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Griechenland, der Flohmarkt Europas

Erstellt von skenderbegi, 10.06.2011, 07:30 Uhr · 50 Antworten · 3.466 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von skenderbegi

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    Griechenland, der Flohmarkt Europas

    Griechenland, der Flohmarkt Europas
    Von Bernhard Fischer.
    Nicht nur griechische Beamte, auch Mitarbeiter staatlicher Unternehmen haben offenbar in Saus und Braus gelebt. Das Loch in den Staatskassen soll nun durch den grossen Ausverkauf gefüllt werden.



    Griechenland ist derzeit das Armenhaus Europas, an den Rand des Ruins getrieben durch Löhne und Privilegien, die in Europa ihresgleichen suchen. Angesichts einer Arbeitslosigkeit von 16 Prozent und Schulden in der Höhe von 360 Milliarden Euro (441 Milliarden Franken) soll jetzt das Tafelsilber verscherbelt werden, um die Staatskasse zu sanieren.

    Das Rezept, um den Schuldenberg abzubauen: Bis 2015 sollen durch den Verkauf der Staatsanteile an den verlustbringenden Unternehmen und der staatseigenen Immobilien 50 Milliarden Euro die Kassen gespült werden. Marktbeobachter glauben allerdings, dass nicht mehr als 15 Milliarden Euro (19 Milliarden Franken) zu holen sind.

    Wer bietet mehr?

    Im Angebot: 34 Prozent der Lotto- und Wettgesellschaft Opap, die im vergangenen Jahr 5,1 Milliarden Euro (6,3 Milliarden Franken) umgesetzt hat. Oder: der Flughafen von Athen, an dem der Staat derzeit noch 55 Prozent hält. 20 Prozent stehen zum Verkauf, der deutsche Baukonzern Hochtief ist bereits mit 40 Prozent beteiligt. Das stillgelegte Flughafenareal Hellenikon, das heute Teil des Olympiageländes ist, sollte ursprünglich in einen Park umgewandelt werden. Doch dafür fehlt das Geld, jetzt wird die Fläche an den Meistbietenden vergeben.

    Ebenfalls einen Käufer suchen die Telefongesellschaft und die Eisenbahn. Doch selbst wenn der Staat seine Telekomanteile vollständig abstossen kann, bleibt die Ausbeute mager. Rund 40 Prozent gehören bereits der deutschen Telekom, nur zehn Prozent sind noch in Staatsbesitz. Und an einen Verkauf der Staatsbahnen ist gar nicht zu denken: Pro Jahr macht das Unternehmen einen Verlust von einer Milliarde Euro (1,23 Milliarden Franken), mit mehr als zehn Milliarden Euro steht die staatliche Eisenbahn in der Kreide. Bevor der Staat seinen Anteil von 49 Prozent abstossen könnte, müsste das hoch defizitäre Unternehmen saniert werden. Weiter stehen zum Verkauf: der Hafen von Piräus, einer der grössten Containerports Europas, die staatlichen Post-Anteile von 39 Prozent sowie 17 Prozent der Anteile am Dampfkraftwerk des griechischen Stromkonzerns Public Power Corp.

    Rettungsanker Immobilien

    Für Wirtschaftsforscher und Währungshüter bleibt ein Verkauf dieser Assets Zukunftsmusik, Käufer sind nicht in Sicht. Woher also das Geld nehmen? Athen setzt auf den Verkauf seiner Liegenschaften als letzten Rettungsanker. Geschätzter Marktwert: bis zu 350 Milliarden Euro (429 Milliarden Franken). Doch der Immobilienmarkt ist bekanntlich zusammengebrochen, und die Eigentümerverhältnisse sind unklar. Es bleibt ein Rätsel, wie Griechenland zu Geld kommen soll, geschweige denn die im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent geschrumpfte Wirtschaftsleistung wieder wettmachen wird.

    Spitzenverträge

    Schuld an der Staatsmisere sind nicht nur die kreativen staatlichen Buchhalter, die Griechenland frühzeitig Euro-fit machen sollten, sondern auch die Sonderrechte und überzogenen Löhne für Mitarbeiter staatlicher Gesellschaften und Privatunternehmen im Infrastrukturbereich. Portiers und Chauffeure des griechischen Erdölkonzerns Helpe mit einem Jahresgehalt von 90'000 Euro (110'000 Franken) sind keine Seltenheit. Die insgesamt 2500 Helpe-Mitarbeiter bekommen im Schnitt 17,8 Monatsgehälter, davon 3,4 kaschiert als Produktivitätsboni. Das Durchschnittsgehalt im Petro-Konzern liegt bei 70'000 Euro (86'000 Franken) pro Jahr.

    Noch ein Aperçu: Die Beschäftigten des halbstaatlichen Elektronikkonzerns DEI beziehen privat Strom mit einem Rabatt von 70 Prozent oder sogar umsonst. Die Elektriker-Gewerkschaft hat das einst durchgeboxt. Vergünstigungen für Mitarbeiter und Gewerkschafter haben den Stromkonzern in den vergangenen zehn Jahren mehr als 30 Millionen Euro (37 Millionen Franken) gekostet. Und es kommt noch dicker: Die Stromgesellschaft hat die Arbeitnehmervertreter auch mit Zahlungen in der Höhe von 115'000 Euro für die Demonstrationen gegen die Sparbeschlüsse der Regierung unterstützt, die Gewerkschaft ihrerseits hat mit den Fördergeldern ihren Mitgliedern sogar private Ferienreisen finanziert. Sowohl Helpe als auch DEI, die das Füllhorn über ihre Mitarbeiter ausgiessen, sollen von der Privatisierungswelle noch verschont werden.

