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Wirtschaftsforscher fordern Zwangsabgabe für Reiche

Erstellt von papodidi, 12.07.2012, 00:19 Uhr · 40 Antworten · 7.116 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von papodidi

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    Cool

    Zitat Zitat von hirndominanz Beitrag anzeigen
    Ich denke das wird bereits an verfassungsrechtlichen Hürden scheitern.
    Das Wort besagt das schon: Zwangsabgabe.
    Das kenne ich nur aus den Aufzeichnungen usw. der deutschen Wehrmacht, die der GR-Nationalbank so bezeichnete Abgaben abdrängte/erzwang ( für die Besatzungskosten auch noch : über 100 Mio Reichsmark/Monat)...
    Bitte mal dem direkten Link zum DIW folgen, da listen sie auf, was verfassungsgemäß war/wäre...
    Das ist eine Studie vom DIW...

  2. #12
    Avatar von Karoliner

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    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Was hier untergeht ist, dass Schäuble die Idee gut findet - nicht für Deutschland, sondern für die südlichen EU-Staaten.
    Schäuble redet aber auch von einer Zwangsanleihe und nicht -abgabe. Eine Anleihe wäre ja keine Enteignung. Bei DIW ist es ein bisschen verwaschen, ob sie eine Sondervermögenssteuer meinen oder eine Zwangsanleihe. Klingt bei denen aber eher nach Vermögenssteuer. Also im Falle Italiens macht eine Zwangsanleihe durchaus Sinn, wenn sie weiter sich nur noch für 7% Zinsen Geld leihen können. Was soll das für Deutschland bringe, Deutschland kann sich zur Zeit fast kostenlos Geld leihen am freien Markt, wozu eine Zwangsanleihe.

    An die Griechen, es ist üblich das die Besatzungskosten dem besetzten Land aufgedrückt werden. Westdeutschland hat bis Ende der 70er die Stationierungskosten (Besatzungskosten) der Westallierten bezahlt. Bei DDR / SU weiß ich es nicht.

  3. #13
    Kejo
    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    Schäuble redet aber auch von einer Zwangsanleihe und nicht -abgabe. Eine Anleihe wäre ja keine Enteignung. Bei DIW ist es ein bisschen verwaschen, ob sie eine Sondervermögenssteuer meinen oder eine Zwangsanleihe. Klingt bei denen aber eher nach Vermögenssteuer. Also im Falle Italiens macht eine Zwangsanleihe durchaus Sinn, wenn sie weiter sich nur noch für 7% Zinsen Geld leihen können. Was soll das für Deutschland bringe, Deutschland kann sich zur Zeit fast kostenlos Geld leihen am freien Markt, wozu eine Zwangsanleihe.

    An die Griechen, es ist üblich das die Besatzungskosten dem besetzten Land aufgedrückt werden. Westdeutschland hat bis Ende der 70er die Stationierungskosten (Besatzungskosten) der Westallierten bezahlt. Bei DDR / SU weiß ich es nicht.
    Nicht kostenlos, sondern zu Negativzinsen.

  4. #14
    Avatar von Karoliner

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    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Nicht kostenlos, sondern zu Negativzinsen.
    Nur die ganz Kurzfristigen, diese Woche (heute?) 10-Jährige Anleihen für 1,7% oder so. Was bei der Inflation und der zu erwartenden Inflation zumindest reale Negativzinsen wären . Ich denke das wäre auch die rote Linie für Karlsruhe, Mindestverzinsung = Inflationsrate. Aber die Frage stellt sich ja in DE nicht.

