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Die Wirtschaft des Kosovo und ihre Zerstörung

Erstellt von skenderbegi, 17.02.2014, 19:07 Uhr · 50 Antworten · 3.369 Aufrufe

  1. #41

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    Zitat Zitat von KS.Rosu Beitrag anzeigen
    Andererseits muss er Erfolge vorweisen denn er hatte versprochen 2013 werden alle Bürger des Kosova frei reisen können..
    Wir haben 2014 schon und vor 2017 wird das nicht meine ich gelesen zu haben.

  2. #42
    Avatar von Indianer

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Wobei....

    Hast sicher auch mal Kraterlandschaften erlebt, die für den Bergbau von Braunkohle etwa abgebaut wurden? Auch Dörfer, die dafür geräumt wurden und teils so traurige Geschichten? Ist eine richtig dumme Zwickmühle. Einerseits brauchst du Energie und entsprechende Träger, andererseits, welcher Preis dafür umweltmäßig usw. teils zu zahlen ist. Dasselbe gilt vielleicht sogar noch stärker für seltene Erden oder sonstige Rohstoffe. Muss ja alles abgebaut werden. Teils unter schwierigen Bedingungen. Und ja, dafür auch die (teure) Technik und das Know How besitzen, das kommt dazu.

    Viele sagen, dass gerade auch "Europa" vielleicht vom Potenzial her auch so lange nicht so reich ist wie andere Regionen. Aber auch böse?! Zungen behaupten, wenn es um Abbauen geht, doch abgewunken wird nach dem Motto: Sollen doch lieber die Chinesen usw. buddeln und ihre Natur verschandeln und wir kaufen dann. Wie gesagt, in der Erde vorhandenes Material "optimalst" zu nutzen kann schon auch ein sehr zweischneidiges Schwert sein.

    ich glaube nicht. daß man dort solche gedankengänge hat.
    wart mal ab, bis Investoren sich an Kosovo trauen.
    dann wird man nicht über Umwelt nachdenken.
    von beiden seiten nicht.

  3. #43

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    Zitat Zitat von Gostivari Beitrag anzeigen
    tito wahr ein versager
    das einzige was ich gut an ihn finde das wir uns zu YU zeit nicht die köpfe eingeschlagen haben , und so zu sagen alle unterkontrolle hatte aber das wahr im kommunismus nicht schwer.. von daher
    Tito und die Yugos haben die Nazis besiegt. Auf der einen Seite hat er es verhindert,dass die imperialistischen Greifhände von YU gelassen haben, auf der anderen Seite hat er dem autoritären Stalin und den Stalinisten die Türe verschlossen und sie in ihre Schranken gewiesen! YU war das beste was es damals gab! Und du meinst er wäre ein Versager gewesen, hahaha. Du dummer Kackvogel!

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Mandarinenkicker Beitrag anzeigen
    naja was denn nun ist kosovo i metohija euer herz oder nicht? komisch das man sein herz so verkommen lässt, das war ja nicht schließlich immer die ärmste region, der balkan war nach dem ende der okkupation der osmanen relativ "gleich" reich bzw. arm, erst in den folgenden jahren vor allem zur yu-zeit wurden gewisse länder eher gefördert als andere, es ist heut z.b kein geheimnis das die meisten "fördergelder" nie kosovarischen boden erreicht haben sondern von den jeweiligen serbischen hohen tieren dort oder ihren wenigen korrupten teilweise albanischen verbündeten wie sinan hasani in die eigene tasche gesteckt wurden.....


    mal ehrlich seit dem zuspruch auf der londonder konferenz 1912 bis 1999 war der kosovo den serben schwanz-egal und urplötzlich stellt sich ein kerl der kaum noch weiße haare hat auf dem kopf, hin und plappert etwas von "niemand darf euch schlagen" und aufeinmal sei das kosovo euer herzstück .......


    ich würd euch so gern verstehen brate aber ich glaube ich werde nie verstehen wie ein serbe denkt.....
    Als ob im Kosovo keine Serben gelebt haben / leben!

