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Protektorat Kosovo

Erstellt von Amphion, 16.02.2009, 22:42 Uhr · 578 Antworten · 26.975 Aufrufe

  1. #41

    Registriert seit
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    8.629
    stimmt mit ein brüder und schwerstern ...


  2. #42

    Registriert seit
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    23.630

    puella, bitte das Thema beachten.

  3. #43

    Registriert seit
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    2.317
    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen

    puella, bitte das Thema beachten.
    Das thema ist zu schwerr um beachtet zu werden. Vieleicht die naechste generation der albaner kann dieses Thema beachten.

  4. #44

    Registriert seit
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    Beiträge
    8.629
    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen

    puella, bitte das Thema beachten.

    jawohl


    peace.

  5. #45
    Ghostbrace
    Das Serbien von der braun-roten Scheisse unterstützt wird ist ja nichts neues.

  6. #46

    Registriert seit
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    23.630
    Zitat Zitat von Gargamel Beitrag anzeigen
    Das Serbien von der braun-roten Scheisse unterstützt wird ist ja nichts neues.

    hast du dich endlich im Spiegel erkannt?

  7. #47

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    ZEIT online 16.2.2008 - 07:38 Uhr
    [http://www.zeit.de/online/2008/08/kosovo-unabhaengigkeit-analyse]
    Kosovo

    Beschränkt souverän

    Von Norbert Mappes-Niediek
    Die Kosovaren feiern ihre bevorstehende Unabhängigkeit.
    Diese besteht jedoch erst einmal in Gestalt eines weiteren Semi-Protektorats der EU - dessen Stabilität ständig bedroht ist

    Schlimmer hätte es mit der Unabhängigkeit kaum beginnen können. Die Regierung des Kosovos hatte für Freitag Mittag, halb zwei, zu einer Pressekonferenz ins eigens für diese Tage eingerichtete Medienzentrum eingeladen. Minuten später schon raunte die halbe Stadt: Jetzt schon? Doch nicht erst am Sonntag? Die Pressesprecherin des Premierministers beruhigte: Nein, heute nicht. Aber der Premierminister werde bekanntgeben, wann genau das Parlament des Kosovos sich für souverän erklären wolle.

    Die vielen hundert Journalisten, die seit Tagen durch die Straßen von Prishtina streifen und Plakate fotografieren, quetschten sich pünktlich in den Konferenzsaal im Grand Hotel. Premier Hashim Thaci saß schon im Auto, als ihn ein Anruf ereilte. "No way", dekretierte am anderen Ende der Leitung eine feste Frauenstimme - so gehe das nicht. Die Stimme gehörte Tina S. Kaidanow, der Leiterin des US-Verbindungsbüros in Prishtina.
    Thaci fuhr trotzdem zum Grand Hotel, ließ der staunenden Weltpresse aber erst einmal ausrichten, der Termin der Unabhängigkeit sei "nicht das Thema dieser Pressekonferenz". Dann trat er selbst ans Mikrofon, sagte aus dem Stegreif ein paar Sätze zum Schutz von Minderheiten auf und verschwand so rasch, wie er gekommen war.

    So peinlich die Szene ist, so gut passt sie auch. Die Regie für die Unabhängigkeit oder für das, was man dafür halten soll, liegt in diesen Tagen ganz in den Händen der Amerikaner. Deshalb auch der ungewöhnliche Sonntagstermin: Die US-Vertreterin fürchtet Spannungen, und eine sofort einberufene Sitzung des Sicherheitsrates könnte die Wogen noch höher gehen lassen. Der libyschen Präsidentschaft im Sicherheitsrat kommt der Part zu, ein entsprechendes Begehren Serbiens oder Russlands in New York erst einmal hinauszuzögern. Die Chancen stehen gut: Montag ist in den USA Feiertag.

    Aber selbst wenn der Termin geschafft ist, wird das Kosovo kaum viel souveräner werden. Die neue Verfassung, die die Abgeordneten in den nächsten Wochen verabschieden sollen, ist dem “Souverän” noch immer unbekannt. Eine albanische oder Textversion gibt es noch gar nicht. Aber auch der englische Entwurf, in wesentlichen Teilen vom Zentrum für Minderheitenfragen (ECMI) im deutschen Flensburg erstellt, macht für die Zukunft wenig Hoffnung.

    Die Macht geht nach der künftigen Verfassung des Kosovos nicht vom Volke oder vom Parlament, sondern von einer "Internationalen Verwaltungsbehörde" (ICO) aus, die von der EU aufgebaut wurde und von den EU-Außenministern am Montag offiziell ins Kosovo "entsandt" werden soll. Nach Artikel 145 soll die EU-Behörde selbst dann noch die “letzte Autorität” sein, wenn es gilt, die oktroyierte Verfassung zu “interpretieren”. Die Polizei- und Justizmission EULEX, ebenfalls unter dem Schirm der EU, hat sich für unbestimmte Zukunft weitere wesentliche Kompetenzen gesichert.

