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Serbien verstößt gegen die Regeln der World Taekwondo Federation

Erstellt von Aligatori, 05.12.2015, 14:01 Uhr · 286 Antworten · 17.583 Aufrufe

  1. #81
    Avatar von Methica

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    Wir sind wirklich das Stachel im Fleisch der Albaner.

    90% aller threads sind von ihnen nur gegen die Serben und es geht irgendein Gehetze los. Umgekehrt nehmen wir euch kaum wahr. Bzw. ihr seid uns nicht so viele threads wert.

    Meine Güte befreit euch mal. Benutzt eure Energie für den Aufbau des Landes, statt immer irgendeinen Sündenbock für die eigene Unfähigkeit zu suchen. Man raubt sich nur selbst die Kraft, wenn man geschüttelt vor lauter Wut immer wieder irgendein neues "himmelschreiendes" Unrecht auftut und loszieht und wie Marktweiber herumkrakeelt.

    Herrschaftszeiten.

  2. #82

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    23.630
    Zitat Zitat von Kokosnuss Beitrag anzeigen
    Es wäre fair, dass du dann auch zuende zitierst, was der Herr Schröder wirklich dazu angefügt hatte:

    "(...) Ich steh trotzdem dazu [gemeint ist der Kosovo-Einsatz], weil ich habe noch vor Augen die Flüchtlingsströme und das was drohte, gar keine Frage."
    [...]
    Das Thema der Flüchtlingsströme und des sog. Hufeisenplans sind für jeden geklärt, scheinbar für Dich nicht. Weitere Lügen, die jedem längst bekannt, scheinbar Dir nicht.

    (https://de.wikipedia.org/wiki/Hufeisenplan)

    Der sogenannte Hufeisenplan (Operationsplan Hufeisen, im angeblichen Original: Potkova-Plan) war ein angeblicher[1][2][3][4][5][6][7][8] militärstrategischer Plan der jugoslawischen Regierung zur systematischen Vertreibung der Kosovo-Albaner aus dem Kosovo, dessen tatsächliche Existenz jedoch nie bewiesen wurde. Er wurde nach Beginn der NATO-Angriffe auf Jugoslawien im Frühjahr 1999, unter anderem von den damaligen deutschen Ministern Joschka Fischer[9] und Rudolf Scharping, zur Begründung der NATO-Militärintervention im Kosovokrieg gegen die damalige Bundesrepublik Jugoslawien angeführt.
    Zitat Zitat von Kokosnuss Beitrag anzeigen
    Ich glaube also [...]
    Ist Dir gestattet, glauben darfst Du, Du glaubst ja ohnehin sehr gerne als Moslem.


    Du, mich langweilt irgendwie das Thema.
    Einst wurde ich hier laufend verwarnt und gesperrt, nur weil ich die Frage aufwarf, ob denn das Kosovo von der UNO anerkannt. So beschränkt dachten die meisten Deiner Landsleute, und ich hoffe, Du gehörtest/gehörst nicht dazu.

    Solltest Du echtes Interesse haben, und nicht nur als Copy für das Forum, dann wirst Du Dich informieren.
    Doch gehe ich nicht davon aus.


    Es hat sehr viele Lügen gegeben, ob in Ex-Yu, Irak, Kuweit, Libyen, nun Syrien, etc. glaube also was Du willst.

  3. #83
    Avatar von Kokosnuss

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    Zitat Zitat von Methling Beitrag anzeigen
    90% aller threads sind von ihnen nur gegen die Serben und es geht irgendein Gehetze los. Umgekehrt nehmen wir euch kaum wahr. Bzw. ihr seid uns nicht so viele threads wert.
    Meinst du? Sogar die bosnischen Serben schreiben hier fleißig über Kosovo mit (ich zitiere einen bosnischen Serben hier im Forum: "Kosovo geht jeden Serben was an"). Es werden hier unentwegt Prophezeihungen gemacht (auch wahlweise im Chat), wie und wann "Kosovo wieder als Herz Serbiens seinem wahren Mutterland angegliedert" wird. Wenn ich als Kosovare über Kosovo schreibe, dann ist das irgendwie verständlich. Aber warum jemand aus Banja Luka, der vllt 2-3 kosovarische Städte kennt, sich hier als Kosovo-Experte auftut, kann ich schwer nachvollziehen.

