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Kosovo und die Statusverhandlungen NEWS

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 15.11.2005, 15:34 Uhr · 4.928 Antworten · 156.306 Aufrufe

  1. #3721

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  2. #3722
    Avatar von Grobar

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    Wie könnte eine Lösung für den zukünftigen Status des Kosovo aussehen? Im Vorfeld der ersten direkten Gespräche zwischen Serben und Albanern haben deutsche Experten verschiedene Ansätze entwickelt.


    Um den künftigen Status des Kosovo geht es bei aktuellen Gesprächen in New York. Am Donnerstag (27.9.) haben sich die Außenminister der so genannten Kontaktgruppe (aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Russland und USA) getroffen. Am Freitag (28.9.) leitet die so genannte Kosovo-Troika das erste direkte Gespräch zwischen den Vertretern Serbiens und der Kosovo-Albaner. Das im Juli dieses Jahres ins Leben gerufene Verhandlungsteam aus EU, USA und Russland soll bis zum 10. Dezember den letzten Versuch unternehmen, zwischen Prishtina und Belgrad eine Einigung zu erreichen. Wie und ob es dazu kommen könnte, darüber wird derzeit von Politikern und Experten auch in Deutschland intensiv nachgedacht.
    Was die hochrangig besetzten Delegationen am Freitag in New York einander vorschlagen werden, haben sie bereits letzte Woche in London verkündet: Die Kosovaren kommen mit einem "Vertrag über gutnachbarschaftliche Beziehungen" zu Serbien, die Serben hingegen mit einem Plan, wonach Kosovo fast wie ein Staat funktionieren, jedoch keinen UN-Sitz, kein Außenministerium und keine eigene Armee haben soll.


    Staaten-Union denkbar
    Wie man zwischen diesen beiden diametral entgegengesetzten Positionen einen Berührungspunkt finden kann, darüber hat sich die Stiftung Wissenschaft und Politik Gedanken gemacht. In einem vor kurzem veröffentlichten Diskussionspapier schlägt der Balkan Experte Franz-Lothar Altmann die Bildung einer neuen "Union Serbien Kosovo" vor. Altmann erläuterte gegen über DW-RADIO: "Die Vorstellung ist: zwei unabhängige Staaten. Das hieße auch, dass beide Staaten normale UNO-Vertretung hätten, beide Staaten ein Außenministerium hätten, es geht nur darum, dass sie eine formale Union bilden, eine Union von zwei unabhängigen Staaten."


    Ein zweites Dayton?
    Zu glauben, dass die Parteien diesen Vorschlag akzeptieren könnten, dazu braucht es viel Optimismus. Denn sie spüren keinen Druck, solange sie mächtige Befürworter ihrer Maximalfoderungen haben: Die USA stehen offen für ein unabhängiges Kosovo, Russland für die Bewahrung der territorialen Integrität Serbiens. Cornelius Adebahr von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik glaubt, dass es dennoch einen Weg gibt, den Druck auf die Parteien zu erhöhen: Mittels einer geschickten Verhandlungsregie, wie im Jahre 1995 am Ende des Bosnien-Krieges im amerikanischen Dayton. "Die Idee ist, dass man tatsächlich am Ende des Prozesses hingeht und eine Art Klausurverhandlung macht. Die Verhandlungen zum Ende des Krieges in Bosnien wurden am Ende in Dayton geführt, in einem Ort, der abgeschlossen war von der Öffentlichkeit, wo die Konfliktparteien auf einem engen Raum zusammensitzen mussten und die Parteien unter Druck gesetzt wurden, um zu einer Lösung zu kommen", meint Adebahr.


