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Kosovo und die Statusverhandlungen NEWS

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 15.11.2005, 15:34 Uhr · 4.928 Antworten · 156.654 Aufrufe

  1. #4441
    The Rock
    Zitat Zitat von Pixi Beitrag anzeigen
    Albanisch ... ohne Zweifel beherrschen Sie die Sprache sehr gut. Sogar das albanisch mit dem Dialekt aus Albanien und nicht aus dem Kosovo. Die meisten sind ja illegale Flüchtlinge, die seit den 1980 aus Albanien geflohen sind ... ist Dir ja kein Geheimnis

    Und Fakten muss man akzeptieren. Genausowenig wie die Serben im Süd-Kosovo zu sagen haben, haben die Albaner im Nord-Kosovo etwas zu sagen oder die Moslems in der RS. Fakt ist Fakt, hast Du ja selber gesagt
    Wenn das Fakten sind, kannst du diese sicher mit Quellen belegen, ansonsten musst du dich vom Thread verabschieden.

  2. #4442
    Avatar von Velez

    Registriert seit
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    8.514
    Zitat Zitat von jugo-jebe-dugo Beitrag anzeigen
    17.11.2005

    Cedomir Jovanovic



    Liberaler serbischer Politiker: "Kosovo-Unabhängigkeit ist vorstellbar"
    Jovanovic kritisiert im STANDARD-Gespräch die Politik der Belgrader Regierung

    Andrej Ivanji aus Belgrad


    "Eine Unabhängigkeit des Kosovo", als Resultat einer historischen Einigung zwischen Belgrad und Pristina, die den Serben im Kosovo alle bürgerliche Rechte und ein normales Leben garantiert und die Rückkehr serbischer Flüchtlinge ermöglicht, wäre eine "vorstellbare Lösung", sagt der Politiker Cedomir Jovanovic dem Standard.

    "Es wäre katastrophal wenn Belgrad wegen eine eventuellen Unabhängigkeit des Kosovo erneut in einen Konflikt mit der ganzen Welt geraten würde", so Jovanovic. Statt die Realität und die Prinzipien des modernen Zeitalters zu berücksichtigen, komme man in der Kosovo-Frage wieder auf die Blut und Boden Ideologie zurück, hinter der man eine "Besorgnis erregende" Gleichschaltung verschiedenster politischen Kräfte, der Kirche und der Akademie der Wissenschaften und Künste erkennen könne.

    Die Resolution der serbischen Regierung vom Mittwoch, die eine Unabhängigkeit des Kosovo kategorisch ablehnt, "zeigt die Kontinuität einer Politik, die nach der Auseinandersetzung Serbiens mit der ganzen Welt und den Luftangriffen der Nato 1999 besiegt worden ist", kritisiert Jovanovic.

    Ein Plan seiner Liberal Demokratischen Partei (LDP) sieht indes vor, dass Belgrad nach dem Prinzip "Gleichberechtigung für Territorium" sein Verwaltungsrecht auf die Menschen, die im Kosovo leben, überträgt. Jovanovic ist in Serbien umstritten. Er war Anführer der Studentenproteste gegen Slobodan Milosevic, Serbiens Vizepremier und die rechte Hand des ermordeten Ministerpräsidenten, Zoran Djindjic.

    In einer dramatischen Aktion verhaftete er Milosevic, der danach dem UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen ausgeliefert wurde. Wegen scharfer Kritik an Serbiens Präsident Boris Tadic, wurde er aus der Demokratischen Partei (DS) ausgeschlossen und gründete Anfang November die LDP.

    "Fünf Jahre nach der Wende wird Serbien mit den Folgen einer falschen gesellschaftlichen Orientierung konfrontiert", meint Jovanovic nun. Die Werte seien die gleichen wie unter Milosevic, Milosevics Mitläufer würden völlig gleichberechtigt im politischen Leben Serbiens teilnehmen. Parteien, die sich als demokratisch bezeichnen, gingen offene, oder geheime Koalitionen mit anderen Parteien ein, deren Führer sich wegen Kriegsverbrechen auf der Anklagebank des UNO-Tribunals befinden.

