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Zwischen einer dramatischen Vergangenheit und der unklaren Zukunft

Erstellt von Mudi, 27.09.2011, 05:46 Uhr · 22 Antworten · 1.354 Aufrufe

  1. #1
    Mudi

    Zwischen einer dramatischen Vergangenheit und der unklaren Zukunft

    Die Situation auf dem Balkan hat schon viele erfahrene Politiker vor ein unlösbares Rätsel gestellt.

    Wie im Film „Rashomon“ von Akira Kurosawa hat hier jeder seine eigene Wahrheit, für die viel Blut vergossen worden ist. „Ihr dürft Euch hassen, solltet aber nicht einander umbringen“, sagte der kroatische Professor Zarko Puhovski unlängst auf dem erstmals veranstalteten Internationalen Sicherheitsforum in Belgrad. Nach seinen Worten ist Hass manchmal besser als die heuchlerische Liebe und Toleranz, die die Politiker aus den früheren jugoslawischen Teilrepubliken zeigen, wenn sie der Europäischen Union Rede und Antwort stehen.

    Kennzeichnend für die Situation auf dem Balkan ist beispielsweise der Umstand, dass die Serben lieber nach Montenegro in den Strandurlaub fahren als nach Kroatien - und zwar nicht nur weil es näher liegt. Ein Diplomat beklagte einmal den Hass, der ihm entgegenschlug, als er mit serbischen Autokennzeichen nach Dubrovnik gefahren war. Er konnte die Situation erst entspannen, als er bestritt, Serbe zu sein.

    Ob das Große Europa in der Lage ist, die Menschen auf dem Balkan zu versöhnen? Ist es überhaupt noch an einer Versöhnung interessiert? Man muss feststellen, dass es den Westbalkan oder den Balkan als einheitliche Region nicht mehr gibt. Nach dem EU-Beitritt Kroatiens (ihm wird möglicherweise auch Bosnien bald folgen) kommt die regionale politische, wirtschaftliche und kulturelle Integration nicht mehr infrage.

    Serbien im Kosovo-Dilemma

    Was Serbien angeht, so hat sich die Regierung Boris Tadics für einen absolut pro-europäischen Kurs entschieden und kann sich eine eigene Zukunft ohne die EU nicht mehr vorstellen. Das gab der serbische Staatschef auf dem Sicherheitsforum klar zu verstehen. Das Problem ist nur, dass Brüssel von Belgrad die Anerkennung des Kosovo verlangt, damit sich Serbien der Union anschließen kann.

    Für Tadic ist das eine große Falle, denn jegliche Freundschaftsgesten gegenüber Pristina können ihn die nächste Amtszeit als Präsident kosten. Außerdem riskiert er den Verlust seiner Autorität unter den Serben. Deshalb formulierte der Staatschef in der Anwesenheit zahlreicher Vertreter Brüssels sowie der Außenminister Tschechiens, Bulgariens, Ungarns, Kroatiens und der Slowakei sechs Argumente, warum er die Kosovo-Souveränität aus der Sicht des Völkerrechts und des UN-Statuts für inakzeptabel hält. Dennoch gab er zu verstehen, dass es für die EU-Mitgliedschaft Serbiens keine Alternative gibt, so dass ein Kompromiss erreicht werden muss.

    Merkwürdigerweise wurden bei dem regionalen Sicherheitsforum die jüngsten Ereignisse im Nordkosovo verschwiegen, die dieser Tage ihren Höhepunkt erreicht haben. Dem UN-Sicherheitsrat wurde auf Initiative Russlands und Serbiens der Entwurf einer Kosovo-Resolution vorgelegt, der von vielen Ländern unterstützt wurde, jedoch wegen der Haltung der westlichen Länder scheiterte. Der russische Botschafter in Serbien, Alexander Konusin, wies die Forumsteilnehmer darauf hin, bekam aber keine Gelegenheit, Argumente anzuführen, und verließ aus Protest die Gesprächsrunde.

    Belgrad befindet sich wegen des Kosovo-Dilemmas ständig unter Druck. Kurz vor dem Sicherheitsforum hatte die Bundeskanzlerin Angela Merkel den serbischen Behörden geraten, die Entstehung alternativer serbischer Machtstrukturen in der Region zu verhindern. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle sagte, dass die jetzigen Grenzen auf dem Balkan erhalten werden müssten.

