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Wäre es ein Problem wenn Kosovo ein Teil von Albanien wäre?

Erstellt von sib87, 29.05.2012, 11:58 Uhr · 210 Antworten · 11.139 Aufrufe

  1. #201
    Avatar von sib87

    Registriert seit
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    774
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Hi Melinda
    Ich bezweifle dass er beziehungsweise sie Melinda heißt.


    Melinda.

  2. #202
    Avatar von Lahutari

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    5.050
    Die Aussöhnung mit den anderen jugoslawischen Staaten ,oder sagen wir mal besser Ethnien, ist ja schon erfolgt ,nur die KS-Albaner hat man außen vor gelassen
    Ich glaube das liegt daran ,dass einige noch immer glauben ,dass dies ein rechter Krieg war

    Zudem ... Die Nazis hatten mehrere Millionen Menschen auf dem Gewissen,das lässt sich einfach nicht vergleichen

  3. #203
    Avatar von Karoliner

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Hi Melinda

    Es hat jedoch auch in Deutschland der 68er Generation und gut 20 Jahre danach gebraucht, um einen wirklichen und endgültigen Bruch mit der Vergangenheit zu bewerkstelligen. Gerade die mangelnde wirkliche "Bereinigung" von Nazis bis in politische, diplomatische etc. Ämter hat ja dazu geführt, dass man es mit der DDR und Stasiaufarbeitung und den Umgang mit dort Verstrickten quasi hat besser machen wollen.

    Jekaterina Velikaja
    du bist Katharina die Große, ganz schön alt

    Die These halte ich für falsch, eher eine Frage der Notwendigkeit. Man hätte ja sonst die gesamte Verwaltung austauschen müssen und mit "Neueinsteigern" besetzen müssen. Abgesehen vom Funktionieren wäre das auch ein demogprahisches Problem geworden, die Männer der Jahrgänge 1920-25 sind fast vollständig gefallen. Die, also der ganze Unterbau eines Staates und einer Gesellschaft haben dann natürlich daran mitgewirkt, dass vieles unter den Tisch fiel.

    Das man "es besser machen" wollte nach dem Ende der DDR sehe ich nicht als Motivation. Eher eine Frage der Möglichkeiten und vielleicht auch ein bißchen unterbwußt, dass man ja nicht über ein "eigenes" Regime urteilt (urteilen mußte), sondern über ein Statthalterregime von Moskaus Gnaden, dass ohne die Rote Armee am 19. oder 20. Juni 1953 zusammengebrochen wäre.

    Friedrich der Große

  4. #204
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    du bist Katharina die Große, ganz schön alt

    Die These halte ich für falsch, eher eine Frage der Notwendigkeit. Man hätte ja sonst die gesamte Verwaltung austauschen müssen und mit "Neueinsteigern" besetzen müssen. Abgesehen vom Funktionieren wäre das auch ein demogprahisches Problem geworden, die Männer der Jahrgänge 1920-25 sind fast vollständig gefallen. Die, also der ganze Unterbau eines Staates und einer Gesellschaft haben dann natürlich daran mitgewirkt, dass vieles unter den Tisch fiel.

    Das man "es besser machen" wollte nach dem Ende der DDR sehe ich nicht als Motivation. Eher eine Frage der Möglichkeiten und vielleicht auch ein bißchen unterbwußt, dass man ja nicht über ein "eigenes" Regime urteilt (urteilen mußte), sondern über ein Statthalterregime von Moskaus Gnaden, dass ohne die Rote Armee am 19. oder 20. Juni 1953 zusammengebrochen wäre.

    Friedrich der Große
    Hi Friedrich.
    Dieses Problem mussten ja selbst die Amerikaner einsehen, die in ihrem Sektor, von Berlin weiß ich es sicher, die Entnazifizierung am meisten ernst nahmen und damit anfangs auch am meisten ernst gemacht haben. Vorrangig geht es trotzdem um eine Art gesellschaftliche Grundstimmung. Die Deutschen wurden auch nicht von heute auf morgen ein "offenes, demokratisches" Volk. Das kann mir einfach niemand erzählen Auch da hat es massiver Anschubser auch von außen mit gebraucht. Begonnen bei der Etablierung rechtsstaatlich funktionierender Institutionen. Und dafür bleibe ich bei meiner These, dass es der Kindergeneration, der 68er gebraucht hat, wirklich im Gros damit zu brechen und eine von Grund auf andere Gesellschaft zu prägen.

