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Griechenland will nicht sparen

Erstellt von Kejo, 25.06.2012, 00:57 Uhr · 91 Antworten · 12.362 Aufrufe

  1. #31
    Kejo
    Zitat Zitat von Mulinho Beitrag anzeigen
    Ich kann nur den Kopfschütteln über die Volkswirte, die fordern, man solle sparen. Was will man denn sparen? Das ist einfach zu kurzfristig gedacht das ganze
    Warum schüttelst Du deinen Kopf?

  2. #32
    Kejo
    Zitat Zitat von Mulinho Beitrag anzeigen
    Und wieso hat man GR dann aufgenommen, wenn sie ihnen nichts bringt?
    Weil Griechenland als Wiege der europäischen Zivilisation erachtet wird und die Politiker damals - allen voran die deutschen - es als wichtig befanden, dieses Land in den europäischen Integrationsprozess einzubinden. Wie wir heute wissen, waren die Datensätze aus Athen gefaked.

  3. #33
    Mulinho
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Weil Griechenland als Wiege der europäischen Zivilisation erachtet wird und die Politiker damals - allen voran die deutschen - es als wichtig befanden, dieses Land in den europäischen Integrationsprozess einzubinden. Wie wir heute wissen, waren die Datensätze aus Athen gefaked.
    Ja, so viel Menschlichkeit

    So viel Menschlichkeit, dass man den Bürgern in GR vorschreibt, von nichts zu leben, um zu sparen aber sich nicht über die Auslandsbankkonten der höheren Schicht Griechenlands Gedanken macht. So viel Menschlichkeit, dass man ihnen vorschreibt, Kürzungen in der Bildung vorzunehmen, wo doch die Jugend die Zukunft eines Landes darstellt und sie die letzte Hoffnung sind, statt ihnen vorzuschreiben, ihre Militärausgaben runterzuschrauen, oh...wieso denn nicht?

    Ein willkommenes Geschäft mit den klammen Griechen

    Ganz Griechenland muss sparen - nur an der Armee sind bislang alle Sparpakete vorbeimarschiert. Die Rüstungsausgaben sind hoch, Verträge wollen eingehalten werden - auch mit deutschen Waffenlieferanten. Ein willkommenes Geschäft, an dem die Bundesregierung festhalten will.
    Griechenlands Militärausgaben - ein willkommenes Geschäft | tagesschau.de

    Heil dir Deutschland, du bist von Güte und Menschlichkeit, vor dir möchte ich knien.

  4. #34
    Kejo
    Zitat Zitat von Mulinho Beitrag anzeigen
    Ja, so viel Menschlichkeit

    So viel Menschlichkeit, dass man den Bürgern in GR vorschreibt, von nichts zu leben, um zu sparen aber sich nicht über die Auslandsbankkonten der höheren Schicht Griechenlands Gedanken macht. So viel Menschlichkeit, dass man ihnen vorschreibt, Kürzungen in der Bildung vorzunehmen, wo doch die Jugend die Zukunft eines Landes darstellt und sie die letzte Hoffnung sind, statt ihnen vorzuschreiben, ihre Militärausgaben runterzuschrauen, oh...wieso denn nicht?
    Du dramatisierst. Die Griechen wurden aufgefordert, ihre Militärausgaben zu kürzen. Würde die EU das durchsetzen, verstünden die Griechen diese Maßnahme als Angriff auf ihren Staat und ihre Souveränität, weil sie vom Hass auf ihre Nachbarn zerfressen sind. Die Deutschen haben in bilateralen Verträgen über 15 Mrd. Euro Richtung Athen überwiesen, die Zinsen, die sie angeblichen bekämen, sind Lügen, weil alle anderen Posten und Ausgaben in dieser Krise und für Griechenland ein Hundertfaches sind.

    Die Kürzungen im Bildungsssektor sind dann schwachsinnig, wenn es effiziente Systeme gäbe, aber wie immer, das Geld wird auch dort im Gießkannen-Modus verteilt. Darüber hinaus missfällt mir das persönlich auch. Die Griechen scheint es aber nicht zu jucken, denn sie stecken doch inmitten neuer Verhandlungen. Warum haben sie nicht gefordert, das Bildungssystem auszuklammern aus der "Sparanstrengungen"? Die EU könnte das niemals ablehnen, ohne ihr Ansehen zu verspielen - trotzdem taten sie es nicht. Warum haben sie nicht einfach umgeschichtet? Kürzen beim Militär, fördern in der Schule.

