ibrahim Rugova zusammen gekommen. Für 15.30 Uhr wurde auch eine Sitzung des Parlamentspräsidiums einberufen, meldeten Belgrader Medien. Als amtierender Provinz-Präsident soll zunächst der Parlamentspräsident und Parteifreund Rugovas, Nexhat Daci, als Präsident fungieren. Die Regierung in Pristina ordnete unterdessen eine zweitägige Staatstrauer an.

    Rugova starb am Samstag um 11.40 Uhr im Kreise seiner Familie, teilte sein Sprecher mit. Gleich danach wurde in Pristina ein Treffen des UNO-Missionschefs Sören Jessen-Petersen mit politischen Führern in der Provinz abgehalten.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2313651

  4. #174
    jugo-jebe-dugo
    21.01.2006

    Hintergrund: Viele Serben bedauern den Tod des Kosovo-Präsidenten
    "Wir hatten Djindjic, ihr Rugova" - "Großer Verlust für den Kosovo und das albanische Volk"

    Belgrad/Wien - Der Tod von Ibrahim Rugova lässt die meist offen zur Schau getragene Feindschaft zwischen Serben und Albanern - zumindest für eine kurze Zeit - vergessen. Viele Serben fühlen mit den Kosovo-Albanern nach dem Tod ihres Präsidenten mit. "Ich möchte allen Albanern mein aufrichtiges Beileid übermitteln. Es ist ein großer Verlust für den Kosovo. Möge er in Frieden ruhen", lautet einer der vielen Kommentare in den gut besuchten Internet-Foren in Belgrader Medien.

    "Er war ohne Zweifel einer der größten Politiker in dieser Region, und das ist ein großer Verlust für das albanische Volk", schreibt etwa Dragan in einem Posting für den Sender "B-92". Viele Kommentare beziehen sich auf die Tatsache, dass Rugova seine politischen Ziele stets mit gewaltlosen Mitteln zu erreichen versuchte.

    Ein Gast zieht in dieser Hinsicht eine Parallele zu dem im März 2003 ermordeten serbischen Premier Zoran Djindjic: "Wir haben Djindjic verloren, ihr jetzt Rugova. Beide wussten, was zu tun ist. Ich hoffe, dass einmal Personen auf der politischen Szene auftauchen, die ihnen ähnlich sind."

    Auch etliche Kosovo-Albaner schalten Postings. "Ein großes DANKE an alle Serben, die uns Albanern für den Verlust des uns sehr lieben Präsidenten ihr Beileid ausdrücken", schreibt etwa Enver.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2313737

  5. #175
    jugo-jebe-dugo
    21.01.2006

    Kosovo-Serben erwarten keine ernsthafte Destabilisierung
    Oliver Ivanovic: Serben müssen vorsichtig vorgehen

    Belgrad - Politiker der Kosovo-Serben erwarten nach dem Tod des Provinz-Präsidenten Ibrahim Rugova keine ernsthafte Destabilisierung in der Region. Die Wahl des künftigen Präsidenten müsse nicht unbedingt zu politischen Erschütterungen führen, sagte etwa der Vorsitzende der "Serbischen Liste für Kosovo und Metohija", Oliver Ivanovic. Ein wesentlich größeres Problem werde die Suche nach einem Führer in der Demokratischen Liga des Kosovo (LDK), der Partei Rugovas, sein, fügte Ivanovic gegenüber Belgrader Medien hinzu.

    Nach Ansicht von Ivanovic müssten die Serben auf jeden Fall "sehr vorsichtig" vorgehen. Es könnte zu politischen Spannungen unter verschiedenen albanischen politischen Strömungen kommen. Serben könnten dann in weiterer Folge zu "kollateralen Schäden" werden, meinte Ivanovic.

    Milan Ivanovic, der Chef des Serbischen Nationalrates, der führenden Vereinigung der Kosovo-Serben, erwartet keine Destabilisierung der Verhältnisse im Kosovo. Die Staatengemeinschaft und die Albaner-Führer haben sich seiner Meinung nach auf den Tod Rugovas bereits vorbereitet. Der Nachfolger sei offensichtlich schon ausgewählt, meinte er im Hinblick auf die Ankündigungen, dass das Verhandlungsteam Pristinas bei den ersten Direktgesprächen mit Belgrad in Wien Anfang Februar vom Führer der Demokratischen Partei, Hashim Thaci, geleitet werden soll.

