Griechenland / Athen. Die Regierung steht angesichts der internationalen Wirtschaftskrise unter Reformzwang. Das sagte Wirtschafts- und Finanzminister Jannis Papathanassiou im Anschluss an eine Kabinettssitzung am gestrigen Mittwoch. Regierungssprecher Evangelos Antonaros relativierte gleichzeitig das Ausmaß der Krise im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedstaaten; diese hätten zum Teil mit noch größeren Problemen zu kämpfen. Antonaros verwies darauf, dass das Defizit im Jahr 2009 in 13 Staaten bei über drei Prozent liege; in mindestens drei Ländern sei es sogar höher als in Griechenland. Die wirtschaftspolitische Sprecherin der größten Oppositionspartei PASOK, Louka Katseli, sprach dagegen von „mangelnder Verantwortlichkeit zum Handeln“. Bisher sei allein die Defizitprognose durch die Regierung viermal revidiert worden. (Griechenland Zeitung / cb)