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Wieso ist den Serben das Kosovo so wichtig?

Erstellt von Makarios, 30.11.2011, 13:45 Uhr · 199 Antworten · 21.368 Aufrufe

  1. #151
    Avatar von KS.Rosu

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    Zitat Zitat von Kingovic Beitrag anzeigen


    Kosovo

    Ich würde gerne mal so eine Liste von neutralen Quellen sehen zb. angesehenen westlichen Historikern und zwar ab dem frühen Mittelalter.


    Denn die Listen der Albaner zeigen das Kosova schon immer mehrheitlich von Albanern bewohnt war.


    Die serb. Listen besagen das es bis Anfang des 20ten Jahrhundert keine Albaner im Kosova gab.


    Ich muss euch sagen keine der beiden Seiten hat mich wirklich überzeugt!

  2. #152
    Avatar von Kuq-e-zi

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    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    @Kingovic
    I'AM hat nicht ganz unrecht, denn bis zum Ende des 19 Jhdts. stellten die Serben die Mehrheit im Kosovo, zwar nur die relative Mehrheit, keine absolute, aber immerhin gab es dort noch mehr Serben als Albaner.

    Im Zuge der Kämpfe mit den Osmanen sind viele Serben freiwillig geflohen, viele wurden jedoch auch umgebracht und vertrieben. Heute würde man so etwas ethnische Säuberung vermischt mit Völkermord nennen, damals gab es solche Maßstäbe nicht und der Starke hat gemacht was er wollte.

    Das ist der Grund für diese Wunde die immer noch heute im serbischen Fleich sitzt, weil das Herz des mittelalterlichen Serbiens war ja wirklich der Kosovo nach der Besetzung durch die Osmanen ist der Schwerpunkt in den Norden gewandert. Obwohl Belgrad sich zum dominierenden Zentrum entwickelte gab es eine riesige Flucht vieler Serben aus dem Kosovo in die jetzigen Gebiete des heutigen Serbiens, sie nahmen damit auch eine verklärte Wunschvorstellung des Kosovo mit. Das Kosovo wird als Herz Serbiens gesehen und ist mit allerhand Mystik verbunden, das ist nicht von der Hand zu weisen.

    Man darf auch nicht außer acht lassen, obwohl in der neueren Zeit nur etwa 1/4 der Bevölkerung des Kosovo Serben waren, so war gerade diese Bevölkerungsgruppe sehr geburtenstark und diese Nachkommen wanderten nach Zentralserbien aus. Sehr viele Serben können behaupten sie sind Kosovoserben der 1. oder 2. Generation, also ist ein hoher Prozentsatz der Serben in Serbien aus dem Kosovo stammend. Alleine meine Großeltern hatten 7 Kinder und ich habe Cousins und Cousinen bis zum Abwinken.

    Das was von vielen Albanern als "die serbische Kolonisation des Kosovo" angesehen wird, ist nichts weiter als eine Rückkehr von Serben in das Kosovo, aus denen die Familien 20 - 30 jahre zuvor geflohen sind. Im Grunde genommen absolut gerechtfertigt, unter den damaligen Umständen aber bestimmt nicht mit den Maßstäben des heutigen Völkerrechts vereinbar, da viele Racheakte an den Albanern verübt wurden.

    Die Antwort ist JEIN! JA, für einen Zeitraum von 10 - 20 jahren. NEIN, wenn man die Zeit davor nimmt, denn da machten die Serben noch die Mehrheit des Kosovo aus.

    Ich auch?

    Das stimmt! Und das ist sehr traurig.
    Immerhin sind die Interessenssphären nicht gänzlich geklärt und die albanische Seite sollte auch vorsichtig sein. Alle die davon reden das es sicher keinen Krieg mehr geben wird, sollten bedenken, das der Krieg nur die Fortführung der Politik mit anderen Mitteln ist. Dieses Zitat stammt von Carl von Clausewitz und bewahrheitet sich leider immer wieder. Insoweit ist es auch an der albanischen Seite, ein paar Schritte zurückzurudern, denn sie müssen sich als realtiv junges Land noch beweisen und etablieren, das schafft man ganz gewiß nicht mit Geschichtsklau und einer rüden Rhetorik.
    Hast du irgendeine halbwegs vernünftige Quelle für deine Behauptungen?

