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Kosovo und die Statusverhandlungen NEWS

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 15.11.2005, 15:34 Uhr · 4.928 Antworten · 156.581 Aufrufe

  1. #1881

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    Zitat Zitat von Legija
    Zitat Zitat von Balkan_Hass
    Macht euch nicht über meine Uhr lustig. Dafür mussten Serben und Kroaten 75 Stunden zum Hungerlohn arbeiten. Habt ein wenig Respekt vor den Slawen.

    wir reden über deinen aldi chronographen und du ziehst nationen mit rein......hallo ein bissel mehr respekt
    Naja, niemand hat gezwungen Aldi auf die Uhr zu schreiben dass sie in Ex-Yugoslavien, unter Menschen verachteten Bedingungen gebaut wurde.

  2. #1882
    Avatar von skenderbegi

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    http://www.tagesschau.de/audio/0,,OI...l_NAV_,00.html


    hier der bericht von der ard.....

  3. #1883
    Avatar von skenderbegi

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    hier der kommentar des schweizer fernsehen:

    http://www.sf.tv/sf1/tagesschau/inde...docId=20070126

  4. #1884

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    Ich weiss ja net was du damit willst aber bisher ist Stillschweigen vereinbart!!!
    Daher, alles was dort im sogennanten "Athisari" Vorschlag gennant wird ist reine Spekulation.

    Und wen jucken unruhen? Wir ziehen jetzt los, mit ganz großen AK´s....

  5. #1885
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von LaLa
    Ich weiss ja net was du damit willst aber bisher ist Stillschweigen vereinbart!!!
    Daher, alles was dort im sogennanten "Athisari" Vorschlag gennant wird ist reine Spekulation.

    Und wen jucken unruhen? Wir ziehen jetzt los, mit ganz großen AK´s....
    geanu darum berichtet die ganze welt nur in serbien oder du ticken die uhren wohl anders,,,,

    es ist doch so um so einsichtiger jetzt man sich gibt um so einfacher ist dann die realität......

    aber ehrlich gesagt ist dies nicht mein problem sondern derjenigen die es nicht wollen einsehen.
    so dann jault nur weiter ihr wölfe. :wink:

    UNO-Vermittler Ahtisaari legt Kosovo-Plan vor

    Wien/Brüssel/Belgrad. SDA/baz. Der finnische UNO- Sondergesandte Martti Ahtisaari hat den Vertretern der Kosovo- Kontaktgruppe am Freitag seinen Plan für die Zukunft der serbischen Provinz vorgestellt. Der Inhalt ist noch geheim.

    Über die Einzelheiten wollten weder Ahtisaari noch seine Sprecherin Hua Jiang Angaben machen. Hua sagte lediglich, nach der Präsentation habe es noch «eine sehr kurze Diskussion über den weiteren Weg» gegeben. Frankreichs Aussenminister Philippe Douste- Blazy sagte, der Plan weise «in die richtige Richtung».

    Nach seinen Angaben war die Kontaktgruppe mit den Vorschlägen Ahtisaaris «im Ganzen» einverstanden. Ihr gehören neben Frankreich Deutschland, Grossbritannien, Italien, Russland und die USA an.

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    Russland skeptisch

    Die Regierung in Moskau soll allerdings gemäss Diplomaten «sehr skeptisch» auf den Vorschlag reagiert haben. Sie habe demnach einen Aufschub der Entscheidung gefordert. Sie wolle bis zur Bildung einer neuen Regierung in Serbien warten.

    Am 2. Februar werde Ahtisaari seinen Plan in Pristina und Belgrad erläutern, sagte seine Sprecherin weiter. Danach wolle er beide Seiten zu weiteren Verhandlungen verpflichten.

    Erst danach solle ein endgültiger Vorschlag dem UNO- Sicherheitsrat vorgelegt werden. Das Gremium könne voraussichtlich im April mit den Beratungen beginnen. Russland hat ein Veto-Recht.

