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Protektorat Kosovo

Erstellt von Amphion, 16.02.2009, 22:42 Uhr · 578 Antworten · 26.970 Aufrufe

  1. #261

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    16.600
    Zitat Zitat von Istog Beitrag anzeigen
    Was redest du ?
    Les mal was er geschrieben hat. Tu nicht so !

    das was er geschrieben hat ist sowas von unbedeutend.....dass nicht mal ein Diskussion wert sind, geschweige sie ernst zu nehmen.

  2. #262

    Registriert seit
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    606
    Ja ok, ich gebe dir recht.

  3. #263

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    23.630
    Hintergrundinformation - für ein besseres Verständnis der Thematik
    --

    Maximum - Das Kosovo hat die höchste Geburtenrate Europas


    Michael Martens Frankfurter Allgemeine Zeitung
    September 18, 2006

    Nirgends auf unserem Kontinent ist die Geburtenrate annähernd so hoch wie im Kosovo. Die demographischen Schwierigkeiten, denen sich das alt gewordene Europa gegenübersieht, existieren hier nur in ihrer Umkehrung. Nicht der Mangel an Kindern, sondern der Überfluß daran ist zu einer gesellschaftlichen Herausforderung geworden.

    Selbst in einem halben Jahrhundert sozialistischer Herrschaft, die ihre familienzersetzende Wirkung doch anderswo recht zuverlässig entfaltete, hat sich im Kosovo wenig daran geändert. Im Jahr 1948 hatte die durchschnittliche Kernfamilie im Kosovo 6,4 Mitglieder. Bis zum Beginn der achtziger Jahre war diese Zahl dank besserer Gesundheitsvorsorge auf knapp sieben gestiegen. Inzwischen sinkt sie auf hohem Niveau und hat ungefähr wieder den Wert von 1948 erreicht.

    Das moderne Einsamkeitseuropa, das sonst selbst auf dem Balkan kein unbekanntes Phänomen mehr ist - Griechenland hat eine der niedrigsten Geburtenraten in der EU -, hat das Kosovo nie erreicht. Die Krise der Familie hat diesen Landstrich Europas ausgespart. Zeugungsstreik, Bindungsunfähigkeit, Lebensabschnittspartner, Singlehaushalt, Scheidungskrieg? Das klingt amüsant im ländlichen Kosovo, wo die Mehrheit der Bevölkerung lebt.

    Strenggenommen leben sogar alle Kosovaren auf dem Lande, denn auch ihre Städte sind eigentlich nur übereinandergestapelte Dörfer. Mag sich in der Hauptstadt Prishtina und in anderen größeren Orten einiges geändert haben in den vergangenen Dekaden und in den Jahren der UN-Verwaltung für das Kosovo - auf dem Lande ist den Frauen die Sorge um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiterhin meist abgenommen. Eine Aussicht auf Arbeit bietet sich ihnen ohnehin nicht, aber daß sie einen bis heute noch oft für sie Auserwählten heiraten und dann Kinder gebären werden, männliche und, wenn es sein muß, auch Mädchen, die später in
    andere Familien einheiraten, für die Versorgung ihrer Eltern im Alter also ausfallen werden - das alles ist unausweichlich.

    Weil auch das historische Ventil zum Abbau des kosovarischen Bevölkerungsüberdrucks fast ganz geschlossen ist, weil die massenhafte Auswanderung zum ersten Mal seit Menschengedenken auf dem Amselfeld nicht mehr stattfindet, hat das schwere Folgen für die Region. Zur türkischen Zeit gingen die jungen Männer aus dem Kosovo in den osmanischen Wirtschaftszentren Saloniki oder Istanbul auf Arbeitssuche, später zog es sie nordwärts nach Belgrad. Es folgte die Zeit der Gastarbeiter, doch auch die ist vorbei. Die westeuropäischen Arbeitsmärkte sind durch die Schengener Mauer abgeschottet, und Belgrad kommt als
    Auswanderungsziel aus politischen und wirtschaftlichen Gründen nicht mehr in Frage. Nur der florierende kosovarische Gebärmarkt produziert fast wie zuvor.

    Jahr für Jahr drängen im Kosovo viele tausend junge Menschen auf einen Arbeitsmarkt, der sie nicht aufnehmen kann. Die durch das Erbrecht in immer kleinere Parzellen pulverisierten Höfe sind zur Subsistenzwirtschaft verurteilt. In der Provinz, um welche die Nato 1999 den ersten Angriffskrieg ihrer Geschichte führte, gärt es wie nie seit dem Einmarsch der internationalen Truppen.

