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Papandreou verweigert Rücktritt

Erstellt von Yunan, 03.11.2011, 20:57 Uhr · 19 Antworten · 2.064 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Indianer

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    irgendwie blick ich den thread nicht.
    treffen die enscheidungen jetzt griechen oder nicht?

  2. #12
    Avatar von Гуштер

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    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    irgendwie blick ich den thread nicht.
    treffen die enscheidungen jetzt griechen oder nicht?
    Je nachdem, wie viele Abgeordnete zu der Abstimmung erscheinen, könnte der Ministerpräsident das Votum trotz allem überstehen. Die Abweichler protestieren gegen das geplante Referendum zur Euro-Krise, das nach dem Willen Papandreous Anfang Dezember stattfinden soll.
    Sollte er abgewählt werden womöglich kein Referendum, wenn nicht dann gibt es höchstwahrscheinlich eins.

  3. #13
    Avatar von Lance Strongo

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    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    irgendwie blick ich den thread nicht.
    treffen die enscheidungen jetzt griechen oder nicht?
    In den Ö1-Nachrichten hieß es noch, dass er einen Rückzieher gemacht hat.
    Keine Abstimmung.

  4. #14
    Avatar von Indianer

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    Zitat Zitat von Гуштер Beitrag anzeigen
    Sollte er abgewählt werden womöglich kein Referendum, wenn nicht dann gibt es höchstwahrscheinlich eins.
    das hab ich verstanden.
    aber sind das jetzt ausserirdische, die ihn evtl. abwählen oder immer noch griechen.


    guster vorsicht ironie

  5. #15
    Yunan
    Tatsächlich hat das griechische Volk nichts zu melden. Das ist ein Fakt und zugleich eine Schande.

  6. #16

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    Da bricht wohl für einige eine Illusion zusammen.

    Sachen, für die Gleichgesinnte und ich lange Zeit als unwissende Kommunisten beschimpft worden sind, kommen jetzt als Wahrheit an das Tageslicht

    Wir merken gar nicht in was für einer Welt wir leben. Demokratie, Freiheit und Gleichheit werden als unerlässliche Werte propagiert, die es überall durchzusetzen gilt, wenn nötig auch mit Waffengewalt. Die EU wird als Wundermittel für alle Staaten in den Himmel gepriesen, negative Auswirkungen eines EU-Beitritts werden erst gar nicht diskutiert. Das ist übelste Propaganda, die sich nicht hinter der Propaganda anderer Staaten zu verstecken braucht.


    Wo ist bitte diese Demokratie, wenn die krisengeschüttelten Völker Europas keine Bankenregulierung durch Wahlen durchsetzen können und stattdessen Banken unter dem Vorwand der Nächstenliebe und Hilfe für andere Länder mit Staatsgeldern gefüttert werden.

    Wo ist diese Gleichheit, wenn die iranische Republik als eine Bedrohung gesehen wird, weil sie viele religiöse Extremisten hat und möglicherweise über Nuklearwaffen verfügt, während Isreal ohne jegliche westliche Kritik mehrere Nuklearsprengköpfe illegal besitzt und fundamentalistische Juden mit Gewehren Jagd auf Palästinenser machen, ohne dass das auch nur irgendjemanden interessiert.

    Wo ist diese Freiheit, wenn in den USA Demonstrationen im Rahmen der freien Meinungsäußerung stattfinden und diese dann blutig und mit voller Härte niedergeschlagen werden, während andere Länder für solche Ereignisse von der NATO-Luftwaffe bis aufs letzte bombardiert werden.

    Jetzt auf einmal kommt das große Umdenken, aber was war alle Jahre davor....


  7. #17
    Kingovic
    ESC 2012: EU EU EU ovo je EU ...

    Find es unglaublich was die alles amchen... hoffe für Grcka nur das beste!

  8. #18
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Tatsächlich hat das griechische Volk nichts zu melden. Das ist ein Fakt und zugleich eine Schande.

    Hatte das Moderne griechische Volk denn schon mal was zu melden?


    Griechenland in den Fängen der Familien-Clans

    Die stark in die Kritik geratene griechische Politik liegt seit Jahrzehnten hauptsächlich in den Händen dreier Familien-Clans. So stehen nun Nachkommen derjenigen Politiker an der Macht, die den Niedergang des Landes über Jahre hinweg mitverantwortet haben.



