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Kosovo und die Statusverhandlungen NEWS

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 15.11.2005, 15:34 Uhr · 4.928 Antworten · 156.595 Aufrufe

  1. #4861
    Lopov
    Zitat Zitat von rapnationcrew Beitrag anzeigen
    lol

    Du bezeichnest dich als Albaner willst aber ein Kosovo gründen, ist Albanien nicht schon ein Eigener Staat. Sag mir bitte wie das gehen soll. Wenn du jetzt sagst Österreich hat sich auch von Deutschland getrennt dann fange ich zu glauben das Kechup nach Senf schmekt.

    Ich hoffe wenn die Flüchtlinge aus Ruanda, Thschad, Kongo, ... in den Balkan Flüchten, das du dann auch so nachsichtig bist wenn sie in 20 oder 30 Jahren sagen wir wollen im Balkan einen neuen Staat gründen.

    Meine geheimen Quellen sagen, das die Überbevölkerung aus Afrika in 5 Jahren, aber so dermasen Europa unter Druck setzten wird, das die Standarts erste Welt und zweite Welt verschwinden werden.

    Andere Quellen sagen, das der Klimawandel dafür sorgen wird das Länder verschwinden werden oder gar Austrocknen, in Spanien hat die Drürre schon begonnen, die Alpen haben bald keinen Schnee mehr.

    Und du erzählst etwas von Anerkennung.

    Ich hab in meinem Leben gelernt, nichts ist perfekt, nur Allah ist es.
    Ich bin zufreiden mit dem was ich habe, nur so kann ich mir Respekt verschaffen.

    Deine Aussage klingt als währe sie aus einer Seifenblasse entsrpungen.
    du bist eindeutig sehr verwirrt:? und eine frage bleibt immer noch offen ...

  2. #4862

    Registriert seit
    14.02.2008
    Beiträge
    11

    zum thema Kosovo

    Es ist mir aufgefallen das jeder hier etwas zum kosovo zu sagen hat aber sind leider nur wenige dabei die auch sehr gute kenntnise über Serbien haben...Kosovo liegt mitten im Serbien das ist die Wiege der Serbischen nation und es kan nie nie ein eigener staat werden.Was für eine Ironie ausgerechnet der Größter nationalist und anführer der UCK propagiert die unabhängikeit das ist doch ein witz oder?Oder die bemerkungen Kostunica darf kosovo nich betreten kososvo ist serbien war serbien und wird immer serbien bleiben...SERBIEN FOR EVER... ich weis garnicht warum die KOSOVO Albaner noch ein land wollen sie haben doch albanijen das reict doch oder!!!Samo sloga srbina spasava

  3. #4863
    Lopov
    Zitat Zitat von vekis Beitrag anzeigen
    Es ist mir aufgefallen das jeder hier etwas zum kosovo zu sagen hat aber sind leider nur wenige dabei die auch sehr gute kenntnise über Serbien haben...Kosovo liegt mitten im Serbien das ist die Wiege der Serbischen nation und es kan nie nie ein eigener staat werden.Was für eine Ironie ausgerechnet der Größter nationalist und anführer der UCK propagiert die unabhängikeit das ist doch ein witz oder?Oder die bemerkungen Kostunica darf kosovo nich betreten kososvo ist serbien war serbien und wird immer serbien bleiben...SERBIEN FOR EVER... ich weis garnicht warum die KOSOVO Albaner noch ein land wollen sie haben doch albanijen das reict doch oder!!!Samo sloga srbina spasava
    so viel serbien ist ja nicht zu ertragen kosovo wird in ca. 2 tagen unabhängig ... pech gehabt



    kommt es mir nur so vor, oder gibts hier eindeutig ZU VIELE kosovo-threads???

  4. #4864
    Slavymc
    Zitat Zitat von Solus Lupus Beitrag anzeigen
    so viel serbien ist ja nicht zu ertragen kosovo wird in ca. 2 tagen unabhängig ... pech gehabt



    kommt es mir nur so vor, oder gibts hier eindeutig ZU VIELE kosovo-threads???


    Wovon träumst du denn nachts ?

