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"Die Unabhängigkeit des Kosovo hat die Region stabilisiert"

Erstellt von Lucky Luke, 06.02.2009, 17:28 Uhr · 55 Antworten · 3.536 Aufrufe

  1. #1
    Lucky Luke

    "Die Unabhängigkeit des Kosovo hat die Region stabilisiert"

    Staatspräsident Fatmir Sejdiu stellt zum Jahrestag der Selbständigkeit fest, dass ein Exodus der serbischen Minderheit ausgeblieben ist

    Fatmir Sejdiu, 57, ist seit Februar 2006 Präsident des Kosovo und seit dem 17. Februar 2008 erster Staatschef der Republik Kosovo nach der international umstrittenen Unabhängigkeitserklärung. Der ehemalige Rechtsprofessor war ein enger Vertrauter des mittlerweile verstorbenen Ibrahim Rugova, der jahrelang die gewaltfreie Unabhängigkeitsbewegung der Kosovo-Albaner anführte. Sejdiu fordert Serbien zum Jahrestag der Unabhängigkeit des Kosovo auf, "die neue Realität in der Region zu akzeptieren".

    SZ: Herr Sejdiu, der Kosovo steht vor dem ersten Jahrestag der Unabhängigkeit. Was hat sich seither verändert?

    Sejdiu: Das Wichtigste ist, dass die Bürger des Kosovo am 17. Februar 2008 endgültig ihre Freiheit gewonnen haben. Dafür haben die Kosovo-Albaner meist mit friedlichen Mitteln gekämpft. Als vor knapp zehn Jahren der Terror der Belgrader Regierung eskalierte, erhielten wir die Unterstützung der größten westlichen Demokratien. Seit der Unabhängigkeitserklärung haben wir in Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft eine moderne Verfassung verabschiedet, welche die Rechte der Minderheiten garantiert. Dutzende Staaten haben uns bei einer Geberkonferenz in Brüssel mehr als eine Milliarde Euro für den Aufbau und für die wirtschaftliche Entwicklung zugesagt. Ich möchte zudem ausdrücklich daran erinnern, dass die Unabhängigkeit keinen Exodus der serbischen Minderheit ausgelöst hat. Diese Prognose der serbischen Politiker wurde Lügen gestraft. Die Unabhängigkeit des Kosovo hat die Region stabilisiert.

    SZ: Sind Sie nicht enttäuscht, dass die unabhängige Republik Kosovo bisher von lediglich 54 Staaten anerkannt wurde?

    Sejdiu: Wir können erst dann ganz zufrieden sein, wenn der Kosovo von allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen anerkannt ist. Bisher haben wir mit den meisten westlichen Staaten diplomatische Beziehungen aufgenommen. EU-Länder wie Griechenland und die Slowakei akzeptieren unsere Pässe. Wir hoffen, dass bald auch die Anerkennung folgen wird.

    SZ: Wie erklären Sie das Zögern der arabischen Länder, obwohl die Mehrheit der Kosovo-Albaner sich zum Islam bekennt?

    Sejdiu: Vielleicht sind einige arabische Länder deshalb irritiert, weil wir seit Jahrzehnten einen prowestlichen Kurs verfolgen und die religiöse Zugehörigkeit als Privatsache betrachten. Der Kosovo ist ein säkularer Staat. Das wird auch in Zukunft so bleiben. Wir dürfen den Einfluss Russlands in der arabischen Welt nicht unterschätzen. Moskau konnte zwar die Unabhängigkeit des Kosovo nicht verhindern, unterstützt aber die serbische Regierung in ihrem Bemühen, den Anerkennungsprozess zu blockieren. Ich hoffe, dass in den meisten arabischen Staaten bald ein Umdenken stattfinden wird. Schließlich hat Serbien während der jüngsten Balkankriege einen Völkermord an bosnischen Muslimen begangen und entsetzliche Massaker im Kosovo angerichtet.

    SZ: Tatsache ist aber auch, dass die serbische Diplomatie weltweit sehr erfolgreich gegen die Anerkennung der kosovarischen Unabhängigkeit geworben hat.

    Sejdiu: Belgrad greift auf Kontakte zur Dritten Welt zurück, welche aus der Zeit der Blockfreienbewegung bestehen, die vom gemeinsamen Staat Jugoslawien mitbegründet wurde. Dieses Erbe missbraucht nun die serbische Diplomatie. Doch Jugoslawien ist Geschichte. Belgrad sollte die neue Realität in der Region akzeptieren.

    SZ: Wie wollen Sie den serbisch kontrollierten Norden des Kosovo integrieren?