    In Belgrad sagte der serbische Ministerpräsident Vojislav Kostunica, er werde Ahtisaari am 2. Februar nicht empfangen. Nach der Parlamentswahl vom Sonntag falle dies nicht mehr in die Zuständigkeit der scheidenden Regierung, meldete die Nachrichtenagentur Tanjug. Die serbische Präsidentschaft erklärte dagegen, Staatschef Boris Tadic werde Ahtisaari empfangen.

    Zivile und militärische Präsenz

    Ahtisaari hatte am Mittwoch bereits die wichtigsten Punkte seines Vorschlages angedeutet. Im Zentrum sollte demnach der «Schutz der Minderheitenrechte, insbesondere der Kosovo-Serben» stehen.

    Zudem sehe sein Vorschlag eine starke internationale zivile und militärische Präsenz vor. Die Provinz solle von Serbien autonom sein, aber von einem internationalen zivilen Beauftragten beaufsichtigt werden.

    Petritsch: Eingeschränkte Unabhängigkeit

    Der ehemalige EU-Sonderbeauftragte für das Kosovo, Wolfgang Petritsch, deutete an, dass der Plan eine eingeschränkte Unabhängigkeit für die Provinz vorsehe.

    Der Lösungsvorschlag werde «wohl einen Prozess in Bewegung setzen, der letzten Endes über einen längeren Zeitraum zur Souveränität und Unabhängigkeit des Kosovos führen wird», sagte Petritsch der Nachrichtenagentur APA.

    KFOR bleibt

    Auch die Aussenminister der NATO besprachen in Brüssel das Thema. Dabei sei es um die Frage gegangen, wie die Vorschläge Ahtisaaris auf der Sicherheitsebene umgesetzt werden könnten, sagte NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer. Die NATO-geführte Kosovo-Friedenstruppe KFOR solle aufrecht erhalten werden.

    Eigentlich wollte Ahtisaari seinen Vorschlag bereits im Dezember vorstellen, der Termin wurde aufgrund der Parlamentswahlen in Serbien am 21. Januar allerdings verschoben. Das Kosovo steht seit dem Krieg der NATO gegen Serbien 1999 unter UNO-Verwaltung.

  6. #1886

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    Alter schwede. Du leidest an Intelliegenzmangel. Selbst in deinen Quellen steht:
    Der Inhalt ist noch geheim.

  7. #1887
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von LaLa
    Alter schwede. Du leidest an Intelliegenzmangel. Selbst in deinen Quellen steht:
    Der Inhalt ist noch geheim.
    http://www.diepresse.com/Artikel.asp...rt=a&id=613915


    Kosovo:
    Russland legt sich quer

    VON HELMAR DUMBS (Die Presse) 27.01.2007

    Künftiger Status. UNO schlägt Gerüchten zufolge "überwachte Unabhängigkeit" vor.



    WIEN/BELGRAD. Es war ein kleiner Schritt für UN-Vermittler Martti Ahtisaari, als er Freitag in der Wiener Hofburg der sogenannten "Kontaktgruppe" seine Vorschläge für den Kosovo-Endstatus präsentierte. Aber es war möglicherweise ein großer Schritt für die Zukunft der abtrünnigen Albaner-Provinz im Süden Serbiens: Nach mehr als sieben Jahren UN-Verwaltung und rund einem Jahr zäher Verhandlungen liegen nun die Eckpunkte des künftigen Status auf dem Tisch: Diplomaten rechnen übereinstimmend mit einer Art "überwachten Unabhängigkeit".








    Die Spekulationen gehen vorerst freilich weiter, denn es sei nach dem Treffen der Kontaktgruppe (USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien) absolutes Stillschweigen vereinbart worden, erklärt Ahtisaari-Vize Albert Rohan der "Presse". Ein anderer Diplomat plauderte hingegen gegenüber der Agentur Reuters ein Detail aus: Während die anderen Staaten den Ahtisaari-Plan unterstützten, hätte sich Russland "sehr skeptisch" gezeigt und gefordert, dass der UN-Sicherheitsrat mit der definitiven Entscheidung wartet, bis in Belgrad eine neue Regierung im Amt ist.