  5. #4865
    Avatar von Zurich

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    Beiträge
    18.089
    Serbien droht mit Maßnahmen gegen Unabhängigkeit des Kosovo - Politik - Artikel - MSN Nachrichten - Nachrichten

    Serbien droht mit Maßnahmen gegen Unabhängigkeit des Kosovo



    Serbien und Russland haben den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, sich einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung des Kosovo entgegenzustellen. Serbien werde "niemals" eine Verletzung seiner territorialen Integrität akzeptieren, sagte der serbische Außenminister Vuk Jeremic bei einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats am Donnerstag in New York, die auf Drängen Russlands und Serbiens einberufen worden war.
    Sicherheitsrat rechnet für Sonntag mit Kosovo-Unabhängigkeit
    "Nicht jetzt. Nicht in einem Jahr. Nicht in einem Jahrzehnt. Niemals", sagte der Minister. Sein Land werde alle diplomatischen, politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen ergreifen, um diesen "direkte und grundlosen Angriff auf unsere Souveränität" zu verhindern und rückgängig zu machen, sagte er, ohne dies näher zu erläutern.
    Der russische UN-Botschafter Vitali Schurkin sagte, eine Unabhängigkeitserklärung sei ein "eklatanter Bruch internationalen Rechts" und verstoße gegen die nach dem Kosovo-Krieg 1999 verabschiedete UN-Resolution 1244. Darin war der Provinz "substantielle Autonomie" unter serbischer Souveränität zugesprochen worden. Gleichzeitig waren eine UN-Mission und eine Friedenstruppe unter NATO-Führung in die Provinz entsandt worden.
    Nach einer zweieinhalbstündigen Debatte sagte Panamas UN-Botschafter Ricardo Alberto Arias, der UN-Sicherheitsrat habe keine Entscheidung getroffen. Eine Mehrheit der Mitglieder sei der Ansicht, dass das Kosovo nun "eine vorrangig europäische Angelegenheit" sei. Panama hat derzeit den Vorsitz inne.

  6. #4866
    Avatar von Zurich

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    18.089
    http://de.today.reuters.com/news/new...archived=False

    New York/Moskau (Reuters) - Russland hat bei einer Unabhängigkeit des Kosovo mit einem Nachspiel in den abtrünnigen Regionen Georgiens gedroht.

    "Die Erklärung und Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo wird Russland dazu zwingen, seine Strategie bei Abchasien und Süd-Ossetien anzupassen", zitierte die Nachrichtenagentur Interfax am Freitag das Außenministerium in Moskau. Nähere Informationen waren zunächst nicht zu erhalten, wie diese veränderte Strategie aussehen könnte.

    Serbien hat ein Paket von Maßnahmen erarbeitet, die nach der für Sonntag erwarteten Unabhängigkeitserklärung der Kosovo-Albaner umgesetzt werden sollen. Vor einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats am Donnerstag sagte Außenminister Vuk Jeremic, ein Einsatz des Militärs sei dabei ausgeschlossen. Sein Land werde aber alle wirtschaftlichen, politischen und diplomatischen Mittel nutzen, um eine Loslösung der südserbischen Provinz zu verhindern. Die Sitzung hatte Russland einberufen, das Serbien in seiner Ablehnung der Eigenständigkeit des Kosovo unterstützt.

    Um welche Maßnahmen es sich handelt, ließ Jeremic offen. Dies sei ein Staatsgeheimnis, sagte er. Die staatliche serbische Nachrichtenagentur Tanjug meldete, dass die serbischen Botschafter in Deutschland, Frankreich und Großbritannien unter Protest ihre Posten verlassen würden, sollten die drei Staaten die Unabhängigkeit des Kosovo am Montag anerkennen. Zudem wird wohl damit gerechnet, dass die Stromzufuhr unterbrochen wird. Die Kosovo-Albaner haben bereits Geld für Stromimporte zur Seite gelegt, damit die Unabhängigkeit ohne größere Störungen gefeiert werden kann. Unklar ist, wie sich das Verhältnis Serbiens zur EU weiter gestalten wird. Serbiens Präsident Boris Tadic tritt für eine EU-Annäherung an, auch wenn das Kosovo eigenständig wird - ein Schritt, den Ministerpräsident Vojislav Kostunica ablehnt.

    Die Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats hatte wie erwartet nicht zu einer Lösung geführt. "Dieser Rat ist blockiert, wie vorher", sagte der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Alejandro Wolff. Die USA und die meisten Mitglieder der EU unterstützen die Kosovo-Albaner und haben angekündigt, den neuen Staat aus der Erbmasse Jugoslawiens umgehend anzuerkennen.

    Russland hatte seine Ablehnung der Loslösung der Provinz von Serbien damit begründet, dass damit ein Präzedenzfall für andere separatistische Bewegungen geschaffen werde. Offen blieb zunächst, ob Russland Süd-Ossetien und Abchasien diplomatisch anerkennen will. Beide Regionen hatten sich in den 90er Jahren nach Kämpfen von Georgen abgespalten, ihre Unabhängigkeit ist international aber nicht anerkannt.