    "Selbständigkeit nur unter EU-Begleitung"
    Die weniger optimistischen Kommentatoren der deutschen Zeitungen erklären die Gespräche unter der Troika schon jetzt für gescheitert. Die Frage bleibt, wie
    die EU sich verhalten wird, wenn nach dem 10. Dezember die USA das Kosovo als unabhängigen Staat anerkennen sollten. Balkan-Experte Altmann schließt nicht aus, dass Großbritannien und Frankreich diesem Schritt folgen könnten. Die EU muss zunächst nur entscheiden, ob sie ihre neue Beobachtungsmission in die Region schickt. "Es würde auch keine Selbständigkeitserklärung des Kosovo erfolgen ohne die gleichzeitige Bitte, dass die EU diesen Vorgang begleitet und unterstützt. Und da sollte die EU, auch mit den Stimmen der jetzt Zögerlichen, sagen: Das tun wir. Das ist im Interesse der Gesamt-EU, nicht nur derjenigen, die zustimmen wollen für die Selbstständigkeit', so Altmann.
    Deutschland unterstützt im Prinzip die so genannte beobachtete Unabhängigkeit des Kosovo, will aber den jetzt stattfindenden Gesprächen eine Chance geben.
    Kosovo-Gespräche: Gedankenspiele für Zukunftsperspektiven | Fokus Ost-Südost | Deutsche Welle | 27.09.2007


    Ich dachte es ist klar wie die zukunft aussieht....die machen allerdings immer noch gedankenspiele...

  3. #3723
    Avatar von skenderbegi

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    [h1]Keine Bewegung bei Beratungen über Kosovo-Frage[/h1]
    Vor 13 Stunden
    New York (AFP) — Beim Außenministertreffen der Kosovo-Kontaktgruppe in New York hat sich keine Bewegung in den festgefahrenen Beratungen über den künftigen Status des Gebiets abgezeichnet. Serben und Kosovo-Albaner müssten sich "auf konstruktive Weise" um eine Regelung für die bislang völkerrechtlich zu Serbien gehörende Provinz bemühen, sagte der britische Außenminister David Miliband nach dem Treffen der sechs Außenminister, an dem auch der deutsche Ressortchef Frank-Walter Steinmeier (SPD) teilgenommen hatte. Der Status quo könne nicht aufrecht erhalten werden, hieß es in einer Abschlusserklärung.
    Miliband forderte beide Seiten auf, mit der Vermittler-Troika aus EU, USA und Russland zusammenzuarbeiten, um bis Dezember eine einvernehmliche Lösung zu finden. US-Außenministerin Condoleezza Rice betonte laut einem Außenamtssprecher, dass der Vermittlungsprozess kein offenes Ende habe, sondern am 10. Dezember abgeschlossen sein müsse. Aus Diplomatenkreisen verlautete, Russland sei gegen die Frist gewesen und habe mit seiner Haltung die Veröffentlichung der Abschlusserklärung verzögert.
    Darin erklärten die Außenminister, sie teilten die Ansicht von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, dass die derzeitige Situation nicht tragbar sei. "Sie hat zerstörerische Folgen für die politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Kosovos und für die grundlegende Stabilität in der Region", hieß es in dem Text.
    Steinmeier hatte vor dem Treffen gesagt, die Verhandlungen befänden sich "in einer entscheidenden Phase". Serbien weigert sich bislang, dem Wunsch der Kosovo-Albaner nach Unabhängigkeit nachzukommen. Dabei wird es von Russland unterstützt. Der Kontaktgruppe gehören neben Deutschland drei weitere EU-Staaten sowie Russland und die USA an.
    Bis zum 10. Dezember muss die Kontaktgruppe der UNO eine Empfehlung für das weitere Vorgehen vorlegen. Im Falle eines Scheiterns gilt eine einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovos als wahrscheinlich. Heute wollen ranghohe Vertreter Serbiens und der Kosovo-Albaner in New York zu direkten Gesprächen über die Zukunft der südserbischen Provinz zusammenkommen.
    Eine paramilitärische serbische Gruppe im Kosovo drohte mit Angriffen für den Fall, dass die Provinz unabhängig wird. "Jede Änderung der Grenzen Serbiens wird einen Krieg auslösen", warnte die Garde des heiligen Kaisers Lazar in einer E-Mail an die NATO im Kosovo, wie Medien in Pristina berichteten.
    Gehostet von
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  4. #3724
    r4k!
    [h2]Kosovo droht mit einseitiger Lösung von Serbien[/h2]