    Wer sich in der Geschichte des Balkans auskennt, kann über diese Aussagen nur lachen. Das ist aber im Grunde verständlich, denn selbst erfahrene Experten, die die Lage auf dem Balkan näher kennen, geraten in Verlegenheit. Was sagen die wirklichen Balkan-Kenner?

    Auf dem Weg zum „Groß-Albanien“


    Im Jahr 1999 sagte der US-Botschafter in Mazedonien, Christopher Hill: „Die 1990er Jahre waren die Zeit der Sorgen um „Groß-Serbien“, aber der Fall ist erledigt. Das neue Jahrhundert beginnt für uns mit Sorgen um das „Groß-Albanien“…“

    Professor Redzep Cosia, einer der führenden albanischen Intellektuellen, sagte in den USA, Albanien habe „nie seine aktuellen Grenzen anerkannt, weil sie ungerecht sind. Diese Grenzen spalten das Herz des albanischen Volkes.“

    Früher hatten führende Vertreter der Kosovo-Befreiungsarmee häufig erklärt, ihr Ziel sei die Vereinigung aller Gebiete, in denen Albaner leben.

    Laut einer Gallup-Studie von Januar 2010 sprachen sich mehr als 70 Prozent der Befragten in Albanien und Kosovo für die Bildung eines „Groß-Albaniens“ aus. Viele von ihnen glaubten, dass die Vereinigung bereits in absehbarer Zeit möglich wäre. Ende 2010 erreichte die Zahl der Befürworter eines „Groß-Albaniens“ im Kosovo 81 Prozent, denen sich auch 53 Prozent der in Mazedonien ansässigen Albaner anschlossen.

    Der russische Balkan-Experte Pjotr Iskenderow führte diese Tendenz auf die Aktivitäten der albanischen Diaspora in den USA zurück, die die „Albanisierung“ des Balkans im Kongress, im Weißen Haus und in den US-Geheimdiensten lobbyieren. Nicht zu übersehen sei, dass der CIA-Chef zwischen 1997 und 2004, George Tenet, albanische Vorfahren hat.

    Wozu braucht Deutschland den Balkan

    Das rege Engagement der deutschen Diplomaten auf dem Balkan hat natürlich einen Hintergrund. Erst vor kurzem schrieb die italienische Online-Zeitung „L’Occidentale“ zu diesem Thema: „Europa führt im Osten längst ein politisches Spiel, um die Wege nach Eurasien unter Kontrolle zu kriegen. Dieser Politik liegen zahlreiche Programme zugrunde, die in Brüssel entwickelt werden. Den geopolitischen Kampf auf dem Balkan führt vor allem Deutschland, das die Region im europäischen Einflussraum behalten will, darunter durch die Aufnahme der Balkan-Länder in die EU. Deutschlands Gegner dabei ist Russland. Moskau will nicht nur der internationale Schutzherr Serbiens sein, sondern hat auch seine eigenen Wirtschaftsinteressen, insbesondere im Energiebereich. Den „Krieg“ um Serbien scheint Russland zu verlieren, denn Deutschland hat sich in den letzten Jahren als Serbiens größter Wirtschaftspartner und Investor etabliert.“

    Merkwürdigerweise sprach kleiner der Diskutanten in Belgrad über die Wirtschaftskrise in der Eurozone und ihren Einfluss auf die Entwicklung der Region. Man muss aber sagen, dass Deutschland eher Griechenland opfert als seine Interessen auf dem Balkan. Das hat auch historische Gründe. „Hier kreuzen sich die europäischen, russischen und türkischen Interessen“, schrieb die italienische Onlinezeitung über die South-Stream-Pipeline, die durch Serbien und andere Balkan-Länder verlegt werden soll. Man könnte vermuten, dass dieses Projekt die Europäer und Russen näher bringt, denn sowohl die Exporteure als auch die Abnehmer sind an sicheren Gaslieferungen interessiert. Unter bestimmten Bedingungen könnte das außerdem ein Faktor sein, der Russlands Aktivitäten auf dem Balkan beeinträchtigen würde.

