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Regierung in Pristina muss Rückkehr von 200.000 Serben und Roma ermöglichen

Erstellt von Zivan, 04.05.2010, 05:52 Uhr · 51 Antworten · 4.106 Aufrufe

  1. #1

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    Ausrufezeichen Regierung in Pristina muss Rückkehr von 200.000 Serben und Roma ermöglichen

    Laut Westen ist der Status geregelt die Standards blieben aus. Proklamiert als "Multiethnischer Staat mit 2 Amtssprachen" wurd jedoch noch nichts für die Rückkehr von 200.000 Kosovo Serben & Roma getan. Erst 16000 sind seit 1999 zurückgekehrt. Auch Belgrad und der Westen machen da für mein Geschmack zu wenig arbeit. Man könnte zumindest den Serben aus den Dörfern ihre alten Häuser wieder aufbauen.

    Zudem muss es doch ein Weg geben auch in den Städten ein multiethnisches Leben zu schaffen. In Prizren leben nur noch 8 Serben von einst 10000 die meist in der Altstadt wohnten. Wie sieht es in der Hauptstadt aus kann Pristina nicht mit internationaler Hilfe neue Wohnblöcke für Serben errichten eventuell alte Häuser aufbauen immerhin lebten 35000 Serben in Pristina.

    Findet ihr nicht das irgendwas fehlt ich meine was ist Prizren oder Djakovica ohne ein Serben oder umgekehrt was wäre es ohne ein Albaner?

    Meine Frage an unsere albanischen Brüdern und Schwestern aus Kosovo was kann man tun wie ein multiethnisches Leben, besonders in Städten aber auch in Dörfern zu schaffen?

  2. #2

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    30.04.2010
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    117
    Während Albaner neben Dörfer vor allem in Städten bewohnten lebten die Mehrheit der Serben in Ländereien, Dörfern und kleineren Ortschaften. Serben besiedelten ein viel grösseren Teil Kosovos als sie ethnsich ausmachten.





    EDIT:

    Heute


  3. #3
    Fan Noli
    Zitat Zitat von Zivan Beitrag anzeigen
    Laut Westen ist der Status geregelt die Standards blieben aus. Proklamiert als "Multiethnischer Staat mit 2 Amtssprachen" wurd jedoch noch nichts für die Rückkehr von 200.000 Kosovo Serben & Roma getan. Erst 16000 sind seit 1999 zurückgekehrt. Auch Belgrad und der Westen machen da für mein Geschmack zu wenig arbeit. Man könnte zumindest den Serben aus den Dörfern ihre alten Häuser wieder aufbauen.

    Zudem muss es doch ein Weg geben auch in den Städten ein multiethnisches Leben zu schaffen. In Prizren leben nur noch 8 Serben von einst 10000 die meist in der Altstadt wohnten. Wie sieht es in der Hauptstadt aus kann Pristina nicht mit internationaler Hilfe neue Wohnblöcke für Serben errichten eventuell alte Häuser aufbauen immerhin lebten 35000 Serben in Pristina.

    Findet ihr nicht das irgendwas fehlt ich meine was ist Prizren oder Djakovica ohne ein Serben oder umgekehrt was wäre es ohne ein Albaner?

    Meine Frage an unsere albanischen Brüdern und Schwestern aus Kosovo was kann man tun wie ein multiethnisches Leben, besonders in Städten aber auch in Dörfern zu schaffen?
    Auf diese 200.000 kommt man nur wenn man serbische Flüchtlinge aus Kroatien und Bosnein mitzählt sowie viele Albaner die irgendwo Asyl beantragt haben und sich dafür als Roma ausgegeben haben. Also die kosovarische Regierung spricht von ca. 130.000 Serben die im kosovo leben und von 190.000 Serben die laut Volkszählung von 1991 im Kosovo gelebt haben. Und dabei von ca. 40,000 (noch) potentiellen Rückkehrern. Ein paar 10.000 sind nach dem Krieg schon zurückgekehrt. Die Rückführungen scheitert übrigens teilweise auch an Serbien und den Serben selber. ich erinnere mich beispielsweise an eine Reportaga wo Serben aus Serbien in Kosovo zurückkehren konnten, aber für ihre Rückkehr kein grünes Licht aus Serbien bekommen haben und ohne Zustimmung aus Belgrad nicht ins Kosovo zurückkehern wollten. oder auch nicht wenige Serben die nach denen ihnen die Häuser hergerichtet wurden, diese dann kurzer Hand verkauft haben.

