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Protektorat Kosovo

Erstellt von Amphion, 16.02.2009, 22:42 Uhr · 578 Antworten · 27.007 Aufrufe

  1. #91
    Avatar von Molosi

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    Es wird gesagt"Nje budall e gjuan nje guri ne bunar 100 te menqur duhet qe ta nxjerrin,,
    "Ein doffer schmeist ein stein in brunen man braucht hundert schlauer das stein raus zu holen,,

  2. #92

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    Dienstag, 17. Februar 2009 09:00 Uhr

    Klose: Im Kosovo gibt es nur Ansätze einer staatlichen Ordnung

    Der stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Klose, hält die Situation im Kosovo auch ein Jahr nach der Unabhängigkeitserklärung für schwierig. Bisher seien dort lediglich Ansätze einer staatlichen Ordnung entstanden, sagte Klose im Deutschlandradio Kultur. Zudem gebe es unsaubere Geschäfte und kriminelle Machenschaften. Mit Blick auf den anhaltenden Widerstand der Serben gegen die Unabhängigkeit des Kosovo betonte der SPD-Politiker, eine Lösung der Konflikte in der Region sei nur im europäischen Kontext zu erreichen. Der Präsident des Kosovo, Sejdiu, warnte vor einer ethnischen Spaltung des Landes. Die Staatengemeinschaft müsse Druck auf die Regierung in Belgrad ausüben, damit diese die serbische Minderheit im Kosovo nicht länger als Geisel ihrer Politik behandele, sagte Sejdiu der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

    Quellenlink:
    Klose: Im Kosovo gibt es nur Ansätze einer staatlichen Ordnung - dradio.de

    -
    Der Logik aus dem in fetter Schrift gesetztem Text zu folgen ist sehr schwer zu folgen. Kosovo, rein faktisch weiterhin ein Teil des Staates Serbien, wird von einer Minderheit innerhalb des Staaes Serbien bekämpft, es erklärt sich einseitig und ohne UNO-Anerkennung für unselbständig.

    Zeitgleich, noch gar nicht als Staat seitens der UNO anerkannt, übt es bereits Druck auf die Minderheit der Bevölkerung, die in dem Gebilde lebt, welches von der ebenfalls Minderheit innerhalb des Gesamtstaates als unabhängig ausgerufenen Staates lebt, damit es sich von dem einseitig für unabhängig ausgerufenem Gebilde Kosovo nicht abspalte.

    Ein Schaustück erster Klasse?
    Also, wie wird es weitergehen?

  3. #93

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    Zitat Zitat von Lorik Beitrag anzeigen
    He he he, die Griechen wollen hallt iher Orthodoxen-Brüdern nur helfen...

    Ein hinterhältigeres wiederlicheres Volk als die Griechen kenne ich ehrlich gesagt nicht...

    Das nennt man Verallgemeinenerung und dafür bekommen Griechen eine Verwarnung.

    Gabs hier schon eine Warnung für dieses Posting? Würde mich nicht wundern, wenn es "übersehen" würde.

  4. #94

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    Welt: Kosovo-Anerkennung ein Fehler



    Ein Kommentar der bekannten Zeitung "Die Welt" vom 20.02.2008, als weitere Ansammlung der Pro- und Contra-Argumente.
    ----------------------------------------------------

    Kommentar

    Die Anerkennung des Kosovos ist ein Fehler

    Von Alan Posener 20. Februar 2008, 14:22 Uhr

    Das Kosovo anzuerkennen, birgt eine ganze Reihe geopolitischer Probleme. So ist etwa die territoriale Einheit diverser Staaten von Spanien bis zum Irak bedroht, deren ethnische Minderheiten sich in ihrem Unabhängigkeitsstreben bestätigt sehen. Vor allem aber droht eine weitere Spaltung der EU.

    Das Kosovo anzuerkennen, ist ein Fehler. Der mögliche Nutzen ist nicht zu erkennen, der sichere Schaden ist riesig. Zu den jetzigen Opfern dieser Anerkennung gehören – in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit: 1. Die Einheit der Europäischen Union. 2. Das Prinzip der internationalen Legitimität und damit die Autorität der Vereinten Nationen. 3. Deutschlands Sitz im Weltsicherheitsrat. 4. Russlands Kooperation in Sachen Iran. 5. Die serbische Hinwendung nach Europa.. 6. Die territoriale Integrität diverser Staaten.

