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Kosovo und die Statusverhandlungen NEWS

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 15.11.2005, 15:34 Uhr · 4.928 Antworten · 156.707 Aufrufe

  1. #2801
    Lucky Luke
    Na ja den Djukanovic haben sie auch lange ausgelacht, jetzt lachen sie nicht mehr.

  2. #2802

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    12.080
    Kosovo wird unabhängig, aber wenn vielleicht ein weltwunder geschehen würde dass ks nicht unabhängig wird, ist auch nicht schlimm, den für die serben ist es sowieso unmöglich in KS zu leben

  3. #2803

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    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    DU SCHEINST ZU VERGESSEN DAS SERBIEN BEI ALLEN KONFLIKTEN DER AGGRESSOR WAR.
    ES WAR DIE MILOS-POLITIK DIE DAZUGEFÜHRT HAT ES MAG SEIN DAS DIE KONFLIKTE AUCH SO AUSGEBROCHEN WÄREN DOCH NIE IN DIESEM AUSMASS ......

    DENN OHNE WAFFEN KEINE KONFLIKTE UND WER HATTE DIE WAFFEN VON DER JUGOSLAWIESCHEN ARMEE????

    UND ZU MEINER ART KANN DIR WEITERHIN RATEN DICH SACHLICH ZUBLEIBEN UND NICHT IRGENDWELCHE PHANTASIEN ZU GEBRAUCHEN BETREFFEND DEM THEMA KOSOVA.
    DU BRINGST IMMER WIEDER DEN GLEICHEN "SCHIT".
    AUF DIE EINER ART VERURTEILST DIE DINGE UM DANN IM GEGENZUG AUF DIE NOTWENDIGKEIT BEZW. DIESE ZU RELATIVIERN UM DANN DIE OPFER-ROLLE EINZUNEHMEN....
    Du scheinst zu vergessen, dass Du als hirnloser Affe nicht schreiben solltest.

  4. #2804

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    Zitat Zitat von drenicaku Beitrag anzeigen
    Nach dem Ersten Weltkrieg begann die serbisch dominierte Regierung des SHS-Staats mit der Serbisierung des Kosovo. ideologisches Leitmotiv war dabei, dass die ethnische Struktur wiederhergestellt werden müsse, die im Kosovo vor der türkischen Eroberung im 15. Jahrhundert bestanden hat. Die gesamte Verwaltung wurde mit serbischen Beamten besetzt, Serbisch war die einzige Amtssprache und auch in allen staatlichen Schulen wurde nur in dieser Sprache unterrichtet. Mit der Vergabe von Land an Zuzügler aus Serbien und Montenegro versuchte die Regierung in den zwanziger Jahren den slawischen Bevölkerungsanteil zu erhöhen. Dafür wurde der Grundbesitz ausgewanderter Türken und Albaner beschlagnahmt, darüber hinaus enteignete man einige muslimische Großgrundbesitzer. Das ganze Programm war wenig erfolgreich. Kurzfristig stieg zwar der serbische Bevölkerungsanteil, aber schon zu Beginn der dreißiger Jahre wanderten mehr Slawen aus, als neu ins Kosovo kamen. Mancher serbische Neubauer verkaufte das von der Regierung erhaltene Land sogar an Albaner, was das besondere Missfallen der Regierung erregte. Grund für die serbische Auswanderung war die katastrophale wirtschaftliche Lage des Kosovo. Im Gegensatz zu den Albanern hatten die Angehörigen der Staatsnation bessere Chancen, in den nördlichen Regionen Jugoslawiens Arbeit zu finden. Deshalb neigten sie eher zur Abwanderung.