    Die Balkan-Familie lebt

    Es ist verdienstvoll, daß sich die "Europäische Stabilitätsinitiative" (ESI), eine in Berlin und Istanbul beheimatete Forschergruppe, deren Analysen zum Balkan seit Jahren über das meiste hinausragen, was die Denkfabriken über die Lage in Europas Südosten zustande bringen, diesem Thema gewidmet hat. Für ihre an diesem Montag erscheinende Studie "Das gekappte Rettungsseil - Auswanderung, Familien und die Zukunft des Kosovos" haben die Forscher von ESI zwei Dörfer im Kosovo geradezu geröntgt und dabei besonders die Familienstrukturen und die Einkommensverhältnisse untersucht.

    In dem etwas wohlhabenderen Cerrce nahe der Verwaltungsgrenze zu Serbien haben die Familien im Schnitt 6,6 Mitglieder, in der selbst für kosovarische Verhältnisse armen Siedlung Lubishte an der Grenze zu Mazedonien sind die Familien durchschnittlich 9,5 Angehörige stark. In Lubishte, wo es bis 1970 keine Elektrizität und bis 1976 keine befestigte Straße gab, sind von mehr als 500 Frauen nur drei im Alter von über 30 Jahren noch unverheiratet. Zwei arbeiten außerhalb der Familie.

    Das Fazit der Autoren: "Das Kosovo ist heute die letzte Hochburg einer Form der patriarchalischen Familienstruktur, die einst auf dem ganzen Balkan verbreitet war. Der wichtigste Anbieter sozialer Sicherheit und Stabilität bleibt eine der ältesten und konservativsten Institutionen in Europa: die traditionelle patriarchalische Balkan-Familie. Der patriarchalische Mehrfamilienhaushalt hat auch beigetragen zu den niedrigsten Raten weiblicher Beschäftigung in Europa, zu ernsthaften Investitionslücken bei der Bildung und zu einem allgemeinen Mangel an Innovation."

    weiterlesen hier:
    Ein Artikel der FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18.09.2006
    http://www.esiweb.org/pdf/esi_kosovo...tions_id_1.pdf

  4. #264

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    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen
    Ein Artikel der FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18.09.2006

    17.02.2008 um 15:49'

  5. #265

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    Zitat Zitat von ooops Beitrag anzeigen
    17.02.2008 um 15:49'

    für den albanerhasser spielt das keine rolle

  6. #266

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    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen
    WER kann schon in die Zukunft schauen?
    KEINER ...


    Hello Milosevic!


    eine authochthone Bevölkerung mit Ausländer gleichstellen um damit ihr rechte auf ihr land und boden zu verwehren, das tat schon Milosevic, Sesjl un CO.

    Das man das nachdem man einen Völkermord begangen hat noch sagt...

    shämst du dich eigentlich nicht???



    du bist und bleibst ein dreckiger national-chauvinist der Milosvic sorte.

  7. #267

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    Zitat Zitat von bumbum Beitrag anzeigen
    für den albanerhasser spielt das keine rolle
    für mich spielt auch keine Rolle was er sagt. er tut mir nur lid dass er die ganze zeit googelt um irgendwelche Beiträge sucht um die Albaner zu degradieren. gibts genug solche Beiträge auch von Griechenland aber was solls, er ist ein Balkanmut und wird immer so bleiben.

  8. #268

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    Zitat Zitat von ooops Beitrag anzeigen
    für mich spielt auch keine Rolle was er sagt. er tut mir nur lid dass er die ganze zeit googelt um irgendwelche Beiträge sucht um die Albaner zu degradieren. gibts genug solche Beiträge auch von Griechenland aber was solls, er ist ein Balkanmut und wird immer so bleiben.

    ein arbeitsloser mit fehlender sozialisierung.

  9. #269

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    Rückkehr ist unmöglich

    Hintergrundinformation - zum besseren Verständnis der aktuellen Situation in der serbischen Provinz Kosovo-Metochia
    --

    "Rückkehr ist unmöglich"

    Über 200 000 Serben und Roma wurden nach dem NATO-Einmarsch aus Kosovo vertrieben

    Von Boris Kanzleiter, Belgrad ***

    Es war eine der größten Massenvertreibungen während der Kriege im ehemaligen Jugoslawien. Mit dem Ende des Kosovo-Kriegs im Juni 1999 begann für über 200 000 Serben und Roma die Flucht. Während sich die jugoslawische Armee aus der Provinz zurückziehen musste, setzten albanische Nationalisten Häuser von Serben und Roma in Brand. Die Flüchtlinge leben heute in Serbien oder Staaten der Europäischen Union.