    In Serbien wurde vergangenen Sonntag gewählt, fast alle Parteien sind sich einig, eine endgültige Loslösung Kosovos, wie sie die albanische Mehrheitsbevölkerung der Provinz fordert, nicht zu akzeptieren. Dass Russland als enger Verbündeter Belgrads von Ahtisaaris Plan begeistert sein würde, hat ohnehin niemand erwartet. Vieles, was Moskau derzeit vorbringt, ist vor allem ein Signal an Belgrad.

    Relativ klar zeichnen sich die Rechte für die serbische Minderheit ab: Für sie werden zusätzliche Gemeinden eingerichtet, die über breite Selbstverwaltungsrechte verfügen. Die Gemeinden werden "auf jeden Fall eine spezielle Verbindung mit Belgrad haben", meint der auf Ausgleich bedachte Kosovo-Serben-Führer Oliver Ivanovic im "Presse"-Interview.

    Die Kosovo-Serben fühlen sich als Spielball: "Die Staatengemeinschaft hat genug vom Kosovo, der Kontaktgruppe geht es nur darum, das Ganze als Art Erfolg darstellen zu können. Nicht darum, die Lage wirklich zu verbessern", blick Ivanovic pessimistisch in die Zukunft. Er ist für ein zehnjähriges Moratorium: "Wir sollten warten, bis es auf beiden Seiten eine reifere politische Elite gibt."

    Denn auch von Belgrad fühlt er sich im Stich gelassen: "Natürlich hat es im Wahlkampf viele starke Worte gegeben. Die Menschen hier hören das gern, aber insgeheim wissen sie, dass es nicht stimmt."

    ja du dummerchen denkst du der athisaari schlägt vor kosova soll bei serbien bleiben??? :?:

    wie beschränkt musst du sein um überhaupt einen solchen gedanken ins auge zufassen.

  8. #1888
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von LaLa
    Alter schwede. Du leidest an Intelliegenzmangel. Selbst in deinen Quellen steht:
    Der Inhalt ist noch geheim.
    so und weil du so eine beschränkte wahrnehmung hast hier grad nochmals.

    ps; habe dies zu dir schon geschrieben?

    IN EUROPA ENTSTEHT EIN NEUER STAAT

    http://www.wienerzeitung.at/DesktopD...wzo&cob=267719

    Kosovos Freiheit im Gepäck
    UN-Chefverhandler Ahtisaari präsentierte der Vierergruppe in Wien seine Vorschläge

    Martti Ahtisaari trifft in der Hofburg Vertreter der Kosovo-Kontaktgruppe. Foto: apa

    Schrittweise Annäherung an Unabhängigkeit vorgesehen.
    Moskau lehnt Paket vorläufig ab.

    Wien/Belgrad. Der Ort des brisanten Treffens sollte ursprünglich geheim bleiben – eine Illusion angesichts des massiven internationalen Interesses. Am Freitag hat UN-Chefverhandler Martti Ahtisaari Vertretern der Kosovo-Kontaktgruppe in der Wiener Hofburg seine Vorschläge zum künftigen völkerrechtlichen Status der serbischen Provinz unterbreitet.
    Ahtisaari und sein Stellvertreter, der österreichische Spitzendiplomat Albert Rohan, wollten den anwesenden Reportern zwar nichts über den konkreten Inhalt der Vorschläge verraten, die Grundpfeiler sind allerdings weitgehend bekannt.