    Es gebe zwar gewisse Ambitionen, Kriegsverbrecher ausfindig zu machen und dem Tribunal in Den Haag auszuliefern, aber nur um diese lästige Geschichte ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen, statt sich mit der Ideologie zu konfrontieren, die zu Kriegsverbrechen geführt habe. "Premier Vojislav Kostunica personifiziert eine solche Politik", moniert Jovanovic.

    derStandard.at


    LOL

    Der Heroiunjunky hat gesprochen.Wie konnte Djindjic nur so ein Heroinjunky als rechte Hand nehmen.
    na deki passt dir der mann nicht nur weil er sich das vorstellen kann was realität wird?

  3. #4443

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    Beiträge
    11.391
    Zitat Zitat von Pixi Beitrag anzeigen
    Kosova kenne ich nicht. Liegt das in Saudi-Arabien? Ich kenne nur Kosovo und da kennen sich deutlich mehr Serben mit der Geschichte besser aus als Albaner ... noch Fragen?

    sicherlich kennen sich serben über kosova´s geschichte aus,
    aber sowas nennt man in der westlichen welt u.a. mythos,
    propaganda, märchen, ...

    es war einmal ein heldenhaftes serbisches heer,
    es kämpfte 1389 tapfer gegen die osmanen und wollte
    das christentum schützen.

    in der realität kämpften genauso viele serben auf der osmanischen seite,
    wie auf der anderen seite....

    tja, das wird nicht in der serbischen geschichte erwähnt....

    und draza mihalovic hat auch nie mit den nazi´s zusammen gearbeitet,... das waren nur die albaner, kroaten und bosnier...



    1999 hat der serbische CAR SLobo versucht, das orthodoxentum
    zu schützen, allerdings verlor er den krieg gegen die truppen des papstes (NATO) und das heilige land des kosovo ging verloren..,
    der papst gab es den muselmanen....


  4. #4444
    Avatar von skenderbegi

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    11.090

    Idee

    „Wir hätten uns die Einmischung Russlands ersparen können“ [I]Wie geht es nun weiter mit dem Kosovo, Herr Busek? Der EU-Sonderkoordinator über die Rolle und die Fehler der Europäer bei den Unabhängigkeitsverhandlungen[/i]

    Die Kosovo-Troika hat dem UN-Generalsekretär ihren Bericht über die gescheiterten Verhandlungen zum Status der südserbischen Provinz vorgelegt. Welche Aufgabe hatten Sie als EU-Sonderkoordinator für den Südosteuropa-Stabilitätspakt während der Verhandlungsphase?

    Der Stabilitätspakt soll dafür sorgen, dass das Kosovo kein schwarzes Loch auf der Landkarte ist. Wir haben also versucht, das Kosovo unabhängig von der Statusfrage wirtschaftlich einzubinden – in den Energievertrag, das zentraleuropäische Freihandelsabkommen, die Vereinbarungen über Fragen des Transports. Und natürlich ging es um das Humankapital: Man muss verhindern, dass die fähigsten Köpfe das Kosovo verlassen. Das ist schwierig, solange es keine Perspektive in der Statusfrage gibt.


    Serbien will dem Kosovo eine weitgehende Autonomie zugestehen, aber keine Unabhängigkeit. Wäre ein unabhängiger Ministaat Kosovo überhaupt überlebensfähig?

    Ich halte nichts von dieser Frage. Als die Slowakei sich von Tschechien getrennt hat, hieß es, sie sei nicht lebensfähig. Aber dieser Staat ist sehr wohl überlebensfähig. Ein anderes Beispiel: Montenegro ist ebenfalls vitalisiert durch die Unabhängigkeit. Auch hier hat es geheißen, dass sie es nicht schaffen. Den Slowenen hat man erklärt, dass sie zum Überleben zu klein sind. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen – also die Statusfrage geklärt ist –, dann bin ich mir sicher, dass auch das Kosovo durchkommt.


    Serbien hat für den Fall einer Unabhängigkeitserklärung des Kosovo bereits angedroht, seine Stromlieferungen einzustellen und Warenlieferungen zu blockieren.

    Das ist ein Problem. Auf der anderen Seite würden sich dadurch auf kosovarischer Seite die Bemühungen verstärken, auf eigenen Füßen zu stehen. Es gibt im Kosovo beachtliche Lignit-Vorkommen – das ist Braunkohle –, die zwei Drittel des Strombedarfs des gesamten Balkans abdecken könnten. Durch eine Blockade würden die Serben eine stärkere internationale Gegenbewegung erzeugen, für das Überleben der Menschen im Kosovo zu sorgen.


