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Kosovo und die Statusverhandlungen NEWS

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 15.11.2005, 15:34 Uhr · 4.928 Antworten · 156.611 Aufrufe

  1. #1961

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von skenderbegi
    Zitat Zitat von mi_srbi
    Ich bin bei den Herren und Topscorrer meines Teams.Was hast du Bauer vorzuweisen?

    Kannst du Schach spielen? Ein Spiel für helle Köpfe,willst du ein Spiel gegen mich bestreiten? Schach? Na was ist Esel...?
    tischtennis ?

    schach naja habe es lange nicht gespielt....
    gibt sicher bessere als ich. :wink:
    aber boxen das könnte mir noch vorstellen mit bezw, gegen dich.... :wink:

    aber schön du hast deine lieblings-wörter wieder entdeckt....

    doch ich werde ruhig blut bewahren apropos helles köpfchen der kluge gibt nach....

    fussball ja bin/war schweizer-hallenmeister junioren-liga.kurze zeit beim grasshoppers-club gewsen aber auch eine lehre als kaufmann absolviert....
    dann bänderiss ,knie kaputt bis zur 4.liga in der schweiz habe gespielt......
    Boxen können wir machen aber das ist für dumme.Schach ist was für Leute mit Köpfchen,also wenn du willlst komm jetzt sofort ein Match obwohl ich es auch lange nicht gespielt habe.

    Forder dich heraus,ja oder nein?

  2. #1962

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    Ahtisaari präsentierte "Kompromiss­vorschlag" zu Kosovo in Belgrad

    http://derstandard.at/?url=/?id=2752499


    ps: Gerade kam auf den RTS Nachrichten um 12 Uhr das sich Kosovo Serben zu Protesten cersammelt haben deren Familienangehörige von UCK Terroristen getötet oder verschlept wurden.

    Sie fordern auch das sich Athisari ihnen stellen sollte der dies jedoch ablehnte und sich auf dem Weg anch Pristina machte.Darauf stellte sich Boris Tadic den Kosovo Serben.

  3. #1963
    Avatar von skenderbegi

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    die Trennung des Kosovos von Serbien nicht ausdrücklich erwähnt wird, läuft er doch auf einen souveränen Staat Kosovo hinaus.


    11:41 ergänzt 11:53

    Ahtisaari: Starker Minderheitenschutz für Serben im Kosovo

    UNO-Vermittler Martti Ahtisaari
    (Foto: Keystone)

    Der UNO-Kosovo-Vermittler Martti Ahtisaari hat in Belgrad seine Pläne für die Zukunft der abtrünnigen südserbischen Provinz vorgestellt. Die serbische Minderheit im Kosovo soll demnach grosszügige Sonderrechte erhalten.

    Der starke Minderheitenschutz beziehe sich auf die Justiz, den Bildungssektor, die Polizei und das Parlament, beschrieb Ahtisaari seine Pläne für die Zukunft der fast nur noch von Albanern bewohnten Region.

    Die EU werde in einer Übergangszeit kontrollieren, ob diese Rechte auch in die Praxis umgesetzt werden, kündigte der frühere finnische Präsident an. Erforderlich sei auch, dass internationale Beobachter und die NATO weiter präsent blieben.

    Er erwarte jetzt "konstruktive Vorschläge" von Serben und Albanern und werde beiden Seiten "noch eine Chance" einräumen, einen Kompromiss zu finden, bevor er die endgültigen Pläne für das Kosovo dem UNO-Sicherheitsrat zur Entscheidung vorlege, sagte Ahtisaari weiter. Eine Frist dafür nannte er nicht.

    Der serbische Regierungschef Vojislav Kostunica hatte aus Protest gegen die Pläne ein Treffen mit dem UNO-Vermittler abgesagt. Stattdessen hatte Staatspräsident Boris Tadic den Plan entgegengenommen.

    Tadic hat nur repräsentative Aufgaben. Gemäss Ahtissaris Angaben bekräftigte Tadic im Gespräch aber, dass Serbien die Unabhängigkeit des Kosovos ablehne.

