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Völkerrechtliche Arbeit zur Unabhängigkeit Kosovos

Erstellt von unerwuenscht, 16.12.2010, 05:10 Uhr · 50 Antworten · 2.561 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Zurich

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    18.089
    Zitat Zitat von GOJIM Beitrag anzeigen
    nord korea ist laut verfassung auch eine demokratie, aber geh mal nach nord korea und überzeug dich von der demokratischen republik.

    das gleiche war auch mit kosovo und seiner autonomie, mehr schein als sein......profitiert haben nur regimefreundliche albaner und ihre familien für alle anderen war alles beim gleichen geblieben......und es stimmt tito wollte selber die albaner besser stellen, aber leider sind seine vorgaben nie von seinen serbischen ministern erfüllt worden, und jeder albaner wusste dass sobald tito sterben würde die serben sich kosovo wieder einverleiben würden und genau das war geschehen.....kaum ist tito gestorben schon fing man an die albaner systematisch aus allen wichtigen ämtern zu verjagen.
    Das stimmt. Da gibt es nichts schön zu reden oder zu relativieren. Die serbische Politik der 80er war leider Milosevics-Politik (ein trauriges Kapitel serbischer Geschichte). Aber... dein letzer Satz ist nicht ganz korrekt, weil etwas vorher passierte (welches zwar Milosevics-Politik in keinster Weise rechtfertigen darf, aber es war nun mal das erste, was nach Titos Tod passierte): Denn Während der Tito-Zeit (oder zumindest in den letzen Jahren seiner Zeit) waren die Kosovo-Albaner zufrieden. 3 Tage nach seinem Tod aber, fing bei den Albanern die Bewegung, nach einer "Republik Kosovo", wobei Kosovo eigentlich schon de facto den Status einer Republik hatte, mit einer einzigen Ausnahme: Kein Sezessionsrecht bzw. Kosovo hätte nicht die Möglichkeit Unabhängikeit auszurufen, alle anderen Sachen waren 1:1 gleich wie bei den restlichen Republiken. Während der Tito-Lebzeit wurde nicht auf dieses Sezessionsrecht gepocht.

    Dass das Sezessionsrecht, eine sooo hohe Bedeutung für die Kosovo-Albaner hatte, dass sogar Massendemos erfolgten, war es eigentlich (aus serbisch-besorgter Sicht um ihr historisch wichtiges Kosovo) eindeutig, dass hier die Unabhängigkeit ins Visier genommen worden war. Etwas anderes konnte es nicht sein.

    Zugleich galt (wie schon vorher) das Kosovo als heikelste und sensiebelste Stelle Jugoslawiens (wegen der enormen geschichtlichen Bedeutung für die Serben). Das wusste Tito, also versuchte er mit der Autonomie einen Kompromiss zu finden, und möglichst wenig mit dem Feuer zu spielen.

    Doch schlussendlich erweckte die Kosovo-Problematik in den 80ern doch noch (leider) den serbischen Nationalismus, welcher wiederum den kroatischen Nationalismus stärkte,...etc....etc...usw... und Jugoslawien krachte zusammen wie ein Kartenhaus (leider sehr blutig), da Tyrannen wie Milosevic an die Macht kamen, welche zuvor mit Angstmacherei um das sooo wichtige Kosovo grosse Stimmen bei der serb. Bevölkerung holte.

    Man könnte sich das Kosovo damals wie einen Dynamit vorstellen: Die Zündschnur => Kosovo / die Kosovo-Problematik, die erste Dynamitsäule, zu der die Zündschnur lief => serbischer Nationalismus, benachbarte Dynamitsäulen => die anderen (schlafenden) Nationalismen in der SFRJ. Das Ganze nannte sich Jugoslawien und die Detonation war, das was in den 90ern passiert ist.

  2. #42
    Mulinho
    Habe die Arbeit gelesen und finde sie sehr gut.
    Bei einigen Passagen hast du vergessen, Quellen einzufügen. Allgemein kann ich formal nicht kritisieren, weil wir eine andere Form des Zitierens verwenden.

    Hab mir jetzt nur mal diesen Absatz hier gemerkt (ziemlich am Anfang):
    1921 lebten gemäss Volkszählung rund 440'000 Albaner im Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Heute leben über 1.8 Millionen Albaner im Kosovo und ca. 600'000 in Mazedonien, Serbien und Montenegro. Dies bedeutet, dass sich ihre Anzahl auf dem heutigen Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens in den letzten 90 Jahren fast versechsfacht hat.
    Abkürzungsverzeichnis finde ich persönlich zu breit. Abkürzungen wie "bzw." und "bzgl." müssen bei wissenschaftlichen Arbeiten nicht näher erklärt werden. Vielleicht handhabt ihr das auch anders, weiss es nicht.

