BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 12 von 58 ErsteErste ... 2891011121314151622 ... LetzteLetzte
Ergebnis 111 bis 120 von 579

Protektorat Kosovo

Erstellt von Amphion, 16.02.2009, 22:42 Uhr · 578 Antworten · 26.999 Aufrufe

  1. #111

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630

    Lächeln

    Zitat Zitat von Molosi Beitrag anzeigen
    Denk an Makedonien oder Fyrom logik ist gefragt und?
    Kosova hat das gleiche problem mit Albanien wegen namen also Albanien sagt das Kosova ist Albanien wir sagen das ist Kosova.
    Grosse Problem!!!!!
    Und Kosova sagt Makedonien ist Kosova mit 35% Kosovaren und diese Barbaren in Magje dhenja(makedonia)waren wir und nicht die hellenen.
    Problem aber kleine problem in 20 jahren ist erledigt.

    du, es gibt einen Thread, in welchem die positiven Errungenschaften aus albanischer Sicht vorgeführt werden sollten, um das Verständnis zu verfeinert und entwickeln.

    Offenbar hat es nur eine Entwicklung gegeben: die Entwicklung zum Spamming, zum gut organisierten.

    Was du oben erwähnst ist nicht die Lösung eines Problems, es ist die Überdeckung dessen mit einer Besonderheit, die sich ausschließlich auf Natalität stützt. Unter Problemlösung verstehen wir für gewöhnlich etwas anderes. Du drückst damit nur aus, es werden mehr Menschen leben, die, so verstehe ich dich, auf größere Fremdhilfen angewiesen sein werden.

    Permalink:
    Protektorat Kosovo

  2. #112

    Registriert seit
    11.02.2009
    Beiträge
    1.262
    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen
    AG Friedensforschung an der UNI Kassel
    Veranstalter des friedenspolitischen Ratschlags
    ----------------------------------------------------
    vom 14.02.2009
    ---------------------------------------------------


    Protektorat Kosovo

    Von Eckart Spoo


    Dieser Tage hörte ich aus dem spitzen Mund der ZDF-Moderatorin Marietta Slomka – sie sprach vom Gegeneinander kleiner Gewerkschaften bei der Deutschen Bahn AG – das Wort »Balkanisierung«. Ob wohl auch andere Zuschauer darüber erschraken wie ich? Es ist ein altes Wort gehässiger Propagandasprache. Herrenmenschen-Deutsch – was nicht jedem, der es benutzt, bewusst sein muss. Es unterstellt den Völkern auf dem Balkan, sie (»die da unten«) seien unfähig, friedlich zusammenzuleben; wir müssten eingreifen. In diesem Moment erinnerte ich mich an den Fernsehsender in Novi Sad, der für seine Verdienste um das friedliche Zusammenleben etlicher ethnischer Gruppen in seinem Sendegebiet mit einem europäischen Medienpreis geehrt worden war, bevor ihn – fast zehn Jahre ist es jetzt her – die NATO zerbombte.

    Es war ursprünglich nicht europäische, sondern vor allem deutsche Politik, Jugoslawien in kleine handliche Teile zu zerlegen – nicht nur im zweiten Weltkrieg. 1991 drückte es der zeitweilige bundesdeutsche Verteidigungsminister Rupert Scholz vor hohen Bundeswehroffizieren schlicht so aus: »Wir« seien jetzt »damit befasst, noch die Folgen des ersten Weltkrieges zu bewältigen ... Jugoslawien ist als eine Folge des ersten Weltkrieges eine sehr künstliche, mit dem Selbstbestimmungsrecht nie vereinbar gewesene Konstruktion.« Trotz beschwörender Warnungen von nahezu allen Seiten, namentlich vom damaligen UN-Generalsekretär Perez de Cuellar, erkannte die Bundesrepublik Deutschland sowohl Slowenien als auch Kroatien als unabhängige Staaten an – obwohl die Konsequenzen von vornherein klar waren: Vertreibungen, Landnahme, Bürgerkrieg, Zerstückelung der ganzen Bundesrepublik Jugoslawien. Es entstanden Ministaaten wie Montenegro mit kaum mehr als 600 000 Einwohnern – während sich Deutschland seiner wiedergewonnenen Einheit und wirtschaftlichen Stärke rühmte.

