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Kosovo und die Statusverhandlungen NEWS

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 15.11.2005, 15:34 Uhr · 4.928 Antworten · 156.707 Aufrufe

  1. #2221
    Avatar von skenderbegi

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    "Wie wenn der Teufel die Bibel liest"

    Letzte Verhandlungsrunde in Wien hat begonnen - Die Fronten sind klar - Kosovo-Verhandler Martti Ahtisaari fühlt sich absichtlich missverstanden
    Wien - Martti Ahtisaari ist sauer, weil wieder eine von diesen Fragen kommt. Eine serbische Journalistin hat ihn aufgefordert, Änderungen zu nennen, die er an seinem Plan machen werde, nachdem sogar Amnesty International gemeint hatte, dass die Serben im Kosovo in Zukunft weniger geschützt sein werden als bisher. Da habe man seinen Vorschlag nicht gelesen. "Oder nicht verstanden", wird Ahtisaari lauter. Wenn jemand so etwas behaupte, dann reagiere er so, wie "wenn der Teufel die Bibel liest."



    Die Fronten im Austria Center in Wien verlaufen ziemlich klar: Da ist einerseits der Chefverhandler, der bis 10. März seinen Vorschlag finalisieren will und ein wenig Spielraum für Änderungen in technischen Fragen - dazu gehört etwa die Anzahl der von den Serben selbst verwalteten Gemeinden - offen gelassen hat. In der Frage des völkerrechtlichen Status der bislang serbischen Provinz gibt es diesen Spielraum aber nicht.

    Keine Bewegung

    "Was den Status betrifft, gibt es nichts, was darauf hinweist, dass sich die Parteien bewegen", sagt der Finne, der seit einem Jahr die Verhandlungen in Wien führt. Genau genommen war aber ohnehin von Anfang an klar, dass weder die Kosovo-Albaner noch die Serben den Status entscheiden werden, weil dazu nur der UN-Sicherheitsrat befugt ist. Ahtisaari versucht am Mittwoch Bedenken zu zerstreuen, Russland könne als Vetomacht dort seinen Plan zurückweisen. "Ich möchte ja nicht der Sprecher von Putin sein", sagt er. Aber er glaube nicht, dass dessen Rede in München so kategorisch gemeint war. "Lasst uns geduldig sein." Warten, meint er, bis der Vorschlag in den Sicherheitsrat kommt.
    Die albanische Delegation fühlt sich in ihren Unabhängigkeitsbestrebungen weitgehend von Ahtisaari unterstützt. Die Mitglieder der serbischen Delegation stehen hingegen mit mürrischer Miene in den Gängen des Konferenzzentrums herum. Seit Monaten schon nehmen sie den UN-Verhandler unter Beschuss. 19. Jahrhundert

    Der Historiker Dusan Batakovic meint etwa, was die serbische Nation betreffe, sei das Ahtisaari-Dokument sehr "enttäuschend". Denn es ziele nur auf die Unabhängigkeit der Provinz ab. Und das sei ein Konzept des 19. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu dem, was Serbien vorschlage, nämlich eine moderne, europäische, regionale Vorgehensweise. Der Plan von Ahtisaari gebe den Serben im Kosovo weniger Schutz als während der Unmik-Zeit.

    Die Belgrader Delegierten machen insgesamt nicht den Eindruck, als würden sie in den nächsten Tagen die Bereitschaft entwickeln, etwas abzunicken. Obwohl Ahtisaari meint, dass es noch einige Tage zum Verhandeln gebe. "Nächstes Jahr", verhaspelt er sich. Lachen im Saal. "Nächste Woche", korrigiert er lächelnd. Nicht nur ihm scheint es langsam genug zu sein. (Adelheid Wölfl, DER STANDARD, Printausgabe 22.2.2007)

  2. #2222
    Avatar von skenderbegi

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    Interview | 21.02.2007
    Es geht um die Unabhängigkeit des Kosovo
    Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Fatmir Sejdiu
    Im DW-Interview spricht Fatmir Sejdiu, Präsident des Kosovo, über die Anschläge auf Fahrzeuge der UN-Mission UNMIK und den Vorschlag des UNO-Chefvermittlers Martti Ahtisaari zur Unabhängigkeit des Kosovo.

