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Protektorat Kosovo

Erstellt von Amphion, 16.02.2009, 22:42 Uhr · 578 Antworten · 26.951 Aufrufe

  1. #371
    Avatar von BOSs

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    Zitat Zitat von Krosovar Beitrag anzeigen
    Blablablaba

    Das ist der komplette Inhalt hier, kurz zusammengefasst.
    Danke!
    Eine sehr gute Zusammenfassung von dir.

  2. #372

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    an Interessierte:

    Aktuell gibt es einen Radiobeitrag über das Kosovo.
    Mit Bezugnahme auf die Jugendlichen des Gebietes und deren Zukunftsaussichten.
    Sender: Deutschlandfunk

  3. #373
    Avatar von Dukagjin

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    Wenn ich Tadic wäre würde ich Kosovo den Albanern überlassen und dafür der EU beitreten
    Danach könnt er den Beitritt Albaniens blockieren und das Kosovo zurückfordern..^^
    du vergisst holland und du vergisst, dass albanien in der nato ist und somit das gleiche fordern könnte.

  4. #374

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    nach Überprüfung der Aktualität ist das heutige Ergebnis folgendes:
    - Kosovo ist weiterhin und verbleibt bis auf weiteres ein Protektorat
    - Kosovo/Metochia ist weiterhin Bestandteil Serbiens
    - Die UNO hat weiterhin Kosovo nicht anerkannt

    dazu kommt neu hinzu, daß:
    - sich die Beziehungen zu Serbien schneller verbessern als mancher erhofft
    - viele eur. Regierungen weiterhin Serbien als den Stabilitätsfaktor betrachten und ihm vergleichsweise ein unvergleichbar grösseres Vertrauensgewicht einräumen


    Die genaue Aufteilung Kosovo - Metochia war mir nicht ganz klar, wo sie Verlaufe.
    Hier die Karte dazu:

  5. #375

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    ein User hat folgenden Post hinterlegt:
    http://www.balkanforum.info/f9/schon-eu-nato-protektorat-statt-unabhaengigkeit-26372/#post591105
    Zitat Zitat von rapnationcrew Beitrag anzeigen
    Die Serben mögen die EU nicht weil sie pro amerikanisch Orientiert ist und zugelassen hat das über Serbien Bomben fliegen, Radioaktives Material vertstreut wurde, obwohl das in der EU verboten ist. Serbien und Kosvos bleiben auf bis zu über 70 Jahre verstrahlt, wir danken dir Nato, wir danken dir EU, vor allem Danken wir den Amerikanern die die Vernichtung der Menscheit planen.
    […]
    hat jemand hierzu weitergehende Information, inwieweit der Inhalt des Post oben stimmt, und falls ja, ob es schon zu gesundheitlichen Auswirkungen gekommen ist?

    Nach dem ersten Krieg der USA in den Irak wurden auch solche bzw. ähnliche Waffen eingesetzt. Die Folgen hieraus sind bekannt, die eigenen US-Soldaten klagen immer häufiger über ihren Gesundheitszustand, wenn nicht schon über Schlimmerem.

  6. #376
    Avatar von sonja1612c

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    Bush und Berlin - Thema auf dem Kölner Hiroshima-Gedenktag
    Nach der Atombombe die Uranmunition
    Von Frieder Wagner

    Der Kölner Filmemacher Frieder Wagner wurde vom Friedensforum am 6. August zum Hiroshima-Gedenktag auf die Domplatte eingeladen. Dort hielt er auf Grundlage seiner Recherchen eine Rede - nicht nur über Atombomben, sondern auch über die verheerenden Folgen der in Serbien, Irak und Afghanistan eingesetzten Uranmunition, von denen die Bundesregierung wahrheitswidrig behauptet, darüber sei ihr nichts bekannt. Wir geben seine Rede hier leicht gekürzt wieder. – Die Redaktion.