    Vor einem Jahr, am 17. Februar 2008, erreichte die deutsche Außenpolitik auch das Ziel, das sie schon 1999 mit dem NATO-Bombenkrieg gegen Serbien angestrebt hatte: die Unabhängigkeit des mehrheitlich albanisch-islamisch bevölkerten Kosovo, die allerdings von den meisten Staaten der Welt, darunter allen islamischen, bis heute nicht anerkannt ist. Für das Tun und Lassen der dort stationierten Bundeswehr-Einheiten hat sich die deutsche Öffentlichkeit kaum je interessiert, auch nicht für den antiserbischen Pogrom 2004 in Prizren, der Hauptstadt der deutschen Besatzungszone. Ein deutscher Offizier dort, den ich darauf ansprach, erklärte zufrieden, Prizren und Umgebung seien nun »serbenfrei«. In anderen Teilen des Ländchens leben Serben hinter Stacheldraht, der sie vor Anschlägen und Vertreibung schützen soll.

    Und was hat nun die albanische Mehrheit davon? Etwa die Hälfte ist arbeitslos. Die Trepca-Minen – Hauptreichtum des Landes – sind geteilt wie die Stadt Mitrovica. Investiert wurde in den vergangenen Jahren vor allem in die riesige US-Militärbasis Bondsteel. Die meisten Probleme des Landes sind ungelöst und können durch reichlich anwesende ausländische Protektoren ebenso wenig gelöst werden wie durch weitere »ethnische Säuberung«. Was die Menschen auf dem Balkan ebenso lebensnotwendig brauchen wie überall auf der Welt, ist Zusammenarbeit, ohne Einmischung von außen, vor allem ohne deutsche Einmischung – nach drei Angriffskriegen innerhalb eines Jahrhunderts.

    Quellenlink:
    Spoo: Protektorat Kosovo, 15.02.2009 (Friedensratschlag)
    Die Sicht der linken in ihrem Anti militanten Imperialismus Wahnsinn,mit welcher sie blind den Internationalismus und den Humanismus mit Füssen zu Boden treten.

    Und weil die konkurierende Partei in der Regierung sass, und nicht Sie.

    Die Meinung zu vertreten man hätte Serbien friedlich mit politischen Mitteln stoppen können ist ein die Naivität eines Kleinkindes.

    Spanien hat bei der Bekämpfung der ETA auch nicht 1.5Mio Basken vertrieben und 15000 Zivilisten umgebracht,zehntausende misshandelt und gefoltert und unglaubliche materielle Schaden angerichtet.

    Und wir haben nur das was uns zusteht,unsere politischen,kulturellen und sozialen Rechte.

    "500 Jahre Milet-100 Jahre Narod-10 Jahre People-1 Jahr Populle"

    Ein Spruch aus Kosova

  3. #113

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630

    Lächeln

    Zitat Zitat von bumbum Beitrag anzeigen
    Die Sicht der linken in ihrem Anti militanten Imperialismus Wahnsinn, mit welcher sie blind den Internationalismus und den Humanismus mit Füssen zu Boden treten.

    Und weil die konkurierende Partei in der Regierung sass, und nicht Sie.

    Die Meinung zu vertreten man hätte Serbien friedlich mit politischen Mitteln stoppen können ist ein die Naivität eines Kleinkindes.

    Spanien hat bei der Bekämpfung der ETA auch nicht 1.5Mio Basken vertrieben und 15000 Zivilisten umgebracht,zehntausende misshandelt und gefoltert und unglaubliche materielle Schaden angerichtet.

    Und wir haben nur das was uns zusteht,unsere politischen,kulturellen und sozialen Rechte.

    "500 Jahre Milet-100 Jahre Narod-10 Jahre People-1 Jahr Populle"

    Ein Spruch aus Kosova


    bumbum,
    du wirst in dieser Liste nicht geführt:
    Permalink zur Umfrage der Religionen: Religion und Soziales - Balkanforum

    Möchtest du dich den Humanisten anschließen?
    Oder welcher Gruppe stündest du nahe?

    Die Frage sei bitte gestattet, da du oben den Humanismus erwähnst.
    Dein Satz oben hat es in sich.
    Danke für die Antwort im Voraus.

  4. #114

    Registriert seit
    09.03.2009
    Beiträge
    4.099
    Tja unser Grieche liebt das Risiko.
    Hoffentlich bekommst du keine Verwarnung o.ä wegen deinem Thread.

  5. #115

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630

    Lächeln

    Zitat Zitat von Jasenko Beitrag anzeigen
    Tja unser Grieche liebt das Risiko.
    Hoffentlich bekommst du keine Verwarnung o.ä wegen deinem Thread.