    Souveränität als Ziel
    Demnach soll die Provinz der serbischen Kontrolle entzogen und unter internationaler Aufsicht zur Unabhängigkeit geführt werden. Der mehrheitlich von Albanern bewohnte Kosovo soll das Recht bekommen, selbstständig Abkommen mit Staaten zu schließen und sich um die Mitgliedschaft in internationalen Organisationen zu bewerben. Dieser Einschätzung schließt sich mittlerweile auch der österreichische Balkan-Experte, Botschafter Wolfgang Petritsch, an. Ahtisaaris Pläne würden wohl "einen Prozess in Bewegung setzen, der letzten Endes über einen längeren Zeitraum zur Souveränität und Unabhängigkeit des Kosovo führen wird", so Petritsch, ehemals oberste politische Autorität in Bosnien-Herzegowina.

    Eine derartige Lösung ist für Belgrad, das den Kosovo als serbisches Stammland ansieht, nicht akzeptabel. Immerhin soll den Bedenken der serbischen Minderheit im Kosovo mit einer weit reichenden Autonomie begegnet werden. Im Kosovo leben – verstreut – an die 100.000 Serben, sie werden weitgehend über kommunale Selbstverwaltung verfügen. Außerdem werden Gesetze, die die serbische Volksgruppe betreffen, künftig im Kosovo-Parlament auch die Unterstützung der serbischen Abgeordnetenmehrheit erhalten müssen. Der Ministerpräsident des Kosovo, Agim Ceku, hat sich zuletzt betont kooperativ gegeben und den Kosovo-Serben "positive Diskriminierung" zugesichert. "Wir sind bereit, auf ihre Forderungen einzugehen", so der Premier. In einem unabhängigen Kosovo könnten die Serben Entscheidungen fällen, die sie betreffen, und ihre Lebensweise selbst bestimmen.

    Der exakte Wortlaut des Ahtisaari-Plans soll auch in den kommenden Tagen unter Verschluss bleiben, bis er den Konfliktparteien am 2. Februar in Belgrad und Pristina offiziell vorgelegt wird. Dann bestehe laut Ahtisaaris Büro noch die Möglichkeit, über Einwände zu verhandeln.

    Damit die Vorschläge wirksam werden können, ist allerdings eine UN-Resolution erforderlich. Es sei "realistisch", dass das Dokument Ende März dem UNO-Sicherheitsrat vorgelegt werde, sagte Ahtisaari-Sprecher Remi Dourlot.

    Russen ablehnend
    Russland, das sich als Schutzmacht Serbiens sieht, hat bereits mit einem Veto im UN-Sicherheitsrat gedroht, falls die Wünsche Serbiens übergangen würden. Nach Angaben eines nicht genannten Diplomaten hat sich Russland bereits am Freitag gegen Ahtisaaris Vorschläge gewandt und eine Verschiebung der UNO-Entscheidung gefordert. Während Ahtisaari-Stellvertreter Rohan das Treffen in der Hofburg ein "sehr gutes und positives" nannte, sprachen andere Diplomaten von einer "schwierigen" Zusammenkunft.

    Auch die NATO-Außenminister berieten am Freitag in Brüssel über den Kosovo, der Plan Ahtissaris wurde hier begrüßt.

    ach ja wenn willst kannst ja die knapp 200 artikel der internationalen presse selber lesen....
    http://news.google.de/news?hl=de&ned...ncl=1103820301

  9. #1889

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    Du kannst posten wie viel du willst. In allen Quellen die was taugen steht: Gerüchte, Gerüchte und noch mals Gerüchte.

    Ergo :arrow: Der Inhalt ist noch geheim.

  10. #1890
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Revolut
    Deki du hast nicht mal vn der eigenen serbischen GEschichte eine Ahnung.


    Wo enstand das erste serbische Königreich?

    das Raska Gebiet, und das war auserhalb Kosovas, und auch dort waren die erste anfänge der ortho Kirche.
    FÜR SUMA,

    Wir wollen nicht auf die Tatsache bestehen, dass die Errichtung einer politischen und wirtschaftlichen Macht in einem gewissen Gebiet keineswegs eine Garantie dafür darstellt, besonders im Mittelalter, dass die Inhaber der politischen Macht die ethnische Vorherrschaft innehatten. So herrschte das kleine "serbische" Despotat von Seres in Nordgriechenland von 1355-1371 eine grösstenteils griechische Bevölkerung.

