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Prizren - Anfang der Erneuerung der serbischen Altstadt (Potkaljaja)

Erstellt von -BS-, 08.02.2012, 09:05 Uhr · 67 Antworten · 6.599 Aufrufe

  1. #1

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    Daumen hoch Prizren - Anfang der Erneuerung der serbischen Altstadt (Potkaljaja)

    Mein Herz blüht auf als ich diese Nachricht gelesen habe, jedoch hab ich noch zweifel ob sie wirklich realisiert wird bis ich es nicht sehe. Ich hoffe das alle Serben die keinem was getan haben zurück kehren können, und zusammen mit den anderen Prizrenci (Albaner/Türken und Bosniaken) dort frei leben können. Prizren ohne Serben das wäre wie Prizren ohne Albaner/Türken. Alle drei Völker prägen diese Stadt, alle drei Völker haben fantastische Bauten hinterlassen die diese Stadt ausmachen.


    PRIZREN – ANFANG DER ERNEUERUNG DER SIEDLUNG POTKALJAJA
    21.01.12



    Schon seit Jahren spricht man über die Rückkehr der Serben in die alte Siedlung Potkaljaja in Prizren, in Kosovo und Metohija, welche Albaner 1999 und 2004 zerstört haben, nachdem sie alle Serben von dort vertrieben hatten. Viel Zeit wurde verschwendet und Gelegenheiten wurden verpasst, aber man kam nicht weiter als Planen. Für die Serben, die sehnsüchtig in ihre Stadt zurückkehren möchten, erschien ein Funken Hoffnung als die britische Regierung die Absicht verlautbart hat, die Erneuerung von etwa 15 serbischen Häusern in dieser Siedlung zu finanzieren. Vertreter von etwa 10 Flüchtlingsfamilien haben die Ruinen ihrer Häuser besucht und sich vor Ort von den Möglichkeiten der Rückkehr überzeugt. Ihnen wurde gesagt, dass die Arbeiten an der Räumung der Grundstücke im März anfangen werden. Vor Ort war unsere Reporterin Snezana Milosevic.

    Die Siedlung Potkaljaja ist den Worten von alten Einheimischen in Prizren ein Spiegel der alten kaiserlichen Stadt des Kaisers Dusan am Fluss Bistrica. Bis 1999 lebten hier nur Serben, und heute, 13 Jahre nach dem Pogrom sind Zeugen ihres Lebens in Potkaljaja, einer Siedlung in der unmittelbaren Nähe des Stadtzentrums, nur zerstörte und niedergebrannte Häuser. Mit Tränen in den Augen Besuchten die einstigen Bewohner von Potkaljaja, die zurückkehren möchten, das, was von ihren Heimen übriggeblieben ist. Enge Durchgänge, die mit Erde zugeschüttet sind, deuten darauf hin, dass es dort, nicht so lange her, Straßen gab – Aca Markovic, Vladimir Nazor… Mit viel Mühe sind viele von den potenziellen Rückkehrern zu ihren Häusern gekommen, die von völlig verwilderten Pflanzen und Unkraut umzingelt sind, oder teilweise völlig dem Erdboden gleich gemacht wurden.
    Mitglieder der Kommission, die für die Erneuerung zuständig ist, haben in Anwesenheit der Besitzer die Häuser gekennzeichnet, die in der ersten Phase der urbanen Rückkehr der Serben nach Prizren erneuert werden. „Seit mehr als einem Jahrzehnt dauert der Kampf, dass unsere Häuser erneuert werden, und dass wir nach Prizren zurückkehren“, sagt Trajko Semic, Vertreter der Serben aus Potkaljaja. „Uns wird seit Jahren gesagt, dass man an dieser Frage arbeitet, und wir hoffen genau so viele Jahre, dass unsere Anträge erörtert und angenommen werden. Heute wird zum Glück von uns allen, die zurückkehren möchten, etwas zu dieser Frage konkret gemacht. Etwa dreißig von uns, die ihre Häuser nicht verkauft haben, können es kaum erwarten, hierher zurückzukehren – Sie wissen schon selbst wie schwer es ist in diesen Jahren Miete zu zahlen und unter einem fremden Dach zu leben. Wir hoffen dass neben der Erneuerung die lokalen Behörden auch ihr Versprechen realisieren werden, uns zu helfen, Jobs zu finden“, sagte Semic und betonte, dass die Rückkehrer mit Ungeduld warten, dass die Arbeiten beginnen, um in die Stadt zurückzukehren, in welcher sie geboren und, wie sie sagen, die schönsten Jahre verbracht haben.