  3. #43

    Registriert seit
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    1.136
    Zitat Zitat von Mulinho Beitrag anzeigen
    Habe die Arbeit gelesen und finde sie sehr gut.
    Bei einigen Passagen hast du vergessen, Quellen einzufügen. Allgemein kann ich formal nicht kritisieren, weil wir eine andere Form des Zitierens verwenden.

    Hab mir jetzt nur mal diesen Absatz hier gemerkt (ziemlich am Anfang):

    Zitat:
    1921 lebten gemäss Volkszählung rund 440'000 Albaner im Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Heute leben über 1.8 Millionen Albaner im Kosovo und ca. 600'000 in Mazedonien, Serbien und Montenegro. Dies bedeutet, dass sich ihre Anzahl auf dem heutigen Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens in den letzten 90 Jahren fast versechsfacht hat.

    Abkürzungsverzeichnis finde ich persönlich zu breit. Abkürzungen wie "bzw." und "bzgl." müssen bei wissenschaftlichen Arbeiten nicht näher erklärt werden. Vielleicht handhabt ihr das auch anders, weiss es nicht.
    Danke für deine Kritik. Ja, ich hätte mehr auf die Quellenangaben achten sollen.

    Wo und was studierst du eig.?

  4. #44

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    also was in diesem Konflikt einem klar wurde ist das Souveränität nicht dem Menschenrecht überlegen ist (sein soll) und dass auch Minderheiten das Sezessionsrecht haben im Falle einer solch massiven Menschenrechtsverletzungen sprich man sollte in diesem Fall die Souveränität des Staates nicht überbewerten.

    Sehr kompliziert aber gut geschrieben.


    to be continued....

  5. #45
    Avatar von illyrian_eagle

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    Du verkennst hier einen Zusammenhang eindeutig. Dies ist keine faktische Forderung, ein diktatorisches Regime zu unterstützen, sondern die allgemeine Überlegung, nicht nur Minderheitenrechte fordern zu können, sondern auch eine gewisse, nicht übertriebene Gegenleistung dafür zu erbringen. Die Loyalität zum Staat, in dem man lebt, sollte ein grundsätzliches Minimum sein. Dass es Kosovo-Albaner gab, die unter der kommunistischen Partei zu leiden hatten, muss man nicht bestreiten. Es geht nur darum dass sie darunter nicht mehr zu leiden hatten, als dies systembedingt "üblich" war und wovon alle anderen Republiken und Provinzen ebenfalls betroffen waren.

    Sie waren benachteiligt. In jeder Hinsicht als die anderen Regionen in Jugoslawien. Wenn man es genau nimmt sind in diesem Fall die Menschenrechte mit Füssen getretten wurden, weil der Bevölkerung dieser Region jegliches recht genommen wurde zu zeigen was sie sind. Und wieso sollte sie sich einem Staat Loyal verhalten der als Besatzer gesehen wurde ??



    I
    ch muss dir auch in einem zweiten Punkt widersprechen: Ich behaupte einfach mal, dass die Mehrheit der Albaner dem jugoslawischen Staat nach 1974 bis zu einem gewissen Grad sehr wohl loyal gegenüber stand. Die nationalistischen und reaktionären Albaner, die es nicht waren, hatten aber häufig gleichzeitig die Forderung nach einem Anschluss an Albanien. Ich denke nicht, dass hier eine Diskussion notwendig ist, wie demokratisch das Regime von Enver Hoxha in den 80er Jahren war. Das zeigt, dass die Ablehnung sich nicht gegen den kommunistisch diktatorischen Führungsstil an sich richtete, sondern gegen den jugoslawischen Staat und seine Bevölkerung an sich.
    Mit gutem Recht. Denn weder wurden sie gefragt ob sie unter Jugoslawien leben wollten noch waren sie Jugoslawen. So wurden sie gezwungen in diesem Land zu leben und noch dazu wurden sie diskriminiert in dem sie obwohl sie Albaner waren als Jugoslawen bezeichnet wurden. Und wenn sie sich mit Albanien anschliessen wollten dann war es auch ihr gutes Recht wie es nach wie vor ist.

