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Die Wachstumschancen der griechischen Wirtschaft

Erstellt von vag, 29.06.2011, 12:57 Uhr · 26 Antworten · 1.445 Aufrufe

  1. #1
    vag
    Avatar von vag

    Registriert seit
    17.02.2010
    Beiträge
    220

    Die Wachstumschancen der griechischen Wirtschaft

    Reedereien
    Weltweit wächst die Schifffahrt langfristig mit Raten von drei bis vier Prozent - auch wenn die Frachtraten derzeit eher moderat sind. "Die Schifffahrt ist ein globaler Wachstumsmarkt. Hier sind griechische Unternehmen präsent und gut aufgestellt. Es würde sich für sie lohnen, hier ihre Möglichkeiten zu nutzen und das Geschäft auszubauen", sagt Eric Heymann, Volkswirt der Deutschen Bank. "In der Schifffahrt hat Griechenland Wettbewerbsvorteile", sagt auch Jens Bastian, Griechenland-Experte vom Thinktank Eliamep. Griechenland liegt laut Statistik des Verbands der deutschen Reeder als Reederei-Sitz bei der Flottengröße nach Japan auf Platz zwei weltweit.

    Griechische Reeder besitzen 3091 Schiffe mit einer Bruttoraumzahl von 112,5 Millionen und damit mehr als deutsche Reeder. Bei den Tankern liegen griechische Eigner sogar mit 1165 Tankern auf Platz eins weltweit. Da in der Schifffahrt traditionell oft unter fremder Flagge gefahren wird, würde die Ausschöpfung dieses Potenzials nicht nur in Griechenland Steuereinkommen und Arbeitsplätze schaffen. Dennoch dürfte das Land stark profitieren. Und Vermögen aus Schifffahrt kann auch für Innovationen sorgen. Billigflieger Easyjet wurde zum Beispiel vom in London lebenden Reederspross Stelios Haji-Ioannou gegründet.

    Transportbranche
    Griechische Ausfuhren im 1. Quartal 2011

    Enormes Potenzial liegt auch im Transportgewerbe insgesamt - Pipelines eingeschlossen. Das liegt auch an der geografisch günstigen Lage Griechenlands als EU-Außenposten zwischen dem Balkan und dem Nahen Osten. "Mit Ausbau und Privatisierung der Häfen ließe sich vermutlich auf Dauer viel verdienen", sagte Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank. "Piräus könnte ein noch besserer Umschlagplatz werden auf dem Weg vom Sueskanal und vom Schwarzen Meer zum größten Markt der Welt, der EU." Investitionen in die Infrastruktur haben zudem einen enormen Multiplikatoreffekt für das Wachstum insgesamt.





    Tourismus
    Schon jetzt ist der Tourismus eine der großen Stützen der griechischen Wirtschaft. Doch auch hier lässt sich noch einiges ausbauen: Für gehobene Ansprüche der europäischen und US-Touristen und für den bereits kräftig zunehmenden Tourismus aus Russland zum Beispiel. Hier könnten die Griechen Luxus- und High-End-Tourismus als Geschäftszweig stärker entwickeln und zudem gezielt chinesische Touristen ansprechen, die sich für Europas Altertümer interessieren. Kurzfristig bietet sich noch eine andere Chance: "Das Sommergeschäft läuft gut an", sagt Bastian. Vor allem die Unsicherheit in Konkurrenzzielen wie Tunesien oder Ägypten könnte der griechischen Tourismus-Industrie helfen. "Der arabische Frühling ist ein griechischer Sommer", sagt Bastian.

    Grüne Technologien
    Nach Ansicht vieler Experten das offenkundigste, aber immer noch am wenigsten genutzte Potenzial. Griechenland könnte sich als Lieferant erneuerbarer Energie für die EU positionieren, aber auch für die eigene Versorgung durch Solarpanels auf dem Dach. "Noch gibt es in Griechenland keine nennenswerten Anreizprogramme für erneuerbare Energien", so Bastian. Nur bei Neubauten gebe es solche, nicht aber bei bestehenden Häusern. "Hier steckt ein riesiges Potenzial, von dem vor allem die heimische Bauwirtschaft und das Handwerk profitieren würden",

    Pharmaindustrie
    Als wohl aussichtsreichsten Exportsektor der griechischen Wirtschaft bezeichnet die EU-Kommission die Pharmabranche. Griechische Pharmaprodukte erobern Marktanteile in einem global stark wachsenden Wirtschaftszweig - perfekte Voraussetzungen für weitere Investitionen. Die Präsenz multinationaler Konzerne vor Ort bietet die Möglichkeiten, um auch die Forschung und Entwicklung auszubauen. Hier könnten mehr Anreize für ausländische Direktinvestitionen geschaffen werden.