    Kosovo habe einen Mann "mit riesigem Ansehen und enormer Beachtung" unter Kosovo-Albanern verloren, meldeten elektronische Medien in Pristina. Sein Abgang von der politischen Szene im "entscheidendsten Augenblick" für den Kosovo werde die Position der Kosovo-Albaner nicht nur in den Verhandlungen über den künftigen Status der Provinz, sondern auch in den Beziehungen zu der Staatengemeinschaft schwächen, da es bekannt sei, dass der Kosovo-Präsident sehr gute Beziehungen mit der Staatengemeinschaft, vor allem den USA, gepflegt habe, hieß es in Medienberichten.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2313656

  6. #176

    Registriert seit
    18.07.2004
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    9.182
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  7. #177
    jugo-jebe-dugo
    22.01.2006

    Monsieur Ibrahims Erbe
    Rugova vermochte etwas, was unter den politischen Eliten des Kosovo nun kaum mehr zu finden ist: die Fähigkeit, Konsens zu stiften - Von Adelheid Wölfl

    "Ich hoffe, dass es auf eine realistischere Weise beendet wird und dass es einen freien Kosovo für alle Bürger geben wird", sagte Ibrahim Rugova Mitte der 90er-Jahre zur Klärung des völkerrechtlichen Status der Provinz. Kurz bevor es nun in den Kosovo-Verhandlungen notwendig gewesen wäre, realistisch zu werden, ist der Verhandlungsleiter der Kosovo-Albaner, Präsident Rugova, gestorben. Jener kontemplativ wirkende Mann, der etwas vermochte, was unter den politischen Eliten des Kosovo nun kaum mehr zu finden ist: die Fähigkeit, Konsens zu stiften und das Machbare zu verfolgen. Der Mann mit dem Seidenschal hätte die Unterschrift unter einen Kompromiss mit Belgrad setzen können, ohne dass die Radikalen im Kosovo den Aufstand gewagt hätten.

    Rugova hat ein Machtvakuum hinterlassen, das gefährlich werden könnte. Nicht nur für seine Partei, die Demokratische Liga des Kosovo, LDK, wo die Flügelkämpfe bereits im Gange sind. Er hatte für die Status-Gespräche Orientierung und Selbstbewusstsein nach innen und Verlässlichkeit nach außen vermittelt. Das fehlt nun. Eine verunsicherte Truppe wird nach Wien reisen. Auch ohne den Tod Rugovas war die Ausgangsposition für die Verhandlungen schon heikel genug. Weder die serbische noch die albanische Delegation haben ihre Positionspapiere bislang geschickt. Bis zuletzt konnten sich die Kosovo-Albaner nicht einmal darauf einigen, wen sie entsenden wollen.

    Ohne Rugova wird es schwieriger zu verklickern sein, dass eine "bedingte Unabhängigkeit" mit großzügigen Rechten für die Kosovo-Serben das Beste ist, was für die Kosovo-Albaner herauszuholen ist. Der frankophile Rugova hat keine handlungsfähigen politischen Erben hinterlassen, wohl aber eine Botschaft: "Auch morgen müssen wir mit den Serben leben, mit ihnen Handel treiben und auch Kontakte von Mensch zu Mensch pflegen." Daran sollte man sich in Prishtina erinnern.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2314191

  8. #178
    jugo-jebe-dugo
    22.01.2006

    Ramush Haradinaj darf am Begräbnis Rugovas teilnehmen
    Mit Genehmigung des UNO-Tribunals

    Belgrad/Pristina - Der frühere Ministerpräsident des Kosovo Ramush Haradinaj, der vom UNO-Tribunal wegen Kriegsverbrechen in Ex-Jugoslawien angeklagt ist, wird am Donnerstag am Begräbnis des Präsidenten des Kosovo Ibrahim Rugova teilnehmen dürfen. Haradinaj, der im Vorjahr angeklagt wurde und sich bis zum Prozessbeginn in Freiheit befindet, hat die Genehmigung dazu vom UNO-Tribunal bekommen.