  5. #15
    Avatar von papodidi

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    Cool

    Stefan Bach vom DIW antwortet seinen Kritikern (Auszüge):

    Schuldenkrise: Befreiungsschlag Vermögensabgabe | Wirtschaft | ZEIT ONLINE

    Befreiungsschlag Vermögensabgabe


    Der Ökonom Stefan Bach schlug Zwangsanleihen für Reiche vor – und löste eine erregte Debatte aus. Hier antwortet er seinen Kritikern.
    ...
    Der zentrale Gedanke ist schlicht und ergreifend: Weltweit steht den staatlichen Schulden ein Mehrfaches an privatem Vermögen gegenüber. Ein Großteil dieser Vermögen entfällt auf die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung, in Deutschland sind es sogar rund zwei Drittel der gesamten Vermögen. Selbst eine Abgabe in geringer Höhe kann schon ein beträchtliches Aufkommen erzielen – und den Staat bei den Bürgern entschulden.

    ...
    Dass wir mit unserem Vorschlag nicht den Ludwig-Erhard-Preis gewinnen würden, hatten wir schon vorher geahnt. Der Kollaps der Finanzindustrie, die nachfolgende Finanz- und Wirtschaftskrise und die Europäische Schuldenkrise waren allerdings in den gängigen Modellen der Ökonomenzunft auch nicht vorgesehen. Da sind unorthodoxe Lösungsvorschläge gefragt.

    ...
    Jede Steuer ist im Grunde eine Enteignung. Dafür bekommt der Bürger mehr oder weniger gute Leistungen des Staates. Zum Beispiel eine Garantie für die Spareinlagen durch die Bundeskanzlerin oder einen Bail-out für notleidende Banken. Ist da eine einmalige Versicherungsprämie von zehn Prozent auf die Pro-Kopf-Vermögen von mehr als 250.000 Euro zu viel verlangt?
    ...
    In den vergangenen 15 Jahren wurden hohe Einkommen und Vermögen steuerlich entlastet und die Konsumsteuern erhöht. Gleichzeitig sind nur die hohen Einkommen nennenswert gestiegen und die großen Vermögen entsprechend gewachsen, während die Masseneinkommen stagnierten und die Niedriglöhne gesunken sind.
    ...
    Vor allem sollten die Kritiker berücksichtigen: Staatspleiten und ein unkontrolliertes Auseinanderbrechen der Euro-Zone würden die deutschen Auslandsvermögen spürbar entwerten...
    Das würde die Vermögen der reichsten zehn Prozent sicher mehr als zehn Prozent kosten – von den Folgewirkungen der Krise auf die breite Bevölkerung einmal ganz zu schweigen.

    Schaun mer mal...

  6. #16

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    Zitat Zitat von opadidi Beitrag anzeigen
    ARD-Umfrage:

    Ja 5613 69.0%
    Nein 2249 27.7%

    Dazu habe ich keine Meinung / eine andere Meinung.270 3.3%
    Uiii, toll.

    Jetzt schätze mal wie viele der Betroffenen dafür gestimmt haben. Ist sowieso egal, da wir auch nach '68 keinen Sozialismus in der BRD haben ist so ein Vorgehen nicht so leicht möglich. Wäre faktisch auch unsinnig, womit bezahlt man dann das geliehene Geld + Zinsen?

  7. #17
    Avatar von BlackJack

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    Dass wir mit unserem Vorschlag nicht den Ludwig-Erhard-Preis gewinnen würden, hatten wir schon vorher geahnt. Der Kollaps der Finanzindustrie, die nachfolgende Finanz- und Wirtschaftskrise und die Europäische Schuldenkrise waren allerdings in den gängigen Modellen der Ökonomenzunft auch nicht vorgesehen. Da sind unorthodoxe Lösungsvorschläge gefragt.



  8. #18
    Avatar von papodidi

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    Cool

    Studie
    Superreiche verstecken immer mehr Geld


    23.07.2012 00:00 Uhr von Albert Funk

    Bis zu 32 Billionen Dollar könnten unentdeckt in Steueroasen verschoben worden sein – auch aus ärmeren Ländern. Das sagt die Organisation Tax Justice Network. Das bedeutet auch, dass die Schere zwischen Armen und Reichen noch weiter klafft als bisher angenommen.