    Um mit dem letzten Argument zu beginnen: Spanien und Zypern, Rumänien und Moldava, Bosnien-Herzegowina, Georgien, die Türkei und der Irak dürften sich jetzt fragen, wie lange es dauert, bis sich ihre unruhigen ethnischen Minderheiten auf das Vorbild Kosovo beziehen, um ihre Sezession zu rechtfertigen. (Die Türkei mag sogar darauf spekulieren, dass sich die Türken Nordzyperns für unabhängig erklären und sich dem Mutterland anschließen. Mit der gleichen Logik – und mit mehr Recht – könnten aber die Kurden einen eigenen Staat in Anatolien und Nordirak fordern.)

    Mit der Anerkennung des Kosovo haben wir eine Büchse der Pandora geöffnet. Warum sollen die Serben der bosnischen Teilrepublik Skrspsa weiterhin diesem ungeliebten Staatenverbund angehören und sich nicht Serbien anschließen? Mit welcher Logik wird der Westen den Russen entgegentreten, wenn sie russisch bewohnte Provinzen Georgiens und Moldawas zur Sezession ermuntern? Und so weiter und so fort.

    Was nun Serbien betrifft: Sicher hat die serbische Führung unter Slobodan Milosevic letztlich die jetzige Situation zu verantworten. Auf dem Amselfeld im Kosovo hat der Ex-Kommunist Milosevic 1989 sein großserbisches Projekt ausgerufen. Das Ergebnis ist das heutige Klein-Serbien. Durch den Versuch, das Kosovo ethnisch zu säubern und eine serbisch-christliche Herrschaft zu zementieren, hat Milosevic das Gewissen der Welt gegen sich aufgebracht und – was wichtiger ist – die Nato zum Eingreifen provoziert. Das Ergebnis ist die Zementierung der albanisch-muslimischen Vorherrschaft im Kosovo und die Marginalisierung der Serben. Milosevic verlor wenig später die Macht, das Kosovo wurde unter UN-Aufischt zu einem Protektorat der Europäischen Union. Das ist für die Serben schlimm genug.

    Man muss der Verletzung des serbischen Nationalstolzes nicht das Unrecht erpressten Aufteilung des Landes hinzufügen. Man muss das schon gar nicht wenige Wochen nach der Wahl eines pro-europäischen Präsidenten tun, der nun vor seinen Landsleuten völlig desavouiert dasteht. Wenn man Serbien weiter in die Arme Russlands treiben will, muss man nur so weiter machen.

    Vielleicht aber ist uns das Wohlwollen der Kosovo-Albaner wichtiger als die Freundschaft der Serben. Das wäre kurzsichtig. Vielleicht haben wir Angst, dass die Kosovo-Albaner ansonsten unseren Truppen, Polizisten und Beamten in der Provinz das Leben schwer machen würden. Das hieße, der Erpressung nachgeben.

    Vor allem aber – und damit sind wir beim vierten Argument gegen eine Anerkennung des Kosovos – bedeutet die Abtrennung der Provinz ein Schlag ins Gesicht Russlands, das sich als Schutzmacht Serbiens aufspielt, bereits wichtige Teile der serbischen Industrie aufgekauft hat und sich anschickt, der Europäischen Union auf dem Balkan Schwierigkeiten zu bereiten. Dieses geopolitische Pokern der Russen muss man nicht gutheißen. Man sollte es aber in Rechnung stellen. Wir brauchen Russlands Kooperation für Sanktionen gegen die nuklearen Ambitionen des Iran. Wir brauchen zumindest Russlands Stillhalten beim Aufbau eines US-Raketenschilds in Polen und Tschechien, das Europa vor der Erpressung durch den Iran immunisiert. Mittelfristig brauchen wir Russlands Akzeptanz eines Nato-Beitritts der Ukraine und Georgiens, langfristig wird über den Beitritt dieser Länder zur EU zu diskutieren sein. Alle diese Ziele sind wichtiger als die Unabhängigkeit des Kosovo.