    Ein serbischer User schrieb uns Albanern mal, wir hätten nicht im Thread über den Abschuss des russischen Kampfjets in der Türkei mitzudiskutieren. Es ging nicht mal um Kosovo oder Serbien, aber allein unsere Anwesenheit hat ihn scheinbar gestört. So viel zum "Stachel im Fleisch"...^^

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    Einst wurde ich hier laufend verwarnt und gesperrt, nur weil ich die Frage aufwarf, ob denn das Kosovo von der UNO anerkannt.
    Hast du vielleicht noch die dazugehörigen Verwarnungs- und Sperrmeldungen? Dann kann ich mir auch ein besseres Bild machen. Ansonsten fühlen sich die meisten bei Verwarnungen und Sperrungen nun mal ungerecht behandelt. Is halt blöd, aber irgendwo müssen die Moderatoren (zurecht) eine Grenze setzen und oft sind die subjektiven Wahrnehmungen diesbezülich nicht identisch.

  4. #84
    Avatar von Methica

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    Ich schrieb, dass es 90% ALbaner-Threads über himmelschreiendes UNrecht, was ihnen wieder zugestoßen ist von Seiten der Serben. Wir schreiben in den threads mit, schließlich kann man dummes Zeug nicht einfach unkommentiert lassen.

    Aber es ist augenfällig. Ich frage mich wirklich, ob ihr nichts Positives in euch und in eurem Land habt, das euch vereint. Ich habe den Eindruck zu eurer Identität bedarf es immer einen Feind außen. SOnst fühlt ihr euch wohl nicht als ein Volk.

  5. #85
    Avatar von Kokosnuss

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    Zitat Zitat von Methling Beitrag anzeigen
    Aber es ist augenfällig. Ich frage mich wirklich, ob ihr nichts Positives in euch und in eurem Land habt, das euch vereint. Ich habe den Eindruck zu eurer Identität bedarf es immer einen Feind außen. SOnst fühlt ihr euch wohl nicht als ein Volk.
    Diesen Vorgang bezeichnet man in der postkolonialen Theorie als "Othering". Ein kollektive Identität wird dadurch aufgebaut, dass es etwas Gegenteiliges gibt, von dem man sich abgrenzt und so auch eben seine eigene Identität abgrenzt. Es kommt überall auf dem Balkan zum Tragen.

    Dieses Othering kommt bei Kroaten gegenüber Serben vor, bei Griechen gegenüber Türken, bei Albanern gegenüber Südslawen, bei Serben gegenüber Albanern. Die bulgarische Ethnologin und Historikerin Maria Todorova hat über dieses Phänomen im Rahmen ihrer Arbeiten über den "Balkanismus" geschrieben (als Anlehnung an das "Orientialismus"-Konzept von Edward Said). Bezeichnend ist dabei, dass es Negativpole gibt, denen gegenüber man sich "überlegen" fühlt (andere Balkan-Völker) und Positivpole (vor allem "(West-) Europa"), denen man gegenüber sich minderwertig fühlt, so schreibt z.B. Prof. Dr. Brunnbauer im Rahmen seines Skripts "Europa und der Balkan - Fremd- und Selbstzuschreibungen", Seite 10:

    So ist es sehr bezeichnend, dass im Bulgarischen zum Beispiel die richtige, effiziente,
    moderne Art, Dinge zu tun, als „po evropejski“ bezeichnet wird, während das Gegenteil „balgarska
    rabota“ heißt. Im Serbischen findet sich ein analoger Ausdruck: „srpska posla“.

    Das sind aber nur zwei Beispiele. Analog gibt es solche Bezeichnung auch bei den anderen Balkan-Völkern. So schriebt Brunnbauer z.B. weiter (Seite 10):

    Besonders deutlich ließ sich in den neunziger Jahren dieser Prozess im ehemaligen
    Jugoslawien beobachten, wo sich seit den 1980er Jahren Slowenen und Kroaten immer stärker
    als Teile (West-)Europas deklarierten – Franjo Tudjman meinte einst, die Grenzen Kroatiens
    seien diejenigen Westeuropas –, während sie ihre südlichen Nachbarn (insbesondere
    Serbien) als uneuropäisch, da „byzantinisch“, „osmanisch“ und „balkanisch“, bezeichneten
    und ihnen die typischen orientalischen Eigenschaften zuschrieben: faul, unzuverlässig, gewalttätig,
    intolerant, undemokratisch (selbst war man selbstverständlich genau das Gegenteil).