    Darüberhinaus muss man natürlich ehrlich sein das man Serben in gewissen Gebieten nicht einfach so zurückkehren lassen kann. In Gebieten wo den Menschen viel Leid zugetragen wurde wie in Gjakova wo die serbische Soldateska ziemlich gewüttet hat, ist es schwer vermittelbar. Es würde ein Gerücht reichen das einer der zurückgekehrten Serben an einen der Verbrechen beteiligt gewesen war und die Stimmung würde ausser Kontrolle geraten. Im Krieg wurden Teile der Stadt komplett niedergebrannt, es gab Massenvergaltigungen und vor den Stadttoren wurden ein Gemetzel an 500 Menschen angerichtet. Von den rund 3.000 Menschen die im Kosovo nach dem krieg vermisst wurden, waren rund 1.000 aus Gjakova. Das hatte zur Folge das es in Gjakova eigentlich eine recht liberale Stadt (sieht man z.B. an den relativ guten Lebensbedingungen der Roma in der Stadt) keinen einzigen Serben mehr gibt.

  4. #4

    Registriert seit
    30.04.2010
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    117
    Zitat Zitat von Fan Noli Beitrag anzeigen
    Auf diese 200.000 kommt man nur wenn man serbische Flüchtlinge aus Kroatien und Bosnein mitzählt sowie viele Albaner die irgendwo Asyl beantragt haben und sich dafür als Roma ausgegeben haben. Also die kosovarische Regierung spricht von ca. 130.000 Serben die im kosovo leben und von 190.000 Serben die laut Volkszählung von 1991 im Kosovo gelebt haben. Und dabei von ca. 40,000 (noch) potentiellen Rückkehrern. Ein paar 10.000 sind nach dem Krieg schon zurückgekehrt. Die Rückführungen scheitert übrigens teilweise auch an Serbien und den Serben selber. ich erinnere mich beispielsweise an eine Reportaga wo Serben aus Serbien in Kosovo zurückkehren konnten, aber für ihre Rückkehr kein grünes Licht aus Serbien bekommen haben und ohne Zustimmung aus Belgrad nicht ins Kosovo zurückkehern wollten. oder auch nicht wenige Serben die nach denen ihnen die Häuser hergerichtet wurden, diese dann kurzer Hand verkauft haben.

    Darüberhinaus muss man natürlich ehrlich sein das man Serben in gewissen Gebieten nicht einfach so zurückkehren lassen kann. In Gebieten wo den Menschen viel Leid zugetragen wurde wie in Gjakova wo die serbische Soldateska ziemlich gewüttet hat, ist es schwer vermittelbar. Es würde ein Gerücht reichen das einer der zurückgekehrten Serben an einen der Verbrechen beteiligt gewesen war und die Stimmung würde ausser Kontrolle geraten. Im Krieg wurden Teile der Stadt komplett niedergebrannt, es gab Massenvergaltigungen und vor den Stadttoren wurden ein Gemetzel an 500 Menschen angerichtet. Von den rund 3.000 Menschen die im Kosovo nach dem krieg vermisst wurden, waren rund 1.000 aus Gjakova. Das hatte zur Folge das es in Gjakova eigentlich eine recht liberale Stadt (sieht man z.B. an den relativ guten Lebensbedingungen der Roma in der Stadt) keinen einzigen Serben mehr gibt.
    Trotzdem kann man ein Weg finden zusammenzuleben man muss einen finden anders geht es nicht. Ich meine Albaner sind keine Unschuldslämmer und Zivilisten sind Zivilisten, solche heftigen Aktionen gab es auch auf der Gegenseite. Die einstige Stadtkirche in Gjakova wurde zu einem Park umgebaut unglaublich eigentlich. Aber wie auch immer man muss zusammen warum sollen sie es nicht probieren immerhin sind es Nachbarn seit Generationen.

  5. #5
    Avatar von Opoja_Pz

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    683
    Zitat Zitat von Zivan Beitrag anzeigen
    Während Albaner neben Dörfer vor allem in Städten bewohnten lebten die Mehrheit der Serben in Ländereien, Dörfern und kleineren Ortschaften. Serben besiedelten ein viel grösseren Teil Kosovos als sie ethnsich ausmachten.





    EDIT:

    Heute

    Zu deine ersten karte von 1991 selbst 1991 haben in der Region um Dragash keine 90-100 % goranen gelebt in opoje lebten über 20-25000 albaner und das ist weitaus mehr als goranen..