    1937: Die Vertreibung der Albaner als Planspiel [Bearbeiten]Die Enttäuschung über die fehlgeschlagene Serbisierung des Kosovo spiegelt sich auch in der 1937 von Vaso Cubrilovic verfassten Denkschrift, die sich mit dem weiteren Vorgehen im Kosovo auseinandersetzt. In Die Aussiedlung der Albaner vertrat der Historiker die Überzeugung, dass das Albanerproblem nur mit Gewalt zur Zufriedenheit der Serben gelöst werden könne. Er plädierte für eine vollständige Vertreibung der muslimischen Kosovaren in die Türkei und nach Albanien. Die albanische Regierung wollte Cubrilovic durch Finanzhilfen und durch Bestechung einzelner Politiker für den Plan gewinnen. Außenpolitische Probleme, so meinte Cubrilovic, würde die "Aussiedlung" nicht auslösen: Wenn Deutschland Zehntausende von Juden vertreibt und Russland Millionen von Menschen von einem Teil des Kontinents zum anderen verlegen konnte, so wird die Vertreibung von einigen Hunderttausend Albanern schon nicht zum Ausbruch eines Weltkrieges führen. (Zitat) Im Gegensatz zu den vorherigen wenig erfolgreichen Kolonisationsprojekten würde die nachfolgende Wiederbesiedelung erfolgreich sein, weil man den Kolonisten nun die Häuser und den beweglichen Besitz, den die Albaner auch zurücklassen müssten, zur Verfügung stellen könne. Zusätzlich plädierte Cubrilovic für die Etablierung eines Zwangsdienstes jugoslawischer Jugendlicher zur Unterstützung der Neusiedler. Ausdrücklich nannte er den Reichsarbeitsdienst Hitlers als Vorbild.

    Cubrilovic wurde nach dem Zweiten Weltkrieg Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Zumindest in den fünfziger Jahren wurden seine Überlegungen in Ansätzen aufgegriffen, als im kommunistischen Jugoslawien rund 200.000 Türken und Albaner in die Türkei vertrieben wurden.
    Vor allem der letzte Absatz ist mehr als lächerlich. Wenn dem auch nur ansatzweise so gewesen wäre, dann hätte Serbien heute kein Albanerproblem.

    Eine Quelle für Deinen Müllbeitrag könntest Du auch nennen.

  5. #2805

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    Zitat Zitat von Pixi Beitrag anzeigen
    Seit Jahren erzählen mir die Albaner immer das gleiche. 2005 ist es soweit. nichts passiert ... Letzter April totsicher ... nichts passiert ... dann dieser April ... aber wirklich ... wirklich totsicher ... nichts passiert. Jetzt heisst es Jahresende ... ich schau wieder vorbei, versprochen. Aber was machen wir denn, wenn wieder nichts passiert ist?

    Beginnt dann vielleicht ein Denkprozess bei den Albanern? Vielleicht liegt es ja gar nicht so sehr an den Serben und Russen, dass ihr Euer Kosova nicht bekommt. Vielleicht sind alle anderen nur froh, dass es jemanden gibt, auf den sie die Tatsache schieben können, dass ihr kein anderes Land bekommt. Vielleicht habt ihr die letzten 8 Jahre einfach nur bewiesen, dass ihr unfähig seit, ein kleines Gebiet mit der Einwohnerzahl einer deutschen Großstadt zu regieren. Korruption, Kriminalität, die schlimmste Armut und die geistige Reife des Mittelalters.

    Käme ein bisschen blöd, wenn die UN sagt, Sorry, Jungs, aber Euch würden wir nicht mal eine Toilettenbürste anvertrauen, geschweigedenn ein Land. Besser ist doch, wenn man sagen kann, sorry jungs, die Serben und Russen sind die bösen und und uns sind die Hände gebunden. Aber Saudi-Arabien, der Iran und Indonesien und Taliban-Land werden Euch billateral anerkennen und ihr könnt dann mit eigenem Pass zu den Trainingslager fahren.

    Gratulation, ihr habt der Weltgemeinschaft bewiesen, dass nahezu alle Vorurteile und Stereotype über Kosovo-Albaner zutreffen. Meine Hochachtung, das schafft nicht jeder. Naja, die Palestinänser haben es auch geschafft.

    Und das alles ohne Serben. Auf die könnt ihr zum Glück nicht mehr Eure eigene Unfähigkeit schieben. Jetzt meine lieben albanischen Freunde dürft ihr wieder in Eure Traumwelt fallen ... Kosova, Kosova, Kosova. Pixi ist wieder weg.

  6. #2806
    Avatar von skenderbegi

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    [QUOTE=Befehl223;398097][FONT=Times New Roman][SIZE=3]Vor allem der letzte Absatz ist mehr als lächerlich. Wenn dem auch nur ansatzweise so gewesen wäre, dann hätte Serbien heute kein Albanerproblem.

    na dummpfbacke...
    es gibt in der geschichte keine massaker seitens der albaner an eine andere volksgemeinschaft.
    -----------------------------------------------------

