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Kosovo und die Statusverhandlungen NEWS

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 15.11.2005, 15:34 Uhr · 4.928 Antworten · 156.608 Aufrufe

  1. #2001

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    Zitat Zitat von Djordje_is_back
    Zitat Zitat von drenicaku
    kosova-serbe begeht selbstmord

    http://rtklive.com/?newsId=1874&PHPS...8e95274cd77c51

    ----------------------

    ist die aktuelle politische lage schuld an seinem selbstmord?
    Interessante Quelle du Affe.
    affe kannst du zu deinem erzeuger sagen, deinem igel den du immer vergewaltigst. :wink:

  2. #2002
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von drenicaku
    Zitat Zitat von Djordje_is_back
    Zitat Zitat von drenicaku
    kosova-serbe begeht selbstmord

    http://rtklive.com/?newsId=1874&PHPS...8e95274cd77c51

    ----------------------

    ist die aktuelle politische lage schuld an seinem selbstmord?
    Interessante Quelle du Affe.
    affe kannst du zu deinem erzeuger sagen, deinem igel den du immer vergewaltigst. :wink:
    was lässt dich auf den ein...????

    weist der nichts zu sagen hat heult und schreit.....

    oder siehe suma die klammern dann sich an jedem noch so erdenklichen kleinen strohhalm namens russland.....

    ich glaube der scheint die realität immer noch nicht verstanden zu haben...

    denn sollte er die berichterstattung in europa verfolgen ist überall der gleiche tenor zuhören nämlich nur die artundweise dem status betreffend wird ausdiskutiert....... 8O :idea:

  3. #2003
    Avatar von illyrian_eagle

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    Lawrow bezeichnete es als "Schande für Europa", dass die Serben heute die größte Flüchtlingsgruppe in Europa bildeten. "Unsere westlichen Partner haben ständig argumentiert: erst bestimmte Standards durchsetzen, dann die Statusfrage klären. Jetzt wird uns erklärt, die albanische Führung im Kosovo könne nichts unternehmen, bevor sie nicht sicher sein kann, dass das Kosovo die Unabhängigkeit bekommt", kritisierte der russische Chefdiplomat.


    Jaajajajj was will er soll er endlich die klappe halten.

    Europa hatt schon angedeutet wo es längst geht.............

    Und so lange Amerika der boss ist hatt Russland nichts zu melden.

    Sollen die doch ihr Veto einlegen Unabhängig werden wir so oder so.

  4. #2004
    Avatar von skenderbegi

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    5. Februar 2007, 9:42; Letzte Aktualisierung: 14:24
    EU-Troika in Moskau
    Russisch-europäische Beziehungen auf dem Prüfstand
    Die so genannte EU-Troika hat in Moskau ihre Gespräche über die Gestaltung der europäisch-russischen Beziehungen aufgenommen. Das Treffen mit Russlands Aussenminister Sergej Lawrow soll mehrere Stunden dauern.
    Teilnehmer auf europäischer Seite sind der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier als amtierender EU-Ratspräsident sowie der EU-Aussenbeauftragte Javier Solana. EU-Aussenkommissarin Benita Ferrero-Waldner musste die Reise krankheitsbedingt absagen.

    Polen blockiert Verhandlungen

    Beide Seiten wollen über die noch ausstehenden Verhandlungen über ein neues Partnerschafts- und Kooperationsabkommen diskutieren. Der Verhandlungsbeginn wird derzeit vom EU-Mitglied Polen blockiert, weil die russische Regierung ein Fleisch-Importembargo gegen Polen verhängt hat.

    Lawrow zeigte sich zuversichtlich, dass eine Einigung mit der EU über einen neuen Vertrag zu Stande kommt. Im russischen Fernsehen signalisierte er am Sonntagabend zudem Zustimmung zur Idee Steinmeiers, in dem neuen Abkommen auch Energiefragen zu integrieren. Die EU-Staaten decken rund 40 Prozent ihres Gasbedarfes in Russland.


