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Kosovo und die Statusverhandlungen NEWS

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 15.11.2005, 15:34 Uhr · 4.928 Antworten · 156.366 Aufrufe

  1. #71
    Mare-Car
    Zitat Zitat von drenicaku
    Zitat Zitat von Maja
    Schreckliche Nachrichten! Ich bete das es zu keinen Krieg kommt,aber natürlichn hoffe ich das Kosovo bei Serbien bleibt. Mehr kann ich eigentlich auch nicht sagen,scheiss Politik. :P
    was besorgt dich persöhnlich, ob kosova teil von scg bleibt oder nicht?
    hast du verwandte in kosova?
    was würdest du mit dem weggang kosovas verlieren?
    Mich interessiert das genauso viel wie mich die Vojvodina oder Ostserbien interessiert, unabhängig davon ob ich verwandte habe.

  2. #72

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    02.12.2005
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    231
    Zitat Zitat von drenicaku
    Zitat Zitat von Maja
    Schreckliche Nachrichten! Ich bete das es zu keinen Krieg kommt,aber natürlichn hoffe ich das Kosovo bei Serbien bleibt. Mehr kann ich eigentlich auch nicht sagen,scheiss Politik. :P
    was besorgt dich persöhnlich, ob kosova teil von scg bleibt oder nicht?
    hast du verwandte in kosova?
    was würdest du mit dem weggang kosovas verlieren?

    Was stellst du für dumme Fragen,Kosovo ist unser Land Serbien,da brauche ich keine Verwandte im Kosovo zu haben.


  3. #73

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    231
    Zitat Zitat von Mare-Car
    Zitat Zitat von drenicaku
    Zitat Zitat von Maja
    Schreckliche Nachrichten! Ich bete das es zu keinen Krieg kommt,aber natürlichn hoffe ich das Kosovo bei Serbien bleibt. Mehr kann ich eigentlich auch nicht sagen,scheiss Politik. :P
    was besorgt dich persöhnlich, ob kosova teil von scg bleibt oder nicht?
    hast du verwandte in kosova?
    was würdest du mit dem weggang kosovas verlieren?
    Mich interessiert das genauso viel wie mich die Vojvodina oder Ostserbien interessiert, unabhängig davon ob ich verwandte habe.


    Genau das sage ich auch Mare.

  4. #74

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    http://archiv.tagesspiegel.de/archiv...05/2219552.asp

    Solana fordert Platz in Europa für das Kosovo



    Zürich - EU-Chefdiplomat Javier Solana hat dazu aufgerufen, bei der Lösung der komplizierten Statusfrage des Kosovos eine europäische Perspektive einzunehmen. Solana sagte bei Gesprächen in Belgrad und Pristina, am Ende der Verhandlungen würden sowohl die Träume der Kosovo-Albaner als auch die der Serben teilweise in Erfüllung gehen. Übersetzt heißt das, dass weder die sofortige Unabhängigkeit des Kosovos noch die Rückkehr der serbischen Staatsmacht in die Provinz auf der Tagesordnung der westlichen Diplomatie stehen.

    Solana deutete jedoch an, dass die Unabhängigkeit des Kosovos langfristig Wirklichkeit werden könnte. Er sagte: „In Europa gibt es Platz für neue unabhängige Staaten, falls diese die Werte der EU achten.“ Auch die Negativstrategie der auf dem Balkan tonangebenden Kontaktgruppe aus Deutschland, Russland, Frankreich, Großbritannien, Italien und den USA deutet auf einen eigenständigen Staat hin. Sie schließt folgende Lösungsvarianten für das Kosovo aus: keine territoriale Teilung der Provinz, keine Rückkehr zum Status einer autonomen Provinz innerhalb Serbiens und keine Vereinigung mit den albanisch besiedelten Gebieten der Region. Übrig bleibt eine Art „bedingte Unabhängigkeit“, wie sie die internationale Kommission für den Balkan vorgeschlagen hat.