    Russland hat seine Interessen

    Was die Position der Westeuropäer zu Russland angeht, so stützen sie sich sie auf zwei Thesen. Erstens ist Russland wirtschaftlich schwach. Zweitens wird sich Moskau sofort von den Balkan-Ländern abwenden, sobald die Pipeline-Vorhaben für die Energiekonzerne in trockenen Tüchern sind.

    Aber auf dem Balkan gibt es auch viele Euroskeptiker - und zwar nicht nur in Serbien und nicht nur wegen der aktuellen Wirtschaftssituation in den EU-Ländern. So kritisierte Professor Zarko Puhovski die Balkan-Politik der Westeuropäer und Amerikaner. „Ich verstehe nicht, wieso unsere führenden Politiker, die nach Washington reisen, von einer Partnerschaft reden. Was für Partnerschaft kann es zwischen den USA und Kroatien geben - zwischen dem Starken und dem Schwachen, zwischen dem Reichen und dem Armen, zwischen dem Lehrer und dem Schüler.“

    Auch die EU bekam ihr Fett ab. Für die Balkan-Länder wäre es genauso schlimm, sich in Brüssels Arme zu begeben, wie einst in die Arme Moskaus…

    Allgemein entsteht der Eindruck, dass der Balkan zwischen einer dramatischen Vergangenheit und der unklaren Zukunft stehen geblieben ist.

    Kosovo: Bleibt Serbien standhaft? | Meinungen | RIA Novosti

    Albanien habe „nie seine aktuellen Grenzen anerkannt, weil sie ungerecht sind. Diese Grenzen spalten das Herz des albanischen Volkes.“

    Genau das ist es. Wir wollen nicht ein Groß-Albanien sondern ein Vereintes Albanien. Uns geht es nicht um ein großes Albanien,
    sondern um die Vereinigung unseres Volkes.
    Man hat uns getrennt, eingeredet etwas anderes zu sein/sein zu müssen. Viele Sachen sind passiert, doch wir haben nicht unsere Identität als Albaner verloren!
    Nicht nur, dass wir die Vereinigung unseres Volkes verdienen, wir müssen sie uns garnicht verdienen, sie steht uns zu!

  2. #2
    Avatar von VardarSkopje

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    Ja seien wir mal so nett und überlassen euch alles damit ihr Happy seid
    Es ist Uns ziemlich egal was ihr wollt.

    Ist nichts anderes als großserbien.

  3. #3
    Avatar von Rockabilly

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    Zitat Zitat von VardarSkopje Beitrag anzeigen
    Ja seien wir mal so nett und überlassen euch alles damit ihr Happy seid
    Es ist Uns ziemlich egal was ihr wollt.

    Ist nichts anderes als großserbien.

    "Grossalbanien" umfasst nur albanisch-bewohnte Gebiete. Es stellt nicht den Anspruch auf frühere Eroberte Gebiete, sondern auf Gebiete mit albanischer Mehrheit, die vom eigenen Willen aus sich Albanien anschliessen wollen. Also ist es was Anderes als Grossserbien, dass Anspruch auf vor 800/500/100 Jahren eroberten Gebieten stellt, die heutzutage von anderen Nationen bewohnt sind. Also tut nicht so als ob ihr das nicht wüsstet.

  4. #4
    Avatar von Rockabilly

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    Wobei die albanischen "Grossalbanien"-Karten auch nicht mit Übertreibung sparen. Nis gehört nicht in ein Vereinigtes Albanien, weil dort keine Albaner bzw. Menschen mit albanischem Bewusstsein leben.

  5. #5
    Avatar von Mbreti Bardhyl

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    Zitat Zitat von Azzlack Beitrag anzeigen
    Die Situation auf dem Balkan hat schon viele erfahrene Politiker vor ein unlösbares Rätsel gestellt.

    Wie im Film „Rashomon“ von Akira Kurosawa hat hier jeder seine eigene Wahrheit, für die viel Blut vergossen worden ist. „Ihr dürft Euch hassen, solltet aber nicht einander umbringen“, sagte der kroatische Professor Zarko Puhovski unlängst auf dem erstmals veranstalteten Internationalen Sicherheitsforum in Belgrad. Nach seinen Worten ist Hass manchmal besser als die heuchlerische Liebe und Toleranz, die die Politiker aus den früheren jugoslawischen Teilrepubliken zeigen, wenn sie der Europäischen Union Rede und Antwort stehen.