    In dieser Debatte taucht des öfteren der Name Vaso Cubrilovic´ auf. Seine Thesen werden heute oft bagatellisiert, sind jedoch im Kontext mit den bis 1941 erfolgten Zwangsaussiedlungen von 150.000 Personen aus »türkischen Familien in Südserbien« - sprich: Albanern - zu sehen. Der Belgrader Philosophieprofessor, Diener mehrerer Herren, schlug 1937 der serbischen Königsdiktatur ein schnelles, planmäßiges, terroristisches Vorgehen zur Vertreibung der Albaner vor: »Wenn man zugibt, daß ein zunehmendes Zurückdrängen der Albaner mit unserer langsamen Kolonisation keinen Erfolg hat, bleibt nur eine einzige Methode, ihre massenhafte Verpflanzung (...). Es gibt ein Mittel, das Serbien nach 1878 sehr praktisch eingesetzt hat. Es besteht darin, die albanischen Dörfer und die albanischen Viertel der Städte anzuzünden (...).« 1944 wandte er sich mit einem Memorandum an Tito: »Allein die ethnische Reinheit kann den Frieden und den Fortschritt zu einem demokratischen und föderalen Jugoslawien sichern« (Le Monde, 22. 4. 99). Tatsächlich wurde auch im sozialistischen Jugoslawien weiter zwangsausgesiedelt; Schätzungen sprechen von rund 200.000 Personen zwischen 1950 und 1966. Cubrilovic´, der 1990 starb, war mehrfach Minister und Mitglied der Akademie. Seine Auffassungen verkörpern die durchgängige Prämisse des großserbischen Nationalismus, der auch in der KP Eingang fand: ethnische Homogenität in »historischen Grenzen« herzustellen - nicht zufällig ist »Homogenisierung«, wie Rajko Djuric´ bemerkt, eine zentrale Vokabel in Milosÿevic´s Reden.

    Trotz des unerklärten Krieges, trotz Zerstörung der zivilen Strukturen entwickelten die Kosovoalbaner nach 1990 ein erstaunliches Gesellschaftsprojekt im Untergrund. Über Jahre hinweg funktionierte der gewaltlose Widerstand. Es gelang sogar, eine Aktion gegen die Tradition der Blutrache erfolgreich durchzuführen, die die Versöhnung von etwa 2.000 Familien bewirkte. Zahlreiche Intellektuelle sahen darin »eine historische Kehrtwende zu den Werten der westlichen Zivilisation« (Shkelzen Maliqi). Eine weitere Großtat war die Organisierung des Schulwesens: 1995 mußten 274.280 SchülerInnen der Grund- und Hauptschuljahrgänge sowie 63.340 der Auszubildenden einen geheimen Unterricht besuchen, weil ihnen in öffentlichen Schulen der Gebrauch der Muttersprache verboten war. Einer der namhaftesten serbischen Schriftsteller, Mirko Kovac, stellte fest: »Die Albaner sind das politisch reifste Volk in Jugoslawien. Ich stimme der These des slowenischen Philosophen und Schriftstellers Slavoj Zizek zu, daß die Kosovo-Albaner ein europäisches Volk sind, das sich durch Geduld auszeichnet und politisch auf gandhihafte Methoden setzt, indem es auf Verhandlung besteht und die Gewalt zurückweist.« (Borba, 13. 3. 93, zitiert nach Kommune Nr. 7/1995). Erst das Abkommen von Dayton, aufgrund dessen sich die Kosovo-Albaner ihrem Schicksal überlassen fühlten, stärkte die Stimmen, die sich für einen bewaffneten Widerstand aussprachen.

    Nun aber scheint es, als wolle die jugoslawische Soldateska, Cubrilovic´s Thesen über die Vertreibung der Albaner in die Tat umsetzen. Schon vergangenes Jahr, auf dem Höhepunkt ihres Krieges gegen die UÇS, befanden sich über 200.000 Menschen auf der Flucht. Seit Beginn der NATO-Bombardements haben die Vertreibungen eine neue Qualität an Ausmaß, Systematik und Brutalität erreicht, wie der Bericht der OSZE-Kosovo Verification Mission festhält.

    www.freitag.de

  7. #2807
    Avatar von skenderbegi

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    Idee

    [QUOTE=Befehl223;398097][FONT=Times New Roman]Vor allem der letzte Absatz ist mehr als lächerlich. Wenn dem auch nur ansatzweise so gewesen wäre, dann hätte Serbien heute kein Albanerproblem. [/


    und das haben auch die albaner erfunden....