    Der Regen in den vergangenen Tagen hat den Weg in eine Schlammpiste verwandelt. »Wir haben leider keine Kanalisation hier«, entschuldigt sich Mirko Sandic und stapft durch tiefe Pfützen. Der stämmige Mann zieht den Reißverschluss seiner Trainingsjacke hoch. Nachmittags wird es empfindlich kalt am Donauufer am Stadtrand von Belgrad. »Schon zehn Jahre leben wir in diesem Loch«, sagt Sandic und deutet auf eine Holzhütte. 500 Roma leben in der Barackensiedlung in einer Industriebrache mit dem Namen »Deponija«. Sandic war mit seiner Familie im Juni 1999 aus Kosovo in die serbische Hauptstadt geflohen.

    Mirko Sandic ist einer der Flüchtlinge des Kosovo-Krieges, die von der Welt vergessen wurden. »Wir sind damals aus unserem Dorf im Osten Kosovos geflohen, weil wir Angst hatten«, erinnert er sich. Nationalistische Albaner hätten im Nachbardorf die Häuser von Nicht-Albanern angezündet. Daraufhin sei die Familie nach Belgrad geflohen. »Ich sammle und verkaufe Altpapier«, erklärt Sandic, wie sich die Familie seither über Wasser hält. »Die Rückkehr ist unmöglich«, meint er, »Wir haben immer noch Angst.«

    Die Sandics sind kein Einzelfall. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR schätzt, dass nach der NATO-Intervention im Frühjahr 1999 weit über 200 000 Serben, Roma und andere Nicht-Albaner aus Kosovo geflohen sind. Die meisten haben sich in Serbien in Sicherheit gebracht. Vor allem Roma haben auch versucht, in ein Land der Europäischen Union zu gelangen. Der Weg dorthin war freilich gefährlich. Die italienische Presse berichtete im Sommer 1999 immer wieder von Kosovo-Roma, die beim Versuch, die Adria zu überqueren, ertrunken waren. Eine Statistik über die Zahl der Toten wurde nie erstellt. Alleine in Deutschland leben heute über 35 000 Kosovo-Roma.

    Für die westlichen Staaten ist die Flüchtlingstragödie bis heute ein politisches Problem, über das ungern gesprochen wird. Offiziell wurden die NATO-Luftangriffe mit der Notwendigkeit begründet, es gelte, »ethnische Säuberungen« zu stoppen, die das Regime von Slobodan Milosevic gegen die kosovo-albanische Bevölkerung angeordnet habe. Aber nach dem Einmarsch der NATO-Truppen unternahmen diese andererseits nichts, um die Vertreibung von Serben und Roma durch nationalistische Albaner zu stoppen. »Es brannten einfach überall Häuser«, erinnert sich Claude Cahn vom European Roma Right Center (ERRC), dessen Beobachter im Sommer 1999 die NATO scharf kritisierten.

    Auch zehn Jahre später bleibt die Lage angespannt. Zwar kommt es in Kosovo nicht mehr zu militärischen Auseinandersetzungen. Aber dauerhafter Frieden ist auch nicht in Sicht. Erst vor rund zehn Tagen wurde nachts aus Maschinenpistolen auf das Haus einer Rückkehrerfamilie im Dorf Ljug in Ostkosovo geschossen. In der Nähe wurden am Abend zuvor zwei Rückkehrerhäuser angezündet. Die wenigen tausend Serben und Roma, die in mehrheitlich von Albanern besiedelte Gegenden zurückgekehrt sind, leben in einem Klima von Drohungen und Übergriffen.

    Das mussten bisher auch die deutschen Behörden einräumen. Während die Innenminister Kosovo- Albaner und andere albanische sprechende Minderheitengruppen wie die Ashkali aus Deutschland abschieben lassen, gilt für Kosovo-Roma und Kosovo-Serben aus Sicherheitsgründen noch immer ein Abschiebestopp. Menschenrechtsgruppen und Betroffene fürchten allerdings, dass dieser bald fallen gelassen wird. Im Februar hat die Berliner Große Koalition die Forderung der LINKEN nach dauerhaftem Bleiberecht für die Kosovo-Flüchtlinge in Deutschland abgelehnt

    *** Aus: Neues Deutschland, 24. März 2009

    -
    Hier als Erinnerung die Fahne des Landes nach UNO-Angaben:


  10. #270

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    Zitat Zitat von bumbum Beitrag anzeigen
    ein arbeitsloser mit fehlender sozialisierung.

    zumindest jetzt hat sein Leben einen Sinn

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