    Weder in Slowenien noch Kroatien stößt man daher auf große Begeisterung, würde man diese
    Gesellschaften als Teil des „Balkans“ bezeichnen (auch die Zugehörigkeit zu Südosteuropa
    wird verneint). Vielmehr betonen Slowenen und Kroaten ihre Zugehörigkeit zur katholischen
    Welt (im Gegensatz zum mehrheitlich orthodoxen und islamischen Balkan) und, dass sie als
    Teile der Habsburgermonarchie nie aus der europäischen Geschichte herausgefallen seien,
    wie das für den osmanischen Balkan postuliert wurde. West-Ost und Nord-Süd Dichotomien
    fallen hierbei zusammen – wobei die Slowenen sich am Nordwestlichen und somit „europäischsten“
    Pol positionieren.

    (...)
    Die Serben wiederum begründeten ihren
    europäischen Charakter mit ihrer – wie sie das sahen – Frontstellung gegenüber dem Islam.
    Sie führten den alten Mythos der antemuralis christianitatis ins Spiel, um sich und Europa
    davon zu überzeugen, dass sie die Werte der europäischen Zivilisation gegen den ultimativen
    Anderen, den islamischen Orient verteidigten.

    Seite 11:

    Es herrschte somit im ehemaligen Jugoslawien ein regelrechter Wettlauf darum, wer
    sich als echter Europäer qualifizieren könne
    , wobei sich die Prätendenten jene Eigenschaften,
    die Europa für sich in Anspruch nimmt (Zivilisation, Aufklärung, Fortschrittlichkeit), selbst
    zuschrieben und den anderen Völkern im ehemaligen Jugoslawien die „orientalischen“ Charakteristika
    zuschrieben;

    (...)

    Diese diskursive Operation, den eigenen europäischen Charakter zu Lasten anderer zu
    konstruieren, ist natürlich keinesfalls neu – nicht zuletzt deshalb, weil Identität immer eine
    relationale Größe darstellt, immer eine Bezugnahme auf andere voraussetzt.


    Die christlichen
    Völker des ehemaligen Osmanischen Balkans definierten bereits im 19. Jahrhundert ihre nationale
    und europäische Identität in starker Abgrenzung zum Islam und den orientalischen
    „Türken“. Damit versuchten sie, im bestehenden europäischen Diskurs über den „Orient“ ihren
    Platz im Lager der Europäer zu erlangen, auch wenn dies die Verleugnung wesentlicher
    Aspekte der eigenen Geschichte und Volkskultur, die stark von osmanischen Elementen geprägt
    war. Darüber hinaus bedeutete dies die Dämonisierung und „Alterisierung“ der muslimischen
    Minderheiten im eigenen Land, denen die Eigenschaften des Orients zugeschrieben
    wurden, obwohl man zuvor Jahrhunderte lang mit ihnen friedlich zusammen gelebt hatte.
    Aber
    das Gefühl, ein Grieche, Bulgare oder Serbe zu sein, beinhaltete eine bewusste Differenzierung
    von der osmanischen (als orientalischen und islamischen) Kultur, und so schritten die
    neuen nationalen Eliten nach der Etablierung der südosteuropäischen Nationalstaaten sofort
    an die De-Osmanierung ihrer Kulturen, wie sich etwa in der radikalen Veränderung des
    Stadtbildes vieler Städte am Balkan zeigte.