  4. #44
    Avatar von DZEKO

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    Nicht Tito selber. Aber seine Hunde wie Rankovic haben ganze Arbeit geleistet.

  5. #45

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    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    es ist immer noch lahmarschige gessellschaft im Kosovo.
    potential wäre da.


    Wichtigster Rohstoff des Landes ist Braunkohle mit geschätzten Vorkommen von 14.700 Mio. t. Damit liegt Kosovo in Europa nach Deutschland an zweiter, weltweit an fünfter Stelle. Der Anteil dieses Energieträgers an der Elektrizitätserzeugung beträgt 97%. Außerdem verfügt Kosovo über Bauxit, Blei, Zink, Nickel, Chrom, Seltene Erden, Kupfer, Gold und Platin sowie über Natursteine wie Marmor, Kalkstein und Granit. Der industrielle Sektor bleibt nach wie vor schwach ausgeprägt. Nur etwa 10% der Unternehmen sind in diesem Sektor tätig.


    Da Kosovo jetzt den Amis und überwiegend den Deutschen gehört, können sie ganz bestimmt was damit anfangen!

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    Letztendlich wurde Rankovic gebändigt.
    Wer muss sonst noch so gebändigt werden?

  6. #46
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Apfelsaft Beitrag anzeigen
    Kosovo könnte mit Dubai mithalten wenn man nur die richtigen Leute in der Politik hätte.
    Was Kosovo ales an Bodenschätze hat....

  7. #47
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Tito und die Yugos haben die Nazis besiegt. Auf der einen Seite hat er es verhindert,dass die imperialistischen Greifhände von YU gelassen haben, auf der anderen Seite hat er dem autoritären Stalin und den Stalinisten die Türe verschlossen und sie in ihre Schranken gewiesen! YU war das beste was es damals gab! Und du meinst er wäre ein Versager gewesen, hahaha. Du dummer Kackvogel!

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    Als ob im Kosovo keine Serben gelebt haben / leben!

    die serben wurden auch bevorzugt...
    du bist auch einer von denen ,welche zu erst schiessen würde und dann halt schreien....

    gehe davon aus das du den eingangs-text nicht gelesen hast !!!

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    [/SIZE][/B]Da Kosovo jetzt den Amis und überwiegend den Deutschen gehört, können sie ganz bestimmt was damit anfangen!

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    Letztendlich wurde Rankovic gebändigt.
    Wer muss sonst noch so gebändigt werden?
    du möchte-gern jugo-nostalgiker.....


    du labberst soviel ohne jeglichen zusammenhang!!

    würden sich die amis & deutschen in wirtschaftlichen fragen einmischen wäre die telekommunikation firma von kosova längst verscherbelt!!!!

    und schau dir die doku an..

  8. #48

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    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    die serben wurden auch bevorzugt...
    du bist auch einer von denen ,welche zu erst schiessen würde und dann halt schreien....

    gehe davon aus das du den eingangs-text nicht gelesen hast !!!

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    du möchte-gern jugo-nostalgiker.....


    du labberst soviel ohne jeglichen zusammenhang!!

    würden sich die amis & deutschen in wirtschaftlichen fragen einmischen wäre die telekommunikation firma von kosova längst verscherbelt!!!!

    und schau dir die doku an..
    Was glaubst du wäre mit der Wirtschaft passiert wenn YU und der Kosovo unter die Haube von den Sowjets gekommen wäre?
    Sag mir mal wie die Serben (im Kosovo?) bevorzugt wurden. Hat Tito wie Erdogan Kühlschränke und Mikrowellen verschenkt?
    Ich hab den Text gelesen, ja und was soll ich dazu sagen, Mazedonien war damals auch nicht besser gestellt. Was hättest du dir denn gewünscht, das absolute Ideal, alles tippi toppi?
    Das es etwa im Kosovo genauso ausgesehen hätte wie in Slowenien?
    In den 70er und 80er Jahren ging es Kosovo wirtschaftlich ganz gut, schon vergessen?

    und überhaupt... wieso heulst du die ganze Zeit rum? Es geht vorran!