    Kennzeichnend für die Situation auf dem Balkan ist beispielsweise der Umstand, dass die Serben lieber nach Montenegro in den Strandurlaub fahren als nach Kroatien - und zwar nicht nur weil es näher liegt. Ein Diplomat beklagte einmal den Hass, der ihm entgegenschlug, als er mit serbischen Autokennzeichen nach Dubrovnik gefahren war. Er konnte die Situation erst entspannen, als er bestritt, Serbe zu sein.

    Ob das Große Europa in der Lage ist, die Menschen auf dem Balkan zu versöhnen? Ist es überhaupt noch an einer Versöhnung interessiert? Man muss feststellen, dass es den Westbalkan oder den Balkan als einheitliche Region nicht mehr gibt. Nach dem EU-Beitritt Kroatiens (ihm wird möglicherweise auch Bosnien bald folgen) kommt die regionale politische, wirtschaftliche und kulturelle Integration nicht mehr infrage.

    Serbien im Kosovo-Dilemma

    Was Serbien angeht, so hat sich die Regierung Boris Tadics für einen absolut pro-europäischen Kurs entschieden und kann sich eine eigene Zukunft ohne die EU nicht mehr vorstellen. Das gab der serbische Staatschef auf dem Sicherheitsforum klar zu verstehen. Das Problem ist nur, dass Brüssel von Belgrad die Anerkennung des Kosovo verlangt, damit sich Serbien der Union anschließen kann.

    Für Tadic ist das eine große Falle, denn jegliche Freundschaftsgesten gegenüber Pristina können ihn die nächste Amtszeit als Präsident kosten. Außerdem riskiert er den Verlust seiner Autorität unter den Serben. Deshalb formulierte der Staatschef in der Anwesenheit zahlreicher Vertreter Brüssels sowie der Außenminister Tschechiens, Bulgariens, Ungarns, Kroatiens und der Slowakei sechs Argumente, warum er die Kosovo-Souveränität aus der Sicht des Völkerrechts und des UN-Statuts für inakzeptabel hält. Dennoch gab er zu verstehen, dass es für die EU-Mitgliedschaft Serbiens keine Alternative gibt, so dass ein Kompromiss erreicht werden muss.

    Merkwürdigerweise wurden bei dem regionalen Sicherheitsforum die jüngsten Ereignisse im Nordkosovo verschwiegen, die dieser Tage ihren Höhepunkt erreicht haben. Dem UN-Sicherheitsrat wurde auf Initiative Russlands und Serbiens der Entwurf einer Kosovo-Resolution vorgelegt, der von vielen Ländern unterstützt wurde, jedoch wegen der Haltung der westlichen Länder scheiterte. Der russische Botschafter in Serbien, Alexander Konusin, wies die Forumsteilnehmer darauf hin, bekam aber keine Gelegenheit, Argumente anzuführen, und verließ aus Protest die Gesprächsrunde.

    Belgrad befindet sich wegen des Kosovo-Dilemmas ständig unter Druck. Kurz vor dem Sicherheitsforum hatte die Bundeskanzlerin Angela Merkel den serbischen Behörden geraten, die Entstehung alternativer serbischer Machtstrukturen in der Region zu verhindern. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle sagte, dass die jetzigen Grenzen auf dem Balkan erhalten werden müssten.

    Wer sich in der Geschichte des Balkans auskennt, kann über diese Aussagen nur lachen. Das ist aber im Grunde verständlich, denn selbst erfahrene Experten, die die Lage auf dem Balkan näher kennen, geraten in Verlegenheit. Was sagen die wirklichen Balkan-Kenner?

    Auf dem Weg zum „Groß-Albanien“

    Im Jahr 1999 sagte der US-Botschafter in Mazedonien, Christopher Hill: „Die 1990er Jahre waren die Zeit der Sorgen um „Groß-Serbien“, aber der Fall ist erledigt. Das neue Jahrhundert beginnt für uns mit Sorgen um das „Groß-Albanien“…“

    Professor Redzep Cosia, einer der führenden albanischen Intellektuellen, sagte in den USA, Albanien habe „nie seine aktuellen Grenzen anerkannt, weil sie ungerecht sind. Diese Grenzen spalten das Herz des albanischen Volkes.“

    Früher hatten führende Vertreter der Kosovo-Befreiungsarmee häufig erklärt, ihr Ziel sei die Vereinigung aller Gebiete, in denen Albaner leben.