    Der Anti-Islamismus wurde zu einem konstitutiven
    Bestandteil der nationalen Identität vieler Balkan-Christen. Muslime wurden als rückständig,
    feindlich, asiatisch wahrgenommen – und diese Wahrnehmung manifestierte sich im
    19. und 20. Jahrhundert mehrfach in der Ermordung, Vertreibung oder Zwangsassimilierung
    der Muslime durch die sich als europäisch und aufgeklärt betrachtenden christlichen Nationen
    des Balkans
    . Ein prominenter serbischer Politiker aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg fühlte
    sich von den Albanern („Arnauten“) sogar an Urmenschen erinnert, unter anderem weil es
    unter den „Albanesen im 19. Jahrhundert noch geschwänzte Menschen“ gegeben hätte. Eine
    solche extreme „Orientalisierung“ spricht dem „Anderen“ das Menschsein ab.

  6. #86
    Avatar von Methica

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    Nein, ihr Albaner habt ein Problem mit uns. Ihr interessiert uns nur dann, wenn ihr uns das Kosovo entreißt. Sonst seid ihr uns egal. Wir wissen wer wir sind und haben das nicht nötig, so wie ihr.

  7. #87
    Avatar von Jovan

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    Zitat Zitat von DarkoRatic Beitrag anzeigen
    Wer fing eigentlich mit diesem Rassen-/Hautfarben-Unfug im Thread an?
    frag olli mit seiner black....ähm White Power.

  8. #88
    Avatar von Holzmichl

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    Zitat Zitat von Kokosnuss Beitrag anzeigen
    Diesen Vorgang bezeichnet man in der postkolonialen Theorie als "Othering". Ein kollektive Identität wird dadurch aufgebaut, dass es etwas Gegenteiliges gibt, von dem man sich abgrenzt und so auch eben seine eigene Identität abgrenzt. Es kommt überall auf dem Balkan zum Tragen.

    Dieses Othering kommt bei Kroaten gegenüber Serben vor, bei Griechen gegenüber Türken, bei Albanern gegenüber Südslawen, bei Serben gegenüber Albanern. Die bulgarische Ethnologin und Historikerin Maria Todorova hat über dieses Phänomen im Rahmen ihrer Arbeiten über den "Balkanismus" geschrieben (als Anlehnung an das "Orientialismus"-Konzept von Edward Said). Bezeichnend ist dabei, dass es Negativpole gibt, denen gegenüber man sich "überlegen" fühlt (andere Balkan-Völker) und Positivpole (vor allem "(West-) Europa"), denen man gegenüber sich minderwertig fühlt, so schreibt z.B. Prof. Dr. Brunnbauer im Rahmen seines Skripts "Europa und der Balkan - Fremd- und Selbstzuschreibungen", Seite 10:

    So ist es sehr bezeichnend, dass im Bulgarischen zum Beispiel die richtige, effiziente,
    moderne Art, Dinge zu tun, als „po evropejski“ bezeichnet wird, während das Gegenteil „balgarska
    rabota“ heißt. Im Serbischen findet sich ein analoger Ausdruck: „srpska posla“.

    Das sind aber nur zwei Beispiele. Analog gibt es solche Bezeichnung auch bei den anderen Balkan-Völkern. So schriebt Brunnbauer z.B. weiter (Seite 10):

    Besonders deutlich ließ sich in den neunziger Jahren dieser Prozess im ehemaligen
    Jugoslawien beobachten, wo sich seit den 1980er Jahren Slowenen und Kroaten immer stärker
    als Teile (West-)Europas deklarierten – Franjo Tudjman meinte einst, die Grenzen Kroatiens
    seien diejenigen Westeuropas –, während sie ihre südlichen Nachbarn (insbesondere
    Serbien) als uneuropäisch, da „byzantinisch“, „osmanisch“ und „balkanisch“, bezeichneten
    und ihnen die typischen orientalischen Eigenschaften zuschrieben: faul, unzuverlässig, gewalttätig,
    intolerant, undemokratisch (selbst war man selbstverständlich genau das Gegenteil).

    Weder in Slowenien noch Kroatien stößt man daher auf große Begeisterung, würde man diese
    Gesellschaften als Teil des „Balkans“ bezeichnen (auch die Zugehörigkeit zu Südosteuropa
    wird verneint). Vielmehr betonen Slowenen und Kroaten ihre Zugehörigkeit zur katholischen
    Welt (im Gegensatz zum mehrheitlich orthodoxen und islamischen Balkan) und, dass sie als
    Teile der Habsburgermonarchie nie aus der europäischen Geschichte herausgefallen seien,
    wie das für den osmanischen Balkan postuliert wurde. West-Ost und Nord-Süd Dichotomien
    fallen hierbei zusammen – wobei die Slowenen sich am Nordwestlichen und somit „europäischsten“
    Pol positionieren.