    Vermittler-Troika soll dem Sicherheitsrat die Unabhängigkeit vorschlagen

    Frankfurt/Main/dpa. Kosovo-Regierungschef Agim Ceku hat Serbien mit einer einseitigen Loslösung der abtrünnigen Provinz gedroht, wenn die Vermittler-Troika dem Sicherheitsrat nicht die Unabhängigkeit vorschlägt.
    «Wir waren geduldig, wir waren kooperativ, wir waren entgegenkommend», sagte Ceku der Frankfurter Rundschau. Jetzt sei «alles gesagt, alles ausverhandelt». Die drei Diplomaten aus den USA, Russland und der EU sollen dem Sicherheitsrat bis zum 10. Dezember eine Empfehlung über den künftigen Status der von den UN verwalteten serbischen Provinz geben. Er glaube nicht, dass das Kosovo schon am 10. Dezember selbstständig werde, sagte Ceku. Die Unabhängigkeit sei aber «ausgemachte Sache».

    An einer großen internationalen Konferenz vor dem 10. Dezember, wie manche Diplomaten sie vorschlagen, wollen die Kosovo-Albaner nach Cekus Worten nur dann teilnehmen, wenn sie zuvor klare Signale für ihre Unabhängigkeit erhalten.
    Ein unabhängiges Kosovo werde alle Vorschläge zur Autonomie der Serben umsetzen, die im Bericht des finnischen UN-Vermittlers Martti Ahtisaari enthalten sind, sagte Ceku. Es werde zudem die NATO einladen, ihre Truppen im Lande zu belassen. Ein unabhängiges Kosovo baue auf alledem auf, was hier in den letzten acht Jahren unter UN- Verwaltung entstanden ist, sagte Ceku: «Wir haben ein Parlament, eine Regierung, funktionierende Institutionen, sogar einen ausgeglichenen Haushalt, der ohne fremde Hilfe auskommt.»

    Als unabhängig könne sich das Kosovo dann fühlen, wenn es von den USA und einer beträchtlichen Anzahl von EU-Mitgliedsstaaten anerkannt werde, sagte Ceku. Dann werde sich eine Welle von Anerkennungen anschließen.

  5. #3725
    Avatar von skenderbegi

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    28. September 2007, 20:32 [h3]Ringen um den Kosovo[/h3]
    Serben und Kosovo-Albaner haben sich bei ihrem ersten direkten Treffen nach dem Scheitern der Kosovo-Gespräche im Uno-Sicherheitsrat auf eine Fortsetzung des Dialogs verständigt.
    Die Beratungen fanden heute unter der Schirmherrschaft der sogenannten Kosovo-Troika aus EU, USA und Russland in New York statt. Die internationalen Vermittler zeigten sich nach der Gesprächsrunde optimistisch. Die Kontrahenten schienen entschlossen, den Friedensprozess zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen, hiess es.
    «Es gibt eine Basis für eine Fortsetzung der direkten Gespräche», sagte der russische Vertreter der Kosovo-Troika, Alexander Bozan-Chartschenko. Grundlage der Verhandlungen ist der Plan des Uno-Gesandten Martti Ahtisaari, der eine international überwachte Unabhängigkeit für die seit 1999 unter Uno-Verwaltung stehende serbische Provinz vorsieht. Der Vorschlag stiess in Belgrad auf scharfe Ablehnung.
    Gesprächsrunde als Chance

    «Wir betrachten diese Gesprächsrunde als Chance, einen historischen Kompromiss zu erzielen und den seit langem andauernden Konflikt zwischen Serben und Albanern beizulegen», erklärte der serbische Präsident Boris Tadic vor dem Treffen. Der serbische Aussenminister Vuk Jeremic hatte sich am Mittwoch zu weitreichenden Konzessionen bei den Verhandlungen über den endgültigen Status des Kosovos bereiterklärt. Die Entlassung der Provinz in die Unabhängigkeit schloss er jedoch weiterhin kategorisch aus.