    2. Internationale Verflechtung

    2.1 Außenwirtschaft

    Das unverändert hohe Handelsbilanzdefizit bleibt eine der strukturellen Schwächen der kosovarischen Wirtschaft. Im Jahr 2012 belief es sich auf etwa 2.232 Mio. Euro oder 46% des BIP. Die Importe betrugen 2.508 Mio. Euro, die Export 276 Mio. Euro. Der Saldo der Dienstleistungsbilanz fällt dagegen seit Jahren positiv aus (2012: circa 175 Mio. Euro).
    Zu den Haupteinfuhrprodukten Kosovos gehören Rohstoffe (insbesondere Mineralöl), verarbeitete Lebensmittel, Maschinen und elektrische Geräte, Grundmetalle und deren verarbeitete Erzeugnisse sowie chemische Industrieprodukte. Die wichtigsten Ausfuhrerzeugnisse sind Grundmetalle und deren verarbeitete Produkte, Rohstoffe (insbesondere Erze), Maschinen und elektrische Geräte, landwirtschaftliche Produkte und Lebensmittel.
    Zu den Hauptlieferländern zählten im Jahr 2012 nach Angaben der Statistikagentur in Pristina Deutschland mit 304 Mio. Euro (laut Statistischem Bundesamt waren es nur 153 Mio. Euro), Mazedonien (288 Mio.), Serbien (278 Mio.), Italien (213 Mio.), Türkei (199 Mio.) und die VR China (160 Mio.). Zu den Hauptabnehmerländern gehörten im gleichen Zeitraum Italien (71 Mio. Euro), Albanien (40 Mio.), Mazedonien (26 Mio.), Schweiz (15 Mio.), Deutschland (15 Mio.), Serbien (14 Mio.) und Türkei (11 Mio.). Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Exporte in die VR China stark von 28 Mio. auf 3 Mio. Euro ab.
    Für die Außenwirtschaftsförderung sind vor allem das Ministerium für Handel und Industrie und als Unterbehörde die Investment and Promotion Agency (IPAK) zuständig (Home - IPAK - Invest in Kosovo). IPAK wirbt um Investitionen vor allem in den Branchen Bergbau und Energie, Natursteingewinnung, Landwirtschaft (einschließlich Weinbau), Lebensmittelverarbeitung, Tourismus, Metallverarbeitung, Automobilzulieferindustrie, Textilindustrie, Baugewerbe, Informationstechnologie und Holzverarbeitung.
    2.2. Internationale und regionale Zusammenarbeit

    Seit Mitte 2009 ist Kosovo Mitglied des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank-Gruppe, seit Dezember 2012 der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (European Bank for Reconstruction and Development, EBRD) und seit Juni 2013 der Entwicklungsbank des Europarats (Council of Europe Development Bank, CEB). Ebenfalls im Juni 2013 hat Kosovo ein Rahmenabkommen mit der Europäischen Investitionsbank (European Investment Bank, EIB) geschlossen.
    Regional ist das Land Mitglied im Mitteleuropäischen Freihandelsabkommen (Central European Free Trade Agreement, CEFTA) und in der Energiegemeinschaft. Es nimmt außerdem am Regional Cooperation Council (RCC; Kooperationsrat für Südosteuropa) teil. Die Integration Kosovos in regionalen Foren und Initiativen hat sich mit der durch die EU vermittelten Vereinbarung zwischen Pristina und Belgrad im Rahmen des sogenannten technischen Dialogs verbessert.
    Kosovo profitiert von den autonomen Handelsmaßnahmen (ATM) der EU. Der nächste wichtige Schritt wäre ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA), um unter anderem die Handelsbeziehungen mit der EU zu vertiefen und auszubauen.
    2.3 Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