    Uranmunition - die heute wohl furchtbarsten Waffen

    Uranmunition und Uranbomben sind die wohl furchtbarsten Waffen, die heutzutage in Kriegen eingesetzt werden, weil sie die Menschheit unweigerlich in den Abgrund führen. Denn eine der Folgen der Anwendung von Uranwaffen ist, dass es bei Mensch und Tier zu Chromosomenbrüchen kommt und so der genetische Code verändert wird. Das ist seit Jahrzehnten eine wissenschaftliche Tatsache und der amerikanische Arzt Dr. Hermann Joseph Muller hat dafür schon 1946 den Nobelpreis bekommen. Trotzdem haben die alliierten Streitkräfte in den vergangenen fünf Kriegen so getan, als würde es diese Tatsachen nicht geben: 1991, im ersten Irakkrieg haben die alliierten Streitkräfte mindestens 320 Tonnen dieser Uranmunition eingesetzt. Aus einer vertraulichen Mitteilung des britischen Verteidigungsministeriums wissen wir inzwischen, dass nach ihren Erkenntnissen schon die Anwendung von 40 Tonnen dieser Uranmunition zu 500.000 Nachfolgetoten führt und zwar durch so entstehende hoch aggressive Krebstumore und Leukämien.

    Beispiel: die serbische Stadt Hadzici

    1995 im Bosnienkrieg wurde die kleine serbische Stadt Hadzici, 15 km entfernt von Sarajewo, mit Uranbomben vom Typ GBU 28 bombardiert, der Grund: die Serben hatten dort ein Panzerreparaturwerk. Damals ahnten die Serben, dass die Auswirkungen der eingesetzten Bomben auch nach ihrer Anwendung noch lebensgefährlich für die Bewohner sein könnten und siedelten 3.500 Bürger von Hadzici in das Gebirgsstädtchen Bratunac um. Aber es war zu spät, denn viele dieser Menschen hatten sich schon kontaminiert. In den folgenden fünf Jahren starben von den umgesiedelten Bürgern aus Hadzici 1.112 an aggressiven Krebserkrankungen. Der britische Journalist Robert Fisk schrieb darum zu Recht im "Independent": Man hätte auf die Grabsteine dieser Menschen schreiben können: Gestorben an den Folgen von Uranmunition.

    Was ich im Irak, im Kosovo und in Serbien an schwerst missgebildeten, gerade geborenen Babys sehen musste, verfolgt mich noch heute in meinen Träumen. Denn durch die Anwendung dieser Uranmunition und -bomben sind im Irak, im Kosovo und natürlich auch in Afghanistan heute inzwischen ganze Regionen wegen der radioaktiven und hoch giftigen Kontamination nicht mehr bewohnbar…Und das liest man hier in keiner Zeitung und man erfährt es auch nicht aus den TV-Medien, weil das Thema „Uranmunition und die Folgen" ein Tabuthema geworden ist. Denn nicht die viel beschworene Klimakatastrophe ist heute die unbequemste Wahrheit, nein die unbequemste Wahrheit sind die Folgen der Uranmunition.

    Ich prognostiziere hier an dieser Stelle, und bin da einig mit vielen unabhängigen Wissenschaftlern weltweit, dass von unseren Tausenden eingesetzten deutschen Soldaten im Kosovo und in Afghanistan - und das gilt natürlich für alle anderen Soldaten auch - etwa 30 % durch Uranmunition kontaminiert nach Hause zurück kommen werden. Und diese jungen Soldaten werden alle mit ihren Ehefrauen Kinder zeugen und werden, ohne es zu wissen, ihre Kontamination an ihre Kinder und Kindeskinder weitergeben, mit allen furchtbaren Folgen…

    Siehe auch „Tabuthema Uranmunition – warum spielen unsere Medien da mit? Das leise Sterben nach dem Krieg“ von Dr. Sabine Schiffer in NRhZ 137. Hier erfahen sie mehr über Frieder Wagners Dokumentarfilm »Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra«.

    Online-Flyer Nr. 159 vom 13.08.2008
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  7. #377
    Ferdydurke
    Hadzici eine serbische Stadt??????

  8. #378
    Avatar von sonja1612c

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    «Als die Bäume mitten im Sommer ihre Blätter verloren ?»