    Konstantinos Mitsotakis war seit 1984 für zwei Jahrzehnte herrschende Gestalt der Nea Dimokratia.reuters

    Der aktuelle Oppositionsführer Antonis Samaras setzte sich 2009 zwar intern gegen «Clan-Mitglied» Dora Bakoyanni durch, seine Partei steht dennoch immer noch im Schatten der beiden konservativen Familien Karamanlis und Mitsotakis.

    Vom Türkisch-Griechischen Krieg bis 2009

    Der Vater der Ex-Aussenministerin Dora Bakoyanni, Konstantinos Mitsotakis, bekleidete von 1990 bis 1993 das Amt des Premiers. Mitsotakis war seit 1984 herrschende Gestalt der Nea Dimokratia und ist heute Ehrenpräsident.Dessen Onkel Eleftherios Venizelos herrschte mit Unterbrechungen von 1910 bis 1933 und war grösster Verfechter der «Megali Idea».
    Die Idee eines Gross-Griechenland unter dem Wiederanschluss Konstantinopels scheiterte in den türkisch-griechischen Kriegen Anfang des 20. Jahrhunderts kläglich.
    Neben der Mitsotakis-Dynastie prägt die Karamanlis-Familie die jüngere Geschichte der Konservativen im Land.

    Die Krise in Griechenland - eine Chronologie

    Seit dem Beitritt in die Euro-Zone 2001 verschlimmert sich die finanzielle Misere. Seit 2009 ist sie offensichtlich. Einen Rückblick auf die Ereignisse finden sie hier.


    Mit dem konservativen Karamanlis in die EU

    Der nach fünf Jahren als Premierminister 2009 von Papandreou abgelöste Konstantinos Karamanlis ist der Neffe von Konstantinos Karamanlis (gestorben 1998). Der konservative Politiker war in den 1950er und 1960er-Jahren mit Unterbrechungen Ministerpräsident, während der Militärdiktatur (1967-1974) lebte er im Pariser Exil.

    Nach dem Zusammenbruch des Obristenregimes, gestaltete er als Regierungschef von 1974 bis 1980 die Rückkehr Griechenlands zur Demokratie. in deren Zug gründete er die Nea Dimokratia und führte das Land in die Europäische Gemeinschaft (heute Europäische Union genannt). Von 1980 bis 1985 sowie von 1990 bis 1995 amtierte er als Staatspräsident.

    Grossvater, Vater und Sohn an der Macht

    Die sozialistische Seite ist vor allem mit dem Namen Papandreou verbandelt. Georgios Papandreou hiess in Griechenland bereits der erste Ministerpräsident nach dem Zweiten Weltkrieg, der Grossvater des derzeitigen Premiers.


    Sowohl der Grossvater (hinten links) als auch der Vater (hinten rechts) von Giorgos Papandreou (vorne) waren Ministerpräsidenten von Griechenland. keystone

    Der Zentrumspolitiker war in der Widerstandsbewegung gegen die deutsch-italienische Okkupation aktiv und sass von 1942 bis 1944 in italienischer Haft. Papandreou amtierte nach seinem Wahlsieg gegen die Konservativen 1964 bis 1965 noch einmal als Regierungschef.

    Er unterlag im Machtkampf mit dem jungen König Konstantin II., der ihn abberief. Nach dem Militärputsch 1967 stand er unter Hausarrest und starb im darauffolgenden Jahr.

    Vom Kampf gegen die Nazis zum Kampf gegen die Krise

    Sein Sohn Andreas Papandreou lebte rund 20 Jahre im US-amerikanischen Exil. Erst 1960 kehrte er in seine Heimat zurück, wurde aber wenige Jahre später von der Militärdiktatur erneut ins Exil gezwungen.

    Nach der Rückkehr Griechenlands zur Demokratie 1974 gründete er die Panhellenische Sozialistische Bewegung (Pasok), mit der er von 1981 bis 1989 sowie von 1993 bis 1996 als Ministerpräsident regierte. Dabei band er seinen Sohn Georgios, den heutigen Ministerpräsidenten, bereits in die Regierungsgeschäfte ein.
    Griechenland in den Fängen der Familien-Clans - Krise im Euro-Land - Tagesschau - Schweizer Fernsehen



    Das Erbe der Papandreous

    Schon Vater und Großvater haben in Griechenland Politik gemacht, der Sohn steht jetzt als Regierungschef vor dem Aus: In diesen Tagen entscheidet sich das politische Schicksal von Georgios Papandreou. Es wäre das Ende einer Polit-Dynastie, die seit Jahrzehnten im Land das Sagen hat.


