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Kosovo und die Statusverhandlungen NEWS

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 15.11.2005, 15:34 Uhr · 4.928 Antworten · 156.707 Aufrufe

  1. #1991

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    Zitat Zitat von drenicaku

    amtssprache ist albanisch und serbo-kroatisch, aber das sieht man nicht als irgendwelche niederlage.

    das hatte man schon selber vorgeschlagen, da es auch andere slawische minderheiten gibt, die "yugoslawisch" sprechen.
    Amtssprache ist albanisch und serbsch! Nix serbo-kroatisch

  2. #1992
    Avatar von illyrian_eagle

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    6.793
    Zitat Zitat von mi_srbi
    Zitat Zitat von drenicaku

    amtssprache ist albanisch und serbo-kroatisch, aber das sieht man nicht als irgendwelche niederlage.

    das hatte man schon selber vorgeschlagen, da es auch andere slawische minderheiten gibt, die "yugoslawisch" sprechen.
    Amtssprache ist albanisch und serbsch! Nix serbo-kroatisch
    Tja Deki ich habe wohl recht bekommen all die Monate wo ich meinte, dass der Kosovo Unabhängig wird.

    Das gute ist du fängst an es langsam einzusehen, dass Kosova sein eigenen Weg geht.

  3. #1993
    Avatar von skenderbegi

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    © ZEIT online 4.2.2007 - 11:44 Uhr

    Immer verloren
    Die Serben haben den Plan des UN-Vermittlers Martti Ahtisaari zur Zukunft des Kosovo abgelehnt. Verwunderlich ist das nicht. Ein Kommentar von Danko Alimpic


    Proteste gegen den Ahtisaari-Plan in Pristina

    © Ermal Meta/AFP/Getty Images
    Wer erinnert sich schon daran? Anlass fuer den bewaffneten Aufstand der Serben in Kroatien im Frühjahr 1991 war eine Aenderung der kroatischen Verfassung, welche die Serben zu einer Minderheit herabstufte. Im Kosovo versuchten die internationalen Vermittler damals, die Krise zu lösen, indem sie für die Serben in Kroatien die gleichen Rechte forderten wie für die Albaner im Kosovo. Doch Milosevic lehnte ab. Sein Argument: Das Kosovo sei integraler Bestandteil Serbiens, Kroatien aber eine Republik, welche die jugoslawische Föderation verlasse.


    Damals wie heute stand das Selbstbestimmungsrecht der Völker im Gegensatz zur territorialen Souveränität des Staates. So ist es auch jetzt nicht verwunderlich, dass der Vorschlag des UN-Vermittlers Martti Ahtisaari zur Zukunft des Kosovo in Serbien mit großer Ablehnung aufgenommen wurde. Der Vorschlag "eröffnet dem Kosovo die Möglichkeit, unabhängig zu werden", begründete der serbische Präsident Tadic sein Nein.


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    Doch die Serben haben den Kampf um ihre territoriale Souveränität immer verloren: Jugoslawien zerfiel, in Bosnien steht die serbische Staatlichkeit auf dem Spiel, und Montenegro ist ein selbstständiger Staat. Auch deshalb herrscht unter ihnen Fatalismus. Sie werfen dem UN-Vermittler vor, dass sein Plan dem Kosovo ermögliche, Mitglied in internationalen Organisationen zu werden und damit auch ein Sitz bei den Vereinten Nationen nicht ausgeschlossen ist. Problematisch ist aus ihrer Sicht auch, dass das Kosovo seine Grenzen künftig selbst überwachen soll, sich aber nicht mit Serbien über ihren Verlauf einigen muss.

