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Kosovo und die Statusverhandlungen NEWS

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 15.11.2005, 15:34 Uhr · 4.928 Antworten · 156.728 Aufrufe

  1. #3441

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von absolut-relativ Beitrag anzeigen
    hallo ...

    du denkst doch nicht im ernst , dass wenn du fett schreibst auch es auch wichtig und richtig ist ?!!! ja doch , du dümmerchen glaubst das schon !!!
    uhh...du hast es erfasst....
    wie schlau du doch bist AR....:

    Zitat Zitat von absolut-relativ Beitrag anzeigen
    blamieren und schämen deswegen , weil ihr euch in euren parlamenten schlagen tut , ihr möchtegern amerikanisch sein wollt und die ALBANISCHE kultur vergessen habt ... im gegensatz zu den serben , wisst ihr nicht mehr , was mentalität und kultur bedeutet !!!
    wir unsere kultur vergessen haben....
    ich merke schon...du hast keine ahnung....
    weißt du was..wir von uns sagen können..
    was du nicht hast..STOLZ mein guter...
    wir können von uns sagen das wir Stolz haben...
    ihr lasst euch doch immer noch unterdrücken...du kannst mir nicht sagen...
    das es gut ist..wie es ist...
    ich war gestern in shkup...und habe vieles gehört....
    und gesehen..
    und das was ich gesehen habe...
    war keine GLEICHBERECHTIGUNG!!!

    Zitat Zitat von absolut-relativ Beitrag anzeigen
    wieso seid ihr wohl immernoch nicht unabhängig ?? wieso wohl ?? wegen menschen wie dir ...

    und jetzt ,,,,,zisch ab
    haha...wegen menschen wie mir...
    soll ich lachen oder weinen....uber dich?!

  2. #3442
    Avatar von absolut-relativ

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    hallo ..

    was hast du denn in shkup gesehen , bunte lippe !!! welche nicht dargestellte gleichberechtigung hast du denn gesehen ?

    ich hab gesehen ,was die kosovaren in struge oder durres machen !!! schämen solltet ihr euch ..

    NUN sage mir , wieso kosove immernoch unter serbien geführt wird ?!!! wieso seid ihr nicht unabhängig ?!! pse ??

    lol sagt der lolli

  3. #3443

    Registriert seit
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    po...se ju e keni lan keq...besonders ihr aus Gostivar solltet euch angesprochen fühlen...

    du weißt nichts über Kosove...
    informier dich erstmal...
    bevor du hier reinschreibst...

    immer das selbe mit dir....

  4. #3444
    Avatar von absolut-relativ

    Registriert seit
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    hallo ..

    ich hab mich soeben informiert und man sagt mir , dass kosova i metohija immernoch serbisch ist !!! wieso eigentlich ?

    zasto je tako , moja mala ?? lol

  5. #3445

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    11.391
    um das zu erreichen was ihr in Fyrom erreicht habt, wird nicht verhandelt.
    in Kosova arbeitet man für eine anerkennung der unabhängigkeit.
    ich möchte nicht die albaner aus fyrom beleidigen, da nicht alle so sind wie du.
    in kosova haben genauso viele albaner aus fyrom gekämpft und umgekehrt auch.
    eine diskussion mit dir über albanische interessen ist nicht möglich, da du andere interessen verfolgst.(mazedonisch/bulagrische?)

  6. #3446
    Avatar von skenderbegi

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    Idee

    Vier Monate für Verhandlungen


    Pristina/Belgrad. Die Kosovo-Kontaktgruppe will die weiteren Gespräche über den künftigen Status der südserbischen Provinz auf 120 Tage beschränken. Darauf hätten sich die Gruppenmitglieder – USA, Russland, Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Italien – geeinigt, schrieb die albanischsprachige kosovarische Zeitung "Zeri". Unterdessen hat, wie bereits die EU, auch Russland seinen Vertreter in den Gesprächen bestellt: den Balkan-Experten Alexander Bozan-Chartschenko.

    http://www.wienerzeitung.at/DesktopD...wzo&cob=295790

  7. #3447
    Avatar von skenderbegi

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    STANDARD-Gastkommentar:

    Kosovo: Der Realität ins Auge sehen

    Zu allen Versuchen, die Statusfrage vom Sicherheitsrat wegzubringen, kann ich nur sagen: Vorsicht, Falle!“, erklärte Kanzler Gusenbauer dieser Tage in einem „Kurier“-Interview. Die Außenministerin sieht das offenkundig anders.