    Deutschland und deutscher Markenprodukte haben in Kosovo einen hervorragenden Ruf. Dies hat zum einen mit der umfassenden politischen sowie sicherheits- und entwicklungspolitischen Unterstützung zu tun, zum anderen aber auch mit den engen Verbindungen der großen kosovarischen Diaspora in Deutschland (circa 250.000 bis 300.000) und vielen Rückkehrern.
    Deutschland bleibt innerhalb der EU der wichtigste Handelspartner des Landes. Die Ausfuhren von Deutschland nach Kosovo betrugen im Jahr 2012 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 153,3 Mio. (2010: 178,3 Mio.; 2011: 150,5 Mio.) Euro, die Einfuhren aus Kosovo 16,7 Mio. (2010: 31,1 Mio.; 2011: 16,9 Mio.) Euro. Die Angaben der Statistikagentur Kosovo für das Jahr 2012 weichen allerdings zum Teil deutlich davon ab (Ausfuhren nach Kosovo: 304,2 Mio.; Einfuhren aus Kosovo: 15,0 Mio. Euro).
    Es gibt großes Interesse am Handel mit und Investitionen aus Deutschland. Im April 2012 ist in Pristina die Kosovarisch-Deutsche Wirtschaftsvereinigung (KDWV, Gjermania - Oda Ekonimike Gjermano - Kosovare) gegründet worden. KDWV will erster Ansprechpartner für deutsche und kosovarische Firmen sein, die an bilateralem Wirtschaftsaustausch interessiert sind. Ein Pendant dazu, die Deutsch-Kosovarische Wirtschaftsgesellschaft (Neue Seite 1), gibt es seit 2009 in Berlin.
    3. Aktuelle Wirtschaftslage

    Das BIP je Einwohner in Kosovo lag im Jahr 2012 nach Schätzung des IWF bei 2.760 Euro, das BIP insgesamt bei 4,857 Mrd. Euro. Damit bleibt Kosovo das ärmste Land auf dem Balkan. Allerdings sind zuverlässige Angaben über die Höhe der Transferleistungen der Diaspora (nach Schätzungen bis zu etwa 500 Mio. Euro/Jahr) und Informationen über das Ausmaß der Schattenwirtschaft kaum verfügbar.
    Das reale Wachstum des BIP hat sich nach der sehr hohen Zunahme von 5% im Jahr 2011 auf etwa 2,1 % im darauffolgenden Jahr abgeschwächt - stärker noch als ursprünglich vom IWF prognostiziert. Gleichwohl verzeichnet Kosovo damit vor allem im regionalen Vergleich ein nach wie vor ordentliches Wachstum. Hauptmotor der Wirtschaft sind weiterhin fließende Transferleistungen aus der Diaspora, die vor allem in den privaten Konsum fließen, und Investitionen durch private und öffentliche Baumaßnahmen. Die Unterstützung internationaler Geber bleibt nach wie vor hoch, nimmt aber tendenziell ab.
    Zuverlässige Zahlen über die tatsächliche Höhe der Arbeitslosigkeit liegen nicht vor. Im 1.Halbjahr 2012 betrug die Arbeitslosenquote nach offiziellen Angaben 35,1 %. Laut der gemeinsam von Weltbank und der kosovarischen Statistikagentur erstellten Studie "Labour Force Survey 2012" soll sie bei den 15- bis 25-Jährigen sogar bei 60% liegen. Insgesamt ergibt sich ein leicht verbesserter Trend gegenüber den Vorjahren. Möglicherweise liegt die tatsächliche Arbeitslosigkeit niedriger, da der informelle Sektor von der Statistik nur schlecht erfasst wird.
    Die Inflationsrate war in den letzten Jahren großen Schwankungen ausgesetzt und betrug im Jahr 2011 über 7 %. Seitdem hat sich die Inflation deutlich abgeschwächt und lag im Jahr 2012 unter 2,0 %. IWF rechnet damit, dass dieser positive Trend anhält und sich die Inflationsrate in den nächsten Jahren bei etwa 2% einpendeln wird.
    4. Aussichten der Wirtschaftsentwicklung

