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Neun Festnahmen wegen Kriegsverbrechens im Kosovo

Erstellt von Fushe Kosove, 13.03.2010, 12:49 Uhr · 52 Antworten · 2.972 Aufrufe

  1. #1
    Fushe Kosove

    Neun Festnahmen wegen Kriegsverbrechens im Kosovo

    In Belgrad sind am Freitag neun Angehörige einer früheren serbischen Milizeinheit festgenommen worden, denen eines der schwersten im Kosovo verübten Kriegsverbrechen angelastet wird. Der Sender "B-92" berichtete am Samstag, dass die Festnahme von Angehörigen der ehemaligen Milizeinheit "Schakale" noch im Gang sei.

    Ihr Befehlshaber Nebojsa Minic war im Auftrag des UNO-Tribunals für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien (ICTY) 2005 in Argentinien festgenommen worden und vor der Auslieferung an das Haager Gericht gestorben. Die Milizeinheit, die sich laut einigen Medienberichten aus kosovarischen Serben zusammensetzte und im Rahmen der serbischen Polizeieinheiten wirkte, hatte am 14. Mai 1999 im Dorf Cuska unweit der westkosovarischen Stadt Pec mehr als 40 albanische Zivilisten - Männer und Jugendliche - ermordet. Nach dem Massaker wurde das Dorf niedergebrannt.
    Die Motive für die Tat blieben unklar. Sie könnten aber damit zu tun haben, dass der damalige Befehlshaber der albanischen "Befreiungsarmee des Kosovo" (UCK) und spätere kosovarische Premier Agim Ceku aus Cuska gebürtig war. Bei dem Massaker wurden auch sein Vater Hasan und sein Bruder Kadri ermordet.
    Die serbische Sonderstaatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen bestätigte am Samstag die Einleitung von Ermittlungen gegen insgesamt 26 Personen, unter ihnen frühere Angehörige der "Schakale", Mitglieder von Einheiten der territorialen Verteidigung und von Polizei-Reserveeinheiten, im Zusammenhang mit dem Massaker von Cuska. Wie mitgeteilt wurde, sind die jüngsten Festnahmen Teil einer breiteren Polizeiaktion, die gegen Personen gerichtet sei, denen Morde an rund 200 Personen im Kosovo angelastet werden. Wegen Kriegsverbrechen im Kosovo wurden in Serbien bisher nur fünf Angehörige der Milizeinheit "Skorpione" verurteilt, die im März 1999 im nordkosovarischen Podujevo 14 Zivilisten ermordet hatten.

    Endlich wir mal was von der Serbischen Seite was gemacht.

  2. #2

    Registriert seit
    22.06.2009
    Beiträge
    534
    Zitat Zitat von Fushe Kosove Beitrag anzeigen
    In Belgrad sind am Freitag neun Angehörige einer früheren serbischen Milizeinheit festgenommen worden, denen eines der schwersten im Kosovo verübten Kriegsverbrechen angelastet wird. Der Sender "B-92" berichtete am Samstag, dass die Festnahme von Angehörigen der ehemaligen Milizeinheit "Schakale" noch im Gang sei.

    Ihr Befehlshaber Nebojsa Minic war im Auftrag des UNO-Tribunals für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien (ICTY) 2005 in Argentinien festgenommen worden und vor der Auslieferung an das Haager Gericht gestorben. Die Milizeinheit, die sich laut einigen Medienberichten aus kosovarischen Serben zusammensetzte und im Rahmen der serbischen Polizeieinheiten wirkte, hatte am 14. Mai 1999 im Dorf Cuska unweit der westkosovarischen Stadt Pec mehr als 40 albanische Zivilisten - Männer und Jugendliche - ermordet. Nach dem Massaker wurde das Dorf niedergebrannt.
    Die Motive für die Tat blieben unklar. Sie könnten aber damit zu tun haben, dass der damalige Befehlshaber der albanischen "Befreiungsarmee des Kosovo" (UCK) und spätere kosovarische Premier Agim Ceku aus Cuska gebürtig war. Bei dem Massaker wurden auch sein Vater Hasan und sein Bruder Kadri ermordet.
    Die serbische Sonderstaatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen bestätigte am Samstag die Einleitung von Ermittlungen gegen insgesamt 26 Personen, unter ihnen frühere Angehörige der "Schakale", Mitglieder von Einheiten der territorialen Verteidigung und von Polizei-Reserveeinheiten, im Zusammenhang mit dem Massaker von Cuska. Wie mitgeteilt wurde, sind die jüngsten Festnahmen Teil einer breiteren Polizeiaktion, die gegen Personen gerichtet sei, denen Morde an rund 200 Personen im Kosovo angelastet werden. Wegen Kriegsverbrechen im Kosovo wurden in Serbien bisher nur fünf Angehörige der Milizeinheit "Skorpione" verurteilt, die im März 1999 im nordkosovarischen Podujevo 14 Zivilisten ermordet hatten.

