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Kroatien vor grosser Krise

Erstellt von Yutaka, 25.03.2009, 23:25 Uhr · 18 Antworten · 4.049 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Yutaka

    Registriert seit
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    Kroatien vor grosser Krise

    Der globale Abschwung wird Kroatien stärker erfassen als bislang angenommen. Die Krise bremst Wachstum und Reformtempo des Landes an der Adria; die schwer angeschlagene Industrie scheut den Übergang zu echtem Wettbewerb. Deutsche Firmen sehen vor allem bei großen Infrastrukturprojekten Chancen, zum Zuge zu kommen.

    Jahrelang galt Kroatien als Musterschüler und klopfte entsprechend selbstbewusst an die Türen von Europäischer Union und Nato. Getragen wurde der Boom an der Adria vor allem durch die Einkaufslust der 4,5 Millionen Kroaten, die sich dafür zum Teil erheblich verschuldeten. Und das rächt sich jetzt, nachdem der Nachfolgestaat des früheren Jugoslawien in den Sog der Weltwirtschaftskrise geraten ist. 43 Prozent der Kroaten müssen inzwischen mehr als 20 Prozent ihres Einkommens für den Schuldendienst aufbringen - ein Wert, der die Banken schaudern lässt.


    Das Land liegt damit nach Berechnungen der Unicredit auf Rang drei in Osteuropa nach Rumänien und Bulgarien. Auch die Verschuldung in Auslandswährungen - einst wegen niedriger Zinsen auf Kredite in Euro oder Schweizer Franken sehr beliebt, heute wegen der stark gefallenen Landeswährung Kuna extrem teuer - ist in Kroatien überdurchschnittlich.


    Deshalb sind Ökonomen sicher, dass der globale Abschwung auch in Kroatien deutliche Spuren hinterlassen wird: Die dem Ostausschusses der deutschen Wirtschaft angeschlossenen Unternehmen seien besorgt, "dass Kroatien von der Weltwirtschaftskrise stärker als bisher erfasst wird", sagt Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner. Die Prognose der Regierung in Zagreb, die für dieses Jahr noch von 1,4 Prozent Wirtschaftswachstum ausgeht, sei sicher nicht zu halten. So prognostiziert die Osteuropa-Förderbank EBRD Kroatien 2009 allenfalls noch Nullwachstum.


    Nach Einschätzung von kroatischen Gewerkschaften sind allein in der Werftindustrie - dem wichtigsten Zweig der Schwerindustrie - 50 000 Arbeitsplätze bedroht. Und die Ratingagentur Standard & Poor?s hat gerade die Bonität für Anleihen des Landes auf BBB zurückgestuft.
    Allerdings sieht die deutsche Wirtschaft auch Chancen für Kroatien, vor allem im Tourismus. Zagreb hofft darauf, dass westeuropäische Reisende ihr Fernweh nicht in der Karibik oder Asien stillen, sondern an den Adria-Stränden und so Kroatiens Hotels füllen. Zuletzt bevölkerten elf Millionen Touristen pro Jahr Dubrovnik, die Inseln oder Sandstrände Kroatiens und trugen so zu einem Fünftel der Wirtschaftleistung bei.


    Gefahr im Verzug
    Boom- und Krisenbranchen
    Der Tourismus wird auch in Zukunft eine der Triebfedern der kroatischen Wirtschaft sein. Zuletzt trug die Branche ein Fünftel zum Bruttoinlandsprodukt bei. Dagegen leidet die Werftindustrie, die Schlüsselbranche der kroatischen Schwerindustrie, derzeit stark unter der Wirtschaftskrise. Tausende Jobs sind in Gefahr.
    Aufschwung auf Pump
    In den vergangenen Jahren erwies sich der private Konsum als Stütze der Konjunktur. Allerdings sind viele Kroaten heute hoch verschuldet

  2. #2
    Emir
    Der Sommer kommt ^^ Ein großes Problem ist, das Kroatien alles (sogut wie alles) Privatisiert hat...... Die werden da schon rauskommen in den anderen Yugoländern siehts da nicht besser aus wobei ich mich wundere das Sie auf Platz 3 sind....

