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"Die Propaganda aus Serbien ist am schlimmsten"

Erstellt von rockafellA, 18.02.2009, 00:51 Uhr · 41 Antworten · 2.988 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    13.10.2008
    Beiträge
    7.453

    "Die Propaganda aus Serbien ist am schlimmsten"

    Serbische Rückkehrer im Kosovo "Die Propaganda aus Serbien ist am schlimmsten"

    54 Staaten haben das Kosovo seit seiner Unabhängigkeitserklärung vor einem Jahr anerkannt. Serbien gehört nicht dazu. Doch im Alltag arrangieren sich die Serben und Kosovo-Albaner miteinander - so auch im Dorf Vidanje.
    Von Andrea Mühlberger, ARD-Hörfunkstudio Südosteuropa
    Ruinen verlassener Häuser, brach liegende Felder, Militärjeeps und Wachsoldaten der internationalen Schutztruppe KFOR: Das Dorf Vidanje bei Klina, im mittleren Westen Kosovos, ist ein typisches Beispiel für die Alltagswelt der serbischen Minderheit in der Region. Vor zehn Jahren lebten hier rund 570 serbische Familien. Nach dem Krieg zwischen Serben und Kosovo-Albanern begann der Exodus. Gerade mal 30 Häuser sind heute noch von Serben bewohnt. In der Regel einsame, ältere Menschen, die nicht wissen, wo sie sonst unterkommen sollten.
    [Bildunterschrift: Ob Vidanja oder - wie hier - Gracanica: Die Alltagssituation für die Serben im Kosovo ähnelt sich. ]

    "Was erzählt wird, entspricht oft nicht der Realität"

    Der Bauernhof der Familie Kostic, die zwei schulpflichtigen Töchter hat, ist eine erfrischende Ausnahme in dieser ländlichen Tristesse. Vor fünf Jahren beschloss die vierköpfige Flüchtlingsfamilie, nach Vidanje zurückzukehren, ihr verlassenes Haus wieder aufzubauen und noch einmal (fast) von vorne anzufangen.
    Die Jahre davor waren sie bei Verwandten provisorisch untergebracht. Schon weil sie jetzt wieder ihr eigenes Heim haben, war es für die 34-jährige Mutter Dragana die einzig richtige Entscheidung: "Ich konnte den Zeitpunkt unserer Rückkehr kaum erwarten. Auch unseren Nachbarn ging es so. Mein Mann stammt aus Vidanje. Wir haben hier unsere Familie gegründet. Natürlich gab es auch schwierige Momente. Aber am schlimmsten ist diese Propaganda aus Serbien. Was dort erzählt wird, entspricht oft nicht der Realität hier."
    Analyse: Der Präzedenzfall Kosovo Krieg und Spannungen - was der Unabhängigkeit des Kosovo folgte. [mehr] Das Leben in Vidanje sei sogar besser geworden, seit die Albaner die Unabhängigkeit ausgerufen haben, erklärt die Serbin. Auf politischer Ebene führt zwar weiter kein Weg zusammen. Doch unter den Dorfbewohnern habe sich das Verhältnis entspannt, behauptet zumindest Dragana Kostic: "Bis vor ein, zwei Jahren konntest du nicht mal alleine zum Markt gehen - es gab da irgendwelche unnötigen Ängste. Kontakte zu Albanern hatte ich schon, bevor sie die Unabhängigkeit ausgerufen haben. Einige aus dem Dorf, die deshalb Bedenken hatten, bewegen sich jetzt freier."
    Rückkehr und Aufbruch

    Auch die Kostic' mussten nach ihrer Rückkehr ins Kosovo einige Rückschläge hinnehmen. Diebstähle zum Beispiel. Aber die passieren auch Albanern, sagt die Bäuerin. Ansonsten kommt die Familie mit ihrer Ferkel- und Bullenzucht gut über die Runden. Und einem Lebensmittelladen mit kleiner Gaststube, in der sich abends die serbischen Nachbarn treffen.
    Heute sitzen sie schon mittags zusammen. Eine serbische Hilfsorganisation will die Rückkehrer zum Bleiben bewegen. Es wäre Geld da für verschiedene Projekte im Landwirtschaftsbereich oder für einen Kinderspielplatz, erklärt die Projektleiterin. Voraussetzung sei, dass Serben und Albaner einen gemeinsamen Dorfrat gründen.
    Dragana Kostic hätte damit kein Problem. Negativ für das Dorfleben sind aus ihrer Sicht serbische Nachbarn, die Haus und Boden verkaufen: "Solche Menschen gefährden uns, die wir bleiben wollen. Sie interessieren sich weder für Enkelkinder, Kinder oder Nachbarn. Ich bedauere wirklich, dass diesen Serben ihre Häuser erneuert werden. Sie schwören, dass sie bleiben wollen. Aber sobald ihr Haus wieder aufgebaut ist, verkaufen sie. Traurig…“
    Hintergrund: Kosovo Daten und Fakten zur südserbischen Provinz [mehr] Bleiben - unter allen Umständen