    Kosovo-Frage auf der Traktandenliste


    Bei den Gesprächen in Moskau dürfte es auch um den künftigen Status der von Serbien abtrünnigen Kosovo-Provinz gehen, mit dem sich im März der UNO-Sicherheitsrat befassen soll. Dort will Moskau nur einer Regelung zustimmen, die auch für Serbien akzeptabel ist.
    (sda/sper)

    Die EU-Troika und der russische Aussenmister Sergei Lawrow wollen Konflikte ausräumen. (keystone)


    Politik - International
    Kosovo-Status: US-Sondervertreter zu Gesprächen in Pristina
    09:57 | 05/ 02/ 2007



    BELGRAD, 05. Februar (RIA Novosti). Der Sondervertreter für den Balkan aus dem US-Außenministerium, Frank Wisner, kommt am Montag zu einem eintägigen Besuch nach Pristina (Hauptstadt von Kosovo).

    Er wird mit der Kosovo-Führung den vom UN-Sondervertreter Marti Ahtisaari ausgearbeiteten Plan zur Regelung des Kosovo-Problems besprechen.

    In Pristina wird dem Besuch eine große Bedeutung beigemessen, da ein Vertreter aus Washington nach der Bekanntgabe des Ahtisaari-Plans zuerst den Kosovo besucht.

    Bekanntlich setzen die Spitzenvertreter der Kosovo-Albaner bei ihren ambitionierten Plänen, die Region in die Unabhängigkeit zu führen, auf die Unterstützung der USA große Hoffnungen.


    Am Dienstag reist Wisner nach Belgrad weiter, wo er sich mit der serbischen Führung treffen soll.

    --------------------------------------------------------------------------------

  5. #2005
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
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    Berlin (pressrelations) -
    05. Februar 2007 – 113
    Stellvertretender Fraktionsvorsitzender

    Klare Perspektive für das Kosovo

    Zu den vom UN-Kosovo-Vermittler und ehemaligen finnischen Staatspraesidenten Martti Ahtisaari vorgelegten Regelungsvorschlaegen fuer den kuenftigen Status des Kosovo erklaert der stellvertretende Vorsitzende, Walter Kolbow:

    Die Findung einer akzeptablen Loesung fuer den kuenftigen Status des Kosovo kommt der Quadratur des Kreises gleich. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Vorschlaege von Martti Ahtisaari auf keiner Seite
    Begeisterung, dagegen aber viel Kritik hervorriefen. Dennoch hat Ahtisaari hervorragende Arbeit geleistet.

    Kosovo wird selbstaendig. Den Kosovo-Albanern, die 90 Prozent der Bevoelkerung ihres Landes stellen, darf das Selbstbestimmungsrecht nicht weiter vorenthalten werden. Kein Volk in Europa wurde in der juengsten Zeit so unterdrueckt wie die Kosovo-Albaner waehrend des Milosevic-Regimes. Nicht umsonst rang sich die NATO erstmals in ihrer Geschichte zu einem Krieg gegen ein europaeisches Land durch. Die Befreiung der Kosovaren von serbischer Bevormundung ist ein Fakt, der nicht rueckgaengig gemacht werden kann.

    Seit ihrer Befreiung haben die Kosovo-Albaner es aber noch nicht vermocht, glaubwuerdig zu beweisen, dass unter ihrer Herrschaft die Rechte und der Schutz der anderen Volksgruppen im Land nachhaltig gewaehrleistet sind. Die blutigen Ausschreitungen gegen die Serben im Kosovo vom Maerz 2004 sind nicht vergessen.

    Dies bedeutet, dass volle Unabhaengigkeit erst dann gewaehrt werden kann, wenn alle von der internationalen Gemeinschaft eingeforderten Standards erreicht sind.