    Gegen das Prinzip der Unantastbarkeit der Grenzen

    Was nun das zweite und dritte Argument gegen die Anerkennung des Kosovo betrifft: Einen Staat zu zerlegen, widerspricht dem Prinzip der Unantastbarkeit der Grenzen, die nach 1945 zu einem der Grundpfeiler der neugegründeten Vereinten Nationen geworden war. Für dieses Prinzip gibt es gute Gründe. Wird einmal jeder ethnischen, kulturellen oder sonstwie definierten Minderheit die Sezession gestattet, ist der Subversion und dem Zerfall der Nationalstaaten, die fast alle irgendwelche Minderheiten beherben, kaum eine Grenze zu setzen.

    Die USA haben unter Abraham Lincoln einen blutigen Krieg geführt, um die Sezession der Südstaaten zu beenden, mit der Begründung, dass nur ein starker, geeinter Staat dem Bürger seine Freiheiten garantieren kann. Lincoln wollte die Balkanisierung Nordamerikas verhindern. Nun betreiben die USA mit der übereilten Anerkennung des Kosovos die weitere Balkanisierung des Balkans. Das Prinzip der Unverletzlichkeit staatlicher Grenzen darf aber – wie das Prinzip, der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staats – nur durch Beschluss der internationalen Gemeinschaft außer Kraft gesetzt werden.


    Europa hat keine einheitliche Haltung

    Deutschland hat deshalb seinen Widerstand gegen den Irak-Krieg mit der fehlenden Autorisierung durch den UN-Sicherheitsrat begründet. Schon der Krieg gegen Serbien zur Rettung der Kosovaren 1999 war allerdings nicht durch den Sicherheitsrat gedeckt, aber damals konnte man sich wenigstens darauf berufen, es gehe darum, die geplante ethnische Säuberung der Kosovaren zu verhindern. Es war also Gefahr im Verzug – das Argument, auf das sich vier Jahre später später George W. Bush und Tony Blair mit Hinweis auf Saddams mutmaßliche Massenvernichtungswaffen beim Irak-Einmarsch beriefen. Man mag in beiden Fällen über die Haltbarkeit des Arguments denken, wie man will; hier und heute, in Bezug auf die Anerkennung des Kosovo, trägt es aber sowieso nicht. Wenn Deutschland das Votum des Sicherheitsrats so gering schätzt, darf es kaum damit rechnen, dass seine Ambitionen auf einen Sitz in diesem Gremium auf Gegenliebe stoßen.

    Das erste und wichtigste Argument gegen die Anerkennung des Kosovo lautet aber: sie ist ein Anschlag gegen Europa. Wie es aussieht, wird die Europäische Union keine einheitliche Haltung zur Kosovo-Frage entwickeln. Die Nationen, die jetzt mit der Anerkennung vorpreschen, riskieren also – nach dem Irak-Debakel – eine weiter Spaltung der Europäischen Union in einer wichtigen außenpolitischen Angelegenheit – ja, in einer Angelegenheit, die für die Union wichtiger ist als die Frage der Haltung zum Irak-Krieg: in der Frage der Neuordnung seines eigenen Balkan-Hinterhofs. Hier hat Europa in den 1990er Jahren schon einmal versagt. Man hätte gehofft, dass sich das nicht wiederholt. Vergeblich. Multilateralismus adé. Die Folgen dieser übereilten Dummheit werden wir noch lange zu spüren haben.

    Quellenlink:
    http://www.welt.de/meinung/article1699942/Die_Anerkennung_des_Kosovos_ist_ein_Fehler.html

  5. #95

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    Ausrufezeichen Kosovo-Albaner erklären Unabhängigkeit

    Kosovo-Albaner erklären Unabhängigkeit


    einen, etwas langen, Beitrag, zudem noch recht frisch, habe ich gelesen, den ich als weitere Diskussionsbasis einpflege.
    Hierin wird in Kürze die Entwicklung des Gebietes hervorgehoben.
    Bitte prüft selber, ob Einseitigkeit gegeben, und korrigiert ggf.
    -