  4. #1994
    Avatar von skenderbegi

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    © ZEIT online 4.2.2007 - 11:50 Uhr

    Der Kosovo-Plan
    Der UN-Vermittler Martti Ahtisaari hat am Freitag seinen Plan für die Zukunft der südserbischen Provinz Kosovo veröffentlicht. Die wichtigsten Punkte in Stichworten

    1. Das Kosovo erhält eine Verfassung und nationale Symbole wie eine Flagge, ein Wappen, eine Hymne.
    2. Die Provinz kann Mitglied in internationalen Organisationen werden wie der UN, der Weltbank oder dem Währungsfonds.
    3. Die Provinz darf eine kleine, leicht bewaffnete Armee aufstellen.
    4. Das Kosovo kontrolliert seine Außengrenzen.
    5. Das Eigentum des früheren jugoslawischen Staates fällt dem Kosovo zu.
    6. Ausgedehnter Schutz für die serbische Minderheit durch Sonderrechte im Parlament und in der Regierung sowie in den Bereichen Justiz, Bildung, Polizei. Teilautonomie der Gemeinden mit serbischer Bevölkerungsmehrheit.
    7. Schutzzonen und Sonderrechte für die mittelalterlichen serbischen Klöster und Kirchen.
    8. EU-Vertreter mit weitgehenden Rechten kontrollieren Umsetzung des Plans.
    9. Eine von der NATO geführte Schutztruppe garantiert Sicherheit.
    10. Das Kosovo darf sich keinem Nachbarn wie z.B. der «Mutterrepublik» Albanien anschließen.


    Zum Thema
    "Noch eine Chance" - UN-Vermittler Martti Ahtisaari stellt seinen Plan über die Zukunft des Kosovo in Belgrad und Prishtina vor »

    Außenpolitik Analysen und Hintergründe »

    © ZEIT online 4.2.2007 - 11:50 Uhr

    sehr wichtige punke die grenzen , eigentum,mitglied in internationalen organisationen....

  5. #1995

    Registriert seit
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    11.391
    kosova-serbe begeht selbstmord

    http://rtklive.com/?newsId=1874&PHPS...8e95274cd77c51

    ----------------------

    ist die aktuelle politische lage schuld an seinem selbstmord?

  6. #1996
    Avatar von Djordje_is_back

    Registriert seit
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    64
    Zitat Zitat von drenicaku
    kosova-serbe begeht selbstmord

    http://rtklive.com/?newsId=1874&PHPS...8e95274cd77c51

    ----------------------

    ist die aktuelle politische lage schuld an seinem selbstmord?
    Interessante Quelle du Affe.

  7. #1997
    Avatar von skenderbegi

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    ES GIBT KEINEN DRITTEN WEG...

    MeinungLeitartikel
    Kein dritter Weg für Kosovo
    Frank Herold

    Serbiens Führung hat sich in eine Wagenburg zurückgezogen. Sie lehnt den Vorschlag für eine Lösung der Kosovo-Frage, der ihr vom UN-Gesandten Ahtisaari unterbreitet worden ist, rundweg ab. Auch der deutsche Außenminister Steinmeier wird sie bei seinem Belgrad-Besuch Mitte dieser Woche wohl kaum umstimmen können. Kein serbischer Politiker will in den Geschichtsbüchern seines Landes auftauchen als derjenige, der Kosovo preisgegeben hat. Wenn der Name dieser Region fällt, dann geht es in Belgrad - zumindest in öffentlichen Äußerungen - nicht um politische Vernunft, sondern allein um politische Legenden. Kosovo, das ist der Kern vom Gründungsmythos der serbischen Nation, selbst wenn die Region streng staatsrechtlich betrachtet erst seit dem Ende des ersten Balkankrieges und mithin keine hundert Jahre dazugehört.

    Doch mit rein juristischen Erwägungen kommt man einer Lösung des Problems ohnehin nicht näher. Völkerrechtlich liegen zwei Prinzipien faktisch unauflöslich im Widerstreit: Das Selbstbestimmungsrecht der albanischen Mehrheitsbevölkerung und das Prinzip der territorialen Integrität des serbischen Staates. Was wiegt schwerer? Die Albaner des Kosovo können darauf verweisen, dass Belgrad seine Verfügungsgewalt über Kosovo zunächst wie ein Apartheid-Regime handhabte und dann zu ethnischen Säuberungen missbrauchte. Die Serben bestehen jedoch auf der UN-Resolution 1244, die die Region als ihr Staatsgebiet definiert. Das ist aber nicht mehr als ein leerer Rechtstitel, weil Serbien jetzt und auch in Zukunft keine Aussicht hat, seinen Anspruch zu realisieren. Die Wirklichkeit des Kosovo ist, bis auf ein kleines Gebiet im Norden um Mitrovica und einige Gemeinden, albanisch geprägt.
    Seit einem Jahr wurden Verhandlungen geführt mit dem für alle sichtbaren Ergebnis, dass eine einvernehmliche serbisch-albanische Lösung unmöglich ist. Der Athisaari-Vorschlag wäre zwar keine ideale Lösung, aber ein für alle einigermaßen befriedigender Ausweg. Der Plan beschreibt keine Wunschvorstellungen, sondern in einem ersten Teil eine Situation, die bereits eingetreten ist, und in einem anderen eine Entwicklung, die sich unabwendbar vollziehen wird - im günstigsten Fall durch den UN-Sicherheitsrat mit einer Resolution sanktioniert, widrigenfalls aber wohl auch ohne diese.