     

     

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    Kosovo - Krieg, Vertreibung, Massaker (August 199
    Milosevic führt zum vierten Mal seit 1990 Krieg. Serbische Sicherheitskräfte begannen im Kosovo mit der systematischen Vertreibung der kosovo-albanischen Bevölkerung. Massaker, Massenerschiessungen und Vergewaltigungen sind allgegenwärtig. Die Versorgung der verbliebenen albanischen Bevölkerung wie auch der Flüchtlinge ist nicht gewährleistet.
    pdf-Dokument, 5 Seiten (01-98-01

    Kosovo ruft um Hilfe (Sommer 199
    Von März bis Juli 1998 wurden über 300.000 Kosovo-Albaner aus ihrer Heimat vertrieben. Mindestens 1.000 wurden getötet. Die ethnische Säuberung muss verhindert, der Krieg beendet und dem Kosovo das Selbstbestimmungsrecht zugestanden werden. Die GfbV kämpft dafür, dass die internationale Gemeinschaft ihre Verantwortung für das Kosovo wahrnimmt.
    pdf-Dokument, 5 Seiten (05-98-117)

    Genozid im Kosovo (Juli 1999)
    Die Gesellschaft für bedrohte Völker legt einen umfangreichen Bericht über die Kriegsverbrechen vor, die das Belgrader Regime im Kosovo begeht. Damit werden Beweise vorgelegt, die es ermöglichen sollen, Slobodan Milosevic auch wegen Völkermord in Bosnien und Kosovo vor dem UN-Tribunal in Den Haag anzuklagen.
    pdf-Dokument, 6 Seiten (02-99-014)



    Kosovo ruft um Hilfe (Sommer 199
    Von März bis Juli 1998 wurden über 300.000 Kosovo-Albaner aus ihrer Heimat vertrieben. Mindestens 1.000 wurden getötet. Die ethnische Säuberung muss verhindert, der Krieg beendet und dem Kosovo das Selbstbestimmungsrecht zugestanden werden. Die GfbV kämpft dafür, dass die internationale Gemeinschaft ihre Verantwortung für das Kosovo wahrnimmt.
    pdf-Dokument, 5 Seiten (05-98-117)

    Genozid im Kosovo (Juli 1999)
    Die Gesellschaft für bedrohte Völker legt einen umfangreichen Bericht über die Kriegsverbrechen vor, die das Belgrader Regime im Kosovo begeht. Damit werden Beweise vorgelegt, die es ermöglichen sollen, Slobodan Milosevic auch wegen Völkermord in Bosnien und Kosovo vor dem UN-Tribunal in Den Haag anzuklagen.
    pdf-Dokument, 6 Seiten (02-99-014)

    Kosovo: Das Verbrechen von Racak (März 1999)
    Anhand von Zeugenaussagen und pathologischen Untersuchungen rekonstruiert die Gesellschaft für bedrohte Völker das Massaker von Racak. 45 wehrlose albanische Kosovaren waren von serbischen Spezialeinheiten mit Unterstützung der Armee ermordet worden. Die serbische These von albanischen Terroristen wird überzeugend widerlegt.
    pdf-Dokument, 5 Seiten (02-99-012)


    Kosovo - Eskalation der Gewalt (März 199
    Seit Ende Februar 1998 setzt das Belgrader Regime Polizei- und Sondereinheiten gegen die albanische Bevölkerung im Kosovo ein. Durch ihre Wirtschaftsbeziehungen und ihre politische Zurückhaltung stützen auch westliche Staaten Milosevic, der durch eine militärische Eskalation die Serbisierung Kosovos gewaltsam vollenden will.
    pdf-Dokument, 6 Seiten (02-98-004)

    Albaner im Kosovo - Apartheid in Europa (November 1997)
    Die Entwicklung der politischen und gesellschaftlichen Situation im Kosovo von der Machtübernahme Milosevics in Belgrad bis zum Vorabend der militärischen Eskalation wird in dieser Dokumenation dargestellt. Die Unterdrückung der albanischen Mehrheit im Kosovo, die immerhin 90 Prozent der Bevölkerung stellt, ist zu einer europäischen Form der Apartheid geworden.
    pdf-Dokument, 4 Seiten (02-97-003)


    http://www.gfbv.ch/iarchiv.html

  8. #2808
    Avatar von skenderbegi

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    Idee

    [QUOTE=Befehl223;398097][FONT=Times New Roman][SIZE=3]Vor allem der letzte Absatz ist mehr als lächerlich. Wenn dem auch nur ansatzweise so gewesen wäre, dann hätte Serbien heute kein Albanerproblem.





    hier noch eine liste der vertriebenen völker seit 1912.....


    http://www.z-g-v.de/aktuelles/?id=58
    __________________
    Bitte hör auf, ich kann diesen Schund nicht mehr lesen. Ich kann Dir eigentlich nichts vorwerfen, weil Du einfach ungebildet bist, aber ich kann Dich BITTEN - hör auf so einen Quatsch zu schreiben, denn das ist eine Ohrfeige für jeden normalen Serben!
     