    Belgrad will nach seinen Worten den Kosovo-Albanern einen «umfassenden Plan für substanzielle Autonomie» vorlegen, der den politischen Institutionen in Pristina eine fast uneingeschränkte Regierungsgewalt übertragen würde. Dazu könnte auch die Kontrolle über die Grenzen des Kosovos gehören, wie Jeremic andeutete. Dies würde ein bedeutendes Zugeständnis an die Kosovo-Albaner signalisieren.
    Die Unterhändler der Kosovo-Troika sollen bis zum 10. Dezember einen Bericht an Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon erarbeiten.
    (ret/ap/sda)
    </div>

  6. #3726
    Avatar von skenderbegi

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    Daumen hoch

    Joschkas Rückkehr
    Kosovo als Testfall

    Er macht kein Hehl daraus, dass seine Meinung in der Außenpolitik weiter zählt - und dass er vieles kritisch betrachtet, was da zur Zeit in Europa entschieden wird. Zwei Jahre in den USA, "das hat die Sicht klar gemacht", sagt er.

    Doch seine Partei, die Grünen, ist ihm fremd geworden, und das Amt ist ihm genommen. So braucht Fischer eine neue Plattform. Er hat eine Beraterfirma gegründet ("Joschka Fischer Consulting") und sich einer neuen europäischen Denkfabrik angeschlossen, die Furore machen will: Der European Council on Foreign Relations borgt sich den Namen vom großen amerikanischen Vorbild, agiert aber unabhängig, nicht zuletzt dank der großzügigen Finanzierung des Milliardärs und Mäzens George Soros.

    Fischer ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Councils und nutzte den Gründungstag gleich, um seine Botschaft zu verbreiten. Gemeinsam mit dem früheren finnischen Präsidenten und Balkan-Unterhändler Martti Ahtisaari warb er für europäische Geschlossenheit bei der Anerkennung eines unabhängigen Kosovo. "Der Kosovo ist der Testfall für eine europäische Außenpolitik", so Fischer, "so lange Russland den Eindruck hat, dass wir uneinig sind, so lange wird es mit uns Spielchen spielen". (...)

    http://www.sueddeutsche.de/deutschla...el/997/135733/


  7. #3727
    Avatar von Südslawe

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    Die Serben sollen einfach den Kosovo freigeben, das ganze Theater hat doch keinen Sinn.

  8. #3728
    Avatar von skenderbegi

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    [h6]2. Oktober 2007, Neue Zürcher Zeitung[/h6]
    [h3]Lippenbekenntnisse im Kosovo-Streit[/h3]


    Festhalten an alten Positionen bei den Gesprächen in New York
    ahn. Belgrad, 1. Oktober Die Verhandlungen über den künftigen Status Kosovos in New York sind in Belgrad und Pristina zurückhaltend beurteilt worden. Der serbische Präsident Boris Tadic sagte, die Chancen für einen «historischen Kompromiss» zwischen Serben und Albanern seien intakt. ...