    Laut einer Gallup-Studie von Januar 2010 sprachen sich mehr als 70 Prozent der Befragten in Albanien und Kosovo für die Bildung eines „Groß-Albaniens“ aus. Viele von ihnen glaubten, dass die Vereinigung bereits in absehbarer Zeit möglich wäre. Ende 2010 erreichte die Zahl der Befürworter eines „Groß-Albaniens“ im Kosovo 81 Prozent, denen sich auch 53 Prozent der in Mazedonien ansässigen Albaner anschlossen.

    Der russische Balkan-Experte Pjotr Iskenderow führte diese Tendenz auf die Aktivitäten der albanischen Diaspora in den USA zurück, die die „Albanisierung“ des Balkans im Kongress, im Weißen Haus und in den US-Geheimdiensten lobbyieren. Nicht zu übersehen sei, dass der CIA-Chef zwischen 1997 und 2004, George Tenet, albanische Vorfahren hat.

    Wozu braucht Deutschland den Balkan

    Das rege Engagement der deutschen Diplomaten auf dem Balkan hat natürlich einen Hintergrund. Erst vor kurzem schrieb die italienische Online-Zeitung „L’Occidentale“ zu diesem Thema: „Europa führt im Osten längst ein politisches Spiel, um die Wege nach Eurasien unter Kontrolle zu kriegen. Dieser Politik liegen zahlreiche Programme zugrunde, die in Brüssel entwickelt werden. Den geopolitischen Kampf auf dem Balkan führt vor allem Deutschland, das die Region im europäischen Einflussraum behalten will, darunter durch die Aufnahme der Balkan-Länder in die EU. Deutschlands Gegner dabei ist Russland. Moskau will nicht nur der internationale Schutzherr Serbiens sein, sondern hat auch seine eigenen Wirtschaftsinteressen, insbesondere im Energiebereich. Den „Krieg“ um Serbien scheint Russland zu verlieren, denn Deutschland hat sich in den letzten Jahren als Serbiens größter Wirtschaftspartner und Investor etabliert.“

    Merkwürdigerweise sprach kleiner der Diskutanten in Belgrad über die Wirtschaftskrise in der Eurozone und ihren Einfluss auf die Entwicklung der Region. Man muss aber sagen, dass Deutschland eher Griechenland opfert als seine Interessen auf dem Balkan. Das hat auch historische Gründe. „Hier kreuzen sich die europäischen, russischen und türkischen Interessen“, schrieb die italienische Onlinezeitung über die South-Stream-Pipeline, die durch Serbien und andere Balkan-Länder verlegt werden soll. Man könnte vermuten, dass dieses Projekt die Europäer und Russen näher bringt, denn sowohl die Exporteure als auch die Abnehmer sind an sicheren Gaslieferungen interessiert. Unter bestimmten Bedingungen könnte das außerdem ein Faktor sein, der Russlands Aktivitäten auf dem Balkan beeinträchtigen würde.

    Russland hat seine Interessen

    Was die Position der Westeuropäer zu Russland angeht, so stützen sie sich sie auf zwei Thesen. Erstens ist Russland wirtschaftlich schwach. Zweitens wird sich Moskau sofort von den Balkan-Ländern abwenden, sobald die Pipeline-Vorhaben für die Energiekonzerne in trockenen Tüchern sind.

    Aber auf dem Balkan gibt es auch viele Euroskeptiker - und zwar nicht nur in Serbien und nicht nur wegen der aktuellen Wirtschaftssituation in den EU-Ländern. So kritisierte Professor Zarko Puhovski die Balkan-Politik der Westeuropäer und Amerikaner. „Ich verstehe nicht, wieso unsere führenden Politiker, die nach Washington reisen, von einer Partnerschaft reden. Was für Partnerschaft kann es zwischen den USA und Kroatien geben - zwischen dem Starken und dem Schwachen, zwischen dem Reichen und dem Armen, zwischen dem Lehrer und dem Schüler.“

    Auch die EU bekam ihr Fett ab. Für die Balkan-Länder wäre es genauso schlimm, sich in Brüssels Arme zu begeben, wie einst in die Arme Moskaus…

    Allgemein entsteht der Eindruck, dass der Balkan zwischen einer dramatischen Vergangenheit und der unklaren Zukunft stehen geblieben ist.