    Die Pläne dafür sind sehr alt. Milosevic erfand sie nicht, sondern setzt sie lediglich in die Tat um. Le Monde hat ein Dokument von 1937 ausgegraben, das sich wie eine frühe Gebrauchsanweisung für die gegenwärtige Politik Serbiens gegenüber den Kosovo-Albanern liest (s. Kasten). Es stammt von Vaso Cubrilovic, der 1914 von den Österreichern wegen Beteiligung an dem Attentat in Sarajewo zu vierzehn Jahren Gefängnis verurteilt worden war und nach seiner Befreiung bei Kriegsende zum Philosophieprofessor an der Belgrader Universität avancierte. Da eine langsame serbische Kolonisation des Kosovo nichts gebracht habe, bleibe nur die gewaltsame Vertreibung der Albaner. Das war kein Augenblickseinfall. 1944 wandte sich derselbe Verfasser erneut mit einem Memorandum an Tito und legte ihm nahe: "Es ist nicht so sehr ihre Zahl, die unsere Minoritäten gefährlich macht, als vielmehr deren geographische Stellung und deren Verbindungen zu den Völkern, zu denen sie gehören und die unsere Nachbarn sind. Allein die ethnische Reinheit kann den Frieden und den Fortschritt in einem demokratischen und föderalen Jugoslawien sichern" (Le Monde, 22.4.99). Natürlich war Vaso Cubrilovic auch ehrenwertes Mitglied jener serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste, die diese Konstante serbischer Politik Ende der achtziger Jahre wieder offiziös gemacht hat und zum Stichwortgeber Milovics wurde. Man muß wissen, was mit Frieden und Fortschritt gemeint ist, wenn in der serbischen Propaganda von ihnen die Rede ist. Dies nur als kleiner Hinweis für jene, die in den Vertreibungen eine Reaktion auf die NATO-Intervention sehen wollen (vgl. auch den Artikel von Dunja Melcic in diesem Heft). Es handelt sich bei ihnen um ein langgehegtes Projekt. In diesen Wochen wird es als "Operation Hufeisen" nicht auf dem Papier, sondern in der Realität ausgeführt (etwa taz, 20.4.). Wieder einmal hat Milosevic die Verlängerung der Verhandlungsfrist von Rambouillet nur genutzt, um die letzten Vorbereitungen für seine Aggression zu treffen.



    In der Asymmetrie der bisherigen Kriegshandlungen wird die Differenz der Kriegsgegner sichtbar. Milosevic und seine Helfer hatten schon zu Beginn der jugoslawischen Krise ein klares politisches, territorial aber unbestimmtes Ziel vor Augen: Serbien - und damit sich als serbischen Machthabern - soviel wie möglich von Jugoslawien als Erbmasse zu sichern. Zu diesem Zweck brachen sie die jugoslawische Verfassung und verleibten sich die autonomen Provinzen Kosovo und Vojvodina ein und sicherten sich deren Stimmenanteile im jugoslawischen Staatsrat. Dieser Verfassungsbruch war die Kriegserklärung an die anderen Republiken Jugoslawiens. Und seither führen Milosevic und Serbien diesen Krieg mit großer Konsequenz. Es ist ein Erbfolgekrieg um die Hinterlassenschaft Titos. Gegenüber der Republik Slowenien scheiterte er sofort. Das war eingerechnet und leitete in den Aufmarsch in Kroatien über. Auch in Kroatien scheiterte die Aggression letztlich. Gegenüber Bosnien-Herzegowina scheiterte Milosevic zwar auch, konnte aber mit der Republik Srpska im Dayton-Abkommen einen wichtigen Teilerfolg erzielen, der auf der weiteren Entwicklung der Region als Hypothek lastet.