    Endlich wir mal was von der Serbischen Seite was gemacht.
    Hinrichten, diese Schweine!

  3. #3

    Registriert seit
    10.12.2009
    Beiträge
    1.478
    Das ist sehr erfreut.

    Aber es laufen noch weitere Kriegsverbrecher frei herum.

  4. #4

    Registriert seit
    12.03.2010
    Beiträge
    12
    Fakes sterben früh

    Lopov

  5. #5

    Registriert seit
    04.03.2010
    Beiträge
    18.841
    Das muss niemand lesen.

  6. #6

    Registriert seit
    18.03.2008
    Beiträge
    20.935
    Jede weitere Festnahme ist ein Fortschritt für Serbien

  7. #7
    Avatar von Arbanasi

    Registriert seit
    14.10.2009
    Beiträge
    6.534
    Für wie Lang/kurz werden die eingesperrt?
    Solange es Serbische "Richter" entscheiden, werdens bestimmt nicht mehr als 15 Jahre... wenn überhaupt
    Mal sehen^^

  8. #8
    Prizren
    Todesstrafe!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1

  9. #9
    Posavac
    Wie sofort alle rumheulen, seid froh dass sie überhaupt festgenommen wurden

  10. #10
    Avatar von Franko

    Registriert seit
    06.01.2007
    Beiträge
    3.128
    Das Massaker von Qyshk im Kosovo


    In Serbien wurden offenbar neun mutmassliche Kriegsverbrecher von der Polizei festgenommen. Sie sollen in Qyshk in der Nähe von Peja albanische Zivilisten ermordet und ihre Häuser geplündert haben.

    Was geschah damals in Qyshk?






    Qyshk ist ein kleines Dorf im Westen des Kosovo, mit nur 200 Häusern und 700 Einwohnern. Es liegt nur wenige Kilometer entfernt von der Stadt Peja. Damals, vor 11 Jahren, drangen rund 100 serbische Polizisten und Militäreinheiten in dieses kleine Dorf ein und richteten innerhalb weniger Stunden ein Blutbad an, das das albanische Volk niemals vergessen sollte.

    Wir schreiben den 14. Mai 1999. Es ist früh Morgens, die Sonne geht grade über das kleine Dorf Qyshk auf. Es ist im Gegensatz zu den anderen Dörfern im Umkreis bisher von den Übergriffen der serbischen Polizei verschont geblieben. Doch an diesem Tag reißen Schüsse die Bewohner aus dem Schlaf. Unter ihnen die damals 27-Jährige Lule, die mit ihrer Familie im Zentrum von Qyshk lebte.

    "Ich ging raus, so wie ich war, im Schlafanzug", erinnert sie sich. "Ich sah einen Mann aus unserem Dorf, der rannte. Ich sah auch Rauch und Feuer. Die Nachbarn sagten mir, dass die Serben morden und alles in Brand setzen... sodass ich wieder ins Haus ging und meine Eltern, meinen Onkel und die Kinder weckte."

    Der Angriff auf das unbewaffnete Dorf war Tage zuvor genauestens geplant und durchdacht worden. "Die Soldaten hatten bemalte Gesichter, einige von ihnen trugen auch Tücher zur Maskierung", erzählt Akif, während sich der 57-Jährige Bauer an die Tage des Grauens erinnert. "Sie hatten verschiedene Uniformen an - einige die der serbischen Polizei und die anderen der Jugoslawischen Armee."

    Einige Menschen versuchten zu fliehen, die Mehrheit von ihnen wurde auf der Flucht erschossen. Die serbische Polizei ging von Haus zu Haus und holten die Älteren, Männer, Frauen und Kinder heraus. Dabei erschossen sie auf der Stelle Frau und Kind eines Albaners, ihn nahmen sie mit.