    Kosovo-Albaner erklären Unabhängigkeit

    Knapp 8 1/2 Jahre nach dem Ende des Kosovo-Krieges erklärten die albanischen Zivilokkupanten mit dem heutigen Tag den Kosovo für unabhängig. Nominell gehört der Kosovo immer noch zu Serben, steht aber seit Kriegsende unter der Verwaltung der Vereinten Nationen, die seit jeher an einem albanischen Kosovo werkelten, obwohl UN-Resolution 1244 festschreibt, daß der Kosovo fester Bestandteil Serbiens ist. So sind im Parlament gerade einmal 10 von 120 Sitzen für Serben vorgesehen. Nachdem die meisten Serben während des Krieges vertrieben wurden, setzt sich die Bevölkerung nunmehr aus schätzungsweise 88% Albanern und 7% Serben zusammen. 53% der Fläche des Kosovo dient der Landwirtschaft und ist somit ein wichtiger Faktor in der Ernährung. Die im Kosovo ansässigen Albaner fühlen und fühlten sich nie als Serben und hatte von Beginn an kaum Interesse sich zu integrieren. Vergleiche mit türkischen Zivilokkupanten auf deutschem Boden sind rein zufällig.
    Seitdem der Kosovo in albanische Hände gelegt wurde, erhielt die Region rund 2 Milliarden Euro an Entwicklungshilfe. Dennoch ist es den Albanern bis dato nicht gelungen ein funktionierendes Wirtschaftssystem aufzubauen. Während die Region auf jährliche Importe von über 1 Milliarde Euro angewiesen ist, beträgt der Export nur wenige Millionen Euro. Nach Angaben des Finanzministeriums sind die Überweisungen durch die etwa 400.000 Kosovo-Albaner aus dem Ausland, vor allen Dingen aus Deutschland, höher als die im Kosovo erwirtschafteten Werte. Die Arbeitslosigkeit liegt bei etwa 50%.

    Die Unesco hat einen Gefahrenbericht zum Weltkulturerbe im Kosovo herausgegeben, da die Albaner nach und nach serbische Bauten, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen, zerstören. Die Serben siedelten im 10. Jahrhundert etwas nördlich des Kosovo und begründeten im 13. Jahrhundert einen serbischen Staat, zu dem auch das Kosovo gehörte. Im 15. Jahrhundert ging die Regierungshoheit an das Osmanische Reich über. Im Zuge dieser Übernahme begannen die Albaner sich auf dem Balkan auszubreiten, da die Albaner zum Islam konvertierten und dadurch von den Türken bevorzugt behandelt wurden.

    Viele Serben flöchten daraufhin in die Habsburger Monarchie, welche im 17. Jahrhundet die Türken zurückstieß und von den Serben als Befreier empfangen wurden. Mit dem Zerfall des Osmanischen Reiches, gründete sich im 19. Jahrhundert erneut ein serbischer Staat. Das Osmanische Reich versuchte weiterhin den Islam in Europa in Form der Albaner zu behalten, die in der Gegend um das Kosovo (das heutige Albanien) siedelten. Im Verlauf des Balkankrieges von 1912 fiel das Kosovo endgültig an Serbien.
    Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges revoltierte die albanische Bevölkerung gegen die serbische Regierung, was die Österreicher den Albanern damit dankten, daß die lokale Verwaltung unter österreichischer Besetzung an die Albaner übergeben wurde. Mit dem Ende des Krieges 1918 nahmen sich die Serben den Kosovo zurück. 1919 zogen die Albaner nach Paris um dort für einen Anschluß des Kosovo an Albanien zu plädieren. Da auf diesen Vorschlag nicht eingegangen wurde, beschränkten sich die Albaner auf das, was man heutzutage als Terroranschläge bezeichnet.

    1921 zogen die Albaner vor den Völkerbund um die Missachtung ihrer Menschen- und Minderheitenrechte zu beklagen, was jedoch ignoriert wurde. In den Folgejahren kam es zu einer starken von Serben in den Kosovo, die aber kurz darauf wieder abwanderten. Schuld daran gab die serbische Regierung der orientalischen Lebensweise der Albaner und des albanischen Widerstandes gegen die Serben. Infolgedessen begann die serbische Regierung unter Absprache mit der albanischen Regierung damit, ab 1937 die Umsiedlung der im Kosovo lebenden Albaner zu planen, was allerdings erst in den späten 40er Jahren teilweise umgesetzt wurde.
    Mit dem Ausbruch des zweiten Weltkrieg erteilte Italien den Albanern die Verwaltung über das Kosovo, die nun versuchten die serbische Bevölkerung zu vertreiben und zu unterdrücken. Nach dem Krieg einigten sich Albaner und Jugoslawen, daß der Kosovo zu dem neu-entstandenen Jugoslawien gehöre, was die Albaner wieder dazu veranlaßte, Terroranschläge gegen die serbische Bevölkerung zu verüben. Die Aufstände der Albaner konnten durch die kommunistische Partei jedoch problemlos niedergeschlagen werden.