    Der Vorschlag Ahtisaaris einer 'ueberwachten Unabhaengigkeit'

    ist daher folgerichtig. Auch wenn viele Kosovaren darueber enttaeuscht sind, dass es nicht sofort eine uneingeschraenkte Souveraenitaet geben wird, ist der Loesungsvorschlag Ahtisaaris konsequent, da er den Erfordernissen des Minderheitenschutzes im Kosovo gerecht wird. Insbesondere die serbische Volksgruppe wird vielfaeltige Rechte erhalten und kommt damit in den Genuss einer 'positiven Diskriminierung', wie sie noch bei keiner anderen Konfliktloesung von der Internationalen Gemeinschaft so umfangreich und detailliert festgeschrieben wurde.

    Was nun auf allen Seiten gefragt ist, sind Nuechternheit und politische Klugheit. Dies gilt gleichermassen fuer den Weltsicherheitsrat wie fuer die EU in Bruessel, fuer Moskau und Belgrad sowie insbesondere fuer alle Verantwortlichen in Pristina.

    - Notwendig sind jetzt zuegige Entscheidungen der Internationalen Gemeinschaft ueber die naechsten Schritte der Status-Festlegung. Nichts waere schaedlicher, als eine klare Perspektive fuer das Kosovo weiter zu verschleppen.

    - Die EU muss Serbien trotz aller Beitrittsmuedigkeit eine klare EU-Perspektive anbieten. Damit kann in der serbischen Bevoelkerung ein wichtiger Beitrag dazu geleistet werden, die Enttaeuschung ueber die unvermeidbare Abtretung des Kosovo ueberwinden zu koennen.

    - Moskau muss davon ueberzeugt werden, dass die Befriedung des Kosovo nicht zur Geisel eigener ungeloester Territorial-Konflikte wie zum Beispiel in Tschetschenien gemacht werden darf.

    - Die Drohung mit dem Abbruch diplomatischer Beziehungen durch den serbischen Premier Kostunica ist jenseits jeglicher Realpolitik. Derartige Plaene gefaehrden die notwendige Europa-Orientierung jeder neuen Regierung in Belgrad und sollten nicht weiter verfolgt werden.

    - Kosovo braucht fuer seine dringend benoetigte gesellschaftliche und oekonomische Entwicklung Stabilitaet und internationales Vertrauen. Unverhohlene Gewaltandrohungen radikaler Kosovo-Albaner sind dafuer ebenso wenig akzeptabel wie die erschreckende Verquickung von Teilen der politischen Klasse mit der organisierten Kriminalitaet.

    Die SPD wird sich dafuer einsetzen, dass Deutschland in der Zeit der EU-Praesidentschaft und auch darueber hinaus seiner Verantwortung gerecht wird und einen wichtigen Beitrag bei den anstehenden Aufgaben im Kosovo leisten wird.

    © 2007 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de

  6. #2006
    Avatar von TigerS

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    Lawrow: Künftiger Kosovo-Status hängt von Belgrad und Pristina ab
    Russland will nur einer Lösung zustimmen, die für Serbien akzeptabel ist - Solana: Moskau hat "besondere Verantwortung"


    Moskau - Die Zukunft der südserbischen Provinz Kosovo liegt nach Worten von Russlands Außenminister Sergej Lawrow in den Händen von Serben und Kosovo-Albanern. "Von ihnen hängt der künftige Status ab", sagte Lawrow am Montag nach einem Treffen mit der so genannten EU-Troika in Moskau. Eine direkte Stellungnahme zur Haltung Moskaus in dieser Frage wollte Lawrow nicht geben: "Der Plan (von UNO-Vermittler Martti Ahtisaari) ist nicht für die Russische Föderation entworfen worden, sondern für Belgrad und Pristina."

    Konsultationen mit EU-Troika

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    Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der die EU-Troika als amtierender EU-Ratspräsident anführt, sagte, er gehe davon aus, dass beide Seiten - Serben und Albaner - jetzt zu Konsultationen geführt würden. Die EU-Troika wird am Mittwoch zu Gesprächen mit der serbischen Führung in Belgrad erwartet. Ahtisaari hatte vergangene Woche eine eingeschränkte Unabhängigkeit der seit 1999 unter UNO-Verwaltung stehenden Provinz vorgeschlagen. Dies wird von Belgrad vehement abgelehnt. Im März soll sich der UN-Sicherheitsrat mit dem Status des Kosovos befassen. Dort will Russland aber nur einer Lösung zustimmen, die auch für Serbien akzeptabel ist.