  5. #205
    Avatar von papodidi

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    13.515

    Cool

    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Hi Friedrich.
    Dieses Problem mussten ja selbst die Amerikaner einsehen, die in ihrem Sektor, von Berlin weiß ich es sicher, die Entnazifizierung am meisten ernst nahmen und damit anfangs auch am meisten ernst gemacht haben. Vorrangig geht es trotzdem um eine Art gesellschaftliche Grundstimmung. Die Deutschen wurden auch nicht von heute auf morgen ein "offenes, demokratisches" Volk. Das kann mir einfach niemand erzählen Auch da hat es massiver Anschubser auch von außen mit gebraucht. Begonnen bei der Etablierung rechtsstaatlich funktionierender Institutionen. Und dafür bleibe ich bei meiner These, dass es der Kindergeneration, der 68er gebraucht hat, wirklich im Gros damit zu brechen und eine von Grund auf andere Gesellschaft zu prägen.
    Dazu könnte ich ne Menge schreiben, aber nicht in diesem Thread...

  6. #206
    Avatar von Karoliner

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    Habe nichts anderes gesagt. Hab nur noch kurz auch auf Zwänge verwiesen, die 1990 so nicht existierten und dass ich "es besser machen wollen" noch nie so richtig als Motivation gehört habe. Deutschland war vor 1933 eine Demokratie *duck*. Wenn man es im Kontext der Zeit sieht, kann man das auch für die 50 Jahre davor sagen in Südwestdeutschland für 100 Jahre davor.
    Ja anderer Thread ... ich bin still

    opadidi: dann mach doch einen auf

  7. #207
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    Habe nichts anderes gesagt. Hab nur noch kurz auch auf Zwänge verwiesen, die 1990 so nicht existierten und dass ich "es besser machen wollen" noch nie so richtig als Motivation gehört habe. Deutschland war vor 1933 eine Demokratie *duck*. Wenn man es im Kontext der Zeit sieht, kann man das auch für die 50 Jahre davor sagen in Südwestdeutschland für 100 Jahre davor.
    Ja anderer Thread ... ich bin still

    opadidi: dann mach doch einen auf
    Werde ich am Wochenende machen...

  8. #208

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    [QUOTE=Athos;3283132]Na so ein Drama das man den Serben nicht die Sprache, Kultur und die Freiheit nehmen kann, stimmts? Warum sollen sie denn mit euch Albanern in einer Zwangsehe leben? Wolltet ihr doch auch nicht unter Slobo. Und die Bosniaken und Kroaten wollten es auch nicht, warum müssen dann die Serben? Wieder mal zweierlei Maß wie immer![

    Hahaha...du sagtst es sogar selber : die Kroaten, Bosniaken und Albaner wollen es nicht.Warum? Wie schon gesagt, weil IHR diejenigen wahrt , die ihren Nachbarn in den 90 mehr als deutlich gezeigt haben, dass sie nicht mit ihnen leben wollen. Und wie schon gesagt, die Serben im Kosovo haben KEINERLEI Gründe so rumzunerven, denn vom Gesetzt oder sonst welchen Einrichtungen wird ihnen nix getan.....tz, Zwangsehe? Auf die Ehe Jugoslavien hattet IHR keinen Bock und jetzt müsst ihr halt die Kosten und Folgen dafür tragen(-> Trennung)!

  9. #209

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Einige User werden die slawische Landnahme überhaupt ablehnen. Aber gehen wir wie weitestgehend die Historiker davon aus. Die Illyrer, ebenso wie Thrakier, auch die alten Makedonen etc. gab es quasi "in der Form" irgendwann nicht mehr. Durch wnigstens 1500 Jahre Nachbarschaft, Vermischungen etc. wird sicher auch in Serben, Bosniaken usw. genug illyrisches Blut zu finden sein. Und was macht man jetzt? Was ist also schon immer "unser"? Wer genau hat jetzt nun Recht auf welches Land?

    Natürlich it das Illyrer-Argument nicht das wichtigste oder gar das einzige in der Debatte. Aber wenn nun mal die Serben mit irgendwelchen historischen Argumenten kommen und Albaner ihr Existenzrecht in KS absprechen wollen, sollen wir dann einfach nur das Maul halten? Kommen sie mit historischen Argumenten kontern wir halt mit welchen historischen zurück, so einfach! Und was der vermischung angeht. Auch deutsche haben heute römisches, Italiener germanisches und jeder auf Europa von jedem irgendwelche Anteile an Blut , aber trotzdem bleiben die Nachfahren der Deutschen offiziel die Germanen , die der italiener die Römer usw.