    Die wenigen Serben in Prizren, etwa zwanzig, wie auch die Rückkehrer, die vor sechs Monaten in ihre erneuerten Heime im Rahmen des Projekts „Heilige Erlösung“ zurückgekehrt sind, und sich in der Nähe der Kirche des Hl. Georg befinden, sagten, dass sie möchten, dass die Flüchtlinge so schnell wie möglich zurückkehren. Ihr Wunsch ist es, wie sie sagen, dass man in der Stadt des Kaisers Dusan am Fluss Bistrica wie einst lebt. Wenn sie schon nicht gemeinsam mit den Albanern leben können, dann wenigstens miteinander.

    glassrbije.org - Prizren – Anfang der Erneuerung der Siedlung Potkaljaja

  2. #2

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    Vor 1999 lebten hier noch 10.000 Serben (davon die Hälfte in der eigentlichen Stadt), die sogenannte Altstadt Potkaljaja von Prizren (Dušan's Stadt) war ein rein serbisches Viertel, hier lebten authochtone Altprizrenci dessen Vorfahren noch vor der Ankunft der Osmanen/Albaner, zur Zeit des mittelalterlichen Carenreich Serbien hier hausten. 1999 und nochmal bei den Märzunruhen 2004 wurde die Altstadt von wütenden Albanern total zerstört, Heute leben noch eine Handvoll Serben in Prizren. Beten wir das sich dies ändert und die Unschuldigen in ihre Häuser zurück können.

    Nach der Erneuerung sollte die serbische Altstadt von Prizren zum UNESCO Erbe erklärt werden.


    Altstadt Häuser







    Dušan's Kirche sveti Spas (1330)



    Die kleiner Kirche der Altstadt, sveti Nikola



    Dušan's Stadt, die Festung überhalb der Altstadt wurde einst von den Römern erbaut, von Kaiser Dušan nochmal erweitet, sie diente als seine Residenz. Links von der Festung sehen wir die Ruinen seiner Grabstätte das Erzengelkloster, rechts die Altstadt. Die Sinan Pascha Moschee rechts wurde von den Marmorsteinen des zerstörten Erzengelkloster links erbaut, der osmanisch-albanische Pascha Sinan wollte so seine Macht und Stärke demonstrieren.

  3. #3

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    Was serbische Kultur angeht hat keine Stadt auf dem Balkan mehr vorzuweisen, nicht nur serbische, Prizren ist ein Paradies für Geschichtsfreaks, hier kann man einiges sehen.

    Serbische UNESCO Kirche Bogorodica Ljeviska, wurde von innen leider stark beschädigt, zuletzt bei den März Unruhen 2004. Gestiftet und erbaut von König Milutin (1306), unter ihm stieg Prizren zum wirtschaftlichen Zentrum auf.



    Erzengel Kloster auf der anderen Seite der Festung am Fluss Bistriva (1346), diente als Grabstätte von Kaiser Dušan



    Serbische Felsenkloster Koriša (13 Jh.), 5 km von Prizren






    Doch keiner prägte Prizren so sehr wie unser Kaiser Dušan "Der Gewaltige".