    "Besondere Verantwortung"

    EU-Chefdiplomat Javier Solana sagte vor dem Beginn des Moskauer Treffens, Russland habe als ständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat eine "besondere Verantwortung" bei der Lösung der Kosovo-Frage. In einem Interview mit der Tageszeitung "wremja Novostei" wies Solana darauf hin, dass die Statusfrage die wichtigste Aufgabe für die EU heuer sei. Die EU unterstütze den UNO-Sonderbeauftragten Ahtisaari, dessen Vorschlag den Ausgangspunkt für eine Lösung der Statusfrage bilde.

    Lawrow: "Aussichtslos und kontraproduktiv"

    Im einem Interview mit dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sagte Lawrow, es wäre "aussichtslos und kontraproduktiv", wenn Ahtisaaris Vorschlag dem UNO-Sicherheitsrat vorgelegt würde. "Ich kann mir nicht vorstellen, wie er eine Entscheidung verabschieden kann, die für die Serben nicht akzeptabel wäre." Lawrow übte dabei scharfe Kritik am Westen. Dieser habe nicht für die Umsetzung von Menschenrechtsstandards im Kosovo gesorgt und selbst die UNO-Resolution aus dem Jahr 1999, mit der die internationale Verwaltung der Provinz beschlossen wurde, sei nie ganz verwirklicht worden, etwa die vorgesehene Rückkehr von einem Teil der serbischen Grenztruppen.

    Lawrow bezeichnete es als "Schande für Europa", dass die Serben heute die größte Flüchtlingsgruppe in Europa bildeten. "Unsere westlichen Partner haben ständig argumentiert: erst bestimmte Standards durchsetzen, dann die Statusfrage klären. Jetzt wird uns erklärt, die albanische Führung im Kosovo könne nichts unternehmen, bevor sie nicht sicher sein kann, dass das Kosovo die Unabhängigkeit bekommt", kritisierte der russische Chefdiplomat.(APA/dpa/Tanjug/Reuters)



    http://derstandard.at/?url=/?id=2755406

  7. #2007

    Registriert seit
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    1.896
    05.02.2007

    US-Vertreter: Kosovo-Lösung wird Albaner nicht enttäuschen

    Wisner will nach Moskau reisen - Ceku: Wiener Treffen nur "technischer Natur"

    Pristina - Die Lösung der Kosovo-Statusfrage wird die Albaner in der südserbischen Provinz nicht enttäuschen, selbst wenn die Vorschläge des UNO-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari noch modifiziert werden sollten. Dies sagte der US-Diplomat Frank Wisner am Montag bei einem Besuch in der Kosovo-Hauptstadt Pristina. Wisner gehört dem Verhandlungsteam Ahtisaaris an, der seinen auf eine eingeschränkte Unabhängigkeit des Kosovo hinauslaufenden Vorschlag am Freitag in Belgrad und Pristina vorgestellt hatte.

    Das Dokument Ahtisaaris sei "völlig offen für Veränderungen auf Grundlage von Diskussionen", sagte Wisner bei einer Pressekonferenz in Pristina. "Ich bezweifle aber stark, dass das sehr enttäuschend für euch (die Albaner) sein wird", fügte er hinzu. Die Kosovo-Albaner sind nur bereit, eine Unabhängigkeit der Provinz zu akzeptieren, während Serbien dies unter Verweis auf die völkerrechtlich garantierte Unverletzlichkeit der Grenzen vehement ablehnt.

    Wisner traf am Montag mit den Mitgliedern des kosovo-albanischen Verhandlungsteams bei den Wiener Gesprächen über die Zukunft der Provinz zusammen. Für 13. Februar hat Ahtisaari ein weiteres Treffen von Vertretern Pristinas und Belgrads in Wien anberaumt.