    (...)
    Die Serben wiederum begründeten ihren
    europäischen Charakter mit ihrer – wie sie das sahen – Frontstellung gegenüber dem Islam.
    Sie führten den alten Mythos der antemuralis christianitatis ins Spiel, um sich und Europa
    davon zu überzeugen, dass sie die Werte der europäischen Zivilisation gegen den ultimativen
    Anderen, den islamischen Orient verteidigten.

    Seite 11:

    Es herrschte somit im ehemaligen Jugoslawien ein regelrechter Wettlauf darum, wer
    sich als echter Europäer qualifizieren könne
    , wobei sich die Prätendenten jene Eigenschaften,
    die Europa für sich in Anspruch nimmt (Zivilisation, Aufklärung, Fortschrittlichkeit), selbst
    zuschrieben und den anderen Völkern im ehemaligen Jugoslawien die „orientalischen“ Charakteristika
    zuschrieben;

    (...)

    Diese diskursive Operation, den eigenen europäischen Charakter zu Lasten anderer zu
    konstruieren, ist natürlich keinesfalls neu – nicht zuletzt deshalb, weil Identität immer eine
    relationale Größe darstellt, immer eine Bezugnahme auf andere voraussetzt.


    Die christlichen
    Völker des ehemaligen Osmanischen Balkans definierten bereits im 19. Jahrhundert ihre nationale
    und europäische Identität in starker Abgrenzung zum Islam und den orientalischen
    „Türken“. Damit versuchten sie, im bestehenden europäischen Diskurs über den „Orient“ ihren
    Platz im Lager der Europäer zu erlangen, auch wenn dies die Verleugnung wesentlicher
    Aspekte der eigenen Geschichte und Volkskultur, die stark von osmanischen Elementen geprägt
    war. Darüber hinaus bedeutete dies die Dämonisierung und „Alterisierung“ der muslimischen
    Minderheiten im eigenen Land, denen die Eigenschaften des Orients zugeschrieben
    wurden, obwohl man zuvor Jahrhunderte lang mit ihnen friedlich zusammen gelebt hatte.
    Aber
    das Gefühl, ein Grieche, Bulgare oder Serbe zu sein, beinhaltete eine bewusste Differenzierung
    von der osmanischen (als orientalischen und islamischen) Kultur, und so schritten die
    neuen nationalen Eliten nach der Etablierung der südosteuropäischen Nationalstaaten sofort
    an die De-Osmanierung ihrer Kulturen, wie sich etwa in der radikalen Veränderung des
    Stadtbildes vieler Städte am Balkan zeigte.

    Der Anti-Islamismus wurde zu einem konstitutiven
    Bestandteil der nationalen Identität vieler Balkan-Christen. Muslime wurden als rückständig,
    feindlich, asiatisch wahrgenommen – und diese Wahrnehmung manifestierte sich im
    19. und 20. Jahrhundert mehrfach in der Ermordung, Vertreibung oder Zwangsassimilierung
    der Muslime durch die sich als europäisch und aufgeklärt betrachtenden christlichen Nationen
    des Balkans
    . Ein prominenter serbischer Politiker aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg fühlte
    sich von den Albanern („Arnauten“) sogar an Urmenschen erinnert, unter anderem weil es
    unter den „Albanesen im 19. Jahrhundert noch geschwänzte Menschen“ gegeben hätte. Eine
    solche extreme „Orientalisierung“ spricht dem „Anderen“ das Menschsein ab.
    Mit Methlings Paranoia hat das wenig zu tun. Dieser Thread entstand ja aufgrund eine Nachricht aus Serbien. Ich denke, dass die Situation normal denkenden Menschen klar sein sollte.