    Die Statusfrage des Kosovo stellt die gesamte internationale Gemeinschaft,
    allen voran die Europäische Union, vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Sie verlangt von allen Beteiligten Verantwortungsbewusstsein, beharrliches Engagement und Umsicht. Die Vereinten Nationen – nicht zuletzt die Generalsekretäre Kofi Annan und Ban Ki Moon – haben viel Energie und Geduld in die Lösung der Statusfrage investiert. Martti Ahtisaari und Albert Rohan haben nach mehr als einjährigen schwierigen Verhandlungen, in die Belgrad und Prishtina durchgehend eingebunden waren, dem UNO-Sicherheitsrat ein umfassendes Paket an Lösungsvorschlägen unterbreitet.

    Diese gewissenhaften Vorarbeiten haben bis jetzt aber nicht den erhofften Erfolg gebracht.

    Wir müssen der Realität ins Auge sehen:
    Der Sicherheitsrat ist blockiert, die Verhandlungen sind an Russland vorerst gescheitert. Diese Entwicklung ist sehr zu bedauern.

    Eines ist nämlich klar:
    Wer es dem Sicherheitsrat durch eine gezielte Vetopolitik auf Dauer unmöglich macht, die Verantwortung für die Aufrechterhaltung des Friedens und der internationalen Sicherheit wahrzunehmen, fördert Versuche, die notwendigen Antworten auf offene Fragen außerhalb des Sicherheitsrates zu suchen. Vetopolitik schwächt die Autorität und Lösungskompetenz des Sicherheitsrats und damit der Weltorganisation.


    Bewährungsprobe ...

    In dieser schwierigen Situation ist die EU auf besondere Weise gefordert.
    Sie muss und wird weiter mit voller Kraft an einer Lösung der letzten offenen Statusfrage auf dem Balkan arbeiten, um in der Region Stabilität und Zukunftsfähigkeit nachhaltig verankern zu können.

    Ziel einer Lösung ist es,
    den Menschen im Kosovo ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen – unabhängig von ihrer jeweiligen Volksgruppenzugehörigkeit in Sicherheit, Würde und ohne Furcht. – Genau dies war und ist das Ziel der Vorschläge Martti Ahtisaaris, die deshalb auch weiterhin unsere klare Unterstützung verdienen.

    Vor diesem Hintergrund stehen die EU und ihre Mitgliedstaaten vor einer besonderen Bewährungsprobe. Die Europäische Union hat in den vergangenen Jahren – gerade auch vor dem Hintergrund der bitteren Erfahrungen am Balkan – eine europäische Außenpolitik entwickelt und zunehmend ausgestaltet. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir auch jetzt gemeinsam und geschlossen auftreten. Wenn die EU nun ihre Einheit nicht bewahrt, läuft sie Gefahr, in ihrer gemeinsamen Außenpolitik um fünfzehn Jahre zurückzufallen.

    .. für die EU

    Jetzt ist einmal die Balkan-Kontaktgruppe am Zug,
    in der die EU durch ihre Präsidentschaft, Javier Solana und die Kommission vertreten ist und der (neben den USA und Russland) auch die EU-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien angehören. Die Kontaktgruppe hat die Weichen für eine letzte Verhandlungschance im Verhältnis Belgrad/Prishtina gestellt. Mit der Ernennung von Wolfgang Ischinger, einem Kenner der Region und bewährten Verhandler aus einem gewichtigen Mitgliedstaat, wird sich die EU aktiv in die Bemühungen der Troika mit den USA und Russland einbringen.

