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Rumänen flüchten zum Einkaufen nach Serbien

Erstellt von Dado-NS, 07.09.2010, 23:36 Uhr · 29 Antworten · 3.986 Aufrufe

  1. #1
    Dado-NS

    Rumänen flüchten zum Einkaufen nach Serbien

    Weniger Lohn, höhere Mehrwertsteuer: Viele Rumänen fahren zum Einkauf nach Serbien, wo die Nahrungsmittel bis um die Hälfte billiger sind. Vor allem für Beamte wird es knapp. Im Sommer wurden die Bezüge gekürzt.

    Vrsac. Mit seiner Tochter an der Hand lässt Radu auf dem Markt von Vrsac seinen Blick über Paprikaberge, Zwiebelsäcke und Melonenpyramiden schweifen. Aus dem über 60 Kilometer entfernten Oravita hat sich der Rumäne zum Einkauf in die nordostserbische Provinzstadt aufgemacht. In Serbien seien Nahrungsmittel bis um die Hälfte billiger als in Rumänien, erklärt der 40-jährige Polizist.

    Deshalb macht er sich einmal im Monat zur zeitraubenden Hamsterfahrt aus Europas Wohlstandbündnis in den serbischen EU-Wartesaal auf. „Sehr schwer“ seien die Zeiten in Rumänien, erzählt der Familienvater: „Bis zu den Gehaltskürzungen kamen wir über die Runden. Doch obwohl auch meine Frau arbeitet, fehlt es nun an allen Ecken und Enden.“

    Als Beamten wurden Radu und seiner Frau in diesem Sommer ein Viertel der Bezüge gestrichen. Umgerechnet 230 Euro beträgt nun das karge Salär eines rumänischen Staatsdieners. Der Internationalen Währungsfonds (IWF) verdonnerte Rumäniens Regierung zu einem harten Sparkurs. Im Juli wurde die Mehrwertsteuer von 19 auf 24 Prozent angehoben.

    Seitdem ist der Alltag für Radus Familie einfach zu teuer geworden. Die Gehaltskürzungen würden genau den Ratenzahlungen für seine Kredite entsprechen, seufzt der Haushaltsvorstand: „Wir müssen nun mit der Bank über längere Laufzeiten und niedrigere Raten verhandeln.“

    30 Dinar (28 Cent) kostet auf dem Markt in Vrsac das Kilo Tomaten, 250 Dinar (2,40 Euro) der Zehnkilosack Kartoffeln. „Bei uns müssen wir dafür etwa das Doppelte bezahlen“, erzählt Radu, während er konzentriert den Dinar-Kurs in Lei umrechnet. Einmal im Monat mache er sich mit seiner Frau nach Serbien auf, um sich das Auto mit Gemüse, Eiern und Speiseöl vollzuladen: „Wir kaufen für ungefähr 100 Euro ein – und sparen damit in etwa dieselbe Summe.“

    Seit dem EU-Beitritt seien in seiner Heimat die kleinen Landwirte, die früher die lokalen Märkte beliefert hätten, am Schwinden: „In den Supermärkten gibt es oft nur teure Importlebensmittel aus der EU – meist von schlechterer Qualität als hier.“

    Bis zu 120 Kilometer Anreise

    Die anhaltende Krise und die zunehmende Ebbe in der Haushaltskasse treiben immer mehr Rumänen zum Einkaufen über die Grenze. Laut Radomir Tepic von der serbischen Grenzpolizei hat der Reiseverkehr an den Grenzübergängen in den letzten Wochen um 40 bis 45 Prozent zugenommen – eine Beobachtung, die auf dem Markt in Vrsac bestätigt wird. Am Wochenende drängen sich auf dem Marktplatz die Autos mit den Nummernschildern aus Rumäniens naher Grenzprovinz Timisoara, aber auch aus dem 120 Kilometer entfernten Arad.

    Dass die Rumänen heute aus der EU anreisen würden, um sich mit Grundnahrungsmittel einzudecken, sei für Serbiens EU-Gegner ein gefundenes Fressen, erzählt der Journalist Braninslav Guzina: „Die Nationalisten lachen sich darüber kaputt, dass sich die Rumänen das Leben in der EU anscheinend nicht mehr leisten können – und nun in Serbien einkaufen müssen.“

  2. #2

    Registriert seit
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    17.122
    In Serbien kommen die Leute schon kaum über die Runden bei den hohen Lebensmittelpreisen. In Rumänien scheint es wohl noch schlimmer zu sein, wobei hier nur Gemüse angesprochen wurde, das bei uns wirklich billig ist; doch was ist mit anderen Artikeln, die beinahe soviel kosten, wie in D?

  3. #3

    Registriert seit
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    Beiträge
    678
    gut für serbien,

    aber die müssen aufpassen mit tierischen produkten, die darf man ja nicht in die eu mitnehmen.

    was die Preise angeht:
    Die sind machmal sogar höher als in D.