    (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

    Erstellt: 09.06.2011, 19:09 Uhr

    ----------------

    wow....
    was soll man dazu sagen.
    irgendwie begreift man gar nicht die tragweite welche da gerade geschieht mit griechenland.

  2. #2
    Avatar von skenderbegi

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    Der Niedergang Athens

    Von Kai Strittmatter.
    Die griechische Metropole im Jahr eins nach Ausbruch der Schuldenkrise: Athen, eine der grossartigsten Städte Europas, leidet schwer.

    Der Niedergang Athens - News Ausland: Europa - tagesanzeiger.ch

  3. #3

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    330
    das armenhaus europas ist derzeit kosovo und albanien und fyrom du spacko.

  4. #4
    Avatar von _Adriano_

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    3.714
    Wie ich diesen Ausdruck "Das Armenhaus Europas" hasse.

  5. #5
    Avatar von skenderbegi

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    11.086
    Zitat Zitat von asklepios Beitrag anzeigen
    das armenhaus europas ist derzeit kosovo und albanien und fyrom du spacko.
    du kannst dich selbst befriedigen du homo......
    habe ich den artikel geschrieben du arschloch.

    nur ruhig grab dich in deiner nostalgie ein ....

    hat albanien 34o milliarden schulden?????

  6. #6
    Avatar von Rockabilly

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    15.854
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    du kannst dich selbst befriedigen du homo......
    habe ich den artikel geschrieben du arschloch.

    nur ruhig grab dich in deiner nostalgie ein ....

    hat albanien 34o milliarden schulden?????

    Es gibt halt Menschen, die denken, wenn die Schulden nehmen, dass Geld ihnen gehört und nicht der Bank.

  7. #7
    economicos
    Armenhaus in Europa?? Wirtschaftlich miserabel, aber das ärmste Land in Europa?
    Kann nicht sein, sonst müsste jedes Land ein Standardniveau wie Deutschland oder Skadinavien haben.

  8. #8
    Avatar von skenderbegi

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    11.086
    Zitat Zitat von karter91 Beitrag anzeigen
    Armenhaus in Europa?? Wirtschaftlich miserabel, aber das ärmste Land in Europa?
    Kann nicht sein, sonst müsste jedes Land ein Standardniveau wie Deutschland oder Skadinavien haben.
    wie gesagt das einige welche wahrscheinlich den artikel nicht gelesen sondern nur überflogen haben stossen sich einzig und alleine an diesem ausdruck......

    das aber der griechische staat bezw. deren betriebe nicht wirtschaftlich gearbeitet haben sprich defizite erwirtschafteten will keiner sehen & wahrhaben......

    wenn ein fahrer oder wachmann einen lohn von 70000 euro bekommt!!!
    oder andere staatsfirmen siehe text;

    ortiers und Chauffeure des griechischen Erdölkonzerns Helpe mit einem Jahresgehalt von 90'000 Euro (110'000 Franken) sind keine Seltenheit. Die insgesamt 2500 Helpe-Mitarbeiter bekommen im Schnitt 17,8 Monatsgehälter, davon 3,4 kaschiert als Produktivitätsboni. Das Durchschnittsgehalt im Petro-Konzern liegt bei 70'000 Euro (86'000 Franken) pro Jahr.

  9. #9
    economicos
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    wie gesagt das einige welche wahrscheinlich den artikel nicht gelesen sondern nur überflogen haben stossen sich einzig und alleine an diesem ausdruck......

    das aber der griechische staat bezw. deren betriebe nicht wirtschaftlich gearbeitet haben sprich defizite erwirtschafteten will keiner sehen & wahrhaben......

    wenn ein fahrer oder wachmann einen lohn von 70000 euro bekommt!!!
    oder andere staatsfirmen siehe text;

    ortiers und Chauffeure des griechischen Erdölkonzerns Helpe mit einem Jahresgehalt von 90'000 Euro (110'000 Franken) sind keine Seltenheit. Die insgesamt 2500 Helpe-Mitarbeiter bekommen im Schnitt 17,8 Monatsgehälter, davon 3,4 kaschiert als Produktivitätsboni. Das Durchschnittsgehalt im Petro-Konzern liegt bei 70'000 Euro (86'000 Franken) pro Jahr.
    Ja, klar stimmt alles. Hab mich nur gefragt, ob der Verfasser sich bei paar Dingen nicht irrt?

  10. #10
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
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    Zitat Zitat von karter91 Beitrag anzeigen
    Ja, klar stimmt alles. Hab mich nur gefragt, ob der Verfasser sich en paar Dingen nicht irrt?
    wenn ich das sehe & lese frage ich mich was mache ich in der schweiz .....

    nein ernsthaft wie kann man den arbeitern löhne in einem jahr zahlen welche aber 17, 8 monatslöhne betragen?????

    bei 2500 arbeitern sind dies jährlich 12500 monatslöhne mehr!!!!

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