    Wir wollen dennoch annehmen, daß die Serben im 13. Jahrhundert in Kosova die Mehrheit bildeten. Doch dann erhebt sich die Frage: Wer lebte zuvor in diesem Gebiet ?

    Die Slawen sind ein indogermanisches Volk, das in einer späteren Periode nach Europa
    kam, da die häufigen Wellen ihrer Invasionen im 6. und 7. Jahrhundert stattfanden.(4) Zu dieser Zeit hatten viele Jahrhunderte der Romanisierung die Auslöschung der alten autochthonen Bevölkerung nicht vollbracht: die Daker in Rumänien, die Thraker in Bulgarien, die Illyrer in Dalmatien, Albanien und Makedonien. Was Kosova betrifft, so ist es eine unbestreitbare Tatsache, daß zumindest seit dem 18. Jh v.u.Z. viele illyrische Staatsgebilde entstanden und sich graduell von Stammesorganisationen zu richtigen kleinen Königreichen entwickelten, wie die Dardaner, die Penester, die Paeonier (um nur die wichtigsten zu erwähnen).(5) Alle neueren Studien, sowohl linguistisch als auch archäologisch, versuchen zu beweisen, daß die Illyrer die unmittelbaren Vorfahren der Albaner sind.(6) Was die Archäologie betrifft, so bezeugt das Studium der Keramiken und
    der Ornamente (Oharinge, Armreifen, Ringe und besonders Fibeln) eine außerordentliche
    Kontinuität im Design und in der Technologie zwischen den alten illyrischen und den
    neueren Artefakten, die in den auf das 6. und 7. Jahrhundert datierenden mittelalterlichen Siedlungen gefunden wurden (in der Burg von Dalmaca bei Puka und besonders in Kruja).

    Dies ist so überzeugend, daß der jugoslawische Archäologe B. Covic das in Dalmaca
    gefundene Material auf das 6. bis 7. Jahrhundert datiert hat.(7) Wir müssen jedoch
    bedenken, daß die Ausgrabungen in Dalmaca im vorigen Jahrhundert begannen und
    damals alle der Meinung waren, es handle sich um Zeugnisse der "altslawischen
    Zivilisation".( Selbstverständlich ist diese illyrisch-albanische Kontinuität nicht nur auf dem Territorium des heutigen Albanien bewiesen. Die Funde in der Nekropole von Melje in der Gegend von Virpazar (Montenegro) und in zwei Siedlungen in der Gegend von Ohrid in Makedonien haben Gegenstände zutage gefördert, die derselben Zivilisation angehören.(9) Selbstverständlich ist die intensive Aktivität der albanischen Archäologen seit der Befreiung die einzige Erklärung für den großen Reichtum an Funden auf ihrem eigenen Staatsgebiet.
    Trotz der großen Zahl slawischer Toponyme, die heutzutage in Albanien vorliegen, kann
    niemandem einfallen, daß die Mehrheit seiner Bevölkerung slawisch war. In der Tat würde solch ein Argument den Befürwortern der "serbischen These" keinen Dienst erweisen, umso mehr als die meisten der in Albanien und Kosova vorkommenden Ortsnamen eher bulgarisch als serbisch sind, was ganz natürlich ist, weil die Bulgaren dieses Gebiet seit dem 9. Jahrhundert besetzten, und besonders am Ende des 10. Jahrhunderts, in der Blütezeit des letzten bulgarischen Reiches mit seiner Hauptstadt Ohrid.(10) Zu dieser Zeit siedelten die Serben fern von Kosova, tatsächlich waren ihre ersten kompakten Kolonien Rasha (Rasa) im Ibartal, westlich von Morava, und Zeta, das ungefähr dem heutigen Montenegro entspricht.
    Erst um 1217, als Fürst Stefan König wurde, begann der serbische Staat sich auszudehnen und umfaßte das Gebiet von Peja (serb. Pec), während der Großteil des Gebiets von Kosova außerhalb seiner Grenzen blieb. Es ist nicht nötig, länger darüber zu handeln, weil jedes "historische" Argument zu nichts anderem als zu einer Ablehnung der "serbischen These" führt, denn die Geschichte lehrt, daß die Serben, was Kosova betrifft, ausgesprochene Spätankömmlinge waren.
    Löschte die serbische Vorherrschaft die alte illyrische Bevölkerung aus?