  3. #3
    Posavac
    das packn wa !

    wenigstens ist die krise nicht 24h thema wie in deutschland

  4. #4
    Avatar von Yutaka

    Registriert seit
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    4.998
    Auf die Touristen können die dieses Jahr nicht zählen, die besten letztes Jahr die am meisten liegengelassen haben waren die Japaner und die stecken bekanntlich ganz schön tief in der Scheisse;.-)

  5. #5
    Posavac
    Zitat Zitat von Yutaka Beitrag anzeigen
    Auf die Touristen können die dieses Jahr nicht zählen, die besten letztes Jahr die am meisten liegengelassen haben waren die Japaner und die stecken bekanntlich ganz schön tief in der Scheisse;.-)
    Wieviele Japaner waren denn in Kroatien?
    Ich nehme an dass es nicht mehr als 1000 waren.

    Das machen die Deutschen, Österreicher, Tschechen etc. mit ihrer Anzahl wett.

  6. #6
    Avatar von Climber

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    6.229
    Zitat Zitat von Yutaka Beitrag anzeigen
    Auf die Touristen können die dieses Jahr nicht zählen, die besten letztes Jahr die am meisten liegengelassen haben waren die Japaner und die stecken bekanntlich ganz schön tief in der Scheisse;.-)
    Gerade die Kreuzfahrten Branche ist merkwürdiger Weise nicht in der Krise.
    In der upper class ist nicht einmal ein Lufthauch zu verspüren, und
    die Mittelklasse behauptet sich gut im leichten Gegenwind

    Also das z.B Japaner in Dubrovnik mit Schiffen in großer Zahl vor Anker gehn, ist sicher.

  7. #7

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    Zitat Zitat von Bruno_HR Beitrag anzeigen
    das packn wa !

    wenigstens ist die krise nicht 24h thema wie in deutschland
    ähm nur mal so, die Schuldenzahlung Kroatiens letztes Jahr deckten 87,8% der Einnahmen des Staates. Das war noch, als im Sommer die Touristen kamen. Sollte das dieses mal ausbleiben, was wahrscheinlich auch der Fall sein wird, so wird es die Regierung nicht schaffen die Schulden für das Jahr zurückzuzahlen.

    Mehr zu den Schulden ex-yus

    Schulden der heutigen Teilrepubliken 6,5 mal höher als nach dem Zerfall der SFRJ

  8. #8
    Avatar von Zurich

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    18.089
    Min der ganzen Welt gehts den Bach runter. Jetzt für jedes Land einen Thread eröffnen, dass auf dieses bald sehr düstere Tage zukommen, ist unnötig.

    Ich meine... es ist ja nicht nur bei Kroatien so, sondern auch bei Serbien, Bosnien, Slowenien,..etc..etc... nicht nur Nachbarstaaten, sondern eben fast allen Staaten der Welt.

  9. #9
    Posavac
    Naja, das ist n Balkanforum und deswegen werden auch nur die Balkanländer veröffentlicht.

    Ich glaub kaum dass du hier irgendwann "Kambodscha in schwerer Krise" lesen wirst

  10. #10

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    9.454
    Zitat Zitat von Yutaka Beitrag anzeigen
    Der globale Abschwung wird Kroatien stärker erfassen als bislang angenommen. Die Krise bremst Wachstum und Reformtempo des Landes an der Adria; die schwer angeschlagene Industrie scheut den Übergang zu echtem Wettbewerb. Deutsche Firmen sehen vor allem bei großen Infrastrukturprojekten Chancen, zum Zuge zu kommen.

    Jahrelang galt Kroatien als Musterschüler und klopfte entsprechend selbstbewusst an die Türen von Europäischer Union und Nato. Getragen wurde der Boom an der Adria vor allem durch die Einkaufslust der 4,5 Millionen Kroaten, die sich dafür zum Teil erheblich verschuldeten. Und das rächt sich jetzt, nachdem der Nachfolgestaat des früheren Jugoslawien in den Sog der Weltwirtschaftskrise geraten ist. 43 Prozent der Kroaten müssen inzwischen mehr als 20 Prozent ihres Einkommens für den Schuldendienst aufbringen - ein Wert, der die Banken schaudern lässt.