    Angehängt mal ein Ausschnitt aus dem Buch "Wegweiser zur Geschichte Kosova" vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt.

  3. #153
    Avatar von Kuq-e-zi

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    Zitat Zitat von Kuq-e-zi Beitrag anzeigen
    Hast du irgendeine halbwegs vernünftige Quelle für deine Behauptungen?

    Angehängt mal ein Ausschnitt aus dem Buch "Wegweiser zur Geschichte Kosova" vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt.
    Hier die Anhänge.
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  4. #154
    Avatar von KS.Rosu

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    Die Zahlen stammen aus der letzten Volkszählung vom Juni 2011.[14]
    Ethnische Struktur [Bearbeiten]


    Verteilung der Ethnien im Kosovo 2005


    Hauptartikel: Ethnische Gruppen im Kosovo
    Der Anteil der Kosovo-Albaner wuchs im Laufe des letzten Jahrhunderts infolge überdurchschnittlich hoher Geburtenzahlen beständig an. Eine nichtserbische Bevölkerungsmehrheit wies Kosovo bereits 1912 auf, als die osmanische Herrschaft endete.[15] Wann zuletzt oder ob jemals eine serbische Mehrheit bestand, ist unter Historikern umstritten.
    Kosovo wird heute in großer Mehrheit von Albanern bewohnt. Schätzungen der Weltbank aus dem Jahr 2000, denen das statistische Amt von Kosovo bis heute folgt, gehen von 88 % Albanern, 7 % Serben und 5 % der übrigen ethnischen Gruppen aus. Zu letzteren gehören vor allem Türken, Bosniaken, Torbeschen, Goranen, Janjevci (Kroaten), Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter. Nach dem Krieg 1999 wurde ein Teil der serbischen Minderheit vertrieben.[16]


    Das ist vielleicht interesant?!

  5. #155
    Avatar von Carl Marks

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    http://en.wikipedia.org/wiki/Demographics_of_Kosovo

    Aus der wiki "Demographics of Kosovo"
    14th century

    [edit] 1321-1331

    The Dečani charters (Serbian: Дечанске хрисовуље) from 1321-1331 by Stephen Uroš III Dečanski of Serbia contains a detailed list of households and villages in Metohija and northwestern Albania. The first charter concludes that this region was ethnically Serb.[20]
    89 settlements with 2,666 households were recorded of which:[21]

    • 86 Serbian settlements (96,6%)
    • 3 Albanian settlements (3,3%)

    2,166 livestock households of 2,666 agricultural households:

    • 2,122 Serbian households (98%)
    • 44 Albanian households (2%)

    [edit] 15th century

    The ethnic composition of Kosovo's population during this period included Serbs, Albanians, and Vlachs along with a token number of Greeks, Armenians, Saxons, and Bulgarians, according to Serbian monastic charters or chrysobulls (Hrisovulja). A majority of the given names in the charters are overwhelmingly Serbian (Of 24,795 names, 23,774 were ethnic Serb names, 470 of Roman origin, 65 of Albanian origin and 61 of Greek origin).
    Researches of the early Turkish cadastre (Defter) is often interpreted in two ways. Serbian scholars draw the conclusion that Serbs were majority until the 17th century. Alain Ducellier claims that the population of Kosovo in the 14th and 15th centuries was in fact "still Albanian and Christian."[22]
    [edit] 1455

    1455: Turkish cadastral tax census (defter)[23] of the Brankovic dynasty lands (covering most of present-day Kosovo) recorded:

    • 480 villages,
    • 13,693 adult males,
    • 12,985 dwellings,
    • 14,087 household heads (480 widows and 13,607 adult males).