    Nein, ich kann einen Menschen lieben, aber kein Risiko.
    Was meinst du oben, kann dir nicht folgen, bitte verständlicher formulieren.
    Warum sollte es zur Verwarnung kommen?
    Danke

  6. #116

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630

    Experiment Kosovo – die Rückkehr des Kolonialismus


    Habe einen neuen Beitrag entdeckt, der uns alle wissensmäßig weiter tragen dürfte:
    ----------------------------------------------------------

    „Experiment Kosovo – die Rückkehr des Kolonialismus“
    von Hannes Hofbauer

    Vor gut einem Jahr hat sich der Kosovo für unabhängig erklärt.
    Ein „gescheiterter Staat“ von Anfang an, wie der Autor des Buches feststellt.
    Ein Protektorat der USA, eine Kolonie der EU.
    Nicht lebensfähig, aber benutzbar.
    Von Johann von Arnsberg
    EM 02-09 · 31.01.2009

    Wen interessiert eigentlich der Kosovo – jene 60 Kilometer lange Ebene rund um die Stadt Pristina, die zu Deutsch Amselfeld heißt und auf Albanisch Kosova genannt wird. Hier gibt es keine Arbeit. Außer einigen Mafiabossen und deren Clans hat kaum jemand Geld. Hauptexportschlager ist Schrott, Metallschrott, vorwiegend kaputte Panzer und Geschütze. Aber diese „Ressourcen“ werden ja irgendwann einmal zu Ende gehen.

    In der Einleitung seines Buches beschreibt Hannes Hofbauer den Zustand des Landes recht drastisch. „Kosovo“, so der Autor, „startet als ‚gescheiterter Staat’ in eine neue Epoche“, nachdem am 17. Februar 2008, also vor ziemlich genau einem Jahr, das Parlament in Pristina die Unabhängigkeit des Kosovo ausgerufen hat. Hofbauer: „Die Kernelemente seiner Wirtschaft funktionieren nicht, sozialer Aufstieg findet zwischen Schwarzmarkt und Massenemigration statt und seine politische Elite steht unter äußerem Druck.“

    Was heiß das? „Militärisch herrscht die von den USA geführte KFOR-Truppe, zivil wird das Land mittels allerlei Kürzeln unter der Schirmherrschaft der UNO von der Europäischen Union verwaltet“. Und weiter: „Der Übergang vom UN-Protektorat zur EU-Kolonie passiert schleichend. Eine ‚Koalition der Willigen’ abseits der UNO bestimmt über das Schicksal des kleinen, knapp zwei Millionen Einwohnern zählenden Landes. Von der Rechtssprechung über die politische Verwaltung bis zur polizeilichen und militärischen Exekutive öffnet sich ein weites Experimentierfeld für hauptsächlich westeuropäische und nordamerikanische Institutionen.“

    Protektorat Kosovo

    Der Begriff des Protektorates hat seit dem Dritten Reich immer den Beigeschmack „Böhmen und Mähren“. Dennoch scheut sich Hofbauer nicht diesen Terminus auch für das UN-Protektorat Kosovo zu verwenden. Ein entmündigtes Territorium, das selbst wenig zu bestimmen hat.

    Er schildert den Werdegang des Kosovo „Von der Wiege des Serbentums bis zur albanischen Wiedergeburt“ – 600 Jahre wechselvolle Geschichte unter Osmanen, Serben, auch einmal Deutschen und Italienern. Im Prinzip immer bevormundet, aufgeteilt oder besetzt. Zuletzt im Zweiten Weltkrieg von der Wehrmacht. Und danach in den Vielvölkerstaat Jugoslawien aufgenommen mit weitgehender Autonomie.

    Nach dem Tod Titos beginnt jene Geschichte, die den meisten noch in eigener Erinnerung haften dürfte. Sie ist mit Namen und Begriffen verbunden wie Slobodan Milosevic, Radovan Karadzic, Rambouillet, Rcak, UCK, NATO-Angriffskrieg, „Entdeckung“ eines Hufeisenplans durch Rudolf Scharping, der später als Radfahrerpräsident und prominenter Poolplanscher noch einmal aufgefallen ist.