    Ahtisaari wollte seine Vorschläge am Nachmittag in der Kosovo-Hauptstadt Pristina den albanischen Spitzenpolitikern vorstellen. Obwohl in seinem "Kompromissvorschlag" die Trennung des Kosovos von Serbien nicht ausdrücklich erwähnt wird, läuft er doch auf einen souveränen Staat Kosovo hinaus.

    (zio.ch / sda)

  4. #1964
    Avatar von Yutaka

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    Serbien unter Schock - Das Kosovo wird unabhängig

    Serbien unter Schock - Das Kosovo wird unabhängig

    Bis zuletzt hatten das offizielle Belgrad und die Medien in Serbien noch die Illusion aufrecht erhalten, die Abtrennung des Kosovos verhindern zu können. Eine neue Verfassung wurde eigens dafür geschrieben und der Regierungschef Vojislav Kostunica versuchte mit dem Boykott des UN-Vermittlers die Albaner in dieser Region von einem eigenen Staat abzuhalten.

    Um so größer der Schock, als der UN- Gesandte Martti Ahtisaari ruhig und bestimmt seine Pläne für die Zukunft dieser Region vortrug. Stundenlang herrschte danach bei fast allen serbischen Spitzenpolitikern Funkstille.

    In dem vom früheren finnischen Staatspräsidenten in Belgrad und Pristina überreichten Zukunftsszenario für das Kosovo werden peinlich die Reizworte Unabhängigkeit oder Souveränität vermieden. Auch vor Journalisten in Belgrad wollte sich der UN-Gesandte nicht darauf festlegen lassen. Doch selbst dem serbischen Präsidenten Boris Tadic ist nach eigener Darstellung nach dem Studium der Texte klar, dass es für das Kosovo damit klar in Richtung eines eigenen Staates geht. Denn die bisher zu Serbien gehörende Region erhält alle inneren und äußeren Zeichen der Staatsmacht wie Verfassung, Regierung, Nationalhymne und Armee.

    Die serbische Minderheit genießt nach diesen Plänen in Zukunft weitgehende Sonderrechte. Dass sie damit auch wirklich geschützt wird, soll ein internationaler Aufseher mit weit reichenden Vollmachten sicherstellen, der von der EU geschickt werden wird. Schließlich soll die NATO durch eine schlagkräftige Truppe ein sicheres Umfeld beim Aufbau des neuen europäischen Staates garantieren.

    Doch für Serbien ist das deutlich zu wenig. Denn Belgrad war bisher von seiner Forderung nicht abgerückt, das Kosovo müsse im Staatsverband bleiben. Die führenden Politiker hatten nach eigener Auskunft weder einen „Plan B“ mit Varianten noch Forderungen nach großzügigen Entschädigungen beim Verlust der Provinz in der Schublade. Es galt nur das Maximalziel „Kosovo werden wir als das Herz Serbiens niemals hergeben!“.

    Jetzt droht eine Radikalisierung der innenpolitischen serbischen Szene und im schlimmsten Fall eine neue internationale Isolierung. Denn Kostunica hatte den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu allen Ländern angekündigt, die den sich abzeichnenden unabhängigen Staat Kosovo anerkennen. Daneben will er nach der Parlamentswahl vor zwei Wochen die Regierungsbildung so lange blockieren, bis alle Parteien auf seine harte Linie in Sachen Kosovo eingeschwenkt sind.

    Bei den dann notwendigen Neuwahlen dürften die extrem nationalistischen Parteien einschließlich von Kostunicas DSS Stimmen gewinnen, sagen alle einheimischen Wahl- und Meinungsforscher voraus.

    Freitag, 2. Februar 2007 15:30

  5. #1965

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    Freudige Erwartung

    Im Gegensatz zur frostigen Stimmung in Belgrad herrschte in Prishtina vor Ahtisaaris Ankunft freudige Erwartung. Premierminister Agim Çeku sprach von einem „großen Tag“. Albanische Politiker betrachten den Plan als den Grundstein der staatlichen Souveränität des Kosovo.

    „Wir sind im Großen und Ganzen zufrieden“, meint Dardan Gashi, ein Berater des kosovo-albanischen Verhandlungsteams zum Standard. Der Entwurf sehe alle Elemente eines unabhängigen Staates vor, nur erkläre er dessen Status nicht genau. Es wäre besser gewesen im Dokument alles auch semantisch zu präzisieren, um jegliche Spekulationen auszuschließen.