    Schiffbau
    Eine der traditionsreichsten griechischen Industrien hat noch nicht alle Chancen genutzt. "Griechenland hat im Schiffbau ein enormes Potenzial, das man ausbauen sollte", sagte Bastian. So verfügt Griechenlands größte Werft über die wohl modernste Fertigung konventioneller U-Boote im Mittelmeerraum. Doch viele Werften
    Die Wachstumschancen der griechischen Wirtschaft

  2. #2

    Registriert seit
    12.04.2007
    Beiträge
    16.107
    Vergiß es,es ist alles gelaufen,jetzt kannst du nur noch zusehen wie alles zusamenbricht aus der ersten reihe,und dir einen Ast ablachen.

  3. #3
    ökörtilos
    Mal quergefragt: Wie soll ausgerechnet "Sparpolitik" den Griechen aus der sogennannten Krise helfen? Wenn den normalen Menschen aufgrund von Steuererhöhungen, Lohnsenkungen, Arbeitslosigkeit usw. demnächst weniger Geld zur Verfügung steht wird ja nur noch weniger ausgegeben.Das schwächt die Wirtschaft doch nur weiter und bewirkt also genau das Gegenteil.Oder habe ich mit meinem kindlichen Verstand den Kapitalismus nur nicht begriffen?

  4. #4
    Yunan
    Ich glaube nicht, dass es da groß zu lachen gibt.

  5. #5
    Yunan
    Zitat Zitat von ökörtilos Beitrag anzeigen
    Mal quergefragt: Wie soll ausgerechnet "Sparpolitik" den Griechen aus der sogennannten Krise helfen? Wenn den normalen Menschen aufgrund von Steuererhöhungen, Lohnsenkungen, Arbeitslosigkeit usw. demnächst weniger Geld zur Verfügung steht wird ja nur noch weniger ausgegeben.Das schwächt die Wirtschaft doch nur weiter und bewirkt also genau das Gegenteil.Oder habe ich mit meinem kindlichen Verstand den Kapitalismus nur nicht begriffen?
    Ja, das ist eben diese Abwärtsspirale aus der es keinen Ausweg mehr gibt. Es wird mehr gespart, es kommt aber weniger Geld rein, dann wird wieder mehr gespart und so weiter und sofort. Irgendwann ist das Land infrastrukturell und gesellschaftlich so am Ende, dass es einen Zusammenbruch des Systems gibt. Die einzigen Wege sind dann entweder wie ein Phönix aus der Asche wieder aufzustehen oder eben ein Kampf um die Vorherrschaft. Mit welchen Mitteln dieser geführt würde, lasse ich mal offen.
    Ich persönlich denke, dass letzteres in Frage kommt.

  6. #6

    Registriert seit
    25.06.2011
    Beiträge
    995
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Ja, das ist eben diese Abwärtsspirale aus der es keinen Ausweg mehr gibt. Es wird mehr gespart, es kommt aber weniger Geld rein, dann wird wieder mehr gespart und so weiter und sofort. Irgendwann ist das Land infrastrukturell und gesellschaftlich so am Ende, dass es einen Zusammenbruch des Systems gibt. Die einzigen Wege sind dann entweder wie ein Phönix aus der Asche wieder aufzustehen oder eben ein Kampf um die Vorherrschaft. Mit welchen Mitteln dieser geführt würde, lasse ich mal offen.
    Ich persönlich denke, dass letzteres in Frage kommt.
    ??????? Wie soll das denn gehen?

  7. #7
    Yunan
    Lies doch einfach weiter.

  8. #8

    Registriert seit
    25.06.2011
    Beiträge
    995
    Zitat Zitat von ökörtilos Beitrag anzeigen
    Mal quergefragt: Wie soll ausgerechnet "Sparpolitik" den Griechen aus der sogennannten Krise helfen? Wenn den normalen Menschen aufgrund von Steuererhöhungen, Lohnsenkungen, Arbeitslosigkeit usw. demnächst weniger Geld zur Verfügung steht wird ja nur noch weniger ausgegeben.Das schwächt die Wirtschaft doch nur weiter und bewirkt also genau das Gegenteil.Oder habe ich mit meinem kindlichen Verstand den Kapitalismus nur nicht begriffen?
    Es wäre doch hilfreich, noch mehr zu erzeugen und dann zu exportieren. So würde Geld aus dem Ausland in die Kasse kommen, während die Einwohner von Griechenland sparen.

  9. #9

    Registriert seit
    25.06.2011
    Beiträge
    995
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Lies doch einfach weiter.
    Weiter steht: Mit welchen Mitteln das erreicht wird, lass ich mal offen.
    Gibt es überhaupt Mittel, mit denen das erreicht werden kann?

  10. #10
    Yunan
    Wäre es so einfach, hätte man es schon längst getan, glaub mir.

    Es gibt nichts nennenswert wichtiges, was Griechenland exportieren könnte. Die Großindustrie wurde während der '70 Jahre minimiert aus welchen Gründen auch immer. Wir haben nichts, was wir exportieren könnte, außer ein paar Lebensmittelprodukte oder ähnliches.

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