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Krim Und Kosovo wo liegt der Unterschied?

Erstellt von El Mero Mero, 16.03.2014, 02:41 Uhr · 953 Antworten · 40.039 Aufrufe

  1. #831
    Avatar von berliner

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Im Vergleich ging es sowohl in Georgien als auch auf der Krim darum, Grenzkonflikte zu schüren, damit ein Natobeitritt der besagten Länder unmöglich gemacht wird.
    Was ich prinzipiell aus russischer Sicht nachvollziehen kann. Nach 45 Jahren kaltem Krieg lässt man nicht einfach mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen die NATO in der Schwesternation Ukraine auflaufen. Das hätte sogar ich zu verhindern versucht, wenn ich russischer Politiker wäre Und an den Umständen, die den Russen in die Hände gespielt haben, um die Ukraine zu destabilisieren und so einen NATO Beitritt unmöglich zu machen, ist die eine oder andere westliche Organisation wohl nicht unbeteiligt.


    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Je nachdem wie sich sowas entwickelt, greift man ein oder auch nicht.
    Genau, und die Entwicklung war nicht klar. Wie ich eben schonmal schrieb hatte Serbien seine Truppen auf NATO Druck zwischenzeitlich reduziert. Im Gegenzug kann man davon ausgehen, dass die UCK einen Eingriff der NATO in dieser Phase haben wollte. Und auch Mittel hatte, um durch Provokation gegenüber der serbischen Seite darauf hinzuarbeiten. Es war seit 1994 ihr Ziel ein unabhängiges Kosovo zu erreichen, was man aus eigener Kraft gegen Serbien nicht hätte durchsetzen können. Man muss auch das mit einfliessen lassen, wenn man die Dringlichkeit des NATO Angriffs beurteilt.

  2. #832
    Avatar von lotus

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    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen
    Es waren zum grossen Teil die gleichen Mörderbanden im Kosovo unterwegs wie zuvor in Bosnien.
    Deswegen haben viele Albaner Kosovo verlassen.

  3. #833
    Avatar von Toruko-jin

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    Was ich prinzipiell aus russischer Sicht nachvollziehen kann. Nach 45 Jahren kaltem Krieg lässt man nicht einfach mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen die NATO in der Schwesternation Ukraine auflaufen. Das hätte sogar ich zu verhindern versucht, wenn ich russischer Politiker wäre Und an den Umständen, die den Russen in die Hände gespielt haben, um die Ukraine zu destabilisieren und so einen NATO Beitritt unmöglich zu machen, ist die eine oder andere westliche Organisation wohl nicht unbeteiligt.
    Genau, und die Entwicklung war nicht klar. Wie ich eben schonmal schrieb hatte Serbien seine Truppen auf NATO Druck zwischenzeitlich reduziert. Im Gegenzug kann man davon ausgehen, dass die UCK einen Eingriff der NATO in dieser Phase haben wollte. Und auch Mittel hatte, um durch Provokation gegenüber der serbischen Seite darauf hinzuarbeiten. Es war seit 1994 ihr Ziel ein unabhängiges Kosovo zu erreichen, was man aus eigener Kraft gegen Serbien nicht hätte durchsetzen können. Man muss auch das mit einfliessen lassen, wenn man die Dringlichkeit des NATO Angriffs beurteilt.
    Sag mal, sind das zweierlei Maße? Angenommen die Russen sind bereit den Preis zu bezahlen und haben so reagiert, alles schön und gut. Wieso soll es nicht klug gewesen sein, um die Nato zu einem Eingriff zu bewegen. Letzendlich haben die Serben zu viele Fehler gemacht und den Preis dafür bezahlt und die Albaner hatten am Ende, was sie wollten. Wieso kannst du die Objektivität, die du ggü. Russland zeigst, nicht im Falle Kosovos aufbringen?

  4. #834

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    Zitat Zitat von berliner Beitrag anzeigen
    Was ich prinzipiell aus russischer Sicht nachvollziehen kann. Nach 45 Jahren kaltem Krieg lässt man nicht einfach mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen die NATO in der Schwesternation Ukraine auflaufen. Das hätte sogar ich zu verhindern versucht, wenn ich russischer Politiker wäre Und an den Umständen, die den Russen in die Hände gespielt haben, um die Ukraine zu destabilisieren und so einen NATO Beitritt unmöglich zu machen, ist die eine oder andere westliche Organisation wohl nicht unbeteiligt.



    Genau, und die Entwicklung war nicht klar. Wie ich eben schonmal schrieb hatte Serbien seine Truppen auf NATO Druck zwischenzeitlich reduziert. Im Gegenzug kann man davon ausgehen, dass die UCK einen Eingriff der NATO in dieser Phase haben wollte. Und auch Mittel hatte, um durch Provokation gegenüber der serbischen Seite darauf hinzuarbeiten. Es war seit 1994 ihr Ziel ein unabhängiges Kosovo zu erreichen, was man aus eigener Kraft gegen Serbien nicht hätte durchsetzen können. Man muss auch das mit einfliessen lassen, wenn man die Dringlichkeit des NATO Angriffs beurteilt.
    So wie du alles hier beschreibst (auch in den früheren Beiträgen), scheint es ziemlich logisch und passt auch gut zu meinen Eindrücken. Welche Quellen für Kosovo hast du vorwiegend benutzt?