    Athisaaris Plan

    Der US-Diplomat kündigte an, in den kommenden Tagen auch nach Moskau reisen zu wollen. Russland hat angekündigt, im UNO-Sicherheitsrat nur einem Kosovo-Plan zustimmen zu wollen, der für Serbien akzeptabel ist. Als ständiges Ratsmitglied hat Russland ein Vetorecht im wichtigsten UNO-Gremium. Seine Botschaft an Moskau sei: "Wir müssen gemeinsam zu Ende bringen, was wir gemeinsam begonnen haben". Ahtisaaris Plan sei "ausgezeichnet" und verdiene es, unterstützt zu werden.

    Der kosovarische Ministerpräsident Agim Ceku bezeichnete den Vorschlag von Ahtisaari als "ausgewogen". Ahtisaari habe nämlich eine Balance zwischen den Wünschen der Mehrheitsbevölkerung und jenen der serbischen Volksgruppe in der Provinz gefunden, sagte Ceku der serbischen Tageszeitung "Glas javnosti" (Montagsausgabe). "Die Zukunft des Kosovo ist nun viel klarer und sie geht in die Richtung einer vollen Unabhängigkeit, einer Unabhängigkeit mit vollen Garantien für die Minderheitenrechte". Die beiden geplanten Wiener Treffen von Vertretern Belgrads und Pristinas seien nur "technischer Natur", betonte er. Die beiden Seiten sollten dabei ihre Anmerkungen und Verbesserungswünsche austauschen, meinte er.

    "Asymmetrische Dezentralisierung"

    Angesprochen auf den Widerstands Russlands meinte Ceku, Moskau werde wegen des Kosovo nicht seine Beziehungen zum Westen aufs Spiel setzen wollen. Nicht alle UNO-Vetomächte seien von Ahtisaaris Vorschlag begeistert, doch handle es sich dabei "um das Projekt der UNO, das Projekt von Pristina und Belgrad, und ich denke, dass der Vorschlag äußerst ausgewogen ist". Den Serben bliebe alles, was sie einmal im Kosovo gehabt hätten und der Plan sehe Mechanismen zum Schutz der nationalen Interessen der Serben vor, betonte Ceku. Die vorgesehene "asymmetrische Dezentralisierung" gebe den mehrheitlich serbischen Gemeinden sogar mehr Rechte als den albanischen. "Unsere Hand ist ausgestreckt, aber die Serben sind noch immer nicht bereit, die Wirklichkeit zu akzeptieren. (...) Sie leben im Kosovo, aber sie denken, dass sie immer noch in Serbien leben."(APA/AFP/Tanjug)

    http://derstandard.at/?url=/?id=2755763

  8. #2008
    Avatar von skenderbegi

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    Leitartikel

    Der Kosovo-Mythos

    Von Michael Martens




    05. Februar 2007
    Wird Serbien die enge Bindung an Russland suchen - als Trost für den Verlust des Amselfeldes?


    Serbiens Kosovo-Politik ruht auf drei Pfeilern: dem nicht erst von Milosevic vermarkteten Epos eines Waffengangs am Ausgang des Mittelalters, der Überzeugungskraft des Völkerrechts sowie dem nicht immer geglückten Versuch einer kühl eigene und fremde Möglichkeiten wägenden Realpolitik.


    Man kann es für müßig halten, sich mit dem vermeintlichen historischen Ursprung des Konflikts um das Kosovo zu beschäftigen. Was an einem Junitag des Jahres 1389 auf dem Amselfeld geschah, ist für die Beurteilung der gegenwärtigen Lage tatsächlich unerheblich. Nicht nebensächlich ist aber, was aus dem Kampf der Armeen des serbischen Fürsten Lazar gegen die Truppen von Sultan Murad I. in den Jahrhunderten danach gemacht wurde: Der Mythos vom Amselfeld ist oft mit Erfolg eingesetzt worden, um die serbische Innenpolitik zu beeinflussen. Zuletzt war das im Oktober des vergangenen Jahres so, als Serbiens Ministerpräsident Kostunica das Kosovo als Hebel einsetzte, um die neue serbische Verfassung durch das Parlament zu bringen.