    Das Kosovo, das in etwa so groß wie Schleswig-Holstein ist, wird seit dem Krieg 1999 von den UN verwaltet und von der Nato abgesichert. Auch Bundeswehrsoldaten sind in der Region stationiert. Vor allem rund um die Enklaven der serbischen Minderheit verschärften die etwa 16.000 Nato-Soldaten ihre Sicherheitsvorkehrungen, um für etwaige Gewaltausbrüche gerüstet zu sein. Unter den etwa zwei Millionen Albanern in der Region leben ungefähr 120.000 Serben.

  7. #4867
    Avatar von skenderbegi

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    Ausrufezeichen

    ja ja bis gestern hat man den ländern mit diplomatischen folgen seitens serbiens gewarnt!!!

    als man einsehen musste das nichts zu nützen scheint hat man sich dazu entschieden die finger davon zu lassen.

    uns mir geht das am arsch vorbei.

    davon wären im übrigen auch die serben in kosova betroffen....


    die letzten zuckungen.

    he zürich hast heute im tagesanzeiger auf seite 11 die analyse gelesen über das selbstbestimmungsrecht kosovas gelesen von wolfgang benedek?

  8. #4868
    Avatar von skenderbegi

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    auch da es hat nichts mit der real-politik russlands zutun.

    man kann nicht gleichzeitig gegen etwas sein und dabei das gegenteil davon machen?


    russland lechzt nach anerkennung und machtposition in der weltpolitik!

    um die eingesetzten mittel dazu beitragen sich ein gehör zu verschaffen bleibt fraglich.?

  9. #4869
    Avatar von skenderbegi

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    Daumen hoch

    [h1]Kosovo: EU-Perspektive statt Protektorat[/h1]
    GASTKOMMENTAR VON VERENA KNAUS (Die Presse)
    Eine internationale Anerkennung des Kosovo ist nichts anderes als die Anerkennung der Realitäten vor Ort. Damit die historische EU-Mission ein Erfolg wird, braucht es allerdings mehr als Polizisten und Richter.
    Die Stimmung ist angespannt. Doch diesmal in Vorfreude auf ein Ereignis, das hierzulande seit Jahrzehnten herbeigesehnt wird: eine internationale Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo. In wenigen Tagen soll es so weit seit. Während auf höchster Ebene noch an der Formulierung der Unabhängigkeitserklärung gefeilt wird, werden schon längst Konzerte geplant, und die Polizei ist in höchster Bereitschaft für den großen Tag. Sonntag, Montag, niemand weiß es genau, aber dass es jetzt nur noch eine Frage von Tagen ist, hebt die Stimmung. In den Cafés in Pristina wird von nichts anderem mehr gesprochen als von der „CDI“ – der koordinierten Unabhängigkeitserklärung (auf Englisch „coordinated declaration of independence“).

    Die Erinnerung an den 24. März 1999, als die ersten Bomben in Pristina fielen, ist frisch, als wäre es gestern gewesen. Angesichts der menschlichen Tragödie und Vertreibungen der albanischen Zivilbevölkerung im Kosovo hatte sich die internationale Staatengemeinschaft nach langem Ringen endlich entschlossen, dem Wüten der jugoslawischen Armee und der serbischen Paramilitärs ein Ende zu setzen. Als die ersten Nato-Flugzeuge über Pristina erschienen, wurde still gefeiert. Innerhalb weniger Tage jedoch wurde das Ausmaß von Milosevics Plan, den Kosovo endgültig von Albanern ethnisch zu säubern, klar. Wir erinnern uns an die Bilder der vertriebenen Kinder, Mütter und alten Menschen, die oft zu Fuß über die Berge nach Mazedonien und Albanien vor serbischen Einheiten geflohen sind. Fast eine Million Menschen waren während des 78 Tage dauernden Nato-Bombardements auf der Flucht. Mit Unterzeichnung des Kumanovo-Abkommens am 9. Juni 1999, wurde der Krieg offiziell beendet. Die mehr als 50.000 Soldaten und serbischen Paramilitärs mussten sich aus dem Kosovo zurückziehen und mit ihnen der gesamte serbische Verwaltungsapparat. Ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Kosovo und der Vereinten Nationen hat hiermit begonnen.