    Der finnische UN-Sonderbeauftragte Martti Ahtisaari, der vergangene Woche eine erste Erkundungsmission auf dem Balkan abschloss, will erst im Januar seine Pendeldiplomatie in der Region fortsetzen. Über einen möglichen Ausgang der Gespräche wollte er sich nicht äußern. Seine Mission als Vermittler zwischen den verfeindeten Serben und Kosovo-Albanern gilt als äußerst schwierig.

    Bewegung in den starren Fronten erhoffen sich Beobachter vom Engagement der USA. Offenbar will Washington seinen ehemaligen Botschafter in Indien und Ägypten, Frank Wisner, zu den Gesprächen entsenden. Er gilt als profilierter Karrierediplomat.

    In Belgrad ist unterdessen ein Streit zwischen dem konservativen Premier Vojislav Kostunica und dem eher europäisch orientierten Staatschef Boris Tadic entbrannt. Kostunica bietet der abtrünnigen Provinz eine „breite Autonomie“ an. Tadic dagegen hat sich für eine Teilung Kosovos in zwei Einheiten ausgesprochen.Enver Robelli

  5. #75

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    07.05.2005
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    http://www.wienerzeitung.at/DesktopD...&currentpage=0

    Solana zu Kosovo: Es wäre noch Platz für einen Staat

    Solana war in heikler Mission unterwegs. epa

    Europäische Vermittlungsmission in Balkanstaaten.

    Belgrad. Der EU-Außenpolitik-Beauftragte Javier Solana war zwei Tage in schwieriger Mission unterwegs: Er führte Gespräche mit den Regierungsspitzen der Balkanstaaten zu den einschlägigen Krisengebieten. Vor allem der Kosovo, dessen völkerrechtlicher Status bis ins kommende Jahr geklärt werden soll, stand dabei im Mittelpunkt.
    Solana schließt eine künftige Unabhängigkeit des Kosovo nicht aus: Nach einem Gespräch mit Kosovo-Präsident Ibrahim Rugova in Pristina meinte er, in Europa gäbe es noch Platz für einen neuen Staat. Dieser müsste allerdings die europäischen Standards bei Minderheitenschutz und Dezentralisierung akzeptieren. Die Kosovo-Serben fürchten ja, in einem albanisch dominierten Staat unter die Räder zu geraten. An diese serbische Minderheit im Kosovo richtete der EU-Vertreter bei seinem anschließenden Belgrad-Aufenthalt den Appell, sich intensiver in die Verhandlungen über den Status der Provinz einzubringen.

    Nach der ersten Gesprächsrunde der Statusverhandlugen vor zwei Wochen wird UNO-Chefverhandler Martti Ahtisaari Mitte Jänner 2006 erneut in der Region erwartet.

    Auch Montenegro hat Solana besucht. Die EU sei bereit, zwischen der montenegrinischen Regierungskoalition und der Opposition zu vermitteln, um die Bedingungen festzulegen, unter welchen das für Beginn 2006 angestrebte Unabhängigkeitsreferendum durchgeführt werden soll, erklärte Solana.

    Mittwoch, 07. Dezember 2005

  6. #76
    jugo-jebe-dugo
    Der Außenminister Serbien und Montenegros, Vuk Draskovic, hat die wichtigsten internationalen Organisationen aufgerufen, sich zu engagieren, damit man den Serben und anderen Minderheiten im Kosovo und Metohija die Menschenrechte zurückgibt, und dass sie den Druckmitteln der extremen albanischen Gruppen in der Provinz entschlossen entgegentreten. Draskovic wiederholte beim Treffen der Außenminister der OSZE in Ljubljana, die Serben im Kosovo und Metohija hätten keine Sicherheit und keine Bewegungsfreiheit. Er bewertete, das Ultimatum der extremen albanischen Gruppen, dass die übrigen Serben zu Opfern eines Massenterrors werden würden, falls Kosovo und Metohija keinen Status eines unabhängigen Staates bekäme, sei eine Attacke auf die moralischen und rechtlichen Grundlagen Europas und der Welt.