    Wie praktisch dieser Kosovo-Mythos ist, hat indirekt sogar Milosevic selbst bestätigt, indem er zugab, dass es schwierig sei, zwischen der Legende und der Geschichte der Schlacht zu unterscheiden. Ihm diente die Überlieferung von der serbischen Niederlage sechs Jahrhunderte später als Instrument zur Abschaffung der Zeit. Eine mythische Vergangenheit wurde in die Gegenwart umgepflanzt und tagespolitisch urbar gemacht. Die Schlacht gegen die Türken war nicht länger ferner Waffenlärm aus grauer Vorzeit. Kosovo war gestern. Das zeigte sich auch 1999 im Krieg der Nato gegen "Jugoslawien". In der serbischen Propaganda zum Kosovo-Krieg erschien die Geschichte in Gestalt einer Wiederholungstäterin, mit der westlichen Allianz in der Rolle der Osmanen.


    Die legendäre Vorlage eignet sich auch deshalb so gut für politische Zwecke, weil eines ihrer zentralen Elemente die Geschichte vom Verräter ist, dem "serbischen Judas" Vuk Brankovic, der die Schuld am Untergang der Serben tragen soll, weil er den Fürsten Lazar im Stich gelassen habe. Kein Serbe will seinen Gegnern Gelegenheit geben, ihn als Brankovic zu diskreditieren. Daher wagt außer einem jungen und bis auf weiteres wohl nebensächlichen Epigonen des ermordeten Reformers Zoran Djindjic auch kein bekannter Politiker in Belgrad, öffentlich aus dem fatalen Konsens auszubrechen, dass Serbien das Kosovo niemals aufgeben dürfe.


    Da nun weder der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen noch der UN-Sondergesandte Ahtisaari die Nachwirkungen mittelalterlicher Blutbäder zur Grundlage ihrer Entscheidungen machen werden, beruft sich Serbien in seiner Außendarstellung des Konflikts auf das Völkerrecht. Es hat starke Argumente auf seiner Seite, zumal die Vereinten Nationen als Zusammenschluss souveräner Staaten separatistische Bewegungen per se nicht gutheißen können. Immer wieder warnt die Regierung in Belgrad vor dem gefährlichen Präzedenzfall, der einträte, sollte die Staatengemeinschaft Serbien mit Billigung des UN-Sicherheitsrates ein Fünftel seines Staatsgebietes entreißen. Besonders die Vereinigten Staaten behaupten als Antwort stets, beim Kosovo handele es sich um einen einzigartigen Fall. Doch trotz aller Unterschiede im Detail: Tatsächlich ist nicht der Fall Kosovo sui generis, sondern nur die Behauptung, er sei es. Tschetschenen, Kurden, Uiguren und die Minderheiten vieler anderer Länder könnten sich schließlich wie die Kosovo-Albaner darauf berufen, ein Verbleib in ihrem jeweiligen Staat sei ihnen nach dem, was ihnen in der Vergangenheit widerfahren sei, nicht mehr zumutbar. Sie könnten das im Gegensatz zu den albanischen Kosovaren sogar mit überzeugenderen Gründen tun, denn deren Drangsalierung gehört der Vergangenheit an, und Serbien ist heute, trotz aller Mängel, ein demokratischer Staat.