    Ausländische Investoren haben sich in der Vergangenheit nicht besonders für die serbische Provinz interessiert, obwohl sie wirtschaftliches Potenzial hat. Warum?

    Die Eigentumsverhältnisse sind nach wie vor unklar. Bevor die Statusfrage nicht geklärt ist, wird sich daran auch nichts ändern. Investoren brauchen Sicherheit. Dafür muss die internationale Gemeinschaft sorgen.



    Warum wollen die Albaner im Kosovo unbedingt einen eigenen Staat, wo doch Europa immer mehr auf zwischenstaatliche Verflechtung hinarbeitet?

    Das Kosovoproblem hat eine tiefe historische Wurzel. 1912 im Zuge der Berliner Kongresse wurde ein Vorschlag erarbeitet für die Unabhängigkeit von Albanien. Die Kommission schlug damals vor, Albanien das Kosovo zuzuschlagen. Im Vorfeld des Ersten Weltkriegs hat man sich dann aber für Serbien entschieden, ohne Rücksicht darauf, wer im Kosovo wohnt. Es darf darüber nachgedacht werden, warum Tito innerhalb der Teilrepublik Serbien das Kosovo zu einer autonomen Region gemacht hat. Er war sich des Problems bewusst.


    Wie geht es in nächster Zeit mit dem Kosovo weiter?

    Die kosovarische Seite drängt auf die Unabhängigkeit. Dabei spielen innenpolitische Aspekte wie die gerade zu Ende gegangenen Wahlen und die Bildung einer neuen Regierung eine Rolle. Besonders bei der jungen Generation ist das Gefühl groß, dass man Zeit verliert.


    Gibt es noch Verhandlungsspielraum?

    Ich muss Botschafter Wolfgang Ischinger recht geben, dass alle Vorschläge seit längerer Zeit auf dem Tisch liegen. Wir kommen einer Entscheidung näher.


    Die Serben machen den EU-Staaten, die bereits eine Anerkennung des Kosovo signalisiert haben, den Vorwurf, von oben herab eine Art Kolonialpolitik zu betreiben. Können Sie den Vorwurf nachvollziehen?
    Den kann ich insofern nachvollziehen, als es hier eine historische Konstante gibt. Wenn die Serben einen solchen Vorwurf erheben, sind sie allerdings nicht frei von eigener Schuld. Auch sie haben sich gegenüber anderen Teilen Jugoslawiens wie Kolonialherren aufgeführt. Das ist ja auch der Grund, warum Jugoslawien auseinandergebrochen ist. Ich verstehe die Interessen Belgrads. Aber es wird hier sehr unhistorisch argumentiert. Jugoslawien ist daran gescheitert, dass die Serben den Eindruck erweckt haben, dass dies eigentlich ihr Staat sei. Die anderen Teile haben sich hier nicht ausreichend vertreten gefühlt.


    Ist es zu vermeiden, dass die einzelnen EU-Staaten in der Frage der Anerkennung des Kosovo zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen werden?

    Unter den Mitgliedstaaten wird es sicher unterschiedliche Positionen in dieser Frage geben. Es ist noch nicht absehbar, wie groß die Unterschiede sein werden. Es ist bedauerlich, dass die EU-Staaten wegen der jeweiligen inneren Situation zu unterschiedlichen Schlüssen kommen. So hat der slowakische Ministerpräsident Robert Fico bereits erklärt, dass sein Land eine einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo nicht anerkennen wird. Er hat sich mit Sicherheit so geäußert, weil er seit dem Ausschluss der Ungarn von der slowakischen Regierung befürchten muss, dass es dort auch irgendwelche separatistischen Ideen gibt – was ich persönlich aber nicht glaube.


    Wie sollen sich die EU-Staaten verhalten, wenn es zu einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung des Kosovo kommt?

    Man muss einmal die Europäer daran erinnern, dass wir uns manches – zum Beispiel die Einmischung von Russland – hätten ersparen können, wenn wir in der Vergangenheit geschlossen aufgetreten wären. Das Kosovo ist ganz eindeutig eine europäische Angelegenheit, es liegt im Innenhof der Europäischen Union. Die unterschiedlichen Positionen der EU-Staaten in der Statusfrage des Kosovo laden Russland und China geradezu ein, sich einzumischen. Jetzt kommt es darauf an, im Rahmen der UN-Resolution 1244 möglichst rasch die Verwaltung des Kosovo von der UN-Übergangsverwaltung, der Unmik, zu übernehmen und eine Art Übergangsprotektorat zu schaffen.