  6. #46
    Avatar von illyrian_eagle

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    Jedoch verbesserte sich schon 10 Jahre später ihre politische Situation erheblich. Nur sieben Jahre später wurden bereits neue, weitreichende Forderungen laut. In diesem Zusammenhang darfst du nicht vergessen, dass Jugoslawien und Albanien zu diesem Zeitpunkt keine guten Beziehungen hatten. Der Status der Republik hätte den Kosovoalbanern das Recht aus Sezession einräumen können, und das wollte man zum dazumal nicht. Und du brauchst wirklich nicht so zu tun, als ob sich Jugoslawien ab den späten 60er Jahren nicht intensiv bemüht hat, um die Lage der Albaner im Kosovo zu verbessern.
    Was ist eigentlich mit den Verträgen von Tito die er mit den Türken abgeschloßen hatte ??? Die zu folge hatten das mehrere Tausend albaner unter der Bezeichnung "Türke" in das Hinterland Anatoliens verabschiedet wurden....

  7. #47
    Avatar von illyrian_eagle

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    Das stimmt. Da gibt es nichts schön zu reden oder zu relativieren. Die serbische Politik der 80er war leider Milosevics-Politik (ein trauriges Kapitel serbischer Geschichte).
    Nein Nein sie war Serbische Politik, denn Milosevic hatte die meisten Anhänger in euren Reihen. Er führte die Politik eurer Könige und Elite ala Cubrilovic also stell das jetzt nicht so hin, als wäre diese Poltik so untypisch serbisch gewesen. Richtig ist das Tito sich nicht typisch Serbisch verhalten hat.


    Aber... dein letzer Satz ist nicht ganz korrekt, weil etwas vorher passierte (welches zwar Milosevics-Politik in keinster Weise rechtfertigen darf, aber es war nun mal das erste, was nach Titos Tod passierte): Denn Während der Tito-Zeit (oder zumindest in den letzen Jahren seiner Zeit) waren die Kosovo-Albaner zufrieden. 3 Tage nach seinem Tod aber, fing bei den Albanern die Bewegung, nach einer "Republik Kosovo", wobei Kosovo eigentlich schon de facto den Status einer Republik hatte, mit einer einzigen Ausnahme: Kein Sezessionsrecht bzw. Kosovo hätte nicht die Möglichkeit Unabhängikeit auszurufen, alle anderen Sachen waren 1:1 gleich wie bei den restlichen Republiken. Während der Tito-Lebzeit wurde nicht auf dieses Sezessionsrecht gepocht.
    Das ist mal wieder eine typische Aussage die nur vom Hause "Jugonostalgiker" kommen kann. Es ist ihr gutes Recht verstehst du das ??
    Verstehst du was das Recht eines Menschen ist ??? Selbst wenn sie Mc Donalds verlangt hätten, es war ihr verdammtes recht... .

    Dass das Sezessionsrecht, eine sooo hohe Bedeutung für die Kosovo-Albaner hatte, dass sogar Massendemos erfolgten, war es eigentlich (aus serbisch-besorgter Sicht um ihr historisch wichtiges Kosovo) eindeutig, dass hier die Unabhängigkeit ins Visier genommen worden war. Etwas anderes konnte es nicht sein.
    Wenn Kosovo so wichtig für euch wäre, wäre es nicht seit je her mehrheitlich albanisch. Also erzähl deine Märchen vom wichtigen Kosovo jemanden anderes. Natürlich war es das Ziel und dieses ab dem Zeitpunkt als die Bevölkerung dieser Gegend ungewollt unter Serbien kamen. Auf dieses Recht würdest du auch pochen, wenn dein Weltreich Banja Luka jemand besetzen will.....?? Oder würdest du sagen okej Besatzer ich bin dir Loyal du Narr.....???




    Doch schlussendlich erweckte die Kosovo-Problematik in den 80ern doch noch (leider) den serbischen Nationalismus, welcher wiederum den kroatischen Nationalismus stärkte,...etc....etc...usw... und Jugoslawien krachte zusammen wie ein Kartenhaus (leider sehr blutig), da Tyrannen wie Milosevic an die Macht kamen, welche zuvor mit Angstmacherei um das sooo wichtige Kosovo grosse Stimmen bei der serb. Bevölkerung holte.
    Erweckte garnichts. Denn hattet ihr in euch oder bzw. Tito konnte iihn dämpfen.