    Die Griechen haben bis heute noch nichts eingespart! Sparen bedeutet auch, Geld übrig zu haben, davon kann in Hellas nicht die Rede sein!
    Griechenlands Militärausgaben - ein willkommenes Geschäft | tagesschau.de

    Heil dir Deutschland, du bist von Güte und Menschlichkeit, vor dir möchte ich knien.
    Niemand zwang die Griechen, diese Spielzeuge zu kaufen - niemand. Sie waren es, die Geld ausgaben, das sie nicht besaßen. Sie haben 'ne riesige Olmypia-Feier geworfen, die mit Krediten finanziert war. Athen hat die höchste Porsche-Cayenne-Dichte in Europa, das Land ist mit gefälschten Daten in die EU beigetreten, die ganze Situation wäre niemals so scharf eskaliert, wenn sie von Anbeginn ehrlich wären, aber das interessiert dich irgendwie einen Scheiß.

  5. #35
    Mulinho
    Und was glaubst du, wieso in Hellas Menschen auf die Strasse gehen? Was glaubst du, wieso die Menschen andere Parteien wählen? Sozialisten? Und für wen wäre das eine bittere Pille gewesen? Wer hatte kein Interesse daran, dass Ultralinke an die Macht kamen? Wer ging zuerst auf die Strasse? Studenten und Rentner., normale Arbeiterklassen
    Wenn sich die Bevölkerung dann dagegen wehrt, heisst es wieder: Schaut, die Griechen können nichts andres als zu streiken und demonstrieren. Europa kann man nicht zufrieden stellen. Erst recht nicht, wenn sie einen Sündenbock für alle Probleme gefunden haben. Warum wird nicht auf Spanien oder Italien so rumgehakt? Weisst du eigentlich, wieviele Schulden Italien aufweist?

    Wie gesagt, ich zweifle den Griechen nicht an, dass sie viele Fehler gemacht haben und immer noch tun, aber du bist genau so wie alle anderen, nutzt die Gunst der Stunde, um bei den Griechen mal Dampf abzulassen. Gib es doch zu, innerlich freut es dich, Griechenland so schwächeln zu sehen, so wie es die meisten Türken freut. Streite es nicht ab, man merkt es in deinen Beiträgen und ich bin nicht der erste, der das so sieht.

    Mich interessiert es sehr, studiere ich doch Wirtschaft, aber diese Heuchlei seitens der Deutschen geht mir echt auf den Sack. Und es sind nicht nur die Deutschen, es schwappt auf alle anderen rüber. Euer Problem ist, dass ihr nicht die griechischen Politiker, Profiteure und auch ausländische Geldgierige dafür verantwortlich macht, sondern die Schuld beim griechischen Bauern sucht. Das ist das Bild, das die BILD-Zeitung vermittelt und auch das Bild, das die meisten von euch im Kopf haben. Das stösst mir sauer auf, ganz einfach. Mögliche Problembekämpfungen habe ich bereits erwähnt, was du damit anfangst und ob du überhaupt was damit anfängst, ist deine Sache.

    Edit: Ja richtig, sie haben mit den Zahlen gemogelt und wer hat weggeschaut
    Griechen haben viele Fehler, aber sie sind nicht die einzig schuldigen an dieser Krise ---> MEIN STATEMENT in dieser ganzen Sache

  6. #36
    Mulinho
    m Gegenzug für die Hilfe wird Athen auf einen Teil seiner Souveränität verzichten müssen: Auf einem Sperrkonto soll außerhalb der Verfügungsgewalt der griechischen Regierung Geld gelagert werden, mit dem Zinsen und Tilgungen gezahlt werden müssen. Die Einhaltung dieser Auflagen soll künftig ständig - und nicht mehr nur sporadisch - von einer Expertengruppe von EU-Kommission, IWF und Europäischer Zentralbank überwacht werden.
    http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&...0vDyyfp4xpwDtg

    riechenland-Hilfe bringt Deutschland 380 Millionen

    Dass die Bundesregierung Milliarden-Hilfen nach Athen überweist, rentiert sich für Deutschland: Griechenland hat Hunderte Millionen Euro Zinsen zurück überwiesen.
    Die bisherigen Milliardenhilfen für Griechenland haben sich für Deutschland rentiert. Bis Ende 2011 hat die Regierung in Athen für deutsche Kredite 380 Millionen Euro Zinsen überwiesen, wie nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters aus einer Übersicht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht.
    Euro-Krise: Griechenland-Hilfe bringt Deutschland 380 Millionen | Wirtschaft | ZEIT ONLINE