    Ist in dieser Übergangsphase, in der die EU eine eigene Polizei- und Justizmission einleiten will, eine völkerrechtliche Anerkennung des Kosovo entscheidend?

    Zunächst einmal muss man haltbare Lösungen finden, die dazu führen, dass sich die Verhältnisse im Kosovo selbst verbessern. Die Hälfte der Bevölkerung ist dort jünger als 25 Jahre – man muss also einer jungen Generation Perspektiven bieten. Das Dringendste ist für die Kosovaren im Moment nicht ein Sitz bei den Vereinten Nationen, sondern die Verbesserung der Lebensverhältnisse im Inneren.



    Warum soll die EU demnächst Richter und Staatsanwälte in das Kosovo schicken?

    Unter anderem, weil das bei der Eindämmung von Korruption helfen würde. Das Thema Rechtssicherheit ist eine klassische Frage für den gesamten Balkan. Nun muss man fairerweise sagen: Man kann einen Justizminister austauschen, aber nicht reihenweise Richter oder Staatsanwälte. Man muss also der Region die Chance geben, in ein europäisches Rechtssystem hineinzuwachsen.


    Kann das überhaupt funktionieren, wenn die EU Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in der Region quasi von oben herab verordnen will?

    Seit dem Zerfall des Osmanischen Reiches sind auf dem Balkan permanent Lösungen von oben geschaffen worden. Es gibt in der Region keinen Staat, der aus sich selbst heraus entstanden ist. Das ist immer „von oben“ gekommen – natürlich getragen von einem Willen der Bevölkerung oder in jedem Fall der jeweiligen Machthaber.



    Wie groß ist das Problem der organisierten Kriminalität, des Drogen- und Menschenhandels im Kosovo?

    Das Netz der Kriminalität spielt nicht nur im Kosovo oder auf dem Balkan eine Rolle, sondern es ist ein globales Problem. Dieses Netz wird überall dort gesponnen, wo die Rechtsverhältnisse unsicher sind. Dass solche instabilen Verhältnisse wie im Kosovo von Kriminellen genutzt werden, das finden Sie überall.



    Gegenwärtig sind 16 000 Soldaten der Nato-Friedenstruppe Kfor im Kosovo stationiert. Welche Rolle spielt die Kfor in der gegenwärtigen Situation?

    Dank der Kfor-Truppe kommt die Versuchung gar nicht erst auf, militärisch von außen zu intervenieren. Das ist sehr gut. Auch Serbiens Präsident Boris Tadic hat deutlich erklärt, dass Serbien nicht militärisch eingreifen will.


    Wie lange muss die internationale Staatengemeinschaft noch Soldaten in das Kosovo schicken?

    Mit Sicherheit noch so lange, bis wir über die gegenwärtige labile Situation hinweg sind. Wahrscheinlich wird man als Erstes an eine Reduzierung der militärischen Präsenz denken können. Die zivile Hilfestellung, die bis in Bereiche wie das Erziehungswesen hineinreicht, wird zweifellos noch länger andauern.


    Nach dem Plan des UN-Vermittlers Martti Ahtisaari soll das Kosovo auf eine eigene Armee verzichten. Aber normalerweise hat jeder souveräne Staat eine eigene Armee.

    Es wird Lösungen geben, wie man sie etwa in Japan nach dem Zweiten Weltkrieg gekannt hat. Es wird vielleicht interne Sicherheitskräfte oder Ähnliches geben. Ganz ohne solche Kräfte wird es nicht gehen.


    Diejenigen, die der sich abzeichnenden Unabhängigkeit des Kosovo mit Skepsis begegnen, befürchten, dass damit auch anderswo separatistische Tendenzen bestärkt werden.

    Das ist ein Argument, mit dem etwas legitimiert werden soll, was nicht legitim ist. Wenn das Kosovo bei Serbien bliebe, hätte dann Georgien kein Problem mit den abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien? Natürlich nicht.

    http://www.tagesspiegel.de/zeitung/F...art693,2436054

    so nun bevor irgendwelche auf ideen kommen wieder nur floskeln von sich zu geben sollten bedenken das zuvor der text gelesen sollte und damit verbundene dargelegte argumente auch verstanden werden.

    danke

  5. #4445
    Avatar von skenderbegi

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    Daumen hoch

    wurde dies sschon gepostet?

