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Griechenland - Gedemütigtes Volk

Erstellt von Yunan, 10.11.2011, 21:13 Uhr · 237 Antworten · 16.169 Aufrufe

  1. #111
    Avatar von BlackJack

    Registriert seit
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    Beiträge
    65.408
    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    nö echt nicht.
    ich hab keines von den balkan spielen gesehen.
    seit die gagen in millionen gehen, interessiert mich fussball nicht mehr so sehr.
    da geh ich lieber mit meinem hund spazieren.
    ich hab seit jahren keine sportschau mehr geschaut.
    ohne das BF hätte ich nicht mal gewusst wie sie alle gespielt haben.


    die verdienen millionen und ich soll ihnen zu sehen?
    bin doch kein hund
    naja Schauspieler verdienen auch Millionen, und die siehst du ja auch ... aber letzendlich ist es natürlich kein Muss, wenn man nicht darauf steht, dann guckt man es eben nicht

  2. #112

    Registriert seit
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    Beiträge
    18.328
    wenn man jahrzehnte lang über seine verhältnisse lebt, den holt irgendwann die realität ein... die eu ist nicht daran schuld das die beamten so korrupt sind oder das in griechenland jeder bei der steuer bescheißt...

  3. #113
    Avatar von pr!mus

    Registriert seit
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    Beiträge
    632
    Zitat Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen
    wenn man jahrzehnte lang über seine verhältnisse lebt, den holt irgendwann die realität ein... die eu ist nicht daran schuld das die beamten so korrupt sind oder das in griechenland jeder bei der steuer bescheißt...
    Wer soll über seine Verhältnisse gelebt haben? Die einfache Bevölkerung bestimmt nicht, denn die hätten garnicht die Mittel dazu gehabt. Es kann maximal das ausgeben, was zur Verfügung steht und das ist weitaus weniger als das, was man in Deutschland kennt.

    Die einzige Möglichkeit sich dem Diktat Brüssels zu entziehen, ist der Austritt aus der Euro-Zone mit Wiedereinführung der alten Währung.

  4. #114
    Avatar von liberitas

    Registriert seit
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    Beiträge
    11.789
    [QUOTE=pr!mus;2955129]Wer soll über seine Verhältnisse gelebt haben? Die einfache Bevölkerung bestimmt nicht, denn die hätten garnicht die Mittel dazu gehabt. Es kann maximal das ausgeben, was zur Verfügung steht und das ist weitaus weniger als das, was man in Deutschland kennt.

    Die einzige Möglichkeit sich dem Diktat Brüssels zu entziehen, ist der Austritt aus der Euro-Zone mit Wiedereinführung der alten Währung.[/QUOTE]


    Und dann? Die Schulden würden steigen das sie in Euuro sind, die Banken würden keine Kredite vergeben können - keine Investitionen - Firmen würden pleite gehen - Arbeitslose. Importe würden dadurch fast nicht mehr möglich sein (die bezahlt man in € ). Nur um ein paar Beispiele zu nennen.
    Vorteile sehe ich nur im Export, was exportiert Griechenland?

  5. #115
    Avatar von hippokrates

    Registriert seit
    30.12.2005
    Beiträge
    13.211
    Zitat Zitat von liberitas Beitrag anzeigen
    was exportiert Griechenland?
    - Magnesium (46% der gesamteuropäischen Produktion)
    - Aluminium (da belegt Griechenland den ersten Platz in Europa)
    - Bauxit (erster Platz in der EU)
    - Nickel (erster Platz in der EU)
    - Eisen und Stahl (ΒΙΟΧΑΛΚΟ AE)
    - Zement (TITAN AE)
    - Erdöl (Kavala Oil AE besitzt im Moment nur 2 Bohrinseln. Über das Erdöl- und Erdgasthema und die Bewegung auf dem Sektor in GR haben wir einen Extra-Thread hier im Forum)

    Weltweite Exporte, die sich an der Spitze befinden, sind immernoch die Lebensmittel wie zB. das Olivenöl, der Saffran, der Spargel oder Milchprodukte. Darüberhinaus belegt GR den 7. Platz im Baumwoll-Export.

