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Vidovdan 28.Juni: Schlacht auf dem Amselfeld 1389

Erstellt von Coon, 28.06.2019, 06:23 Uhr · 215 Antworten · 7.249 Aufrufe

  1. #1

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    Vidovdan 28.Juni: Schlacht auf dem Amselfeld 1389

    Zu erst einmal möchte ich allen Serben ein frohen Vidovdan wünschen. Heute wird der Schlacht auf dem Amselfeld gedacht, übrigens der 630. Jahrestag, einer der grössten wenn nicht der grösste Nationalfeiertag der Serben


    Die Schlacht auf dem Amselfeld (serbokroatischБитка на Косову/Bitka na Kosovu, türkischKosova Meydan Muharebesi) fand am 15. Juni 1389 auf dem Amselfeld unweit Priština am Flusslauf des Lab im heutigen Kosovo statt. Das serbische Koalitionsheer unter der Führung des Fürsten Lazar Hrebeljanović sowie Vuk Brankovićs wurde durch eine Armee des mit Lazar verbündeten bosnischen Königs Tvrtko I. unter dem WoiwodenVlatko Vuković verstärkt. Ihnen gegenüber stand das osmanische Heer unter dem Sultan Murad I.und dessen Söhnen Bayezid I. und Yakub.[1]Der Konflikt entstand aus dem offensiven Vorgehen der Osmanen gegen die verbliebenen unabhängigen christlichen Reiche auf der Balkanhalbinsel. Murad I. versuchte, die serbischen Fürstentümer der Oberhoheit des Osmanischen Reiches zu unterwerfen. Damit wäre das letzte Hindernis zur Übernahme des Byzantinischen Reiches mit dessen Hauptstadt Konstantinopel beseitigt gewesen.[2]
    Die Schlacht, in der die Anführer beider Streitmächte fielen, endete ohne eindeutigen Sieger. Im Ergebnis war aber der Widerstand der serbischen Fürsten gegen die osmanische Expansion in den nachfolgenden Jahren entscheidend geschwächt.[3] Serbische Verbündete, wie das Fürstentum der Lazarevići, mussten die Oberhoheit und Vorherrschaft der Osmanen anerkennen, der sich einzig Vuk Branković als Fürst auf dem Territorium des heutigen Kosovo auch nach der Schlacht widersetzte.[4] Bei den Verhandlungen einer Friedensregelung zwischen Fürstin Milica und Sultan Bayezid musste dadurch auch die jüngste Tochter Lazars, Olivera Despina, als Tribut in den Sultans-Harem nach Bursa übergeben werden.[5][6]
    Obwohl das Byzantinische Reich nicht an der Schlacht beteiligt war, schied es durch die Schwächung der serbischen Verbündeten und deren Anerkennung der Oberhoheit der Osmanen endgültig als Machtfaktor in Südosteuropa aus. Byzanz wandte sich Rom zu, um mit der Unterstützung des christlichen Europas die endgültige Unterwerfung Konstantinopels abzuwenden.
    Das Ereignis wurde in der Überlieferung schon bald durch Prozesse der Legendenbildung in Volksdichtung, sowie insbesondere in der Rezeption der serbisch-orthodoxen Kirche im Amselfeld-Kult in einer stark mythologisierten Form weitergegeben. Im Genre der über Jahrhunderte von Guslaren in Begleitung der Gusleoral überlieferten Kosovo-Epen formten sich in der Abwandlung von zeitgenössischen Chroniken und Historiographien in der Volksüberlieferungen die Leitthemen des Martyriums Lazars, dem Verrat Vuk Brankovićs und der Heldentat Miloš Obilićs zum Nationalmythos Serbiens (Legende vom Amselfeld – Priča o boju kosovskom), in dem die Illusion eines türkischen Sieges, durch ökonomischen und militärischen Antrieb die Balkanhalbinsel dem Einfluss des Osmanischen Reiches zu unterwerfen, bald durch die historische Realität verwirklicht wurde.[7][8][9] Jedoch ist die Meinung, das Serbische Reich wäre auf dem Amselfeld untergegangen, fundamental falsch,[10] da der Staat auch danach für weitere sieben Jahrzehnte bestand und dabei sowohl ökonomisch wie auch kulturell wiederauflebte.[11]
    Der am 15. Junijul./ 28. Juni 1900greg. in Serbien gefeierte Vidovdan ist der Gedenktag der Schlacht. Der in der Schlacht gefallene Fürst Lazar wurde schon 1390 oder 1391 heiliggesprochen und ist einer der wichtigsten Heiligen der serbisch-orthodoxen Kirche. Seine Gebeine befinden sich heute in seinem Mausoleum, dem Kloster Ravanica.