    Wir sollten die gemeinsamen europäischen Anstrengungen im Rahmen der Kontaktgruppe solidarisch unterstützen. Es ist richtig, Prishtina und Belgrad noch einmal eine letzte Gelegenheit für ernsthafte Gespräche zu geben, selbst wenn Zweifel an einem Verhandlungserfolg bestehen. Wir hatten den beiden Parteien in den letzten Jahren laufend Möglichkeiten zu Direktgesprächen in Wien gegeben, um zu einer Annäherung der Standpunkte beizutragen. Fraglos würden wir alle eine einvernehmliche Lösung bevorzugen. Aber wir dürfen unsere Augen auch nicht vor den Realitäten verschließen.

    Die Uhr tickt:
    Die jetzige Situation lässt sich nicht perpetuieren. Die laufenden Gespräche müssen einen klaren zeitlichen Horizont haben. Die Region hat schon zu viel Zeit verloren. Die Menschen wollen und brauchen Klarheit. Es geht letztlich um die Stabilität und Zukunftsfähigkeit der gesamten Region.

    Der Status des Kosovo muss geklärt werden, damit der Blick wieder uneingeschränkt auf die europäische Zukunft der Region gerichtet werden kann. Österreich wird dazu im Verein mit seinen europäischen Partnern nach besten Kräften beitragen.

    http://derstandard.at/?id=2980360

  8. #3448
    Avatar von skenderbegi

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    GEDANKENSPIELE über KOSOVA


    http://www.taz.de/index.php?id=start...ash=1936277d90

    Serbische Zeitung bringt den Vorschlag eines Staatenbundes mit Serbien ins Gespräch VON ERICH RATHFELDER

    PRISHTINA taz Wahrscheinlich ist der Vorschlag, einen Bund souveräner Staaten Serbien-Kosovo zu schaffen, nur ein Versuchsballon. Und kein ernsthafter Politiker in der Region ist für den von der serbischen Zeitung Vecernje Novosti am Wochenende ins Spiel gebrachten Gedanken bisher eingetreten. Der serbische Präsident Vojislav Kostunica winkte sofort ab und besteht auf Verhandlungen, die lediglich das Autonomiestatut der serbischen Provinz Kosovo festlegen sollen. Und auch im kosovarischen Parlament sprachen sich alle Redner gegen solche Gedankenspiele aus. Die Sprecherin des EU-Außenpolitikers Javier Solana erklärte zudem, sie wisse "nichts von einem solchen Vorschlag".

    ------------------------------------------------------------

    die frage muss gestellt werden in wesen interessen eine serbische zeitung eine solche möglichkeit publik macht???

  9. #3449

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    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    GEDANKENSPIELE über KOSOVA


    http://www.taz.de/index.php?id=start...ash=1936277d90

    Serbische Zeitung bringt den Vorschlag eines Staatenbundes mit Serbien ins Gespräch VON ERICH RATHFELDER

    PRISHTINA taz Wahrscheinlich ist der Vorschlag, einen Bund souveräner Staaten Serbien-Kosovo zu schaffen, nur ein Versuchsballon. Und kein ernsthafter Politiker in der Region ist für den von der serbischen Zeitung Vecernje Novosti am Wochenende ins Spiel gebrachten Gedanken bisher eingetreten. Der serbische Präsident Vojislav Kostunica winkte sofort ab und besteht auf Verhandlungen, die lediglich das Autonomiestatut der serbischen Provinz Kosovo festlegen sollen. Und auch im kosovarischen Parlament sprachen sich alle Redner gegen solche Gedankenspiele aus. Die Sprecherin des EU-Außenpolitikers Javier Solana erklärte zudem, sie wisse "nichts von einem solchen Vorschlag".