    Die dritte Säule der serbischen Politik ruht weder auf dem Recht noch auf der Macht der Vergangenheit. Ihr Sockel ist solider: Belgrad kalkuliert mit der Macht der Gegenwart und setzt auf ein russisches Veto gegen einen Plan zur Unabhängigkeit des Kosovos. Doch es scheint möglich, dass Russland Serbien eher dann enger an sich binden kann, wenn es die Unabhängigkeit des Kosovos nicht verhindert, die heimlich geduldete Abtrennung der Provinz dabei aber als ein Werk des Westens darstellt - was sie letztlich ja auch wäre. Unter Präsident Putin, der seinen Landsleuten das in den neunziger Jahren verlorene Selbstvertrauen in hohen Dosen wieder injiziert hat, ist Russland auch auf dem Balkan damit beschäftigt, verlorenen Einfluss zurückzugewinnen. Wie in anderen Weltgegenden ist die Energiepolitik das auffälligste Mittel dazu. Zu den wichtigsten Vorhaben Russlands auf dem Balkan gehört der Bau einer Ölleitung vom bulgarischen Schwarzmeerhafen Burgas bis zur thrakischen Stadt Alexandroupoli an der griechischen Ägäisküste. Doch auf Bulgarien, den einst treusten Vasallen in der Region, ist nach dem EU-Beitritt des Landes aus Moskauer Sicht kaum noch Verlass, selbst wenn alte bulgarisch-russische Verbindungen, gerade beim Militär und in den Geheimdiensten, noch bestehen. Der serbische Weg in die EU scheint dagegen derzeit unabsehbar weit zu sein. Ein dem Westen entfremdetes Serbien könnte schon aus Mangel an anderen Möglichkeiten jene enge Bindung an Russland suchen, die der in Den Haag einsitzende Nationalistenführer Seselj seit Jahren fordert. Die Gleichung ginge allerdings nur auf, wenn sich Serbien nach der Unabhängigkeit des Kosovos tatsächlich innenpolitisch radikalisierte. Das könnte vorübergehend auch geschehen. Mittelfristig aber ist das Gegenteil zu erwarten.

    Text: F.A.Z., 06.02.2007, Nr. 31 / Seite 1

  9. #2009
    Avatar von skenderbegi

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    5. Februar 2007, 18:34, NZZ Online





    Serbien will Uno-Kosovo-Verhandlungen absagen
    Treffen am 13. Februar in Wien fraglich

    Serbien will die in Wien vom Uno-Kosovo- Vermittler Martti Ahtisaari geplanten Verhandlungen über die südserbische Provinz absagen. Das habe in Belgrad ein Treffen von Spitzenpolitikern bei Staatspräsident Boris Tadic ergeben, berichteten Teilnehmer.




    Ahtisaari präsentierte am Freitag in Pristina seine Vorgaben für eine künftige Eigenstaatlichkeit der Provinz Kosovo. (Bild epa)



    (sda/dpa) Tadic solle in der kommenden Woche in Wien lediglich vortragen, dass Serbien nicht an den Gesprächen teilnehmen könne, weil sich nach den Wahlen vor zwei Wochen das neue Parlament noch nicht konstituiert habe, hiess es am Montag weiter. Das Staatsoberhaupt selbst äusserte sich zunächst nicht.

    Ahtisaari hatte am vergangenen Freitag seine Pläne für die Zukunft dieser fast nur noch von Albanern bewohnten Provinz vorgelegt. Danach soll die Region von Serbien abgetrennt und ein selbständiger Staat werden. Belgrad lehnt das entschieden ab und verlangt die Wiedereingliederung des Kosovo in seinen Staatsverband. Ahtisaari hatte Albaner und Serben für den 13. Februar zu abschliessenden Verhandlungen nach Wien eingeladen.

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    also eins muss man den lassen von einsicht keine spur nein diese gehen noch einen schritt weiter und wollen wieder die alten zustände herrschen lassen.....

  10. #2010
    Avatar von Grobar

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    Zitat Zitat von skenderbegi
    Sie könnten das im Gegensatz zu den albanischen Kosovaren sogar mit überzeugenderen Gründen tun, denn deren Drangsalierung gehört der Vergangenheit an, und Serbien ist heute, trotz aller Mängel, ein demokratischer Staat.
    Schlage den Mann fuer den Nobelpreis fuer Literatur vor.
    Is zwar noch kein buch aber trotzdem.....toller satz....

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