    Superreiche haben weltweit möglicherweise weit mehr Vermögen in Steueroasen versteckt als bisher angenommen. Nach einer neuen Schätzung des Tax Justice Networks, einer Nichtregierungsorganisation mit Sitz in London, bewegt sich die Summe dieser versteckten Vermögen mittlerweile zwischen 21 und 32 Billionen US-Dollar. Noch 2005 schätzte das TJN diese undeklarierten Vermögen auf etwa 11,5 Billionen Dollar. Als Superreicher gilt, wer über ein Vermögen von mehr als 50 Millionen Dollar (rund 41 Millionen Euro) verfügt.
    Die neuen Schätzungen beruhen auf Diskrepanzen in den Statistiken zu Einkommen und Vermögen von Reichen, die zu der Annahme führen, dass vor allem in den vergangenen Jahren erhebliche Summen an den Steuerbehörden vorbei versteckt worden sind.

    So wuchsen die Einkommen der Superreichen in den USA seit 1980 um das Zwei- bis Vierfache, während die Einkommen von 90 Prozent der Bevölkerung um fast fünf Prozent fielen. Der Anteil der Superreichen an den gesamten Vermögen änderte sich allerdings in diesem Zeitraum kaum. Aus dieser Diskrepanz in den Statistiken wird der Schluss gezogen, dass massiv Vermögenswerte versteckt worden sein müssen.
    ...
    Der weitaus größte Teil der Superreichen lebt nach einer in der Studie zitierten Aufstellung der Bank Credit Suisse in den USA. Deutschland ist nach China die Nummer drei. Laut TJN besitzen die oberen zehn Prozent der Weltbevölkerung 84 Prozent der Vermögen, während auf die untere Hälfte ein Prozent entfällt. Die Initiative Vermögender für eine Vermögensabgabe in Deutschland erneuerte ihre Forderung, Reiche stärker zu belasten.

    Studie: Superreiche verstecken immer mehr Geld - Zeitung Heute - Tagesspiegel

  9. #19

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    Wundert dich das?

  10. #20
    Avatar von Heraclius

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    Zitat Zitat von opadidi Beitrag anzeigen
    ARD-Tagesschau

    Zur Lösung der Schuldenkrise

    Wirtschaftsforscher fordern Zwangsabgabe für Reiche


    Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) empfiehlt zur Lösung der europäischen Schuldenkrise eine Zwangsabgabe für reiche Bundesbürger. Der Staat könne deren Vermögen mit einer einmaligen Abgabe belasten, die sukzessive abgezahlt werde, schreibt das DIW in einer Studie. Die Abgabe könne auch mit einer Zwangsanleihe kombiniert werden. Dabei müssten die Betroffenen dem Staat Geld leihen, das sie bei einer Stabilisierung der Krise verzinst zurück bekommen könnten.

    Das Deutsche Institut für Wirtschaft würde reiche Bürger zur Kasse bitten. 230 Milliarden Euro - gut neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts - ließen sich laut Studie bei einer Abgabe von zehn Prozent des individuellen Vermögens der reichsten acht Prozent der Deutschen einsammeln. Diese müssten damit rechnen, dass auf Immobilen-, Geld- und Betriebsvermögen zugegriffen werde. Das Institut geht bei seiner Rechnung davon aus, dass nur Vermögen von mehr aus 250.000 Euro (bei Ehepaaren 500.000 Euro) herangezogen würden.
    ...
    Auch in Krisenländern wie Griechenland, Spanien oder Italien ließen sich nach Einschätzung des Instituts erhebliche Einnahmen erzielen. Dort seien Privatvermögen vorhanden, die die Staatsschulden deutlich überstiegen.(Zitatende)

    Wäre ja mal ein Anfang...

    DIW Berlin: Vermögensabgaben : ein Beitrag zur Sanierung der Staatsfinanzen in Europa





    Nein, bitte keine Zwangsabgaben für Reiche. Sonst zwingt man sie womöglich ihren Wohnsitz auf die Seychellen zu verlegen, während sie ihre Nummernkonten in der Schweiz und in Luxemburg belassen müssen.


    Heraclius

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