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    die frage muss gestellt werden in wesen interessen eine serbische zeitung eine solche möglichkeit publik macht???
    Leider ist dieser Artikel eine wortwörtliche Lüge. Der Artikel auf den sich die Zeitung beruft stammt aus der Novosti und wollte mit diesem Aufzeigen, das ein Staatenbund für Serbien nicht in frage kommt. Also kein Vorschlag sondern eine Absage.

    http://www.novosti.co.yu/code/naviga...tum=2007-08-01
    Der Artikel. Darin geht es das die EU diesen Vorschlag unterbreitet haben soll und die Reporter von Novosti sagen: NEIN!

  10. #3450
    Avatar von skenderbegi

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    Idee

    KOSOVO Die Lunte brennt
    Weitere 120 Tage soll zwischen den USA, Russland und der EU über die Unabhängigkeit beraten werden. Derweil wächst die Bereitschaft im Land, gewaltsam Fakten zu schaffen.

    VON DETLEF KLEINERT


    HAUT-COUTURE: Mit dem Tattoo eines albanischen Doppeladlers zeigt ein Jugendlicher bei einer Demonstration in Pristina, wofür er steht.
    Foto: Damir Sagolj/Reuters

    Was ist das für eine Widerwärtigkeit, mit der das Schicksal der Völker verhöhnt wird. Von den grundlegenden Entwicklungsproblemen des Balkans wurde kein einziges gelöst.“ Was wie eine Situationsbeschreibung des Jahres 2007 klingt, stammt aus der Feder Leo Trotzkis. Geschrieben hat er es 1913, nach dem zweiten Balkankrieg, als Sonderkorrespondent Lew Bronstein.


    Damals wie heute kennzeichnet es die Tragödie des Kosovo, dass wichtigste Entscheidungen nur zu oft nach Kriterien getroffen werden, die die betroffenen Menschen zum Spielball fremder Interessen herabwürdigen. So ist es auch im aktuellen Streit, bei dem die USA (als Anwalt der Kosovaren) und Russland (als Anwalt der Serben) Position bezogen haben. Für die Serben ist klar: Die Wiege des Serbentums ist das Kosovo, also muss es Teil Serbiens bleiben. Für die Kosovaren ist ebenso klar: Nach dem Terror des Milosevic-Regimes gibt es keinen Verbleib mehr in Serbien, alles andere als Souveränität ist nicht verhandelbar. Das Problem: Beide Positionen sind unvereinbar.


    In der Hoffnung, mit Verhandlungen wenigstens eine Annäherung der beiden Standpunkte zu erreichen, hatte die Uno einen ihrer erfahrensten Unterhändler eingeschaltet. Mit großem Geschick hat UN-Vermittler Martti Ahtisaari einen Vorschlag vorgelegt, der zwar nicht alle Interessen befriedigt, aber unter den gegebenen Umständen die einzig zukunftsweisende Lösung darstellt. Danach soll das Kosovo in eine „international überwachte Unabhängigkeit“ entlassen werden. Dass die Russen diesen Vorschlag sogar im UN-Sicherheitsrat blockiert haben und dabei so tun, als würden sie dies in selbstloser Freundschaft tun, ist etwas zu durchsichtig. In Wirklichkeit geht es der russischen Seite darum, den USA als Weltmacht entgegenzutreten und gleichzeitig die Uneinigkeit der Europäer vorzuführen.



    Keine Kompromisse


    Wer als Außenstehender den Ahtisaari-Plan betrachtet, kann kaum verstehen, weshalb der Kompromiss so heftig bekämpft wird. Gewiss müssten beide Seiten von ihren Maximalforderungen Abstriche machen: Die Kosovaren sollen nicht, wie gewünscht, sofort in die völlige Souveränität entlassen werden, sie bleiben bis auf weiteres Protektorat der Uno beziehungsweise der EU; die Serben könnten sich damit zufriedengeben, dass eine völlige Unabhängigkeit des Kosovo nicht festgeschrieben wird und Belgrad sogar in die serbischen Gebiete des Kosovo hineinregieren kann. Dass zudem dafür gesorgt wird, die serbische Minderheit von heute – etwa fünf Prozent der Bevölkerung – bestmöglich zu schützen, sollte für Belgrad ebenfalls willkommen sein. Entscheidend aber ist: Weder Russen noch Serben bieten eine Alternative, sie wollen nur „verhandeln“.