    Die Nato-Kriege im ehemaligen Jugoslawien

    Eine Bosnierin berichtet 2006 auf die Frage «Wie geht es in Ihrem Land?»: «Vor dem Krieg lebten die Völker Jugoslawiens friedlich zusammen, wir hatten alle genügend zu essen, und die medizinische Versorgung der Menschen war gesichert. Als der Krieg kam und mit ihm die Uranmunition und der viele andere Dreck, verloren zuerst mitten im Sommer die Bäume ihre Blätter. Dann begannen die Menschen an Krebs zu sterben. Von meiner Generation lebt die Hälfte nicht mehr. So war es in jedem Land des ehemaligen Jugoslawiens, in das der Krieg getragen wurde. Zuerst starben die Bäume, dann die Menschen.»
    zf. Warum wird über die Folgen der Nato-Bombardierungen mit Uranwaffen, Bosnien 1995 und Serbien-Kosovo 1999, beharrlich geschwiegen? Auch wenn vollständige Daten nach wie vor fehlen, beobachten wir heute eine ungewöhnliche Zunahme bösartiger Tumore und eine erhöhte Sterblichkeit.

    Bosnien 1995

    Nach Aussagen von Professor Nedeljkovic von der Universität Nis sind die Folgen des Nato-Bombardements während des Bosnien-Krieges verheerend und besonders am Beispiel der Ortschaft Hadzici zu sehen. Er hält fest: «Praktisch hat dieser Ort seine ganze Bevölkerung auf Grund der explosionsartigen Entwicklung von Krebserkrankungen in den Jahren nach den Bombardierungen verloren.»
    Quelle: Le Courrier des Balkans, Übersetzung von Persa Aligrudic; Erstveröffentlichung am 27.9.06, online am 2.10.06
    Die Serben ahnten, dass die Bevölkerung von Hadzici nach der Bombardierung einer gefährlichen Kontamination ausgesetzt sein könnte, und siedelten 3500 Bürger in das serbische Gebiet Bosniens nach Bratunac um ? aber es war zu spät, denn viele Menschen waren bereits verseucht.
    Eine Bürgerin von Hadzici erzählt: «Wir wohnten im Zentrum von Hadzici. In der Nähe gab es eine Reparaturwerkstatt der serbischen Armee. Die Gegend wurde am häufigsten bombardiert. Und auch das Zentrum wurde bombardiert. Was wussten wir einfachen Leute denn, worum es ging? Dass hier aber etwas nicht stimmte, hat uns ein Fall bewiesen: Ein kleines Mädchen hat in einem Bombenkrater gespielt und anschliessend fielen ihr alle Fingernägel ab. Sie wurde ins Militärkrankenhaus nach Belgrad gebracht zu weiteren Untersuchungen. Offensichtlich war etwas in der Kratererde, was das verursacht hat. Das ist alles so schrecklich.»
    Von den 3500 Umgesiedelten aus Hadzici starben in den nächsten 5 Jahren 1112 an Krebserkrankungen ? fast ein Drittel dieser Menschen.

    Kosovo und Serbien 1999

    Gemäss der zugänglichen Information sind im Laufe der 78 Tage dauernden Operation «Engel der Barmherzigkeit» 15 Tonnen abgereichtertes Uran auf 7 Orte im Süden Serbiens, vor allem rund um Vranje und Bujanovac, und nahezu 20 Tonnen auf 105 Orte in Kosovo, insbesondere rund um Prizren und Pec, abgeworfen worden.
    Quelle: Le Courrier des Balkans, Übersetzung von Persa Aligrudic; Erstveröffentlichung am 27.9.06, online am 2.10.06