    In der Tat weisen die serbischen Texte das Gegenteil nach: als im Jahre 1348 Stefan Dusan dem Kloster Sankt Gabriel und Michael in Prizren eine Schenkung [ ] , hieß es, daß in der Umgebung dieser Stadt wenigstens neun albanische (arbanas) Dörfer waren.(11) Das von demselben Herrscher ein Jahr später erlassene Gesetz zeigt, daß in vielen seiner Dörfer neben der slawischen Bevölkerung auch Wlachen und Albaner lebten, die sehr dynamisch gewesen sein müssen, da der König verpflichtet war, ihre Ansiedlung auf seine eigenen Ländereien zu beschränken.(12) Wenn die Wlachen und Albaner als Nomaden bezeichnet werden, dann sicherlich nicht nur, weil sie "geborene Schafhirten" waren, sondern lediglich wegen der wirtschaftlichen und politischen Bedrückung durch das herrschende Volk. Dies ging seit 1328 in den Gebieten von Diabolis, Kolonea und Ohrid vor sich, als J. Kantakuzen von einem Treffen des byzantinischen Kaisers Andronicus III. mit den "nomadischen Albanern" Zentralmakedoniens berichtet.(13) Zweifellos lastete das serbische Joch sehr schwer auf den albanischen Untertanen.

    Unter Nachsicht der offenkundigen propagandistischen Ziele dieses Autors, findet sich sicherlich ein Körnchen Wahrheit in dem, was der Propagandist der Kreuzzüge, Guillelmus Adæ, im Jahre 1332 schrieb:
    "diese Völker, sowohl lateinisch als auch albanisch, stöhnen unter dem unerträglichen und schwer lastenden Joch des Serbenfürsten, den sie verachten und von ganzem Herzen hassen, weil sie mit hohen Steuern belastet sind, ihre Geistlichen verächtlich behandelt, ihre Bischöfe und Priester oft in Ketten gelegt, ihre Adeligen enteignet werden... Alle zusammen und auch jeder einzelne dachten, sie würden ihre Hände heiligen, wenn sie sie mit dem Blut der obgemeldten Slawen befleckten."
    Der Historiker Laonikos Chalkokondylis aus dem 15. Jahrhundert sagt, nachdem er hervor[hob, daß] die Albaner von den Serben und Bosniern sehr verschieden sind,(15) daß kein anders Volk den Makedoniern mehr gleicht als die Albaner.

    Zur Zeit der entscheidenden Schlacht von 1389 erwähnen die griechischen Autoren außer den Serben und Bulgaren auch die nördlichen Albaner, jene von Himara, Epirus und aus dem Küstenland. (17) Der türkische Chronist Idrisi Bitlisi erwähnt die Beteiligung von Albanern aus der Region Shkodër, deren Fürst, Gjergj Balsha, 50.000 Mann in die Schlacht führte;(1 dieselben Angaben finden sich bei den anderen ottomanischen Chronisten, Ali und Hoxha Saadeddin.
    Die Niederlage von 1389 stürzte den serbischen Staat in Verwirrung und schuf den lokalen Fürsten ein freies Betätigungsfeld, die albanischen Fürsten des Nordens und Nordostens miteingeschlossen. Der hervorragendste unter ihnen war Gjon Kastrioti, Skanderbegs Vater, der sein ursprünglich auf die bergige Region von Mat beschränktes Fürstentum auf das Gebiet von der Mündung des Flusses Ishem bis nach Prizren im Herzen Kosovas ausdehnte. Im Jahre 1420 verlieh er Ragusa das Handelsprivileg von "seinen Küstengebieten bis nach Prizren."(20) Dieser albanische Staat brachte die Entwicklung einer Klasse von Kaufleuten mit sich in einer Bevölkerung, die von diesem Erwerbszweig ferngehalten worden war. Die Archive von Ragusa (Dubrovnik) zeigen, daß eine gewisse Zahl von albanischen Kaufleuten aus Ragusa freiwillig in Kosova blieb. Dies beweist ein Brief der Republik Ragusa an Marco de Tani in Prishtina,(21) datiert vom März 1428, nachdem die Kastrioti sich den Türken ergeben hatten, und im Jahre 1448 finden wir in derselben Stadt einen albanischen Kaufmann namens Kimo Mati de Tani.(22)