    Ende der 40er Jahre begann die Kommunistische Partei mit der Vertreibung der Albaner in die Türkei, da sich Albanien partour weigerte, die Kosovo-Albaner aufzunehmen. Im Zuge des Wiederaufbaus des Kosovo zogen so viele Serben in die Gegend, daß es wirtschaftlich zu keinem Zeitpunkt möglich war das Bevölkerungswachstum mit einem Wachstum an Arbeitsplätzen zu decken, insofern schaffe es das Kosovo nie, eine ökonomisch selbstragende Provinz zu sein. Die übriggebliebenen Albaner begannen langsam, sich zu integrieren.

    Ab 1966 gewährte die Kommunistische Partei mehr Autonomie. Albanisch wurde die zweite Amtssprache des Kosovo und die Kommunistische Partei steckte viel Geld in die Förderung der albanischen Kultur, was schrittweise zu einer Albanisierung des Kosovo führte und viele Serben dazu veranlaßte, den Kosovo zu verlassen, da sie sich nun fremd im eigenen Land fühlten. Mit einer schleichenden Übernahme aller Ämter durch Albaner begann eine stetige Steigerung von Mißwirtschahft, Korruption und Arbeitslosigkeit, was den wirtschaftlichen Abstieg manifestierte. In dessen Folge kam es immer öfter zu Ausschreitungen gegen die serbische Bevölkerung. Erst ein Eingreifen des serbischen Militärs konnte die gewalttätigen Albaneraufstände beenden.

    1989 hob das serbische Parlament einstimmig den Status des Kosovo als autonome Provinz auf, was wiederum zu gewaltsamen Ausschreitungen der Albaner führte, die diesmal jedoch in bisher ungewohnter Härte niedergeschlagen wurden. Die serbische Regierung übernahm die totale Kontrolle über das Kosovo und begann eine restriktive Ausgrenzungspolitik gegenüber den Albanern, was die albanischen Abgeordneten des serbischen Parlaments dazu veranlaßte, eine eigene Republik auszurufen, die aber noch zu Jugoslawien gehören sollte. Wenige Monate später erklärten die Albaner dann ihre Unabhängigkeit in einer eigenständigen Republik Kosovo, die allerdings immer noch unter serbischer Herrschaft stand. Die Albaner begannen daraufhin mit der Einrichtung eines gewaltfreien Schattenstaates.

    In den Folgejahren äußerten die Albaner jedoch zunehmend Kritik an der gewaltfreien Politik, was seit 1996 abermals zu Terroranschlägen von Albanern gegen Serben führte. Unter anderem mehrere Bombenanschläge auf serbische Flüchtlinge aus Bosnien. Mit dem Zusammenbruch der Staatsautorität in Albanien 1997 begannen die Kosovo-Albaner sich zu bewaffnen und errichten Trainingslager, die in anderen Zusammenhängen heutzutage oft Terrorcamps genannt werden. Im Laufe des Jahres kam es immer wieder zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Albanern und Serben. Erst mit einem Gegenschlag Serbiens 1998 interessierten sich internationale Gruppen für die Zustände im Kosovo. Die UNO drohte Serbien sogleich mit Luftschlägen, sollten sich serbische Einheiten nicht aus dem Kosovo zurückziehen, was für die serbische Bevölkerung des Kosovo mit einem Genozid gleichbedeutend gewesen wäre.

    Es kam zu einer weiteren Eskalation der Auseinandersetzungen, nachdem der amerikanische Leiter der Kosovo Mission, William Walker, den Serben vorwarf in Račak ein Massaker an Zivilisten verübt zu haben. Als Beleg für diese Anschuldigung nannte Walker, daß 45 Albaner mit serbischer Munition exekutiert wurden. Mittlerweile läßt sich die These Walkers jedoch in Zweifel ziehen, da das Massaker zwar wie eine Hinrichtung aussah, aber keiner der Toten aus naher Distanz erschossen wurde. Man kann also von einer Stellung des Massakers ausgehen.