    Das Land liegt damit nach Berechnungen der Unicredit auf Rang drei in Osteuropa nach Rumänien und Bulgarien. Auch die Verschuldung in Auslandswährungen - einst wegen niedriger Zinsen auf Kredite in Euro oder Schweizer Franken sehr beliebt, heute wegen der stark gefallenen Landeswährung Kuna extrem teuer - ist in Kroatien überdurchschnittlich.


    Deshalb sind Ökonomen sicher, dass der globale Abschwung auch in Kroatien deutliche Spuren hinterlassen wird: Die dem Ostausschusses der deutschen Wirtschaft angeschlossenen Unternehmen seien besorgt, "dass Kroatien von der Weltwirtschaftskrise stärker als bisher erfasst wird", sagt Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner. Die Prognose der Regierung in Zagreb, die für dieses Jahr noch von 1,4 Prozent Wirtschaftswachstum ausgeht, sei sicher nicht zu halten. So prognostiziert die Osteuropa-Förderbank EBRD Kroatien 2009 allenfalls noch Nullwachstum.


    Nach Einschätzung von kroatischen Gewerkschaften sind allein in der Werftindustrie - dem wichtigsten Zweig der Schwerindustrie - 50 000 Arbeitsplätze bedroht. Und die Ratingagentur Standard & Poor?s hat gerade die Bonität für Anleihen des Landes auf BBB zurückgestuft.
    Allerdings sieht die deutsche Wirtschaft auch Chancen für Kroatien, vor allem im Tourismus. Zagreb hofft darauf, dass westeuropäische Reisende ihr Fernweh nicht in der Karibik oder Asien stillen, sondern an den Adria-Stränden und so Kroatiens Hotels füllen. Zuletzt bevölkerten elf Millionen Touristen pro Jahr Dubrovnik, die Inseln oder Sandstrände Kroatiens und trugen so zu einem Fünftel der Wirtschaftleistung bei.


    Gefahr im Verzug
    Boom- und Krisenbranchen
    Der Tourismus wird auch in Zukunft eine der Triebfedern der kroatischen Wirtschaft sein. Zuletzt trug die Branche ein Fünftel zum Bruttoinlandsprodukt bei. Dagegen leidet die Werftindustrie, die Schlüsselbranche der kroatischen Schwerindustrie, derzeit stark unter der Wirtschaftskrise. Tausende Jobs sind in Gefahr.
    Aufschwung auf Pump
    In den vergangenen Jahren erwies sich der private Konsum als Stütze der Konjunktur. Allerdings sind viele Kroaten heute hoch verschuldet

    Ausser irgendwelche Meldungen kommt von dir kein weiterer Kommentar.
    Du hast einen ähnlichen Beitrag schon einmal gebracht.

    Hast du überhaupt was mit Kroatien zu tun ? Ich kann mir a) das nicht vorstellen und b) das Du von Wirtschaft nicht viel Ahnung hast um hier gewisse Sachverhalte interpretieren zu können.


    zum Thema...

    Kroatien hat nach dem Aufschwung in den letzten Jahren mit der aktuellen Misere zu kämpfen, hatte aber im Gegensatz zuvor ein Wirtschaftswachstum von 6 %. Der kroatische Haushalt beschäftigt sich jetzt damit eine Plan zu erstellen um die Ausgaben zu senken, die in den Jahren zuvor in den Aufbau gesteckt wurden.
    Mit der Weltwirtschaftskrise ist natürlich auch in Kroatien ein Sparkurs angesagt, was aber das relativ kleine Land nicht aus der Bahn werfen wird, auch wenn dieses Jahr nicht mit den Vorjahreszahlen der letzten Touristen Saison zu rechnen ist, glaube ich das troztdem mit einem Touristenstrom zu rechnen ist. Die Krise hat auch etwas gutes, denn vorallem müssen unten einige ihre Preise überdenken, die in den letzten Jahren in keiner Relation stehen
    Für 2009 wird mit einem Minus von ca. 1,6 des BIP gerechnet. Es sieht zur Zeit nicht rosig aus, ist aber kein Grund zur Panik.

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