    DW: Herr Präsident, in diesem Monat kam es im Kosovo zu einem Anwachsen der Gewalt. Am 10. Februar gab es Ausschreitungen gegen die Verhandlungen unter Vermittlung von Martti Ahtisaari, bei denen zwei Menschen getötet wurden. Jetzt gab es einen Anschlag auf Fahrzeuge der UNMIK. Ist die Verhandlungsgruppe des Kosovo, die heute Prishtina bei den Wiener Verhandlungen vertritt, gescheitert? Schließlich gibt es jetzt in der Bevölkerung eine Schicht der Unzufriedenen?



    Fatmir Sejdiu: Diese Entwicklungen hinterlassen für Kosovo keinen guten Beigeschmack und es war für Kosovo eine dunkle Stunde durch die Art der Demonstrationen und die Auswirkungen die diese hatten. Es waren gewalttätige Proteste und es war gleichzeitig auch völlig unnötig, dass es dabei zwei Opfer gab. Einerseits ist es ein schwerer Verlust für die Familien, andererseits wirkt die Schwere des Vorfalls sich auch sehr negativ auf die Entwicklungen im Kosovo aus und es schadet den politischen Prozessen. Es ist natürlich das Recht eines jeden zu protestieren, sich zu wehren und andere Meinungen zu äußern, aber es ist genauso wichtig, dass das im Rahmen des Gesetzes geschieht. Ich denke, dass die Verhandlungsgruppe des Kosovo ihre Arbeit gemacht hat. Wir haben bei allen Wiener Treffen die Interessen Kosovos klar vertreten und es ist wahr, dass alle unsere Entscheidungen im Konsens gefallen sind und deshalb auch den Willen der absoluten Mehrheit der Bevölkerung des Kosovo und ihrer Institutionen repräsentieren.



    Die Verhandlungsgruppe hat ja vor den Wiener Gesprächen eine Liste mit Punkten vorgelegt, mit denen sie nicht zufrieden ist. Glauben Sie, dass das Ahtisaari-Paket in den Verhandlungen noch verändert werden kann?



    Es kann sein. Sicherlich wird es keine großen Veränderungen mehr geben. Allerdings kann es sein, dass auf Argumente, die wir vorgebracht haben, auch eingegangen wird. Wir müssen jetzt sehen, was geschieht. Wir sind nicht dafür, die Gespräche über den Ahtisaari-Vorschlag wieder von vorne zu beginnen, was zu endlosen Debatten führen würde. Das würde zu nichts führen, außer zu weiteren Gefahren für den Kosovo und seine Zukunft. Ich erinnere daran, dass es wichtig ist, dass dieser Prozess im Sicherheitsrat verfolgt wird und dort auch die Empfehlungen für die Zukunft des Kosovo münden werden. Wir glauben, dass in diesem Teil des Dokuments die Interessen des Kosovo für seine Zukunft berücksichtigt werden. Es geht um die politische Formulierung und direkt um die Unabhängigkeit des Kosovo.



    Die serbische Verhandlungsdelegation hat verlangt, dass der Ahtisaari-Vorschlag in einen technischen und einen politischen Bereich geteilt werden soll. Wie sehen Sie diese Forderung?



    Ich denke es geht Belgrad bei den Gesprächen in Wien auch darum, die Prozesse so weit wie möglich zu verzögern und dadurch zu diskreditieren. Das würde dann Spannungen im Kosovo erhöhen mit dem Ziel, etwas ganz anderes zu beweisen, nämlich, dass Kosovo nicht reif für die Unabhängigkeit ist, das es keine Stabilität und keine Zukunftsperspektive für dessen Bürger und insbesondere für dessen serbische Bürger gibt.



    Ahtisaari hat selbst gesagt, dass zwei Drittel seines Vorschlags sich nur mit dem Schutz der Serben des Kosovo befassen. Vertreter der Serben des Kosovo haben hingegen erklärt, dass das Ahtisaari-Dokument Unrecht sei, weil es alle Minderheiten im Kosovo gleich behandele. Das hieße aber, dass den Serben als größte Minderheit mehr Rechte zustehen sollten, als beispielsweise den Roma oder Ashkali.