    Quelle: http://www.rts.co.yu/jedna_vest.asp...r&IDNews=134912

  7. #77
    jugo-jebe-dugo
    07.12.2005


    Kosovo: US-Militärbasis im Zwielicht


    "Es hat wie die Nachbildung eines kleinen Guantanamo ausgesehen", erinnert sich der Menschenrechtsbeauftragte des Europarates, Alvaro Gil Robles. Auf der größten amerikanischen Militärbasis auf dem Balkan, Camp Bondsteel im Kosovo, hatte er "zwischen 15 und 20 Gefangene gesehen. Sie alle trugen orange Anzüge." Eine junge amerikanische Soldatin, die bei den Gefangenen Wache schob, erzählte Gil Robles arglos, sei soeben von Guantanamo in den Kosovo beordert worden.

    Seinen Besuch in Bondsteel hatte der Menschenrechtsbeauftragte bereits vor drei Jahren gemacht. Doch sein Bericht blieb nahezu unbemerkt, bis vor sechs Wochen ruchbar wurde, dass die CIA in Osteuropa geheime Gefängnisse unterhalten soll. Seither geriet nicht nur das riesige Lager Bondsteel ins Zwielicht, sondern auch andere amerikanische Militärbasen etwa in Bosnien.

    "Es gibt bei uns keine geheimen Gefangenenlager", wies der Sprecher der US-Truppen im Kosovo die Anschuldigungen zurück. "Es gibt nur, wie bekannt, ein Gefängnis der KFOR-Truppen." Derzeit seien keine Gefangenen dort.


    Inspektionen

    Dies bestätigt auch das Internationale Rote Kreuz auf KURIER-Anfrage. Heuer habe das Rote Kreuz das Gefängnis in Bondsteel nur einmal inspiziert. 2002 hingegen, so IKRK-Sprecher Florian Westphal, sei das Lager sechs Mal besucht worden. Ergebnisse von Gefangenen-Inspektionen veröffentlicht das Rote Kreuz grundsätzlich nicht. Aber, so Westphal, "man kann davon ausgehen, dass unser Team damals in Bondsteel dasselbe gesehen hat wie Gil Robles."

    Weniger zurückhaltend gibt sich amnesty international. "Es gab so viele Gerüchte über geheime Gefängnisse in Osteuropa, darunter auch auf dem Balkan, dass man dem nachgehen will", erzählt amnesty-Österreich-Sprecherin Michaela Klement. Ein Ermittlungsteam sei derzeit unterwegs, Ergebnisse seien aber noch nicht verfügbar.


    Nachtflüge

    Doch genaue Kontrolle dürfte schwierig sein. Auf Kosovos Flughafen nahe Pristina etwa landen nur tagsüber zivile Maschinen. Nachts, wenn die zivile Luftraumüberwachung Dienstschluss hat, gehört der Luftraum ausschließlich der NATO. "Bis zu 20 Maschinen landen in der Nacht", berichtet ein Augenzeuge. Die Militär-Lkw fahren direkt auf die Landebahn: Wer aus dem Flugzeug aus- und ins Auto einsteigt, wird von keinem unerwünschten Beobachter gesehen.

    Quelle: http://kurier.at/ausland/1204582.php

  8. #78
    Avatar von TigerS

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    04.11.2005
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    7.474
    Zitat Zitat von Deki
    07.12.2005


    Kosovo: US-Militärbasis im Zwielicht


    "Es hat wie die Nachbildung eines kleinen Guantanamo ausgesehen", erinnert sich der Menschenrechtsbeauftragte des Europarates, Alvaro Gil Robles. Auf der größten amerikanischen Militärbasis auf dem Balkan, Camp Bondsteel im Kosovo, hatte er "zwischen 15 und 20 Gefangene gesehen. Sie alle trugen orange Anzüge." Eine junge amerikanische Soldatin, die bei den Gefangenen Wache schob, erzählte Gil Robles arglos, sei soeben von Guantanamo in den Kosovo beordert worden.

    Seinen Besuch in Bondsteel hatte der Menschenrechtsbeauftragte bereits vor drei Jahren gemacht. Doch sein Bericht blieb nahezu unbemerkt, bis vor sechs Wochen ruchbar wurde, dass die CIA in Osteuropa geheime Gefängnisse unterhalten soll. Seither geriet nicht nur das riesige Lager Bondsteel ins Zwielicht, sondern auch andere amerikanische Militärbasen etwa in Bosnien.