    Es gibt also keinen Grund zu der Annahme, die Ottomanen hätten sich in diesem Stadium ihrer Eroberungen der Albaner zur Abwehr der Slawen bedient.
    Es ist nicht unnütz, daran zu erinnern, daß die Albaner damals, wie die Serben, Christen waren und in keiner Weise bereit, sich den Ottomanen zu ergeben. Wenn dies der Ort ist, über die Taten Skanderbegs zu sprechen, der einige seiner Schlachten an den Grenzen Kosovas lieferte, sollten wir [er]fahren, daß der byzantinische Historiker Dukas um die Mitte des 15. Jahrhunderts als Hauptursache für den türkischen Triumph den Rückgang der Zahl der Albaner von Dalmatien bis Thrakien angibt.(23) Hingegen beziehen sich die türkischen Chroniken auf die Albaneraufstände in Kosova, besonders jenen von 1467, als die "Rebellen" in der Gegend von Tetova unter der Führung eines "Verräters" namens Iskender die Viehherden plünderten.(24)
    (...)
    Quelle: ALAIN DUCELLIER
    Alain Ducellier, agrégé, docteur d'État, est professeur émérite à l'université de Toulouse-Le Mirail. Il enseignait l'histoire de Byzance et des mondes chrétiens d'Orient.