    1 L milch in Kosovo hab ich nicht unter 70 cent gesehn.

  4. #4
    Avatar von Paokaras

    Registriert seit
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    8.889
    jaja

    ein teil der EU expotiert jedes jahr mehr und mehr und verdreangt,uberschwemmt die andren EU laender mit ihren Produkete.Die dan ins chaos fallen.


    globalisierung ftw

  5. #5
    Kelebek
    Wie viel kostet ne Tüte Pasulj in Serbijen?

  6. #6

    Registriert seit
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    1.402
    Mein opa hat mir erzählt das es früher genauso so war, also im Banat.
    Aber da sind die Serben nach Rumänien gekommen Sachen verkaufen.
    Er meinte In Serbien hatte man damals alles zum kaufen aber die Serben kein Geld und
    in Rumänien hatte man nichts zum kaufen aber dafür Geld.

  7. #7
    Dado-NS
    Zitat Zitat von România Beitrag anzeigen
    Mein opa hat mir erzählt das es früher genauso so war, also im Banat.
    Aber da sind die Serben nach Rumänien gekommen Sachen verkaufen.
    Er meinte In Serbien hatte man damals alles zum kaufen aber die Serben kein Geld und
    in Rumänien hatte man nichts zum kaufen aber dafür Geld.
    Weisst du dass, ich glaub bis 2001 viele Rumänen nach Serbien gekommen sind um schwarz zu arbeiten? Fast nur privat für den Bau.
    Ich erinner mich noch, zB. hatten wir mal 3 Rumänen die auch akzeptabel bis gut serbisch konnten.
    Für 20 Mark am Tag, mit Versorgung und Schlafplatz erledigten sie uns den Dach einer grossen Garage.

    Doch dannach kam ein Gesetz dass falls die Polizei jemanden aus Rumänien erwischt, der Besitzer des Grundstückes und nicht der Arbeiter eine Busse zahlt oder bis zu 3 Monaten Gefängniss bekommt.

    Fast jeder Wohlhabende in dem Raum hatte mind. 2 solcher Arbeiter.

  8. #8

    Registriert seit
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    1.402
    Zitat Zitat von Dado-NS Beitrag anzeigen
    Weisst du dass, ich glaub bis 2001 viele Rumänen nach Serbien gekommen sind um schwarz zu arbeiten? Fast nur privat für den Bau.
    Ich erinner mich noch, zB. hatten wir mal 3 Rumänen die auch akzeptabel bis gut serbisch konnten.
    Für 20 Mark am Tag, mit Versorgung und Schlafplatz erledigten sie uns den Dach einer grossen Garage.

    Doch dannach kam ein Gesetz dass falls die Polizei jemanden aus Rumänien erwischt, der Besitzer des Grundstückes und nicht der Arbeiter eine Busse zahlt oder bis zu 3 Monaten Gefängniss bekommt.

    Fast jeder Wohlhabende in dem Raum hatte mind. 2 solcher Arbeiter.

    Ein Vlachischer kollege aus Serbien hat mir das auch mal gesagt.
    Aber das waren nicht Rumänen aus Rumänien sondern aus Vojvodina.
    Aus Rumänien wär glaub ich quatsch, weil die Löhne doch bischen höher
    sind als in Serbien.

  9. #9

    Registriert seit
    16.01.2009
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    17.122
    Zitat Zitat von România Beitrag anzeigen
    Ein Vlachischer kollege aus Serbien hat mir das auch mal gesagt.
    Aber das waren nicht Rumänen aus Rumänien sondern aus Vojvodina.
    Aus Rumänien wär glaub ich quatsch, weil die Löhne doch bischen höher
    sind als in Serbien.
    Wie man's nimmt, mein Freund.

    Zur Zeit Jugoslawiens waren die serbischen Löhne deutlich höher. Nach dem Zerfall und der Entwicklung Rumäniens stiegen die Löhne bei euch über unsere, heute hat sich das in etwa eingependelt, wobei die rumänischen Durchschnittslöhne etwas höher sein sollten.

  10. #10
    Dado-NS
    Zitat Zitat von România Beitrag anzeigen
    Ein Vlachischer kollege aus Serbien hat mir das auch mal gesagt.
    Aber das waren nicht Rumänen aus Rumänien sondern aus Vojvodina.
    Aus Rumänien wär glaub ich quatsch, weil die Löhne doch bischen höher
    sind als in Serbien.
    Ich bin ja auch aus dem Raum.
    Und nein die waren alle, zumindest unsere alle aus Rumänien. Nicht alle konnten serbisch, es gab welche die konnten es überhaupt nicht.

    Und was die Löhne betrifft, kann man das nicht sagen. Früher verdienten sie in Serbien viel besser sagten sie, da sie nichts für die Verpflegung usw. ausgeben mussten. Wie es heute aussieht, kein Plan. Aber ein wirklicher Unterschied ist es nicht. Wie es auch in Rumänien ist, ist es in Serbien auch, je nachdem was man macht oder wie lange in die Schule usw. Es gibt Löhne die sehr niedrig sind und sehr hoch und man sieht leider in beiden Ländern den gravierenden Unterschied zwischen Arm und Reich sehr gut.

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