    Kosovo: Bleibt Serbien standhaft? | Meinungen | RIA Novosti

    Albanien habe „nie seine aktuellen Grenzen anerkannt, weil sie ungerecht sind. Diese Grenzen spalten das Herz des albanischen Volkes.“

    Genau das ist es. Wir wollen nicht ein Groß-Albanien sondern ein Vereintes Albanien. Uns geht es nicht um ein großes Albanien,
    sondern um die Vereinigung unseres Volkes.
    Man hat uns getrennt, eingeredet etwas anderes zu sein/sein zu müssen. Viele Sachen sind passiert, doch wir haben nicht unsere Identität als Albaner verloren!
    Nicht nur, dass wir die Vereinigung unseres Volkes verdienen, wir müssen sie uns garnicht verdienen, sie steht uns zu!
    Uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu das wusste ich nicht:.
    Jetzt verstehe ich warum Serbien im jahr 1999 bombardiert wurde.
    Uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu

    Cullak,Ausgezeichnet!.

  6. #6
    Avatar von Rockabilly

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    27.01.2011
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    15.854
    Zitat Zitat von Mbreti Bardhyl Beitrag anzeigen
    Uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu das wusste ich nicht:.
    Jetzt verstehe ich warum Serbien im jahr 1999 bombardiert wurde.
    Uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu

    Cullak,Ausgezeichnet!.

    Gjergj Koka, Eltern aus Himare. Eine Quelle sagt Albaner, andere Griechen.

  7. #7
    Avatar von Mbreti Bardhyl

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    24.07.2010
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    2.572
    Zitat Zitat von Luli Beitrag anzeigen
    Gjergj Koka, Eltern aus Himare. Eine Quelle sagt Albaner, andere Griechen.
    Hauptsache er ist Albaner

  8. #8
    Avatar von bosanac1505

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    08.04.2011
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    432
    Unser schöner "lieber" Balkan.... Es wird nie langweilig..)

    Vorallem könnte man noch 500 Nachrichtensender aufmachen, soviel gibt es jeden Tag zu berichten...

    Mal schauen wie weit es geht mit dem "Grossalbanien"...

  9. #9
    Avatar von Carl Marks

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    1.004
    Original von Luli
    "Grossalbanien" umfasst nur albanisch-bewohnte Gebiete. Es stellt nicht den Anspruch auf frühere Eroberte Gebiete, sondern auf Gebiete mit albanischer Mehrheit, die vom eigenen Willen aus sich Albanien anschliessen wollen. Also ist es was Anderes als Grossserbien, dass Anspruch auf vor 800/500/100 Jahren eroberten Gebieten stellt, die heutzutage von anderen Nationen bewohnt sind. Also tut nicht so als ob ihr das nicht wüsstet.
    Also haben in der Krajina und in Bosnien keine Serben gewohnt? Die sind alle 1991 aus Belgrad dort einmarschiert! Ist doch klar, so hast du Geschichte auf deiner Sonderschule gelernt.

    In den umkämpften Gebieten in Kroatien und Bosnien handelte es sich um multiethnische Gebiete, mit einer meist gemischten Bevölkerung. Dort wo Serben die Mehrheit stellten proklamierten sie autonome Gebiete und unabhängige Republiken. Die Nachbarn wurden vertrieben, da die Serben die bessere Ausgangslage hatten mit dem militärischen Support und dem politischem Backup aus Belgrad.

    Wo ist der Unterschied zum Kosovo? Dort haben noch vor dem Krieg über 200.000 Serben gewohnt und noch viel viel mehr Serben kommen selber aus dem Kosovo. Es gibt eine große Diaspora von Kosovoserben in Serbien und auf der Welt. Und auf die haben die Albaner einfach gespuckt und mit der politischen, militärischen Unterstützung aus den USA ethnisch vertrieben. Die Serben im Kosovo leben zurzeit in einem Apartheidsstaat, unter sich in Armut aber noch ok, unter Albanern müssen sie in jeder Sekunde um ihr Leben fürchten.

    Wo ist jetzt Großalbanien besser als Großserbien oder Großdeutschland???