    Prognosen des IWF zufolge wird Kosovo auch in den kommenden Jahren ein Wirtschaftswachstum verzeichnen, das zum Teil weit über dem regionalen Durchschnitt liegen dürfte. Für das Jahr 2013 wird mit einem Plus von 2,9% gerechnet. Die Prognosen für die Jahre 2014 und 2015 gehen sogar über 4% hinaus. Die Grundlagen für die Beibehaltung der soliden Haushaltsführung sind gelegt. Auf Drängen des IWF wird Kosovo 2013 ein Gesetz verabschieden, um die fiskalische Nachhaltigkeit auch nach Auslaufen des Stand-by-Arrangements (SBA) mit dem IWF zu sichern.
    Die Ergebnisse der jährlich von den Auslandshandelskammern in Mittel-und Osteuropa (in Kosovo von der Kosovarisch-Deutschen Wirtschaftsvereinigung) durchgeführten Konjunkturumfrage bestätigt, dass kosovarische Unternehmen von der Regierung verstärkte Anstrengungen erwarten, um die Standortfaktoren zu verbessern. Obwohl die befragten Firmen die allgemeine Wirtschaftslage und die Rahmenbedingungen als insgesamt verbesserungswürdig beurteilen, sehen sie mit großem Optimismus in die Zukunft: Unter 16 Ländern liegt Kosovo an erster oder zweiter Stelle, wenn nach den Aussichten des laufenden Jahres, zukünftigen Investitionsausgaben oder nach Einstellung zusätzlicher Arbeitskräfte gefragt wurde. Über 80% der befragten Unternehmen würde wiederum Kosovo als Investitionsstandort wählen.
    5. Grundlinien der Wirtschaftspolitik

    5.1 Fiskalpolitik

    Den im Jahr 2011 eingeschlagenen soliden Kurs in der Fiskalpolitik führt Kosovo weiterhin konsequent und erfolgreich durch - wenn auch unter strenger IWF-Aufsicht. Im Rahmen der regelmäßigen Überprüfungen des im April 2012 gebilligten Stand-By Arrangements (SBA), das Mittel in Höhe von ca. 107 Mio. Euro vorsieht, hat der IWF bestätigt, dass Kosovo bis auf wenige kleinere Punkte die Auflagen erfüllt oder übererfüllt hatte.
    Das Haushaltsdefizit betrug im Jahr 2011 lediglich etwa 1,9% des BIP und lag somit noch unter der vom IWF geforderten Marke von 2,9%. Im Jahr 2012 belief es sich auf 2,7%/BIP. Die gesamte Staatsverschuldung belief sich im April 2013 auf etwa 425 Mio. Euro oder 8% des BIP. Der erstmals im Jahr 2012 erfolgte erfolgreiche Verkauf von Staatsanleihen (T-Bills) an den heimischen Primärmarkt (Banken und Pensionsfonds) wird fortgesetzt. Für 2013 werden davon Einnahmen von 80 Mio. Euro erwartet. Kosovo wird bislang noch nicht von den internationalen Ratingagenturen bewertet.
    5.2 Geldpolitik

    Eine eigenständige Geldpolitik ist nur eingeschränkt möglich; da Kosovo im Jahr 1999 die D-Mark und 2002 den Euro unilateral als Zahlungsmittel übernommen hat. Der Bankensektor gilt auch nach Einschätzung des IWF als leistungsfähig, liquide, gut reguliert und somit als eine Erfolgsgeschichte der Wirtschaftstransformation nach 1999. Derzeit sind neun kommerzielle Banken in Kosovo vertreten, sieben davon mit etwa 89% der Gesamtaktiva in internationaler Hand (ProCredit, NLB, Raiffeisen, TEB-BNP, BKT, Is Bank, Komercijalna Banka). Marktführer sind die auf eine Gründungsinitiative der Bundesregierung zurückgehende ProCredit Bank Kosovo und die österreichische Raiffeisenbank. Von der globalen Finanzkrise war Kosovo bisher kaum betroffen.

