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Russland profitierte auch von der Kosovo-Unabhängigkeit

Erstellt von lulios, 19.02.2009, 02:45 Uhr · 20 Antworten · 1.181 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von lulios

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    915

    Russland profitierte auch von der Kosovo-Unabhängigkeit

    Russland profitierte auch von der Kosovo-Unabhängigkeit - "Kommersant"

    MOSKAU, 18. Februar (RIA Novosti). Seit der Ausrufung der Unabhängigkeit des Kosovo ist ein Jahr vergangen. Darüber schreibt die russische Zeitung "Kommersant" am Mittwoch.

    Inzwischen hat sich die ehemalige serbische Autonomie wichtige Staatsattribute wie Flagge, Wappen, Hymne und im Ansatz eine Armee zugelegt, doch bis zur Entstehung eines selbstständigen Staats ist es noch ein langer Weg für Kosovo.

    Dennoch haben selbst aus dieser scheinbaren Kosovo-Unabhängigkeit viele Staaten einen Nutzen gezogen. Darunter auch Russland.

    Der Nutzen für den Westen ist eher politischer Art. Die USA und ihre Verbündeten haben es verstanden, den Prozess bis zu seinem logischen Ende zu führen, der in den Unabhängigkeitsbeschluss des Kosovo-Parlaments vom 17. Februar vergangenen Jahres erfolgreich endete.

    Dass im vergangenen Jahr es zu keinen ernsten ethnischen Zusammenstößen gekommen war, gibt den Anhängern der Kosovo-Unabhängigkeit ein starkes Argument. Sie behaupten, dass der letzte Spannungsherd auf dem Balkan nur auf diesem Wege zu neutralisieren gewesen sei.

    Für Russland ist der Nutzen von politischer und wirtschaftlicher Natur. Gleich zu Beginn der Verhandlungen über das Kosovo bestand Moskau darauf, dass die Kosovo-Formel auch auf andere ähnliche Konflikte, vor allem im postsowjetischen Raum, anwendbar sein müsse.

    Nach Ausrufung der Kosovo-Unabhängigkeit und ihrer Anerkennung durch die führenden westlichen Staaten erklärte Russland, ein Präzedenzfall sei geschaffen worden. Von nun an werde Moskau seine Politik gegenüber Abchasien und Südossetien entsprechend diesem Präzedenzfall aufbauen.

    Im August vorigen Jahres erkannte Moskau die Unabhängigkeit beider genannten Territorien an - im vollen Einklang mit der Kosovo-Formel.

    Dank dem Kosovo zog Russland in vieler Hinsicht auch wirtschaftlichen Nutzen aus der Angelegenheit. Moskau widersetzte sich zwar energisch der Kosovo-Unabhängigkeit, doch ohne die Grenze zu überschreiten, hinter der es zu einer offenen Konfrontation mit dem Westen hätte kommen können.

    Dank diesem Verhalten festigte Moskau im großen Maße seine Beziehungen zu Belgrad. Im Ergebnis unterzeichneten Russland und Serbien im vorigen Dezember im Kreml ein Energieabkommen. Dabei übernimmt Gazprom die größte serbische Erdölgesellschaft NIS und baut in Serbien eine South-Stream-Abzweigung und einen unterirdischen Gasspeicher.

    Als die Gegner dieser Abkommen in Serbien der Landesführung vorwarfen, dass sie "den Russen die NIS fast für ein Butterbrot verkaufen", entgegnete die politische Spitze: Aber sie haben uns ja im Kampf um das Kosovo geholfen.


    RIA Novosti - Politik - International - Russland profitierte auch von der Kosovo-Unabhängigkeit - "Kommersant"

  2. #2
    Avatar von Bubulina

    Registriert seit
    01.02.2009
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    1.049
    Zitat Zitat von lulios Beitrag anzeigen
    Russland profitierte auch von der Kosovo-Unabhängigkeit - "Kommersant"

    MOSKAU, 18. Februar (RIA Novosti). Seit der Ausrufung der Unabhängigkeit des Kosovo ist ein Jahr vergangen. Darüber schreibt die russische Zeitung "Kommersant" am Mittwoch.

    Inzwischen hat sich die ehemalige serbische Autonomie wichtige Staatsattribute wie Flagge, Wappen, Hymne und im Ansatz eine Armee zugelegt, doch bis zur Entstehung eines selbstständigen Staats ist es noch ein langer Weg für Kosovo.

    Dennoch haben selbst aus dieser scheinbaren Kosovo-Unabhängigkeit viele Staaten einen Nutzen gezogen. Darunter auch Russland.

    Der Nutzen für den Westen ist eher politischer Art. Die USA und ihre Verbündeten haben es verstanden, den Prozess bis zu seinem logischen Ende zu führen, der in den Unabhängigkeitsbeschluss des Kosovo-Parlaments vom 17. Februar vergangenen Jahres erfolgreich endete.

    Dass im vergangenen Jahr es zu keinen ernsten ethnischen Zusammenstößen gekommen war, gibt den Anhängern der Kosovo-Unabhängigkeit ein starkes Argument. Sie behaupten, dass der letzte Spannungsherd auf dem Balkan nur auf diesem Wege zu neutralisieren gewesen sei.