    Zu deinen Zitaten:

    Einiges stimmt, keine Frage. Aber ich finde es schon spannend, wie der ganze Text schon unterscheidet zwischen "Wir - Europa" und "Die - Balkaner". So werden die Aussagen aus dem Balkan, wer nun europäischer ist oder nicht, fast schon überflüssig, weil nur ein müdes Lächeln zurück kommt. So hat man den Balkan über Jahrhunderte zu dem gemacht, was er heute ist. Das Liest sich ja so, als wäre das Problem zwischen Kroaten und Serben nur der Streit, wer nun europäischer ist. Das ist natürlich ein Witz, wenn man mal tiefer eintaucht in die Materie. Deswegen finde ich es auch so interessant, wenn Amphion und andere sich darüber auslassen, dass man über Religion die Volkszugehörigkeit definiert, natürlich zur Auslebung ihrer Islamophobie. Nicht beachtet wird, dass sich vor allem die Serben über ihre Religion zum Volk definieren und auch die ersten waren, die dies taten. Da könnte man genau so fragen, ob ein Serbe eigentlich als Serbe geboren wird oder zum Serben getauft wird

    Besonders verstörend finde ich den letzten Absatz, den du anführst. Er suggeriert, dass die "Balkan-Christen" (völlig falsche Zusammenfassung) Muslime aufgrund ihres europäischen Selbstverständnis vertrieben und ermordet haben. In der Realität waren diese Vertreibungen und Morde aber durch Begriffe wie "Rassenschande", "Verräter" und "Heilige Rache" geprägt.

    Dieses Mitteleuropa sollten wir weit von uns schieben. Diese "Analyse" ist letztlich vor allem durch Relativierung und Gleichgültigkeit geprägt. Nicht selten, haben die Dichter und Denker unsere Völker einfach verwechselt oder uns alle unter einem Volk zusammengefasst. So galten muslimische Balladen als der Inbegriff der serbischen Kultur. Der Grundgedanke der Überlegenheit ist schon richtig, aber in der Konsequenz überhaupt nicht getroffen, dort wo es wirklich relevant ist.

  9. #89

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    Zitat Zitat von Indiana Jones Beitrag anzeigen
    Was?? Ihr Serben tut mir wirklich leid. Die ganze Zeit rumheulen, böse böse USA etc. etc. Handkehrum aber direkt die White-Trash-Weisser-Abfall Bewegung aus den USA nach Serbien importieren und wirklich an diesen Mist glauben. Was mir persöhnlich bei dieser Bewegung von Arbeitslosen, Drogensüchtigen, Primitiven Typen, aufgefallen ist, dass die meisten von ihnen absolut nicht dem "Arischen Typus" (sowieso Blödsinn) entsprechen, die meisten sind Schwarzköpfig. Ich muss es leider wieder ein Mal erwähnen, ihr Serben seid von uns allen Balkan-Völkern, dass dunkelhäutigste bzw. das dunkelste und uneiropäischste Volk überhaupt. Ich denke da wird mir jeder hier zustimmen. Da hilft auch diese aus den USA importierte -Weisser-Abfall-White -Trash Bewegung nichts.
    AAh danke für die Info, dass die Serben das dunkelste Balkanvolk sind. Welchem "Volk gehörst du nochmal an? Torbesch?zc / Among the Torbeshi in the Republic of Macedonia ? Tanya Mangalakova / Galleries / Media - Osservatorio Balcani e Caucaso

  10. #90
    Avatar von Holzmichl

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    Zitat Zitat von Methling Beitrag anzeigen
    Nein, ihr Albaner habt ein Problem mit uns. Ihr interessiert uns nur dann, wenn ihr uns das Kosovo entreißt. Sonst seid ihr uns egal. Wir wissen wer wir sind und haben das nicht nötig, so wie ihr.
    Was wollt ihr mit einem Stück Land, auf dem zu über 90% Menschen leben, die euch egal sind?

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Inat Beitrag anzeigen
    AAh danke für die Info, dass die Serben das dunkelste Balkanvolk sind. Welchem "Volk gehörst du nochmal an? Torbesch?zc / Among the Torbeshi in the Republic of Macedonia ? Tanya Mangalakova / Galleries / Media - Osservatorio Balcani e Caucaso
    Es geht darum, dass einige Serben gerne mit Rassenscheiß kommen, von Reinheit und Schande sprechen, das Slawentum beschwören aber letztlich auch nur zu einem Völkergemisch gehören.

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