    Die Haupteinnahmequellen des Landes sind aber immernoch die an der weltspitze befindliche Reederei und der wachsende Tourismus.



    Hippokrates

  6. #116
    Yunan
    Könnten wir bitte zurück zum Thema kommen?

  7. #117
    Avatar von Гуштер

    Registriert seit
    07.06.2010
    Beiträge
    16.274
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Könnten wir bitte zurück zum Thema kommen?
    Ich habe eine bessere Idee.

    Thread vorerst closed. Wird nach dem bereinigen wieder aufgemacht.

    /EDIT

    Das gröbste wurde bereinigt, Thread wieder offen.
    Bitte diesmal nicht zu sehr abschweifen. Danke.

  8. #118
    Avatar von Kuq-e-zi

    Registriert seit
    21.10.2011
    Beiträge
    311
    Zitat Zitat von hippokrates Beitrag anzeigen
    - Magnesium (46% der gesamteuropäischen Produktion)
    - Aluminium (da belegt Griechenland den ersten Platz in Europa)
    - Bauxit (erster Platz in der EU)
    - Nickel (erster Platz in der EU)
    - Eisen und Stahl (ΒΙΟΧΑΛΚΟ AE)
    - Zement (TITAN AE)
    - Erdöl (Kavala Oil AE besitzt im Moment nur 2 Bohrinseln. Über das Erdöl- und Erdgasthema und die Bewegung auf dem Sektor in GR haben wir einen Extra-Thread hier im Forum)

    Weltweite Exporte, die sich an der Spitze befinden, sind immernoch die Lebensmittel wie zB. das Olivenöl, der Saffran, der Spargel oder Milchprodukte. Darüberhinaus belegt GR den 7. Platz im Baumwoll-Export.

    Die Haupteinnahmequellen des Landes sind aber immernoch die an der weltspitze befindliche Reederei und der wachsende Tourismus.



    Hippokrates
    Was auch hier zum Ausdruck kommt.

    Während der deutsche Handelsbilanz-Saldo deutlich positiv (+5,8 Prozent) ausfällt, importiert Griechenland deutlich mehr als es exportiert: Der Handelsbilanz-Saldo ist hier mit -12,0 Prozent deutlich negativ. Ohne den Tourismus stünde das Land noch schlechter da. Jeder fünfte Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt daran. 2007 besuchten 17,5 Millionen Touristen das Land, davon 2,26 Millionen Deutsche. Vor allem der Tourismus sorgt dafür, dass Griechenlands Dienstleistungsbilanz anders als die Handelsbilanz einen Überschuss von 17,2 Millionen Euro verzeichnet.
    http://www.insm.de/insm/Publikatione...Krankheit.html

    Während Deutschland gigantische Handelsbilanzüberschüsse erzielt und damit eine importierte Inflation in Kauf genommen wird, hat Griechenland genau des gegenteilige Problem.

    Woran das auch liegt, zeigt folgende Darstellung.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  9. #119
    Avatar von pr!mus

    Registriert seit
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    632
    Zitat Zitat von liberitas Beitrag anzeigen
    Und dann? Die Schulden würden steigen das sie in Euuro sind, die Banken würden keine Kredite vergeben können - keine Investitionen - Firmen würden pleite gehen - Arbeitslose. Importe würden dadurch fast nicht mehr möglich sein (die bezahlt man in € ). Nur um ein paar Beispiele zu nennen.
    Vorteile sehe ich nur im Export, was exportiert Griechenland?
    Ein Ende mit Schrecken ist bekanntlich besser als ein Schrecken ohne Ende. Denn selbst wenn Griechenland der Eurozone erhalten bleiben sollte: Eine Rettung bis zum Sankt Nimmerleinstag ist schlichtweg nicht möglich. Keiner hat die Mittel dazu.