    Mazedonischer Außenminister im Interview: "Je früher, desto besser"

    Antonio Milososki plädiert für eine möglichst rasche Lösung der Kosovo-Frage - Die großen Kriege am Balkan seien vorbei

    Der mazedonische Außenminister Antonio Milososki plädiert für eine möglichst rasche Lösung der Kosovo-Frage. Gewalttätige Vorfälle will er nicht ausschließen. Die großen Kriege am Balkan seien aber vorbei, sagte er zu Adelheid Wölfl in Skopje.* * *
    STANDARD: Wann wird der Kosovo seine Unabhängigkeit erklären, und wann wird Mazedonien den Kosovo anerkennen?

    Milososki: Vermutlich wird es keine unilaterale Unabhängigkeitserklärung geben, sondern eine koordinierte Form der Unabhängigkeit. Wir sind nicht das Land, das den finalen Status definieren wird. Aber wir sind ziemlich davon überzeugt, dass jeder endgültige Status besser ist als der Status quo. Der ist nicht nachhaltig.
    STANDARD: Heißt das, dass Mazedonien abwarten wird, bis die USA und die wichtigsten europäischen Ländern einen unabhängigen Kosovo anerkannt haben?


    Milososki: Wir beeilen uns nicht, aber wir werden nicht ignorant sein, weil wir direkte Nachbarn vom Kosovo und Serbien sind. Und wenn wir von einer koordinierten Unabhängigkeit sprechen, so wird Mazedonien natürlich als Kandidatenland für die Nato und die EU seine Position mit Brüssel und Washington koordinieren.


    STANDARD: Also wird Mazedonien gleichzeitig mit Brüssel und Washington die Unabhängigkeit anerkennen?
    Milososki: Ich vermute, dass der endgültige Status nicht individuell anerkannt wird, sondern es wird ein paar Wellen der Anerkennung geben. Mazedonien ist ein direkter Nachbar, je früher, desto besser ist es, wenn es seine Position definiert.
    STANDARD: Wird es am Nato-Gipfel im April in Bukarest so weit sein, und erwarten Sie, dass Mazedonien auf diesem Gipfel eine Einladung zum Nato-Beitritt bekommt?
    Milososki: Wir sind nicht mehr die Nutznießer der Sicherheitsunterstützung wie noch vor sieben, acht Jahren, sondern tragen selbst etwa bei der Mission Althea in Bosnien zur Sicherheit am Balkan bei. Also fühlen wir uns schon mit einem Bein in der Nato. Wir erwarten, dass unsere Errungenschaften und jene von Albanien und Kroatien bei der Nato hoch geschätzt werden. In Bukarest Einladungen auszusprechen wäre also die richtige Entscheidung. Ob das mit dem Kosovo-Status zugleich kommt, kann ich jetzt nicht einschätzen, aber es ist natürlich möglich.
    STANDARD: Ist es gefährlich, wenn man bis April wartet? Könnte es wieder zu Gewalt kommen, wie im mazedonischen Brodec im November?


    Milososki: Je früher desto besser. Ob es im April zu spät ist, darüber sind wir uns nicht sicher, aber wir sind sicher, dass eine nicht notwendige Verlängerung des Prozesses nicht empfehlenswert ist.


    STANDARD: Serbien droht jenen mit Maßnahmen, die die Unabhängigkeit anerkennen.


    Milososki: Mazedonien hat nicht das Kosovo-Problem kreiert, das Problem wurde damals vom Milosevic-Regime gemacht. Deshalb fühlen sich die Nachbarn Serbiens nicht schuldig dafür, dass sich Serbien heutzutage in dieser Lage befindet. Wir haben aber Verständnis für die komplizierte Lage der serbischen Regierung. Wir sind der Meinung, dass je früher das Kosovo-Problem gelöst wird, desto besser ist es gerade für Serbien. Weil dann werden sich nämlich ausländische Investoren sicherer fühlen. Und auch wenn Kroatien, Albanien und Mazedonien Mitglied der Nato sind. Das wäre wirklich ein guter Rutsch in ein neues Kapitel.
    STANDARD: Sind Sie sicher, dass es keine Ausschreitungen nach dem Kosovo-Status geben wird?
    Milososki: Wegen der Spannungen im Kosovo und in Serbien können wir nicht sagen, dass es keine kleineren Zwischenfälle, vielleicht auch in der Nachbarschaft geben wird. Aber die großen Kriege am Balkan sind vorbei. (Adelheid Wölfl, STANDARD, Printausgabe 10.12.2007)

  6. #4446

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    Reden 10. Dezember

    Siptarije wo ist eure Unabhängigkeit erst große Fresse und jetzt...