    Wie der Standard erfuhr, sollen kosovo-albanische Politiker ein „zweites Papier“ zur Einsicht bekommen haben, in dem Ahtisaari dem UN-Sicherheitsrat unverhüllt die Unabhängigkeit des Kosovo empfiehlt. Sollte der Kosovo anerkannt werden, drohen die Serben im Norden der Provinz, ihre Gemeinden für unabhängig zu erklären und rechnen mit Belgrads Unterstützung.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2752499

  6. #1966

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    EU-Kontaktmann Maurer zu Haltung Russlands vorsichtig optimistisch

    Moskau werde wohl UNO-Resolution nicht blockieren - Existenz eines "Planes B" dementiert

    Wien - Leopold Maurer, EU-Kontaktperson zum UNO-Sonderbeauftragten für den Kosovo (UNOSEK), Martti Ahtisaari, gibt sich vorsichtig optimistisch in Bezug auf die Haltung Russlands gegenüber den Plänen über den zukünftigen Status des Kosovo. Russland habe sich als Mitglied der Kosovo-Kontaktgruppe in den bisherigen Verhandlungen im Einvernehmen mit den anderen Kontaktgruppenmitgliedern gezeigt. Maurer gab sich daher optimistisch, dass Russland eine neue UNO-Resolution zum Kosovo nicht blockieren werde.

    Maurer dementierte die Existenz eines "Planes B" im Falle eines Vetos im UNO-Sicherheitsrat. Er betonte allerdings, dass das Engagement der EU im Kosovo von der Resolution des Sicherheitsrates als Rechtsgrundlage abhängig sei.

    Es gebe kein Junktim zwischen dem Kosovo-Status und der Annäherung Serbiens an die EU, betonte Maurer. Es werde aber von der künftigen serbischen Regierung erwartet, "dass sie eine enge Zusammenarbeit mit dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag zeigt". Vorbild könnte insofern der mit Kroatien ausgehandelte Aktionsplan sein. Er deutete aber auch an, dass es in Bezug auf die Kriegsverbrecherfrage kein Einlenken der EU geben werde: "Man muss schon zeigen, dass man zu seinen Prinzipien steht."

    Der EU-Kontaktmann zeigte sich auch optimistisch, dass Serbien weiterhin an den Verhandlungen teilnehmen werde: "Es wird mit Worten sehr viel getan, aber bisher haben trotz aller verbaler Äußerungen die Serben immer mitgetan." Maurer betonte auch, dass "Dialog ein europäisches Grundprinzip ist, dem sich auch Serbien nicht enthalten kann"

    http://derstandard.at/?url=/?id=2753126

  7. #1967

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    Problemfall Kosovo

    Es gibt keine vernünftige Alternative zu den Vorschlägen von UNO-Vermittler Ahtissari - Von Norbert Mappes-Niediek

    Der Kosovo soll unabhängig werden: Zu dem Vorschlag des UNO-Vermittlers Martti Ahtisaari gibt es keine vernünftige Alternative mehr, seit die vorwiegend albanisch besiedelte Provinz 1999 mit einer Nato-Intervention aus dem Herrschaftsbereich Belgrads herausgelöst wurde. Dass die Unabhängigkeit in Ahtisaaris Papier gar nicht vorkommt, muss einen nicht irritieren. Nach den Regeln der UNO-Sprache reicht es aus, dass die Souveränitätsrechte Serbiens nicht erwähnt werden. Das bedeutet: Die UNO, die den Kosovo seit acht Jahren regiert, hat nichts mehr dagegen, wenn dessen Parlament sich für souverän erklärt.

    Auch der zweite Eckpunkt des Vorschlags ist vernünftig: Die Herrschaft der UNO wird durch eine EU-Oberaufsicht ersetzt. Zu diesen Grundsatzentscheidungen hat der Vermittler der Provinz etliche Regeln diktiert, die der serbischen Minderheit das Leben in einem unabhängigen Kosovo erträglich machen sollen. Ahtisaari und seine Leute haben sich bemüht, die Interessen beider Seiten zu berücksichtigen. Was sie vorlegen, ist vernünftig und ausgewogen. Tatsächlichen Schutz können eine Verfassung oder eine Gemeindegrenze ohnehin nicht bieten: Will der Mob Serben vertreiben, hält kein Paragraf ihn auf.