  6. #6

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    16.600
    und wer verbietet ihnen die Rückkehr?

  7. #7
    Fan Noli
    Zitat Zitat von Zivan Beitrag anzeigen
    Trotzdem kann man ein Weg finden zusammenzuleben man muss einen finden anders geht es nicht. Ich meine Albaner sind keine Unschuldslämmer und Zivilisten sind Zivilisten, solche heftigen Aktionen gab es auch auf der Gegenseite. Die einstige Stadtkirche in Gjakova wurde zu einem Park umgebaut unglaublich eigentlich. Aber wie auch immer man muss zusammen warum sollen sie es nicht probieren immerhin sind es Nachbarn seit Generationen.
    Nein, gab es nicht.

  8. #8
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von ooops Beitrag anzeigen
    und wer verbietet ihnen die Rückkehr?
    Wahrscheinlich viele Gründe, einen hat ja Fan Noli schon aufgezählt. Also einige wohl wegen der offiziellen serbischen Haltung. Ansonsten sehr wahrscheinlich schon vielleicht die Angst vor Übergriffen und damit einher gehendes mangelndes Vertrauen in kosovarische und internationale Behörden. (Siehe die Übergriffe von März 2004, wo auch deutsche KFOR-Soldaten wohl einfach zugesehen haben).

    Ich finde die Frage schon interessant, wie man auch abgesehen von den serbischen "Enklaven" auch in Städten wie Pristina wieder ein gemeinsames Leben ermöglichen, was man dafür tun kann. Die angesprochenen Städte waren auch die Heimat von Serben. Und da ist es schon traurig, wenn ihnen diese quasi wenigstens durch faktische Verhältnisse verwehrt würde. So sehr ich menschlich wirklich verstehen kann, was für ein auch emotional schwieriges Thema das ist. Wenn es Serben aus diesen Orten gibt, die im Verdacht stehen an Kriegsverbrechen in Gjakova etwa beteiligt gewesen zu sein, soll man versuchen dieser habhaft zu werden und ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Aber ansonsten in die Zukunft zu sehen, denn eine Art Kollektivschuld sollte nicht sein meiner Meinung nach.

  9. #9

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    Zitat Zitat von Zivan Beitrag anzeigen
    Laut Westen ist der Status geregelt die Standards blieben aus. Proklamiert als "Multiethnischer Staat mit 2 Amtssprachen" wurd jedoch noch nichts für die Rückkehr von 200.000 Kosovo Serben & Roma getan. Erst 16000 sind seit 1999 zurückgekehrt. Auch Belgrad und der Westen machen da für mein Geschmack zu wenig arbeit. Man könnte zumindest den Serben aus den Dörfern ihre alten Häuser wieder aufbauen.

    Zudem muss es doch ein Weg geben auch in den Städten ein multiethnisches Leben zu schaffen. In Prizren leben nur noch 8 Serben von einst 10000 die meist in der Altstadt wohnten. Wie sieht es in der Hauptstadt aus kann Pristina nicht mit internationaler Hilfe neue Wohnblöcke für Serben errichten eventuell alte Häuser aufbauen immerhin lebten 35000 Serben in Pristina.

    Findet ihr nicht das irgendwa Achja das kriegst du nochs fehlt ich meine was ist Prizren oder Djakovica ohne ein Serben oder umgekehrt was wäre es ohne ein Albaner?

    Meine Frage an unsere albanischen Brüdern und Schwestern aus Kosovo was kann man tun wie ein multiethnisches Leben, besonders in Städten aber auch in Dörfern zu schaffen?

    16 000 Serben sind zurückgekehrt und 8 Serben leben in Prizren scheisse das ist viel zu viel man.Aber das beste ist dein letzter Satz meine albanischen Brüder was kann man tun...früher habt ihr uns nicht gefragt und weil WIR das Ruder jetzt in der Hand haben kommt ihr mit albanischen Brüdern an tzz lächerlich.Achja den kriegst du noch


  10. #10
    Avatar von GOJIM

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    viele serben die "geflohen" sind haben ihr hab und gut an albaner verkauft, jetzt daher kommen und von den kosovarischen behörden verlangen sie sollen ihnen doch noch mals häuser bauen damit sie wieder kommen ist "realitätsfremd".

    und ausserden waren viele dieser "flüchtlinge" familienmitglieder von serbischen polizisten und soldaten die in kosovo stationiert waren und eigentlich von anderen teilen serbiens abstammen.

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