    Die NATO legte daraufhin ein Friedensabkommen vor, welches das Kosovo unter Selbstverwaltung stellen würde und daß besagte, daß eine internationale Konferenz über die Unabhängigkeit des Kosovo entscheiden werde. Angesichts der einseitigen Politik der NATO zugunsten der Albaner und einer Besetzung des Landes durch die NATO, weigerte sich Serbien dieses Abkommen zu unterschreiben.

    Erst eine massenhafte Bombardierung der zivilen Infrakstruktur brachte Serbien unter Slobodan Milosevic zum Einlenken. Die Bombardierungen durch die NATO beschränkten sich nicht nur auf militärische Ziele sondern auch auf Kraftwerke, Fabriken, Bürogebäude, Krankenhäuser und Wohngebäude, was durch die NATO später als Fehlabwürfe relativiert wurde.

    Ebenso rechnete die NATO die Anzahl der getöten Zivilisten durch NATO-Bomben auf 500 herunter. Die geschätzte Anzahl der Toten insgesamt beträgt zwischen 9.000 und 15.000. Weitere 4.000 Menschen werden weiterhin vermißt, davon mindestens 2.500 Serben. Bei der Aushebung von Massengräbern stellten Kfor-Truppen fest, daß es sich bei einem Großteil der Toten um Serben handelt. Dies steht im krassen Gegensatz zu der Medien-Berichterstattung während und kurz nach des Krieges, die davon ausging, daß nur Serben Massaker verübten. Seit dem Jahre 2000 wurden über 65 Massengräber gefunden.

    Daß sich die NATO oder gar die Albaner für Kriegsverbrechen verantworten müßten, ist nicht abzusehen, was nicht zuletzt am mysteriösen Tod von Slobodan Milosevic in Haft in Den Haag zu verdanken sein dürfte. Während seines Prozeßes ging Milosevic immer wieder auf die Kriegsverbrechen der NATO und ihrer Vasallen, namentlich Deutschland, an der serbischen Bevölkerung ein. Immer wieder bezeichnete er das Verfahren gegen ihn “skrupellose Lüge und Verdrehung der Geschichte”, mit dem Zweck “diejenigen zu schützen, die in Wahrheit verantwortlich sind”.

    Selbst das ARD-Magazin Monitor sprach in der Berichterstattung und der Anklage gegen Milosevic von “bewussten Fälschungen”. Monitor deckte zusätzlich auf, daß sich die Anklage gegen Milosevic auf Meineide von Zeugen der Anklage stütze und daß ca. 1.000 entlastende Beweismittel für Milosevic durch den Gerichtshof in Den Haag nicht zugelassen wurden.
    Milosevic litt unter Herzproblemen und nahm Herzmedikamente, so war sein Tot am 11. März 2006 durch einen Herzinfark auch keine große Überraschung, hätte ein behandelnder Arzt nicht kurz zuvor Spuren des Antibiotikums Rifampicin in seinem Blut festgestellt. Dieses Antibiotikum hat die Eigenschaft eine Enzyminduktion in der Leber auszulösen und hebt somit die Wirkung von Herzmedikamenten auf.

    Nachdem diese Information an die Öffentlichkeit gelang, wurde die These verbreitet, daß Milosevic dieses Medikament selbst genommen hätte um entweder Selbstmord zu begehen oder um eine Verlegung zu veranlassen. Erwähnt wird dabei freilich nicht, daß das Gefängnis in Den Haag ein Hochsicherheitsgefängnis ist, in dem kaum eine Fliege husten kann ohne daß das Wachpersonal davon Wind bekommt. In Demokratien scheint jedoch spätestens seit der unmöglichen Selbststrangulierung von Rudolf Heß jede Form von Suizid möglich zu sein. Interessanterweise trifft es dabei immer nur diejenigen, die wirklich etwas aufdecken oder ändern könnten.
    Dieser Eintrag wurde am 17. Februar 2008 um 16:53 verfaßt und in der Kategorie Europa, Geschichte abgelegt. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed
    Quellenlink:
    http://www.nonkonformist.net/?p=1297

  6. #96
    Avatar von Noodles

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    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen
    Kosovo-Albaner erklären Unabhängigkeit


    einen, etwas langen, Beitrag, zudem noch recht frisch, habe ich gelesen, den ich als weitere Diskussionsbasis einpflege.
    Hierin wird in Kürze die Entwicklung des Gebietes hervorgehoben.
    Bitte prüft selber, ob Einseitigkeit gegeben, und korrigiert ggf.
    -

