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Der Verzicht Enver Hoxhas auf das Kosovo

Erstellt von Adem, 28.08.2010, 16:08 Uhr · 63 Antworten · 11.173 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
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    Der Verzicht Enver Hoxhas auf das Kosovo

    Der Verzicht Enver Hoxhas auf das Kosovo - Teil I Samstag, den 28. August 2010 um 12:51 Uhr Es gibt im Kosovo tatsächlich ein paar verwirrte Einzelgänger, die den einstigen Kult des verstorbenen albanischen Diktators, Enver Hoxha, aufrecht erhalten wollen. Sie preisen Hoxha als vermeintlichen Patrioten, der im Ernstfall jederzeit zu den Waffen gegriffen hätte, um den Kosovo gegen die jugoslawische Besatzung zu verteidigen.

    Im Internet auf YouTube kursiert sogar ein Video, das Enver Hoxha bei seiner flammenden Rede zur Verteidigung des Kosovo zeigt. „Die Albaner, die im Kosovo und in anderen Teilen Jugoslawiens leben“, sagt Hoxha, „werden die Aggressoren mit Waffen empfangen“, kurz darauf der orchestrierte Applaus aus dem Saal.




    Die heutigen historischen Tatsachen vermitteln uns jedoch ein völlig anderes Bild von Enver Hoxha und seiner Beziehung zum Kosovo. Hoxha verzichtete bereits bei seinem Machtantritt auf das Kosovo mit seiner albanischen Mehrheit. Dieser Verzicht kam nicht von ungefähr, sie war Bedingung für die Sicherung der jugoslawischen Unterstützung für die albanisch-kommunistische Arbeiterpartei von Enver Hoxha. Diese Tatsache versuchte Enver Hoxha während seiner gesamten Herrschaft über Albanien zu verschleiern, doch mittlerweile existieren genügend historische Beweise, die diese „albanisch-jugoslawische Kollaboration“ zu Ungunsten der Kosovo-Albaner belegen. Selbst die Frau des verstorbenen Diktators, Nexhmije Hoxha, gibt den Verzicht des Kosovo indirekt zu. Zwar führt sie dies nicht auf die jugoslawische Beziehung zurück (dessen Intensität und Bedeutung sie ohnehin grundlegend leugnet), sondern auf die mangelnde internationale Unterstützung für so ein Vorhaben.
    Nexhmije Hoxha war die rechte Hand von Enver Hoxha


    Nexhmije Hoxha gibt oft und gerne Interviews für die Medien, in denen sie versucht die Diktaturherrschaft ihres Mannes zu relativieren und ins rechte Licht zu rücken, ohne dabei zu merken, dass sie sich mit jedem einzelnen Satz immer wieder aufs Neue verrät. So geht aus ihrer Schilderung über ihre Begegnung mit Mit’hat Frashëri hervor, dass der eigentliche Grund für die Unstimmigkeiten zwischen ihr und Mit’hat Frashëri war, dass letzerer ein „ethnisches Albanien“, also inklusive dem Kosovo anstrebte, wohingegen sie aufgrund der damaligen aussenpolitischen Gegebenheiten „realistisch“ blieb. Mit anderen Worten: Sie hielt den Zusammenschluss des Kosovo mit Albanien für ein Hirngespinst, eine Träumerei und Höhepunkt des Zynismus von Mit’hat Frashëri.



    Der Verzicht Enver Hoxhas auf das Kosovo - Teil II Samstag, den 28. August 2010 um 12:00 Uhr Wer war Mit’hat Frashëri?

    Um die Beweggründe von Mit’hat Frashëri‘s politischen Handelns zu verstehen, muss man zuerst die Geschichte seines Vaters kennen. Mit’hat Frashëri, 1880 in Janine geboren, war der Sohn des albanischen Nationalisten, Abdyl Frashëri. Dieser war einer der Hauptanführer der 1887 gegründeten „Liga von Prizren“, die während des Zerfalls des osmanischen Reiches für einen Zusammenschluss der albanischen Gebiete kämpfte.