    Dem einstigen Regierungschef des Kosovo werden als früherem Befehlshaber der albanischen "Befreiungsarmee des Kosovo" UCK Kriegsverbrechen im Westkosovo in den Jahren 1998/99 angelastet.

    Zur Teilnahme am Regierungsausschuss für die Vorbereitung des Begräbnisses wurden seitens der Behörden auch höchste kirchliche Würdenträger in die Provinz eingeladen. Der Bischof von Raska und Prizren, Wladika Artemije, erklärte Belgrader Medien gegenüber, dass er wegen anderer Termine daran aber nicht teilnehmen könne.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2314363

  9. #179
    jugo-jebe-dugo
    22.01.2006

    Kampf um Rugovas Vermächtnis
    Nach Tod des Kosovo-Präsidenten wird nach neuem Verhandlungsleiter für Gespräche in Wien gesucht

    Von Andrej Ivanji


    Der Machtkampf könnte die Position der Kosovo-Albaner schwächen.

    Belgrad/Prishtina - Trauer und Sorge herrschen im Kosovo nach dem Tod von Präsident Ibrahim Rugova. Während die Kosovo-Albaner dem "Vater der Nation" nachtrauern, Beileidstelegramme aus aller Welt ankommen und das Parlament eine fünftägige Staatstrauer anordnete, kamen in Prishtina die Führer albanischer Regierungsparteien mit Vertretern der UN-Verwaltung und der Nato zu einer Krisensitzung zusammen.

    Der Tod Rugovas, der für eine friedliche Lösung und einen multiethnischen Kosovo stand, könnte die Position Prishtinas bei den Verhandlungen über den zukünftigen Status der Provinz schwächen. Die erste, für Mittwoch in Wien geplante, Gesprächsrunde mit Serbien wurde auf Anfang Februar verschoben. Zunächst muss man sich auf einen neuen Chef des Verhandlungsteams einigen, ein Prozess, der länger dauern und den die gegenseitige Animosität unter albanischen Politikern blockieren könnte. Neben einem Vertreter von Rugovas Demokratischer Allianz LDK ist einer der Kandidaten der ehemalige U¸CK-Kommandant, Hashim Thaci, der Rugova den "gewaltlosen Widerstand" gegen Belgrad vorgeworfen und den bewaffneten Aufstand der Kosovo-Albaner angeführt hatte.


    Annan: "einig bleiben"

    UN-Generalsekretär Kofi Annan appellierte an alle politischen Kräfte im Kosovo, "einig zu bleiben" und mit dem UN-Sondergesandten, Martti Ahtisaari, "zusammenzuarbeiten". Ahtisaari selbst äußerte die "Hoffnung", dass die Situation "ruhig" bleiben und die Verfassung "respektiert" werden sollte.

    Der Machtkampf um das politische Erbe Rugovas steht bevor. Vorübergehend übt Parlamentspräsident, Nexhat Dhaci, das Amt des Präsidenten aus. Wichtig wird sein, wer die Führung in Rugovas Demokratischer Allianz (LDK) übernehmen wird. Ein Kandidat ist Dhaci selbst, dem die OSZE mehrmals "Missachtung der Gesetze" vorgeworfen hatte. Auf der anderen Seite steht der junge Minister für lokale Selbstverwaltung, Lutfi Haziri, den die UNO gerne an der Spitze der LDK sehen würde.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2314180

  10. #180
    jugo-jebe-dugo
    23.01.2006

    Bombe auf Haus eines Serben im Kosovo
    Keine Verletzten - Beta: Bereits vierter Anschlag auf Todorovic

    Pristina/Wien - Auf das Haus eines Serben im Kosovo ist in der Nacht auf Montag ein Bombenanschlag verübt worden. Verletzt wurde niemand, doch sei beträchtlicher Schaden entstanden, berichtete die Belgrader Nachrichtenagentur Beta. Demnach handelte es sich bereits um den vierten Anschlag auf Slobodan Todorovic in den vergangenen Jahren.


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    Der Anschlag ereignete sich im Dorf Cernica in der Nähe von Gnjilane. Polizeiliche Ermittlungen seien nach dem neuesten Anschlag noch nicht erfolgt. Im Dorf Cernica leben noch etwa 200 Serben.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2315076


    Terroristenpack,wie lange noch :?: :?: :?: :?:

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