    Laut Dragana sind es nur noch fünf, sechs serbische Familien, die wie die Kostic' zurückgekehrt sind und unter allen Umständen im Kosovo bleiben wollen. Doch wenn alle anderen Serben das Dorf verlassen, werden auch diese Familien gehen müssen, befürchtet Dragana. Dabei hatten sie sich am Tag, als die Kosovo-Albaner ihre Unabhängigkeit von Serbien ausriefen, geschworen, fest zusammenzuhalten: "Wir waren uns einig, dass wir bis zum letzten Augenblick bleiben werden. Erst wenn sie uns wieder das Gewehr an den Kopf gehalten hätten, hätten wir hier wieder alles verlassen.“
    Viele Kosovo-Flüchtlinge kehren nicht zurück

    Soweit ist es nicht gekommen. "Die Albaner im Dorf sind jetzt sogar besonders freundlich", meint die Serbin. Doch ein gewisses Unbehagen kann auch sie nicht verbergen. Was Dragana seit der Unabhängigkeit frustriert, sind ihre serbischen Landsleute, die das Kosovo schon aufgeben haben. Nach Angaben des Internationalen Flüchtlingshilfswerks UNHCR haben seit der einseitigen Ausrufung der Unabhängigkeit am 17. Februar 2008 rund 300 serbische Kosovo-Flüchtlinge ihre Rückkehr beantragt. Wirklich zurückgekommen und geblieben sind etwa ein Dutzend.

  2. #2

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630


    solltest du Kernphysik studiert haben, so weißt du auch, wie man Kernkraftgegner und ihre Kritikbereitschaft ausschaltat:

    Man lädt sie in ein Kernkraftwerk ein,
    dort können sie sich überzeugen,
    daß alles blitzeblank und sauber ist,
    keine Spur der Gefahr der Radioaktivität.



    InDeppenDance

  3. #3
    Avatar von CoolinBan

    Registriert seit
    16.05.2006
    Beiträge
    3.526
    also heute habe ich schon alles was es gibt über den kosovo gehört. ^^

  4. #4
    pqrs
    Wieso es ist amerikanische Propaganda seitens der Uncle Sam.


    CCCC

  5. #5
    Avatar von Peyo

    Registriert seit
    10.03.2008
    Beiträge
    9.537

    "Die Propaganda aus Serbien ist am schlimmsten"

    "Die Propaganda aus Serbien ist am schlimmsten"

    54 Staaten haben das Kosovo seit seiner Unabhängigkeitserklärung vor einem Jahr anerkannt. Serbien gehört nicht dazu. Doch im Alltag arrangieren sich die Serben und Kosovo-Albaner miteinander - so auch im Dorf Vidanje.

    Ruinen verlassener Häuser, brach liegende Felder, Militärjeeps und Wachsoldaten der internationalen Schutztruppe KFOR: Das Dorf Vidanje bei Klina, im mittleren Westen Kosovos, ist ein typisches Beispiel für die Alltagswelt der serbischen Minderheit in der Region. Vor zehn Jahren lebten hier rund 570 serbische Familien. Nach dem Krieg zwischen Serben und Kosovo-Albanern begann der Exodus. Gerade mal 30 Häuser sind heute noch von Serben bewohnt. In der Regel einsame, ältere Menschen, die nicht wissen, wo sie sonst unterkommen sollten.

    "Was erzählt wird, entspricht oft nicht der Realität"

    Der Bauernhof der Familie Kostic, die zwei schulpflichtigen Töchter hat, ist eine erfrischende Ausnahme in dieser ländlichen Tristesse. Vor fünf Jahren beschloss die vierköpfige Flüchtlingsfamilie, nach Vidanje zurückzukehren, ihr verlassenes Haus wieder aufzubauen und noch einmal (fast) von vorne anzufangen.
    Die Jahre davor waren sie bei Verwandten provisorisch untergebracht. Schon weil sie jetzt wieder ihr eigenes Heim haben, war es für die 34-jährige Mutter Dragana die einzig richtige Entscheidung: "Ich konnte den Zeitpunkt unserer Rückkehr kaum erwarten. Auch unseren Nachbarn ging es so. Mein Mann stammt aus Vidanje. Wir haben hier unsere Familie gegründet. Natürlich gab es auch schwierige Momente. Aber am schlimmsten ist diese Propaganda aus Serbien. Was dort erzählt wird, entspricht oft nicht der Realität hier."