    Sicherlich ist es eine große Unterstützung für die serbische Minderheit im Kosovo, dass das Dokument von Ahtisaari sich zu zwei Dritteln mit deren Gleichstellung befasst. Natürlich haben auch andere Minderheiten dieselben Forderungen aufgestellt wie die serbische Minderheit, allerdings sind diese in die demokratischen Prozesse durch die Institutionen des Kosovo integriert. Es ist umso wichtiger, dass wir alles tun, um internationale Standards in der Behandlung der Minderheiten umzusetzen. Darauf gründen sich auch die Teile des Dokuments, welche sich auf den Schutz der serbischen Minderheit beziehen, auf internationale Normen und Standards. Und es gibt sogar Aspekte, die deutlich über international übliche Standards hinausgehen.



    http://www.dw-world.de/dw/article/0,...359676,00.html

  3. #2223

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    Kosovo-Gespräche "gut begonnen"

    Die letzte Gesprächsrunde über die Zukunft des Kosovo hat am Mittwoch in Wien nach Ansicht des UNO-Sonderbeauftragten, Martti Ahtisaari, "gut begonnen".


    http://www.vol.at/news/oesterreich/a...70221-04253119

  4. #2224

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    Zitat Zitat von cro_Kralj_Zvonimir
    Was denkt ihr ist eine militärische Intervention seitens Serbien vielleicht zwarten falls man ihnen eine Lösung aufzwingt??
    ich hoffe doch sehr....

  5. #2225
    Avatar von Südslawe

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    und wann steht es fest?

  6. #2226
    cro_Kralj_Zvonimir
    Zitat Zitat von drenicaku
    Zitat Zitat von cro_Kralj_Zvonimir
    Was denkt ihr ist eine militärische Intervention seitens Serbien vielleicht zwarten falls man ihnen eine Lösung aufzwingt??
    ich hoffe doch sehr....



  7. #2227
    Avatar von Demon

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    Zitat Zitat von drenicaku
    Zitat Zitat von cro_Kralj_Zvonimir
    Was denkt ihr ist eine militärische Intervention seitens Serbien vielleicht zwarten falls man ihnen eine Lösung aufzwingt??
    ich hoffe doch sehr....

    die USA wird euch nicht mehr helfen, falls es zu einer Militärischen auseinandersetzung kommt, denn die USA hat mit dem Irak ihr pulver für kriege in den nächsten 20-30 jahren verschossen. Wundert mich ein wenig warum du die UCK nicht erwähnt hast...eben weil die UCK aus feiglingen und kindermördern besteht was sollen die schon gross reissen...

  8. #2228
    cro_Kralj_Zvonimir
    Zitat Zitat von Demon
    Zitat Zitat von drenicaku
    Zitat Zitat von cro_Kralj_Zvonimir
    Was denkt ihr ist eine militärische Intervention seitens Serbien vielleicht zwarten falls man ihnen eine Lösung aufzwingt??
    ich hoffe doch sehr....

    die USA wird euch nicht mehr helfen, falls es zu einer Militärischen auseinandersetzung kommt, denn die USA hat mit dem Irak ihr pulver für kriege in den nächsten 20-30 jahren verschossen. Wundert mich ein wenig warum du die UCK nicht erwähnt hast...eben weil die UCK aus feiglingen und kindermördern besteht was sollen die schon gross reissen...

    ES sind genung Truppen im Kosovo von dem her und die EU wird dann auch auf druck der U.S.A nach einer Weile auch intervenieren

  9. #2229
    Avatar von Demon

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    Zitat Zitat von cro_Kralj_Zvonimir
    Zitat Zitat von Demon
    Zitat Zitat von drenicaku
    Zitat Zitat von cro_Kralj_Zvonimir
    Was denkt ihr ist eine militärische Intervention seitens Serbien vielleicht zwarten falls man ihnen eine Lösung aufzwingt??
    ich hoffe doch sehr....

    die USA wird euch nicht mehr helfen, falls es zu einer Militärischen auseinandersetzung kommt, denn die USA hat mit dem Irak ihr pulver für kriege in den nächsten 20-30 jahren verschossen. Wundert mich ein wenig warum du die UCK nicht erwähnt hast...eben weil die UCK aus feiglingen und kindermördern besteht was sollen die schon gross reissen...