    Widerstand von George Soros finanziert

    „Gotov je!“ –„Er ist fertig!" So stand es tausend- und abertausendfach auf Plakaten zu lesen, die im Spätsommer des Jahres 2000 jeden freien Flecken Hauswand in Belgrad bedeckten. Es floss Geld für Widerstandsorganisationen, dessen Herkunft im Dunkeln blieb. Aktivisten wurden in der Ukraine geschult. „In Serbien traten einander nach dem Ende des NATO-Krieges die ausländischen Geldgeber regelrecht auf die Beine, um regierungsfeindliche Aktivisten und politische Oppositionelle zu finden und zu finanzieren.“ – Und hinter der Geldquelle, die am reichsten sprudelte, „stand (und steht) – wieder einmal – George Soros, US-amerikanischer Spekulant.“

    Hofbauer nimmt kein Blatt vor den Mund: „Dreh- und Angelpunkt für den ausländischen Einfluss in Jugoslawien war, neben dem deutschen ‚Balkan-Koordinator’ Bodo Hombach, das eigens für diesen Zweck errichtete ‚US-Office for Yugoslawia’ in Budapest, de facto eine ausgelagerte Botschaft Washingtons, die sich nach dem Bombardement in Belgrad nicht blicken lassen konnte.“

    Wen also interessiert eigentlich der Kosovo?

    Und wen interessiert nun der Kosovo? Außer der Drogen-Mafia? Zunächst natürlich eine Art kosovarischer Elite, die von den amerikanischen Geheimdiensten beherrscht und finanziert wird. Auch sie ist mit der Organisierten Kriminalität (OK) verwoben. Die OK im Kosovo gilt als „der einzig wachsende und profitable Wirtschaftssektor“.

    Die Befürworter der Unabhängigkeit hatten mit von Serbien verletzten Menschenrechten und Völkermord gegen die kosovarische Mehrheitsbevölkerung argumentiert (Scharpings Hufeisenplan). Damit wurden UCK und der NATO-Angriffskrieg gerechtfertigt.

    Größte amerikanische Militärbasis außerhalb der USA

    Danach haben die USA, nicht die Kosovaren, eine riesige Militärbasis im Land errichtet: Das Camp Bondstell. Es ist zynischerweise nach einem Vietnamkriegsveteranen benannt und stellt die größte Militärbasis der USA im Ausland seit dem Vietnamkrieg dar. Damit wurde ein „Fehler“ des Oberkommandierenden der US-Truppen in Europa, Dwight D. Eisenhower korrigiert, der am Ende des Zweiten Weltkrieges auf die Stationierung von US-Militär auf dem Balkan verzichtet hat.

    Auf dieser US-Militärbasis im Kosovo wurden ohne juristische Verfahren Menschen monatelang weggesperrt. Zustände wie in Guantanamo habe er gesehen, berichtet der Menschenrechtsbeauftragte des Europarates, Alvaro Gil Robles. – Kolonialismus der schlimmsten Sorte.

    Trauriges Schicksal. Ein Land, eine 60 Kilometer lange Ebene. Ein Protektorat. Eine Kolonie. Der Autor hat das Gebiet seit 1989 mehrfach bereist und einen illusionsfreien Bericht geliefert. Schade, sehr schade, dass im Zeitalter der schnellen Datenverarbeitung, die doch längst auch das Buch erreicht hat, kein Stichwortverzeichnis für nötig befunden wurde. Und das bei einem derart komplexen Thema, zu dem man doch immer wieder einmal nachschlagen können möchte. Das ist leider sehr benutzerunfreundlich.
    *

    Rezension zu: „Experiment Kosovo – die Rückkehr des Kolonialismus“ von Hannes Hofbauer, Promedia Verlag 2008, 261 Seiten, 17,90 Euro, ISBN 978-3853712856.
    -

    Meinungen erwünscht, keine Polemik, keine Propaganda

  7. #117

    Registriert seit
    11.02.2009
    Beiträge
    1.262
    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen


    bumbum,
    du wirst in dieser Liste nicht geführt:
    Permalink zur Umfrage der Religionen: Religion und Soziales - Balkanforum

    Möchtest du dich den Humanisten anschließen?
    Oder welcher Gruppe stündest du nahe?

    Die Frage sei bitte gestattet, da du oben den Humanismus erwähnst.
    Dein Satz oben hat es in sich.
    Danke für die Antwort im Voraus.

    du kannst es ganz normal sagen dass du nichts verstehst.

    macht nichts übrigens, ich habe nie erwartet dass du dazu fähig bist.