    "Es gibt bei uns keine geheimen Gefangenenlager", wies der Sprecher der US-Truppen im Kosovo die Anschuldigungen zurück. "Es gibt nur, wie bekannt, ein Gefängnis der KFOR-Truppen." Derzeit seien keine Gefangenen dort.


    Inspektionen

    Dies bestätigt auch das Internationale Rote Kreuz auf KURIER-Anfrage. Heuer habe das Rote Kreuz das Gefängnis in Bondsteel nur einmal inspiziert. 2002 hingegen, so IKRK-Sprecher Florian Westphal, sei das Lager sechs Mal besucht worden. Ergebnisse von Gefangenen-Inspektionen veröffentlicht das Rote Kreuz grundsätzlich nicht. Aber, so Westphal, "man kann davon ausgehen, dass unser Team damals in Bondsteel dasselbe gesehen hat wie Gil Robles."

    Weniger zurückhaltend gibt sich amnesty international. "Es gab so viele Gerüchte über geheime Gefängnisse in Osteuropa, darunter auch auf dem Balkan, dass man dem nachgehen will", erzählt amnesty-Österreich-Sprecherin Michaela Klement. Ein Ermittlungsteam sei derzeit unterwegs, Ergebnisse seien aber noch nicht verfügbar.


    Nachtflüge

    Doch genaue Kontrolle dürfte schwierig sein. Auf Kosovos Flughafen nahe Pristina etwa landen nur tagsüber zivile Maschinen. Nachts, wenn die zivile Luftraumüberwachung Dienstschluss hat, gehört der Luftraum ausschließlich der NATO. "Bis zu 20 Maschinen landen in der Nacht", berichtet ein Augenzeuge. Die Militär-Lkw fahren direkt auf die Landebahn: Wer aus dem Flugzeug aus- und ins Auto einsteigt, wird von keinem unerwünschten Beobachter gesehen.

    Quelle: http://kurier.at/ausland/1204582.php
    und wer soll den amis den noch glauben solche schwetzer

  9. #79
    jugo-jebe-dugo
    09.12.2005

    Zettel mit Antworten auf ungelöste Fragen

    Rund 70 Prozent der Bevölkerung sind arbeitslos - Die Caritas ist eine der wenigen Hilfsorganisationen, die im Kosovo aktiv geblieben ist
    Kinder suchen im Müll nicht nur verwertbare Gegenstände, sondern auch Nahrung.Von Ute Woltron

    15 Prozent der Kosovaren sind akut gefährdet. Das Volk hofft auf Hilfe und vor allem auf einen eigenen Staat.

    Pristina - Kosovos Ministerpräsident Bajram Kosumi (AAK) erweckt nicht den Eindruck eines Mannes, der ein Land aus der Verzweiflung führen kann. Er wirkt müde und resigniert, er nimmt kleine Zettelchen entgegen, die ihm Berater über den Tisch schieben. Darauf stehen Antworten auf ungelöste Fragen.

    Rund 70 Prozent der Bevölkerung seines Landes sind ohne Arbeit. Das monatliche Durchschnittseinkommen beträgt zwischen 150 und 200 Euro, die Pension ist für alle gleich mit 35 Euro festgesetzt. Zehn Prozent der Bevölkerung leben von Sozialhilfe, das sind zwischen 40 und 65 Euro - allerdings für eine gesamte Familie, die hat im Kosovo durchschnittlich sechs Mitglieder.


    Alles hängt von den Statusverhandlungen ab

    Alles, so Kosumi, hänge von den Statusverhandlungen ab, denen er optimistisch entgegenblicke und deren Ende, so meint er, mit Mitte 2006 zu erhoffen sei. Das Ziel: ein unabhängiger Staat Kosovo. Seine Berater wirken in diesem Moment ebenfalls müde.

    Hinter den Fenstern des Regierungsgebäudes versinkt Pristina in schwarzer Nacht, weil gerade wieder einmal der Strom abgeschaltet wurde. Drinnen springen die Notaggregate an. Es ist eingeheizt, Kosumi betont die wichtige Rolle, die Österreich während der EU-Präsidentschaft in den Verhandlungen spielen solle, er kündigt den ökonomischen Aufschwung an, der allerdings direkt von eben diesen Verhandlungen abhänge.