  8. #48

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    Zitat Zitat von illyrian_eagle Beitrag anzeigen
    Sie waren benachteiligt. In jeder Hinsicht als die anderen Regionen in Jugoslawien. Wenn man es genau nimmt sind in diesem Fall die Menschenrechte mit Füssen getretten wurden, weil der Bevölkerung dieser Region jegliches recht genommen wurde zu zeigen was sie sind. Und wieso sollte sie sich einem Staat Loyal verhalten der als Besatzer gesehen wurde ??
    Die Albaner im Kosovo waren spätestens seit 1974 kulturell nicht benachteiligt. Es ist dein gutes Recht es anders zu sehen, aber was du als Benachteiligung erachtest, sind in Wahrheit die wirtschaftlichen und bildungstechnische Defizite in der Region, die nicht von heute auf morgen beseitigt werden können. Inwiefern durften die Albaner nicht zeigen, was sie sind? Was sprichst du da konkret an? Von was für Menschenrechten sprichst du? Nationalismus wurde natürlich nicht geduldet aber dass galt für alle anderen Bevölkerungsgruppen genau so.

    Zitat Zitat von illyrian_eagle Beitrag anzeigen
    Mit gutem Recht. Denn weder wurden sie gefragt ob sie unter Jugoslawien leben wollten noch waren sie Jugoslawen. So wurden sie gezwungen in diesem Land zu leben und noch dazu wurden sie diskriminiert in dem sie obwohl sie Albaner waren als Jugoslawen bezeichnet wurden. Und wenn sie sich mit Albanien anschliessen wollten dann war es auch ihr gutes Recht wie es nach wie vor ist.
    Seit wann wird jemand individuell gefragt, ob er in einem Land - oder noch allgemeiner formuliert, überhaupt - leben will? Es ist völkerrechtlich unbestritten, dass eine Minderheit, die im Nachbarland einen quasi ethnisch reinen Mutterstaat hat, in welchem sie eine dominante Stellung inne hat, keinen grundsätzlichen Anspruch auf Sezession hat. Die Gründe dafür sind völlig einfach: Es würde dazu führen, dass ein bevölkerungsreicher Nachbarstaat A, der sich Gebiete des Staates B aneignen will, bewusst eigene Personen in den Grenzregionen des Staates B ansieden könnte, um bei anschliessender eigener Mehrheit diese Gebiete aufgrund der entstandenen demografischen Verschiebung zu übernehmen. Eine Minderheit hat nur in einem sehr engen Rahmen ein substantielles Selbstbestimmungsrecht. In meiner Arbeit steht, in welchem Rahmen. Ich empfehle dir, dich in die Grundlagen des Völkerrecht einzulesen, wenn du in diesem Bereich mit differenzierteren Stellungnahmen als nur "ihr gutes Recht, ihr gutes Recht" beitragen möchtest. Denn ohne mitzuteilen, auf welchen Grundlagen der massgeblichen Quellen des Völkerrechts sie dieses "Recht" ableiten wollen, ist die Aussage nur sehr wenig wert.

    Zitat Zitat von illyrian_eagle Beitrag anzeigen
    Was ist eigentlich mit den Verträgen von Tito die er mit den Türken abgeschloßen hatte ??? Die zu folge hatten das mehrere Tausend albaner unter der Bezeichnung "Türke" in das Hinterland Anatoliens verabschiedet wurden....
    Was ist denn mit den Verträgen? Ich kenne sie und frage dich darum, aus welchem Jahr die stammen und von welchen Zeiten ich in dem von dir zitierten Abschnitt spreche? Und was hat Tito überhaupt damit zu tun? Die Verträge entstanden in einem ganz anderen geschichtlichen Kontext. Du hast da etwas durcheinandergebracht.

    Du schreibst, das Kosovo sei "seit je her" albanisch. Gibt es da ein bestimmtes Datum? Bitte mit Angabe von Quellen.

  9. #49

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    die zusammenfassung zum schluss fand ich sehr subjektiv

  10. #50
    Avatar von illyrian_eagle

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    Die Albaner im Kosovo waren spätestens seit 1974 kulturell nicht benachteiligt. Es ist dein gutes Recht es anders zu sehen, aber was du als Benachteiligung erachtest, sind in Wahrheit die wirtschaftlichen und bildungstechnische Defizite in der Region, die nicht von heute auf morgen beseitigt werden können.
    Nun ab diesen Zeitraum haben die Albaner ja auch nicht mehr protestiert.
    In diesen Zeitraum ging es den Albanern ja auch besser dementsprechen haben sie sich auch loyal verhalten. Die Wirtschaftlichen defizite wurden in dieser Region nur scheinheilig versucht zu beheben. Jahre lang wurde in dieser Region kaum bis fast garnichts getan. Welche Gründe dieses hatte kan man im heutigen Montenegro sehen wo sie dort, wie es so typisch ist, in Ulqin kaum investieren. Weswegen es so ist kann sich jeder ausdenken.
    Das eine Region von heute auf morgen nicht umgekrempelt werden kann dieses ist auch richtig nur worauf willst du jetzt hinaus ???