    10. Dezember 2007, 12:37

    Moskau droht mit Kosovo-Folgen

    «Kettenreaktion auf dem Balkan und in der Welt»
    Der russische Aussenminister Sergej Lawrow hat vor den Konsequenzen einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung der kosovo-albanischen Regierung in der zu Serbien gehörenden Balkan-Provinz gewarnt. «Das wird eine Kettenreaktion im Balkan und anderen Teilen der Welt auslösen», sagte er in Nikosia.


    Zypern befürchtet, eine Anerkennung des Kosovos würde einen Präzedenzfall für eine völkerrechtliche Anerkennung der türkischsprachigen Nordhälfte Zyperns schaffen.

    Lawrow betonte, jedes Land, das eine einseitig ausgerufene Unabhängigkeit des Kosovos anerkenne, würde damit gegen internationales Recht verstossen.

    Keine Unterstützung von Rechts-Verletzungen

    «Wir werden keine Verletzung des internationalen Rechts unterstützen», fügte Lawrow hinzu. «Ich möchte betonen, dass im Falle einer unabhängigen Erklärung der Unabhängigkeit und der Anerkennung dieser Unabhängigkeit dies nicht ohne Konsequenzen bleiben wird.»

    Russland unterstützt als ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrats die Position Belgrads, die auf die Zugehörigkeit des Kosovos zu Serbien besteht.


  7. #4447
    Avatar von Yutaka

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    4.998
    [h1]Kosovo hat es mit seiner Unabhängigkeit eilig[/h1]

    [h5] Die neue Regierung Kosovos will die Unabhängigkeit der Provinz von Serbien vor dem Mai kommenden Jahres erreichen. Das teilte ein Regierungssprecher der kosovo-albanischen Führung in Pristina mit. Russlands Aussenminister Lawrow warnt indessen vor einer einseitigen Anerkennung Kosovos.[/h5]

    Mehr:

    Kosovo hat es mit seiner Unabhängigkeit eilig (Zürich , NZZ Online)

  8. #4448

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    Ausrufezeichen Warum die Serben das Kosovo nicht hergeben wollen

    Heute will die Kosovo-Troika UN-Generalsekretär Ban Ki Moon das Ergebnis ihrer Verhandlungen mit Albanern und Serben vorlegen. Die Regierung der Provinz hat angekündigt, in diesem Zuge die Unabhängigkeit zu erklären. Schon aus historischen Gründen wollen die Serben das Kosovo nicht hergeben.

    Vor gut anderthalb Jahren hat sich das bis dahin als Serbien-Montenegro existierende Rest-Jugoslawien zum vorerst letzten Male zerlegt. Die Montenegriener entschieden sich in einem Referendum für die Trennung von den Serben, der neue Staat wurde 192. UNO-Mitglied. Belgrad hat dies kampfl os akzeptiert.

    Anders stellt sich dies beim Kosovo dar. Die südserbische Provinz, seit 1999 unter UNVerwaltung stehend, ist ein Teil des nationalen Selbstverständnisses der Serben.

    Das zu verstehen, hilft ein Blick in die Geschichte. Im 6. Jahrhundert wanderten die Slawen in das entsprechende Gebiet ein. Im 14. Jahrhundert war das Kosovo Teil des großserbischen Reiches.

    " Kosovo polje ", der Namensursprung, heißt auf Serbisch Amselfeld. Der Name wurde zu dem nationalen Mythos des serbischen Volkes. Denn auf dem Amselfeld kam es zur entscheidenden Schlacht der Serben gegen das von Sultan Murat I. immer weiter nach Europa vordringende osmanenische Heer. Die serbischen Truppen unter Fürst Lazar Hrebeljanovic erlitten dabei am 15. Juni 1389 eine vernichtende Niederlage.