    Für Russland ist der Nutzen von politischer und wirtschaftlicher Natur. Gleich zu Beginn der Verhandlungen über das Kosovo bestand Moskau darauf, dass die Kosovo-Formel auch auf andere ähnliche Konflikte, vor allem im postsowjetischen Raum, anwendbar sein müsse.

    Nach Ausrufung der Kosovo-Unabhängigkeit und ihrer Anerkennung durch die führenden westlichen Staaten erklärte Russland, ein Präzedenzfall sei geschaffen worden. Von nun an werde Moskau seine Politik gegenüber Abchasien und Südossetien entsprechend diesem Präzedenzfall aufbauen.

    Im August vorigen Jahres erkannte Moskau die Unabhängigkeit beider genannten Territorien an - im vollen Einklang mit der Kosovo-Formel.

    Dank dem Kosovo zog Russland in vieler Hinsicht auch wirtschaftlichen Nutzen aus der Angelegenheit. Moskau widersetzte sich zwar energisch der Kosovo-Unabhängigkeit, doch ohne die Grenze zu überschreiten, hinter der es zu einer offenen Konfrontation mit dem Westen hätte kommen können.

    Dank diesem Verhalten festigte Moskau im großen Maße seine Beziehungen zu Belgrad. Im Ergebnis unterzeichneten Russland und Serbien im vorigen Dezember im Kreml ein Energieabkommen. Dabei übernimmt Gazprom die größte serbische Erdölgesellschaft NIS und baut in Serbien eine South-Stream-Abzweigung und einen unterirdischen Gasspeicher.

    Als die Gegner dieser Abkommen in Serbien der Landesführung vorwarfen, dass sie "den Russen die NIS fast für ein Butterbrot verkaufen", entgegnete die politische Spitze: Aber sie haben uns ja im Kampf um das Kosovo geholfen.


    RIA Novosti - Politik - International - Russland profitierte auch von der Kosovo-Unabhängigkeit - "Kommersant"
    Russland hat sich eigentlich schon mit der Unabhängigkeit abgefunden, sie erkennen uns nur aus "Solidarität" zu Serbien nicht an, und weil sie natürlich davon profitieren, indem sie die serbische Seite "unterstützen" bzw den Serben seelischen Beistand leisten.

  3. #3

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    16.600
    was Juckt Russland die Unabhängigkeit von Kosovo? zu weit weg von Kaukasus, genauso wie Serbien. da gehts gar nicht um rRecht und Gerechtigkeit, da gehts um profit, Serbien genauso, spielt auf zeit und die Regierung dort weiss selber auch dass ohne Kosovoanerkennung nicht weiter kommt aber irgendwann mal wird sozusagen als Austausch den Europäern anbieten, "ich krieg das nd dagegen werde ich Kosovo anerkennen". Serbien spielt genauso auf Zeit mit den Kriegsverbrechern, anscheinend hat Serbien nicht genug Geld angeboten bekommen um Mladic zu verhaften.

  4. #4
    Avatar von valamala

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    167
    Eines tages muss Serbien in die Realität zurück..und wissen das Russland nicht mit ihnen ist..

  5. #5

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    Ja, Russland hat den Nutzen, dass nun auch andere gebiete unabhängig werden dürfen.

  6. #6
    Emir
    Überlegt doch mal weiter, wenn Sie das erlauben was würde in Russland passieren?
    Russlan ist es doch zuerst scheiß egal das die Serben ein Gebiet verloren haben... Sie wollen nur nicht, dass das selbe dan bei den passiert und andere "Staaten" sich darauf stützen. China eben so ^^

  7. #7

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    17.122
    Zitat Zitat von Emir88 Beitrag anzeigen
    Überlegt doch mal weiter, wenn Sie das erlauben was würde in Russland passieren?
    Russlan ist es doch zuerst scheiß egal das die Serben ein Gebiet verloren haben... Sie wollen nur nicht, dass das selbe dan bei den passiert und andere "Staaten" sich darauf stützen. China eben so ^^
    und den meisten Staaten, die das Kosovo anerkannt haben, ist es furzegal, dass dieses Land nur unabhängig ist... zwar nicht überall und nicht in allen fällen, doch häufig...

  8. #8
    Avatar von TigerS

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    7.474
    Zitat Zitat von Idemo Beitrag anzeigen
    und den meisten Staaten, die das Kosovo anerkannt haben, ist es furzegal, dass dieses Land nur unabhängig ist... zwar nicht überall und nicht in allen fällen, doch häufig...
    du hast vergessen zu sagen, das die meisten länder nicht mal wissen wo kosovo liegt und denken es sei in africa.


    gruß

  9. #9

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    17.122
    Zitat Zitat von TigerS Beitrag anzeigen
    du hast vergessen zu sagen, das die meisten länder nicht mal wissen wo kosovo liegt und denken es sei in africa.


    gruß
    ...und dazu müsste man noch sagen, dass viele wohl auch nicht wissen wo Afrika liegt. Aber genug davon.

  10. #10
    Avatar von TigerS

    Registriert seit
    04.11.2005
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    Zitat Zitat von Idemo Beitrag anzeigen
    ...und dazu müsste man noch sagen, dass viele wohl auch nicht wissen wo Afrika liegt. Aber genug davon.

    Africa ? :die meisten würden sagen das ist doch ne kaffee Marke.

    gruß

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