  8. #118

    Registriert seit
    11.02.2009
    Beiträge
    1.262
    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen

    Habe einen neuen Beitrag entdeckt, der uns alle wissensmäßig weiter tragen dürfte:
    ----------------------------------------------------------

    „Experiment Kosovo – die Rückkehr des Kolonialismus“
    von Hannes Hofbauer

    Vor gut einem Jahr hat sich der Kosovo für unabhängig erklärt.
    Ein „gescheiterter Staat“ von Anfang an, wie der Autor des Buches feststellt.
    Ein Protektorat der USA, eine Kolonie der EU.
    Nicht lebensfähig, aber benutzbar.
    Von Johann von Arnsberg
    EM 02-09 · 31.01.2009

    Wen interessiert eigentlich der Kosovo – jene 60 Kilometer lange Ebene rund um die Stadt Pristina, die zu Deutsch Amselfeld heißt und auf Albanisch Kosova genannt wird. Hier gibt es keine Arbeit. Außer einigen Mafiabossen und deren Clans hat kaum jemand Geld. Hauptexportschlager ist Schrott, Metallschrott, vorwiegend kaputte Panzer und Geschütze. Aber diese „Ressourcen“ werden ja irgendwann einmal zu Ende gehen.

    In der Einleitung seines Buches beschreibt Hannes Hofbauer den Zustand des Landes recht drastisch. „Kosovo“, so der Autor, „startet als ‚gescheiterter Staat’ in eine neue Epoche“, nachdem am 17. Februar 2008, also vor ziemlich genau einem Jahr, das Parlament in Pristina die Unabhängigkeit des Kosovo ausgerufen hat. Hofbauer: „Die Kernelemente seiner Wirtschaft funktionieren nicht, sozialer Aufstieg findet zwischen Schwarzmarkt und Massenemigration statt und seine politische Elite steht unter äußerem Druck.“

    Was heiß das? „Militärisch herrscht die von den USA geführte KFOR-Truppe, zivil wird das Land mittels allerlei Kürzeln unter der Schirmherrschaft der UNO von der Europäischen Union verwaltet“. Und weiter: „Der Übergang vom UN-Protektorat zur EU-Kolonie passiert schleichend. Eine ‚Koalition der Willigen’ abseits der UNO bestimmt über das Schicksal des kleinen, knapp zwei Millionen Einwohnern zählenden Landes. Von der Rechtssprechung über die politische Verwaltung bis zur polizeilichen und militärischen Exekutive öffnet sich ein weites Experimentierfeld für hauptsächlich westeuropäische und nordamerikanische Institutionen.“

    Protektorat Kosovo

    Der Begriff des Protektorates hat seit dem Dritten Reich immer den Beigeschmack „Böhmen und Mähren“. Dennoch scheut sich Hofbauer nicht diesen Terminus auch für das UN-Protektorat Kosovo zu verwenden. Ein entmündigtes Territorium, das selbst wenig zu bestimmen hat.

    Er schildert den Werdegang des Kosovo „Von der Wiege des Serbentums bis zur albanischen Wiedergeburt“ – 600 Jahre wechselvolle Geschichte unter Osmanen, Serben, auch einmal Deutschen und Italienern. Im Prinzip immer bevormundet, aufgeteilt oder besetzt. Zuletzt im Zweiten Weltkrieg von der Wehrmacht. Und danach in den Vielvölkerstaat Jugoslawien aufgenommen mit weitgehender Autonomie.

    Nach dem Tod Titos beginnt jene Geschichte, die den meisten noch in eigener Erinnerung haften dürfte. Sie ist mit Namen und Begriffen verbunden wie Slobodan Milosevic, Radovan Karadzic, Rambouillet, Rcak, UCK, NATO-Angriffskrieg, „Entdeckung“ eines Hufeisenplans durch Rudolf Scharping, der später als Radfahrerpräsident und prominenter Poolplanscher noch einmal aufgefallen ist.