    [h2]Größte Friedensmission der UNO[/h2]
    Die UNO entsandte die größte Friedensmission in ihrer Geschichte. Ein Aufgebot von Verwaltungsexperten, Juristen und Polizisten aus aller Welt strömte in den Kosovo. In ihrem Windschatten kamen hunderte von internationalen Entwicklungsorganisationen und Helfern ins Land. UNMIK, die UN-Mission im Kosovo, war geboren. Die ersten demokratischen Wahlen im Oktober 2000 waren der Auftakt für den Aufbau einer komplett neuen kosovarischen Verwaltung. Innerhalb weniger Jahre entstand aus dem Nichts ein neues Rechts- und Staatssystem. Eine Entscheidung über den Kosovo-Status jedoch wurde auf unabsehbare Zeit vertagt. Auf dem Papier weiterhin Teil Serbiens war Kosovo de facto ab Juni 1999 unabhängig. Nach fast neun Jahren internationaler Verwaltung ist der Kosovo heute fast vollständig selbstregiert.
    Die Frage drängt sich auf, was wird sich durch eine international anerkannte Unabhängigkeit verändern? Auf den ersten Blick wird sich das Leben in Pristina, in den Dörfern und auch in Mitrovica, der einzig ethnisch geteilten Stadt, kaum verbessern. Die Stromversorgung, die auch nach 700 Millionen Euro Investitionen weiterhin nicht gesichert ist, wird auch in Zukunft nicht nur das Alltagsleben, sondern ganze Industriebetriebe lahmlegen. Den 45 Prozent der Bevölkerung, die in Armut leben und mit weniger als 1,40 Euro pro Tag auskommen müssen, wird auch die Unabhängigkeit die Sorgen nicht nehmen. Die Realität, die sich hinter den Wirtschaftsdaten verbirgt, ist dramatisch. Mit einer Beschäftigungsrate von 54 Prozent ist fast jeder zweite Kosovare arbeitslos. Weniger als zehn Prozent der Frauen haben eine bezahlte Beschäftigung, und die 30.000 Jugendlichen, die jedes Jahr auf den Arbeitsmarkt drängen, haben kaum Hoffnung, einen Job zu finden. Doch gerade deshalb ist eine Lösung der Statusfrage von absoluter Notwendigkeit.

    [h2]Zeit, Klarheit zu schaffen[/h2]
    Rechtssicherheit, Vorhersehbarkeit und demokratische Verantwortlichkeit sind die Grundvoraussetzung für gutes Regieren und Wirtschaftswachstum. Eine „Übergangsregierung“, die neun Jahre lang währt, noch dazu geführt von internationalen Bürokraten, die sich in keiner Weise demokratisch verantworten müssen, ist keine langfristige Lösung. Auch hat die UN-Verwaltung in den Augen der Bevölkerung ihre Legitimation längst verloren. Zu viele hochrangige UN-Bürokraten waren in Korruptionsskandale verwickelt. Auch Martti Ahtisaari hat in seinem Abschlussbericht an den UN-Sicherheitsrat eine klare Empfehlung abgegeben: Der Status quo kann nicht andauern, es ist an der Zeit, Klarheit zu schaffen. Die geplante internationale Anerkennung eines unabhängigen Kosovo ist daher nichts anderes als ein Anerkennen der Realität vor Ort. Es ist jedoch ein unumgänglicher erster Schritt, um sich dann auf die wirklichen Probleme des Landes, vor allem auf die Wirtschaftsentwicklung, zu konzentrieren.
    Die Entscheidung der EU, die Verantwortung im Kosovo zu übernehmen, ist von großer historischer Bedeutung. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte übernimmt die EU direkt die Exekutivmacht in einem Land. Ursprünglich als Absicherung für den Schutz der serbischen Minderheit erdacht, stattet der Vorschlag, der von UN-Vermittler Ahtisaari ausgehandelt wurde, die EU-Nachfolgemission mit weitreichender Macht aus. Der zukünftige EU-Sondergesandte und der Chef der EULEX-Mission, einer 1800 Mann starken Polizei und Justizmission, die nun in den Kosovo entsandt wird, haben das Recht, demokratisch gewählte Politiker zu entlassen und notfalls Gesetze per Dekret zu erlassen. Die Eingriffsmöglichkeiten reichen weit über den Schutz der Minderheiten hinaus, und das, obwohl südlich der Ibar der Anteil der serbischen Minderheit unter drei Prozent der Bevölkerung liegt. Im Falle des Amtsmissbrauchs oder der Verletzung von Menschenrechten gibt es derzeit keinen Rechtsmechanismus, die EU-Mission zur Verantwortung zu ziehen. Auf dem Papier ist die EU-Mission genauso mächtig wie einst UNMIK. Als Resultat politischer Kompromisse in Brüssel, Washington und New York hat auch sie kein demokratisches Mandat der Bevölkerung.
    Als erstes außenpolitisches Großprojekt ist ein Erfolg im Kosovo für die EU ein absolutes Muss. Erfolg misst sich in einer effektiven Bekämpfung der Armut, besseren Ausbildungschancen und Wirtschaftswachstum. Doch dafür braucht es mehr als 1800 Polizisten und Richter. Es bedarf einer konkreten Vision, den Kosovo nicht auf Dauer als EU-Protektorat zu führen, sondern ihn auf eine EU-Mitgliedschaft vorzubereiten. Das Jahresbudget von EULEX liegt bei über 190 Millionen Euro, im Vergleich zu 68 Millionen, die als EU-Entwicklungshilfe vorgesehen sind. Im Interesse der EU-Mitgliedstaaten muss der Schwerpunkt auf wirtschaftlicher Entwicklung liegen und mehr Geld in Ausbildungspolitik und ländliche Entwicklung fließen. Visafreiheit und eine offene Migrationspolitik sind der Schlüssel, um Kosovo aus seiner Isolation und Wirtschaftskrise zu retten. Die EU-Erweiterung ist die große Erfolgsgeschichte der letzten Jahre, und sie muss nun im Kosovo und im gesamten Westbalkan wiederholt werden.