    Dank an die Caritas

    Wenn sich der Ministerpräsident bei Caritas-Wien-Chef Michael Landau, der ihm gegenüber sitzt, stellvertretend für die Kosovaren für Unterstützung und Hilfe bedankt, braucht er keinen Zettel. Die Caritas ist eine der ganz wenigen Hilfsorganisationen, die auch fünf Jahre nach dem Krieg im Kosovo aktiv geblieben sind. Die meisten NGOs sind längst entschwunden, die Caritas hat ihre nunmehr 15-jährige Zusammenarbeit mit der lokalen, äußerst aktiven Mutter Teresa Vereinigung fortgesetzt. Deren Gründer, Don Lush Gjergji, wird später berichten, dass 15 Prozent der Bevöl- kerung akut gefährdet seien.

    Wenn Landau mit seiner energischen Kosovo-Expertin Marion Feik über die optimierte Organisation dieser Hilfe redet, sprechen sie im Slang multinationaler Wirtschaftsbosse. Return on Investment für die, die sich im Moment selbst nicht helfen können. Optimierung des Mitteleinsatzes für Projekte, die ohne Initialhilfe nicht starten könnten. Für Feik steht das Ziel all der Aktivitäten fest: Ab einem bestimmten Zeitpunkt müssen die Mikrounternehmen flügge sein, sich selbst tragen, Gewinn machen. Ohne Business-Plan läuft gar nichts.


    Kerzen

    Am Stadtrand Pristinas serviert Emine Ademi in absoluter Finsternis Pfirsicheistee. Die Wiener Caritas-Delegation sitzt in Filzpantoffeln und bei maximal acht Grad, umringt von Nähmaschinen älteren Baujahrs in einer Wohnung, in der Frauen nicht nur Nähen, sondern auch Lesen und Schreiben und den Umgang mit dem Computer lernen. Man bringt Kerzen.

    Ademi, mittelalterlich, energisch, schnell sprechend, hat die NGO Elda vor einigen Jahren gegründet, um Frauen zumindest die Basis zu verschaffen, um sich einen Job zu suchen. Die Arbeit ist zäh, die Caritas unterstützt das Projekt, es gibt Erfolgsmeldungen, also tatsächlich ein paar Frauen, die nach den Schulungen Arbeit fanden.


    Brautkleid-Produktion

    Ein ähnliches Projekt in Gjakova ist voll aufgegangen: Einige Frauen haben Nähen und betriebswirtschaftliche Grundlagen erlernt und eine fesche Brautkleid-Produktion eröffnet. Der Shop floriert mittlerweile. Doch nicht alle Pläne gehen auf: Die Champignon-Zucht, die von vier Witwen außerhalb der Stadt gegründet wurde, stagniert. Abnehmer wären zwar vorhanden, doch die Logistik ist nicht ausgereift. Einnahmen und Ausgaben sind deckungsgleich, was auch damit zu tun hat, dass sich den Frauen zehn weitere bei gleich bleibender Champignon-Kapazität angeschlossen haben.

    Die Fahrt geht durch serbische Enklaven, durch gemischte Gegenden, durch Dörfer, in denen die Ruinen serbischer Häuser verlassen dastehen. Das Meiste, was es hier an Bausubstanz gibt, ist neu. Ziegel, unverputzt. Für Wärmedämmung fehlen die Mittel.

    In so gut wie jedem Ort steht dafür eine brandneue Moschee mit glänzender Metallkuppel. Dasselbe Modell überall. Das Geld dafür, sagen die Leute hier, käme aus den arabischen Ländern. Seit 2000 wurden im Kosovo 172 neue Moscheen eröffnet. Bischof Mark Sopi wird nervös, er will in Pristina jetzt eine neue Kathedrale bauen. Die Caritas wird ihn dabei mit Sicherheit nicht finanziell unterstützen.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2270693


    KRASS :!: 70% sind arbeitslos im süd serbischen Kosovo,in Restserbien gerde mal die hälfte 35% was aber auch hoch ist.
    Abner 70% ist ja der Knüller.