    Sejdiu: Wir erwarten von der EU-Mission, die jetzt schrittweise auch im Norden des Landes aktiv wird, ein energisches Vorgehen gegen die serbischen Extremistenführer. Sie sind ein verlängerter Arm der Belgrader Geheimdienste und profitieren vom Schmuggel mit allerlei Waren. Dafür haben wir Beweise. Politische Stabilität und funktionsfähige Institutionen sind nicht in ihrem Interesse. Die Europäische Union darf aber nicht zulassen, dass eine Handvoll Extremisten die Entwicklung des Kosovo sabotiert und die Zukunft der ganzen Region gefährdet.

    SZ: Der Kosovo ist doch faktisch geteilt.

    Sejdiu: Solche Ideen sind ein Spiel mit dem Feuer. Eine tatsächliche Teilung des Kosovo könnte neue Konflikte provozieren. Außerdem leben zwei Drittel der Serben verstreut im ganzen Kosovo. Ihre Vertreter warnen bereits vor einer Zerstückelung der Republik. Wir wollen jedoch, dass die Grenzen zwischen den Balkan-staaten ihre Bedeutung verlieren und neue Straßen gebaut werden. Eine sehr wichtige Rolle für die gesamte Region könnte zum Beispiel die geplante neue Autobahn spielen, die Albanien mit dem Kosovo und auch mit Serbien verbinden wird.

    SZ: Kritiker sehen diese Autobahn als großalbanisches Projekt.

    Sejdiu: Das ist Unsinn. Wir lehnen Grenzänderungen auf dem Balkan ab.

    SZ: Die UN-Mission im Kosovo fordert neue Verhandlungen über technische Fragen zwischen Pristina und Belgrad.

    Sejdiu: Wir haben nichts dagegen. Aber es gibt keine Gespräche über den Status des Kosovo. Die Unabhängigkeit kann nicht rückgängig gemacht werden. Belgrad muss sich von dieser Illusion verabschieden.

    SZ: Der Kosovo macht immer wieder Schlagzeilen als Hort der organisierten Kriminalität, die Justiz ist korrupt, die Wirtschaft liegt am Boden.

    Sejdiu: Wir müssen die Justiz dringend reformieren. Und die Richter müssen bessere Löhne erhalten. Ein Justizbeamter, der 400 Euro verdient, ist für Korruption anfällig. Das organisierte Verbrechen ist leider ein regionales Phänomen und kann nur durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit wirkungsvoll bekämpft werden.

    SZ: Sie werden an diesem Wochenende an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen. Die Beziehungen zu Deutschland sind gestört, weil die Behörden des Kosovo unlängst drei BND-Agenten eine Woche festgehalten haben.

    Sejdiu: Das war ein unnötiges Spektakel. Es war ein Fehler, die Leute im Fernsehen vorzuführen. Und es wäre besser gewesen, die Angelegenheit diskret zu lösen. Wir bedauern diesen unglücklichen Zwischenfall und wollen weiterhin gute Beziehungen zu Deutschland.

    Staatspräsident Fatmir Sejdiu stellt zum Jahrestag der Selbständigkeit fest, dass ein Exodus der serbischen Minderheit ausgeblieben ist - "Die Unabhängigkeit des Kosovo hat die Region stabilisiert" - Nachrichten - sueddeutsche.de

  2. #2
    Avatar von Lorik

    Registriert seit
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    11.847
    100%ge Zustimmung.....

  3. #3

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    Zitat Zitat von Lorik Beitrag anzeigen
    100%ge Zustimmung.....
    Damit merkt man wieviel Ahnung du hast

    0%

    Kosovo ist weder Unabhängig noch stabilisiert, dafür sprechen sowohl neuste Auseinandersetzungen als auch die Tatsache, dass es von den Amis geleitet wird und die Albaner eigentlich recht wenig zu melden haben (siehe kosovoarische Flagge)

    Aber hauptsache utopische Behauptungen von irgendwelchen Hornochsen bestätigen und auf heile Welt machen, während die Leute im Kosovo (sowohl Albaner als auch Serben) weiterhin in die perspektivlose Zukunft schauen und sich fragen wieviel ihnen der Nationalstolz wert ist.

    Kosovo

  4. #4
    Avatar von Der_Freak

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    4.351
    Noch mehr Hass, Feindseligkeit und Konflikt kann nur schwer etwas stabilisieren.