    Totally there were around 75,000 inhabitants in 590 villages comprising modern-day Kosovo.
    Turkish defter did not give any data on ethnicity. However, Yugoslav and Serbian sholars have researched ethnic structure of Kosovo population. According to them there were[24]:

    • 13,000 Serb dwellings present in all 480 villages and towns
    • 75 Vlach dwellings in 34 villages
    • 46 Albanian dwellings in 23 villages
    • 17 Bulgarian dwellings in 10 villages
    • 5 Greek dwellings in Lauša, Vučitrn
    • 1 Jewish dwelling in Vučitrn
    • 1 Croat dwelling

    [edit] 1487

    1487: A census of the House of Branković[citation needed]



    • 16,729 Christian housing (412 in Pristina and Vučitrn)
    • 117 Muslim households (94 in Pristina and 83 in rural areas)


    • Ipek (Peć) district:






    • 131 Christian household of which 52% in Suho Grlo were Serbs




    • 6,124 Christian housings (99%)
    • 55 Moslem houses (1%)

    [edit] 16th century

    [edit] 1520-1535


    • Vučitrn: 19,614 households
      • Christians
      • 700 Muslim households (3,5%)

    • Prizren
      • Christians
      • 359 Muslim households (2%)


    [edit] 1582

    1582: Ottoman defter census (Tahrir defterleri)[25]

    • Peć nahiya:


    • 235 villages of which some 30 have Albanian families besides the majorital Orthodox Serbs.


    • City of Peć - 18 mahalas; 3 free, 13 Muslim (newly Islamicised), 5 Serbian (2 houses were Albanian)
    • Village Osek - Muslim (Islamicised) majority, with some settled Christian Albanians
    • Village Selojani - Muslim majority, small Christian Albanian and Serb population
    • Village Mramor - 22 houses. Albanian majority
    • Village Belovci - 50 Serbian houses.
    • Village Granica - 65 Serbian houses.
    • Village Belo Polje[disambiguation needed ] - 2 Serbian mahalas. 3 priests.
    • Village Bukovica - Serbian. 2 converts to Islam.
    • Village Lipovac - Islamicised Albanian.
    • Village Trakakin - Albanian. Islamicised majority.
    • Village Baba - Serbian. 1 convert to Islam.
    • Village Videš - Serbian.
    • Village Veliki Đurđevik - 64 Serbian houses. 2 families from Prizren and Vučitrn.
    • 17 Serb villages: 1 Albanian house.
    • Village Suho Grlo - 3 Serbian mahalas. 1 Islamicised Serb.
    • 3 Serb villages
    • 17 Serb villages: 3 Muslim houses. 8 priests.
    • Village Zlokućani - Serbian. 5 Muslim houses.
    • Village Kavlica - Serbian. 8 Muslim houses.
    • Village Strelice - 70 Serbian houses. few Islamicised.
    • 8 Serb villages
    • Village Rusance - Albanian majority. 3 Muslims.
    • Village Muževine - Serbian. 1 priest.
    • Village Srednja Crnja - 8 Albanian Muslim houses.
    • 34 Serb villages: total 2 Albanian houses in 2 villages.
    • Village Njivokos - Serbian majority. Notable Islamicisation.
    • Village Vrela Manastir - Serbian.
    • 13 Serb villages: 1 Islamicised house.
    • Village Gusnica - 20 Albanian Islamicised houses.
    • 15 Serb villages: Islamicisation occurred in 3 villages.
    • Village Vinodol - Serbian. 8 soldier houses from Bosnian Sandzak.
    • Village (?) - Serbs, Albanians and Muslims.
    • 20 Serb villages: occurrence of Islamicisation.
    • 2 Albanian villages: Islamicised.
    • 39 Serb villages: 9 monasteries (one is Dečani). 1 Albanian male.
    • Village Brestovac - 10 Albanian houses.
    • Village Belica - 35 Muslim houses.
    • 56 villages: 42 Serb villages of which 14 with a Muslim minority.
    • Village Novosel - Muslim and Albanian.
    • Village Labranima - Serbian majority. 2 Muslim houses.
    • Village Dubak - 10 Albanian houses and 9 Muslim houses.
    • Village Dobroševo - 28 houses. Albanian majority. 3 Muslim houses.
    • Village Šankovac - Serbian majority. 3 Muslim houses.
    • Village Dobrič-Dol - Muslim.
    • Village Gornji Petrič - Serbian majority. ~50 Serbian houses, 3 Muslim houses.
    • Village Vranić - Muslim and Albanian.
    • Village Crni Potok - 25 Muslim houses.
    • Village Arženik - Serbian. Few Muslim houses.
    • Village Prelopci - Serbs, Albanians and Muslims.
    • Village Rugovo - 86 Serbian houses.