    Bereits seit achteinhalb Jahren wird das Kosovo de iure von den Vereinten Nationen und de facto von den großen EU-Staaten dirigiert. Mit beschämenden Ergebnissen: Die Arbeitslosigkeit liegt bei fünfzig Prozent. Die Kosovo-Serben wurden zu Zehntausenden vertrieben oder aus dem Lande geekelt. Am massivsten geschah das in einem tagelangen Pogrom vor vier Jahren, als albanische Extremisten Jagd auf serbische Zivilisten machten und orthodoxe Kirchen bedrohten - unter den Augen von je über 3000 UN-Polizisten und Soldaten der Nato-geführten Schutztruppe Kfor.
    Dass die Kosovo-Albaner auch künftig an so kurzer Leine gehalten werden, ist Ausfluss eines nicht ganz unberechtigten Misstrauens auf europäischer Seite: Das schlimme Pogrom vom März 2004 vermochten die albanischen Politiker, bis auf eine einzige Ausnahme, nur mit lauwarmen Erklärungen zu verurteilen. Berichte über die Verstrickung Kosovo-albanischer Parteien in Drogen-, Waffen- und Frauenhandel lassen ebenfalls wenig Vertrauen entstehen. Hinzu kommt in westlichen Ministerkreisen ein schlechtes Gewissen gegenüber Serbien, das auf die nun auch rechtliche Abtrennung seiner einstigen Südprovinz mit unerwartet ausdauerndem Protest und selbstzerstörerischen Isolationsdrohungen reagiert.

    Keine glückliche Mischung von Motiven offenbar: Was "Unabhängigkeit" heißt und ab morgen gebührend gefeiert werden soll, ist bei näherem Hinsehen bloss die Geburt eines dritten europäischen Semi-Protektorats auf dem Balkan – des dritten nach dem unglücklichen Bosnien und dem streng bevormundeten Albanien. Und wenig spricht dafür, dass das Experiment beim dritten Versuch gelingt.

    Die kosovo-albanischen Politiker, die der Idee nach ihre Autorität für Rechtsstaatlickeit und zum Schutz der serbischen Minderheit einsetzen sollen, stehen nach Dutzenden Demütigungen wie der am Freitag machtlos und beschämt vor ihren Wählern. Premier Thaci, der als Anführer der Kosovo-Befreiungsarmee UCK den Kampfnamen "die Schlange" trug, wird von einstigen Anhängern inzwischen als "der Regenwurm" verspottet.
    Auch eine ebenfalls EU-geführte Mission von 1800 bis 1900 Polizisten, Richtern, Staatsanwälten und Zollbeamten, die für Recht und Ordnung sorgen soll, bürgt kaum für eine besser Zukunft. Ausdrücklich reserviert hat sich die Mission das Recht auf Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität (OK). Beide Übel aber gedeihen gerade unter internationaler Aufsicht besonders gut. UN-Beamte, die unter der Hand Aufträge vergeben und Schmiergelder kassieren, werden kaum belangt und im schlimmsten Fall diskret nach Hause geschickt. Das EU-geführte OK-Kommissariat hat schon bisher keinen einzigen größeren Fall zu Ende gebracht. So viel bösen Willen, dass er es an schlimmen Folgen mit dem Schlendrian der UN aufnehmen könnte, müssen die kosovo-albanischen Politiker erst einmal aufbringen.

    Gefeiert wird im Kosovo trotzdem. Immerhin sei die Unabhängigkeit doch so etwas "wie die Scheidung nach einer traumatischen Ehe", verbunden mit der in solchen Fällen typischen Erleichterung, sagt eine Albanerin, die die Grausamkeit der serbischen Polizeiherrschaft und den bürokratischen Zynismus der ausländischen Missionen in vollen Zügen miterlebt hat. Sonntag Abend will die Regierung zum Gedenken an den großen Tag im Zentrum von Prishtina einen Obelisken errichten lassen. Ein schönes Symbol, ebenso triumphal wie nichtssagend.



    ZEIT online

  8. #48
    Avatar von illyrian_eagle

    Registriert seit
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    Beiträge
    6.793
    Balkanmensch was willst du uns eigentlich sagen.....

    Irgendwie bringt dein Bemühen kein ergebnis hervor.....

  9. #49

    Registriert seit
    28.09.2008
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    23.630
    Zitat Zitat von illyrian_eagle Beitrag anzeigen
    Balkanmensch was willst du uns eigentlich sagen.....

    Irgendwie bringt dein Bemühen kein ergebnis hervor.....

    Bis jetzt noch gar nichts, es weigert sich so fast jeder aus der betreffenden Region das Thema frei zu behandeln. Beachte wie dumm manche handeln, die Feststellung daß die UNO das Gebiet (noch) nicht anerkannt habe, hat schon zu schwersten Verwerfungen geführt.

    Nur eine sachliche Auseinandersetzung führen wäre das beste, eine Meinung vertreten kann jeder, und meistens idt die Meinung eines jeden irgendwo richtig aber auch irgendwo falsch.
    Sammelt man aber Argumente, so bietet sich langsam ein anderes Puzzle des Bewußtseins an.

  10. #50
    Lance Uppercut
    Immer wieder interessant.
    Sobald Kritik wegen der Unabhängigkeit aufkommt, wird schon die Albanerhasser-Keule geschwungen. Wenn man euch aber die Eier oder Titten krault.....

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