    Realität ist: Den von Belgrad unabhängigen Kosovo gibt es längst.
    Mit allen demokratischen und verwaltungstechnischen Institutionen, wie unzulänglich diese auch immer funktionieren mögen. Die Entwicklung kann keine internationale Vereinbarung rückgängig machen, ohne die Region erneut in blutige Auseinandersetzungen zurückzuwerfen. Was jetzt hinzukommen soll, sind einige, auf unbefristete Zeit eingeschränkte Souveränitätsrechte, u.a. das Recht, mit anderen Staaten Verträge zu schließen.

    Der einzige Einwand neben der Belgrader Ablehnung kommt derzeit aus einem Land, das sich schon seit längerem nicht mehr erkennbar um eine Stabilisierung der Lage auf dem Balkan bemüht hat: aus Russland. Die Position Moskaus ist bedeutsam, nicht nur weil Russland zur so genannten Kosovo-Kontaktgruppe gehört, sondern vor allem weil es die Überführung des Ahtisaari-Vorschlags in Völkerrecht durch sein Veto im Sicherheitsrat blockieren kann.

    Was aber auch Moskau nicht verhindern kann, das ist die bilaterale Anerkennung Kosovos durch andere Staaten. Einige scheinen dazu bereit. Gut sechs Jahre nach dem Krieg der Nato gegen Jugoslawien soll das Kapitel Kosovo endlich geschlossen werden. Wenn man die beste Lösung, ein Abkommen zwischen Belgrad und Pristina, nicht bekommen kann, dann wird man die zweitbeste exekutieren.

    Belgrad hat Widerstand angekündigt. Zunächst hieß es, man werde die diplomatischen Beziehungen zu allen Ländern abbrechen, die Kosovo anerkennen. Jetzt will man nur noch die Botschafter zurückrufen. Das zeigt, dass man auch in Belgrad erkannt hat, wer den Schaden dieser neuen Selbstisolation zu tragen hätte: niemand anders als Serbien selbst. Von dieser Einsicht ist es noch Stück Weg zu dem Eingeständnis, dass Milosevic Kosovo verspielt hat, dass die Region unwiederbringlich verloren ist. Die serbische Führung muss sich aber endlich entscheiden zwischen sturem Beharren auf einer mythisch verklärten und einem Weg, der Serbien eine Zukunft in Europa eröffnet. Einen dritten Weg dazwischen gibt es nicht.
    Von dieser Einsicht ist es noch Stück Weg zu dem Eingeständnis, dass Milosevic Kosovo verspielt hat, dass die Region unwiederbringlich verloren ist. Die serbische Führung muss sich aber endlich entscheiden zwischen sturem Beharren auf einer mythisch verklärten Vergangenheit und einem Weg, der Serbien eine Zukunft in Europa eröffnet. Einen dritten Weg dazwischen gibt es nicht.

    Berliner Zeitung, 05.02.2007
    http://www.berlinonline.de/berliner-...ng/626140.html


    Ich lass jetzt mal unkommentiert stehen.....