    Seine beiden Brüder, Sami und Naim Frashëri - beide gehörten zur damaligen albanisch-intellektuellen Elite – beteiligten sich ebenfalls organisatorisch und publizistisch an der „Liga von Prizren“. Die damalige türkische Verwaltung liess Abdyl Frashëri aufgrund seiner politischen Aktivitäten für die „albanische Sache“ verhaften und nach Istanbul deportieren.

    Auch wenn Albanien aufgrund von äusseren Umständen, am 28. November 1912, seine Unabhängigkeit (ohne den Kosovo) erlangte, liessen die drei Frashëri-Brüder von ihrem eigentlichen und fortwährenden Ziel, nämlich alle Gebiete, in denen die Albaner seit Jahrhunderten lebten und die Mehrheit stellten, zu vereinen, nicht ab. Nie hätten sie einem Abtreten des Kosovo an Jugoslawien ausdrücklich zugestimmt. Deswegen werden die drei Frashëri‘s, die ursprünglich aus dem Süden Albaniens stammen, im Kosovo nachwievor als Helden verehrt.

    So ist es auch kein Wunder, dass der Sohn von Abdyl Frashëri, Mit’hat, das unerreichte Ziel seines Vaters, nämlich die Vereinigung des Kosovo mit Albanien, nie aus den Augen verloren hatte. Um den einstigen Kampf seines Vaters wieder aufzunehmen, setzte er sich 1941 an die Spitze der nationalistisch-albanischen Bewegung „Balli Kombëtar“.

    Was von den albanischen Kommunisten gerne geleugnet wird: Die Kosovo-Albaner schlossen sich mehrheitlich den Ballisten an. Die albanischen Kommunisten hingegen propagierten den „antifaschistischen Widerstandskampf“ der Albaner gegen die italienische und deutsche Besatzung. Die damaligen historischen Gegebenheiten sprechen allerdings eine völlig andere Sprache. Es ist zwar Fakt, dass sich die Albaner am „antifaschistischen Widerstandskampf“ beteiligten, auch waren die Albaner in der Mehrheit nicht empfänglich für die faschistischen Ideologie, was unter anderem auch die Judenrettung in Albanien bestätigt. Die italienische und deutsche Besatzung nahmen die Kosovo-Albaner während des zweiten Weltkrieges durchaus auch als „Besatzung“ war. Ähnlich wie während des ersten Weltkrieges, war sie aber auch eine „befreiende Besatzung“. Denn die Zustände, in denen sie unter der jugoslawischen Besatzung leben mussten, waren für sie weitaus schlimmer, als die unter den neuen Besatzern.

    Dies erklärt die Sympathie der Kosovo-Albaner auf einfache und klare Art und Weise für den Kampf der Ballisten und die natürliche Antipathie gegenüber den albanisch-jugoslawischen Kommunisten. Man sollte auch nicht in den Irrglauben verfallen, dass die damaligen Kommunisten eine breite Zustimmung unter der Bevölkerung in Albanien vorfanden und sich dort problemlos über das ganze Land ausbreiten konnten. Die damalige kommunistische Bewegung in Albanien war ganz klar „toskisch“ dominiert, das heisst, der Grossteil dieser Aktivsten kam aus dem Süden Albaniens. Die gegischen Albaner aus dem bergigen Norden „Malësia“ schlossen sich mehrheitlich den Balli Kombëtar von Mit’hat Frashëri an und kämpften somit auch für den Anschluss des Kosovo mit Albanien, wohingegen die albanischen Kommunisten unter Enver Hoxha bei ihrer Machtinstallation in Albanien nicht nur von Anfang an auf den Kosovo verzichtet haben, sondern aktiv - mit jugoslawischer Unterstützung - die Balli Kombëtar bekämpften.