    "Sie brachten uns zu dem Friedhof des Dorfes", erzählt Akifi weiter. "Sie trennten die Frauen von den Männern. Männer, bei denen sie dachten, dass sie in ihrem Alter, ein Gewehr in die Hand nehmen und sich verteidigen konnten. Danach fingen sie an die Häuser anzuzünden [...]."

    Die Männer wurden umzingelt. "Sie teilten uns Männer in drei Gruppen auf und führten uns weiter. Wir waren 12 in meiner Gruppe. Sie brachten uns in das Haus eines Nachbarn und stellten uns in eine Linie an die Wand des Wohnzimmers." Das machten sie auch mit den beiden anderen Gruppen, die sie jeweils in ein anderes Haus sperrten.

    Zuerst wurden sie verhört, in der Hoffnung Informationen über die UÇK zu erhalten. Danach hielten sie einigen Männern die Waffen an die Köpfe. "Ein Soldat kam zur Tür herein", erzählt Akif mit ruhiger Stimme weiter, "und er sagte: 'Im Namen Serbiens seid ihr alle hingerichtet'. Daraufhin wurde das Feuer eröffnet."

    Akif wurde am Oberschenkel getroffen, doch die Leiche seines Bruders und eines Nachbarn retteten ihm das Leben, indem sie ihn unter sich begruben. Die leblosen Körper wurden mit Benzin überschüttet, um sie anzuzünden. Damit sollten die stichhaltigsten Beweise vernichtet werden: die Leichen.

    Wie durch ein Wunder konnte Akif durch ein Fenster entkommen und floh zu einem Waldstück, wo er stundenlang ausharrte, in dem Wissen, dass er soeben eines der grausamsten Massaker im Kosovo überlebt und viele seiner Familienangehörige und Freunde verloren hatte.

    An dem gleichen Tag hatte die serbische Polizei auch zwei Nachbardörfer angegriffen, Pavlan und Zahaq, wo insgesamt 72 Albaner ermordet wurden.


    An dem Massaker von Qyshk nahmen teil:

    * Die Formation "Frenki", eine Kommandoeinheit, die nach ihrem Kommandanten Franko Simatovic, kurz Frenki, benannt wurde. Die Kommandoeinheit war Teil der Spezialkräfte für staatliche Sicherheit in Serbien, die auch unter dem Namen "Crvene beretke" (dt. Rote Barette) bekannt ist.
    * "Operativna Grupa" oder kurz "OPG" (dt. Operationsgruppe), eine Eliteeinheit der serbischen Polizei, dessen Mitglieder sich stolz "Magla" (dt. Nebel) nannten, weil sie nach ihren Angriffen niemals Spuren hinterliessen. Die OPG soll ihre Befehle von dem höchsten General des Innenministeriums Serbiens erhalten haben. Basierend auf Zeugenaussagen einiger serbischer Quellen, haben Mitglieder der OPG auch an weiteren Massakern im Kosovo teil genommen, unter anderem in Abri të Ulët, in Reçak, in Pavlan und in Zahaç.
    * Die paramilitärische Snipereinheit "Munja" (dt. Blitz) der dritten "jugoslawischen" Armee, die unter direktem Befehl des Generalchefs der serbischen dritten Armee gestanden haben soll. "Munja" wird in einem Bericht der Organisation "Human Rights Watch" als "eine merkwürdige Mischung aus Polizei, Kriminellen und selbsternannten Patrioten (vollständig unter Kontrolle der Armee und Polizei), die von den Serben für ihre Auseinandersetzungen mit der UCK und unerbittlichen Angriffen auf die albanische Zivilbevölkerung als Legendär betrachtet wurden", beschrieben.




    In Qyshk wurden hauptsächlich Männer im Alter von 19-69 Jahren massakriert. Das Dorf zählt 42 Tote, ermordet durch die machtpolitische Hand des serbischen Staates.



    Eine Frau, deren Mann und zwei Söhne hingerichtet wurden, legte sich in einer Gedenkfeier mit ihrem Körper über das Grab und wiederholte immer und immer wieder: "Ich sollte bei euch sein."

    An einem warmen Tag im Mai 1999, in einem Land in Europa, blutete und brannte ein kleines Dorf eines unterdrückten, aber unnachgiebigen Volkes.




    Das Massaker von Qyshk im Kosovo













    .

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