    Mitar Visnic, Ex-Major der serbischen Armee: «Wir waren überzeugt, dass man die Uranmunition hier nicht anwenden würde. Wir haben gedacht, dass es nur ein kleiner Krieg wird. Heute sehe ich, es war ein gut vorbereiteter Krieg, dreckig und heimtückisch, und dass wir nur Spielfiguren waren, an denen man alles ausprobieren konnte. Oder man wollte etwas loswerden, wovon man zuviel hatte.»
    Die Serben selbst haben während der Angriffe der alliierten Nato-Verbände akribisch alle Angriffe und Bombardierungen dokumentiert und kontaminierte Gebiete entsprechend gekennzeichnet.
    Der frühere finnische Umweltminister Pekka Haavisto, der Vorsitzende des UNEP-Untersuchungsteams, war verärgert, weil die Nato beinahe eineinhalb Jahre die Herausgabe von geographischen Angaben hinauszögerte. Haavisto: «Wir stellten mitten in Dörfern, wo Kinder spielten, Strahlung fest. Wir waren überrascht, dass dies noch eineinhalb Jahre später [nach dem Krieg] der Fall war. Die Menschen bewahrten Munitionssplitter als Souvenirs auf, und in den verseuchten Gebieten grasten Kühe. Das bedeutet, dass der verseuchte Staub in die Milch gelangen kann.»
    Quelle: Helen Caldicott, Atomgefahr USA. Die nukleare Aufrüstung der Supermacht, München 2003, ISBN 3-7205-2385-3, S. 268
    «Im November 2002 bestätigte das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) das Vorhandensein von abgereichertem Uran an Orten, die von der Nato bombardiert worden waren. Dort liess sich ein 100-facher Anstieg der Urankonzentration im Grundwasser feststellen. Die Sterblichkeitsrate in diesen Gebieten hat sich verdoppelt, zumeist auf Grund von Krebs sowie Leukämieerkrankungen bei Kindern.»
    Quelle: Helen Caldicott, a.a.O., S. 267f.
    Erst auf Drängen der Serben hat die Nato eine Karte veröffentlicht, auf der sie die Gebiete der Uranwaffeneinsätze gekennzeichnet hat. Vergleicht man diese Aufzeichnungen mit denen der Serben, so stellt sich heraus, dass die Angaben der Nato nur die Hälfte der tatsächlichen Uranwaffeneinsätze aufzeigt.
    Nach Ansicht der Nato drohen der Bevölkerung in diesen Regionen auch keine Gefahren.
    Dazu der serbische Oberst Predrag Manoj­l­ovic: «Natürlich haben wir solche Berichte nicht akzeptiert, weil wir der Meinung sind, dass es sich um radioaktive Munition handelt, die vielerlei Erkrankungen bei der Bevölkerung verursachen kann, und dass die Gefahr immer bleiben wird. Unser Ziel war es, das wegzuräumen, die Gefahren zu begrenzen und zu verhindern, dass abgereichertes Uran zu einer Gefährdung wird, in die Nahrungskette, das Grundwasser gelangt und damit die Bevölkerung, die Tiere und den ganzen Lebensraum bedroht.»
    Inzwischen hat die serbische Armee seit 2003 erfolgreich die Sanierung einiger kontaminierter Gebiete abschliessen können. Dabei wurde Geschoss für Geschoss der Uranmunition ausgegraben und der verseuchte Boden auf einer Giftmülldeponie entsorgt. Aber jetzt fehlt das Geld, diese wichtige Arbeit fortzusetzen.
    Dr. Radomir Kovacevic, Institut für Arbeitsmedizin und Strahlenschutz, Belgrad, im Frühjahr 2006: «Wir erhalten jedes Jahr von unserer Regierung sogenannte ?Jährliche Statistiken?. Momentan beschäftigen wir uns sehr mit dem Uran-238 und wie stark dieses Uran auf uns einwirkt. Die serbische Industrie ist in den letzten 10 Jahren durch den Krieg, durch Sanktionen und durch alles mögliche völlig ausgelöscht worden, so dass keine Emission gefährlicher Chemikalien durch die Industrie in unser Ökosystem möglich war.
    Aber die Belastungen, die uns physisch betrachtet seit Tschernobyl betreffen, haben sich in der Natur durch das Uran-238 der Uran­waffen deutlich verstärkt, so dass es hier jetzt eine zusätzliche grosse Belastung gibt. Deshalb beobachten wir die Risikogruppen Kinder und alte Menschen sehr genau. In den letzten 5 Jahren sind die Todesfälle von bösartigen Krebserkrankungen drastisch auf 9 Prozent gestiegen. Unsere Prognosen sagen, dass diese Zahl in den kommenden 10 Jahren auf 20 Prozent steigen wird.» ?


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  9. #379

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    Zitat Zitat von sonja1612c Beitrag anzeigen
    Bush und Berlin - Thema auf dem Kölner Hiroshima-Gedenktag
    Nach der Atombombe die Uranmunition
    Von Frieder Wagner

    Der Kölner Filmemacher Frieder Wagner wurde vom Friedensforum am 6. August zum Hiroshima-Gedenktag auf die Domplatte eingeladen. Dort hielt er auf Grundlage seiner Recherchen eine Rede - nicht nur über Atombomben, sondern auch über die verheerenden Folgen der in Serbien, Irak und Afghanistan eingesetzten Uranmunition, von denen die Bundesregierung wahrheitswidrig behauptet, darüber sei ihr nichts bekannt. Wir geben seine Rede hier leicht gekürzt wieder. – Die Redaktion.