    Stefan Uroš IV. Dušan

    Stefan Uroš IV. Dušan der Gewaltige (serb. Silni), auch Stefan Dušan oder Nemanjitsch IX. genannt, (* 1308; † 1355) war Herrscher von Serbien und regierte von 1331 bis 1355.
    Ihm folgte sein Sohn Stefan Uroš V., genannt „der Schwache“, auf den serbischen Thron.



    Stephan Dušan stammte aus dem serbischen Adelshaus der Nemanjiden, welches 1192 zur Herrschaft kam. Von daher wurde er auch Nemanjitsch IX. genannt. Er regierte 1331 bis 1355 und war zu seiner Zeit der mächtigste König im südöstlichen Europa. Er hatte sich ausgezeichnet als Feldherr, Regent und Gesetzgeber. Hauptstadt seines Reiches war Prizren, ab 1345 Skopje. Seine Epoche gilt heute als Goldenes Zeitalter Serbiens.

    1308 geboren als Sohn von Stefan Uroš III. Dečanski und Theodora Smilets von Bulgarien

    1331 usurpierte er den Thron von seinem Vater und erhob sich, unterstützt von Adligen, selbst zum König von Serbien. Am 8. September krönte er sich in Skopje.

    1332 Heirat mit Jelena, der Schwester von Zar Ivan Asen Alexander von Bulgarien

    1345 Erhebung zum „Zar der Serben und Rhomäer“ in Skopje. Der Versuch, auch die byzantinische Krone zu erlangen, scheiterte.

    1355 auf dem Weg nach Konstantinopel verstorben

  4. #4
    Pejan
    leck mich.

  5. #5

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    Zitat Zitat von Pejan Beitrag anzeigen
    leck mich.
    Wenn Serben mal ihre Kultur vorstellen wollen dann heisst es gleich leck mich, wehe aber einer sagt was gegen dein Dukajin Mugadjin in der Osmanenzeit. Warum kann man nicht einfach wieder zusammen leben, die Serben sehen Prizren genauso wie der Albaner als ihre Heimat.

    Werde mir hier auch ein kleines Häuschen kaufen, wo ich immer Urlaub machen kann für paar Tage wenn ich mein Kosovo besuche. Vielleicht sogar in der Altstadt, dazu muss die Lage jedoch ruhiger werden.

    PRIZREN MIT ABSTAND NO.1 IM KOSOVO, sofern man es als Serbien sieht sogar die Kulturstadt Serbiens schlecht hin.

    Tungi

  6. #6
    Avatar von H3llas

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    Zitat Zitat von -BS- Beitrag anzeigen
    Vor 1999 lebten hier noch 10.000 Serben (davon die Hälfte in der eigentlichen Stadt), die sogenannte Altstadt Potkaljaja von Prizren (Dušan's Stadt) war ein rein serbisches Viertel, hier lebten authochtone Altprizrenci dessen Vorfahren noch vor der Ankunft der Osmanen/Albaner, zur Zeit des mittelalterlichen Carenreich Serbien hier hausten. 1999 und nochmal bei den Märzunruhen 2004 wurde die Altstadt von wütenden Albanern total zerstört, Heute leben noch eine Handvoll Serben in Prizren. Beten wir das sich dies ändert und die Unschuldigen in ihre Häuser zurück können.

    Nach der Erneuerung sollte die serbische Altstadt von Prizren zum UNESCO Erbe erklärt werden.


    Altstadt Häuser







    Dušan's Kirche sveti Spas (1330)



    Die kleiner Kirche der Altstadt, sveti Nikola



    Dušan's Stadt, die Festung überhalb der Altstadt wurde einst von den Römern erbaut, von Kaiser Dušan nochmal erweitet, sie diente als seine Residenz

    diese haeuser sind sehr schon, wuerde man das alles top sanieren und schoene strassenlatternen erichten..waere es eine reise werd.

    touristen stehen voll auf sowas..!

    allgemein sowas kann eine stadt sehr attraktiv machen..

    so in etwa..

