BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 374 von 493 ErsteErste ... 274324364370371372373374375376377378384424474 ... LetzteLetzte
Ergebnis 3.731 bis 3.740 von 4929

Kosovo und die Statusverhandlungen NEWS

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 15.11.2005, 15:34 Uhr · 4.928 Antworten · 156.280 Aufrufe

  1. #3731
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.086
    10. Oktober 2007, 04:00 Uhr
    Von Veton Surroi

    Gastkommentar: Die EU muss Führungsstärke zeigen
    Unabhängigkeit für das Kosovo


    In der vorvergangenen Woche nahm ich in New York an einem einigermaßen surrealen Treffen teil. Hochrangige Delegationen von Kosovaren und Serben diskutierten über den endgültigen Status des Kosovo. Dabei wurde auf unheilvolle Weise klar, dass wir heute nicht weiter sind als vor acht Jahren, als der Kosovokrieg begann. Von kosovarischer Seite schlugen wir ein Abkommen zweier unabhängiger Staaten vor, Kosovo und Serbien. Die Idee dabei war, dass die Aussicht auf eine gemeinsame Zukunft in einem geeinten Europa den Prozess der Status-Bestimmung und Versöhnung erleichtern würde. Die serbische Delegation bot einmal mehr "substanzielle Autonomie" - alle serbischen Regierungen seit 1989 haben diesen Begriff verwendet.
    Wir setzten auf den Geist der Gründerväter des modernen Europa, Robert Schuman und Jean Monnet, die aus ehemaligen Feinden Partner machten. Die Delegation aus Belgrad setzte auf den Geist Slobodan Milosevics, dessen mit vorgehaltener Waffe gemachtes Angebot einer "substanziellen Autonomie" eine Million Kosovaren aus ihrer Heimat vertrieb und mehr als 10 000 das Leben kostete. Das nächste Treffen dieser Art wird Mitte Oktober in Brüssel stattfinden und wahrscheinlich werden bis zum 10. Dezember noch weitere folgen. Dann wird die Kosovo-Troika aus EU, USA und Russland UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ihren Bericht vorlegen. Sollte das Treffen in New York ein Indikator gewesen sein, wird auch dieser Bericht die Kluft nicht schließen: Die kosovarische Seite will volle Souveränität; Serbien fordert die Unterordnung des Kosovo.
    Den EU-Staaten ist klar, dass es einen Mittelweg nicht gibt. Der Prozess der EU-Erweiterung bezieht nur souveräne Staaten ein, Kosovo und Serbien können sich nur dann Hoffnungen auf eine EU-Mitgliedschaft machen, wenn sie die Statusfrage klären. Zudem hat der UN-Sondergesandte Martti Ahtisaari empfohlen, dass die EU die Rolle der UN im Kosovo übernehmen solle. Dieser Plan jedoch wird im Sicherheitsrat von Russland blockiert. Dieses De-facto-Veto gegen eine EU-Außenpolitik erschüttert den Kontinent. Moskaus Widerspenstigkeit fügt sich in das größere Bild eines neuen, durchsetzungsfähigen Russlands, das jede Frage, die seine Beziehungen zum Westen betrifft, durch das Prisma einer neuen Geopolitik betrachtet. Seit einem Jahr sind alle diesbezüglich aus Russland kommenden Signale negativ. Warum sich das bis Dezember ändern sollte, ist nicht ersichtlich. Im Kosovo will Russland zurück zur "guten alten Zeit". In den Augen Moskaus sollen die beiden Parteien zwar ein Abkommen erzielen - ohne jedoch, dass es ein Zeitlimit dafür gäbe oder Entscheidungen außerhalb des Sicherheitsrats getroffen werden könnten. Auf die realen Verhältnisse übertragen, heißt das, dass es ohne die Zustimmung Belgrads kein Abkommen geben kann; mit anderen Worten: es kann noch ewig so weitergehen. Diese an den Kalten Krieg gemahnende Haltung fordert ihren Tribut; Russland im Rücken, haben die Behörden in Belgrad positive Entwicklungen im Kosovo bereits verhindert. Sowohl die serbische Regierung als auch Serbiens Präsident Boris Tadic haben kosovarische Serben gedrängt, nicht an den Parlamentswahlen im November teilzunehmen.
    Der Augenblick der Entscheidung wird eher früher als später kommen. Die Frage lautet dabei nicht, ob es noch zu einer Einigung kommt, sondern ob ein unabhängiges Kosovo international größere Zustimmung erfährt als noch im August, als die entscheidende Phase der Statusverhandlungen begann. Die kosovarischen Führer sind den Menschen in ihrem Land etwas schuldig. Wir haben Zugeständnisse in Bezug auf Minderheitenrechte und Dezentralisierung gemacht, die über das in Europa Übliche hinausgehen, wir nehmen an weiteren Gesprächen unter Leitung der Troika teil.
    Das jedoch kann, anders als die Russen nahelegen, nicht ewig so weitergehen. Ein unabhängiges Kosovo sollte ausgerufen werden, auf Grundlage der in den Beratungen mit Ahtisaari anerkannten Minderheitenrechte. Ohne Unabhängigkeit lassen sich Regierungsverantwortlichkeit, Rechtssicherheit und eine funktionierende Wirtschaft nicht schaffen. In einem Land mit einer Arbeitslosenquote von über 50 Prozent ist Fortschritt in diesen Bereichen dringend geboten. 1999 haben USA und EU den Völkermord im Kosovo gegen russische Einwände verhindert. Diese Führungsstärke ist heute aufs Neue gefragt.