    • Altun-li nahiya:


    • 41 villages - Serb majority, Albanian minority.

    [edit] 1591

    Ottoman defter from 1591[26]:

    • Prizren - Serbian majority, significant Albanian minority
    • Gora - Serbian.
    • Opolje - Albanian Muslim.

    [edit] 17th - 18th centuries

    The Great Turkish War of 1683–1699 between the Ottomans and the Habsburgs led to the flight of a substantial part of Serbian population to Austrian held Vojvodina and the Military Frontier - about 37,000 families of Serb refugees were led by Patriarch Arsenije III Crnojević settled in the Habsburg Monarchy, mostly from today's Kosovo - this being known as the Great Migration of Serbs. And then again, from the period between 1717 and 1737, the Second Migration of Serbs.
    [edit] 19th century


    Ethnographic map of Balkans (detail), Atlas Général Vidal-Lablache, Paris, 1898.


    19th century data about the population of Kosovo tend to be rather conflicting, giving sometimes numerical superiority to the Serbs and sometimes to the Albanians. The Ottoman statistics are regarded as unreliable, as the empire counted its citizens by religion rather than nationality, using birth records rather than surveys of individuals.
    A study in 1838 by an Austrian physician, dr. Joseph Müller found Metohija to be mostly Slavic (Serbian) in character.[27] Müller gives data for the three counties (Bezirke) of Prizren, Peć and Đakovica which roughly covered Dukagjini, the portion adjacent to Albania and most affected by Albanian settlers. Out of 195,000 inhabitants in Dukagjini, Müller found:


    Müller's observations on towns:


    Map published by French ethnographer G. Lejean[28] in 1861 shows that Albanians lived on around 57% of the territory of today's province while a similar map, published by British travellers G. M. Mackenzie and A. P. Irby[28] in 1867 shows slightly less; these maps don't show which population was larger overall. Nevethless, maps cannot be used to measure population as they leave out density.
    A study done in 1871 by Austrian colonel Peter Kukulj[29] for the internal use of the Austro-Hungarian army showed that the mutesarifluk of Prizren (corresponding largely to present-day Kosovo) had some 500,000 inhabitants, of which:



    Ethnic distribution of Albanians, The Historical Atlas, New York, 1911.


    Modern Serbian sources estimated that around 400,000[30] Serbs were cleansed out of the Vilayet of Kosovo between 1876 and 1912, especially during the Greek-Ottoman War in 1897.[31]
    Maps published by German historian Kiepert[28] in 1876, J. Hahn[28] and Austrian consul K. Sax,[28] show that Albanians live on most of the territory of today's province, however they don't show which population is larger. According to these, the regions of Kosovska Mitrovica and Kosovo Polje were settled mostly by Serbs, whereas most of the terrirory of western and eastern parts of today's province was settled by Muslim Albanians.
    An Austrian statistics[32] published in 1899 estimated:


    At the end of the 19th century, Spiridon Gopchevich, an Austrian traveller - comprised a statistics and published them in Vienna. They established that Prizren had 60,000 citizens of whome 11,000 were Christian Serbs and 36,000 Moslem Serbs. The remaining population were Turks, Albanians, Tzintzars and Roma. For Pec he said that it had 2,530 households of which 1,600 were Mohammedan, 700 Christian Serb, 200 Catholic Albanian and 10 Turkish.
    Note: Descendants of Muslim Serbs mentioned by travelers today mostly self-declare as Muslims by nationality, Bosniaks or Gorani. Also note that territory of Ottoman Kosovo Vilayet was quite different than modern-day Kosovo.
    [edit] 20th century


    Ethnic composition of Kosovo in 1911.