    Und nochwas Harput: Wenn du mich schon als Lügner bezeichnest, dann mach dir wenigstens die Mühe etwas darzubieten, was mich auch als Lügner entlarvt und nicht einfach haltlose Aussagen zu machen.

  7. #37
    Yunan
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Weil Griechenland als Wiege der europäischen Zivilisation erachtet wird und die Politiker damals - allen voran die deutschen - es als wichtig befanden, dieses Land in den europäischen Integrationsprozess einzubinden. Wie wir heute wissen, waren die Datensätze aus Athen gefaked.
    Griechenland wurde primär zur Wiege der europäischen Zivilisation erklärt und gemacht, niemand hat uns danach gefragt und wir haben uns niemandem aufgezwungen. Nach 1000 Jahren Barbarei in Europa und immer größerer Weltmachstellungen der einzelnen europäischen Staaten wurde eine Grundlage wie die griechische Geschichte obligatorisch. Wäre China an Griechenlands stelle gewesen, wäre die Wiege der europäischen Kultur heute China. Was ich sagen will, ist folgendes: Griechenlands Rolle in Europa wurde von den "Philhellenen" politisiert und zu eigenen Zwecken missbraucht. So sieht die Sache aus. Deswegen reden die Griechen auch nicht von Griechenland in Europa sondern von Griechenland und Europa.

  8. #38
    Yunan
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Du dramatisierst. Die Griechen wurden aufgefordert, ihre Militärausgaben zu kürzen. Würde die EU das durchsetzen, verstünden die Griechen diese Maßnahme als Angriff auf ihren Staat und ihre Souveränität, weil sie vom Hass auf ihre Nachbarn zerfressen sind. Die Deutschen haben in bilateralen Verträgen über 15 Mrd. Euro Richtung Athen überwiesen, die Zinsen, die sie angeblichen bekämen, sind Lügen, weil alle anderen Posten und Ausgaben in dieser Krise und für Griechenland ein Hundertfaches sind.

    Die Kürzungen im Bildungsssektor sind dann schwachsinnig, wenn es effiziente Systeme gäbe, aber wie immer, das Geld wird auch dort im Gießkannen-Modus verteilt. Darüber hinaus missfällt mir das persönlich auch. Die Griechen scheint es aber nicht zu jucken, denn sie stecken doch inmitten neuer Verhandlungen. Warum haben sie nicht gefordert, das Bildungssystem auszuklammern aus der "Sparanstrengungen"? Die EU könnte das niemals ablehnen, ohne ihr Ansehen zu verspielen - trotzdem taten sie es nicht. Warum haben sie nicht einfach umgeschichtet? Kürzen beim Militär, fördern in der Schule.

    Die Griechen haben bis heute noch nichts eingespart! Sparen bedeutet auch, Geld übrig zu haben, davon kann in Hellas nicht die Rede sein!


    Niemand zwang die Griechen, diese Spielzeuge zu kaufen - niemand. Sie waren es, die Geld ausgaben, das sie nicht besaßen. Sie haben 'ne riesige Olmypia-Feier geworfen, die mit Krediten finanziert war. Athen hat die höchste Porsche-Cayenne-Dichte in Europa, das Land ist mit gefälschten Daten in die EU beigetreten, die ganze Situation wäre niemals so scharf eskaliert, wenn sie von Anbeginn ehrlich wären, aber das interessiert dich irgendwie einen Scheiß.
    Harput, du bist doch ein kluger Kerl. Wieso schreibst du denn dann so einen Mist?