    Was danach folgte ist bekannt: Eine über vierzigjährige, kommunistische Diktatur in Albanien, die nur solange aufrecht erhalten konnte, weil Enver Hoxha das Land mit eiserner Hand nach stalinistischer Manier führte, indem er Oppositionelle und andersdenkende Intellektuelle verhaften und ermorden liess. Völlig aus dem Blickwinkel einiger Historiker wird dabei die Rolle seiner Frau, Nexhmije Hoxha, gelassen. Sie war nicht einfach eine Frau, die im Schatten ihres Mannes stand. Sie gestaltete als „gleichberechtigte Frau“ in der Ehe mit dem Diktator, aktiv die Schreckensherrschaft in Albanien mit. Diese Tatsache wird vor allem in dem Bestseller-Buch von Fahri Balliu „Zonja e zezë“ beschrieben, das unter anderem auch auf Rumänisch und Französisch erschienen ist.





    Der Verzicht Enver Hoxhas auf das Kosovo - Teil III Samstag, den 28. August 2010 um 15:56 Uhr Nexhmije Hoxha, die sich in ihren veröffentlichten Memoiren gerne als emanzipierte Frau darstellt, die sich aktiv für die Gleichberechtigung der Frauen und Mädchen in der albanischen Gesellschaft einsetzte, war offensichtlich mehr Mann als Frau. Ihr ging es einzig um die gleichberechtigte Machtverteilung innerhalb ihrer Beziehung zum Diktator, Enver Hoxha.

    Im Vordergrund spielte Enver Hoxha den grossen Führer des Landes, im Hintergrund gab es wohl keine wichtige Entscheidung, die sie zumindest nicht mitbestimmt hätte. Zum Teil völlig mysteriös bleiben in diesem Zusammenhang die Inhaftierung und Ermordung ihrer ehemalig, engsten ParteigenossINNEN und MitkämpferINNEN. Insgesamt wurden während der kommunistischen Diktatur 7367 Frauen inhaftiert. Als bekanntes Beispiel kann man hierbei die Intellektuelle Musine Kokalari nennen, die zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde. Musine Kokalari war als Schriftstellerin mit ihren fortschrittlichen, sozial-demokratischen Ansichten insbesondere Nexhmije Hoxha ein Dorn im Auge. Solche Auseinandersetzungen zwischen Nexhmije und andersdenkenden Frauen führten skurriler weise dazu, dass die vermeintlich emanzipierte Frau von Hoxha die Gleichberechtigung der Frauen auch im Gefängnis einführte, da die politisch motivierten Aufenthalte in solchen Anstalten vor der kommunistischen Machtübernahme hauptsächlich ein männliches „Privileg“ war.

    Die Begegnung zwischen Nexhmije Hoxha und Mit’hat Frashëri

    Nexhmije Hoxha traf als „Illegale“ und von der italienischen Besatzung gesuchte Person, Mit’hat Frashëri in seiner Bibilothek „Lumo Skëndos“. Schon da kollidierten die zwei völlig unterschiedlichen Ansichten zwischen ihr und dem Sohn von Abdyl Frashëri frontal aufeinander. Nexhmije konnte kein Verständnis dafür aufbringen, dass Mit’hat Frashëri sich weigerte, an den Kämpfen gegen die deutsch-italienischen Truppen teilzunehmen. Schon damals sah der Anführer der Balli Kombëtar in grösseren Dimensionen als sie. Für ihn war klar, dass man nicht in die Hand beisst, die einem Schutz vor der jugoslawischen Schreckensherrschaft bietet, unter die vor allem die Kosovo-Albaner zu leiden hatten. Auf der anderen Seite nahm Mit’hat Frashëri die militärische Unterstützung der Deutschen und Italiener im Kampf gegen die jugoslawischen Partisanen dankend an, pflegte aber gleichzeitig auch Kontakte zu anglo-amerikanischen Kreisen.