    ahn. Belgrad, 1. Oktober
    Die Verhandlungen über den künftigen Status Kosovos in New York sind in Belgrad und Pristina zurückhaltend beurteilt worden. Der serbische Präsident Boris Tadic sagte, die Chancen für einen «historischen Kompromiss» zwischen Serben und Albanern seien intakt. Anders als unter der Verhandlungsführung von Martti Ahtisaari, der von Anfang an die Unabhängigkeit Kosovos favorisiert habe, sei der Wille zum Kompromiss bei den Unterhändlern in New York spürbar. Belgrad will den Kosovo-Albanern den «höchstmöglichen Autonomiestatus» einräumen. Ministerpräsident Vojislav Kostunica zeigte sich «leicht enttäuscht». Eine inhaltliche Diskussion habe noch kaum begonnen.
    [h4]Neue Versprechungen[/h4]
    Die kosovo-albanische Seite war mit dem Entwurf für einen «Freundschaftsvertrag» nach New York gereist, der die Beziehungen zwischen einem unabhängigen Kosovo und Belgrad regeln soll. Über den völkerrechtlichen Status gebe es nichts mehr zu diskutieren, hatte die Delegation unter dem Vorsitz von Präsident Fatmir Sejdiu und Ministerpräsident Agim Ceku vor den Verhandlungen verlauten lassen. Ob echte Verhandlungen doch noch zustande kämen, hänge jetzt von der Staatengemeinschaft ab, sagte Kostunica. Wenn sie der Absicht Pristinas entgegentrete, einseitig die Unabhängigkeit zu erklären, gebe es eine Chance für eine Einigung. Kurz vor dem Beginn der Verhandlungen hatte die amerikanische Staatssekretärin Rice gesagt, nur mit einem unabhängigen Kosovo könne die Region stabilisiert werden. Belgrad war empört über diese Äusserung. Mit dem amerikanischen Unabhängigkeitsversprechen im Ohr werde sich Pristina auf Verhandlungen gar nicht erst einlassen.
    Die kosovo-albanische Delegation bekräftigte nach ihrer Rückkehr, dass kein Weg an der Unabhängigkeit vorbeiführe. Ministerpräsident Ceku versprach, dass die Verhandlungsrunde am 10. Dezember beendet werde und keine weiteren Verzögerungen akzeptiert würden. «Wenn es keine Einigung gibt, werden wir die Unabhängigkeit erklären und um internationale Anerkennung ersuchen», sagte Ceku. Ein greifbarer Erfolg der dreistündigen Gespräche ist die sogenannte New Yorker Erklärung. Darin verpflichten sich die Parteien, kompromissbereit und rasch eine Einigung herbeizuführen. Äusserungen, welche die Spannungen in und um Kosovo anheizen, sollen unterbleiben, und keine Partei darf von den Verhandlungen weglaufen oder diese blockieren.
    [h4]Eine lockere Konföderation?[/h4]
    Offenbar wurden auch die Prinzipien der Kosovo-Kontaktgruppe nochmals bestätigt. Danach wird eine Teilung der Provinz ausgeschlossen, ebenso wie die Vereinigung mit andern Gebieten oder die direkte Unterstellung unter Belgrad. In den letzten Wochen hatten westliche Politiker und Diplomaten eine Teilung nicht mehr ausgeschlossen, falls sie im gegenseitigen Einverständnis erfolge. Zurzeit wird allerdings über einen neuen Vorschlag diskutiert: eine lockere Konföderation zwischen Serbien und Kosovo. Ein Entwurf wurde von der Berliner «Stiftung Wissenschaft und Politik» vorgelegt, aber auch der ehemalige Präsident des Haager Uno-Kriegsverbrechertribunals, Antonio Cassese, argumentiert in diese Richtung.
    Die zwei faktisch unabhängigen Staaten hätten eine gemeinsame Aussengrenze, die aber vom jeweiligen Teil der Konföderation kontrolliert würde. Nach innen wäre volle Bewegungsfreiheit gegeben. Damit, so die Annahme, könnte Belgrad das Gesicht wahren, weil die Grenze nicht neu festgelegt würde. Pristina erreichte ebenfalls sein Hauptziel, die faktische und weitestgehend auch völkerrechtliche Unabhängigkeit. In einer ersten Reaktion wurde der Vorschlag von Kostunica und Ceku abgelehnt.


    ----------------------------------------

    ja wo die albaner diese vorschläge unterbreitet hatten hiess es kommt nicht in frage???