    Gewiss: Die Serben haben allen Grund, sich vor der Gewalttätigkeit der Kosovaren zu fürchten. Da ist zum einen die barbarische Zerstörungswut zu beklagen, die nach 1999, dem Ende des Kosovo-Krieges, dazu geführt hat, dass 150 Klöster und Kirchen zerstört oder geschändet worden sind – Prunkstücke spätmittelalterlicher orthodoxer Kultur. Ebenso haben die Serben nicht vergessen, dass im März 2004 ein fanatisierter Mob in einer Enklave regelrecht Jagd auf die dortigen Bewohner gemacht hat, zwanzig wurden ermordet, rund 1000 verletzt und etwa 4000 vertrieben. So scheint die Situation schwieriger denn je. Das hat Folgen: Denn solange die Statusfrage des Kosovo nicht geklärt ist, wird dort nicht investiert werden. Solange nicht investiert wird, bleibt die Arbeitslosenrate bei 60 bis 80 Prozent. In einer Region, die derzeit von Korruption, Schmuggel und Frauenhandel beherrscht wird, werden Jugendliche also ihre Zukunft auch weiter im kriminellen Umfeld suchen.



    Ein Handel ist tabu


    So droht eine neue Aggressionswelle über das Land zu schwappen. Wer in Belgrad, abgesehen von den Radikalen und den Chauvinisten in der Regierung, ehrlich ist, würde froh sein, den politischen Mühlstein am Hals eines zukunftsfähigen Landes endlich los zu sein. Der Belgrader Politanalytiker Bratislav Grubacic meint denn auch: „Jeder weiß hier, dass der Kampf um das Kosovo längst verloren ist. Doch niemand traut sich, das zu sagen.“


    Jetzt soll erneut eine „Troika“ verhandeln, die USA, Russland und – für die EU – der deutsche Spitzendiplomat Wolfgang Ischinger, ein ausgewiesener Balkanspezialist. Wieder ist von 120 Tagen die Rede. Doch die Russen haben dies bereits infrage gestellt. Die Kosovaren dagegen haben den 28.November als Tag benannt, an dem sie ihre Unabhängigkeit – ungeachtet internationaler Proteste – ausrufen wollen. Die Uno aber müsste Einspruch erheben:Formal gilt noch immer die Resolution 1244, die das Kosovo als Teil Serbiens definiert.


    So stellt sich die Frage: Gibt es in dieser verfahrenen Situation überhaupt eine für beide Seiten akzeptable Lösung? Ischinger wird den Serben die Mitgliedschaft in der EU in Aussicht stellen, doch dies wird nicht reichen. Der serbische Regierungschef hat einen solchen „Handel“ ausgeschlossen. Die Russen werden die kompromisslose Haltung der Serben unterstützen, weil sie durch Serbien einen Fuß in der Tür zu Europa haben.


    Und die Amerikaner? George W. Bush hat bei seinem Besuch in Tirana im Juni versprochen, die Unabhängigkeit des Kosovo zu unterstützen, ungeachtet der Moskauer Obstruktionspolitik. Schlechte Aussichten also für eine Verhandlungslösung. Die Troika wird dennoch zu einem Ergebnis kommen müssen:Schon sammeln sich in Serbiens Untergrund Freiwillige, die das Kosovo „befreien“ wollen. Und im Kosovo warten frühere UCK-Kämpfer nur darauf, loszuschlagen. Die Lunte brennt.
    © Rheinischer Merkur Nr. 31, 02.08.2007


    eine gute analyse welche die situation mit dem wegnehmen bezw. zuspruch kosovas an serbien von 1913 beginnt.

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