    Das Problem des Ahtisaari-Plans liegt nicht im Ziel, sondern in der Durchsetzung. Belgrad will sich den Kosovo nicht „entreißen“ lassen, wie es in der dortigen Rhetorik heißt. Ein Parlamentsbeschluss und eine Volksabstimmung legen jede Regierung auf die „Integrität des Territoriums“ fest. Das ist ernst gemeint. In der Kosovo-Frage gilt in Belgrad das „Mikado-Prinzip“: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren.

    Belgrads Haltung sei aber kein großes Problem, haben vor allem Amerikaner und Briten immer argumentiert: Wenn der Kosovo nicht mit serbischer Zustimmung unabhängig werden kann, dann gern auch ohne. Belgrad setzte in seiner Not auf Moskau – mit zunehmendem Erfolg. Immer noch versprühen westliche Diplomaten Zuversicht, dass Russland sich im Sicherheitsrat der Unabhängigkeit des Kosovo nicht in den Weg stellen werde. Aber wer Wladimir Putin zuhört, fragt sich, woher sie das nehmen. Erst vor Tagen hat der russische Präsident wiederholt, jede Lösung müsse für Albaner wie für Serben akzeptabel sein. Moskau und Belgrad haben Zeit, denn solange keine neue Resolution zustande kommt, gilt die alte eben weiter.

    Belgrad könnte seine mögliche Zustimmung zu einer Lösung im Kosovo irgendwann als Pfand einsetzen – etwa auf dem Weg nach Europa, der zurzeit blockiert ist, weil Serbien General Mladi? nicht ausliefern will. Ein schwebender Kosovo wäre weniger für die Amerikaner ein Problem, wohl aber für die Europäer. In ihre Strategie der Erweiterung nach Südosten passt ein kalter Krieg um ein ungelöstes Statusproblem nicht hinein. In den nächsten sechs, höchstens acht Wochen muss nun wenigstens Moskau von der Unabhängigkeit des Kosovo überzeugt werden. Wer sich die Karten anschaut, wird nicht glauben, dass das Spiel zu gewinnen ist. (DER STANDARD, Printausgabe, 3./4.2.2007)

  8. #1968

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    Ako Rusija napusti SRbiju ovog puta, onda je poginuo drstvu izmedju naseg naroda.

  9. #1969

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    FAQ: Der Kosovo-Plan

    Frage: Was passiert als Nächstes?

    Antwort: UN-Vermittler Ahtisaari unternimmt noch einen Versuch, seinen Plan mit Serben und Albanern abzustimmen. Das Ziel: Eine einvernehmliche Lösung. Dass es dazu kommt, ist unwahrscheinlich.

    Frage: Wo spießt es sich noch?

    Antwort: Belgrad verlangt den formalen Rechtstitel auf die Souveränität: Kosovo soll nicht UNO-Mitglied werden und keine eigenen _Botschaften unterhalten dürfen. Alles andere, auch die Minderheitenrechte für die Kosovo- Serben, ist konsensfähig.

    Frage: Was ist, wenn man den Serben ihren Willen gibt?

    Antwort: Dann würde das Damoklesschwert einer „Wiedervereinigung“ mit Serbien über dem Kosovo hängen und für dauernde Spannung sorgen – wie zwischen China und Taiwan.

    Frage: Kann der Kosovo gegen den Willen Belgrads unabhängig werden?

    Antwort: Ja, wenn der Weltsicherheitsrat es beschließt.

    Frage: Wird der Sicherheitsrat das tun?

    Antwort: Kaum. Die Veto-Macht Russland will keiner Lösung zustimmen, mit der Belgrad nicht leben kann.

    Frage: Was passiert, wenn Russland sein Veto einlegt?

    Antwort: Die USA und einige andere Staaten könnten den Kosovo dann eben einseitig anerkennen.