  2. #2
    Avatar von Jure Gagaric

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    Glückwunsch zur Niederlage

  3. #3

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    Zitat Zitat von Jure Gagaric Beitrag anzeigen
    Glückwunsch zur Niederlage

    Die meisten Historiker sind sich mittlerweile einig und wie es auch oben beschrieben steht, es war keine Niederlage, sondern ein Unendschieden ohne richtiger Sieger, wobei doppelt soviele osmanischer Ritter gefallen sind wie serbische. Der serbische Staat exisitierte ja noch weitere 70 Jahre nach der Schlacht bis 1460 herrum, bis dann Smederevo auch fiel und Serbien endgültig von der Landkarte verschwand bis 1816, offiziell 1878. Die Osmanen mussten sich also lange lange sammeln. Was aber richtig ist, das Kern und Herzland Kosovo des mittelalterlichen serbischen Staates war 1389 gefallen, auch wenn Vuk Brankovic noch Jahrzehnte nach der Schlacht dort herrschte.

    Auserdem ist es mehr ein Gedenkfeiertag der Kosovo Helden, gefeiert wird hier nichts.

  4. #4
    Avatar von Beylik

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    Zitat Zitat von Coon Beitrag anzeigen
    Die meisten Historiker sind sich mittlerweile einig und wie es auch oben beschrieben steht, es war keine Niederlage, sondern ein Unendschieden ohne richtiger Sieger, wobei doppelt soviele osmanischer Ritter gefallen sind wie serbische. Der serbische Staat exisitierte ja noch weitere 70 Jahre nach der Schlacht bis 1460 herrum, bis dann Smederevo auch fiel und Serbien endgültig von der Landkarte verschwand bis 1816, offiziell 1878. Die Osmanen mussten sich also lange lange sammeln. Was aber richtig ist, das Kern und Herzland Kosovo des mittelalterlichen serbischen Staates war 1389 gefallen, auch wenn Vuk Brankovic noch Jahrzehnte nach der Schlacht dort herrschte.

    Auserdem ist es mehr ein Gedenkfeiertag der Kosovo Helden, gefeiert wird hier nichts.

    >70 Jahre sammeln
    >Vier Jahrhunderte Besatzung folgt

  5. #5

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    wie kaputt muss man sein um so einen altertümlichen bedeutungslosen Schwachsinn zu feiern, wird zeit im jahr 2019 anzukommen

  6. #6

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    Zitat Zitat von Beylik Beitrag anzeigen
    >70 Jahre sammeln
    >Vier Jahrhunderte Besatzung folgt
    Es läuteten die Glocken von Notre-Dame Frankreich, die vorerst den serbischen Sieg verkündeten. Tatzächlich hätte man Kosovo retten und die Osmanen weit zurückschlagen können, hätte Ungarn den Hilferuf von Car Lazar befolgt und zur Hifle geeilt. Es wäre wohl ein ähnlicher Effekt wie bei Wien, wo die Polen den Österreichern zur Hilfe eilten und den Anfang vom Ende der Osmanen einleuteten, da die Osmanen ja schwere Verluste hinnehmen musste bei der Amselfeldschlacht, die hätten sich schwer abwehren können sofern die Ungarn den Serben zur Hilfe geeilt hätten.

    So kam alles anders und die Ungarn wurden später selber erobert und Wien 5 mal angegriffen, auch das hätte man sich wohl erspart, hätte die katholische Welt Serbien geholfen und die Osmanen wohlmöglich wieder bis nach Anatolien vertrieben.