    DIE ILLYRER
    Europas vergessenes Volk zwischen Griechen und Kelten
    Das Thema „Illyrer“ ist für Kärnten wie für Oberösterreich von besonderem
    Interesse. Viele Forscher des 20. Jahrhunderts bezeichneten die Bevölkerung vor den
    Kelten als Illyrer. Die Sprachwissenschaft und die Urgeschichtsforschung dehnten
    den Begriff „Illyrer“ weit über den Balkanraum bis fast an die Ostsee aus. Daher
    nahm man an, dass Illyrer auch in Böhmen, im Alpengebiet, in Noricum und
    Pannonien siedelten.
    Die Sprache: Die Illyrer haben keine Sprachdenkmäler hinterlassen, welche die
    Sprachforscher nützen könnten. Daher sind sie auf die Auswertung von
    Namensmaterial angewiesen. Erstmals verknüpfte der deutsche Forscher J. G. von
    Hahn vor 150 Jahren die Albaner mit den Illyrern. Im Laufe der Zeit ist der
    Illyrerbegriff von der Sprachwissenschaft immer mehr ausgeweitet worden, sodass
    man die sprachlichen Spuren der Illyrer nicht nur auf dem Balkan, sondern von
    Nordeuropa bis in den Mittelmeerraum vermutete. Dagegen zeigte schließlich die
    Archäologie, dass dieser weite Raum durch unterschiedliche Kulturen der Stämme
    und Völker geprägt ist
    . Auch in Kärnten oder Oberösterreich bezeichnete man die
    Bevölkerung vor den Kelten als Illyrer. Heute vergleicht man das Illyrische mit der
    Sprache der Messapier (im antiken Apulien) oder mit jener der Albaner.
    Der Siedlungsraum: Aus den Nachrichten griechischer Schriftsteller des 6. und 5.
    Jh. vor Chr. geht hervor, dass die Bezeichnung „Illyrer“ ein Sammelbegriff für
    mehrere Stämme ist, die zwischen Makedonien und der Adriaküste und von
    Griechenland bis Montenegro, also etwa im heutigen Albanien, anzutreffen sind.
    Diese Abgrenzung scheint auch archäologisch sinnvoll, weil sich auch gewisse
    gemeinsame Züge von eisenzeitlicher Tracht und von Schmuck in dieser Region seit
    dem ausgehenden 2. Jahrtausend vor Chr. erkennen lassen.
    Das Nachleben: Der Begriff „Illyricum ging im Jahr 168 vor Chr. vom Reich des
    Genthios auf die römische Provinz über. Die interne „illyrische Zollgrenze“ des
    Römischen Reiches zur Besteuerung von den Waren der Kaufleute verlief von Gallien
    bis ans Schwarze Meer. Die römischen Herrscher Claudius Gothicus, Aurelian,
    Diokletian und Konstantin der Große werden aufgrund ihrer Herkunft auch als
    „illyrische“ Kaiser bezeichnet. Als im Jahr 395 Theoderich das römische Reich neu
    gliederte, wurde das Gebiet vom Ostalpenraum (Noricum) bis nach Kreta in der
    Präfektur Illyricum zusammengeschlossen. In der Neuzeit gehörte Oberkärnten
    während der französischen Besetzung unter Napoleon zur Provinz Illyricum. Die
    Habsburger proklamierten auf ihrem Staatsgebiet ein Königreich Illyrien (1816 –
    1848) und trugen den Titel eines Königs von Illyrien bis zum Jahr 1918.
    Albanische Kostbarkeit im Kunsthistorischen Museum in Wien: Der Aufklärer
    Voltaire schrieb: „Hätte Byzanz einen Skanderbeg besessen, so wäre die Geschichte
    Europas anders verlaufen.“ Der albanische Fürstensohn Georg Kastriota, genannt
    Skanderbeg, war einer der ersten Europäer, der siegreich seit 1443 gegen die
    Übermacht der Türken kämpfte, allerdings blieb die Unterstützung Europas trotz der
    Erklärungen des Kongresses in Mantua (1458) aus. Mit den erfolgreichen
    Belagerungen von Kruja und Shkodra 1478 hatten die Türken eine weitere Hürde auf
    dem Weg in den Westen genommen.
    Der österreichische Erzherzog Ferdinand sammelte Waffen von berühmten
    historischen Persönlichkeiten und es gelang ihm um 1588 den Helm und zwei
    Schwerter von Skanderbeg zu erwerben. Der Helm ist mit dem Kopf eines
    Steinbockes verziert und befindet sich im Kunsthistorischen Museum in Wien.
    Die Ausstellung: Die Sonderausstellung mit Fundstücken aus der Republik Albanien
    wurde in Zusammenarbeit mit der albanischen Akademie der Wissenschaften, dem
    Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien und dem
    Niederösterreichischen Landesmuseum Asparn a. d. Zaya erarbeitet.
    Das Archäologische Museum in Tirana machte es möglich: Über 300 originale
    Fundobjekte geben Einblick in das illyrische Handwerk der Eisenzeit. Die reiche
    Vielfalt und die hohe Qualität der Exponate zeugen von der Kultur eines Volkes, das
    zwischen Griechen und Kelten siedelte und durch enge Kontakte auch Einflüsse
    dieser Kulturen aufnahm. Der Einfluss lässt sich beispielhaft an der Entwicklung von
    keramischen Gefäßen nachvollziehen. Der Handelskontakt mit den Griechen führte zu
    einem beachtlichen Wohlstand der Führungsschicht der Illyrer, der sich in den
    Fundstücken spiegelt.

    http://www.rudolfinum.at/testpage/Resources/Illyrer.pdf

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