    Es ist doch absurd, mit "wir" (reinblütig alleinige Nachfahren?) sind vor 3000 Jahren vom Himmel auf den Balkan geplumpst, "ihr" aber erst vor 1500 Jahren, ätsch bätsch, irgendwelche Ansprüche auf "unsere Gebiete" stellen zu wollen. Dann wäre ganz Europa ein einziges Irrenhaus.



    Was jetzt und heute oberstes Ziel sein sollte ist Frieden und Stabilität. Und dazu gehört sicher nicht die Infragestellung weiterer Grenzen etwa der Republik Mazedonien. Innerhalb dieser sollten sich die Volksgruppen miteinander arrangieren. Eine Vereinigung zwischen Kosovo und Albanien müsste gut und gründlich vorbereitet sein. Sehe absehbar die Zeit ohnehin nicht reif dafür.

    Viele Grüße

    P.S. Rahovec, es macht sicher keinen Menschen schlecht, "Zigi" zu sein.
    Ware also a) ganz nett, von dieser herablassenden Wort an sich abzusehen.
    und b) ständig es als Synonym für Serben zu verwenden. Es ist herabwertend-provokativ gemeint. Und so etwas kann auf Dauer auch mal ein Kärtchen nach sich ziehen.

    Danke für das Verständnis.
    Natürlich it das Illyrer-Argument nicht das wichtigste oder gar das einzige in der Debatte. Aber wenn nun mal die Serben mit irgendwelchen historischen Argumenten kommen und Albaner ihr Existenzrecht in KS absprechen wollen, sollen wir dann einfach nur das Maul halten? Kommen sie mit historischen Argumenten kontern wir halt mit welchen historischen zurück, so einfach! Und was der vermischung angeht. Auch deutsche haben heute römisches, Italiener germanisches und jeder auf Europa von jedem irgendwelche Anteile an Blut , aber trotzdem bleiben die Nachfahren der Deutschen offiziel die Germanen , die der italiener die Römer usw.

  10. #210
    Avatar von Albion

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    Zitat Zitat von Gjin Tonikaj Beitrag anzeigen
    Kosovo hat viel Rohrstoffe, dass ist das Problem. Serben geben an, Serbien sei ihr Herz weil dort ihre heiligen Klöster stehen und sie eine Schlacht gegen die Osmanen verloren, aber sich die Osmanen zurückziehen mussten, weil Obilic den Sultan der Legende nach umbrachte. In dieser Schlacht kämpften auch Albaner auf der Seite des christlichen Heeres. Auch war früher Prizren im heutigen Südkosovo die alte Hauptstadt des serbischen Königreich. Die grosse Moschee in Prizren war ja einst die Kirche des serbischen Zaren. Historisch gehörte Kosovo vielen, zuerst den illyrischen Dardanier (Albaner sind laut den Historikern in der Wahrscheinlichkeit von 95% Nachfahren der Illyrer), dann wurde es von Rom eingenommen, dann später war es Teils Byzantins, mal gehörte es den Bulgaren, dann den Serben, dann 500Jahre den Türken, dann Jugoslawien, dann den Italienern und Deutschen, dann wieder Jugoslawien, dann Serbien und Montenegro und heute ist es ein selbsterklärter unabhängiger Staat. Die Serben geben halt an, dass Kosovo ihr Herz ist, weil dort ihre Kirchen und Köster stehen, aber in diesem Sinn kann Italien halb Europa und Nordafrika für sich beanspruchen, weil sie dort lange herrschten und ihre Tempel, Häuser und sonstige architektornische Wunder bauten. Im heutigen Kosovo wie auch im Kosovo vor dem Krieg waren die meisten Menschen albanischer Abstammung und sie wollten und wollen nicht zu Serbien gehören. Demokratisch zählt der Wille dieser Provinz. Wenn sich Bayern von Deutschland trennen will oder Kalifornien von den USA, dann dürfen sie es. Die Bevölkerung Kosovos ist für die Unabhängigkeit und ein grosser Teil davon auch für den Zusammenschluss an Albanien. Viele haben Angst vor einem Grossalbanien, obwohl Albanien nie ein Land angegriffen hat sondern sich nur wehrte. Ich meine, Serbien hat grosses Interesse an Kosovo ist weil es sehr reich an Rohrstoffen ist. In der komunistischen Ära versorgte Kosovo Jugoslawien. Die Industrie war vorallem in Bosnien, aber viele Rohrstoffe kamen aus Kosovo. Man nimmt an, dass Kosovos Rohrstoffe (so wie ich es in Erinnerung habe) einen hohen Wert haben, bis zu 100 000 000 000 USD.
    Respekt!
    du hast es auf dem punkt gebracht.

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