    WELT ONLINE - Nachrichten und aktuelle Informationen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur






  2. #3732
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.086
    STANDARD: Kann es eine Kosovo-Lösung außerhalb des UN-Rahmens geben?
    Asselborn: In der Kosovo-Frage geht es ums Eingemachte. Wir dürfen uns die Lösung nicht von Russland oder den USA aufzwingen lassen. Die nächsten Außenministerräte haben die Aufgabe eine koordinierte Position zu finden. Aus meiner Sicht gibt es nur eine Lösung, wenn wir alle zusammen versuchen, irgendwie einen Link zur UNO zu halten. Ich bin überzeugt, dass weder die Russen noch die Serben bis zum Schluss ihr Njet durchhalten. (DER STANDARD, Printausgabe, 12.10.2007)





    Aktuelle Stellenangebote finden Sie auf derStandard.at/Karriere



    11. Oktober 2007
    19:18

    Der Sozialdemokrat Jean Asselborn (58) war lange Zeit führender luxemburgischer Parlamentarier. Seit 2004 ist er Außenminister.

  3. #3733
    Avatar von Grobar

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    9.644
    Ivanji: Natürlich weiß die überwältigende Mehrheit der Serben, dass der Kosovo verloren ist. Aber dumm ist man beiderseits. Wenn ich ein kosovo-albanischer Politiker wäre, würde ich sagen: Selbstverständlich wählen wir in Serbien mit. Dann stellen wir die drittgrößte Partei, ohne uns geht nichts mehr. Und in 30 Jahren haben wir dank unseres Geburtenüberschusses in ganz Serbien die Mehrheit, ohne kämpfen zu müssen.
    STANDARD: Warum machen das die Kosovo-Albaner dann nicht?
    Ivanji: Die albanischen Interessen sind nach dem Süden ausgerichtet. Kein Albaner sagt es, aber jeder denkt es: dass es ungerecht ist, dass die Albaner verstreut im Kosovo, in Albanien, in Montenegro, in Serbien und in Griechenland leben müssen. Und die Regierungen Europas und der USA sind schlecht beraten, wenn sie nicht sehen, dass dieser Dominoeffekt erfolgen wird, tue man, was man wolle. Der Kosovo kann nicht selbstständig existieren, er muss den Anschluss an Albanien anstreben. Und vielleicht hat Tirana davor mehr Angst als Belgrad. (DER STANDARD, Printausgabe, 13./14.10.2007)
    derStandard.at

    Ivan Ivanji, der 15 Jahre lang Josip Broz Titos Dolmetscher war, im STANDARD-Interview über die Idee einer Balkan-Föderation

  4. #3734

    Registriert seit
    13.10.2007
    Beiträge
    10

    Pfeil

    Test:indian::indian: Test! ?jg

  5. #3735

    Registriert seit
    13.10.2007
    Beiträge
    10
    avatar test
    -glup sam ne ide.

    http://www.glup.com

  6. #3736
    Lopov
    Zitat Zitat von Hrvatski_Vojnik Beitrag anzeigen
    avatar test
    -glup sam ne ide.

    http://www.glup.com
    pa zasto ne ide?

  7. #3737

    Registriert seit
    13.05.2007
    Beiträge
    18.328
    Zitat Zitat von Solus Lupus Beitrag anzeigen
    pa zasto ne ide?
    ist das ein fake von dir?

  8. #3738
    Lopov
    Zitat Zitat von sonnyliston22 Beitrag anzeigen
    ist das ein fake von dir?
    verdammt meine tarnung ist schon aufgeflogen

  9. #3739

    Registriert seit
    13.10.2007
    Beiträge
    10
    Ich bin neu hier, muss mich erst an die Gepflogenheiten hier gewöhnen.

    Ich sehe dass es hier noch viele Kroaten von mir gibt, dass ist erfreulich.

    Gruss an meine katholischen Blutsbrüder:tomcat:

  10. #3740

    Registriert seit
    05.09.2004
    Beiträge
    7.890
    Zitat Zitat von Grobar Beitrag anzeigen
    derStandard.at

    Ivan Ivanji, der 15 Jahre lang Josip Broz Titos Dolmetscher war, im STANDARD-Interview über die Idee einer Balkan-Föderation
    Albanien hat keine Angst vor einer Vereinigung mit dem Kosovo.

Ähnliche Themen

  1. Kosovo NEWS
    Von Fushe Kosove im Forum Kosovo
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 26.11.2010, 23:06
  2. Kosovo News
    Von SRB_boy im Forum Kosovo
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 28.05.2010, 21:43
  3. Heute 2 Runde der Kosovo Statusverhandlungen begonnen
    Von jugo-jebe-dugo im Forum Politik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 17.03.2006, 13:51
  4. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 12.01.2006, 17:45