    Die Regierung wollte unter Papandreou radikale Kürzungen am Militäretat vornehmen - die Troika hat es ihnen verboten, verstehst du das? Sie haben Griechenland dazu verpflichtet, bei Sozialausgaben und Staat zu sparen (heute gibt es Polizeistationen, die kein Geld für Benzin haben um ihre Autos zu fahren. Wie sollen sie Verbrecher jagen? Zu Fuß?) und dafür die Militärausgaben aufrecht zu erhalten. Und nicht nur das: Nachdem Papandreou im März 2010 Finanzhilfen beantragt und reiste nach Berlin. Er kam mit Finanzhilfen und zwei deutschen U-Booten nach Griechenland zurück. Das ist der Stand der Dinge!

    Obwohl Griechenland in fast allen Bereichen sparen muss, ermuntern Deutschland und Frankreich die Hellenen zu einem absurden Rüstungswettlauf mit der Türkei


    Griechische Milliarden für deutsche U-Boote | Telepolis

    Dabei war Papandreou nicht unschuldig sondern hat aktiv und im Auftrag neoliberaler europäischer und amerikanischer Wirtschaftseliten daran mitgewirkt, dass statt Kürzung des Militäretats Renten, Beamtengehälter (ein Lehrergehalt in Griechenland beträgt knapp 500€), Instandhaltung der Infrastruktur etc. umgesetzt wurden.
    Erzähl du uns bitte nichts vom griechischen Bildungssystem, dass eine dringende Reform nötig hätte. Es ist kein Wunder, dass die Lehrer bei so einem Gehalt nicht unterrichten und die Schüler dann zu kostenpflichtiger Nachhilfe schicken die sie natürlich selbst geben. Von 500€ lässt es sich nun mal nicht leben, vorallem nicht wenn die Preise für Nahrungsmittel zwei- bis dreimal so hoch sind wie in Deutschland.

    Du hast keine Ahnung was in Griechenland gerade los ist, es findet eine gewaltige Geldumverteilung statt - aber nicht von oben nach unten sondern von unten nach oben und das haben wir der EZB, der EU-Komission und dem IWF zu verdanken. Geh nach Griechenland und du wirst sehen wie die Leute aus den Mülleimern essen, die Drogenabhängigen auf den Straßen sitzen und die Leute wegen einer Schachtel Zigaretten überfallen werden. Das ist nicht Europa, das ist wenn überhaupt Ghana oder Nigeria. Bilde dich anstatt irgendwelche "Beweise" zu sammeln die den einzigen Zweck haben, dein Weltbild zu untermauern.

  9. #39
    Kejo
    Zitat Zitat von Mulinho Beitrag anzeigen
    http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&...0vDyyfp4xpwDtg



    Euro-Krise: Griechenland-Hilfe bringt Deutschland 380 Millionen | Wirtschaft | ZEIT ONLINE


    Und nochwas Harput: Wenn du mich schon als Lügner bezeichnest, dann mach dir wenigstens die Mühe etwas darzubieten, was mich auch als Lügner entlarvt und nicht einfach haltlose Aussagen zu machen.
    Ich habe dich nicht als Lügner bezeichnet.

    Trotzdem ist es eine Farce zu glauben, Deutschland würde kurzfristig durch diese Abmachungen profitieren.

    Die erstaunte Nachfrage, woher diese Überzeugung stamme, wird sinngemäß ungefähr so beantwortet: Deutschland könne sich schließlich zum Nulltarif Geld an den Finanzmärkten beschaffen, gebe das Geliehene aber nur zu einem Wucherzinssatz an Griechenland weiter. So erwirtschafte Berlin viele hundert Millionen, in der Phantasie besonders kühner Gesprächspartner sogar mehrere Milliarden Euro Gewinn pro Jahr.


    [...]

    Doch einige Details im Wert von jeweils mehreren Milliarden Euro sorgen dafür, dass die Kalkulation nicht so aufgeht, wie sie Venizelos aufstellt. Es stimmt zwar, dass die Zinssätze für das erste Hilfspaket, auf deren Grundlage Venizelos und viele griechische Medien Deutschlands „Profit“ bei der Griechenlandhilfe errechnet haben, auf zunächst 4,5 Prozent festgelegt worden waren. Nur wurden sie danach sukzessive auf 3,4 Prozent gesenkt. Beim zweiten Hilfspaket einigte man sich gleich auf moderate 2,8 Prozent Zinsen, und das bei äußerst generösen Rückzahlungsbedingungen: Wenn das zweite Paket im Jahr 2014 ausläuft, muss Griechenland nämlich nicht sofort mit der Tilgung beginnen, sondern erst nach einer Karenzzeit von einem Jahrzehnt. In dieser Dekade müssen griechische Regierungen weder Schulden noch Zinsen tilgen, während die Geldgeber, also unter anderem die anderen Staaten der Eurozone, die für Griechenland an den Kapitalmärkten Kredite aufgenommen und das Geld dann an Athen weitergereicht haben, von ihren Verpflichtungen nicht befreit sind.