  8. #1998

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    http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B...73027D0408B048
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    Glosse Politik
    Neue Nuance

    04. Februar 2007

    Noch ist nicht absehbar, was Russland als Ausgleich für eine
    Kooperation mit dem Westen im Kosovo fordern wird. Außenminister Lawrow soll
    nun gesagt haben, sein Land sei gegen eine Lösung, die nicht für Serben und
    Kosovo-Albaner zugleich akzeptabel ist. Wenn er richtig zitiert wurde, ist
    das mehr als eine Nuance. Bisher hatte Moskau angedeutet, es werde eine von
    Serbien nicht akzeptierte Lösung blockieren. Nun soll sie auch für die
    Kosovo-Albaner erträglich sein. Überdies kann eine akzeptable Lösung von
    einer akzeptierten stark abweichen. Was für Serben und Albaner annehmbar zu
    sein hat, wird der Kreml mit Blick auf eigene Interessen entscheiden. Bis
    dahin wird Moskau mit seinem Vetorecht wuchern. Lawrow hat auf einen Passus
    der geltenden Kosovo-Resolution von 1999 hingewiesen, den viele im Westen
    gern vergessen sähen. Damals legte der Sicherheitsrat fest, dass ein in der
    Größe zu bestimmendes Kontingent serbischer Sicherheitskräfte in das Kosovo
    zurückkehren dürfe, um dort an Grenzübergängen und serbischen Kirchengütern
    Präsenz zu zeigen. Wollte Russland auf der Erfüllung dieser Passage
    beharren, würde das den Lösungsprozess nochmals verzögern.


    ********


    http://religion.orf.at/projekt03/new..._kosovo_fr.htm
    Kosovo: Serbische Kirche ruft zu Verhinderung von Ahtisaari-Plan auf

    Die Führung der serbisch-orthodoxen Kirche hat am Samstag an die
    internationale Gemeinschaft appelliert, die Kosovo-Vorschläge des
    UNO-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari zu Fall zu bringen.

    Die Ahtisaari-Vorschläge seien eine "juristische Vergewaltigung" und würden
    das "Entreißen des wertvollsten" Teilgebietes Serbiens bedeuten, des
    Zentrums des mittelalterlichen serbischen Staates und der "Wiege der
    serbischen Kultur", heißt es in einer in Belgrad veröffentlichten
    Stellungnahme des Heiligen Synods des serbisch-orthodoxen Patriarchats.
    Für Bischof Artemije sind die Vorschläge "unannehmbar"
    http://religion.orf.at/projekt03/new..._kosovo_fr.htm
    Der serbisch-orthodoxe Bischof im Kosovo, Artemije (Radosavljevic), hatte am
    Freitag in Brüssel erklärt, die auf einen souveränen Staat hinauslaufenden
    Vorschläge Ahtisaaris für die heute zu über 90 Prozent von Albanern bewohnte
    südserbische Provinz seien "für die Serben und für Serbien unannehmbar",
    weil sie von einer Trennung des Kosovo von Serbien ausgingen. "Wir werden
    das niemals anerkennen", sagte der Bischof nach Gesprächen mit dem
    EU-Beauftragten Stefan Lehne. "Kosovo ist für uns das serbische Jerusalem",
    hatte Artemije im Vorjahr bei einer Feier im Kloster Gracanica vor den Toren
    von Pristina erklärt.
    Bischof: Albaner wollen Spuren serbischer Kultur auslöschen

    Die EU müsste nach Ansicht Artemijes Druck auf die albanische Seite ausüben,
    damit sie der serbischen Minderheit im Kosovo größere Zugeständnisse macht.
    Der Vorschlag Ahtisaaris betont den Schutz der Kulturgüter und des Besitzes
    der serbisch-orthodoxen Kirche im Kosovo. Dazu sollen Schutzzonen von bis zu
    100 Hektar insbesondere um die Klöster errichtet werden. Belgrad hatte die
    Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen
    (UNESCO) wiederholt eindringlich aufgerufen, sich für den Schutz der
    serbischen historischen und religiösen Denkmäler im Kosovo einzusetzen.
    Bischof Artemije hatte bereits früher beklagt, Ziel militanter Albaner sei
    es, alle Spuren serbischer Kultur auszulöschen. Obwohl die südserbische
    Provinz mit albanischer Mehrheitsbevölkerung seit dem Krieg 1999 von den
    Vereinten Nationen verwaltet wird, waren etwa 2004 bei schweren
    Ausschreitungen zahlreiche historische Klöster und Kirchen zerstört worden.