    Inwiefern durften die Albaner nicht zeigen, was sie sind? Was sprichst du da konkret an? Von was für Menschenrechten sprichst du? Nationalismus wurde natürlich nicht geduldet aber dass galt für alle anderen Bevölkerungsgruppen genau so.
    Ich spreche von dem Punkt, das sie aufgrund weil sie Albaner waren diskriminiert wurden. Ihre Elite wurde bis 1968 entweder vertrieben oder getötet. Der Herr Rankovic konnte davon ein Lied singen wie man die Albaner am besten diskriminieren konnte. Ich spreche von dem Recht das jedes Volk hat, nähmlich das Recht zu zeigen was man ist. Das Recht die Sprache zu sprechen, das Recht seine Kultur zu leben. Und dieses wurde ihnen bis 1974 nicht eingeräumt.



    Seit wann wird jemand individuell gefragt, ob er in einem Land - oder noch allgemeiner formuliert, überhaupt - leben will? Es ist völkerrechtlich unbestritten, dass eine Minderheit, die im Nachbarland einen quasi ethnisch reinen Mutterstaat hat, in welchem sie eine dominante Stellung inne hat, keinen grundsätzlichen Anspruch auf Sezession hat. Die Gründe dafür sind völlig einfach: Es würde dazu führen, dass ein bevölkerungsreicher Nachbarstaat A, der sich Gebiete des Staates B aneignen will, bewusst eigene Personen in den Grenzregionen des Staates B ansieden könnte, um bei anschliessender eigener Mehrheit diese Gebiete aufgrund der entstandenen demografischen Verschiebung zu übernehmen. Eine Minderheit hat nur in einem sehr engen Rahmen ein substantielles Selbstbestimmungsrecht.
    Natürlich wird das Volk gefragt. Es ist bestandteil einer Demokratie das
    die Menschen nach ihrer Meinung gefragt werden. Kosovo auch wenn es Serbien gerne so darstellt war gegen sein willen im Jugoslawischen Völkerbund einverleibt wurden. Ein Land machen nicht Kirchen, Berge und Täler aus sowie es gerne Serbien hätte sondern die Bevölkerung und die war gegen ihren Willen sogar gezwungen mit brutalster Gewalt in dieses Gebiet zu leben und dieses ist ein Vestoß gegen das Völkerrecht. Es ist ja nicht falsch was du sagst verstehe mich nicht falsch. Nur hier wird was vom Staat verlangt was sie selbst nicht eingehalten haben... .Und soweit ich weiss gab es keine ethnischen Jugoslawen. Es war ein vielvölker Staat nun erzähle mir gegenüber wen waren die Albaner jetzt eine Minderheit..???






    Was ist denn mit den Verträgen? Ich kenne sie und frage dich darum, aus welchem Jahr die stammen und von welchen Zeiten ich in dem von dir zitierten Abschnitt spreche? Und was hat Tito überhaupt damit zu tun? Die Verträge entstanden in einem ganz anderen geschichtlichen Kontext. Du hast da etwas durcheinandergebracht.
    Die Verträge sind von den 20er 30er und 50er jahre. Serbien hatte diese vorher mit den Türken abgeschloßen. Tito übernahm sie bis 1956 so und führte sie fort. Ich habe nichts durcheinander gebracht. Um dieses Problem zu verstehen muss man von Anfang an berichtigen. Denn nur ein gewissen Zeitraum anzusprechen so ist das nichts halbes nichts ganzes.


    Du schreibst, das Kosovo sei "seit je her" albanisch. Gibt es da ein bestimmtes Datum? Bitte mit Angabe von Quellen.
    Natürlich gibt es Quellen. Wenn du dich anstrengst wirst du sie finden.
    Das Vilajet Kosova war zweimal so groß wie das heutige Kosovo. Die Bevölkerung dieser Region unter den Osmanen war mehrheitlich Albanisch.
    Wir sprechen hier von einer Region die bis Nis ging und sogar den Sandzak unter seiner Verwaltung hatte. Serbien erklärte seine Unabhängigkeit ohne das Kosova bestandteil war. Sie berfreiten den Kosovo nicht sie erobert es. Daraufhin folgte die Vertreibung der eigentlichen Bevölkerung des Vilajets Kosovo und die gezielte Ansiedlung von Serben in dieser Region. Kurz gesagt serben waren Besatzer. Zu diesem Zeitpunkt war Kosovo fremdes Land für sie mit einer schwindenen serbischen Minderheit.

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