    Corfu-City


  7. #7

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    Zitat Zitat von H3llas Beitrag anzeigen
    diese haeuser sind sehr schon, wuerde man das alles top sanieren und schoene strassenlatternen erichten..waere es eine reise werd.

    touristen stehen voll auf sowas..!

    allgemein sowas kann eine stadt sehr attraktiv machen..

    so in etwa..
    Tja, wurde leider von unseren albanischen Zemos zunichte gemacht, das tut weh . Ich kann mir aber nicht vorstellen das dies alle Albaner gut finden, die mit Köpfchen wissen das sie da selber ein Touristenmagnet zerstört haben. Ich glaube viele Prizren Albaner hätten auch nichts dagegen wenn die alten Prizren Serben zurück kehren. Immerhin teilt man mehr oder weniger auch viele Gemeinsamkeiten. Wenn sie klug sind, helfen sie mit diese Altstadt zu erneuern.

    Als ich jetzt da war im Winter und sicherheitshalber fragte ob es gefährlich sei dort zu spazieren, sagte er mir.... i bre zemo ma idi slobodno mi smo svi ljudi, rat je proso. Es kam mir sogar vor als ob er erfreut war als er uns sah, nach dem Motto Touristen in Prizren egal ob Serbe, Deutscher oder Mongole. Trotzdem würd ich es (noch) als Serbe Nachts meiden dort zu spazieren, sofern man keine andere Sprache mächtig ist. Tagsüber geht schon klar mit ausländische Auto Kennzeichen, man kann auch auf serbisch fragen, man sollte jedoch vorher höfflich fragen ob er serbisch versteht, er (Albo) könnte dies sonst als Provokation sehen.

  8. #8
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von H3llas Beitrag anzeigen
    diese haeuser sind sehr schon, wuerde man das alles top sanieren und schoene strassenlatternen erichten..waere es eine reise werd.

    touristen stehen voll auf sowas..!

    allgemein sowas kann eine stadt sehr attraktiv machen..

    so in etwa..





    Prizren ist wunderschön, aber wenn dann die neuen Laternen von Hellas eingerichtet sind, komm ich auch

  9. #9
    Avatar von Mbreti Bardhyl

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    Zitat Zitat von -BS- Beitrag anzeigen
    Wenn Serben mal ihre Kultur vorstellen wollen dann heisst es gleich leck mich, wehe aber einer sagt was gegen dein Dukajin Mugadjin in der Osmanenzeit. Warum kann man nicht einfach wieder zusammen leben, die Serben sehen Prizren genauso wie der Albaner als ihre Heimat.

    Werde mir hier auch ein kleines Häuschen kaufen, wo ich immer Urlaub machen kann für paar Tage wenn ich mein Kosovo besuche. Vielleicht sogar in der Altstadt, dazu muss die Lage jedoch ruhiger werden.

    PRIZREN MIT ABSTAND NO.1 IM KOSOVO, sofern man es noch als Serbien sieht sogar die Kulturstadt Serbiens schlecht hin.

    Tungi
    Ihr wolltet nicht zusammen leben.

  10. #10

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    Zitat Zitat von Mbreti Bardhyl Beitrag anzeigen
    Ihr wolltet nicht zusammen leben.
    Deine Verallgemeinerung ist doch Quack. Zum Streit gehören immer zwei und du weisst genau das dieser Konflikt nicht erst seit den 90ern exestiert. Denke viele Serben wie Albaner wollten nicht das es so kommt. Mir selber hat es spass gemacht mich mit den Albanern in Prizren zu unterhalten, ich hoffe wir finden wieder schnell zusammen wie auch immer das aussehen mag.

    Kommst du mir mit Milosevic komm ich die mit Nazi Albanien und Osmanische Besatzung. Daher du siehst es nützt nichts. Kann dir/euch genauso gut vorwerfen das ihr die Serben im Kosovo mit der Hilfe der Osmanen & Hitler von 98% (ca. 1450) auf Heute 5-7% (2012) ausradiert habt.

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