    Im Gedächtnis der Serben hielt sich das Trauma der verlorenen Schlacht von Generation zu Generation hartnäckig über die Jahrhunderte. Das Geschehen wurde, auch in Form der Volksepik durch die so genannte Kosovo-Sage, hochstilisiert zum Kampf unerschrockener Christen gegen eroberungssüchtige Muslime. Unter denen hatten die Serben fortan zu leiden : Von 1389 an mussten sie den Türken Tribut zahlen, ehe ihre Ländereien dem Osmanischen Reich 1469 ganz einverleibt wurden und bis 1912 blieben. Seit dem 18. Jahrhundert waren verstärkt Albaner zugewandert.

    Seit der Gründung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen, des späteren Jugoslawiens, gehörte das Kosovo wieder zu Serbien. 1945 wurde das Autonome Gebiet Kosovo und Metohija eingerichtet. Mit der jugoslawischen Verfassung von 1963 erhielt es den Status einer autonomen Provinz, seit 1968 mit der Bezeichnung Kosovo.

    Heute nennen die Serben ihre bisherige Südprovinz wieder Kosovo und Metohija – mit besonderer Betonung des Zusatzes, der den engen Bezug zur Serbisch-Orthodoxen Kirche herstellt. Denn Metohija heißt soviel wie " Klostergut ". Außerdem befindet sich im Kosovo das Kloster von Pec, historisches und geistiges Zentrum des Serbischen Patriarchats.

    Die Serben träfe daher der Verlust in ihrer historischen Seele. Das wäre etwa so, als nähme man den Deutschen Brandenburger Tor, Leipziger Völkerschlachtdenkmal und Frankfurter Paulskirche zusammen weg.

    Quelle


  9. #4449

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    Zitat Zitat von Srbija-King Beitrag anzeigen
    Seit dem 18. Jahrhundert waren verstärkt Albaner zugewandert.

    Jedes Kind weiss das die Albaner im Kosovo Neuansiedler aus Albanien sind.

  10. #4450

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    HERZLICHEN GLÜCKWU ....

    Uups, doch nichts gewesen. Naja, am 16.12 ist es gaaaaaaaaanz sicher soweit

    Bis dahin lasst uns mal andere Stimmen hören:



    Handelsblatt.com: Die ungeklärte Kosovo-Frage belastet Serbien. Wie sieht es da mit der serbischen Wirtschaft aus?

    Bozidar Djelic: In diesem Jahr erwarten wir ein Wirtschaftswachstum von sieben bis 7,5 Prozent und das kommt nach einer Periode seit dem Sturz von Milosevic 2000, in der unsere Ökonomie durchschnittlich um 5,3 Prozent zulegte. Und auch bei Auslandsinvestitionen wachsen wir stark: In diesem Jahr erwarten wir zwischen 2,5 und drei Mrd. Dollar allein für Greenfield-Investitionen, also ohne Privatisierungserlöse. Letztes Jahr hatten wir sogar 4,3 Mrd. Dollar ausländische Direktinvestitionen, allerdings auch dank des Verkaufs eines Mobilfunkers. Wir erwarten in den kommenden Jahren Wachstumsraten zwischen sechs und sieben Prozent sowie ausländischen Direktinvestitionen von jeweils über drei Mrd. Dollar.

    ...

    Wieviel ihres 7,5-prozentigen Wirtschaftswachstums stammt aus dem Kosovo?

    Nichts. Diese Zahlen sind alle ohne das Kosovo. Wir haben ja keinen Zugriff auf die Statistiken dort. Das macht alles die UNO.

    ...

    Hat die bevorstehende Entscheidung über einen Status für das Kosovo Konsequenzen für ausländische Investitionen in Serbien?

    Geschäft und Kosovo-Frage sind nicht so eng verwoben. Eine der größten Auslandsinvestitionen in diesem Jahr kam von General Motors aus den USA, hier Opel Astras zu montieren. Und man kann ja nun wirklich nicht behaupten, dass die Amerikaner die größten Sympathien für die serbische Haltung zum Kosovo haben. Ich hoffe auf einen Kompromiss. Denn dies wäre die beste Grundlage für starkes Wirtschaftswachstum auf beiden Seiten, in Belgrad und Pristina. Aber Serbien ist zu keinerlei Zugeständnissen auf seinem Weg zur EU bereit.

    ...

    Und das Kosovo wird so zum Spielball?