    Eine maßgebliche Rolle spielt die Zentralbank, die vor allem vom IWF beraten wird und die Aufsichtsrolle über Geschäftsbanken, Versicherungen und den Pensionsfonds wahrnimmt. Laut IWF und Weltbank erfolgt die Bankenaufsicht in Kosovo weitgehend in Übereinstimmung mit den Baseler Prinzipien. Mit Unterstützung der Bundesregierung (über die Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW) wurde im Jahr 2011 ein Einlagensicherungsfonds für private Bankeinlagen eingerichtet, der zwischenzeitlich aufgestockt wurde. Ein vom IWF gefordertes Gesetz über das Bankenwesen und Mikrokreditfinanzierung wurde im April 2012 verabschiedet. Die kosovarische Zentralbank hat im Juni 2013 erstmals einen eigenen SWIFT-Code erhalten. Dadurch wird das Land zukünftig noch besser in das internationale Finanzsystem eingebunden.
    5.3 Strukturpolitik

    Im Rahmen der im Jahr 2011 entwickelten Strategie zur Ankurbelung der sozioökonomischen Entwicklung will die Regierung die Wettbewerbsfähigkeit und den Privatsektor stärken, mehr Beschäftigung schaffen und die Bedingungen für ausländische Direktinvestitionen verbessern. Gelingen soll dies durch ein Bündel von Maßnahmen, unter anderem durch die Vereinfachung beziehungsweise Verkürzung der Registrierungs- und Lizenzierungsverfahren, einheitliche Anlaufstellen in der Verwaltung für Unternehmensgründer und weitere an EU-Normen orientierte Reformen im Unternehmensrecht.
    Ergänzend will die Regierung den Schwerpunkt auf den Ausbau der ländlichen und landwirtschaftlichen Entwicklung richten, die Privatisierung öffentlicher Unternehmen voranbringen und weiter auf den Ausbau der Infrastruktur setzen. Zur Finanzierung sollen verstärkt PPP-Modelle (Public Private Partnership) herangezogen werden.
    Der kosovarischen Regierung ist es gelungen, bei der Privatisierung öffentlicher Unternehmen nach zum Teil jahrelangen Verzögerungen bei einigen Vorhaben voranzukommen. Die Privatisierung des öffentlich-rechtlichen Elektrizitätsversorgers KEK (Korporata Energjetike e Kosoves) betrifft zum einen das Verteilungs- und Verkaufsgeschäft, zum anderen die Stromerzeugung selbst. Dis Ausschreibung für den abgekoppelten Geschäftsbereich Verteilung/Verkauf (KEDS) hat im Juni 2012 das türkische Konsortium Limak/Calik gewonnen; im Mai 2013 wurde die Übergabe des Geschäftsbetriebs vollzogen.
    Das Stromerzeugungspaket umfasst den Bau eines neuen Braunkohlekraftwerks "Kosova C" mit einer Leistung von 600 MW, den Betrieb und die Modernisierung des existierenden Kraftwerks "Kosova B" (soll als PPP-Projekt durchgeführt werden) sowie die Stilllegung des völlig überalterten Kraftwerks "Kosova A" bis Ende 2017. Bei der Ausschreibung von "Kosova C" sind noch drei Konsortien im Rennen, die bis Ende November 2013 ihre Angebote abgeben können. Um die wachsende Stromnachfrage zu befriedigen, sind neben weiteren Kraftwerksneubauten (oder gegebenenfalls die Erneuerung von "Kosova A") auch Maßnahmen bei der Energieeffizienz und -einsparung sowie die stärkere Nutzung erneuerbarer Energiequellen notwendig. Auf diesen Gebieten dürften sich gute Geschäftsmöglichkeiten für ausländische Firmen ergeben.