    Uranmunition - die heute wohl furchtbarsten Waffen

    Uranmunition und Uranbomben sind die wohl furchtbarsten Waffen, die heutzutage in Kriegen eingesetzt werden, weil sie die Menschheit unweigerlich in den Abgrund führen. Denn eine der Folgen der Anwendung von Uranwaffen ist, dass es bei Mensch und Tier zu Chromosomenbrüchen kommt und so der genetische Code verändert wird. Das ist seit Jahrzehnten eine wissenschaftliche Tatsache und der amerikanische Arzt Dr. Hermann Joseph Muller hat dafür schon 1946 den Nobelpreis bekommen. Trotzdem haben die alliierten Streitkräfte in den vergangenen fünf Kriegen so getan, als würde es diese Tatsachen nicht geben: 1991, im ersten Irakkrieg haben die alliierten Streitkräfte mindestens 320 Tonnen dieser Uranmunition eingesetzt. Aus einer vertraulichen Mitteilung des britischen Verteidigungsministeriums wissen wir inzwischen, dass nach ihren Erkenntnissen schon die Anwendung von 40 Tonnen dieser Uranmunition zu 500.000 Nachfolgetoten führt und zwar durch so entstehende hoch aggressive Krebstumore und Leukämien.

    Beispiel: die serbische Stadt Hadzici

    1995 im Bosnienkrieg wurde die kleine serbische Stadt Hadzici, 15 km entfernt von Sarajewo, mit Uranbomben vom Typ GBU 28 bombardiert, der Grund: die Serben hatten dort ein Panzerreparaturwerk. Damals ahnten die Serben, dass die Auswirkungen der eingesetzten Bomben auch nach ihrer Anwendung noch lebensgefährlich für die Bewohner sein könnten und siedelten 3.500 Bürger von Hadzici in das Gebirgsstädtchen Bratunac um. Aber es war zu spät, denn viele dieser Menschen hatten sich schon kontaminiert. In den folgenden fünf Jahren starben von den umgesiedelten Bürgern aus Hadzici 1.112 an aggressiven Krebserkrankungen. Der britische Journalist Robert Fisk schrieb darum zu Recht im "Independent": Man hätte auf die Grabsteine dieser Menschen schreiben können: Gestorben an den Folgen von Uranmunition.

    Was ich im Irak, im Kosovo und in Serbien an schwerst missgebildeten, gerade geborenen Babys sehen musste, verfolgt mich noch heute in meinen Träumen. Denn durch die Anwendung dieser Uranmunition und -bomben sind im Irak, im Kosovo und natürlich auch in Afghanistan heute inzwischen ganze Regionen wegen der radioaktiven und hoch giftigen Kontamination nicht mehr bewohnbar…Und das liest man hier in keiner Zeitung und man erfährt es auch nicht aus den TV-Medien, weil das Thema „Uranmunition und die Folgen" ein Tabuthema geworden ist. Denn nicht die viel beschworene Klimakatastrophe ist heute die unbequemste Wahrheit, nein die unbequemste Wahrheit sind die Folgen der Uranmunition.

    Ich prognostiziere hier an dieser Stelle, und bin da einig mit vielen unabhängigen Wissenschaftlern weltweit, dass von unseren Tausenden eingesetzten deutschen Soldaten im Kosovo und in Afghanistan - und das gilt natürlich für alle anderen Soldaten auch - etwa 30 % durch Uranmunition kontaminiert nach Hause zurück kommen werden. Und diese jungen Soldaten werden alle mit ihren Ehefrauen Kinder zeugen und werden, ohne es zu wissen, ihre Kontamination an ihre Kinder und Kindeskinder weitergeben, mit allen furchtbaren Folgen…

    Siehe auch „Tabuthema Uranmunition – warum spielen unsere Medien da mit? Das leise Sterben nach dem Krieg“ von Dr. Sabine Schiffer in NRhZ 137. Hier erfahen sie mehr über Frieder Wagners Dokumentarfilm »Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra«.