  10. #80
    jugo-jebe-dugo
    09.12.2005

    Heikle Mission in der Provinz
    Verhandlungen über die Zukunft der Provinz Kosovo haben begonnen - Positionen in Belgrad und Pristina scheinen unvereinbar

    Nach mehr als sechs Jahren UN-Verwaltung haben die Verhandlungen über die Zukunft der Provinz Kosovo begonnen - die Positionen in Belgrad und Pristina scheinen unverträglich. Eine Lösung ist nicht in Aussicht.


    "Warum soll Belgrad gefragt werden zum Status, wozu?", sagte der Delegierte im kosovo-albanischen Verhandlungsteam, der Historiker Enver Hoxhaj. Die Zukunft des Kosovo sollten Pristina, Washington, Brüssel und New York bestimmen - sonst niemand. Hoxhaj gehört beileibe nicht zu den Hardlinern in Pristina. Genauso wenig wie der serbische Präsident Boris Tadic in Belgrad, der sich höchstens die Bildung von zwei Entitäten, einer albanischen und einer serbischen, vorstellen kann, aber sicherlich keinen souveränen Staat.

    Die Kontaktfreudigkeit zwischen Belgrad und Pristina hält sich demnach in Grenzen. Als Tadic vergangenen Mittwoch in London bei einem Abendessen auf den Kosovo-Premier Bajram Kosumi traf, gab er ihm die Hand - geredet wurde nicht. Selbst wenn beide Seiten bei den Verhandlungen, die ab kommenden Jänner in Wien intensiviert werden, maximale Zugeständnisse machen, scheint ein Kompromiss nicht in Aussicht.


    "Bedingte Unabhängigkeit"

    Der Westen präferiert eine "bedingte Unabhängigkeit", wonach die EU den Aufbau der Polizei, der Justiz und Wirtschaft übernimmt, die Nato weiterhin für Sicherheit sorgt und der Kosovo erst bei einem EU-Beitritt volle Souveränität erhält. Ein Modell also, das sowohl die Albaner als auch die Serben ablehnen. "Eine bedingte Unabhängigkeit hatten wir schon", sagt Hoxhaj zum STANDARD.

    Er plädiert für die Unabhängigkeit im Rahmen des mazedonischen Modells, Minderheitenvertreter und die lokale Verwaltung sollen gestärkt werden. Auch der Wiener Politologe Predrag Jurekovic kann einem Autonomiestatus für die Serben im Kosovo und einer Art Schutzmacht Belgrads etwas abgewinnen, ist aber gegen das "Babuschka"-Modell Belgrads, bei dem der Kosovo innerhalb Serbiens und die Kosovo-Serben im Kosovo autonom sein sollten. Eine Teilung der Provinz, die im Norden großteils von Serben bewohnt wird, die etwa zehn Prozent der zwei Millionen Kosovaren ausmachen, lehnt auch die UNO ab.


    Provinz Jugoslawiens

    Völkerrechtlich war der Kosovo eine Provinz Jugoslawiens, dessen Rechtsfolger Serbien-Montenegro ist, hatte aber nicht den Status einer Republik, der eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit ermöglicht. Allerdings, so argumentieren die Kosovo-Albaner, habe Belgrad durch die Repression in den 1980er-Jahren die Ermordung und Vertreibung der Albaner das Recht auf Einfluss verwirkt.

    "Es gibt nichts, was den Kosovo und Serbien verbindet, es muss ein Schlussstrich gezogen werden", sagt Hoxhaj. Belgrad versuche den Preis für eine Unabhängigkeit unmöglich hoch zu halten. Dort ist man "off the records" tatsächlich viel realistischer. Der EU-Außenpolitikbeauftragte Javier Solana machte nun zumindest klar, dass es einen Platz für einen neuen Staat in Europa gibt. Die UN-Verhandler unter Martti Ahtisaari versuchen einstweilen die Parteien über konkrete Fragen ins Gespräch zu bringen.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2270663


    Der ist ja witzig dieser Hohaj Modzaj. Warum wir gefragt werden?Weil es unser Land und unsere Geschichte ist,ganz einfache Antwort.

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