  9. #1999
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
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    zitat aus sumas beitrag;

    . Wenn er richtig zitiert wurde, ist
    das mehr als eine Nuance. Bisher hatte Moskau angedeutet, es werde eine von
    Serbien nicht akzeptierte Lösung blockieren. Nun soll sie auch für die
    Kosovo-Albaner erträglich sein. Überdies kann eine akzeptable Lösung von
    einer akzeptierten stark abweichen.



    ja der bruder russe hat als bär einen riesen hunger.....

    der kann eben nicht nur von der bruder-liebe serbiens leben.... :P


    überigens kommt mir dieser slalomkurs bekannt vor...

  10. #2000

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    1.896
    05.02.2007

    Lawrow: Künftiger Kosovo-Status hängt von Belgrad und Pristina ab

    Russland will nur einer Lösung zustimmen, die für Serbien akzeptabel ist - Solana: Moskau hat "besondere Verantwortung"

    Moskau - Die Zukunft der südserbischen Provinz Kosovo liegt nach Worten von Russlands Außenminister Sergej Lawrow in den Händen von Serben und Kosovo-Albanern. "Von ihnen hängt der künftige Status ab", sagte Lawrow am Montag nach einem Treffen mit der so genannten EU-Troika in Moskau. Eine direkte Stellungnahme zur Haltung Moskaus in dieser Frage wollte Lawrow nicht geben: "Der Plan (von UNO-Vermittler Martti Ahtisaari) ist nicht für die Russische Föderation entworfen worden, sondern für Belgrad und Pristina."

    Konsultationen mit EU-Troika

    Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der die EU-Troika als amtierender EU-Ratspräsident anführt, sagte, er gehe davon aus, dass beide Seiten - Serben und Albaner - jetzt zu Konsultationen geführt würden. Die EU-Troika wird am Mittwoch zu Gesprächen mit der serbischen Führung in Belgrad erwartet. Ahtisaari hatte vergangene Woche eine eingeschränkte Unabhängigkeit der seit 1999 unter UNO-Verwaltung stehenden Provinz vorgeschlagen. Dies wird von Belgrad vehement abgelehnt. Im März soll sich der UN-Sicherheitsrat mit dem Status des Kosovos befassen. Dort will Russland aber nur einer Lösung zustimmen, die auch für Serbien akzeptabel ist.

    "Besondere Verantwortung"

    EU-Chefdiplomat Javier Solana sagte vor dem Beginn des Moskauer Treffens, Russland habe als ständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat eine "besondere Verantwortung" bei der Lösung der Kosovo-Frage. In einem Interview mit der Tageszeitung "wremja Novostei" wies Solana darauf hin, dass die Statusfrage die wichtigste Aufgabe für die EU heuer sei. Die EU unterstütze den UNO-Sonderbeauftragten Ahtisaari, dessen Vorschlag den Ausgangspunkt für eine Lösung der Statusfrage bilde.

    Lawrow: "Aussichtslos und kontraproduktiv"

    Im einem Interview mit dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sagte Lawrow, es wäre "aussichtslos und kontraproduktiv", wenn Ahtisaaris Vorschlag dem UNO-Sicherheitsrat vorgelegt würde. "Ich kann mir nicht vorstellen, wie er eine Entscheidung verabschieden kann, die für die Serben nicht akzeptabel wäre." Lawrow übte dabei scharfe Kritik am Westen. Dieser habe nicht für die Umsetzung von Menschenrechtsstandards im Kosovo gesorgt und selbst die UNO-Resolution aus dem Jahr 1999, mit der die internationale Verwaltung der Provinz beschlossen wurde, sei nie ganz verwirklicht worden, etwa die vorgesehene Rückkehr von einem Teil der serbischen Grenztruppen.

    Lawrow bezeichnete es als "Schande für Europa", dass die Serben heute die größte Flüchtlingsgruppe in Europa bildeten. "Unsere westlichen Partner haben ständig argumentiert: erst bestimmte Standards durchsetzen, dann die Statusfrage klären. Jetzt wird uns erklärt, die albanische Führung im Kosovo könne nichts unternehmen, bevor sie nicht sicher sein kann, dass das Kosovo die Unabhängigkeit bekommt", kritisierte der russische Chefdiplomat.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2755406


    Da hat er recht,erst 16000 von rund 220000 Flüchtlingen wurde die Rückkehr ermöglicht.

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