    ES sind genung Truppen im Kosovo von dem her und die EU wird dann auch auf druck der U.S.A nach einer Weile auch intervenieren

    Die Frage ist hier warum sollte die Nato Intervenieren ?? Die Bevölkerung des Kosovos steht diesen Truppen eher feindseelig gegenüber, also warum sollten sie auf der seite der Kosovosiptaren sein ?

  10. #2230
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Demon
    Zitat Zitat von cro_Kralj_Zvonimir
    Zitat Zitat von Demon
    Zitat Zitat von drenicaku
    Zitat Zitat von cro_Kralj_Zvonimir
    Was denkt ihr ist eine militärische Intervention seitens Serbien vielleicht zwarten falls man ihnen eine Lösung aufzwingt??
    ich hoffe doch sehr....

    die USA wird euch nicht mehr helfen, falls es zu einer Militärischen auseinandersetzung kommt, denn die USA hat mit dem Irak ihr pulver für kriege in den nächsten 20-30 jahren verschossen. Wundert mich ein wenig warum du die UCK nicht erwähnt hast...eben weil die UCK aus feiglingen und kindermördern besteht was sollen die schon gross reissen...

    ES sind genung Truppen im Kosovo von dem her und die EU wird dann auch auf druck der U.S.A nach einer Weile auch intervenieren

    Die Frage ist hier warum sollte die Nato Intervenieren ?? Die Bevölkerung des Kosovos steht diesen Truppen eher feindseelig gegenüber, also warum sollten sie auf der seite der Kosovosiptaren sein ?
    schon dein avitar sagt viel über dich aus..... 8O

    du verwechlest da qualität mit quantität....... 8)

    die nato brauchts gar nicht gegen das serbische militär.....

    es sind wie gesagt über 20000 soldaten der nato und amis schon im kosova.

    und im vergleich zu 98 und 99 sind die strategischen orte und strassen durch diese besetzt und die grenze zu albanien ist noch offener als zu milos-zeiten....

    aber glaub du nur daran das mal serbien was in kosova zu melden haben wird.... :P

    --------------------------------------------------------------------------------

    im tagesanzeiger vom fr.22.12.06

    zusammenfassung:
    ein neuer wind geht durch die serbische armee nach einer blitzkarriere hat präsident tadic den erst 44 jährigen zdravko ponos zum serbischen generalstabchef ernannt.
    dieser beherrscht die englische&russische sprache hat sich in deutschland&england seine militärischen kenntnisse vertieft und gilt als westlich orientiert.und dieser hat eine vorliebe für die simpsons.
    ponos wurde in der ehemaligen militärische der jugoslawieschen akademie in zagreb ausgebildet.
    dieser nimmt seinen posten zu einem heiklen punkt an ,da die wahlen im januar anstehen und wenn die oppositions-parteien nicht gemeinsam auftreten ist keines weg sicher das diese dann regieren können.
    zu der verhaftung von mladic meint ponos: eine dunkle seite unserer vergangenheit"
    doch für die verhaftung sei die polizei und nicht die armee zuständig.
    die grösste herausforderung ist kosova das seit 99 und dem ende des milos-regiem unter uno-verwaltung steht und in eine art unabhängigkeit entlassen soll.
    doch jetzt schon erhöhen die nationalisten den druck auf die armee den verlust :der mittelalterlichen wiege der serbische nation" mit allen mitteln zu verhindern.
    doch weder tadic noch ponos lassen sich zu martialischen sprüche hinreizen und engagieren sich für weitere annäherung an den westen.
    durch die aufnahme bei "partnerschaft für den frieden " erhofft sich ponos die armee schneller zu reformieren.
    den die truppen befinden sich laut militäreperten in einem maroden zustand:
    die alte ausrüstung,verfallene kasernen und schlecht bezahlte offiziere sind nur einige punkte.
    das ziel ponos ist die armee zu berufsarmee zu wappnen und in zukunft die zahl von 42000 soldaten zu halbieren.
    so wird für ponos wenig zeit bleiben um die simpsons folgen zuverfolgen.
    __________________

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