    Nach dem Scheitern der Ausschreibung zum Verkauf der staatlichen Post- und Telekommunikationsgesellschaft PTK im Sommer 2011 verlief der zweite Anlauf bisher im Wesentlichen nach Plan: Im April 2013 konnte sich der deutsche Investor Axos Capital (gemeinsam mit British Telecom) mit seinem Angebot durchsetzen. Der Abschluss der bis Dezember 2013 geplanten Aushandlung und Zeichnung aller Kauf- und Übernahmeverträge wäre ein wichtiges Signal für den Investitionsstandort Kosovo, wo bei größeren Privatisierungen bisher nur wenige Unternehmen aus der EU zum Zuge gekommen sind.
    Großes Potential besitzt die Privatisierung des Skigebiets Brezovica im Sharr-Gebirge im Süden des Landes, eines der besten seiner Art auf dem gesamten westlichen Balkan. Der Masterplan sieht die Erweiterung des Skigebiets für ganzjährige Nutzung vor. Internationale Investoren wurden im Frühjahr 2013 gebeten, ihre Vorschläge einzureichen.
    Die kosovarische Regierung und die Privatisierungsagentur PAK arbeiten weiterhin an der Umstrukturierung und Privatisierung des Bergbau- und Industriekomplexes Trepca, der zum Teil im serbisch dominierten Norden des Landes liegt. Über konzeptionelle Ansätze sind sie aber bisher noch nicht hinausgekommen. Bei der Umstrukturierung sind eigentumsrechtliche, umweltrelevante und sozialrechtliche Probleme zu lösen. Außerdem bedarf es einer umfassenden Analyse über den wirtschaftlichen Wert der zahlreichen Betriebsstätten.
    Die Verkehrsinfrastruktur verbessert sich zunehmend, es besteht aber nach wie vor einiger Nachholbedarf. Der Bau des restlichen Teilstücks der Autobahn R7 (Albanien-Serbien) von Pristina bis zum Grenzübergang nach Serbien (Merdare) soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein. Bereits im November 2012 konnte mit der Fertigstellung des Teilstücks bis zur albanischen Grenze die Fahrzeit von Pristina nach Tirana auf etwa drei Stunden spürbar verkürzt werden. Allerdings haben jährliche Kosten von durchschnittlich etwa 250 Mio. Euro (von 2010 bis 2013) einen beträchtlichen Anteil an den Investitionsausgaben im Haushalt (2013: 1,5 Mrd. Euro) abgeschöpft, die für andere Zwecke (etwa für die Eigenfinanzierung von Kraftwerksbauten) hätten genutzt werden können. Der Beginn eines weiteren Autobahnprojekts (R6 nach Mazedonien) hängt unter anderem von einer gesicherten Finanzierung ab.
    Das Eisenbahnnetz beschränkt sich auf wenig frequentierte Strecken von Pristina nach Peja/Pec und nach Skopje. Konkrete Pläne über eine Wiedereinrichtung der früher existierenden Strecken über Podujeva/Pudojevo beziehungsweise über Mitrovica nach Serbien gibt es nicht.
    Im Rahmen der in 2010 erteilten Konzession über 20 Jahre für die Bewirtschaftung des Internationalen Flughafens Pristina an das türkisch-französische Konsortium Limak-Aeroport de Lyon sollen bis zu 100 Mio. Euro in die Verbesserung der Flughafeninfrastruktur investiert werden. Für Herbst 2013 ist die Eröffnung eines neuen modernen Terminals vorgesehen. Auch aufgrund der großen kosovarischen Diaspora in Deutschland sind die Flugverbindungen von Pristina nach Deutschland gut ausgebaut.
    GTAI - Internationale Märkte

    - - - Aktualisiert - - -


    Oder nicht oder was?