    Widerstand von George Soros finanziert

    „Gotov je!“ –„Er ist fertig!" So stand es tausend- und abertausendfach auf Plakaten zu lesen, die im Spätsommer des Jahres 2000 jeden freien Flecken Hauswand in Belgrad bedeckten. Es floss Geld für Widerstandsorganisationen, dessen Herkunft im Dunkeln blieb. Aktivisten wurden in der Ukraine geschult. „In Serbien traten einander nach dem Ende des NATO-Krieges die ausländischen Geldgeber regelrecht auf die Beine, um regierungsfeindliche Aktivisten und politische Oppositionelle zu finden und zu finanzieren.“ – Und hinter der Geldquelle, die am reichsten sprudelte, „stand (und steht) – wieder einmal – George Soros, US-amerikanischer Spekulant.“

    Hofbauer nimmt kein Blatt vor den Mund: „Dreh- und Angelpunkt für den ausländischen Einfluss in Jugoslawien war, neben dem deutschen ‚Balkan-Koordinator’ Bodo Hombach, das eigens für diesen Zweck errichtete ‚US-Office for Yugoslawia’ in Budapest, de facto eine ausgelagerte Botschaft Washingtons, die sich nach dem Bombardement in Belgrad nicht blicken lassen konnte.“

    Wen also interessiert eigentlich der Kosovo?

    Und wen interessiert nun der Kosovo? Außer der Drogen-Mafia? Zunächst natürlich eine Art kosovarischer Elite, die von den amerikanischen Geheimdiensten beherrscht und finanziert wird. Auch sie ist mit der Organisierten Kriminalität (OK) verwoben. Die OK im Kosovo gilt als „der einzig wachsende und profitable Wirtschaftssektor“.

    Die Befürworter der Unabhängigkeit hatten mit von Serbien verletzten Menschenrechten und Völkermord gegen die kosovarische Mehrheitsbevölkerung argumentiert (Scharpings Hufeisenplan). Damit wurden UCK und der NATO-Angriffskrieg gerechtfertigt.

    Größte amerikanische Militärbasis außerhalb der USA

    Danach haben die USA, nicht die Kosovaren, eine riesige Militärbasis im Land errichtet: Das Camp Bondstell. Es ist zynischerweise nach einem Vietnamkriegsveteranen benannt und stellt die größte Militärbasis der USA im Ausland seit dem Vietnamkrieg dar. Damit wurde ein „Fehler“ des Oberkommandierenden der US-Truppen in Europa, Dwight D. Eisenhower korrigiert, der am Ende des Zweiten Weltkrieges auf die Stationierung von US-Militär auf dem Balkan verzichtet hat.

    Auf dieser US-Militärbasis im Kosovo wurden ohne juristische Verfahren Menschen monatelang weggesperrt. Zustände wie in Guantanamo habe er gesehen, berichtet der Menschenrechtsbeauftragte des Europarates, Alvaro Gil Robles. – Kolonialismus der schlimmsten Sorte.

    Trauriges Schicksal. Ein Land, eine 60 Kilometer lange Ebene. Ein Protektorat. Eine Kolonie. Der Autor hat das Gebiet seit 1989 mehrfach bereist und einen illusionsfreien Bericht geliefert. Schade, sehr schade, dass im Zeitalter der schnellen Datenverarbeitung, die doch längst auch das Buch erreicht hat, kein Stichwortverzeichnis für nötig befunden wurde. Und das bei einem derart komplexen Thema, zu dem man doch immer wieder einmal nachschlagen können möchte. Das ist leider sehr benutzerunfreundlich.
    *

    Rezension zu: „Experiment Kosovo – die Rückkehr des Kolonialismus“ von Hannes Hofbauer, Promedia Verlag 2008, 261 Seiten, 17,90 Euro, ISBN 978-3853712856.
    -

    Meinungen erwünscht, keine Polemik, keine Propaganda

    Hab ich gelesen, ist nicht schlecht, nur ignoriert er die frage der alternative und den umständen

  9. #119

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630
    Also, Humanist bist du nicht, und zum Beitrag weiter oben hast du auch nichts zu melden.

    Was ist deine Absicht, erneutes Spamming?

    Unterlasse es bitte, die Zeit sollte durch sein, wo sehr viele Freunde albanischer Abstammung die Threads mit Spamming vollballerten.

    Verschone uns bitte, oder trage zum Thema bei.

    Andernfalls steht es dem Threadersteller zu, einen Antrag auf Ausschluß eines Users zu stellen, soweit er sich des Spam oder anderer Störungen bedient.

  10. #120

    Registriert seit
    11.02.2009
    Beiträge
    1.262
    also der einzige der hier spammt bist du, weil du nix weist und verstehst und daher abweichst und meine person angreifst.

    also,melde den mods dich von diesem Thema zu sperren

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 57
    Letzter Beitrag: 06.04.2010, 17:09
  2. Antworten: 75
    Letzter Beitrag: 01.05.2009, 13:07
  3. Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 25.02.2009, 19:11
  4. Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 21.02.2008, 17:36
  5. Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 16.02.2008, 16:06