    British journalist H. Brailsford estimated in 1906[33] that two-thirds of the population of Kosovo was Albanian and one-third Serbian. The most populous western districts of Đakovica and Peć were said to have between 20,000 and 25,000 Albanian households, as against some 5,000 Serbian ones. A map of Alfred Stead,[34] published in 1909 , shows that similar numbers of Serbs and Albanians were living in the territory.
    German scholar Gustav Weigand gave the following statistical data about the population of Kosovo,[35] based on the pre-war situation in Kosovo in 1912:

    • Pristina District: 67% Albanians, 30% Serbs
    • Prizren District: 63% Albanians, 36% Serbs
    • Vučitrn District: 90% Albanians, 10% Serbs
    • Uroševac District: 70% Albanians, 30% Serbs
    • Gnjilane District: 75% Albanians, 23% Serbs
    • Mitrovica District: 60% Serbs, 40% Albanians

    Metohija with the town of Đakovica is furthermore defined as almost exclusively Albanian by Weigand.[35] Citing Serbian sources, Noel Malcolm also states that in 1912 when Kosovo came under Serbian control, "the Orthodox Serb population at less than 25%,[6]"
    Für 1899 wurden von den Österreichern von 44% Serben und 48% Albaner geschätzt! Das war nach etlichen Vergeltungsaktionen der Osmanen, aber vor dem dicken Schlag!!!

  6. #156
    Avatar von FloKrass

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    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    I'AM hat nicht ganz unrecht, denn bis zum Ende des 19 Jhdts. stellten die Serben die Mehrheit im Kosovo, zwar nur die relative Mehrheit, keine absolute, aber immerhin gab es dort noch mehr Serben als Albaner.
    Alles Kinderkacke was du hier laberst, du versuchst gerade die Leute zu verarschen und ins Dunkel zu führen. Die Serben haben zum Ende de 19 Jhdts nicht die Mehrheit gestellt, wobei ich mir schon gedanken mache, ob sie überhaupt jemals eine Mehrheit dargestellt haben.

    Hier um es dir zu verdeutlichen: eine Statistik aus dem Jahre 1877.

    I.Albanesen
    I.1. Mohammedanische = 279.000
    I.2. Römisch-katholische = 20.000

    II.Bulgaren
    II.1. Griechisch-orientalische = 86.500
    II.2. Mohammedanische = 3500

    III.Serben
    III.1. Griechisch-orientalische = 83.000
    III.2. Mohammedanische = 15.000
    III.3. Römisch-katholische = 1000
    III.4. Mohammedaner gemischeter "Race" = 3500

    IV. Tscherkesen = 7000

    V. Zigeuner
    V.1. Mohammedanische = 14.500
    V.2. Griechisch Orientalische = 2000

    VI. Wlachen (Zinzaren) = 2300
    VII. Israeliten = 100

    Insgesamt: Christen= 189.000; Mohammedaner= 333.000

    Quelle: Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien. Politisches Archiv XXXVIII Kosnulate. Karton 219. Konsulat Prizren. Bericht Lippich an Andrassy, Prizren, 17. März 1877, Nr. 9. Beilage



    Die Statistik zeigt, dass zum Jahre 1877 fast so viele Bulgaren wie Serben im Kosovo gelebt haben. Wenn also ein Serbe historisch argumentiert, dann hat wohl auch ein Bulgare ein Recht auf das Kosovo, da sie ja auch keine relative Minderheit dargestellt haben



    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Im Zuge der Kämpfe mit den Osmanen sind viele Serben freiwillig geflohen, viele wurden jedoch auch umgebracht und vertrieben. Heute würde man so etwas ethnische Säuberung vermischt mit Völkermord nennen, damals gab es solche Maßstäbe nicht und der Starke hat gemacht was er wollte..