  7. #7
    Avatar von Albokings24

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    Paar Jahre später gehört das Kern und Herzland Kosovo den Albanern.

    Hör auf mit der Propaganda hier, hätte hätte Fahrradkette.

    Wenn Russland den Hilferuf der Serbischen Armee ernst genommen hätten, hätte die Serbische Armee keine Niederlage gegen die UCK eingefahren.

  8. #8
    Avatar von Beylik

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    Zitat Zitat von Coon Beitrag anzeigen
    Es läuteten die Glocken von Notre-Dame Frankreich, die vorerst den serbischen Sieg verkündeten. Tatzächlich hätte man Kosovo retten und die Osmanen weit zurückschlagen können, hätte Ungarn den Hilferuf von Car Lazar befolgt und zur Hifle geeilt. Es wäre wohl ein ähnlicher Effekt wie bei Wien, wo die Polen den Österreichern zur Hilfe eilten und den Anfang vom Ende der Osmanen einleuteten, da die Osmanen ja schwere Verluste hinnehmen musste bei der Amselfeldschlacht, die hätten sich schwer abwehren können sofern die Ungarn den Serben zur Hilfe geeilt hätten.

    So kam alles anders und die Ungarn wurden später selber erobert und Wien 5 mal angegriffen, auch das hätte man sich wohl erspart, hätte die katholische Welt Serbien geholfen und die Osmanen wohlmöglich wieder bis nach Anatolien vertrieben.
    Dumm gelaufen für euch. Auf einen Sieg durch hilfe würde ich mir dennoch keinen keulen.

  9. #9

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    Zitat Zitat von Beylik Beitrag anzeigen
    Dumm gelaufen für euch. Auf einen Sieg durch hilfe würde ich mir dennoch keinen keulen.
    Nicht nur für uns, für Griechenland und Konstantinopel wohl auch, so wie für die restlichen Balkanstaaten. Am Ende hat man die Osmane jedoch trotzdem besiegt und Serbien befreit, und das nach Jahrhunderte Fremdherrschaft


    Zitat Zitat von Albokings24 Beitrag anzeigen
    Paar Jahre später gehört das Kern und Herzland Kosovo den Albanern.

    Hör auf mit der Propaganda hier, hätte hätte Fahrradkette.

    Wenn Russland den Hilferuf der Serbischen Armee ernst genommen hätten, hätte die Serbische Armee keine Niederlage gegen die UCK eingefahren.
    Paar Jahre? Albaner wurden erst um 1899 zur Mehrheit im Kosovo, und fingen an sich erst im 16. Jahrundert ins Kosovo anzusiedelt aus dem heutigen Albanien, was die Osmanen auch förderten aus Eigeninteresse, so richtig aber erst ab dem 17. Jahrhundert, nach den ersten Exodus der Kosovo Serben, christliche Kosovo Serben wurden über Jahhrunderte immer mehr verdrängt, teils durch Vertreibung, teils durch Unterdrückung, teils durch freiwilligen Auszug

  10. #10
    Avatar von Albokings24

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    Zitat Zitat von Coon Beitrag anzeigen
    Nicht nur für uns, für Griechenland und Konstantinopel wohl auch, so wie für die restlichen Balkanstaaten. Am Ende hat man die Osmane jedoch trotzdem besiegt und Serbien befreit, und das nach Jahrhunderte Fremdherrschaft




    Paar Jahre? Albaner wurden erst um 1899 zur Mehrheit im Kosovo, und fingen an sich erst im 16. Jahhrundert ins Kosovo anzusiedelt aus dem heutigen Albanien, was die Osmanen auch förderten aus Eigeninteresse, so richtig aber erst ab dem 17. Jahrhundert, nach den ersten Exodus der Kosovo Serben, während christliche Kosovo Serben über Jahhrunderte immer mehr verdrängt wurden, teils durch Vertreibung, teils durch UNterdrückung, teils durch freiwilligen Auszug
    Steht das so in den Serbischen Geschichtsbüchern ?

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