    Frage: Ist das ein gangbarer Weg?

    Antwort: Für die USA ja, für die Europäer nicht. Sie könnten nicht von der UNO die Oberaufsicht übernehmen. Mit dem Streit um das Territorium wäre die Osterweiterung blockiert. In Bosnien und Mazedonien drohen Spannungen.

    Frage: Muss ein Krieg befürchtet werden?

    Antwort: Zurzeit nein. Keine Seite hat bisher eine militärische Drohung ausgesprochen. Aber vor dem Hintergrund der jüngsten Geschichte ist auch Gewalt nicht auszuschließen. (DER STANDARD, Printausgabe, 3./4.2.2007)

  10. #1970
    Avatar von skenderbegi

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    02.02.2007 20:38 Uhr Drucken | Versenden | Kontakt

    UN-Plan zur Zukunft des Kosovo
    Ein Staat entsteht

    Der Vorschlag des UN-Vermittlers Ahtisaari verleiht dem Kosovo eine faktische Unabhängigkeit mit beschränkter Souveränität unter internationaler Aufsicht. Ein Überblick über die wichtigsten Grundzüge des Plans.
    Von Bernhard Küppers



    Un-Vermittler Martti Ahtisaari
    Foto: dpa


    Der Vorschlag des UN-Vermittlers Martti Ahtisaari verleiht dem Kosovo eine faktische Unabhängigkeit mit beschränkter Souveränität unter internationaler Aufsicht. In dem Konzept wird der serbischen Provinz, die zu 90 Prozent Albaner bewohnen, die Unabhängigkeit jedoch explizit nicht zugesprochen; auch wird Belgrad die Souveränität über die Provinz nicht abgesprochen.Die Serben im Kosovo erhalten besondere Rechte und ihre historischen Klöster und Kirchen besonderen Schutz. Das Belgrader Nachrichtenbulletin V.I.P. veröffentlichte am Freitag den Hauptteil von Ahtisaaris Plan.

    Unbekannt war bis Redaktionsschluss der Wortlaut der wichtigen zwölf Anhänge. Diese regeln unter anderem den Zuschnitt der serbischen Gemeinden im Kosovo, den Status der ethnisch geteilten Stadt Mitrovica und die Verbindungen der Kosovo-Serben zum Mutterland Serbien. Im Folgenden die wichtigsten Grundzüge von Ahtisaaris Plan.

    Staat und Außenbeziehungen

    Ahtisaaris Vorschlag beginnt mit dem Satz: ,,Kosovo wird eine multi-ethnische Gesellschaft sein, die sich demokratisch und bei voller Achtung für die Herrschaft des Rechts über seine Institutionen der Legislative, Exekutive und Justiz selbst regiert.‘‘ Ohne die internationalen Finanzinstitutionen, aber auch die Vereinten Nationen ausdrücklich zu nennen, heißt es zu den Außenbeziehungen: ,,Kosovo wird das Recht haben, internationale Abkommen auszuhandeln und abzuschließen, einschließlich das Recht, um Mitgliedschaft in internationalen Organisationen nachzusuchen.‘‘

    Die internationale Gemeinschaft werde ,,alle nötigen Befugnisse haben, um eine tatsächliche und wirksame Umsetzung dieser Regelung zu sichern‘‘. Wie schon die Kosovo-Kontaktgruppe im Jahr 2005, legt der UN-Vermittler fest, dass der Kosovo ,,keine Vereinigung mit einem Staat oder Teil eines Staats‘‘ anstreben darf. Gemeint damit sind die Albaner-Gebiete in West-Mazedonien, dem südserbischen Presevo-Tal und in Montenegro, aber auch Albanien selbst. Offizielle Sprache im Kosovo soll neben Albanisch auch Serbisch sein. Die Fahne des Kosovo wird wie andere nationale Symbole eine ,,besondere‘‘ sein, das heißt nicht die albanische, die derzeit benutzt wird.
    Die serbische Minderheit

    In mehreren Anhängen wird festgelegt, was Ahtisaaris Team im vergangenen Jahr ohne große Erfolge mit den beiden Parteien Pristina und Belgrad in Wien verhandelte. Seine Vorschläge kommen nicht nur in diesem Punkt einem schiedsrichterlichen Spruch gleich. Streitpunkt waren und sind die Rechte und Grenzen der Gemeinden mit serbischer Mehrheit. Dem Vernehmen nach legt Ahtisaari fest, dass die Zahl der serbischen Gemeinden von fünf auf zehn verdoppelt wird. Ferner sieht sein Konzept Schutz und Privilegien für die Klöster und Kirchen der ,,Serbisch-orthodoxen Kirche im Kosovo‘‘ vor. Alle Minderheiten der Provinz sollen besondere Rechte in den Institutionen erhalten.