    Wenn du meinen Thread unter dem Titel "Serbischer Albanerdiskurs" liest, denn ich hier reingestellt habe, dann weißt du, wie Albaner vertrieben worden sind und wie Serben. Während die Albanische Vertreibung durch den serbischen Staat betrieben worden ist und dafür konkrete Pläne von Akademien, Wissenschaftlern und Politikern ausgefertigt wurden und auch in die Tat umgesetzt worden sind (und zwar bis 1999 hin) war die albanische Antwort lediglich eine Spontane die aus dem Gefühl des Unrechts entsand.


    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Das was von vielen Albanern als "die serbische Kolonisation des Kosovo" angesehen wird, ist nichts weiter als eine Rückkehr von Serben in das Kosovo, aus denen die Familien 20 - 30 jahre zuvor geflohen sind. Im Grunde genommen absolut gerechtfertigt, unter den damaligen Umständen aber bestimmt nicht mit den Maßstäben des heutigen Völkerrechts vereinbar, da viele Racheakte an den Albanern verübt wurden..

    Wir wollen keine Wunschvorstellungen von dir hören. Wenn du etwas konkretes hast, dann leg es uns vor. Wenn du willst kann ich dir Statistiken vorlegen, die belegen, wie der serbische Staat versucht hat, die serbische Bevölkerungszahl mit Kolonisten aufzupuschen. Dazu kamen die Pläne schon früh aus dem 19 Jhdt von Ilija Garašanin im Dokument Neçertanija, Vasa Cubrilovic in seinen Denkschriften, bis hin zu Vojislav Seselj und Slobodan Milosevic mit ihren megalomanischen Ideen.



    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Das stimmt! Und das ist sehr traurig.
    Immerhin sind die Interessenssphären nicht gänzlich geklärt und die albanische Seite sollte auch vorsichtig sein. Alle die davon reden das es sicher keinen Krieg mehr geben wird, sollten bedenken, das der Krieg nur die Fortführung der Politik mit anderen Mitteln ist. Dieses Zitat stammt von Carl von Clausewitz und bewahrheitet sich leider immer wieder. Insoweit ist es auch an der albanischen Seite, ein paar Schritte zurückzurudern, denn sie müssen sich als realtiv junges Land noch beweisen und etablieren, das schafft man ganz gewiß nicht mit Geschichtsklau und einer rüden Rhetorik

    Wenn du versuchst, damit jemandem Angst zu machen und meinst dass vllt die Serben nochmal so wie 1998-1999 kommen könnten, dann hast du dich geschnitten. Das wird es niemals wieder geben.

  7. #157

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    Jungs jungs macht mal langsam, ihr verfehlt das Thema, außerdem liest sich von euch eh keiner diese Romane von wikiepdia durch

  8. #158
    Avatar von KS.Rosu

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    Zitat Zitat von Kuq-e-zi Beitrag anzeigen
    Hier die Anhänge.

    Hast du noch eine Quelle die noch weiter zurück geht ?!
    bis ins frühe Mittelalter??

  9. #159
    Avatar von Carl Marks

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    @FloKrass
    Du wolltest eine Quelle und da ist!!! Die Informationen kannst du dir selber raussuchen!

    Dir ist klar das bei deiner Quelle der konkrete Bezug fehlt! Ist es das heutige Kosovo, oder ist Makedonien mit dabei??? Die Grenzen waren damals leicht anders gezogen, so ist bei denen Quellen nicht so sehr der Schwerpunkt auf das Vilayet Kosovo zu legen, sondern die Zahlen der Städte zu betrachten.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Demographics_of_Kosovo
    Nochmal die wichtigen Fakten aus der wiki

    19th century data about the population of Kosovo tend to be rather conflicting, giving sometimes numerical superiority to the Serbs and sometimes to the Albanians. The Ottoman statistics are regarded as unreliable, as the empire counted its citizens by religion rather than nationality, using birth records rather than surveys of individuals.
    A study in 1838 by an Austrian physician, dr. Joseph Müller found Metohija to be mostly Slavic (Serbian) in character.[27] Müller gives data for the three counties (Bezirke) of Prizren, Peć and Đakovica which roughly covered Dukagjini, the portion adjacent to Albania and most affected by Albanian settlers. Out of 195,000 inhabitants in Dukagjini, Müller found:


    Müller's observations on towns:


    Map published by French ethnographer G. Lejean[28] in 1861 shows that Albanians lived on around 57% of the territory of today's province while a similar map, published by British travellers G. M. Mackenzie and A. P. Irby[28] in 1867 shows slightly less; these maps don't show which population was larger overall. Nevethless, maps cannot be used to measure population as they leave out density.
    A study done in 1871 by Austrian colonel Peter Kukulj[29] for the internal use of the Austro-Hungarian army showed that the mutesarifluk of Prizren (corresponding largely to present-day Kosovo) had some 500,000 inhabitants, of which:

    Original von FloKrass
    Die Statistik zeigt, dass zum Jahre 1877 fast so viele Bulgaren wie Serben im Kosovo gelebt haben. Wenn also ein Serbe historisch argumentiert, dann hat wohl auch ein Bulgare ein Recht auf das Kosovo, da sie ja auch keine relative Minderheit dargestellt haben
    Bulgaren sind stammesgeschichtlich sehr sehr stark mit den serben verwandt, immerhin sind 90% der Sprache identisch. Ich verstehe ohne Problme fast jeden Bulgaren. Es gibt natürlich historisch Unterschiede und minimale kulturelle Unterschiede, insoweit vergleichbar mit Deutschen und Österreichern. Für den einen sind Österreicher und Deutsche verschieden, für den anderen sind sie das gleiche Volk, alles Ansichtssache.

    Na klar, es wurden auch viele Bulgaren von Serbien assimiliert, umgekehrt ist das ja auch geschen.

    Meine Vermutung bei den ganzen Zahlen ist noch Makedonien mit im Spiel und die Bevölkerung dort wurde nie als Ethnie, sondern entweder als Südserben und somit Serben oder als Bulgaren gesehen!!! Deine Quelle gibt auch keinen Aufschluß auf die genau geographische Abgrenzung.

    Original von FloKrass
    Wenn du versuchst, damit jemandem Angst zu machen und meinst dass vllt die Serben nochmal so wie 1998-1999 kommen könnten, dann hast du dich geschnitten. Das wird es niemals wieder geben.
    Wie kannst du dir da so sicher sein? Ich bin mir nicht mal sicher das Deutschland und Frankreich ewig in Frieden leben...!? Für den Frieden muß man arbeiten und kämpfen, im Kosovo kämpfen und arbeiten aber leider zu viele Kosovoalbaner für eine Eskalation. Schau dir doch mal den Tonfall in dem Forum an, wenn die ganze Zeit von Vergeltung, terroristen und Vertreibung von Serben die Rede ist, so ist der Krieg wahrscheinlicher als deine nächste Romanze mit einer Schnecke!


    Original von KS.Rosu
    Hast du noch eine Quelle die noch weiter zurück geht ?!
    bis ins frühe Mittelalter??
    Da ist sie!!!

    14th century

    [edit] 1321-1331

    The Dečani charters (Serbian: Дечанске хрисовуље) from 1321-1331 by Stephen Uroš III Dečanski of Serbia contains a detailed list of households and villages in Metohija and northwestern Albania. The first charter concludes that this region was ethnically Serb.[20]
    89 settlements with 2,666 households were recorded of which:[21]

    • 86 Serbian settlements (96,6%)
    • 3 Albanian settlements (3,3%)

    2,166 livestock households of 2,666 agricultural households:

    • 2,122 Serbian households (98%)
    • 44 Albanian households (2%)
    http://en.wikipedia.org/wiki/Demographics_of_Kosovo

  10. #160
    Avatar von Kuq-e-zi

    Registriert seit
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    311
    Zitat Zitat von KS.Rosu Beitrag anzeigen
    Hast du noch eine Quelle die noch weiter zurück geht ?!
    bis ins frühe Mittelalter??
    Die Ultraquelle Wikipedia vom Kommunisten mal außer Acht gelassen, habe ich online nur das oben genannte Buch.

    http://www.mgfa.de/html/einsatzunter...iansicht01.pdf

    Ist das komplette Buch. Relevant für das jetzige Thema ab Seite 15.

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