    Das Leben in Vidanje sei sogar besser geworden, seit die Albaner die Unabhängigkeit ausgerufen haben, erklärt die Serbin. Auf politischer Ebene führt zwar weiter kein Weg zusammen. Doch unter den Dorfbewohnern habe sich das Verhältnis entspannt, behauptet zumindest Dragana Kostic: "Bis vor ein, zwei Jahren konntest du nicht mal alleine zum Markt gehen - es gab da irgendwelche unnötigen Ängste. Kontakte zu Albanern hatte ich schon, bevor sie die Unabhängigkeit ausgerufen haben. Einige aus dem Dorf, die deshalb Bedenken hatten, bewegen sich jetzt freier."

    Rückkehr und Aufbruch

    Auch die Kostic' mussten nach ihrer Rückkehr ins Kosovo einige Rückschläge hinnehmen. Diebstähle zum Beispiel. Aber die passieren auch Albanern, sagt die Bäuerin. Ansonsten kommt die Familie mit ihrer Ferkel- und Bullenzucht gut über die Runden. Und einem Lebensmittelladen mit kleiner Gaststube, in der sich abends die serbischen Nachbarn treffen.
    Heute sitzen sie schon mittags zusammen. Eine serbische Hilfsorganisation will die Rückkehrer zum Bleiben bewegen. Es wäre Geld da für verschiedene Projekte im Landwirtschaftsbereich oder für einen Kinderspielplatz, erklärt die Projektleiterin. Voraussetzung sei, dass Serben und Albaner einen gemeinsamen Dorfrat gründen.
    Dragana Kostic hätte damit kein Problem. Negativ für das Dorfleben sind aus ihrer Sicht serbische Nachbarn, die Haus und Boden verkaufen: "Solche Menschen gefährden uns, die wir bleiben wollen. Sie interessieren sich weder für Enkelkinder, Kinder oder Nachbarn. Ich bedauere wirklich, dass diesen Serben ihre Häuser erneuert werden. Sie schwören, dass sie bleiben wollen. Aber sobald ihr Haus wieder aufgebaut ist, verkaufen sie. Traurig…“

    Bleiben - unter allen Umständen

    Laut Dragana sind es nur noch fünf, sechs serbische Familien, die wie die Kostic' zurückgekehrt sind und unter allen Umständen im Kosovo bleiben wollen. Doch wenn alle anderen Serben das Dorf verlassen, werden auch diese Familien gehen müssen, befürchtet Dragana. Dabei hatten sie sich am Tag, als die Kosovo-Albaner ihre Unabhängigkeit von Serbien ausriefen, geschworen, fest zusammenzuhalten: "Wir waren uns einig, dass wir bis zum letzten Augenblick bleiben werden. Erst wenn sie uns wieder das Gewehr an den Kopf gehalten hätten, hätten wir hier wieder alles verlassen.“

    Viele Kosovo-Flüchtlinge kehren nicht zurück

    Soweit ist es nicht gekommen. "Die Albaner im Dorf sind jetzt sogar besonders freundlich", meint die Serbin. Doch ein gewisses Unbehagen kann auch sie nicht verbergen. Was Dragana seit der Unabhängigkeit frustriert, sind ihre serbischen Landsleute, die das Kosovo schon aufgeben haben. Nach Angaben des Internationalen Flüchtlingshilfswerks UNHCR haben seit der einseitigen Ausrufung der Unabhängigkeit am 17. Februar 2008 rund 300 serbische Kosovo-Flüchtlinge ihre Rückkehr beantragt. Wirklich zurückgekommen und geblieben sind etwa ein Dutzend.

  6. #6
    Avatar von Peyo

    Registriert seit
    10.03.2008
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    9.537
    So sehen es die meisten Serben im Kosovo ( bis auf den Norden)...

  7. #7

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    17.122
    Und was soll uns der Bericht sagen? Dass es einige wenige Familien gibt, die zurückkehren?

    Woher willst du wissen, wie die meisten denken?
    Und was meinst du denn, dass sie inmitten von Albanern "KS JE SRB" rufen?

  8. #8
    Avatar von KraljEvo

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    13.078
    Kannst du bitte noch die Quelle angeben ?

  9. #9
    Avatar von Peyo

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    9.537
    Zitat Zitat von KraljEvo Beitrag anzeigen
    Kannst du bitte noch die Quelle angeben ?

    aso sorry..


    Quelle:Reportage: Die serbischen Rückkehrer im Kosovo | tagesschau.de

  10. #10
    Avatar von Peyo

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    9.537
    Zitat Zitat von Idemo Beitrag anzeigen
    Und was soll uns der Bericht sagen? Dass es einige wenige Familien gibt, die zurückkehren?

    Woher willst du wissen, wie die meisten denken?
    Und was meinst du denn, dass sie inmitten von Albanern "KS JE SRB" rufen?

    Lese und du weist was sie denken....

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