    Hat Milosevic inzwischen das Ziel der maximalen Erbfolge aufgegeben? Manche Beobachter meinten im letzten Jahr, mit den Auseinandersetzungen im Kosovo komme der Krieg jetzt dorthin zurück, wo er angefangen habe und auch enden werde. Tatsächlich aber hat Milosevic im Kosovo die zweite Runde des großserbischen Erbfolgekrieges eröffnet. Mit den Vertreibungen zielt er systematisch auf die Grundlagen eines nationalen Befreiungskrieges. Das Wasser wird abgelassen, bevor die UCK schwimmen lernen kann. Zugleich destabilisiert er mit den Vertreibungen die Nachbarstaaten und versucht, die Logistik der NATO-Staaten zu überanspruchen und die EU über die Vertriebenenproblematik zu spalten.

    Die erste Runde von Milosevics großserbischer Kriegsführung bestand in einem Angriff auf die jugoslawische Verfassung und ihre Republiken. Die zweite Runde eröffnete er mit einem Angriff auf die gesamte Staatenordnung des Balkan. Chaos schaffen und im Chaos als starke Macht verbleiben und dann abgreifen, ist die Grundstrategie von Milosevic, auf die die Staatenwelt keine Antwort fand, auch nicht mit dem Dayton-Abkommen. Es ist klar, daß es nicht halten wird, wenn Milosevic im Kosovo durchkommt.

    http://www.oeko-net.de/Kommune/kommu.../TJOSCHA5.html
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    28.02.2007, 15:09
      #39
    skenderbegi
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    Gerade in der düsteren Atmosphäre der dreißiger Jahre entstanden auf dem Boden des Königreichs Jugoslavien jene grundlegenden Pläne zur »ethnischen Säuberung« ganzer Landschaften, die nun, rund 66 Jahre später, ihre Verwirklichung erfahren. Der Serbe Vaso Cubrilovic (1897-1990), einer der Verschwörer des Attentats auf Franz Ferdinand 1914 und später Geschichtsprofessor an der Universität Belgrad, veröffentlichte im Jahr 1937 sein Konzept Iseljavanje Arnauta (»Die Aussiedlung der Albaner«), um das Kosovo von Albanern zu »säubern« und mit serbischen Bauern neu zu besiedeln.[20]

    http://www.celtoslavica.de/bibliothek/sauberungen2.html




    Während der Ära Milosevic war Bora Cosic in Belgrad persona non grata. Er gehörte zu den wenigen serbischen Intellektuellen, die schon früh auf die explosive Situation im Kosovo hinwiesen und sie zu Recht als Apartheid gebrandmarkt haben. Doch auch wir hatten nicht gut genug hingehört und viel zu lange weggesehen. Die blutigen drei Balkankriege, der Terror gegen die jeweils ethnisch "falschen" Bevölkerungsteile, die Flüchtlingskatastrophen, die Massenmorde wie von Srebrenica, und dass schließlich nichts anderes übrig blieb, als im Kosovo-Krieg 1999 mit Bomben Menschenrechte durchzusetzen - das alles war kein Ruhmesblatt internationaler, besonders europäischer Politik. Immerhin gibt es Hinweise, dass wir gelernt haben: Europäische Verantwortung bedeutet frühe Einmischung: zivile Krisenprävention, Konfliktlösung, Friedenskonsolidierung und rechtzeitige Terrorbekämpfung - also bevor es zu spät ist.

    Wie hat Günter Grass am Ende seiner neuen Novelle "Im Krebsgang" - gegen den rechten Hass - formuliert: "Das hört nicht auf. Nie hört das auf". "Der Schoß ist fruchtbar noch", hieß es bei Bert Brecht. Dem Diktator wird in Den Haag vor dem Gerichtshof der Vereinten Nationen der Prozeß gemacht. Doch klickt man das Internet an, stößt man auf zahlreiche Solidaritätserklärungen und in fast allen europäischen Ländern auf Unterstützerkomitees für Slobodan Milosevic. Es heißt dort: Die Kosovo-Albaner flohen nicht vor den Serben, sondern vor der Nato. Jugoslawische Truppen halfen nur den Flüchtlingen aus der Gefahrenzone. Und kam es doch einmal zu Erschießungen durch serbische Einheiten, dann geschah das im Kampf gegen den Terrorismus.
    ___________

  9. #2809

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    Zitat Zitat von Ja_ku_jam Beitrag anzeigen
    Egal wie lang es noch dauert, es steht fest, dass Kosovo so oder so seine Unabhängigkeit bekommt.


    hahahahaaHAHha

  10. #2810
    Avatar von Djuka

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    Zitat Zitat von Braveheart Beitrag anzeigen
    Na ja den Djukanovic haben sie auch lange ausgelacht, jetzt lachen sie nicht mehr.
    Familienintern lacht man ihn immer noch aus

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