    Und über kurz oder lang werden die von dir geschilderten Szenarien ohnehin eintreten, denn der jetzt eingeschlagene Sparkurs treibt das Land in Existenznöte. Schau dir einfach mal die Lohn- und Rentenkürzungen an. Die Unternehmen werden so stark besteuert, dass sich ein Fortbetrieb garnicht mehr rentiert. Was auch dazu führt, dass Menschen zwangsläufig auf die Straße gesetzt werden müssen.

    Wo siehst du einen Vorteil in der Banken- ähm "Griechanlandrettung"? Die haben ohnehin nichts mehr zu verlieren. Da helfen die ganzen Hilfstranchen einfach nichts mehr - das Land braucht einen Neuanfang.

  10. #120
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    10.11.2011

    Griechenlands Schuldendilemma


    Das gedemütigte Volk



    Passantin in Athens Innenstadt: "Niemand respektiert die Regierung"
    Hellas liegt am Boden, nicht nur finanziell, sondern auch moralisch - das Volk fühlt sich von Europa und besonders den Deutschen gedemütigt. So lautet der drastische Befund des Journalisten Georgios Delastik. Egal, wer regiert - für ihre Politiker empfinden die Griechen nur Verachtung.


    Die Europäer glauben, dass Griechenlands Hauptproblem derzeit seine Staatsfinanzen, insbesondere seine hohen Staatsschulden sind. Das ist ein Fehler. Sie haben nicht verstanden, dass die Krise in Griechenland komplexer und sehr viel tiefgreifender ist.

    In Griechenland haben wir es vor allem mit einer wirtschaftlichen und sozialen Krise zu tun. Die Gehälter und Renten der Griechen im privaten und öffentlichen Sektor sind in den Keller gefallen, sie sind um mindestens 20 oder 30 Prozent zurückgegangen. Die Arbeitslosigkeit ist auf über 17 Prozent geklettert - so hoch war sie zuletzt in den sechziger Jahren, als Hunderttausende hungernde Griechen ausgewandert sind, um zu überleben.
    Griechenland steckt außerdem in einer nationalen Krise - und in einer Beziehungskrise mit der EU. In den Augen der Griechen führen sich die europäischen und vor allem die deutschen Politiker verächtlich und hochnäsig gegenüber Griechenland auf. Die Griechen fühlen sich national gedemütigt. Das führt zu Widerstand. Im Bewusstsein der Griechen hat sich die EU von einem idealen Partner der Völker auf dem alten Kontinent in eine feindliche Besatzungsmacht verwandelt.

    Angesichts der führenden Rolle Deutschlands im europäischen Einigungsprozess richten die häufig verächtlichen Äußerungen deutscher Politiker, die Griechenland als Land mit eingeschränkter Souveränität bezeichnen, gewaltigen Schaden an.

    Keine griechische Regierung wird sich durchsetzen können

    Millionen Griechen sehen mittlerweile die EU als das "Vierte Deutsche Reich" an. Das sehen nicht nur Journalisten, Akademiker, Schauspieler oder einfache Bürger in Griechenland so. Sogar der amtierende Finanzminister Evangelos Venizelos gab im Juni zu, dass Griechenland unter "finanzpolitischer Besatzung" stehe.

    Die Europäer sind von Georgios Papandreou und seiner Regierung enttäuscht, weil er unfähig war, die Vereinbarungen mit der EU in Griechenland umzusetzen. Das stimmt zwar. Aber keine griechische Regierung könnte eine derartige Politik umsetzen. Das liegt nicht an deren Unfähigkeit, sondern an der Verweigerungshaltung des griechischen Volkes.

    Papandreou und seine Regierung sind im Empfinden der Bevölkerung deswegen gescheitert, weil er als Verbündeter der Besatzungsmächte in unserem Land gilt. Nicht selten wird Papandreou von seinen Kritikern "Tsolakoglou" genannt - so hieß der griechische Premier, der im Zweiten Weltkrieg mit der deutschen Besatzung kollaborierte.

    Keine Regierung zuvor hatte beim griechischen Volk ein so geringes Ansehen wie die Papandreous. Die Verachtung im Volk ist derart groß, dass sich die Abgeordneten nicht mehr trauen, sich auf der Straße blicken zu lassen. Sie werden von den Leuten öffentlich beschimpft, sie werden mit Joghurt, Tomaten und Eiern beworfen, viele würden sie gern mit Faustschlägen traktieren.