    Nein, Kosovo ist kein Jeton. Wie würde Berlin reagieren, wenn irgendjemand die Unabhängigkeit Bayerns anerkennen würde? Wir haben klar gesagt: Wir werden unter keinen Umständen Gewalt anwenden. Und wir haben klar gemacht, dass wir nicht von unserem europäischen Weg abkehren werden. Aber wenn jemand die einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo anerkennt, dann werden wir die Beziehungen zu diesem Land überprüfen.

    ...

    Und wie könnte der aussehen?

    Die Beziehungen zwischen Belgrad und Pristina könnten doch so ausgestaltet werden wie die zwischen Peking und Hongkong. Und die existierende Uno-Resolution 1244 sieht doch das Kosovo als Teil Serbiens. Wir tun ja nicht so, als sei nichts passiert. Es ist viel geschehen. Deshalb bieten wir Pristina eine eigene Steuerpolitik an, eine eigene Währung, ihre eigene Mitgliedschaft in internationalen Finanzorganisationen, eigene Verhandlungen über Beziehungen zur EU, also bedeutend mehr als einen einfachen Autonomiestatus. Wir haben uns weit bewegt, um einen Kompromiss möglich zu machen.

    Und noch etwas: Die Drohungen der Albaner mit Gewalt, wenn ihnen die Unabhängigkeit nicht zugestanden werden sollte, sind doch nur ein Bluff. Sie hängen doch vollständig von der politischen Unterstützung der USA und wirtschaftlicher Hilfe Deutschlands und der EU ab. Pristina sollte sich auf seine wirklichen Probleme konzentrieren: Die Arbeitslosigkeit liegt dort bei 70 Prozent, seit 2000 wurden gerade einmal 13 Mill. Dollar Investitionen angelockt und geographisch sind sie vom Rest Serbiens abhängig. Da sollte man nicht gegenüber seinen Partnern mit den Muskeln spielen.

    Warum vergessen Sie das Kosovo nicht einfach und konzentrieren sich auf Serbiens wirkliche Probleme?

    Kosovo ist unser Problem und genauso unsere Zukunft.

    Aber nach der Loslösung des Kosovo könnten Sie sich auf das konzentrieren, was Sie wirklich beeinflussen können.

    Sagt das auch irgend jemand zu Großbritannien in Bezug auf die Falkland-Inseln?

    ...

    Aber: Wird eine Kosovo-Unabhängigkeits-Anerkennung durch die EU zu Belgrads Stopp seiner EU-Beitrittsbemühungen führen?

    Wir wollen unsere europäische Zukunft nicht in Frage stellen. Aber auch der Westen sollte seine Chance nutzen: Der demokratischen und pro-westlichen serbischen Regierung einen Kompromiss ermöglichen und so dauerhafte Stabilität auf dem Balkan schaffen. Die EU-Mitgliedschaft ist das strategische Ziel Serbiens. Und wir sind das erfolgreichste Land in Südosteuropa, das ist Serbiens Rolle.

    „Die Büchse der Pandora darf nicht geöffnet werden“



    Das arme, arme Serbien, das Land mit dem höchsten wirtschaftlichen Wachstum auf dem Balkan sieht die Welt so. So sprechen die serbischen Politker von heute und nicht diese Uhga-Ugha-Mentalität der albanischen Verbrecherbande in der Regierung.

    Zusammengefasst im Kosovo investiert seit 2007

    13 Mio.

    In Serbien alle dieses Jahr investiert

    4.3 Mrd

    oder für unsere Freunde,

    13.000.000 Mio. € Kosovo in 7 Jahren

    und im restlichen Serbien alleine 2007

    4.300.000.000 Mio €.

    Die Albaner im Kosovo sollen sich um Ihre Probleme kümmern, wie kann ein Regierung, die den Namen verdient 70 % Arbeitslosigkeit erlauben?

    Wie kann eine Regierung erlauben, dass trotz Mrd. von UNO Aufbauhilfe das Kosovo wie eine Müllhalde aussieht?

    Das sind Fragen, um die sich die Albaner kümmern sollten und seit über 7 Jahren kümmern. Das kam bisher raus. Kosovo ist seit 7 Jahren ein Trauerspiel und ein Armutsszeugnis albanischer Selbstverwaltung. So etwas Heruntergekommenes habe ich in Europa noch nicht gesehen.

    Aber alles wird gut, am 16. Dezember kommt die Unabhängigkeit und dann wird Milch und Honig fliessen ... oder doch nicht

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