    Athen - Keine Familie hat die politische Landschaft Griechenlands in den vergangenen 50 Jahren so geprägt wie die Papandreous: Ein gewisser Georgios Papandreou regierte das Land schon, bevor es in den sechziger Jahren unter eine Militärdiktatur fiel. Und ein Georgios Andrea Papandreou versucht heute, den finanziellen Ruin des Landes abzuwenden - und wird dabei zur tragischen Figur.

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    Am Freitag stellt der Premier im Parlament die Vertrauensfrage. Auf die volle Unterstützung seiner mit knapper Mehrheit regierenden Sozialisten kann er kaum zählen. Der 59-Jährige kämpft um sein politisches Überleben - und das seiner Familie, der Papandreous.
    Schon sein Großvater Georgios Papandreou war Ministerpräsident, er regierte von 1944 bis 1945 und ein zweites Mal von 1964 bis 1965. Auch der Vater Andreas Papandreou ging in die Politik; er führte das Land von 1981 bis 1989 sowie von 1993 bis 1996. Diese beiden Papandreous gelten als die Architekten des modernen Griechenlands - aber auch als Verantwortliche für den hohen Schuldenberg des Landes. Vor allem Andreas Papandreou förderte Vetternwirtschaft und Korruption, sofern sie seinem Machterhalt dienten.

    Sein Sohn, der heutige Premier, gilt als schwaches Abbild des dynamischen und charismatischen Vaters, der die Panhellenische Sozialistische Bewegung (Pasok) 1974 gründete und sie mit eiserner Hand von 1981 bis 1993 drei Mal zum Wahlsieg führte.

    Dementsprechend schwer war das Erbe, das der Junior 2009 nach seinem Wahlsieg als Ministerpräsident antrat. Es ist das Erbe, an dem er am Ende scheitern könnte.
    http://www.spiegel.de/politik/auslan...795884,00.html

  9. #19
    Avatar von Heraclius

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    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen





    Formell schon, aber in der Realität regiert auch in Griechenland, wie im Rest der kapitalistischen Staaten, eine kleine Kaste von Kapitaleignern. Ihr hattet in Jugoslawien den Versuch unternommen, eine gerechtere Gesellschaft mit wahrer Mitsprache, auch fürs gemeine Volk, aufzubauen. Nach 1991 seid ihr darangegangen, eure Länder an ebendiese Kapitaleigner auszuverkaufen. Vielleicht bin ich zu idealistisch, weil ich selber nie in Jugoslawien gelebt habe. Trotzdem glaube ich, dass ihr (YU) von allen realsozialistischen Ländern diejenigen wart, die dem Sozialismus am nächsten kamen.

    Heraclius





    PS: Sorry, Yunan. War wahrscheinlich wieder Off-Topic.

  10. #20
    Avatar von Гуштер

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    Zitat Zitat von Heraclius Beitrag anzeigen
    Formell schon, aber in der Realität regiert auch in Griechenland, wie im Rest der kapitalistischen Staaten, eine kleine Kaste von Kapitaleignern. Ihr hattet in Jugoslawien den Versuch unternommen, eine gerechtere Gesellschaft mit wahrer Mitsprache, auch fürs gemeine Volk, aufzubauen. Nach 1991 seid ihr darangegangen, eure Länder an ebendiese Kapitaleigner auszuverkaufen. Vielleicht bin ich zu idealistisch, weil ich selber nie in Jugoslawien gelebt habe. Trotzdem glaube ich, dass ihr (YU) von allen realsozialistischen Ländern diejenigen wart, die dem Sozialismus am nächsten kamen.

    Heraclius





    PS: Sorry, Yunan. War wahrscheinlich wieder Off-Topic.
    Definitiv nicht, der Titoismus war nicht besonders gut durchdacht.
    Auch in der SFRJ gab es eine Zweiklassengesellschaft, was sehr traurig ist in einem sozialistischen Staat.

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