    Online-Flyer Nr. 159 vom 13.08.2008
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    wieso werden solche Informationen nicht publik gemacht, so, daß sie jeden Menschen erreichen, zumindest einen sehr großen Teil?

  10. #380

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    Experiment Kosovo

    Berliner Zeitung, 10.06.2009
    -
    Experiment Kosovo

    Norbert Mappes-Niediek

    Kann man einen Staat von außen aufbauen?

    Mit dem Waffenstillstandsabkommen für das Kosovo, geschlossen am 10. Juni 1999, begann ein einzigartiges Experiment. Innerhalb von Wochen ergossen sich zu Tausenden fremde Soldaten, Beamte und Polizisten in das Nachkriegsland, bereit, seiner Bevölkerung in Rekordzeit einen schlüsselfertigen demokratischen Rechtsstaat hinzustellen. Heute, nach zehn Jahren, ist das letzte Wort über das Experiment noch nicht gesprochen. Die Zwischenbilanz fällt jedoch ernüchternd aus.

    Im Kosovo herrscht heute Friede. Albaner und Serben können sich frei bewegen. Dieser Erfolg verdankt sich dem Sieg der Nato, dem Sturz der gewaltbereiten Regierung in Belgrad im Jahr darauf, der internationalen Schutztruppe und nicht zuletzt der Aussicht, dass die ganze Region über kurz oder lang Teil eines vereinten Europas sein könnte. Die Verwaltungsoffensive aber hatte eine viel weiter gehende Mission: Sie sollte die Demokratie durchsetzen, Bürgerrechte garantieren, funktionierende Gerichte und Behörden schaffen.

    Zehn Jahre später ist von alledem wenig zu spüren. Polizei und Justiz stehen den informellen Machthabern, den Dorfchefs, den Partei- und den Mafiagrößen noch immer hilflos gegenüber. Zwar gibt es freie und geheime Wahlen. Aber die Parteien stehen nicht für politische Optionen. Sie werden vielmehr als Schutz- und Ordnungsmacht gebraucht.

    Solange vor Ort einer das Sagen hat, kann man sicher sein, bei den Machtkämpfen nicht zwischen die Fronten zu geraten. Besser, nur eine Partei fordert Loyalität und heimliche Steuern ein, als zwei tun das. Dass in vielen Gegenden eine Partei über 90 Prozent der Stimmen bekommt, ist dem verständlichen Wunsch nach Ruhe und Frieden geschuldet. Sachgerechte Entscheidungen unabhängiger Behörden und Gerichtsurteile gegen korrupte Mächtige sind in diesem System eine Bedrohung: Sie bringen den Frieden in Gefahr.

    Die internationale Verwaltung, bis zum vorigen Jahr noch letzte Instanz in allen Fragen, war als Modell für eine bessere Organisation der Gesellschaft ungeeignet. Sie war Legislative, Exekutive und Judikative in einem und widersprach durch ihre pure Existenz dem Grundsatz der Gewaltenteilung, den sie doch lehrte. Und wenn Amerikaner und Festland-Europäer über das beste Rechts- oder Ausbildungssystem stritten, dann taten sie es meistens entlang nationaler Bruchlinien - genau wie vor Kurzem noch Serben und Albaner.

    Schlimmer noch: Die Verwalter haben das Machtsystem des Kosovo für sich genützt, statt es abzulösen. Den Uno-Sonderbeauftragten war es recht, wenn sie ihre politischen Ziele über lokale Machthaber durchsetzen konnten. Wenn die Potentaten korrupt waren, umso besser. Dann konnte man ihnen bei Bedarf die Daumenschrauben zeigen. Das Machtmodell ist aus dem Zeitalter des Kolonialismus bekannt, und in Grundzügen funktioniert es im Kosovo, das seit einem Jahr unabhängig ist, auch heute. Immer wieder unterstellen ominöse "Geheimdienstberichte" Premier Hashim Thaçi eine Verstrickung ins organisierte Verbrechen. Geklärt werden die Vorwürfe nie. Solange alles offen bleibt, so die Hoffnung, lässt der Mann sich am Nasenring führen. Moderne Beamte mögen ja den Rechtssaat schätzen. Aber demokratische Entscheidungen erleben sie wohl in jedem System als störend. Zum Glück sind sie nicht überall, wie im Kosovo, letzte Instanz.
    -

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