    Kosovo-Streitkräfte

    Beschränkt souverän wird der Kosovo vor allem auf den Gebieten von Sicherheit und Justiz sein. Das umstrittene Kosovo-Schutzkorps (TMK), in das nach dem Krieg Teile der aufgelösten Kosovo-Befreiungsarmee (UCK) aufgingen, soll binnen eines Jahres seinerseits aufgelöst werden. An seine Stelle sollen unter internationaler Kontrolle ,,neue professionelle und multiethnische Kosovo-Sicherheitskräfte (KSF)‘‘ mit einer ,,leicht bewaffneten Komponente‘‘ geschaffen werden. Zu seiner Kontrolle ist eine ,,zivil geführte Organisation der Regierung‘‘ vorgesehen. Damit kommt Ahtisaari dem Streben einer eigenen Armee samt Verteidigungsministerium zum Teil entgegen.
    Die internationale Präsenz

    ,,Letzte Autorität im Kosovo, was die Auslegung dieser Regelung anbelangt‘‘, wird ein Internationaler Ziviler Repräsentant sein, der in einer Person EU-Sondervertreter ist. Diese zentrale Person aus dem Ausland im künftigen Kosovo wird weitreichende Befugnisse haben, sie wird ,,notfalls Maßnahmen‘‘ ergreifen können, ,,um Verstöße gegen die Regelung zu verhindern oder ihnen abzuhelfen‘‘. Seitens der EU wurde wiederholt erklärt, dass dieses Amt nach Umfang und Vollmachten hinter dem des Hohen Repräsentanten der internationalen Gemeinschaft in Bosnien zurückbleiben solle.

    Vorgänger des derzeitigen deutschen ,,HighReps‘‘ Christian Schwarz-Schilling hatten von ihren Befugnissen ausgiebig Gebrauch gemacht. Eine Mission der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik soll dem Kosovo beim Aufbau einer ,,unabhängigen Justiz, Polizei und Zollbehörde‘‘ beistehen. Die EU hat dafür die Entsendung von tausend Fachkräften vorgesehen. Für ein ,,sicheres Umfeld‘‘ im Kosovo soll weiter eine ,,von der Nato geführte Truppe‘‘ sorgen.

    Wirtschaft

    Alle Auslandskredite, die Serbien wegen des Kosovo aufgenommen hat, müssen die Albaner künftig selber tilgen. Bewegliches und unbewegliches Eigentum des ehemaligen Jugoslawien oder Serbiens im Kosovo soll in den Besitz der Provinz übergehen.

    Zeitplan und Wahlen

    Für die Ablösung der UN-Verwaltung Unmik, die Übertragung von Teilen ihrer Vollmachten auf die Kosovo-Behörden und auf die neue internationale Präsenz sind drei Monate vorgesehen. Allgemeine und lokale Wahlen sollen spätestens neun Monate nach Inkrafttreten der Regelung stattfinden. (Um deren Durchführung wird sich die selbständig agierende OSZE kümmern.) Eine neue Verfassung des Kosovo soll das Parlament vor Ende der dreimonatigen Übergangszeit verabschieden.

    (SZ vom 3.2.2007)

    http://www.sueddeutsche.de/deutschla...el/569/100469/

    es ist gut momentan wie es ist...
    wir werden nichts mit serbien als stadt zutun haben.
    kosovas grenzen bleiben man kann internationale beziehungen selbstständig führen und verwalten.

    alles andere ist verfrüht um auf spekualtionen sich zu beziehen..


    EIN NEUER STAAT ENTSTEHT....

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