    Kosovo-Albaner erklären Unabhängigkeit

    [FONT=Verdana]Knapp 8 1/2 Jahre nach dem Ende des Kosovo-Krieges erklärten die albanischen Zivilokkupanten mit dem heutigen Tag den Kosovo für unabhängig. Nominell gehört der Kosovo immer noch zu Serben, steht aber seit Kriegsende unter der Verwaltung der Vereinten Nationen, die seit jeher an einem albanischen Kosovo werkelten, obwohl UN-Resolution 1244 festschreibt, daß der Kosovo fester Bestandteil Serbiens ist. So sind im Parlament gerade einmal 10 von 120 Sitzen für Serben vorgesehen. Nachdem die meisten Serben während des Krieges vertrieben wurden, setzt sich die Bevölkerung nunmehr aus schätzungsweise 88% Albanern und 7% Serben zusammen. 53% der Fläche des Kosovo dient der Landwirtschaft und ist somit ein wichtiger Faktor in der Ernährung. Die im Kosovo ansässigen Albaner fühlen und fühlten sich nie als Serben und hatte von Beginn an kaum Interesse sich zu integrieren. Vergleiche mit türkischen Zivilokkupanten auf deutschem Boden sind rein zufällig.
    Ich weiß, du hast zur Korrektur aufgerufen.
    ABER so viel Zeit hat man ja dann doch nicht.
    Der Artikel ist in seinen Aufzählungen zynisch verknappt und enthält neben Vereinfachungen auch jede Menge Unwahrheiten. Klingt aber ausnahmsweise mal nicht nach 'ner linken, sondern nach 'ner rechten Postille.
    PS: Solche Links klick ich nich an...

  7. #97

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    Zitat Zitat von Noodles Beitrag anzeigen
    Ich weiß, du hast zur Korrektur aufgerufen.
    ABER so viel Zeit hat man ja dann doch nicht.
    Der Artikel ist in seinen Aufzählungen zynisch verknappt und enthält neben Vereinfachungen auch jede Menge Unwahrheiten. Klingt aber ausnahmsweise mal nicht nach 'ner linken, sondern nach 'ner rechten Postille.
    PS: Solche Links klick ich nich an...
    Bitte, es ist eine Übersicht, die sicher nicht jedem liegt.
    Aber eine Übersicht.
    Es wäre schön, wenn hieraus eine gesunde Diskussion ohne persöbliche Diffarmierungen entstehen könnte. Auch wenn mir inzwischen die Plakativantworten der albanischen Seite durchaus bekannt gemacht worden sind, so gibt es schon im Beitrag neues herauszulesen.

  8. #98
    Avatar von Caesarion

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    Zitat Zitat von Lorik Beitrag anzeigen
    He he he, die Griechen wollen hallt iher Orthodoxen-Brüdern nur helfen...

    Ein hinterhältigeres wiederlicheres Volk als die Griechen kenne ich ehrlich gesagt nicht...
    Musst du nicht zur Balletstunde?

  9. #99
    Dzek Danijels
    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen
    Bitte, es ist eine Übersicht, die sicher nicht jedem liegt.
    Aber eine Übersicht.
    Es wäre schön, wenn hieraus eine gesunde Diskussion ohne persöbliche Diffarmierungen entstehen könnte. Auch wenn mir inzwischen die Plakativantworten der albanischen Seite durchaus bekannt gemacht worden sind, so gibt es schon im Beitrag neues herauszulesen.
    sowas darfst du doch nicht posten, ist doch viel zu albanerfeindlich für dieses forum........

  10. #100
    Avatar von Noodles

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    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen
    Bitte, es ist eine Übersicht, die sicher nicht jedem liegt.
    Aber eine Übersicht.
    Es wäre schön, wenn hieraus eine gesunde Diskussion ohne persöbliche Diffarmierungen entstehen könnte. Auch wenn mir inzwischen die Plakativantworten der albanischen Seite durchaus bekannt gemacht worden sind, so gibt es schon im Beitrag neues herauszulesen.
    Ich hab's gelesen, sonst hätte ich nicht geantwortet. Ist wirklich eher haarsträubend. In Wortwahl UND tendenzieller Einseitigkeit.
    Dieser Artikel beginnt keine Diskussion, er beendet sie eher.

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