    [h2]Europa schreibt Geschichte[/h2]
    Mit der Anerkennung eines unabhängigen Kosovo und der Entsendung einer EU-Mission schreibt Europa Geschichte. Damit aber gesichert ist, dass es eine Erfolgsgeschichte wird, bedarf es einer konkreten EU-Erweiterungsperspektive und mehr als eines EU-Protektorats.
    Verena Knaus leitet als Chef-Analystin das Büro der „European Stability Initiative“ (ESI) in Pristina. Außerdem ist sie Co-Autorin des ersten englischsprachigen Kosovo-Reiseführers (2007 bei Bradt).

  10. #4870
    Avatar von skenderbegi

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    11.090
    [h1]Die Geburt des 47. Staates in Europa[/h1]
    15.02.2008 | 18:54 | (Die Presse)
    Am Sonntag will sich die serbische Provinz Kosovo per Parlamentsbeschluss für unabhängig erklären. Konfrontationen sind vorprogrammiert, denn Moskau und Belgrad lehnen den neuen Albaner-Staat ab. Die EU blieb bis zuletzt gespalten.
    Am Sonntag um 17 Uhr soll sich der Welt ein neuer europäischer Staat präsentieren: Fast neun Jahre nach Ende des letzten Kriegs auf dem Balkan will sich der Kosovo in einem Parlamentsbeschluss für unabhängig erklären und endgültig von Belgrad lossagen. Seit Tagen üben Philharmoniker in Pri?tina Beethovens „Ode an die Freude“.



    Doch sind nicht alle Europäer in Feierlaune. Serbien hat eine Sezession bereits im Voraus für ungültig erklärt. Es will den Kosovo mit einem Handels- und Stromlieferboykott abschnüren. Unterstützt wird Serbien von Russland. Es droht nun mit Folgen im Kaukasus: Dort könnten sich nun die Provinzen Abchasien und Süd-Ossetien von Georgien endgültig abtrennen.
    [h2]Die EU ist gespalten[/h2]
    Zwar gibt es einen gemeinsamen Segen für die 2200 Mitglieder der EU-Mission, die zwischen Prizren und Pri?tina Dienst als Polizisten und Juristen versehen sollen. Doch noch weigern sich fünf EU-Mitglieder (Zypern, Griechenland, Rumänien, Slowakei, Spanien), den Kosovo anzuerkennen.
    Im Kosovo selbst mischt sich Hochspannung in die Vorfreude der Albaner. Wird die serbische Minderheit stillhalten? Insbesondere in der geteilten Stadt Mitrovica werden Ausschreitungen befürchtet. Die 15.900 Soldaten der Kfor-Truppe sind in erhöhter Bereitschaft. Für deren 569 Bundesheer-Angehörige gilt eine Urlaubssperre. Noch überwiegt die Zuversicht. „Mit organisierten Formen von Protest“ sei nicht zu rechnen, sagte Oberstleutnant Klaus Roch zur „Presse“. Allenfalls mit „spontanem Aufflackern“.
    ("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.02.2008)





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