    Nexhmije Hoxha versucht Mit’hat Frashëri in jedem ihrer Schriften als Träumer und Kollaborateur darzustellen. Ihre Abneigung gegenüber Mit’hat Frashëri waren aber nicht ideologischer Natur. Wie bereits in unserem ersten Teil der Dokumentation festgestellt, konnten die von Enver Hoxha geleiteten kommunistischen Strömungen in Albanien nur dank jugoslawischer Unterstützung unter der Leitung von Miladin Popovic überleben und dieser machte Hoxha deutlich klar, dass für ihn eine Allianz mit den Ballisten nicht in Frage kommt, geschweige denn ein sogenanntes „ethnisches Albanien“.

    Auf der anderen Seite war Mit’hat Frashëri alles andere als ein Romantiker, der in seiner Freizeit von „Gross-Albanien“ träumte. Er hatte für seine Pläne und Ziele konkrete Vorstellungen und eine klare Strategie, sowohl in militärischer, als auch in politisch-sozialer Hinsicht. Politisch sollte Albanien mit umfassenden Reformen und Modernisierungen in ein sozial-demokratisches System transformiert werden. Militärisch fügten seine Truppen den jugoslawischen Partisanen schwere Verluste zu. Man weiss nicht, wie die Geschichte ausgegangen wäre, wenn Enver Hoxha den Ballisten nicht in den Rücken gefallen wäre...

  2. #2

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    Zoti e bekoft Ballin Kombetar - tPart te Uck-se!

  3. #3
    ardi-
    Wollt ihr wissen wer Kosovo verraten hat?

    Fadil Hoxha!!!

  4. #4

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    Enver Hoxha wahr ein Verräter der unsere Nationalistischen Freiheitskämpfer und jeden Vereinten Albanien traum zerstörte !! er hatte ein serbischen gehilfen in seiner zeit der in an die macht brachte das wussten aber die wenigsten der albaner !!!

  5. #5

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    ahmet zogaj hat kosovo verraten weil die serben ihn von tron stuertnez wollten gab er ihn kosovo,spaetcua

  6. #6
    Avatar von chemicalrody

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    Zitat Zitat von ardi- Beitrag anzeigen
    Wollt ihr wissen wer Kosovo verraten hat?

    Fadil Hoxha!!!
    Er kam aus Gjakovë... Nur so am Rande erwähnt.

  7. #7
    Avatar von Ilan

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    Das Problem ist nicht Enver, sondern man hatte zu viele Verräter in den eigenen Reihen, wie z.B. Zogu, Toptani etc. Enver Hoxha hatte keine Möglichkeit mehr dafür das Kosovo einzunehmen. Tito wollte eher ganz Albanien an Jugoslawien anschliessen als das Kosovo abzutreten und er hatte mehr Macht.

    Das ganze ist komplizierter als es sich anhört, es alleine auf Enver zu schieben ist zu einfach.

  8. #8
    ardi-
    Zitat Zitat von chemicalrody Beitrag anzeigen
    Er kam aus Gjakovë... Nur so am Rande erwähnt.
    Ich weiss, trotzdem ist er der Schuldige. Natürlich gab es genug andere.

    Was will man machen? Wir beide kommen aus Gjakova, aber solche Verräter ist wohl das schlimmste.

  9. #9
    Avatar von chemicalrody

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    Zitat Zitat von ardi- Beitrag anzeigen
    Ich weiss, trotzdem ist er der Schuldige. Natürlich gab es genug andere.

    Was will man machen? Wir beide kommen aus Gjakova, aber solche Verräter ist wohl das schlimmste.
    Tja, daran kann man wohl nichts ändern...

  10. #10
    Avatar von Deqo

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    667
    Zitat Zitat von ardi- Beitrag anzeigen
    Ich weiss, trotzdem ist er der Schuldige. Natürlich gab es genug andere.

    Was will man machen? Wir beide kommen aus Gjakova, aber solche Verräter ist wohl das schlimmste.
    Fadil hoxha u kon pidh none hab ich immer von vielen leuten gehört.

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