    http://www.************.com/2013/04/investoren-beklagen-korruption-im-kosovo/

    - - - Aktualisiert - - -

    Viele potentielle ausländische Investoren kommen nach Kosovo, gehen aber ohne die erhofften Investitionen zurück. Wirtschaftsexperten und Vertreter der Zivilgesellschaft sagen, die Schikanen, die sie im Land erleben, sind einige der Gründe, warum sie das Land ohne zu investieren wieder verlassen.
    Jedes ausländische Unternehmen, das im Land investieren will, studiert in der Vorbereitungsphase die Prozeduren der Registrierung, die Steuerbelastung, das politische Klima, das Potential des Humankapitals bevor sie sich für oder gegen eine Investition entscheiden, schreibt Radio Freies Europa.
    Agron Demi vom Institute of Advanced Studies sagt, wenn die Investoren feststellen, dass es in einem Land grosse Korruption herrscht, überlegen sie sich genau, ob sie im Land investieren oder nicht.
    “Die Korruption hat eine unmittelbare Wirkung auf die politische Stabilität im Land. Die politische Stabilität ist eine der Hauptvoraussetzungen bei der Entscheidung für langfristige Investitionen in einem Land. Die Investition soll schliesslich für 20 bis 30 Jahre sicher sein”, so Demi.
    Transparency International und Freedom House haben in ihren Berichten über Kosovo immer wieder die hohe Korruption im Land angeprangert.
    Die gesetzliche Basis für die Bekämpfung der Korruption ist ausreichend. Nur werden die Gesetzte nicht umgesetzt; die Regierung greift nicht durch. Das Gesetz für ausländische Investitionen gibt es seit 2006. Zuletzt hatte man im Parlament einige Änderungen diskutiert – abgestimmt wurde aber darüber bisher nicht. Demi sagt, dass man die Änderungen des Gesetzes verabschieden muss. Dies wird ausländische Investoren signalisieren, dass auch wenn eine andere Partei die Wahlen gewinnt, ihre Investitionen im Land sicher sein würden.
    “Es häufen sich Fälle, bei denen von ausländischen Unternehmen Bestechungsgelder gefordert wurden. Ausländische Investoren berichten immer öfters, dass sie von Regierungsbeamten schikaniert werden. Darum machen diese Unternehmen eine grossen Bogen um Kosovo und investieren lieber irgendwo anders.”
    “Der Mangel und der Rückgang der ausländischen Investitionen ergibt sich aus mehreren Hindernissen. Dazu gehören sicherlich das ungünstige Wirtschaftsklima, eine ineffiziente Justiz, eine für ausländische Investoren ungünstige Steuerpolitik, ein ineffizientes Beratungssystem und die hohe Korruption”, sagt Alban Zogaj vom Institut Riinvest. Das Fehlen von ausländische Investitionen hat erhebliche negative Effekte auf die kosovarische Wirtschaft.
    “Wir schaden so unserer Wirtschaft. Die Regierung und die gesamte Gesellschaft sollte grössere Anstrengungen unternehmen, damit das Wirtschaftsklima verbessert wird. Nur so werden wir mehr ausländische Investoren ins Land holen”, betont Zogaj.
    Die Bekämpfung der Korruption und der organisierten Kriminalität werden von der Regierung in Prishtina als Priorität eingestuft. Die internationale Gemeinschaft fordert von der Regierung, härter durchzugreifen.
    Source: Albinfo.ch

  9. #49

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    hmm du verstehst den sinn des threads nicht, selbst wenn ks nun das reichste land der welt wäre, der serbische staat schuldet einigen albanern eine entschädigung...... schließlich hat der serbische staat damals die paramilitärs unterstützt , schließlich gab es eine offizielle anordnung albaner zu vertreiben und ihre grundstücke abzufackeln......

  10. #50
    Avatar von Maniker

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    Zitat Zitat von Mandarinenkicker Beitrag anzeigen
    hmm du verstehst den sinn des threads nicht, selbst wenn ks nun das reichste land der welt wäre, der serbische staat schuldet einigen albanern eine entschädigung...... schließlich hat der serbische staat damals die paramilitärs unterstützt , schließlich gab es eine offizielle anordnung albaner zu vertreiben und ihre grundstücke abzufackeln......
    Da hast du Recht. Serbien schuldet aber wohl noch vielen anderen Ländern etwas.

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