  5. #835
    Avatar von berliner

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Sag mal, sind das zweierlei Maße? Angenommen die Russen sind bereit den Preis zu bezahlen und haben so reagiert, alles schön und gut. Wieso soll es nicht klug gewesen sein, um die Nato zu einem Eingriff zu bewegen. Letzendlich haben die Serben zu viele Fehler gemacht und den Preis dafür bezahlt und die Albaner hatten am Ende, was sie wollten. Wieso kannst du die Objektivität, die du ggü. Russland zeigst, nicht im Falle Kosovos aufbringen?
    Da verstehst du mich falsch. Aus Sicht der UCK war der NATO Eingriff gewünscht und somit waren sie erfolgreich. So wie die Russen auf der Krim. Meine persönliche Beurteilung ist aber eine andere. Ich hätte mir weder die russische Intervention auf der Krim gewünscht, noch den Angriff der NATO auf Serbien. Jedenfalls wenn die Beweislage so spärlich ist, dass wirklich eine große Katastrophe bevor stand.

  6. #836
    Avatar von Toruko-jin

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    Zitat Zitat von berliner Beitrag anzeigen
    Da verstehst du mich falsch. Aus Sicht der UCK war der NATO Eingriff gewünscht und somit waren sie erfolgreich. So wie die Russen auf der Krim. Meine persönliche Beurteilung ist aber eine andere. Ich hätte mir weder die russische Intervention auf der Krim gewünscht, noch den Angriff der NATO auf Serbien. Jedenfalls wenn die Beweislage so spärlich ist, dass wirklich eine große Katastrophe bevor stand.
    Im Bezug auf die Krim bin ich deiner Meinung. Anders denke ich im Falle Kosovos.

  7. #837
    Avatar von Forte

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Im Vergleich ging es sowohl in Georgien als auch auf der Krim darum, Grenzkonflikte zu schüren, damit ein Natobeitritt der besagten Länder unmöglich gemacht wird.

    Im Falle Georgiens kann man die Vorgehensweise der Russen noch verstehen. Georgien hat leider Russland einen Grund gegeben zu intervenieren. Die Abchasen haben sich durch die Russen weitreichende Autonomie erhofft, was wiederum zu optimistisch war.

    In Falle Krims war die Absicht ähnlich und eine Entscheidung Russlands, ob man mit dem Westen auf Konfrontationskurs geht. Augenscheinlich ging es auch darum von den internen Problemen abzulenken und den Westen für die Talfahrt der Wirtschaft verantwortlich zu machen.

    Je nachdem wie sich sowas entwickelt, greift man ein oder auch nicht.
    Augenscheinlich waren die Krimm und die Russische Schwarzmeerflotte nun mal unzertrennbar.

    Augenscheinlich ist Türkei in Syrisch Kurdische Gebiete einmarschiert und führt einen unbegründeten und blutigen Krieg. Die Kurden sollten sich wehren und jeden türkischen unnutz Invasoren Soldaten bis im Grund und Boden begleiten.

  8. #838
    Avatar von berliner

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    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    So wie du alles hier beschreibst (auch in den früheren Beiträgen), scheint es ziemlich logisch und passt auch gut zu meinen Eindrücken. Welche Quellen für Kosovo hast du vorwiegend benutzt?
    Verschiedene englische und deutsche, die man über Google findet. Aber die große Klammer sozusagen sind für mich die Dokus der BBC. Es gibt eine die unmittelbar nach den Jugoslawienkriegen bis 1995 veröffentlicht wurde. Und eine, die nach dem Kosovokrieg gemacht wurde. Wie bei allen Quellen ist die Gefahr groß, dass hier Meinung verkauft wird. Zumal da Originaltöne mit Off-Sprecher Texten in schneller Folge aneinander gereiht werden (...was sie auch sehr spannend zum Anschauen macht). Aber die beiden Dokus halten mMn eine ganz gute Waage. Hier ist die Kosovo-Folge. Ab Minute 57 wird z.B. die Folge des ersten NATO Ultimatums beschrieben, mit den Reaktionen der serbischen Armee und den Aussagen der UCK:


  9. #839

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    Zitat Zitat von berliner Beitrag anzeigen
    Verschiedene englische und deutsche, die man über einen Google Suche findet. Aber die große Klammer sozusagen sind für mich die Dokus der BBC. Es gibt eine die unmittelbar nach den Jugoslawienkriegen bis 1995 veröffentlicht wurde. Und eine, die nach dem Kosovokrieg gemacht wurde. Wie bei allen Quellen ist die Gefahr natürlich groß, dass hier Meinung verkauft wird. Zumal da Originaltöne mit Off-Sprecher Texten in schneller Folge aneinander gereiht werden (...was sie auch sehr spannend zum Anschauen macht). Aber die beiden Dokus halten mMn eine ganz gute Waage. Hier ist die Kosovo-Folge. Ab Minute 57 wird z.B. die Folge des ersten NATO Ultimatums beschrieben, mit den Reaktionen der serbischen Armee und den Aussagen der UCK:

    Ja, diese über die Jugoslawien-Kriege bis 1995 habe ich schon gesehen. Nicht aber diese für den Kosovo-Krieg. Das werde ich tun.

  10. #840
    Avatar von GOJIM

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    Zitat Zitat von berliner Beitrag anzeigen
    Da verstehst du mich falsch. Aus Sicht der UCK war der NATO Eingriff gewünscht und somit waren sie erfolgreich. So wie die Russen auf der Krim. Meine persönliche Beurteilung ist aber eine andere. Ich hätte mir weder die russische Intervention auf der Krim gewünscht, noch den Angriff der NATO auf Serbien. Jedenfalls wenn die Beweislage so spärlich ist, dass wirklich eine große Katastrophe bevor stand.

    Willst du die massaker und ethnischen säuberungen der Çetniks an Albanern leugnen??

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