    Was ist im übrigen mit Mazedonien?
    Ihr stellt doch dort nur so um die 30-40% der Bevölkerung, also seit dort klar die Minderheit und wollt trotzdem fast die Hälfte von Mazedonien für Großalbanien! Und Nis wollt ihr auch noch, obwohl dort kein Albaner wohnt. Auch die Hälfte von Montenegro habe ich vergessen.

    Vergesst doch mal die Scheiße mit Großalbanien, sonst wird es im Kosovo, Serbien, Mazedonien und Montenegro niemals Frieden zwischen den Südslawen und Albanern geben!!!

    Wer weiß wie ein Krieg das nächste mal verläuft? Und jedes verlorene Menschenleben ist eines zu viel, deswegen schraubt mal eure Kriegsrhetorik zurück, denn Großalbanien ist Kriegsrhetorik aus dem Zweiten Weltkrieg, in dem Faschisten an den Südslawen, Roma, Juden und den Mitglieder der KP grausamste Verbrechen verübt haben.

  10. #10
    Avatar von Rockabilly

    Registriert seit
    27.01.2011
    Beiträge
    15.854
    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Also haben in der Krajina und in Bosnien keine Serben gewohnt? Die sind alle 1991 aus Belgrad dort einmarschiert! Ist doch klar, so hast du Geschichte auf deiner Sonderschule gelernt.

    In den umkämpften Gebieten in Kroatien und Bosnien handelte es sich um multiethnische Gebiete, mit einer meist gemischten Bevölkerung. Dort wo Serben die Mehrheit stellten proklamierten sie autonome Gebiete und unabhängige Republiken. Die Nachbarn wurden vertrieben, da die Serben die bessere Ausgangslage hatten mit dem militärischen Support und dem politischem Backup aus Belgrad.

    Wo ist der Unterschied zum Kosovo? Dort haben noch vor dem Krieg über 200.000 Serben gewohnt und noch viel viel mehr Serben kommen selber aus dem Kosovo. Es gibt eine große Diaspora von Kosovoserben in Serbien und auf der Welt. Und auf die haben die Albaner einfach gespuckt und mit der politischen, militärischen Unterstützung aus den USA ethnisch vertrieben. Die Serben im Kosovo leben zurzeit in einem Apartheidsstaat, unter sich in Armut aber noch ok, unter Albanern müssen sie in jeder Sekunde um ihr Leben fürchten.

    Wo ist jetzt Großalbanien besser als Großserbien oder Großdeutschland???

    Was ist im übrigen mit Mazedonien? Ihr stellt doch dort nur so um die 30-40% der Bevölkerung, also seit dort klar die Minderheit und wollt trotzdem fast die Hälfte von Mazedonien für Großalbanien! Und Nis wollt ihr auch noch, obwohl dort kein Albaner wohnt. Auch die Hälfte von Montenegro habe ich vergessen.

    Vergesst doch mal die Scheiße mit Großalbanien, sonst wird es im Kosovo, Serbien, Mazedonien und Montenegro niemals Frieden zwischen den Südslawen und Albanern geben!!!

    Wer weiß wie ein Krieg das nächste mal verläuft? Und jedes verlorene Menschenleben ist eines zu viel, deswegen schraubt mal eure Kriegsrhetorik zurück, denn Großalbanien ist Kriegsrhetorik aus dem Zweiten Weltkrieg, in dem Faschisten an den Südslawen, Roma, Juden und den Mitglieder der KP grausamste Verbrechen verübt haben.

    Es geht hier um Städte/Regionen mit albanischer Mehrheit, nicht um geschichtliche Ländereien. Denn so könnte Italien halb Europa für sich beoanspruchen, weil sie für paar Jahrhunderte die Obermacker waren oder die Türken sagen, das Balkan ihr Territorium ist, dass von Rebellen und Terroristen aka Freiheitskämpfer genommen wurde (Griechenland, Serbien) ect. Es geht um den heutigen Stand. Weil solange eine Mehrheit einer Nation unter fremder Herrschaft lebt, wird diese immer Probleme bereiten. Deswegen bin ich dafür, dass die Grenzen, vorallem bei Albaner ethnisch gezogen werden und nicht politisch oder geschichtlich. Fertig, Aus die Maus.

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