    Niemand in Griechenland respektiert die Regierung und das Parlament. Das politische System und die demokratischen Institutionen werden verachtet.

    Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst erheben sich gegen die Regierung. Ministerien werden von den Beschäftigten besetzt, Finanz- und Zollämter haben ihre Arbeit niedergelegt. Der gesamte Staatsapparat ist in eine Starre verfallen. Die Regierung Papandreou hat zudem die politische Kontrolle über die Streitkräfte verloren. Dies bedeutet freilich nicht, dass das Land auch nur im Geringsten vor der Gefahr eines Militärputsches steht.

    Den Griechen stehen harte Jahre bevor

    Die europäischen Führer glauben offenbar, dass die Bildung einer Koalitionsregierung aus der sozialistischen Pasok und der konservativen Nea Dimokratia die Situation in Griechenland beruhigen könne. Das ist abermals ein Fehler.

    Die Bürger werden diese Regierung genauso hassen wie die Regierung Papandreou. Die Bildung dieser Regierung resultiert aus der Erpressung von Angela Merkel, Nicolas Sarkozy, der EU und dem IWF, die damit drohen, andernfalls die nächste Tranche der Kredite nicht zu überweisen.

    Die kurzlebige Regierung aus der Pasok und der Nea Dimokratia wird im Parlament alle Abkommen mit der EU und dem IWF verabschieden, die den Lebensstandard der Griechen ins Bodenlose stürzen und die Hellenen für mindestens zehn Jahre der Armut preisgeben.

    Die Griechen wollen nicht nur einfach eine andere Regierung. Sie wollen eine andere Politik.
    Auf gesellschaftlicher Ebene werden sich die Demonstrationen und Protestaktionen nicht nur fortsetzen, sie werden wahrscheinlich Stück für Stück immer gewaltsamer werden. Die Parteien werden zunehmend die Kontrolle über die verzweifelten griechischen Bürger verlieren.

    Auf die Griechen warten sehr harte Jahre. Harte Jahre kommen aber auch auf ganz Europa zu. Denn die EU läuft Gefahr, sich aufzulösen, wenn sie nicht die politische Fahrtrichtung ändert.
    Ich kann mich noch an die fatalen Brände in Griechenland erinnern, vor einigen Jahren. Damals ist eine Frau und ihre vier Kinder in den Flammen umgekommen, sie hat versucht, mit dem Auto zu fliehen. Der Ehemann und Vater hat dann in den Medien versucht, auf Mitverantwortliche für die Brände hinzuweisen- ich kann mich erinnern, dass es mit massiver Korruption im Bausektor zu tun hatte, anscheinend war es zu dem Zeitpunkt in Griechenland derartig üblich, schwarz Gebäude zu errichten (und zwar Villen und Hotelanlagen) dass man garnicht mehr von illegal sprechen konnte. Und natürlich zu roden wie blöd. Soweit ich weiß, hat Griechenland von der EU eine recht hohe Summe bekommen, um ein Kataster einzuführen- dass ist nie passiert. Das ist natürlich ein Nebenaspekt. Aber für mich sieht es danach aus, dass seit Ewigkeiten einiges massiv schief läuft in Griechenland, und dass das auch bekannt war. Warum jetzt die Deutschen dran schuld sind- ich weiß nicht.
    Der Hauptfehler der EU liegt für mich darin, dass sie jahrelang ignoriert haben, was in Griechenland passiert, und sich auf irgendwelche Zusicherungen verlassen haben, ohne jemals die wirtschaftliche und rechtliche Situation des Landes einer Kontrolle zu unterziehen. Sonst hätte Griechenland vor Jahren Reformen durchziehen müssen- wahrscheinlich wäre das damals auch leichter möglich gewesen. Mir tun die Menschenb leid, die jetzt die Folgen tragen, und nie Profit daraus geschlagen haben.

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