  5. #5
    Lucky Luke
    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Damit merkt man wieviel Ahnung du hast

    0%

    Kosovo ist weder Unabhängig noch stabilisiert, dafür sprechen sowohl neuste Auseinandersetzungen als auch die Tatsache, dass es von den Amis geleitet wird und die Albaner eigentlich recht wenig zu melden haben (siehe kosovoarische Flagge)

    Aber hauptsache utopische Behauptungen von irgendwelchen Hornochsen bestätigen und auf heile Welt machen, während die Leute im Kosovo (sowohl Albaner als auch Serben) weiterhin in die perspektivlose Zukunft schauen und sich fragen wieviel ihnen der Nationalstolz wert ist.

    Kosovo
    Es macht keinen Sinn sich jetzt groß wegen Begrifflichkeiten oder Details zu streiten. Tatsache ist, Kosovo geht es besser als unter Serbien. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen! Eigentlich müssten die Leute aus der serbischen Ecke ganz Still sein, wenn man mal überlegt was uns von Serbnien aus im Kosovo alles einegebrockt wurde.

  6. #6
    Jehona_e_Rahovecit
    Ich kann Lorik nur zu stimmen.
    Die Serben aus meiner Heimatstadt zeigen sich öfters auf den Strassen,danke der Unabhängigkeit.
    Zwei von ihnen sind sogar erfolgreiche Unternehmer geworden.
    Die Serben haben dank der klaren Verhältnisssen wieder Hoffnungen auf eine sichere Zukunft.

  7. #7

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    16.600
    Sejdiu hat nichts anders gesagt als man von ihm schon im vorhinein erwarten würde.

  8. #8

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    Zitat Zitat von Lucky Luke Beitrag anzeigen
    Staatspräsident Fatmir Sejdiu stellt zum Jahrestag der Selbständigkeit fest, dass ein Exodus der serbischen Minderheit ausgeblieben ist

    nun, auch wenn alle schreien sollten, auch Freunde, die reine aktuelle Faktenlage gibt solches wieder: Kosovo wurde von der UNO nicht anerkannt, offiziell ist Kosovo eine serbische Proninz mit einer albanischsprachigen Mehrheit.

    Sollte sich ggf. alsbald etwas daran ändern, so will und werde ich es gerne zur Kenntnis nehmen.

  9. #9
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Damit merkt man wieviel Ahnung du hast

    0%

    Kosovo ist weder Unabhängig noch stabilisiert, dafür sprechen sowohl neuste Auseinandersetzungen als auch die Tatsache, dass es von den Amis geleitet wird und die Albaner eigentlich recht wenig zu melden haben (siehe kosovoarische Flagge)

    Aber hauptsache utopische Behauptungen von irgendwelchen Hornochsen bestätigen und auf heile Welt machen, während die Leute im Kosovo (sowohl Albaner als auch Serben) weiterhin in die perspektivlose Zukunft schauen und sich fragen wieviel ihnen der Nationalstolz wert ist.

    Kosovo

    was für ein dummer mensch du doch bist......
    welcher immer noch keine eigene identität hat .

    1. 55 länder haben kosova anerkannt.....

    es ist unglaublich von einem realitätsverweigerer anhören zu müssen man sei nicht unabhängig wenn man als bürger dieses landes mit dessen pass mehrheitlich in der ganzen welt reisen kann....


    2. kosova ist stabiler geworden.
    dafür gibt es studien....
    Europaparlament sieht verbesserte Sicherheitslage im Kosovo | Fokus Ost-Südost | Deutsche Welle | 05.02.2009......

    also erzähl es anderen dummen menschen wie du einer bist , solche märchen aber bitte unterlass es mündige bürger bewusst falsche tatsachen zu unterbreiten.

    dort wo dies nicht so ist hat damit zutun und das ist ein fakt welchen auch serbische bürger nicht abstreitten können das von belgrad-gelenkte realitätsverweigerer wie auch du einer bist stehts darauf bedacht sind unruhen zu stiften.


    mag deine wut und hass noch so gross sein.....
    kosovA ist ein freier staat welcher in einer entwicklungs-phase steht.
    das vieles nicht oder noch nicht so funktioniert wie es sein sollte ist uns albaner voll bewusst.

    jedoch wird uns
    niemand und nichts daran hindern egal mit welchen mitteln diese gegen kosova "vorgehen" noch mehr dafür zu arbeiten.

  10. #10
    Avatar von Bubulina

    Registriert seit
    01.02.2009
    Beiträge
    1.049
    fast jede option wäre besser, als unter serbischer macht zu sein...diese anfangsprobleme hat wohl jeder Staat, wenn er jung ist...jetzt können wir aber laut und ohne bedenken "KOSOVA REPUBLIK" schreien, ohne festgenommen und dafür gefoltert zu werden!

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