    KOSOVA IST SERBISCH UND BLEIBT BEI SERBIEN:::

    jetzt wo auch die letzten aus dem schlaf erwacht sind wollen diesen vorschlag sogar als ihr eigenen verkaufen??ß

  9. #3729
    Avatar von skenderbegi

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    [h4]Kommt es zu einer abschließende Kosovo-Konferenz?[/h4]
    Der Vertreter der Europäischen Union in der Kosovo-Troika, Wolfgang Ischinger, hat eine abschließende Konferenz für den Kosovo in Aussicht gestellt - ähnlich den Dayton-Friedensverhandlungen, mit denen im Jahr 1995 der dreijährige Bosnien-Krieg abgeschlossen wurde. Sollte eine solche Kosovo-Konferenz stattfinden, dann Ende November oder Anfang Dezember irgendwo in Europa, sagte Ischinger in einem Gespräch mit der Tageszeitung „Vecernje novosti“.
    Als Troika schließe man ein Treffen in Konferenzform nicht aus, so Ischinger. Er glaube aber nicht, dass es eine Konferenz mit den Staaten der Kontaktgruppe (USA, Russland, Frankreich, Deutschland, Italien und Großbritannien) sein werde. Es sei viel wahrscheinlicher, dass an der Konferenz nur die Troika und die beteiligten Seiten (Belgrad und Pristina) teilnehmen würden.
    Nach einem ersten direkten Gespräch zwischen Vertretern Belgrads und Pristinas in der Vorwoche in New York werden die zwei Seiten erneut am kommenden Sonntag in Brüssel zusammenkommen. Es sei ihre Aufgabe, eine Einigung zu finden, das Problem bestehe zwischen ihnen, sie sollten zum Kompromiss kommen, unterstrich Ischinger. Der deutsche Diplomat hob gleichzeitig auch hervor, dass der Status-Vorschlag des UNO-Vermittlers Martti Ahtisaari, der im Frühjahr eine “überwachte“ Unabhängigkeit für den Kosovo vorgeschlagen hatte, „nicht aus dem Spiel“ genommen worden sei. Sein Paket sei womöglich einer der besten Wegweiser, um vorwärts zu gelangen, wenn nicht gar der beste, sagte Ischinger unter Hinweis, dass sein russischer Troika-Kollege, Alexander Bozan Chartschenko, mit dieser Feststellung vielleicht nicht einverstanden wäre.
    Belgrad widersetzt sich einer Unabhängigkeit des Kosovo und hatte dafür die Unterstützung Moskaus erhalten, das im Juli im UNO-Sicherheitsrat eine auf dem Vorschlag Ahtisaaris beruhende Resolution blockiert hatte. Pristina drängt auf Unabhängigkeit und droht mit ihrer einseitigen Ausrufung gleich nach dem 10. Dezember, wenn die aktuellen Verhandlungen abgeschlossen werden sollen.

  10. #3730
    Avatar von skenderbegi

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    [h1]Kosovo erklärt sich bei Scheitern von Gesprächen unabhängig[/h1]
    Vor 2 Stunden
    London (AFP) — Die serbische Teilrepublik Kosovo will sich bei einem Scheitern der Gespräche über ihre Zukunft einseitig für unabhängig erklären. Dies sagte Regierungschef Agim Ceku in London nach einem Treffen mit dem britischen Außenminister David Miliband. "Es muss ein unabhängiges Kosovo sehr schnell nach dem 10. Dezember geben." Die Unabhängigkeitserklärung sei dann eine Frage "von Tagen, nicht von Wochen und schon gar nicht von Monaten", sagte Ceku.
    Bis zum 10. Dezember soll die Kosovo-Troika aus USA, Russland und Europäischer Union mit den Beteiligten eine Einigung über den künftigen Status der Provinz erzielen.
    Die von der Troika initiierten Gespräche zwischen Serbien und Kosovo über die Zukunft der Teilrepublik stecken derzeit in einer Sackgasse. Serbien weigert sich mit Unterstützung Russlands, dem Wunsch der Kosovo-Albaner nach Unabhängigkeit nachzugeben. Die USA und viele europäische Staaten favorisieren dagegen eine überwachte Unabhängigkeit des Kosovo. Eine entsprechende UN-Resolution scheiterte bislang aber am russischen Widerstand. Seit dem Ende des Kosovo-Kriegs 1999 steht das hauptsächlich von Albanern bewohnte Gebiet unter UN-Verwaltung.


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    Wie es aussieht hat sich ceku das ok. aus london geholt...

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