    Und noch mehr hier: Griechenland: Der 400-Millionen-Euro-Mythos - Ausland - FAZ

    Also, bitte, ja? Verschont uns mit diesen Nachrichten, die darlegen wollen, dass Deutschland Griechenland abziehen würde. Wer das behauptet, lügt wirklich.

  10. #40
    Kejo
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Ich habe dich nicht als Lügner bezeichnet.

    Trotzdem ist es eine Farce zu glauben, Deutschland würde kurzfristig durch diese Abmachungen profitieren.

    Die erstaunte Nachfrage, woher diese Überzeugung stamme, wird sinngemäß ungefähr so beantwortet: Deutschland könne sich schließlich zum Nulltarif Geld an den Finanzmärkten beschaffen, gebe das Geliehene aber nur zu einem Wucherzinssatz an Griechenland weiter. So erwirtschafte Berlin viele hundert Millionen, in der Phantasie besonders kühner Gesprächspartner sogar mehrere Milliarden Euro Gewinn pro Jahr.


    [...]

    Doch einige Details im Wert von jeweils mehreren Milliarden Euro sorgen dafür, dass die Kalkulation nicht so aufgeht, wie sie Venizelos aufstellt. Es stimmt zwar, dass die Zinssätze für das erste Hilfspaket, auf deren Grundlage Venizelos und viele griechische Medien Deutschlands „Profit“ bei der Griechenlandhilfe errechnet haben, auf zunächst 4,5 Prozent festgelegt worden waren. Nur wurden sie danach sukzessive auf 3,4 Prozent gesenkt. Beim zweiten Hilfspaket einigte man sich gleich auf moderate 2,8 Prozent Zinsen, und das bei äußerst generösen Rückzahlungsbedingungen: Wenn das zweite Paket im Jahr 2014 ausläuft, muss Griechenland nämlich nicht sofort mit der Tilgung beginnen, sondern erst nach einer Karenzzeit von einem Jahrzehnt. In dieser Dekade müssen griechische Regierungen weder Schulden noch Zinsen tilgen, während die Geldgeber, also unter anderem die anderen Staaten der Eurozone, die für Griechenland an den Kapitalmärkten Kredite aufgenommen und das Geld dann an Athen weitergereicht haben, von ihren Verpflichtungen nicht befreit sind.



    Und noch mehr hier: Griechenland: Der 400-Millionen-Euro-Mythos - Ausland - FAZ

    Also, bitte, ja? Verschont uns mit diesen Nachrichten, die darlegen wollen, dass Deutschland Griechenland abziehen würde. Wer das behauptet, lügt wirklich.
    Im Gegenteil, auch Deutschlands Zinsen steigen allmählich wieder.


    Zinsen könnten kräftig steigen

    Auch deutsche Anleihen werden von Anlegern als sicherer Hafen gesucht, weshalb sie deutliche Abschläge bei der Rendite hinnehmen. Viele Anleger rechnen allerdings, dass die deutsche Zinsen kräftig steigen werden angesichts der milliardenschweren Risiken, die Deutschland für die Rettung von Krisenstaaten wie Griechenland und Portugal übernommen hat.


    "Deutschland verliert durch die zunehmenden Risiken an Qualität", sagte der Fondsmanager und Deutschland-Chef des Vermögensverwalters Pimco, Andrew Bosomworth.
    Mehr als die Hälfte der auf einer Branchenkonferenz in Monaco befragten Hedgefonds-Manager geht davon aus, dass sich die Zinsen für zehnjährige Bundesanleihen binnen eines Jahres verdoppeln werden, berichtete die "Financial Times". Staatsanleihen: Deutschland sammelt Milliarden zu null Zinsen ein - Nachrichten Geld - WELT ONLINE
    Aber die Hauptsache ist doch, dass wir auf die bösen, bösen Deutschen einschlagen dürfen.

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